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Der Reisende Eduard fiöder, geb. am 18. 2. 1902 zu Düsseldorf ist nach Unterfrfilagtlng von Deschtiftsgeldern zum Dachteil der Deutschen Petroleum-Ver- kaufs-Vesellschafl in Dortmund flüchtig.
Hm Fahndung, Festnahme, Zuführung an das nächste Amtsgericht und Nachricht im Ergebnisfalle wird ersucht.
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£. Der diesmalige Winter scheint ocvtze Aehnlichkeit mit demjenigen der Jahre 1833/34 -u haben. Nach dem Berichte einer Zei° :ung aus dieser Zeit gab es damals biS zum Stbruar keinen Frost, Dtd Regen und um Neujahr furchtbare Stürme, so bah in manchen Segenden grobes Unglück durch äckeberschwem- jungen und an Gebäuden entstand. Die Temperatur war so mild, dah im 3anuar das Gras wuchs, die Stachelbeersträucher Laub trieben, Teilchen, Schneeglöckchen und andere Blumen bervorsprvhten. AuS Hammelbach im Odenwalde meldete die Zeitung, dab dasÄbft im Januar GraS gemäht wurde. 3n Büdingen wurde ein SperlingSnest mit 6 Eiern, im Daffau- ilchen ein Antselnest mit 5 Jungen und an einem mit Zungen gefunden. Die Tage im Februar anderen Orte das Best eines Rotschwänzchens waren hell und sonnig, die Dächte brachten elwaS Frost. Gegen Ende Februar fiel etwas Schnee, ter aber schnell wieder abging. Anfangs März baln Hafer gesät. Mitte März gab es statte wurde in Herchenhain und Hartmanns- Nachtfröste.
•* Born Hoherodskopf wird unS gemeldet, daß noch etwas Schnee gefallen Ist. Der bchneeschuhlaus sei auf der Höhe und ün Wald möglich, allerdings müsse man von Schotten bis nun Friedhof von DveungeSheim auf Schusters ik appen retten. Temperatur 2 Grad unter Aull.
*• D i e Busstellung von □Baffen» scheinen. Das Dvlizeiamt teilt mit, dab die für das Kalenderjahr 1924 ausgestellten Waffenscheine mit Ausnahme der bis zum 31. März d. Is. lautenden ihre Gültigkeit verloren haben.
•• D ie Turmuhr an der Stadt« lirche, die schon mehrfach versagt hat, wird gegeMvättig einer gründlichen Reparatur unter» joaen, die voraussichtlich acht Tage in Anspruch negmen wird.
•• D ie Indexziffern. Die auf den Stichtag vom Z. Januar berechnete Groh- bandel-indeKziffer des Stattstischen Äe'chsamteS ist gegenüber dem Stande vom 30. Dezember (134,3) um 1,6 v H auf 136,4 gc» Rieß en. Die ReichSircktexziffer für die Lebens- l> a l t u n g S k o st e n für den Z. Januar erhöhte sich gegenüber der Dorwoche um 0,7 v.H. auf
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vchllcytecs hir Hessen, RegterungSrat und Staats- lommiffar Dr. Bernheim, ausgestellte Mantel- lamf für den Eifensteinbergbau deS Lahn- und Sdlgcbtets sowie Obcrhessen wurde vom Reichs» atbct tÄmin ifterium für rechtsverbindlich erklärt.
** 5 r e i I a f J u n g von möblierten Zimmern vom Mieterschuh. Rach einer Bekanntmachung des hessischen Zusttzministettums und des hessischen 'Ministeriums für Arbeit und Wirlichast unterliegen möblierte Zimmer, tue von Einzelpersonen bewohnt werden, mit so» sorliger Wttung nicht mehr den 'Bestimmungen des MieterschuygesetzeS. Dieie Anordnung er» flccdt sich aber nicht auf möblierte Wohnungen tote Räume, die mit Küchenbenutzung über an Ehepaare oder einzelstehende Personen mit Kindern vermietet sind. Zur gänzlichen oder teilweisen Aushebung eines der- artigen Mietverhältniffes ist nach wie vor die Klage notwendig.
Das Rundfunk-Programm können wir unseren Lesern heute nicht mitt eilen, da das Manuskript bis zum Redakttonsschlust nicht in unsere Hände gelangt ist.
O Ter Schuldenstand der hessischen Provinzen, Kreise und Städte. Für die Frage der künftigen Auswertung der Kommunalanleihen ist es wohl von allgemeinem Znteresse, näheres über den Schuldenstand der hessischen Provinzen, Kreise und Städte zu erfahren. Wie wir hören, betragen die vor dem' 1. Januar 1918 kontrahierten Schulden (Darlehen pp.j etwa 197 800 000 AU. Zn der Zeit vom 1. Januar 1918 bis 31 Dezember 1922 wurden neu auf genommen; 1 181 309 000 Matt. Rach diesem Zeitpunkte traten an wertbeständigen Anleihen etwa 1600 000 AU. und an Papiermarkschulben etwa 920030 Dllionen hinzu.
" Der Qllic cf rauenüer ein. Zweig- verein Giehen, berichtet uns: Zn früheren Jähret war cs üblich, bah das Rote Kreuz Ehrengaben an Hausangestellte verlieh, die eine längere Reihe von Jahren (20 Zähre) in derselben Familie treu gedient hatten. Run hat die Abt. 1 des Hess. Roten Kreuz in Anerkennung des Um- standes, dah es sich hier um Erfüllung einer so- ziale.r Ausgabe handelt, den Anträgen, die bereits vor längerer Zeit gestellt wurden, ihre Zustimmung erteilt und die Richtltmen gut» geheisten. welche bei der Verleihung mastgebend sein sollen. Die Ehrengabe besteht bei weiblichen Hausangestellten aus einer silbernen Brosche mit entsprechender Inschrift und einer Derleihungs» urkunde. Bei männlichen Hausangestellten wird eine gleichartige ähnliche Auszeichnung verliehen.
*• Personalien. Ernannt wurden; Am 8.Dezember der Amtsgerichtsrat Wilhelm Krug in Gernsheim mit sofortiger Wirkung zum Richter bei dem Amtsgericht Ridda und ihm mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritte- die Dienstaufficht über das Amtsgericht Ridda unter Verleihung der Amtsbezeichnung Oberamts richtet übertragen; der Staatsanwalt Adolf Michael Steeg bei dem Amttsgericht Friedberg zum Staatsanwall bei dem Amtsgericht Offenbach: der Gerichtsaffeffor Affred Schneider in Homberg a. d. Ohm zum Staatsanwalt bei dem Amtsgericht F r i e d oe r g mit Wirkung vom 1. Januar ab; der Gerichtsassessor Rudolf Hornberger in Büdingen zum Arntsge- richtsrat bei dem Amtsgericht Lampertheim mit Wirkung vom 2. Januar ab; am 16. Dezember der OberamtSrichter Dr. Karl Fuhr in Bad- Rau he im zum Amtsgerichtsdirektor bei dem Amtsgericht Bad-Dauhetm; am 24. Dezember durch Entschließung des Gesamtministeriums vvm 18. Dezember; Landgerichtsrat Hans Küchler au Giehen. Amtsgerichtsrat Fr<mz Gros zu Gießen, Oberamtsrichter Ernst Hosmeyer zu Altenstadt, AmtsgerichtSrat Karl Muhl zu Ridda zu Mitgliedern, Landgerichtsrat Eugen Funk zu Gießen, Landgerichtsdirettvr Ernst Cramer zu Giehen, Landgerichtsrat Zakob
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Der Obergrenadier G. B. und der iSrcnabu' H. F vom hicftgen Regiment waren in diesem Herbst mit der Truppe auf dem ilebuna«bfan Münzingen 3m benachbarten Monau begingen sie zwei Zechbetrügercien. 3n 2 Gastwirtschaften bestellten sie iSffcn, Trinken und zu rauchen. 3u einem unbewachten Augenblick verschwanden h.\ ohne zu bezablen. Das Amtsgericht Diesten hn beide wegen Betrugs zu 2 Woche n Geiäng n i s und zu D i e n st e n t l a s s u nnn g ucrurtel Die Angeklagten verfolgten Berufung. Sie bc aniragten, au, Geldstrafe zu erkennen und vo einer Dienstei.tlassmig abzusehen. Rach den g - setzllchen Vorschriften fami nicht auf Deldstl-afe erfannt werden, wenn durch die strafbare Hand' (ung eines Soldaten zugleich eine militanfd" Dienstpflicht iK-rlent wird Dieses bejabten beide Instanzen. Die Derletzung der Dienstpflicht bc- stand darin, dast die Angeklagten, die bei dc > Zechprellereien in Uniform wa> en, das Ani-h<n und den Ruf der Truppe gclchädigl hatte-. Dienstentlasfung war geboten, weil das A ''eh. der Reichswehr es erfordert. Die Berufung cu Angeklaglcn lourbc verworfen.
Die 65jährige Ehefrau K W. aus A Ixir an den Grafen Hsenburg-Meerholz cüwn anont' men Bries geschrieben, in dem fic zwei grüfiid- Förster schwerer Derfeblungen im Amte beschul bigte und auch mit beleidigenden Schinrpfworte t nicht spaarte. Der eine her beiden Aorft6cmnL war der Amtsnachfolger des 75 jährigen Manne, der Angellagten, der vor mehreren Zähren nvic Krankheit pensioniert werden muhte. Das Amt- geeicht Büditigen hatte auf Grund eines Schiff: Vergleichs unb sonstiger belastender Bkomente die Angeklagte, die die Tat bcstriti zu einer Woche Gefängnis verurteilt Die Ange° klagte hatte Berufung verfolgt. Zn der zweiten Znstanz leugnete sie nicht mehr, den Brief gc schrieben zu haben, bat jedoch um eine Gelb strafe. Die Strafkammer verwarf die Berufung Auch si-' hielt mit Rückficht auf die (Stern et na- fährlichkeit und Heimlückischkeit anonl)mci Dnbf- schreiber die erstinstanzliche Strafe für angemessen.
Kirchliche Nachrichten.
Edangellsche Gemeinden.
Giehen. Sonntag, 11. Januar. 1. Sonntag n. Spiph. Landesmisfionsfest.Ltadtkirche.9 iPfarrast Hette! 11: Kinderkirche f. b. Matthäusgem. Pfarrafs. Hertel 5; Pfr. Decker. ZohanneSkirche. 9' ,; Pfarras!. Schultheis. 11: 5ttnderkirche für die Lukasgemeinde Pff. Dechtolsheimer. 5: Pfr. AuSfeld. - Kirchberg 10. Mainzlar 1' - Wahenborn-Darbenleich.
Wahenborn-Steinberg: 10. Garbenteich: 1.-Mieseck 10: Pfarrer fite Brunner, Sichen.
Katholische Gemeind««.
Gieden. Samstag, 10. Januar. 4' . u. 7 Deichte Sonntag, 11. Januar. 1. Sonntag nach Spivb. (?’ . Deichte, 7 Mcffe, Kom. d. Iüngl.. 8 Kom.. 9 Hoch amt m. Pr., 11 Mesie in. Pr.. 5'. Andacht mit Segen. — Grünberg, 97, Messe m. Predigt.
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Keller zu Gtetzen. Amtsgerichtsrat Bütthard Thurn zu Lauterbach zu stellvertretenden Mitgliedern der Di-ztplfnattammer bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen; Landgerichts^ direktvr Joseph Pirsch zu Mainz. Landgerichtsrat Fritz Schade zu Sann ft ab.. Amtsgerichtsrat Fritz Aeurvth zu Giehen. Landgerichtsrat Zvhann Ludwig Georg Gaus zu Darmstadt, AmtsgerichtSrat Ludwig Koeler $u Mainz. Oberamtsrichter Zulius Gtlmcr zu Fütth i. O. Au Mitgliedern. ÖberlcrndeSgetichtsrat Ferdinand o cb m i b t zu Darmstadt, Landgerichtsdirektor Geb. Zusiizra' August Hattemer zu Mainz. Landgenchterat Karl Rummel zu Mainz, AmtsgerichtSrat Hermann Müller 11. zu Darmstadt. Landgerichts rat Dr. Gustav Maurer zu Sarmitabt. AntSgerichtsrat Karl Adolf M e h e r zu Giehen zu stellvsttretenden Mitgliedern des Disziplinarsenats bei dem Oberland esgettchi.
•* Wichtig für Lungenkranke Die Sprechstuttden ber Fürsorgestelle für Lungen» tränke für den KreiS Giehen in der medizinischen Llnivettitäts-Polillintt zu Giehen finden jeden Mittwoch nachmittag von 4 bis 5 Ubr statt. Auswärtigen Kranken, die nur mit Schwierigkeiten in die Rachmtttagssprechstunben lommen können, ist es gestattet, schon in den DormittagS- ftunben von 10 biß 12 Hbf zu erscheinen. Lungenkranke und Krankheitsgefährdete, die in ärztlicher Behandlung find, bedürfen einer Lieberweisung ihres Arztes an die Lungenfürsorgestelle. Unbemittelte, die eine entsprechende B.schetnigung ihrer QrtSbehörde vorzeigen, werden unentgeltllch beraten.
•3 Dom Postscheckverkehr. Die Ober» pvstdirektion Dannstadt teilt uns mit: Znsoige einer auherordenllichen Derkehrssteigerung können beim Postscheckamt in Frankfurt (Main) vorübergehend nur diejenigen Aufträge am Tage ibteS Nngangs erledigt werden, die biS 8 Uhr vormittags beim Postscheckamt vvrliegen oder biS dahin durch den gelben Hausbriefkasten am Postscheckamt clngdicTcrt werden. Die Wiedereinführung deS 10-Uhr°BuchungSschlusses, die sofort nach Behebung der vorübergehenden Schwiettg- teiten erfolgen soll, wird rechtzeitig bekannt- gegeben tocri>en.
«* DaS Polytechnikum Friedberg will jungen Leuten, die sich einem technischen Berufe widmen wollen, eine solche wissenschaftlich-allgemeine und technisch-höhere Ausbildung gewähren, daß sie als Ingenieure. Dau- ober Betriebsleiter in das Berufsleben eintreten können. Es umfaßt Abteilungen für Maschinenbau. Elektrotechnik, Dauingenieurwesen und Architektur. Auster den zum Fachstudium iwtwendigen Borlesungen werden kaufmännische, rechtSwiffen- schastliche und vollste rtschaflliche Dvtträge gehalten. Zur Aufnahme ist die Reife für Obrr- sekunda einer höheren Lehranstalt erforderlich. Dringend erwünscht ist eine praktische Tätigkeit vor Beginn des Studiums. Der Meldung zur Hauptpr-Üfung ist daS Zeugnis einer mindesteirS einjährigen praktischen Tätigkeit beizufügen. (Siehe heutige Anzeige.)
Kleine Strafkammer.
' Giehen, 9. Januar. Zwei Viehhändler A M. und S M. aus Kirch-Gons waren vom Amtsgericht Butzbach mU Geldstrafen von 1500 Ml und 500 M. bestraft toorben, weil sie aus Preuhen Vieh eingefübrt und auf den Gießener Diehmattt gebracht hatten, ohne das Dieh bei der Polizeibehörde angemÄdet und in Quarantäne gestellt zu haben. Sie gaben an, das Dieh sei Scylachtvieh gewesen und hätte deshalb den betreffenben seuchenpolizelllchrnr Bcstimmungen nicht unterlegen. Rach dem Reichsotehseuchen- geseh ist jedoch Vieh, daS zu einem Ruh- und Zuchtviehmattt aufgetrteben wird, nicht als Schlachtvieh anzuseyen. Das Berufungsgericht setzte die Strafen auf 900 Mk. bezw. 300
ltquMn. aus benen die ötnmtbc .einzelnen Miete erfolgt,
eigene Mrinelrafüverle (Ofc- ' '2e" Ltwm aus km flaMche tesweck Dölsersheim). DaM Dverer Fremdstwmdezug buuh d nenbach aus dm Ärafltoett k Sufta» bei Settingm uni) aus lainftauftufen statt.
boten, finden z. 3t -vM 3t von Mvlfetsheim an dc ttoerf Borken DerhaMu-z! i hessischen Staate unb Jt Oberhessen einerseits und!t r A.-G. andererseits statt ■? lc®. wird, Venn der Vertrag y t, ihre nach Frankfurt a. M. ; ilestung durch die Provinz Obr und unncktelbar an dem Ärc11 rSheim vvckbergehen lassen. Stirn hessischen Staate eine 100 OX, nftation errichtet unb mit dieser bi mit ber Dbmocltr M. auffgavtr.*
>fe Verbindung und das dadurch ji )mausgleichsdersahren ist bann k •ille des Eintretens von etöningt tte iMaschinendefelts, Streikst i> ig einschrLnkm zu müssen, so auit
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Un^Uing V- ' «ttmstalten die ^Denttche Vollspur«e-. und bic
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i« M nl: («n X- Rotkraut 20, gelbe Rüben 15, rote Rüben 12, "ach etniton M auin, Spinat 50. alnter-Kohlrabi 8. Grünkohl 20.
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