Ausgabe 
10.1.1925
 
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661'« gute sparsame Knc/ie'

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FleisthEru^j - ."-Würfel,!

fc islbl.

GÜer Örtern

Karl 1

hier gehl das Iaht

sich Danzig nie nehmen, solange der

Landrmrtfchaft und Gartenbau

reichlich tragen als die gewöhnliche.

R.

tragen.

R.

Fragekasten.

(Die Beantwortung der Anfragen erfolgt kostenlos.)

Frage 6: Wie weit muß man bei Obstbaum­pflanzungen von dem Rachbargrundstück entfernt bleiben, 1. auf freiem Fell>e, 2. rin Garten, bei Hoch- und RiÄderstämmen?

Antwort: Streitigkeiten mit den Nachbarn werden am besten vermieden, wenn man bei Aepsel-, Dirn- und Süßkirschbäumen 1 bis 5 Meter, bei Sauerkirschen, Pflaumen, Zwet- schen, Mirabellen usw. 3 Meter von der Grenze entfernt bleibt. Dies gilt bei Höch- und Mittä- stämmen für Feld und Garten. Bei Zwergbäumen, die man jederzeit durch Schnitt in der Gewalt hat,- kann der Abstand vom Nachbargrundstuck etwas kleiner gewählt werden, doch auch in diesem Falle sollte er mindestens 2 Meter be-

gewaltige Turm von oankt Marien über der Stadt sticht und deutsche Menschen zu ihm deten. Dieses freudige und entschlossene Bekenntnis zum ewigen deutschen Charakter der Stadt und chrer Bürger legte auch der Senat, die Regierung DanzigS, offen und frei ab, als er vom Dolkstag zum ersten Male gewählt wurde. Die Danziger Bevölkerung hat ihrer Regierung und vor allem ihrem Präsidenten Dr. S a h m dieses Bekennt-' nis nicht vergessen, und sie hat den Dank für die einmütige Arbeit von Bevölkerung und Re­gierung dem Senat nach Ablauf seiner ersten Amtszeit durch unveränderte Wiederwahl be­wiesen.

schastliche Versuchsstation in Darmstadt. Rhein­straße 91, eine zweite an die vom Lieferanten in Streitfällen aufzugebende Adresse zu senden. Die dritte Probe behält zur Sicherheit der Empfänger der Ware. Für Sttperphosphatc, Thomasmehl, Kalisalze und Kalk bestehen besondere, etwas ab­weichende Vorschriften, über die die ooengenannte Versuchsstation jederzeit Auskunft erteilt.

Welche großen Vorteile eine gewissenhafte Kontrolle und Nachuntersuchung der bezogenen Düngemittel hat, zeigt folgende, von der Land­wirtschaftlichen Versuchsstation Darmstadt zu- sammengcstälte Tabelle, in der die Beträge der zu vergütenden Mindergehalte und die Kosten für dix Rachuntersuchung gegenübergestellt sind.

zigs Selbständigkeit und nationale Freiheit ver­teidigen. Hier gibt es kein Wemr und Aber, ">t es um Leben und Lebensrecht, und

ist. die Verluste tn der Viehhaltung an wert-- vollen Pslanzennährstoffen (Stickstoff) erheblich einzuschränken und dadurch große Düngerwerte, die ohne Benutzung von Torfstreu heute noch überall zum Schaden der Gartenkulturen und der produktiven Lebensmittelerzeugung verloren ge­hen, zu erhalten. Hierbei empfiehlt es sich, die mit Jauche durchtränkte Lorsstreu wie Dünger­haufen aufzusehen und ntöglichst mit strohigem Dünger zu vermischen, um von beiden eine gleich­mäßige Düngerwirtung zu erzielen.

Schließlich sei noch erwähnt, daß Torfstreu auch als Kälteschutz- und Isoliermittel in der Wärmewirtschaft vorteilhaft benutzt werden kann. Wird z. D. der Standplatz frostempfindlicher Pflanzen damit eingestreut, so vermag der Frost nicht in den Boden einzudringen und den Wur­zeln zu schaden.

Pflanzt wieder Wallnutzdäume,

(Rachdruck verboten.)

3m Laufe der Kriegsjahre sind die Bestände der Walnußbäume allenthalben derart angegrif­fen worden, daß man in vielen Gegenden von einem Aussterben dieses Baumes sprechen kann. Dazu kommt noch der cklmstand, daß unter dem Schatten des Walnußbaumes keinerlei Winterfrucht gedeiht und seine Tragbarkeit erst im späteren Alter voll einsetzt und nicht regelmäßig ist. Andere Obstbäume rentieren besser. Die damals gefällten und verkauften Bäume find daher in den meisten Fällen nicht wieder ersetzt worden. Trotz alledem sollte man Walnußbäume überall da wieder anpflanzen, wo man Obstbaume wegen der Näscherei nicht dulden kann, aber doch schat­tenspendenden Baumwuchs liebt, wie das in der Nähe von Gebäuden der Fall ist. Ein großer Ruhbaum ist da gleichzeitig der beste Blitz­ableiter und verschönt, da er wie kein anderer Daum das Angenehme mit dem Nützlichen ver­bindet die Umgebung. Und wenn auch der Er­trag Durch Maifrvste bisweilen beeinträchtigt toirb, so bietet dafür das wertvolle Nutzholz einen vollen Ersah.

Der Walnußbaum gedeiht sowohl in der Niederung, wenn der Grundwasserspiegel nicht zu hoch ist, wie auch im sonnigen Hügelgelände, allgemeinen liebt er die warmen Fluhtäler, ist anspruchslos an den Boden und wird 200 bis 300 Jahre alt. Man kennt frühreifende dünn­schalige und in Trauben tragende Sorten. Die grohfrüchtigste heißt Pferdenuh. Auch gibt es Formen mit zierlich zerschlitztem Laube, die ebenso

Edelreiser

müssen geschnitten werden, bevor der Saft in Be­wegung kommt, Kirichen im Januar, andere Obst­arten im Januar und Februar, allerspätestens noch in den ersten Tagen des März. Man schlagt sie, gleichmäßig gebündelt und mit Sortenbezeich­nung versehen, an geschützter Stelle im Freien in feuchten Sand ein und überdeckt sie zum Schutz gegen die warme Frühjahrssonne mit Matten oder Tannenreisig.

Wenn nun tn diesen Lagen deS Gedenkens art die bittere Zeit vor fünf 3ahren das Sehnen Danzigs herübergeht über Grenzen, die wider Recht und Glauben sind, so weih die deutsche Heimat, daß Menschen in Danzig und darüber hinaus int ganzen Ostland unverbrüchlich tn Liebe zu ihr ballen, daß sie hoffen und harren auf eine deutsche Zukunft, die ntemals fterben kann. Von der alten Heimat aus soll ein Strom der Liebe in das verlorene Land im Osten geben imb alle umschließen, die ihrem ßanbe Treue hallen. Gemeinsamkeit der Seelen soll hüben und drüben fein. Gemeinsamkeit des Denkens und des Glaubens. Sie brauchen beide einanber. die deutsche Heimat und das ver­lorene Land, wenn sie dereinst wieder sein wpl- len, was sie waren: Deutschland.

Nervenzucken Zurückbehalten, und zwar wenn öl steht, im rechten Vorderbein, wenn er liegt, im Körper. 3st dieS heilbar unb wodurch kann Abhilfe erfolgen?

Antwort: Nervenzucken als Lleberbleibsel einer nervösen Staupe ist in der Regel unheilbar. Besserung ist nur zuweilen zu erwarten durch möglichst intensive Ernährung des Tieres und, Verabfolgung von etwas A^en. Die Arsenkur ntuß nach Anleitung eines Tierarztes vorgenom­men toeröen.

Frage 9: Die Gemeinde will das neue Stück des Friedhofes mt einer Fichtenhecke emfviebtgcn Wie weit muß sie dabei von der Grenze des Rachbargrundstüctes entfernt bleiben?

Antwort: Diese Frage ist in den §§ 905, 910 und 921 des Bürgerlichen Gesetzbuches ge­regelt. Nach dieser Regelung kann dec Michbar die Beseitigung der Hecke verlangen, wenn sie Über die Grenze hinüber wächst und den Nutzwert seines Grundstückes dadurch beeinträchtigt. Um das zu vermeiden, müssen Sie mit der künftigen Breite der Fichtenhecke rechnen. Nimmt man diese in höherem Aller mit anderthalb Meter an, dann muß die Pflanzung 75 Zentimeter von der Grenze entfernt fein.

Stage 7: 3m Sommer vorigen Jahres habe ich Iohannisbeerwein nach folgendem Rezept her- gestellt: 1 Liter Wasser, 1A Liter Safi und 1 Pfund Zucker. Der Wein hat jetzt einen süßen Geschmack, Er ist anscheinend nicht ausgegvren. Wie ist der Wein zu behandeln, damll er beq zur Haltbarkeit notwendigen Allohol bekommt?

Antwort: Infolge des kalten Auguft- wetters hat die Gärung des Iohannisbeerweines, wie in vielen, so auch in Ihrem Falle nicht ener­gisch genug eingesetzt. Der Wein muß darum so bald wie möglrch in folgender Weise nochmals vergoren werden: Man zieht ihn vermittels eines Hebers vom Bodensatz ab in ein andercÄ, sau­beres Gesäß, das man gegen die Einwirkung der äußeren Luft verschlossen halt. Die Halste des Weines wird abgekocht und gleichzeitig Sauersche Weinhefe, sog. Edelhefe, wie man fte in jeder Drogerie zu kaufen bekommt, in einem kleinen, mit Zuckerlösung gefülltem Arzneifläschchen an- gesetzt. Dieses Fläschchen wird unverschlossen mit Leinwand überbunben und dann umgekehrt in ein größeres Fläschchen mit erkaltetem, abge­kochten Fruchtwein gestellt. Das Ganze wird warmgestellt. Sowie die Hefe zu keimen beginnt, entwickelt sie Kohlensäure, die in Bläschen nach oben steigt, und da sie nicht entweichen kann, nun­mehr die Hefeflüssigkell aus dem kleinen Gefäß in den Fruchtsast des größeren treibt, der nun ebenfalls in Gärung übergeht und bann in den zu vergärenden Wein gegeben wird, von welchem man zuvor den abgekochten Teil mit dem unge­kochten zusammengeschüllet hatte. Die Gärung wird bann bei Zimmertemperatur rasch ein tret en. Wenn die Bildung des weißen Schaumes nach- läßt, wird ein Gärspund aufgesetzt und der Wein in der üblichen Weise behandelt. R.

Frage 8: Ich habe einen deutscher Schäfer­hund, 4 Jahre all. Dieser hat von. der Staupe

Die Torsstreu.

(Nachdruck verboten.)

Der Nutzwert der Torsstreu besteht einmal in ihrer physikalischen d. h. bodenerschließenden. bodenerwärmcnden und bodenlockernden, zweitens in ihrer düngenden und drittens in ihrer falte» schützenden, wärmenden und die Dewurzelußg fördernden Eigenschaft. Im Herstellungszustande der Torsstreu ist die düngende Wirkung aller­dings nicht in dem Maße vorhanden, wie vielfach angenommen wird. Diese Eigenschaft erlangt sie erst bann, wenn sie als Einstreumittel durch Rinder- und Pferdeställe oder Ställe der Klein­viehhaltung gegangen ist und hier Jauche und den sich bildenden Ammoniak als wertvolle Stick­stoffdünger in sich ausgenommen hat ober mit strohigen Ginstreumitteln vermischt worden ift. In dieser Beschaffenheit besitzt dann Torsstreu allerdings bei allen Obst- und Gartenfrüchten eine ausgezeichnete Düngerwirkung und zwar sowohl aus leichten als auch auf schweren Boden­arten.

Es ist bekannt, daß auf toarmem, lockerem und durchlässigem Boden, der zumeist auch noch trocken ist. dis darauf wachsenden Kulturpflanzen eine bessere Bewurzelung zeigen als auf schwe­ren, feuchten, festgeschichteten und stark gebüig en Anbauslächen. 3c wärmer und lockerer deshalb das Erdreich ist. um so fleißiger können btc Kulturpflanzen nach Nahrung suchen und um so leichter und schneller vermögen ihre seinen Wurzeln in die tieferen und zumeist nährretchcn Erdschichten einzudringen. Als bestes Förde­rungsmittel bieriür hat sich nach o eien und gründlichen Versuchen Torsstreu erwiesen, na­mentlich bann, wenn es sich um solche handelt, die als Streumittel benutzt wurde. Aus dieser Erkenntnis hat sich der Brauch herausgeblldet. Torsstreu namenllich bei Obstpflanzungen und älrbarmachung von feuchten und festgelagerten Obstländereien als bodenlockernde Suostanz zu verwenden und sie andererseits auch leichten Bodenarten als seuchtig'eitsbindenden unb feuch- tigkeitsregulierenden organischen Stoff betzu­mischen. In beiden Fällen ersetzt Torfmull die sonst hierfür als Zweckrnlltel benutzten lockernden Substanzen, wie beispielsweise Sand.Komvosterde, Kvmpostdünger, Sägemehl, feinen Mauerffchutt, Humuserde usw., wenn er in ausreichender Menge unb in richtiger Beschaffenheit verwendet wird.

Als Mengenverhältnis rechnet man bei Baumgruben unb sonstigen Pslanzenlöchern etwa 15 Psd. auf den Inhalt eines Zäcbitmeters, bei freien Flächen etwa 5 Pfund auf den Quadrat­meter. In seiner richtigen Beschaffenheit muß Torfmull (Torfstreu) gut zerkleinert sein: er darf weder größere Klumpet: enthalten noch staub­fein sein, well er sonst nicht bie genügende Ela­stizität und Saugfähigfell bescht. Besonders be­währt hat sich Torsstreu beim Kartoffelanbau. Bei mit Torsstreu beschickten Flächen erhöhte sich der (Ernteertrag auf durchschnittlich 25 Zentner für den Morgen. Dasselbe gilt von Wurzel­gemüsen, namentlich von Runkelrüben unb ver­schiedenen Körnerfrüchten. Jedenfalls stehl fest, daß Torsstreu bas einfachste und bllligste Mittel

Hessische Landwirtschaftliche Woche (Don unserer Darmstädter Redaktion)

Darmstadt, 9.Januar.

2lm Donnerstag sprach Regierungspräsident a. D. Kutscher vom Deutschen Landwirtschafts- rat über:Die handelspolitische Loge und die Reparationslasten der deutschen Landwirtschaft". Gr legte den gegentoarttgen zollpolitffchen Zu­stand Dar, daß die Industrie Schutzzölle, sogar erhöhte Schutzzölle hat, die Landwirtschaft aber mit ihren wichtigsten Produkten schutzlos der Auslandskonkurrenz preisgegeben ist. Alle aus­ländischen Staaten erhöhten ihre Zölle, um die deutsche Konkurrenz fernzuhalten. Das Dawes- Gutachten lege auch der deutschen Landwirtschaft ganz ungeheuere Lasten auf. Notwendig sei in erster Linie eine Steigerung der Aufnahmefähig-- keit des heimischen Marktes, erst dann komme eine Steigerung der Ausfuhr tn Frage. Es müsse, wie der Redner unter dem Beifall der Versammlung ausführte, ein lückenloser Zoll­tarif geschaffen werden, der die heimische Arbeit schützt.

Es folgte em Vortrag von Kommerzienrat S i 11 m a n n (Wiesbaden), dem Vorsitzenden des Hessischen Weinbauverbandes, in dem die ge­schichtliche Entwicklung des Weinbaues von der ällesten Zeit bis zur Gegenwart geschildert wurde. Im Anschluß an den mit lebhafter Zustimmung auf genommenen Vortrag wurde auf Vorschlag des Redners die Absendung eines Telegramms an das Reichstagspräsidium beschlossen, in dem bie Ab­lehnung des deutsch-spanischen Handelsvertrags gefordert wird, die mll der Herstellung eines lückenlosen Zolltarifs Hand in Hand gehen müsse.

Professor Dr. K r a e m e c von der Universi­tät Gießen sprach am heutigen Vormittag über Die Bedeutung der Knochenstärke für die Lei­stungsfähigkeit der Pferde". Der Redner erklärte, daß er kein Freund von schematischen Messungen sei: er warnte auch, bei der Betrachtung der Kno­chen, die Masse der Stärke gleichzusehen. In fes­selnden Ausführungen zeigte bet Redner an Hand von Lichtbildern, wie die schwere Form des Pfer­des sich sell grauer Vorzeit aus dem Waldpferd entwickell hat und bie leichte Form aus dem ita­lienischen Steppenpferd. Bei den Fllmvorführun« gen würben sehr interessante historische Darstel­lungen gezeigt und erläutert

Prof. Dr. Zwick von der Universität Gießer berichtete über denheutigen Stand der For­schung zur Bekämpfung der Maul- und Klauen­seuche, ber ansteckenden Anämie unb der Doma­schen Krankheit". Der Redner wies auf die außerordentlich leichte Weiterverbrellung bet Maul- und Klauenseuche hin und machte auf die Dauerträger der Krankhell aufmerksam. 'Roch »rach Monaten der Heilung seien mitunter die Ansteckungsstoffe vorhanden. Er schilderte ein­gehend die schwierigen Forschungen auf diesen: Gebiete, die schließlich wohl zu gewissen Fest­stellungen über ben Krankheitserreger führten, aber noch nicht einwandfreie Ergebnisse zeitigten. Die vielgenannten Forschungen von Frosch und Dcchmen würden noch nachgeprüft. Dcs jetzt ge­währe eine Impfung mll Blutserum nur einen kurzfristigen Seuchenschutz, womit aber dem Land­wirt nicht gedient fei Immerhin könnten bei rechtzeitiger Impfung. Todesfälle verhrndert wer­den: damit sei wenigstens zu erreichen, daß für gewisse Fälle der wirtschaftliche Schaden ver­ringert werden könne. Die ansteckende Blutarmut (Anämie) der Pferde war, nach den Ausführun­gen des Redners, früher in Deutschland kaum bekannt: sie wurde während und nach dem Kriege verbreitet. Der Erreger der Seuche ist noch nicht festgestellt: er wird hauptsächlich durch Insekten verbreitet. Eine sichere Heilung gibt noch nicht. Die Bornasche Krankhell rst in den letzten Mo­naten unter den Pferden Oberhessen ausgetreten: sie ist eine ansteckende Gehirn- und RüctenmarkS- kranlheit unb tritt fast nur in landwirtschaftlichen Betrieben auf, nicht bei städtischen oder Militär- Pferden. Der Äcbtrci gab eine ausführliche Schil­derung des Krankheitsbildes und bemerkte dazu, daß der Erreger, der in bat meisten Fällen löblich verlaufenden Krankhell noch nicht bekannt sei und eS auch noch kein zuverlässiges Heilmittel gebe. Der Vortrag war durch zahlreiche Lichtbilder er« lautert und wurde ebenso, wie ber vorangehende, mll starkem Beifall ausgenommen. ES folgte eine Aussprache.

Heute nachmittag fanden mehrere Bersarnm- Lungen von Fachverbänden statt, in denen gleich falls Vorträge gehalten wurden.

BanDwirte, prüft den Gehalt eurer Düngemittel nach.

(Nachdruck verboten.)

3eber einigermaßen in der Dünger lehre be­wanderte ßanbtoirt weih, daß man bie künstlichen Düngemittel nicht nach Menge und Gewicht, son­dern vor allem unter Berücksichtigung ihres ProzentgehalteS ausstreut. Senn der Prozent- gehalt ist die Zahl, die angibt, wieviel wirklich für die Pflanze aufnehmbare und verwertbare Nährstoffe in dem betreffenden Düngemittel vor- banben finb. Es ist deshalb auch im Düngemittel- Handel üblich, die Dünger am höchsten zu bewer­ten, deren Nährstoffe für bie PflanzenwuiHel direkt aufnehmbar, d. h. wasser- oder bodenlos- lich sind. Als Beispiel hierfür seien der leicht aufnehmbare Salpeterstickstoff unb bie wasserlös­liche Phosphorsäure deS SuperphosphatS ange­führt. Wir finben auch in allen Preisnotierun­gen unb Süngcrangeboten die Preise für das Kiloprozent bcö betreffenden Nährstoffes ange­geben, d. h. den Preis, ber für I Kilogramm des betreffenden reinen Pflanzennährstoffes $u zahlen ist, aus dem sich bann der Zentnerprns des betreffenden Düngers ergibt. Lesen wir z.D., daß der Ammoniakstickstoff tm schwefelsauren Am­moniak das Kilogramm 1,10 Mk. kostet und wissen wir. daß das schwefelsaure Ammoniak 20 Prozent Stickstoff hat, so ergibt sich hieraus, daß in einem Zentner schwefelsaurem Ammoniat 20 Pfund ober 10 Kilogramm reiner Stickstoff sind, von Denen jedes Kilogramm 1,10 Ml. kostet. Hieraus läßt sich bann ohne weiteres der Zentnerpreis be­rechnen.

Der Prvzentgehalt ist also der Gehalt an reinem Pflanz nnährstoff, also b e eigentlich wirk­same Substanz, er ist das. was der Landwirt in Dem betreffenden Düngern.ttel bezahlt. Ein Beispiel mag bie Sache noch näher erläutern: Die verschiedenen heute im Handel befindlichen Stickstoffdünger weisen einen ganz versch'eden- artigen Prozents halt auf. wobei hier bie Unter» schiede zw sehen rascher wirkendem Salpeter- und etwas langfamer, aber nachhaltiger wirkendem Ammoniakstickstoss außer acht bleiben sollen. Schweselsaures Ammoniak hat z.D. 20,5 Prozent Stickstoff, Natronsalpeter 16 Prozent, salzsaures Ammoniak 25 Prozent, Leuna- oder Ammon- sulftllsalpeter 27 Prozent, Harnstoff 4548 Pro­zent unb Kaliammvnsalpeter 16 Prozent Stickstoff ünb 27 Prozent Kali. Wollen wir also bzn übrigen stickstoffhaltigen Düngemitteln dieselbe W rkung erzielen, wie m't ein m Zentner Natron- ober Eh l salpeter, ber ja auch 16 Prozent Stick- lstoff enthält, so benötigen wir nur 78 Pfund iHwefelsaures unb 64 Pfund salzsaures Ammo- <uaf, nur 59 Pfmb Leunasalpeter und 33 Pfund Harnstoff. b*g gen aber 100 Pfund Kal amnwn-- salpeter: h dbe: aber ist zu berücksichtigen, daß wir m t dem letztgenannten Düngemi tel gleich­zeitig noch 27 Pfund reines Kali der Pflanze zur Verfügung stellen.

Daß bie Düngern ttel nicht nach Gew chi aus- gestreut werben dürfen, ist bereite erwähnt und ergibt sich aus dem Gesagten ohne weiteres. Aber auch der Einkauf darf nicht nach Gewicht oder Waggon erfolgen. Beim Anlauf muß stets der feste Prozents eh rlt galant er se n. Die­ser garantierte Prozent halt hat s.lb^verständ­lich auch nur bann Zweck und Wert, wenn er nicht ohne Prüfung h ng nimm n fonbern nach­untersucht wirb. Vielfach werden ja von Den Landwi ten die Düng mittel ossenschaft ich be­zogen und btim auch i ntroll ert ab r gerate be anderem B z ge w rd f g dies Konto £Ie vcl.-- fränb g v.r..achtes, gt und oft große Werte dabei eingebühr.

Zur Proben'-Hme ber engef'm neuen Dunge- zwecks Nah- nter.ucku g fin.- b. so cd.n.': Be t m- mungen rl ss n: Die e b h t s ütestens inner aL> von zwei 2ugen vom Empfänger ober dessen Be­auftragten am Emp.angsorte .ntwedec im DL-.- sein en-s Vertreters des Liefrm-en ober einer unparteckschen mll den Deit.mmungen bekannt- zumachen den Person zu erfolgen. Don jeder Menge unter 100 Doppelzentner pnb aus dem Innern eines jeden fünften, bei 100 Doppelzentner unb mehr aus jedem zehnten Sack, möglichst mit Probestech r Muster zu nehmen. Beschädigte und natzgewordene Säcke sind auszunehmen. Diese gezogenen Muster werden g-ern sbt und aus dieser Mffchung werden drei Durchschnlltsmuster von je wenigstens 250 Gramm genommen. Diese müssen in trockene, reine Glas- oder Tvngefäße verpackt, luftdicht, am besten mit Kork7 ab­geschlossen, gemeinschaftlich mll dem Zeugen ver- siegell und mit Inhaltsangabe sowie Datum unb Waaennummer versehen werden. Ferner ift eine B.fchein'gung auszufertigen, in ber ber Fabrckant, die Wagennummer, Inhalt, Sackzahl, Gewicht unb Geh iltsgara-ntie angegeben fi.rb und gemeinsam unt rschrieben ist. Eine b.cicr Proben ist sofort an die für Hessen zuständige landwirt-

GS betragen die Kosten

für einen vom Lieferanten zu ver­gütenden Minder- gebalt (auf einen 300-Ztr.« Waggon berechnet)

für bie Rach- Unter­suchung der

Lieferung aber nur

J6

von 1% J6

»onO.5%

Jt

Thomasmehl . . .

42.-

21.-

4.-

Superphosphat. .

67.50

33.75

3.-

Rhenaniaphosphat

45.-

22.50

4.-

Kainit.......

12.25

6.15

1.20

40%iqe8 Kalisalz

23 65

11.85

1.20

Kalkstickstoff ....

144.-

72.-

4.80

schwefels.Ammoniak

159.-

79.50

4.80

Natronsalpeter . .

177.-

88.50

4.80

Origin,

9

Der Pr( in 6iei

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Die Maggi-GeaellschaH hat ihre ErzMignibt der KontroUe des Direktors des, Magienisc-.an tostlfte der Ualvhrsmt aertln, Ocheiarat Professor Dr. Martin Hahn, untersieilt.

Einfach mit koche ndem Wasser übergossen, ergibt der Würfel kräftige Fleischbrühe zum Trinken und Kochen, zum Ver­bessern oder Verlängern von Suppen und Soßen aller Art.