Ausgabe 
9.5.1925
 
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auch auf bem Fußboden mit einem Strohsack als Urtier läge, schon vollkommen jufricben finb

Von den Arbeiten her anderen Ausschüsse wird in den nächsten Lagen zu berichten sein.

Morgen wird der KreiSauSfchuß des Mittel- rheinkreife« zur Ueberprüfung der dreherrgen Arbeiten und zu weiteren Beschlußfassungen hver eintrefsen Er wird in Gemeinschaft mit dem geschästsführenden Ausschuß tagen.

Flaggen und Schulausfall am 12. Mai in Hessen. Da« hessische Gesamt- Ministerium hat beschlossen, daß am Tage der Tercib-gung bc« neuen Leichsvräsidentcn, am 12 Mai, die Staats- und Kommunalbehörden im Dolksstaat Helsen flaggen. In fämtlichen Schulen fällt der Unterricht au«. Die Reichs­fahnen lind aufzuziehcn

LU. Don der LandeSuniversität Gießen. Der ordentliche Professor für neuere deutsche Literaturgeschichte an unserer Univer­sität. Dr. Hermann August Korfs, hat den an ihn ergangenen Ruf an die Untversität Leip­zig angenommen. Der ordentliche Pro­fessor für Zoologie und vergleichende Anatomie, Dr. Siegfried Becher, der kürzlich einen Ruf nach Tübingen ablehnte, hat nunmehr einen Ruf noch Breslau erhalten. Der Privatdozent an der Universität ^tpzig, Dr. Scheuermann, wurde zum ordentlichen Professor der Minera­logie und Petrographie an der Universität Gießen ernannt. Er wird feine Dorlesungen am DienStag, 12. Mai, aufnehmen

* * Ehrendoktor der Universität Gießen. In Anerkennung der großen wissen­schaftlichen Derdienste aus dem Gebiete de« Dele- rinärttxfcn« wurde Prof Hubeli (Bern) zum Ehrendoktor bet Universität Gießen ernannt.

' Der Dolk«halle-Dau auf dem Trieb kommt setzt immer flotter in Gang. In großer Zahl rollen die Wagen mit Material heran, daneben wird tüchtig auSgeschachtet und die Wasserzufuhr au« der städtischen Leitung für die Bau arbeiten her gestellt. Die technischen Arbeiten haben die Architekten R i c o l a u s, Schmidt urrd Hamann übernommen, die Eisenbetonarbeiten werden von der Gesell­schaft für Beton» und Eisenbetonbau tn Gießen und von der hiesigen Firma H. Wei­mer ausgefichrt. die Marü^rarbeiten sind den vereinigten Gießener Bauunternehmern, bestehend aus den Firmen Abermann, Becker, Dir­ken stock u. Schneider, H. W. Rinn und W e h r u m, übertragen. Sämtlichen Firmen ist der Termin der Fertigstellung vertraglich vvr- gefchrieben worden Mit der rechtzeitigen Fertig­stellung der DolkShalle zum Kreisturnfest ist ge­wiß zu rechnen. Bon Mitte Iuli ab dürfte die Halle der Turnfestleitung ^ur Ausschmückung für den Fest gebrauch zur Derfugung stehen.

' Sine Plakatausstellung ist von morgen, Sonntag nachmittag an in der Turnhalle am OswaldSgarten hergerichtet. Der Eintritt ist frei. Die Deranstaltung hängt mit dem Kreis­turnfest in Gießen zusammen. Man beachte zur

Orientierung die heutigen Mitteilungen über die Dorbercitung des 32. Mittelrheini'chen KreiS- turn feste«.

* Spielbeginn im Sommer im Stadttheater. Die Intendanz des Stadt- theaicr« hat den Spielbeginn während der Som­mermonate auf 8 Uhr abends teil gefegt.

Eine Fahrt nach der Wartburg wird von den evangelischer! Gemeinden in Gießen und Oberhessen für Sonntag. 5 Juli, geplant. Die Einladung hierzu ist im heutigen Anzeigen­teil enthalten, in dem Rohere« mtigeteilt wird.

'*DerBethel-Zilm. Im Derordnung«- blatt für die Svang. Landeskirche in Helsen Nr. 7 wirb tnitgeldlt: Da d.e Borführungen des Dcthelfilms großen Anllang gefunden haben und nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden fonnten. Hal sich der LanbeSverein für Innere Mission entflossen, im Herbst d. 3. wieder eine Dorführungsreise desselben durch Hellen zu ver­anstalten. Der Film steht für die Zeit vom I. Ok­tober bi« 15. November zur Verfügung

' Wichtig für S ch u l e r - E l t e r n in Preußen. Nachdem Reichstag und Reichsrat beschlossen haben, daß besonders leistungsfähige Schüler schon nach 3 Iahten Grundschule in btc Serta der mittleren ober höheren Schule über­gehen können, hat nun auch Preußen Aus- sührungsbestimmungen dazu erlassen. Während Württemberg. Baden und andere Länder in kla­ren Dorschriften daS Gelest sinngemäß zur An­wendung bringen, sieht man dem preußischen Erlaß das Bestreben an. die wohltätigen Wir­kungen de« Gesetzes nach Möglichkeit auszuheben. Dennoch bestehl auch in Preußen für die Ellern, deren Kinder besonders begabt find, eine schwache Hoffnuna, ihre Kinder nach drei 3ahrcn Grundschule zur höheren Schule zu bringen. Da­zu ist folgender Weg nötig: Die Eltern welche glauben, daß ihre Kinder besonder« leistungs­fähig find, wenden sich an den Grundschullehrer, der das Kind unterrichtet. Dieser gibt seine Anregung" an den Kreisschulrat und der Äreid- schulrat an die Regierung (Provinzialschulkolle­gium) wellet. Die Regierung (da« Provinzial­schulkollegium) entscheidet, ob der Schüler zur Aufnahme zuzulassen ist. Er muß dann geprüft werden wie Äinbet, die nach vier Iahren Grund­schule übergehen. 5>ic Eltern können sich aber auch direkt an den Kreisschulrat wenden und ihm ihre Wünsche mitteilen. Die Sache geht bann, nach Anhörung des Grundschullehrers, den­selben Weg. Auch für das schon begonnene Schuljahr können solche Schüler noch nachträglich geprüft werden. Da aber die Sache bis zum 31. Mai entschieden werden muh. werden die Ellern gut tun, sofort ihre Wünsche an den obenbezeichneten Stellen vorzutragen. Was für die Grundschüler gilt, gilt auch für die Schüler von Privatschulen. Ausgeschlossen sind aber die Schüler, welche wegen Krankhell auf ärztliches Attest hin sog. Familicnzirkel besucht haben.

Marine- De rein Gießen. In der UniversllätSaula sprach am Freitagabend Kapi­tän Schm e hl über die Fahrt de« Kriegsschiffes

.Wo If. das er durch 15 Monate um den halben Erdball gesteuert hatte. Flotte Märicht eröffneten die Veranstaltung. Darauf schilderte der Redner, durch zahlreiche Lichtbilder unter- stützt, 'eine Erlebnisse auf und nvt bem .Wolf" Del Handelsdampfer. der .Dolf ursprünglich mai. mürbe für Kriegszwecke umgebaut Schorn­steine und Takelage neränbert und zur Täu­schung des Feindes ein falscher Schornstein er« richtet. In Begleit una von .Wölfchen". dem fleinen Flugzeug und einem U-Boot verließ das Schiff Bremen und dampfte hinaus in« Meer, durchbrach feindliche Postenkette.....mfd

Kap der guten Hoffnung, war oft ohne Kohle und Pi cviant. bie es fich aber durch ..Wölfchens ' .Aufklärung" und mit Hilfe feiner tapferen Br» fatzung immer wieder verschaffen konnte. Ein schöner Engländer erschien zu schabe zum Der- senken: so ging ein Teil der Besatzung aus das gekaperte Schiff und bediente sich seiner zu Spionagezweaen bis .Wolf" durch Funk- spluch hörte, daß es. von den Engländern^ ab- gefangen worden sei Nach ISmonatiget Fahrt kehrte .Wolf in die Heimat zurück, mit 750 Gefangenen aus aller Well an Bord, mit dem Erfolg 30 englische Schiffe versenkt zu haben, julelnd begrübt von der Heimat. Diese und iene Episode aus der kühnen Fahrt war ja schon hier und da bekannt durch die Deröffent- lichungen während des Krieges, doch durch die Wärme des Dortrags aus persönlichem Erleben gewann ftc immer wieder neue Farbe und frische Wärme. Unter den Klängen der .Wacht am Rhein" verließ die frohgestimmte Menge unter reichem Beifall den Saal.

Vornotizcn.

TagcSkalender für Samstag. Gesangverein .Konkordia": 8 Uhr Saalbau Sauer 61. Stiftin'gssest. Lichtspielhaus.Dahn- Hof st raß?: ..Hochstapler wider Willen". Alto- ria-Lichtspiele: .Die Geheimnisse des Zirkus Darrte".

-- Hindenburg-Ehrung. Man schreibt uns: Nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen darf mll einer außerordentlich starken Beteili­gung gerechnet werden Sie Ausstellung des Fackelzuges am Montagabend erfolgt von 7.30 Uhr ab in der Marburger Straße. (Siehe heurige Anzeige.)

Kunst und Religion.

Uns wird geschrieben: Der Gießener Theo- logenschast ist es gelungen, Professor Lütlge, den bekannten Gelehrten, für einen Bortrag in Gießen zu gewinnen. Professor Lüttge, der als Nachfolger von Wobdermin und Troeltsch von Berlin nach Heidelberg berufen ward, wird am Dienstagabend 84 Uhr im Großen Hörsaal der Universität über .Kunst und Re­ligion" sprechen in ihrem Zusammenhang und Gegensatz, aufzeigend, wie hierin das Problem der Kultur sich ipiegelt in feiner lebendigen

Tiefe und schöpferischen Bewegung, sichtbar in Mystik und Tragik, auch als Naturalismus und Impressionismus, verhüllt, gestaltet in Snm Polen und Lillomn. So brechen in der Kunst prophetische Kräfte durch, die Religion aber rede die Sprache der Snmbole, doch fic stellt zugleich die Soureränllät der Wahrheit wider alles Spiel der Phantasie Verschwitzen und feindlich fremd zwischen diesen Polen schwingt der Rbnthmus des Lebens, wie er in Kuntz und Religion spürbar wird. Professor Lüttge hai seinen bedeutsamen Vortrag in einer Reihe großer Städte vor ergriffener Zuhörerschaft ge halten. Ein sehr interetzanter Abend, der die Teilnahme weitester Streife für sich in Anspruch nehmen darf, steht bevor.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Dreßen. Sonntag, ben 10. Mai. Kantate Stadt- ktrche. 3: Pfr. Decker. Zugl- Christenlehre für die Aeukonstrmierten aus Der Markusgemeinde. 9: Pfarrast. Hertel. 11: Kinderkirch« für die Matthäus- gem. Pfarrast. Hertc. Iohan aeskirche. 8 arr

astistent Schultheis. Zug^ Christenlehre für die )lcu- lonsirmierlen a. b. Iobanncsgem. 9'Missionar Walther. 11: Kinvcrllrcbc für die Lukasgemefnde Pfr. BcchtolSbeimer 6 Bibelbesprechung im Jo» danncssaal P' rast. Schultheis. Kirchberg. 10. 11: Hl. Ab dm.' d. Igd o Mainzlar. Maiirzlar l' Wa:;enborn-Garbenteich. Wa N onborn-Stein berg. 1. Garbenteich ?: Beichte anschl. GotteSdicust u. Heiliges Abendmahl d. Iugcnd. - Wieseck. im Anschluß Sitzung der Z^irchengemeindevertretung.

K-lholisch« Gemeinden.

Gießen. Sa-u Stag, den 9. Mai. 4 u. 7 Beichte. Sonntag, den 10. Mai. 4. Sonntag nach Ostern. 6 Beichte, 7 Messe, Kom. ::t 3üngl.. 8 Kom-. 9 Hoch­amt m- Predig:. 11 Meße m. Predigt, 2 Lstristen- lehre u. Andacht. 8 Derfammlung der Gemeinde im Dereinshause. Dienstag u. Freitag abends 8 Mai­andach:. Grünberg. 9 Meste mit Predigt Hungen. . Hochamt m. Prcd. Lich. 7 Meste mit Preiigi.________________

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Für btt uns onläiilidj unterer» bernen Hochzeit erwiesenen ?lufmerL omteiten, tnbbefonbere der Gefangs- abiettuno bet Gewerkschaft deutscher Lokomoilv führen OrtSgrvooe Gießen danken herzlichst

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Frau Sophie Schneidmüller geb. Jung und Angehörige.

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3 immer qeiadjt Schriftliche tMnpeb. un«er 4797D ftn den Greß. Än^

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir hiermit unseren innigsten Dank.

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Die Beerdigung findet Sonntag, den 10. Mai, nachm. i1/, Uhr, statt

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und für die überaus reichen Kranzspenden beim

Hinschaden unseres lieben Vaters sagen wir allen

Verwandten und Bekannten, insbesondere dem Ge­

sangverein Frohsinn, der Freiw. Feuerwehr, dem

Posaunenchor, sowie dem Herrn Pfarrer für die

trostreichen Worte unseren innigsten Dank.

Für die vielen Beweise herzlicher Teil­

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sagen hiermit herzlichsten Dank.

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