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Büdingen.
r Detterau, 8. Jan. Durch Ueberschvemmungen im ,da° unb tzvrlofftale sind iebenes ‘Baffer viele Sumpsstel' in denen sich täglich unMge >nten fummefn.
tis Lauterbach.
8. Ian. Ter *Mor der dreien hule, Stubtenrat Heinrich Ao- seine Bewerbung hin an das Gteben vergeht. Er hat sich en Dienstzeit dahier grob-D«- ^ntoidlung unserer Bürge IchuK jd)s unter seiner Leitung °us M ’ÄSÄSS S'SÄM» erFnjShrigen-rufung"anma y*ieit bietet. So ist eS be
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Hessen-Raffaa.
rtf. Dillenburg. S 3an. 3n der jüngsten Stadtverordnetensitzung wurde u. a. der Beschluß der Versammlung vom 9. Dezember 1924 betr. den Erweiterungsbau des ftädt. ftranfenbaufei aufgehoben und der Magist'atsautrag, 2lnbou ‘feines Flügels an das Hauptgebäude, angenommen. Rach Auskunft deS Bürgermeisters besteht begründete Hoffnung, bah mit dem Umbau unseres Bahnhofes in Kürze begonnen wird
bl. Herborn, ? ;3an. 3m vergangenen Jahr hat sich zwischen unserer Stadt und der Gemeinde Burg, die beide nur etwa 500 Meter getrennt voneinander liegen, eine rege Bautätigkeit entfaltet. DaS ausgezeichnete Baugelände zog an und eS wird gar nicht mehr zu lange dauern, dann reichen die beiden Gemeinden aneinander. Dringt das 3ahr 1925 nur noch etliche Neubauten, dann ist die Verbindung her- gestellt.
fpd. Frankfurt a.M, 8. Ian. Ein Bilderdiebstahl wurde gestern int Stadel, deut bekannten Kunstmuseum, ausgeführt. Gestohlen wurde das sehr wertvolle Bild „Bildnis einer Dame in Witwentracht" von Clouet, (um 1550). Das Bild ist auf Pergament gemalt, und wurde nebst dem Goldrahmen, der etwa 20 Zentimeter in Breite und Höbe mißt, entwendet. ‘Der Dieb wurde verhaftet, als er ein weiteres Bild stehlen wollte. — Der Einbrecher Schuck, den man bei seiner Trans - portübersührung von Dien hierher auf dem Wiener Bahnhof miteinerHundertschafl bewachen muhte, wurde jetzt ohne Zwischenfall von hiesigen Beamten nach Darmstadt ins Sand- gerichtsgcfängms verbracht. - Der als Löff el- s ch l u d e c berühmte Einbrecher Göckel wurde wieder einmal f^stgenommen, weil er in Gemeinschaft mit einem Komplizen auf der Strecke Mainz—Frankfurt zwischen Kelsterbach und Raunheim Postwagen her Gisenbahn auSgern ub t hatte. Erst 1922 wurden beide Verbrecher wegen dergleichen Vergehens mit einem Jahr: Zuchthaus bestraft. Es gelang auch, den Komplizen, einen gewissen Wendelin Löw, festzunehmen.
Wirtschaft.
Entwickelungstendenzen im modernen Bankwesen.
Die wirtschaftliche Bedeutung der Zentralbanken.
Don Eit. D. Drummond Fraser, K B. E., Vizepräsident des englischen Bankierinstituts.
Dor dem Weltkriege bezahlte jedes Land seine Liefei anten mit Hilfe des in ihm bestehenden Zahlungssystems, das sich den verschiedenartigen Bedürfnissen der einzelnen ßänber auf das Innigste anpahtc. Der Zahlungsausgleich selbst erfolgte meist auf dem Bankwege durch die in Gold, internationale Wertpapiere oder durch Edelvaluten gedeckten resp. in ihren Reserven gesicherten Banknoten. Vieles System deS Zahlungsausgleiches hatte Och sehr gut eingespielt. Seit dem Kriege haben nun Spekulanten und Glücksritter aller 2lrt es verstanden, auf Schleichwegen in den oben geschilderten Kreislauf einzudringen: sie haben von der durch den Weltkrieg hervorgerufenen Störung in den internationalen Handelsbeziehungen auf die Weise Vorteile zu ziehen vermocht, dah sie saisonmäßig produzierte Waren mit dem ausdrücklichen Zwecke einer Zurückhaltung aufkauften und einlagerten. Tie warteten dann, bis der Weltkonsum gezwungen war, diese zurückgehaltenen Waren um jeden Breis aufzulaufen. Durch die Zentralisierung des Bankwesens nun, deren Durchführung im internationalen Bankverkehr sich mehr und mehr durchzusetzen scheint, werden die finanziellen Mittel eines Landes in weit leichterer Weise dem Marktverkehr zugänglich gemacht, so daß wichtige Waren, Lebensrnittel und Rohstoffe in denjenigen Ländern eingelagert werden können, in welchen sie endgültig konsumiert werben, und nicht etwa in den Produktionslandern Hierdurch wird jenen Spekulanten und Konjunkturgewinnlern ihr Handwerk gelegt.
Die Zentralisierung des Bankverkehrs stellt den Drehpunkt her, um den sich das ganze Kreditwesen eines Landes bewegt. Dieser Kredit ennöglichl einen reibungslosen Austausch von Waren und Dienstleistungen unter den einzelnen Landern der Welt, so daß Produzenten unb Fabrikanten für ihre Erzeugnisse Zahlung erhalten können, ohne daß abgewartet zu werden braucht, bis die Bezahlung durch den endgültigen Konsum erfolgt. Je enger sich — mit Hilfe des zentralisierten Bankwesens — das Zusammenarbeiten zwischen Produktion und Konsum gestaltet, um so größer ist die Ersparnis an Zeit und Geld.
Englands zentrales Danlshstem war von jeher führend. Bereits im vorigen Jahrhundert war London der große Geldmarkt der Welt, in welchem kein Geldsucher, der Geld für wirklich produktive Zwecke benötigte, abgswiesen wurde. Außerdem waren die Zinssätze in London meist niedriger, als in irgendeinem anderen Geldmärkte. Verschiedene Länder haben nunmehr das Evstem einer Zentralisierung ihres Bankwesens aufgegriffen. Vach dem Zusammenbruch im Jahre 1907 haben z. B. die Der. Staaten von Vord- ametifa im Jahre 1913 das aus zwölf Bundes- Rcserpe-Banlcn bestehende Dundes-Reiervc-Sy» stem geschaffen, bei dem jede Reserve-Bank eine Zenlralbai.l für die Handelsbanken der einzelnen Gebiete ist. Handelsbanken sind auch die einzigen Anteilseigner der Bundes-Reserve-Ban- ken .Diese sind untereinander unabhängig, unterstehen jedoch einer gemeinsamen Zentralverwal- ;ung. dem sog. Dundes-Reserve-Amt in Washing
ton. Vie Inflationszeit wayreno des Kriege« und die treibhauSartige, höchst ungesunde H^h- frmjunftur kurz nach dem Kriege haben das Bundes-Riserve-System Amerikas einer schweren Prüfung unterzogen. Das Shstem hat diese Prüfung glänzend bestanden. Eine weitere Zentralbank ist die Zinpeiial-Bank of 3nMa. Sie wurde fönbe 1920 gegründet, wobei drei bereits bestehende Banken in ihr aufgingen. Ihre Statuten sehen eine zentrale Aufsichtsbehörde vor. Die Eommon Wealty-Bank of Austiaiia, die im Jahre 1911 begründet wurde, ist jetzt gleichfalls eine solche Zentralbank. Sie belitv kein eigenes Kapital, betreibt jedoch ihre Geschäfte unter Garantie der Regierung. Sie wurde erst kürzlich in .ine Zentralbank umgetranbtlf, d h. zum Bankinstitut der anderen Geldinstitute und benj.nigen der Re- gierung erhoben. Die Reserve-Dank von Südafrika wurde Mitte 1921 begründet mit dem ausgesprochenen Zweck, die ungünstigen Einwn- tungen aus der Welt zu schaffen, die durch eine zu starke Verzettelung der Reserven dsr einzelnen Handelsbanken dngetreten war. Sie ist im großen und ganzen nach dem Prinzip des amerikanischen Bundes-Reservebanken-Systems auf gebaut.
Ein Problem, das fast jedes Kulturland feit Beendigung des Weltkrieges zu lösen hatte, ist der Abbau des im Weltlr.cge übermäßig an geschwollenen Papiergeldumlaufes. Länder, wie England und Amerika, die über ein wohl organisiertes Zentralb rnkensystem verfügen, das sich den nationalen Bedürsnissen aufs beste an paßt, haben dadurch ihre Lage rasch zu beffent gewußt, daß sie die Verschuldung der Regierung durch ein Anziehen der Steuerschraube aus bem Wege zu räumen verstanden. In Großbritannien ist die Regiermngsschuld dauernd verkleinert worden. Großbritannien und Amerika waren daher die ersten Länder, die ihren Staatshaushalt nach dem Kriege ins Gleichgewicht zu bringen vermochten. Das ist auch der Grund, weshalb Eng land und Amerika in der Lage waren, den Wiederaufbau der Staatsfinanzen in Kontinen- tal-Europa wirksam in die Hand zu nehmen Oesterreich, Ungarn, Griechenland und anbeie Lander erhielten sogenannte Wiederausbau-An leihen, die unter Aussicht des Völkerbundes ausgegeben wurden. Ihre Plazierung in den ausländischen Geldmärkten erfolgte schlank. In jedem Falle war die Bildung cineS zentralen Bankinstituts ein wesentlicher Bestandteil des Wiederaufbau - Programms. Die Erfahrungen und Grundsätze hat man nunmehr auf Deutschland angewandt.
Eine Zentialisierung des Bankwesens bildet — das haben die oben angeführten Beispiele gezeigt — einen wichtigen Schritt in der Wiederherstellung der Währungsstabilisierung in den durch den Weltkrieg geschwächten Ländern. Dieies System ist auch allein in der Lage, den durch die Inflation geschwächten Voliswirtschasten neue Kaufkraft wiederzugeben, schafft es doch die Reserven, die dazu notwendig sind, den Erfordernissen des Weltmarktes mit seinen mannigsach.m Schwankungen gerecht zu werden.
Die Wiedereinführung der Goldwährung, die nicht nur für England, sondern auch für andere Länder in greifbare Rähe gerückt ist, wird sicherlich einen bedeutenden Faktor im Wiederaufbau der Weltwirtschaft bilden. Aus praktischen Gründen heraus wird Englands innerer Zahlungsverkehr durch Schecks erledigt, während Banl- noten und Silber im Grohverlehr sozusagen nur Scheidemünze bilden, da sie nur etwa 0,5 v. H. des Llmsayes ausmachen. Durch ein weit verzweigtes. aufs Feinste abgefthnmted Clearing System wird ein ständiges Gleichgewicht am Geldmärkte erzielt und zeitweilige Geldknappheit oder Geldübersluß vermieden.
Droh seiner auffälligen Vorzüge wird das System der Zentral-Banken noch bei weitem nicht in der nötigen Weise gewürdigt. Mit der Zeit aber werden seine Vorzüge und feine Bedeutung in den einzelnen Ländern immer klarer erkannt werden. Diese Bedeutung besteht darin, die Stabilität der Währung im In- und Auslande zu sichern und die Aufrechterhaltung der finanziellen und wirtschaftlichen Kräfte zu gewährleisten, die dazu nötig sind, den dauernden Fortschritt der Weltwirtschaft zu ermöglichen.
* FrankfurterBörsenusancen. Bis zur endgültigen Regelung hat der Frankfurter Börsenvvrstand für den Verkehr von in Goldmark (Reichsmark) umgestellten Aktien bestimmt: 1. Einheitskurse: Zum Verkauf soll jeder Betrag zugelassen fein. Kaufaufträge auf Aktien mit einem Rennwert unter 100 Rm. nimmt der Kursmakler nur dann entgegen, wenn der Nennbetrag des Auftrags mindestens 100 Rm. erreicht. Darüber hinaus jede weitere Summe. Auf Aktien mit einem Rennwert von 100 Rm. ober darüber ist jede beliebige Summe zulässig. 2. Veränderliche Kurte: Sowohl beim Kauf als auch bei Verkäufen ist als niedrigster Nennbetrag 1000 Rm., sonst der nächst höhere durch 100 Rm. teilbare Nennbetrag zulässig, weiter natürlich bas Vielfache davon.
fpd. Deutsche Vereinsbant 2.-G., Frankfurt a. NI. Die außerordentliche Generalversammlung, in der 26 Aktionäre mit 1 121 679 Stimmen vertreten waren, genehmigte die ilinftellung deS Aktienkapitals von 500 Millionen Papiermark auf 1600 000 Reichsmark im Verhältnis 250: 1 für die Stammaktien unter gleichzeitiger Bildung eines Reservefonds von 403 000 Reichsmark unb eines Pensionsfonds von 200 000 Reichsmark. Sie beschloß sodann die Erhöhung des Grundkapitals um 4 400 000 Reichsmark durch Ausgabe von 44000 Stammaktien zu nom. 100 Reichsmark mit Dividenden- berechtigung ab 1. Januar 1925. Die jungen Aktien werden der offenen Handelsgefellichaft I. Michael & Co. Berlin zu 103 Prozent mit der Bedingung begeben, hiervon 1 600 000 den alten Aktionären im Verhältnis 1:1 zum Kurse von 105 Prozent durch die Deutsche Dereins- bank anbietm zu lassen.
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Frankfurter Abendbörse.
Frankfurt a. M., 8. Ian. Auch die Abendbörse war beherrscht von einer starken Zurückhaltung und Lustlosigkeit, die sich auf alle Märkte erstreckte Selbst am Markte der Dor- kriegs-Pfandbriefe und Stadtanleihen war man etwas leichter. Die Umsätze, die im MittagSverkehr einen außergewöhnlichen Umfang annahmen, erfuhren eine beträchtliche Einschränkung. Frankfurter Hypothekenpfandbriefe 5,70, Preußische Zentralboden 5.4, Frankfurter Stadtanleihe 6,2' 2, Dresdner Stadlanleihe 5,5 bis 6. An den Aktien- märtten setzten sich die Realisationen unvermindert fort und bewirkten neue Kursrückgänge. Besonders litt unter der Abgabeneigung der Lhemiemarkt, wo die Kursrückgänge etwas stärker hervortraten. Auch am Montan- und Slektromarkt letzte sich der Abbröckelungsprozeß fort. Die Umsätze waren im allgemeinen sehr klein. Der Anleihemarkt zeigte eine leichte Neigung zur Besserung. Der Bankenmarkt war unverändert ruhig bei zumeist behaupteten Kursen Don sonstigen Industriewerten schwächten sich Deutsche Erdöl etwas ab. Die
Avenvborse schloß unerhott unB zu »euer -une Rach geben geneigten Kursen. Deutsche Anleihen: 5pm» Reichsonleihe 0 898. 4.5prvz Schatzanwri- fungen von 1924 0.565. 4proz. Bayern 1.6, 3 5proz. Bayern 1,65. Ausländische Renten Bagdad II 8.5. Zolltürken 10.37, Ung. Renten v. 1914 und 1913 je 7,75. Bankaklien Berlin. Handelsgesellschaft 174,5, Kommerzbank 6.90. Darmstädter Bant 13,75, Deutsche Banl 13.37, Deutsche 'Vereinsbank 0.32, Dresdner Bank 9, Bkelallbank 19.80, Mitteld. Ärcbitbanl 1.90. Reichsdanl 65 - 64 75. Ocft. Äie- bitafticn 10,70, Wien. Bankverein 6,65. Nu-vaian- afiten. Teutsch-Luxemvurg 89.50. Harpener 130.50, Oberbcbarf 13,50, Phonir 57.50, Dellnv 3.25. Chemische Aktien. Badische Anilin 31.87, Obe- mifche GrieSbeim 26 Sch.ideanstalt 28.50. Elberfelder Farben 26.75, Th. Goldschmidt 24,50, Höchster Fatben 26.87. Holzverkohlung 10,50, Rütgerowcrle 20,62. Eleklroaktien 2(:cumu1o- loven 61. AEG. 1225, Beigmann 20,50, G>ek> Irische Liefet ung 112, Lickl unb Krast 5 50. Schuckert 66. ansportwerte Rvrdd Llovd 4.05. Baltimore 64,75. Sonstige Inbustiieaktien Kleyer 3.10. Daimler 4.05, Aschassenbutger Zellstoff 32 75, Zement Heidelberg 27,875. Deutsch? Erdöl 5Q.32. Holzmann 6,15. Lechwerke 21.75, Metallgeselsfchast 19.37. Bingwerke 4.50, Rheinmetall 12,25. Julins Sichel 3.30, Badischer Zucker 4 50. Frankenthal- zucker 5.50. Heilbronn 4. Offstein 4,37. Stutt- gartzncker 4,25, Peters Union 2.20,
Berliner Dorfe
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzetgers".)
Berlin. 8. Jan. Wenn auch die unverändert feste Stimmung an der Börse anhält, so ist doch die schwierige außenpolitische Lage, hernergerufen durch die maßlosen Forderungen Frankreich- bei den deutsch- französischen Dirtschastsverhandlunget'. sowie durch die schleichende Regierungskrise, in ihrer Wirkung auf die Börse unverkennbar. Dte feite Stimmung wird mehr von außerhalb in die 'Börse hineingetragen, als daß sie von dxi Spekulation getragen wird. Diese hält sich vielmehr ziemlich zurück, und Die Folge davon ist. daß die früher bevorzugten Märkte vernachlässigt sind, während eine Reihe von Spezialpapieren im Vordergründe des Interesses stehen. Unverändert lebhaft bleibt das Geschäft in Kaliwerten, und zwar durch die günstigen Aussichten in der Kaliindustrie. Im Vordergründe des Interestes standen Adler, Niedersachsen und Heldburg. Von den Spezialpapieren sind zu nennen: Berliner und Hamburger Hochbabn, Oberkoks. Gesellschaft für elektrische Lieferungen Auch in Deutsch-Petro^ leum hat sich das Geschäft weiter belebt. Der Markt der heimischen Renten war durch Deckungskäufe und Gfetutioncn geschwächt. Seh' lebhaft blieb dagegen die Nachfrage nach Stadt anleihen, da man hier bald eine Lösung deS Aufwertungsproblemrs erwartet. Der Geldmarkt blieb unverändert leicht. Tägliches Geld 9 bis 12 Proz., Monatsgeld 11 bis 14 Proz. Am Devisenmarkt setzte sich die Besserung de« englischen Pfunde« fort.
Schweinemarkl in Gießen.
h. Gießen, 8. Ian. Bet dem gestern ob» gehaltenen Schweinernarkt waren 126 Ferkel auf» getrieben. Bezahlt wurden: bis zu 8 Wochen al io Tiere 25 Mk. für 8 bis 12 Wochen alte 28 bis 32 Mk., für ältere bis zu 45 Ml. das Stück Der Handel, der anfangs ganz stockte, lebte später etwas auf, jedoch nicht so, daß man den Markt als gut bezeichnen kann.
frankfurter Schlachtvlehmarkt.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers*!) Frankfurt a. M. 8. Ian Auftrieb: 5 Rinder, darunter 1 Ochse, 4 Färsen und Kühe, 1072 Kälber, 598 Schafe, 336 Schweine. Es tour* den bezahlt für 100 Pfd. Lebendgewicht: Käl- b e r: Feinste Mastkälber 60 bis 65, mittlere Mast" und beste Saugkälber 50 bis 58, geringere Mast- unb gute Saugkälber 42 bis 49, geringe Saug' kälber 35 bts 40: Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 38 bis 44, geringere Mast Hammel und Schafe 28 bis 36, mäßig genährte Hämmel und Schafe iMerzschafe) 18 bis 25; Schweine Dollfleischige von 80 bis 100 Kg 74 bi» 76 vollst, unter 80 Kg. 65 bis 73, von 100 bis 120 Kg . von 120 bis 150 Ka. und Feitschweine übn 150 Kg. 73 bis 76 Mk. Marktverlaut. Markt bei langsamem Handel geräumt.
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtberichl des „Gießener Anzeiger-*.) Frankfurt a. M., 8. Januar. Ee wurden notiert: Weizen, Wetterauer 21.50 bU 24,50, Roggen, inländischer 22 24, Sommer gerfte für Drauzwecke 25,50- 31,50. Hafer, inländischer 18 22,50. Mais (gelb) 21,75 23 Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 39 41,75, Roggenmehl 34,50—38,50, Weizenkleie 13,75 bie 14,25. Roggenkleie 12,75—13,25. Tendenz: unverändert.
(In einem Teil der Auslage wiederholt.)
Russische (Kiuladuug an Plettner.
Das Volkskommissariat für Ackerbau wandte sich mit einem Brief an den Ingenieur Flett n e r. Darin wird darauf hingewiesen, daß dir von Flettner ersundenen Windtürme in dar Landwirtschaft der Sowjetunion eine große Verbreitung finden können. Das Volkskommissariat für Ackerbau bittet Fletkker um genaue Informationen über seine Erfindung und garantiert ihm den Schutz der Urheberrechte.
Hungerstreik russischer Auswanderer.
Wte „Daily News “ aus Southampton meldet, sind rund 700 russische Auswande rer , die auf den Weitertransport nach Amerika warten, wegen schlechter Verpflegung in einen Hungerstreik getreten. Die Auswanderer müssen zurückbehalten werden, weil die russische Einwandererquote in Amerika bereits ilberschrit- ten ist.
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