Ausgabe 
10.7.1925
 
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denshöhe liegt. Man kann rechnen, dah bei Zechen zur Zeit je Tonne Förderung bei lären Abschreibungen rund IVO bis 2 Mk. setzt wird. Große Bergwerksgesellschaften dern allmonatlich Zuschüsse von 1 bis 1,5

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allem ein wohlgelungener Abend, der sicher in jedem Teilnehmer den Wunsch hervorgerusen Hal, daß die neugegründete Vereinigung des öfteren mit ähnlichen Zusammenkünften und Veranstal­tungen hervortreten möge. Sp.

(ßigener Drahtbericht deSGießener Anzeigers.)

Frankfurt a. M., 9. Juli. Es wurden notiert: Welzen (Wetterauer) 22,75 bis 24,

GEGRÜNDET 1876

Bahnhofstr. 65b GIESSEN Telephon 1367 Filiale: Lieh Oberheseen.

58.1

100 122,50

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Die Entstehungsursache der Finanzkrise beruht darin, daß die Kohlenpreije den hohen Selbstkosten nicht entsprechen. Bon Mitte 1924 bis zur Jetztzeit sind die Kohlenpreije um ungesähr 28 Proz. herab­gesetzt worden; gleichzeitig sind aber die Löhne um 30 Proz. gestiegen, und es haben die Material-

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Doggen (inländischer) 19,50 biS 21,50, Hafer (in­ländischer) 19,50 biS 22, Mais (gelb) 20,50 biS 21, Weizenmehl (inländisches, Spezial 0) 37 biS 37,50, Vvggenmeyl 29,75 bis 30,25, Weizenkleie 11,60 bis 11,75, Roggenkleie 12,50 bis 12,75. Temdenz: Fest.

Frankfurter Echlachtdiehmartt.

Frankfurt a. M, 9. Juli. Auftrieb: 3 Rinder; darunter 1 Ochse und 2 Kühe; 922 Kälber; 401 Schafe; 601 Schweine. Es wurden für 100 Pfund Lebendgewicht gezahlt: Kälber, feinste Mostkälber 70 biS 76, mittlere Mast­rind beste Saugkälber 60 bis 68, geringere Mosl- und gute Saugkälber 52 bis 58, geringe Saug­kälber 45 bis 50; Schafe. Weidemastschase: Maftlämmer und Masthämmel 48 bis 52, gerin­gere Masthämmol und Schafe 40 bis 45, mäßig genährte Hümmel und Schaf« (Merzschafe) 18 bis 36; Schweine: vollfleischige von 80 bis 100 Kilo 83 biS 8^. vollfleischige unter 80 Kilo 78 bis 82. vollfleischige von 100 bis 120 Kilo und 120 biS 150 Kilo 83 bis 84. Marktverlauf: Schleppender Handel, am Schweinemarkt kleiner äleberftand.

Berliner Produ cn''k.

Berlin 9. Juli. Der Produktenmarkt hatte keine nennenswerte Veränderung aufzuweisen. Mehl blieb wieder stark gefragt. Futterartikel ruhig. Es notierten je 1000 Kg.: Weizen (3uli) 260.50 bis 259.50, Roggen (mätL) 230 biS 232, Roggen (Juli) 219.50 vis 218.50, Winter-Gerste 200 bis 203, Futtergerste 202 bis 216. Hafer (märt.) 233 bis 242, Haler (Juli) 192 biS 192.50, Mais (loko Berlin) 213 bis 215, RapS 340 bis 355; für je 100 Kg.: Weizenmehl 33.50 bis 36.00, Roggenmehl 31.25 biS 33.25, Weizenkleie 12.80, Rogaenkleie 13.40, Diktoriaerbfen 28.00 bis 34.00, kleine Erbsen 25.00 bis 26.50, Pe­luschken 23.00 bis 26.00, Wicken 25.00 biS 27.00. Lupinen (blau) 12.00 bis 13.00, Lupinen (gelb) 15.00 bis 16.50, Rapskuchen 15.40 bis 15.60, Leinkuchen 22.40 bis 22.60, Trockenschnitzel 10.40 bis 11.00, Torfmelasse 9.60, Kartoffelflocken 23.90 biS 24.10.

wurden im freien Verkehr zu 0,340 biS 0.3371/, gehandelt. Die Abendbörfe schloß ruhig in be­festigter Haltung. Deutsche Anleihen. Schuyge- bietsanleihe 5,370. Ausländische Renten: 5pro- zentige adgestempelte Silbermerikaner 13. Baick- aktien: Berliner HandelSgesellschaftt 120,50, Commerzbank 97,12, Darmstädter Bank 118, Dls- contogesellschalt 107,75, Dresdner Dank 101,75, Mitteldeutsche Creditbank 96, Reichsbank 123,50, Rheinische Kreditbank 90, Oesterreichische Kredit- akiien 3,12. Montanaktien: Deutsch-Lurernburg 68,25, Mansselder 59,75, Kali Aschersleben 119. Chemische Werte. Badische Anilin 124,12, Elber­felder Farben 114,12. Th. Goldschmidt 81,12, Höchster Farben 114,37, Holzverkohlung 5,80. Transvorlwerte: Rordd. Lloyd 56, 3prozentiae Monastir 7,15. Industrieaktien. Daimler 53,50, Dycker hoff 40, Ehlinger Maschinen 56, Spinnerei Hammersen 19, Gebr. Iunghans 70.

Börsenkurse.

Wartburgausflug desDerbandes evangelisch-kirchliü)er Frauen­vereine.

5 Es war eine grobe Sache, die rund 1000 Teilnehmer aus Oberhessen nicht bloß hin nach Eisenach und von dort wieder heim zu bringen, sondern auch in den 7 Stunden des Aufenthaltes dort so zu führen, dah olle be­friedigt waren. Wir dürfen vorweg berichten, dah die Aufgabe in vorbildlicher Weise von der VerbandSleitung gelöst wurde. Die ^rrat)- rangen bei dem ersten Ausflüge des Verbandes auf die Wartburg waren benuht worden um nun alles noch besser zur Ausführung zu brin­gen. Die Vorsitzende, die F u r st i n E l i s a - bet h von Erbach-Schonberg, die Ver- bandöselretärin nahmen persönlich an dem Aus­flug teil. Besonderen Dant verdienen die M,t- glieder desChristlichen Dolksdienstes zu Eisenach, die die Führer und «Myrerinnen der 5 Abteilungen stellten, und wenn alles klappte, dann lag es nicht wenig an ihrer Hilfe.

Der Sonderzug ging aus von Friedberg 5.35 vormittags und sollte die Teilnehmer 11.01 nach Eisenach bringen, über GiehenFulda. Leider hatte man 40 Minuten Verspätung, die nachher bei der Wartburgbesichtigung einige Schwierig- leiten bereiteten. 3ebe der 5 Abteilungen hatte ihr Sonderprogramm und ihren Sonderweg zur Wartburg. Die wunderbare Umgebung der Stadt, sei es nun Drachenschlucht, Hohe Sonne oder Pflugensbergs Burschenschaftsdenlinal, und das Idyll der Waldschänke wurden genügend be­wundert. Die Besichtigung der Wartburg als Höhepunkt bedurfte bei dem Massenandrang, es waren außer den gewöhnlichen Sonntagsbesu­chern noch zwei andere Extrazüge mit Besuchern da. einiges Warten und Kampf, aber missen möchten wir doch nicht, die Stätte gesehen zu haben, wo unser Reformator uns die deutsche Bibel geschaffen hat. Das schlichte Lutherstüb­chen mit dem wundervollen Blick von den Fen­stern, das hat es allen angetan. Und dann der Ausklang in der Weihestunde in der Georgen- kirche. Die Lutherlieder und Schriftworte des Lituraen und Predigers Dekan Guhrnann- Kirchberg, seine Predigt über 1. Joh 5, 4 führten alle zum Brunnquell des Evangeliums, dem Glauben, der Welt überwunden hat und heute noch überwindet. Was wir da alle mit­bekamen, besonders die Frauen und Mütter, die doch die Mehrzahl waren, möchte es sich aus­wirken in unserem Leben!Ach bleib mit deiner Gnade, ach bleib mit deinem Worte, ach bleib mit deiner Treue", so klang es aus. Während wir in dem wundervollen Gotteshaus feierten, fchüttete es vom Himmel, sonst hatte man herr­liches Wetter.

Run ging's zum Bahnhof und Abschied wurde genommen von der schönen Stadt und den Freunden, die uns treu und selbstlos ge­führt. Die Heimreise verlief programmgemäß, nur gab es die übliche Verspätung, diesmal durch die Kreuzung in Zell-Romrod. Wer auf der Heimfahrt einen oder den anderen der 15 Wagen besuchte, überall tonten die Lieder unb zeigten die Stimmung der Teilnehmer. Ob's geistliche oder weltliche Weisen waren und ob auch die löbliche Dorfjugend von Z e 11 uns bei unserem unfreiwilligen Aufenthalt dort als Fromme" abgestempelt hat, es kam aus dank­barem Herzen das Lied, das erschallte. Untere Teilnehmerinnen kamen aus den Frauenvereinen Gießen, Friedberg, Eberstadt, Leihgestern, Ridda, Ortenberg, Fauerbach, Wieseck, Heuchel­heim, Lollar, Mainzlar, Daubringen, Staufen­berg. Ruttershausen, Treis und Allendorf a. d. Lumda, Geilshausen, Rödgen, Beuern, Linden- struth, Reinhardshain. Flensungen, Mücke, Mer­lau, Rieder-Ohmen, Riedergemünden, Elpenrod, Muschenheim. Einige Vereine muhten wegen der Bürgermeisterwahlen auf die Teilnahme ver­zichten, in anderen Orten wurde mit Rücksicht auf die Vereine die Wahl verlegt. Wir fassen zusammen: Ein Tag, der allen viel gegben hat.

Airs dem AmtsverkündtFungsblatt.

DaS DmtsverkündigungSblatt Rr. 54 vom 7. Juli enthält; Voranschlag der Kreiskasse des Kreises Gießen für 1925. Ordentliche Sitzung des Kreistages des Streifet Gießen. Äriegergräberfürforgc. Verkehr mit Giften und Arzneimitteln. Maul- und Klauenseuche in den Gemeinden Albach, Obborn­hofen, Bellersheim und Langsdorf. Azstylen- Derordnung. Aufhebung der Straßensperre LangsdorfLich unb SteinbergGrüningen. Turnunterricht Statistik der körperlich Be­hinderten. Dienstnachrichton.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Isr. ReNgionSasmainde. GottrSd. i. d. Synagoge (Südanlage). SamStag, den 11. Juli. Dorabd. 7.45, morg. 8.30, abds. 8.55 u. 9.35.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter SenderS.

(Aus der »Radio-Umschau".)

Samstag, 11. Juli.

12 Uhr: Rachrichtendienst. 3 Uhr: Wirt­schaftsmeldungen 4 ^lhr: Wetterbericht der Gie­ßener Wetterdienststelle. 4 TIHr: Wirtschaftsmel­dungen. 4.20 Tlhr. Rachrichtendienst. 4.30 biS 6 LIHr: Rachmittags-Kongert des HanS-Orche- sters: Reue Schlager. 6 Uhr: Wirtschaftsmel­dungen. 6 bis 6.30 Ahr: Jugendstunde: AuS dem RomanUnter Geiern" von Karl May. 6.30 bis 6.45 Uhr Briefkasten. 6.45 biS 7 Uhr: Aus Historie und Fantasie (Anekdoten unb Rät­sel). 7 biS 8 Uhr:Die Klanggeheimmsse deS modernen Orchesters III: Die Blechblasinstru- mente, Vortrag von Dr. Wilhelm Heinih- Hamburg. 8 bis 9 Uhr: Stunde deS Frankfurter Bundes für Volksbildung: Vortrag von Direk­tor O. Kraus:Der Frankfurter Palmengarten im Sommer". 8.30 bis 9.30 Uhr: Musikalische Stilgeschichten in praktischer Darstellung. Fünfter Abend. 10 bis 11 Uhr: Der Revisor. Komödie in fünf Aufzügen von R. Gogol.

preise eine Erhöhung von 15 bis 18 Proz. erfah­ren. 'Senn man den Derkausswert der Kohle 1913 gleich 100 setzt, so beträgt er jetzt 89, seit Ansang 1924 (diese Zeit ebenfalls aleich 100 gesetzt) ift eine Ermäßigung der Preise auf 65 eingetrclen. Es zeigt sich also, daß trog Vermehrung der Lasten der Kohlenpreis, am Realwert gemessen, unter

Wirtschaft.

Die Zukunft des Ruhrbergbaues.

(Don unserem Essener Mitarbeiter.)

Die Absatznot kommt zum großen Teil vom Weltmarkt her. Die Gesamtsteinkohlenförderung der Welt war im Jahre 1924 mit 1180 Mill. To. nur um rund 5060 Mill. To. geringer als im letzten Dorkraegsjahr, während der Gesamtwelt­handel auf 7580 Proz. seiner Vorkricgshöhe zu« rückgina. Für Deutschland ergab sich im Jahre 1924 ein Jayresoerbrauch an Kohle von rund 135 Mill. To. gegenüber einer Borkriegsmenge von 156 Mill. To. Dem Rückgang der Berbrauchsmöglichkeit steht jedoch ein Steigen der Förderfähigkeit auf minde­stens 2530 Proz. über Friedensstand gegenüber. Zur Zeit ist die Aufnahmefähigkeit des Marktes nur auf 10,2 bis 10,5 Mill. To. monatlich zu schätzen (einschließlich Reparationslieferungen ca. 11,5 Mill. To.) während die Förderhöhe auf 13 Mill. To. sich beläuft und die Fördermöglichkeit sogar auf 15 bis 16 Mill. To eingeschätzt wird. Zur Zeit liegt deshalb auf den Zechenhalden eine Menge von 9,5 bis 10 Mill. To. unoerwertbar; diese Menge stellt beinahe eine Monatsförderung dar und repräsentiert einen .Wert von rund 180 Mill. Mk. Eine grundsätzliche Besserung des Ab­satzes ist höchst unwahrscheinlich. Auch wenn man einmal von den Fragen der allgemeinen Konjunk­tur ganz absieht, so ergeben sich Zweifel, die auf der völligen Umstellung beruhen, die in der Art des Brennstoffverbrauchs schon seit Jahren zu beobach­ten ist (Wärmewirtschaft, Elektrifizierung, Oelver- braud), Ausnutzung der Wasserkraft ufro.).

Mark. Bei einer der größten Bergwerksgesellfchaf- ten hat sich das Verhältnis der Reserven im Ver« gleich zur Sortriegs3eit auf 35 bis 40 Proz. ver« schlechtert. Eine wichtige Rolle spielen weiter noch die sozialen Probleme. Trotzdem die Zahl der im Ruhrbergbau installierten Pferdekräfte sich im Der« gleich zur Vorkriegszeit um über 400 000 erhöht hat, ist die Schichtleistung je Kopf der Gesamt­belegschaft immer noch nicht auf Dorkriegshöhe ge­kommen (1913 884 Kg., jetzt 845 bis 850 Kg). Die steuerlichen Lasten drücken außerordenllich; bei der Ruhrkohle macht die steuerliche Belastung jetzt ungefähr 7 Proz. des Preises gegenüber 1,8 Proz. vor dem Kriege aus. 3n Gemeinden mit ungün­stigen Gewerbesteuerverhältnissen (im Ruhrgebiet die Regel) ruhen aus der Tonne Kohle Steuer­lasten von 1,50 bis 2 Mk. Auch nach der bereits er­folgten Frachtermäßigung im ftüfientarif betragen bei den für die Ruhrkohle besonders wichtigen Ent­fernungen die Frachten immer noch 150 bis 180 Proz. vom Frieden.

Aus allen diesen Gründen müssen diejenigen Betriebe, die nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können, aus dem Produktionsprozeß immer mehr ausscheiden. Diese Entwicklung ift zur Zeit im vollen Gange; auch die stärksten Gesellschaften wer­den von ihr nicht verschont; seit dem 1. Januar 1923 sind über 105 000 Bergarbeiter zur Entlassung gelangt; von ihnen konnten bis auf ca. 6500 bis­her alle Unterkommen in anderen Berufen finden. Wenn weitere Entlassungen kommen, womit zu rechnen ift, wird das wohl nicht mehr möglich fein.

* Preußische Sparkassen-Statistik im Mai 1925. Der Statistischen Korespondenz des Preußischen Statistischen Landesamtes ent­nimmt der D. H. D., das die erfreuliche Entwick­lung der Einlagen im spar- und bankmäßigen Spar­kassenverkehr im Mai weitere Fortschritte gemacht hat. Sie haben sich um weitere 60,89 Mill. Rm., d. h. um 8,9 Proz. gehoben, und damit seit Jahres­beginn um 337,4 Mill. Mk. ober um 83,2 Proz. er­höht. Während die absolute Zunahme im Industrie­gebiet und Bauernland des Westens und Nord­westens mit Ausnahme von Schleswig-Holstein (plus 25,44 Proz.) und der Rheinprovinz (plus 18,18 Proz.) überall, nämlich in Sachsen um 18,69 Proz., in Hannover um 12,46 Proz., in Westfalen um 2,72 Proz. unb in Hessen-Nassau um 16,05 Proz. hinter ben entsprechenben Beträgen bes Dor­monats zurückgeblieben war, hatte sie sich im Osten nur in Ostpreußen (minus 22,92 Proz.), ber Grenz- mark (minus 73,85 Proz.) unb in Niederschlesien (minus 17,79 Proz.) verrninbert, sonst aber weiter verstärkt.

Die Notierung der Dorkriegs­anleihen offiziell eingestellt.

Berliner Bcrre.

Berlin, 9. Juli. Die Vorgänge während der letzten 48 Stunden gaben der heutigen Börse naturgemäß das Gepräge. Sie hatten^ im all­gemeinen zur Folge, daß die Zurückhal­tung vom Dörsengeschäst in Publikums­kreisen heute so stark war, daß vielfach man­gels jeglicher Aufträge die Kurs- fest sehungenausfallen mußten. Die Un­sicherheit über die zur Zeit alle Gemüter bewe­genden Vorgänge ist auch bei der Kulisse so stark, daß diese für eigene Rechnung zunächst nur wenig Abschlüsse tätigte. Es kann ohne Heber- treibung gesagt werden, daß die heutige Börse in einem ausgesprochen lethargischen Zustande eröffnete. Das Kursniveau selbst erfuhr gegen ben Vortag, an dem bekanntlich nur Freiver- kehrssähe zu hören waren, keine wesentliche Aen° berung, lag aber im Vergleich zu den Schluß­kursen der Dienstag-Dörse einheitlich schwacher. Die Rotierungen der Vorkriegsan­leihen von Reich, Ländern u. Kommunen werden ab heute offiziell eingestellt. 3m Frei- verkehr nimmt das Geschäft in diesen Werten trohde n seinen Fortgang. Vei Beginn handelte man Kriegsanleihe mit 0,320, 3,5prozentige Preu­ßische Konsols mit 0,425/435, 3,5prozentige Reichs­anleihe zu gleichem Kurs, Schutzgebiet mit 5,30 und 5,20. Völlig vernachlässigt und auch etwas ermäßigt lagen Dorkriegspfandbriefe. Alle sonst für die Börse in Betracht kommenden Vorgänge auf wirtschaftlichem Gebiet während der 'letzten Tage traten gegenüber den Ereignissen am Anleihemarkt in den Hintergrund. Am Geldmarkt war tägliches Geld mit 9 bis 10 Prozent gefragt, die Gesamtlage jedoch er­leichtert. Monatsgeld nominell 10 5 bis 11,5 Pro­zent. 3m Devisenverkehr lagen Oslo und andere nordische Devisen matt. Die italienische Lira dagegen war erholt. Die Mark notierte in London 20,42, Paris 5,08'/., Amsterdam 59,39.

Frankfurter Abendbörfe.

Frankfurt a. M., 9. 3uli. An der heu­tigen Abendbörfe war die Stimmung auf etwas gebesserte Kaufneigung freundlich und zuversicht­licher. Eine wesentliche Kursaufbesserung erzielten chemische Papiere, die etwas lebhafter umgeseht wurden. Auch die anderen Märkte ließen für die wenig notierten Werte' feste Haltung erkennen. Die günstige Strömung übertrug sich auch aus den Pfandbriefmarkt und Reichsanleihen; letztere

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Schwedische Noten Schweizer Noten . .

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