Ausgabe 
9.12.1925
 
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Nr. 288 Drittes Blatt

Mittwoch, 9. Dezember 1925

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)

Börsenkurse.

Die

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9 Der r.

Aontung auf den Nanun MAGGI und die gefc-rote Packung

MW$C

Devisenmarkt BerlinZttmksurt o. M. Telegraphische Auszahlung

* Zu den Arbeiterentlassungen bei den Opelwerken in Rüsselsheim. Zu der gestrigen Meldung über Arbeiterentlassungen bei den Opelwerken teilt das Werk mit, daß in der letzten Woche nicht 1000 Arbeiter, sondern nur 400 entlassen worden feien Die Belegschaft belaufe sich gegenwärtig auf 4200. Dadurch sei das Wert in der Lage, den Betrieb vollständig aufrecht zu erhalten.

Heinrich Lanz A.-G., Mannheim. Der notarielle Akt zur LlmgrünÜung der Firma Heinrich Lanz in Mannheim in eine A.-G. ist jetzt völligen worden. Das Aktienkapital von 12 Mill. Rin. wurde von den bisherigen Inha­bern der offenen Handelsgesellschaft Heinrich Lanz übernommen. In der Gründungsversamm­lung wurden u. a. in den Aufsichtsrat gewählt; Kommerzienrat Dr. Hermann Röchling, Kom- mrrzimrat Dr. Millington-Herrmann lDeutsch? Bant). Rechtsanwalt Dr. Hachen­burg. Mannheim, sowie Vertreter der Dheini- schen Kreditbank und der R. Wolf A.-G.

' Zur Einziehung der 95 Mill. Phönik-Vorrats-Aktien. Beim Rück-

Amtliche Votiernnq Gew I Briet

Wirtschaft.

Verschlechterung auf dem Kohlenmernt.

Büchertisch.

D l e deutsche Teuerung und ihre Behebung" von Dr. rer. pol. H. Leucht- gens, Mitglied des Hessischen Landtages lerjchienen bei C. Scribas Buchhandlung in Friedb-rq i. H. In der Broschüre behandelt der durch seine vor jährige BroschüreWo stehen wir in Hessen" be­kannte Verfasser die Lage der Preise für Waren und Leistungen in Deutschland in der Absicht, Lö­sungsmöglichkeiten für die derzeitige Preiskrisis zu finden und eine Senkung der Preise herbeizufüh­ren. Den Ausführungen sind eine Menge Tabellen und Uebersichten nach dem neuesten Stand der amtlichen" Statistik betgesügt. 820

Von unserem Essener Mitarbeiter.

Lage im Nuhrkohlenbergbau hat sich erheb sich verschlechtert. Anv crjchiedenen Momenten ist diese Verschlechterung deutlich zu ersehen. Die Tagesförderung, die im Januar dieses Jahres mit fast 380 000 Tonnen ungefähr auf Friedenshöhe

Amü.-Mon Buen.-AtreS Brss-Antw Chrtstiania Äovrnbagen Stockholm . HcliingforS Italien. . London. . Weutiorf . .

Parts. . . Schwei; . .

Spanten. Japan . . . Hlo de Jan Wien in D- £e[t. abfleff Prag ... Belzrad . . Budapest. . Bularien Lissabon Danzig... . Konst m tüt.

Athen '

Canada. . . Uruguat) .

Schöffengericht Wetzlar.

Q Wetzlar. 7. Dez. Unter Ausschluß der Oefsentlichkeit wurde gegen den Dienstmann Adolf P. aus Herborn verhandelt. Der Angeklagte Hatte sich an einem minderjährigen Mädchen Der« langen. Das Urteil lautete, zumal der Angeklaate ichon einmal wegen Sittlichkeitsverbrechens oorbe straft ist, auf ein Jahr Z u ch t h a u s und fofar- lige Verhaftung. Bezeichnend für den Angeklagten dürfte noch die Tatsache fein, daß er in angetrum fenem Zustande vor Gericht erschien. Ebenfalls Iveaen Sitklichkeiisoerbrechens, begangen in drei Fällen, war der Dienstmann und Zeitungstrager Heinrich 9t. von Braunfels unter Anklage. Auch hier findet die Verhandlung unter Ausschluß er Oefsentlichkeit statt. Dem Angeklagten wurden, da er noch nicht oorbeftraft ist, mildernde Umstände z,«gebilligt. Er erhält sieben Monate G e -

fängnis unter Anrechnung von zwei Monaten der erlittenen Untersuchungchaft. Wegen Unter- jchlagung im Amt hatte sich der Postaushelfer Otto F. uns Eibelshausen zu verantworten. Er war beschuldig,, die zur Kontrolle der Einnahmen bestimmten Bucher unrichtig geführt zu hoben. Der Angeklagte, der als Landbriefträger beschäftigt war, hatte von einer 5rau zwei ausgefüllte Zählkarten über 90,(lK Mark und 10,50 Mark erhalten. Er gab wohl Quittung hierüber, trug die Zahlkarten aber nicht in sein Annahmebuch ein. In einem anderen Falle wurden ihm 16 Mark Zeitungsgeld zur Ab­lieferung übergeben, die er auch nicht in das An­nahmebuch eintrug und erst etwa drei Wochen später ablicfertc. Der Angeklagte gab die Vergehen im allgemeinen zu und behauptete, einen Verlust von 120 Mark, die er verloren haben will, gehabt zu haben, den er mit dem Gelbe decken wollte; Unterschlagung habe ihm fern gelegen. Der Post wollte er dann das Geld zurückerstatten, da ihm ein Freund einen Betrag in dieser Höhe leihen wollte. In ersterem Falle erfolgte Freisprechung, in» zweiten Falle Verurteilung zu sechs Mo­naten Gefängnis unter Aberkennung der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter auf die Dauer von drei Jahren Unter Auferlegung einer Geldbuße von 300 Mark wurde dem An­geklagten Strafaussetzung bis 1. Januar 1929 be­willigt. ________

sich verschlechtert. An verschiedenen Momenten ist gen: sie beträgt zur Zeit ungefähr 340 000 Tonnen täglich. Dem Rückgang der Förderzisfer entspricht der zurückgehende Absatz. Dieser betrug im Januar dieses Jahres rund 9,27 Mill. Tonnen Kohle und 1,9 Millionen Tonnen Koks; jetzt kann man ihn auf den Monat umgerechnet höchstens auf 8 bis 8,1 Mill. Tonnen Kohle und 1,6 bis 1,7 Mill. Tonnen Koks veranschlagen. Die Ausfuhr hat (allerdings ohne Berücksichtigung der Reparationsleistungen) einen Ausgleich pir den zurückgegangenen Jnlandmarkt nicht schaffen können, zumal auch sie Neigung zur Schwäche aufweist. Im Juli betrug die Ausfuhr an Kohle 1,198 Mill. Tonnen, für Oktober wird sie auf 1,1 Mill. Tonnen geschätzt; dazu kommen für Oktober noch an Ausfuhr 250 000 Tonnen Koks und 70 000 Tonnen an Briketts. Absatzfähig im nor­malen Sinne des Wortes find zur Zeit nur Nuß­kohlen, während Jnduftriekohlen und Koks sowie insbesondere Feirckvhlen nur unter den größten Schwierigkeiten abzusetzen sind. Daß bei dieser Sach­lage die Haldenbestände eine erhebliche Verminde­rung nicht erfahren haben, ist selbstverständlich. Im Anfang dieses Jahres betrugen die Zechenlager an Steinkohlen ungefähr 3 Mill. Tonnen; Ende Okto­ber beliefen sich die Bestände bei den Zechen auf 2,7 Mill. Tonnen an Kohlen und 2,95 Mill. Tonnen an Koks; dazu kamen jedoch noch die Bestände der Syndikotslager mit rund 2,2 Millionen Tonnen, so daß insgesamt ein Bestand von beinahe 8 Mill. Tonnen Brennstoffe sich ergibt. Die Bedeutung dieser Ziffer wird erst bann ersichtlich, wenn man bedenkt, daß in den ungünstigsten Vorkriegszeiten die Brenn­stofflager nie über 2,5 bis 3 Mill. Tonnen hinaus- gegangen sind. Die Zahl der Zechenstillegungen hat zugenommen. Vom März 1924 bis Ende Juli 1925 wurden insgesamt 32 Betriebe mit 19 965 Mann gänzlich ftiUgekgt, dagegen in der relativ kurzen Periode seit Anfang August 17 Betriebe mit 23 867 Mann Belegschaft. Die Zahl der eingeschränkt arbei­tenden Betriebe ist natürlich viel größer, so daß der Stand der Belegschaftsmitglieder mit knapv 400 000 Mann zur Zeit ungefähr um 30 000 Personen ge­ringer ist als in der Vorkriegszeit. Während im Sommer die abgelegten Bergleute zum größten Teil in anderen Industrien unterkommen konnten, wird eine Unterbringung jetzt immer schwieriger. Man kann damit rechnen, daß die Schor der arbeitsuchen­den Bergleute im Ruhrbezirk zirka 2223 000 Ver tonen umfaßt. Dabei ist anzunehmen, daß der Still­legungsprozeß noch weiter geht, wie Meldungen aus privaten und auch (was besonders interessant ist) aus staatlichen Zechen beweisen. Die geldliche Lage der Zechen ist schlecht. Man kann rechnen, daß 'm Vergleich zwischen März und August dieses Jah­res der Rückaang des Erlöses rund 0,45 Mk. beträgt und daß dieser Rückgang bis zur Jetztzeit auf rund 1 Mk. gestiegen ist. Durch diese Verschlechterung hat sich die zweifellos vorhandene Steigerung der Leistung finanziell noch nicht auswirken können, zumal durch die Lohnerhöhunaen die Arbeit-ckoston je Tonne Nugsärderuna seit Anfang dieses Jahres um 1,10 Mk. gestiegen sind.

Besonders fdjfimm bemerkbar macht sich die Konkurrenz der oon der enalif*en Regierung sub­ventionierten englischen Kohle. Während im August hie englische Regierung eine Subventton von 1.15 Mark 'je Tonne gab.' ist diese jetzt auf ungefähr 2 50 Mk. geftieaen. Man kann rechnen, d"tz für Oktober die englische Kohle mit insgesamt J0 Mill. Mark subventioniert worden ist. Die Folae ist. daß die englische Kohle der R"brkohle den Absatz im Ausland immer mehr streitig macht, und datz sie auch in Deutschland selbst stärker Fuß fotzt. Wah­rend im Juni die Einfuhr enofii*cr Kohle noch Deutschland insgesamt nur 170 00 Tonne betrug, belief sie sich allein in der ersten Nvv>'mss"rhälfte nur über Hamburg auf mehr als 120 000 Tonnen. Infolge dieser Zustände find die Vrei^verbältniffe auf dem Auslondmarkt geradezu katvstrovh'l ae worden. Man kann ann-'b,rten, daß am her Tcmne ins A"--land oertnufter Kohle ein Verlust von 2 50 kXc. 3 Mark liegt. Ob ein A-'-landobsatz unter dielen Umftäuhen in b»r jetzigen Svhc noch lange möglich ist. erscheint mehr als zweifelhaft. _______

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Berliner Handelsgesellschaft Lsuunerz- und Privett-Bank Tann ft und Aatioualbank Deutsche Bank L .mtsche BereinSbant . . Tteeouto Counnandtt . . V/ctaUbanT.........

Mitteldeutsche Crcdttbank. . Ccftcrreicbtfdk Sredttauftall Gestbank .....i

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Deutsch Luxemburg .... 05cifentirebener Bergwerke. . Harpener Bergbau .... llat,werke Aschersleben . . Kaliwerk Westeregeln t'aurabütte Lberbcdars » > Pbönir Bergbau ..... Rheinstahl Webcrf Montan.....- ..

TelluL Bergbau. .....

Hamburg Amerika Pakt. . . Llorddeuncher Llovd . . . Cheraimsche Werke Albin . . .Zementwerk Heidelberg . . . Bbilivv yObmann . . , Ang loCom.-Guano - . . .. Badische Anilin Cbemjsche Maver Alavitt . . Goldschmidt . . . . . . ' ric eitner Electron . ... vochster ffarjroettt ...... Hol-,verkoblung ....... :h'ütflcrSiuetfc '^cheideanstakt

Allg. EleklNsttätS-Gesellschast Bergmann . . ...... Mainkrastwerke . Schurken . Siemens & Halske .....

Adlerwerke SHenee ..... Daimler Motoren. ..... Hevligenstaedl u.eguin

Motorenwerke Mannheim frankfurter Armaturen . . Kouservensabrik Braun . . Metallgesell chast Frankfurt. Pct. Union A--G. . . .

Schuh'adrik Her; . . . . sichel .........

.jellstost Waldbos /-tu.1erTabrif Frankentbal . . y.urferfabrtr Waghäusel . . .

Wetter-Rekorde.

Das Klima eines Ortes läßt sich erst bann richtig beurteilen, wenn man nicht nur die mittleren und äußersten Werte der zugehörigen Elemente kennt, sondern überhaupt die Grenzen sestgeftellt hat, inner­halb deren diese Elemente sich auf der ganzen Erde bewegen. Die höchste mittlere Jahres- emperatur findet sich bei Masiaua am Roten Meer mit 30,2 Grad. Daneben wäre der Ort Lugh um Juba im italienischen Somaliland zu erwähnen, dessen mittlere Jahrestemperatur sogar mit 30,8 Gr. .temeflen worden ist. Die niedrigste Jahres- emperatur wird mit20,4 Grad angegeben; sie wurde am Fort Conger in der Lady-Franklin- bay von der amerikanischen Polarerpedition unter 9reely gemessen. Die höchste Monatstem- ; eratuc findet sich nicht, wie man glauben möchte, 'n dem Ort der höchsten Jahrestemperatur, sondern es ist das Julimittel der Station Greenland Ranch ur Death Valley, dem Todestal der nordamerikani- chen Wahawewüste, und beläuft sich auf 38,9 Grad, las niedrigste Monats mittel haben wir am sibirischen Kältepol in Werchojansk zu suchen, wo das Januarmittel51,2 Grad beträgt. Die größte Kälte in Sibirien wird verhältnismäßig leicht itragen, da sie mit Windstille verbunden ift; nur muh 'man die Vorsicht gebrauchen, die Luft nicht direkt iinjuatmen, sondern sie erst durch die Haare des Pelzes, der auch den Mund schützt, streichen zu lassen. Der größte Unterschied in der mittleren Temperatur ;>es wärmsten und kältesten Monats findet sich eben- all» an diesem sibirischen Kältepol, denn die mittlere ulitemperatur steigt bis auf 15,1 Grad, so daß die .Zahreeschwankling 66,3 Grad beträgt. Am kleinsten iit die durchschnittliche Spanne in der Jahrestempe- dtur auf kleinen Inseln in niederen Breiten des Stillen Ozeans, so auf der Koralleninsel Jaluit, .oo sie nur 0,4 Grad, und auf der Insel Nauru, wo sie nur 0,6 Grad beträgt.

Die Frage nach der h ö ch st e n T e m P e r a t u r, bi« überhaupt auf der Erde beobachtet worden ist, ist schwer zu beantworten, da meist Fehler bei der '.Uleffung vorkommen. Als höchste bisher mit Sicher­heit gemessene Lufttemperatur kann man die von ,6,6 Grad am 10. Juli 1913 im nordamerilanischen Todestal bezeichnen. Im Innern von Neusüdwales ;inb Temperaturen von 54 und sogar 55 Grad, in Basra am unteren Euphrat 53,8 Grad gemessen

worden. Nicht minder großen Schwierlgkeiten be­gegnet eine zuverlässige Angabe über dte n i e - brigfte Lufttemperatur, die man bisher beobachtete. Da das Quecksilber bei 39,5 Grad fest wird und das bann an Stelle des Quecksilber-Ther­mometers gebrauchte Alkohol-Thermometer nicht so genau ist, muß man den Angaben mit Kritik be­gegnen. Lantz? Zeit galt als niedrigste Temperatur die Messung von 48 Grad Reaumur 60 Gr. Celsius, die der Kaufmann Nemörow am 21. Januar 1838 in Jakutsk machte. Nachdem zu Ende der sieb­ziger Jahre der sibirische Kältepol von Werchojansk bekannt wurde, hat man dort die niedrigste Jahres­temperatur auf 67,8 Grad bestimmt, ja, man will sogar eine Temperatur von76 Grad gemessen haben.

Die größte Luftfeuchtigkeit wird in tropischen Gewässern zu suchen fein, hauptsächlich im Indischen Ozean, und zwar dürfte das höchste Jahresmittel 2526 Millimeter betragen. Die meiften Wolken gibt es wahrscheinlich im euro­päischen Nordmeer und am Weißen Meer sowie im Südpolarmeer; die kleinste Bewölkung beträgt nn Durchschnitt zwar nicht Null, denn es gibt keine Gegend, die ganz ohne Wolken ist, aber sie bleibt doch unter 1 und wird für Assuan am Oberen Nil

mit 0,5 angegeben. Als regenreichster Ort der Erde gilt feit langem Cherrapunji in Indien, das eine mittlere Jahresmenge von 110012 000 Millimeter hat. Dieser auf dem 1250 Meter hohen Plateau der Khasi-Hills nordöstlich von Kalkutta gelegene Ort wird sogar noch durch eine andere Wetterstation der Gegend übertroffen, deren mitt­lerer Werl mit 12 665 Millimeter angegeben wird. Gin ähnlich hohes Jahresmittel der Regenmenge, nämlich 12 090 Millimeter, erreicht eine Station auf Kauai, der nördlichsten Insel der Hawaii-Gruppe. Was den regenärmsten Ort anbelangt, so gibt es sicher Gegenden an den Küsten von Chile imb Peru, im ehemaligen Deutfchfüdwestafrika, in Oberägypten und Australien, an denen in einzelnen Jahren überhaupt keine meßbaren Niederschlage fallen. Aber die kleinste mittlere Jahresmenge, die wirklich gemessen wurde, liegt zu Jquique in Chile imb beträgt 5 Millimeter.

Als die gewitterreichfte Gegend ist Abes­sinien mit durchschnittlich 214 Gewittertagen im Jahr. Ganz fehlen die Gewitter m den beiden' Polarkappen. Das windigste Gebiet der Erde dürste die Commonwealthbai in Adelieland am Rand des antarktischen Kontinents sein, der der Leiter der australischen Südpolarexpedition Douglas Mawson den Namendie Heimat der Blizzards* gegeben hat. Alle diese Angaben können natürlich nicht als end­gültig aufgefaßt werden, sondern bei weiteren Beob­achtungen büiite sich noch eine Verschiebung dieser Grenzwerte des Klimas auf der Erde ergeben.

Briet

4.Z3 19,06 10.5,01 30,4 r- 10 2'1

IG MH 16,97 85 61 59,25

HZ. 55 81 24 59,85 12.44 5.885

(auf der 95 Mill. Rm. Vorrats-Aktien derPhöni? A.-G. für Bergbau und Hütten betrieb in Dussel» dorf aus dem Besitz der Phönir Trust Maat^ febapij wird es sich, laut ..Köln. Zig ", in bet Hauptsache um einen reinen Umtausch handeln. Der Pbönir wird die in feinem Besitz befindlichen Trust-Aktien zurückgeben und dafür seine Aktien aus dem Besitz der holländischen Gesellschaft zu- lüdcAaltcn Dadurch werden keine oder nm.- geringe Mittel zur Durchführung des Rückkaufes notwendig.

Berliner Börse.

Berlin. S. Dez. Die Börse nahm heut« wieder einen lustlosen Verlauf. Die Abschlüsse hielten sich in den gewohnten Grenzen und biteben sogar am Äallm aeft auf ein Mindestmaß be­schränkt. Die rasche Ueberzeichnung der deut­schen Kalianleihe in London blieb ohne Eindruck, da irgendwelche Käuferschichten fehlten. Auch der günstige Verlauf der deutsch-französi­schen Kohlen--Verhandlungen, die in der nächsten Woche zu einem Abschluß geführt werden, vei> mochten dem Montanmarkt keine Anregung zu geben. Dieser lag vielmehr, wie die übrigen Märkte behauptet mid begann zu den Schluß- furfen des Vortages Eine Ausnahme machte der Markt der Schiffahrtswerte, in denen die Umsätze recht lebhaft mar en ebenso die sogenannten amerikanischen Freigabe­werte, nachdem jetzt die Verhandlungen nach amtlicher Mitteilung zu einem für die deutschen Interessen befriedigendem Ergebnis ge­führt haben. Die deutsche und die amerikanische Regierung stimmten dem Vertragsentwurf be­reits zu. und man rechnet auch mit einer An­nahme durch den amerikanischen Kongreß. Im Vordergründe standen Baltimore, Orenstein u. Koppel, Hapag, Norddeutscher Lloyd und einige andere Werte, während z. B. 'Berliner Handel infolge ilmfafcbfigfeit gestrichen w:rdcn mußten. Die eben erwähnten Spezialwerte lagen dagegen recht fest. Zur Verstimmung der übrigen Markte dürfte der erneute starke Frankensturz beigetragen haben. Paris ging heute nach einem Vortagskurs von 126,25 gegen London aus 129,50 zurück und stellte sich dann bei Beginn des offi­ziellen Verkehrs auf 128,75 Warschau stellte sich gegen Kabel auf 8,50 bis 9 Die Geldver- häl tnisse an der Börse blieben weiter flüssig. Tagesgeld ist stark angeboten zu 71 . bis 9 Prozent und darunter. Monatsgeld 9' 2 bis 11 Prozent.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 9. Dez. Tendenz; Fest und lebhaft. Die Börse war heute etwas freundlicher veranlagt, wenn auch dem Geschäft noch eine gewisse Tliisicherheit anhaften blieb. Begünstigt wurde die bessere Stimmung durch das Rachlassen des Aktienange­botes. wodurch der Druck eine wesentliche Milderung erfuhr. Die bevorstehende Frei gäbe des deutschen Eigentums in Amerika wuchs zu einer Harten Anregung aus, von der besonders die sog. Freigabewerte größeren Ruhen zogen. Die lebhaften Käufe in Schiffahrtswerten steigerten Havag auf 81,75 Prozent und Rordd. Lloyd auf 89,75. Auch die anderen Märkte konnten von dieser günstigen Strömung profitieren. Selbst die bis" yer stark gedrückten Chemiewerke tonnten Besserungen von 1 bis 2 Proz. erzielen. Bankaktien, die in ruhiger Haltung ver­kehrten, waren um Bruchteile gebessert. Mo­toren- und Maschinenwerte waren wenig verändert. Zuckeraktien lagen unein- cheitlich, Frankenthaler um 1.5 gebessert. Am Kassamarkt der Industriepapiere stellten sich gleichfalls Besserungen ein. Auch Deutsche Anleihen schlossen sich der Allfwärtsbewegang an, dagegen lagen Pfandbriefe unverändert lustlos. Am ausländischenRentenmarkt formten Ungarn sich auf etwas regere Rachfrage hin weiter befestigen. Der F r e i v e r k e h r lag still und kaum verändert. Api 0,37, Beckerkohle 32, Benz 23,5, Brown Boveri 53. Entreprise 8, Growag 35, Krügershall 81, Ufa 44, Ufra 51.25 Prozent. Im weiteren Berlauf wurde das Geschäft wieder sehr ruhig. Feste Stimmung erhielt sich indessen für Schiffahrtsaktien, die weiter gesucht blieben, während an den anderen Märkten infolge von Gewinn-Realisationen leichte Rück­gänge zu verzeichnen waren. Der Geldmarkt ist unverändert leichst. Das Angebot ist so stark, daß Tagesgeld kaum anzubringeil ist. Monats- gelb ist für erste Adressen schon zu 9 . Prozent zu haben, doch war fast keine Rachfrage vorhan­den. Bankdiskonten 7 Prozent, Industrie A^cepte 9 Prozent. Im Devisenverkehr ging Pa­ris gegen London erneut stark zurück auf 129. Die anderen Valuten sind kaum verändert.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 9. Dez. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 26 bis 26,25, Roggen (ml.) 18,25 bis 18,50, Sommergerste (für Brauzwecke) 24 bis 26,50, Hafer (inl.) 18,75 bis 22, Mais (gelb) 21 bis 21,25, Weizenmehl (inl., Spezial 0) 41,50 bis 42,75, Roggenmehl 27,75 bis 28,25, Weizen- und Roggenkleie 11,50 bis 11,75. eTndenz: schwach.

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Tämfcbc Noten Englische Noten ...... V,-tanAöiift6e "Jtotett ...... Holländische .«loten Italienisch.'' Noten ..... elorweailchc .'totsn Deutsch-Tester r, i 100 Kronen Numani'che Noten......

Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten ..... Tschechoslowakische Noten . . Unaarikche Noten . . .

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Einfach in kochendem Wasser aufgelöst, ergibt der Würfel gut jgfl

V* Liter kräftige Fleischbrühe zum Trinken und Kochen, zum

Verbess rn oder Verlängern von Suppsn und Sofien aller Art.

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