Ausgabe 
8.12.1925
 
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Zweckes «|ü opften sich bie An- wer durchaus nicht. Eine wsiesielUe Soriragsfolot Sammelpunkt despro. rlelene künstlerilch« Dar« Jen höherenFahrpreis", zu dem Wohltätig, 1 hatte Die reizenden >lag wurden hier noch bereiteten viel Freude, flenbotf unb ftrer F. efängen aus den Cchöp- Wagners reiche künst. E r a e s boi vortrefflich, Ale Graes erfreute n Tänzen: basltlbt zlunst des Herrn hin; igen. Und schließlich das hwester", in dem Frau nborf wb bie hn- unb Ur. 3. Grund« ten Zähne em reizendes Hier waltete als Seglet« rbiehmgen Frau Rechts« i ihres Slmtts. DaK alle bientem, rtidjen Beifall rf mott, als Stlbftotr« r Betonung. Und bann an. Es soll M, nein :ßogen M letztenmal rlch. Wann das wer .... ran braucht ja auch nicht

rzes Wort der oerbienlen bie tatsroh und ftlbftlos VeihnMsmrkts gemirft tootlen Borsitzendm W da zunächst Frau W mit unermüdlichem M t mit gutem Gelchm« chmückung des Saales ge- gesertiat hat uF w.u W' war. Bereitwillige Forde« Wirken in der " ieifter Karl Beil, 6°' Welfabritanten Stu« r Malermeister Sch "

der Tapeziermeisters ' yi^lser und einiger ÖS* L?S .isgEs bn* «"*! k, und kNNN°> selbst- D ! atkronstal'

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Lilde ur,bAiut und zur ttebungW, schaffen ^b?fonbcr5 feil'- lb 'f'ihresglttchev ein Hetzer und ins- En' Oullerw'^

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Husten, Erkältung und Grippe ftnv towefl flfcen>nn{>tn M tRebrend? von flqmpftcfonXSHnxyl .Ätiferfdt lennr ich nicht mehr, feit ich .JlwWfan*' #e» braodit!' schreibt eine arfeierlt ©dncerin. OrWlflid? in:

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wie sie es getan, handeln und stimmen zu müfien im Interesse des deutschen Vaterlandes. Sis^wollen um angeblich kleinerer Vorteile willen die Freiheit und Zukunst des deutschen Volkes nickt aufgeben. 21 n diesen Vortrag schloß sich eine sehr lebhafte Aussprache an.

Eine musikalische Feier st unde ward am Wend des 2. Advent in der Stadt- [ i r d) e von der Markusgemeinde durch- gesührt. Schon der Oeöanlc allein, aus solch cäle Weile r.;it zur Verlebendigung unserer Ge­meinden beantragen, verdient weitestgehende Be­achtung. Die Durchführung deS Programms ließ nichts zu wünschen übrig. Es war nur feinste Musik, die geboten ward, ilnfcre großen Ton­dichter tarnen zu Wort: G. F. Händel mit Arien auS seinem berühmten OratoriumMes­sias . und 2oh. Seb. Dach, dazu ein Advents- lied auS Len Geistlichen Liedern von Ioh. Wolf­gang Franck von 1681 und mehrere andere. Frl. Aosemarie Aölie hatte zum Gelingen des QlbendS ihre Sovranstimme geliehen, Musillehrer August Dein stellte seine Kunst, die Violine zu meistern, zur Verfügung. Beide waren auf der Orgel begleitet von dem Stadtorganisten Lehrer Heinrich Simon, der zudem noch zwei Orgelsätze zur Darbietung brachte. Die cin-cl- nen Programmpunlte waren durch'eht von Psalm- steilen, die von Pfarrer Becker in der Sutijer- übcrsehung vorgetragen wurden und die Ver­bindung zwischen den einzelnen Teilen herstell­ten. so Last das ganze eine geschlossene Har­monie gab. Als ein besonders beachtenswerter Höhepunkt Les ganzen erscheint LaS Benedictus von E. Ao'st für Solovioline mit Orgelbegleitung, dem der Gemeindegesang eines Adventsliedcs folgte. Lllles in allem verdient die Markus­gemeinde als die Veranstalterin dieser Feier­stunde den Dank aller, die sich von dem Kitsch und Schmutz, den unsere Zeit bietet, abkehren und sich hinneigen zu edlen Freuden, geschöpft au5 dem Born mit uiroerfiegbaren Quellen. Trotz der grimmigen Kälte, die zumeist die ©cmexnöc- glieder von dem Besuch der Sonntagsgottesdienste abgehalten hatte, war die Kirche gut beseht, ein Zeichen dafür, welche warme Anerkennung solchen Veranstaltungen gezollt wird. H.

. 2 0. Gründungsfeier des Gern- Hardts ch en Zither- und Mandolinen- E hors. Im Saale des Katholischen Deremshauses versammelte sich am Sonntagabend eine stattliche Zahl von Musikfreunden, um einige Stunden bei dem Gerr.hardtschen Zither- und Mandolinen-Chor zu verbringen. Mit einigen flotten Weisen brachte die Kapelle, bestehend aus etwa 25 Zither- und Mandolinenspielern und -spielerinnen, die rechte Stimmung in die Festversammlung. Man kann den Verein zu einem derartigenHausmacher-Orchester" nur beglückwünschen. Der erste Vorsitzende Bau­mann gedachte in seiner Festrede besonders der drei verdienstvollen Gründer des Vereins, Wigand Gernhardt, Büttner und Pusch; Gernhardt ist außerdem seit Gründung Leiter des Vereins und l)afr in selbstlosester Weise und jahrelanger Arbeit das Orchester derart geschult, daß die alljährlichen Konzerte in unserer Stadt stets lebhaften Anklang und starken Besuch finden. In Anerkennung ihrer Verdienste wurden die drei Gründer zu Ehren­mitgliedern ernannt, jedem überreichte der Vorsitzende eine Ehrenurkunde. Frl. Hanni Klotz verherrlichte in einem Dorspruch den Verein als einen Hort des Frohsinns, der Geselligkeit und der Wohltätigkeit. Frl. Neuhaus überreichte ein prachtvolles Tischbanner, das die Damen dem Chor als Zeichen der Dankbarkeit und als Mahnung zu reger Weiterarbeit gestiftet hatten. Mitglied B e N brachte als Festgeschenk einen Festmarsch. Mitglied Klotz schenkte einen Notenschrank. Nach dem Fest­akt begann das eigentliche Konzert, das alle Er­wartungen übertraf. Besonders heroorgehoben zu werden verdienen die Glanzleistungen der Solisten. Den beiden Herren Hambrecht und Da über gelang ,.Der Liederbaum" von Schubert-Haustem so vortrefflich, daß sie zwei Zugaben spenden mußten. Einen sympathischen Vertreter der Sologeige besitzt der Verein in Herrn Kunert, der sich gleichfalls zu mehreren Zugaben verstehen mußte. Die Gesamt- chöre boten das seit Jahren gewohnte Bild exakten Zusamu.enspielens und wohltuender Wörme der Tongeb: ng. Auch die Mandolinen- und Guitarre­gruppe gab in einem Satz aus dem D-Dur-Konzert von Kollmaneck eine vortreffliche Probe ihres Kön­nens. Der Spanische Tanz von Th. Ritter, vorge­tragen vom Mandolinenorchester, bildete einen wohlgelungenen Abschluß des musikalischen Teiles. Den dritten Teil des Abends füllte die einaktige Operette aus:Guten Morgen, Herr Fischer", deren Darstellung als vorzülich bezeichnet werden muß; selbst die gesanglichen Leistungen der Dilettanten verdienen ''"rvorgehaben zu werden. So reihte sich das 20. Stiftungsfest würdig an die früheren Der- t anstaltunaen des Chores an, und die zahlreiche Be- , fucherfchaft kamen voll und ganz auf ihre Rechnung.

Herr von Huth aus Berlin im Gasthof Hinden­burg sprach. Ausgehend von dem Sicherheitsangebot, das der deutsche Außenminister am 9. Februar d.J. an England und Frankreich ohne Dorwissen des Reichskanzlers und der übrigen Mitglieder des Reichskabinetts machte, gab Redner einen Ueberblid' über die deutsche Außenpolitik, wie sie sich bis zum Abschluß des Paktes von Locarno gestaltete. In Locarno sollte fein Pakt abgeschlossen werden. Es war nur eine Einladung zu einer vertraulichen und unverbindlichen Besprechung ergangen. Den deutschen Unterhändlern waren schriftlich die Be­dingungen bekanntgegeben worden, unter denen die Deutschnationalen bereit waren, ihre Zustimmung zu einer Verständigung mit den Westmächten zu geben. Durch das eigenmächtige Vorgehen der deut- schen Delegation wurde Deutschland tn die Zwangs­lage versetzt, entweder anzunehmen oder abzulehnen. Die Deutschnationalen entschlossen sich nach dem Be­kanntwerden des Vertrages für Ablehnung. Für sie war schon Art. 1 unannehmbar, der den terri­torialen Status quo, d. h. die Anerkennung der gegenwärtigen Grenzen, also ein Verzicht auf deut­sches Land und Leute garantiert; ebenso unannehm­bar ist Art. 6, durch den der Versailler Friedens­vertrag unberühtt bleibt. Verkoppelt mit diesem Vertrag wurde der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund, der doch die Streitigkeiten aus der Welt schaffen soll, der aber nichts unternimmt gegen das Vorgehen der Franzosen in Marokko und Syrien, in der Mosiulfrage und in der Frage des Memel­landes aber vollständig versagt. Die Satzungen des Völkerbundes sind dahin abgeändert worden, daß bei Abstimmungen über die Minderhutsfragen die Länder, die davon berührt werden, nicht mitzustim­men haben. Dadurch wird jede aktive Tätigkest Deutschlands im Völkerbund von vornherein lahm- gelegt. Nack Art. 16 der Dölkerbundssatzung sind alle im Völkerbünde vereinigten Staaten oernflich- tet, an einem von dem Bunde beschlossenen Kriege teilzunehmen und das Durchmarschrecht zu ge­währen. Diese letzte Bestimmung kann nur für Deutschland in Frage kommen. Man will Deutsch­land dadurch in die französisch-englische Politik ein­spannen. Darum ist der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund abzulehnen. Wenn die Gegner es ehr- lich meinen, so müssen sie Deutschland von den Ver­pflichtungen des Artikels 16 befreien. Die Deutschen sind schon so oft betroaen worden, sie können den schönen Worten feindlicher Staatsmänner nicht mehr trauen. Die Deutschnationalen glaubten so,

dem auch strafbar, und erst letzthin ist in Hamburg für ein derartiges Tun eine empfindliche Gefäng- nisstrafe ausgesprochen worden. Wir weisen fchließ» lich noch darauf hin, daß derjenige, der einen der bäswilligAlarmierenden so zur Anzeige bringt, daß eine gerichtliche Bestrafung erfolgen kann, von der Stadtverwaltung eine ansehnliche Belohnung erhalt.

WSA. Heue Eisenbahn -Siche- rungsappa.ate auf der Strecke von Frankfurt nach Gießen. Am das Heuer» fahren der S q.iate in der Haltestellung zu ver­meiden. läßt bie AcichLvahnverLattung zur Zeit Sicherungsapparate auf den Gleisstrecken ein­bauen. Ein solcher Apparat soll dem Lolo- motivführel., falls er verfehentlich ein Halte­signal übecjä^rt ,vas bei Aebel und Schnee- irrefjen sehr leicyt Vorkommen tarnt ourch eine Dampfpseise anzeigen, daß das Signal auf Hal: steht. Zn diesen Tagen wird auf der Specke Franks ur t<3 leben der En bau der Appa- ca.e, deren Vorrichtung vorerst natürlich noch der AuSprobe bedarf, Dorgenommen.

* Reifeprüfungen für Nichtfchüler und Nichtschülerinnen finden im Frühjahr 1926 statt. Der mit 1,50 Mark ftempelpiiid)ügen Meldung, die beim Landesamt für das Vildungs- loefen kunzurcichen ist, sind hinzuzufugen: Lebens­lauf, Leumundszeugnis, Nachweis des Bildungs­ganges, der Vorbereitung auf die Prüfung sowie die letzten Schul- und Pnoatzeugnisse. Zu den Prü- ungen werden nur Hessen zugelassen ober solche Reichsangehörige, die durch den Wohnsitz ihrer Eltern auf Hessen angewiesen sind. Bei der ebenfalls tempelpflichtigen Meldung für eine Prüfung zur Erlangung der Reife für Prima ober Oberfctunba genügt bie Vorlage bes Lebensganges, Leumunbs- zeugnisses, des letzten Schulzeugnisses unb des Nach­weises über bie Art her Vorbereitung. Für die Zu­lassung gelten im allaemeinen dieselben Bestimmun­gen wie für bie Reifeprüfung. Mitteilung über bie Zulassung, Orr unb Zeit der Prüfung erfolgt durch bie für die Prüfung in Betracht kommende Direk­tion. Meldeschluß am 5. Januar 1926.

** Deutschnationale Volkspartei. Man schreibt uns: .Locarno und wir", so lautete bas Thema, über das in einer stark besuchten Mitgliederversammlung der hiesigen Ortsgruppe -»nunwnmi i 11 m«m -r SKeMMMMMMl!

Vücherttsch.

Graf E. Aevenllow: Minister Dr. Etresemann als Staatsmann unb Anwalt des Weltgewissen S. Geh. Mt. 1,50. geb. Mk. 2,50. Verlag 3. F. Lehmarm. München. ^65

Wie die früheren Jahrgänge hat auch der neue Thüringer Kalender für 1926 sein bestimmtes Programm. Vom Thü.rnger Mu­seum in Eifenacy bciauagegebcn, will er künst­lerische Werke lhüriagi,cher Vergangenheit weiten Volkvkrei en ..a.;ebriagen. Die Wartburg steht diesmal im Mittelpunkt. Obwohl schon oft ge­zeichnet und besungen, wissen ihr doch zwei Eisenacher Heima-!unstler gänz'tta- neue Setten abzugewinnen.

Fedor von Zabeltitz: Theater- roman (Dem Wahren, Edlen, Schonen"). Engel- Horns Romanbtblioihek 38. Reihe, Band 9 10. Bro­schiert 1V0 Mk., in Ganzleinen 2,50 Mk., in Halb- leber 5 Mk. Die Kunst, eine Handlung zu er- finden, die, ohne unwahricheinlich zu sein, doch im allerbesten Sinne spannend genannt werden muß, und von einer glänzenden Erzählertechnik und scharfer Menschenbeobachtung getragen wird, ist dem Verfasser bicico mitten aus dem Eroßswdtleben ge­griffenen Romans in höchstem Maße eigen, unb so fef|dt der allbeliebte Schriftsteller auch hier wieder auf jeder Sette. 140

Kalveram, Goldmarkbilanzie- rung und K a p i t a l u m st e l lu n g a l s Grundlage zukünftiger Bilanzgestal-' tung. 2.Auslage. Berlin 1025. 270 Seilen. Preis 5,40 Mk. Die Kapitalumstellung auf Goldmark ist zum Abschluß gekommen; tann unter diesen Um- ständen das vorliegende Buch noch interessieren? Diese Grundfrage ist nachdrücklich zu bejahen. Die Probleme der Bilanzgestaltung sind noch nie so in ihrer nackten Wirklichkeit zutage getreten, als ange­sichts der 'Notwendigkeit, aus dem Wirrwarr von bedeutungslosen Zahlen wiederum ein wahres Bi­lanzbild auf stabilisierter Währungsgrundlage zu schassen. Es ist das große Verdienst des Verfassers, nicht bei der Technik der Umstellung stehengeblieben zu sein, sondern die aus der Inflationszeit gewon- nenen Erkenntnisse als Grundlage für die zukünf­tige Bilanzierung heraucgestellt zu haben. Das Buch bietet in seiner knappen, gedankenreichen Dar­stellung dem Praktiker wie dem Studierenden der Wirtschaftswisfenschasten eine Fülle von Anregun­gen zu praktischer Nutzanwendung als auch zu inne­rer Verarbeitung, die sich im wesentlichen nach zwei Richtungen hin erstreckt: Einerseits erfährt die Be- Wertung der aktiven unb passiven Bilanzposten eine gründliche Behandlung und anderseits beschäftigt sich der Verfasser mit dcr Gestaltung bes Eigenkapi- tals, mit der Ueberführunq der von den Kapital­gesellschaften in der Inflationszeit geschaffenen Formen in solche, die nach der Umstellung gesetzlich gestattet und betriebswirtschaftlich als geeignet an- zusehen sind. Gerade dieser zweite Teil des Buches ist besonders wertvoll. Hier wird ein vorzüglicher Einblick in bie Finanzierungsmethobe der Infla­tionszeit geboten; es wird gezeigt, inwieweit die einzelnen Antettpapiere Substanz an sich ziehen konnten, und weiterhin wird nachgewiesen, ob sie nun bei stabiler Währung existenzberechtigt sind. Das Gebotene wird an Hand von zahlreichen Bei­spielen gründlich erläutert, unb man darf behaup. ten, daß damst weit in die Zukunft hinein eine Grundlage für die Beurteilung der verschiedenen Typen der Beteiligung und der Anteilpaptere ge- schaffen wurde. Die zweite Auflage ist gegenüber der ersten vollständig umgearbeitet worden. Das Buch besitzt in dieser Fassung bleibenden Wert und ist zur Anschafung nur zu empfehlen. (792) Dr.Feld.

Geschichtsbuch für die deutsche Fugend. Von Dr. B. Ku m st eil er in Verbin­dung mit Dr. U. Haacke und Dr. B. Schnei­der. Oberstufe l.Teil (Altertum). 96 Seiten. In Halbleinenband 1,20 Mk. Stimmen der Vergangenheit. Ouellenbuch zu dem Ge- s ch i ch ts b u ch für die deutsche Jugend. Don Dr. B. Kumsteller in Verbindung mit Dr. U. Haacke und Dr. B. Schneider. I.Heft: Altertum. 40 Seiten. In Halbleinenband 0,80 Mk. Nicht als Spezia- listen sind die Verfasser an ihr Werk gegangen, sie stellen sich vielmehr bewußt in den breiten Strom der Gegenwartkultur. Daher haben sie auch solchen Stoffen, die uns als Geg-nwartsmenschen angehen, besonderen Raum zugebilligt. Erziehung zum Men­schen und Staatsbürger ist die Aufgabe des Ge­schichtsunterrichts, an der das Lehrbuch zu feinem Teile Mitarbeiten soll. 149/150

Dickungen. Ihren Fraß suchen sie an den Rändern warmer Brüche und in Laubholzbestanden, wo sie nach Erdmast, Eicheln unb Bucheln brechen. Des Nachts werden, wenn der Boden noch nicht zu hart gefroren ist, auch bei vorhandener Schneedecke, immer noch bie alten Kartoffelfchläge angenommen. Sollen die Sauen nicht ausgerottet werden, so schießt man nur Frischlinge oder geringe Keiler. In besonders pfleglich behandelten Revieren muß ,etzt mit Eckern, Kartoffeln und W.ldobst gefuttert

Die Rehe müssen jetzt, wo nicht kräftige Saaten, besonders Raps, in der Nähe find, mit kümmerlicher Aesuna vorlieb nehmen. Heidekraut, Beeren und Knospen der Weichhvlzer bilden im Forst die Aesung. Das Rehwild wechselt oft mehrmals am Tage aus feinen Standorten auf die Saatfelder, und zieht nur >u Holz, wenn die Witterung stürmisch, ober es ge­stört wird. Diese Gewohnheit bes Rehwildes machen sich schlechte Nachbarn zunutze, auf diese Art kann ein ganzer Rehstand ruiniert werden. Wer diesen nicht misten will, muß deshalb für nötige Fütterung sargen. Lupinen, Haferstroh werden gern angenom­men, auch Espen, Pappeln oder andere Weichhölzer. Abzuschießenbe Nicken erlege man auf der Pürsche. Bei starkem Schneefall ist auf Füchse und wildernde Hunde, sowie auch auf zweibeiniges Raubzeug be­sonders zu paffen.

Der Fuchs trägt einen guten Balg, weshalb fein Fang lohnt. Jede Neue ist zum Eintreffen zu benutzen. Es bedarf da keines großen Apparates. Ein paar Schützen auf die Wechsel, ein Holzschlager zum Durchgehen. v .

Die Hasentreibjagden sind in diesem Monat noch in vollem Gange. Der Hase wird in pfleglichen Revieren nur noch bis Anfang Januar geschossen. Warme Sturzäcker, kräfttge Saaten, Feld­raine, Buschwerk und altes Gras wählt er m offener Flur für fein Lager. Im Walde wechselt er je nach der Witterung. Bald liegt er in wannen Dickungen, bald im Stangen- ober gar raumen Holz. Gegen Wind ist er empfindlich. Bei hohem Schnee liebt er keine weiten Wanderungen zur Aesung und zieht den Waldrand vor oder läßt sich an geschützter Stelle einschneien.

Rebhühner haben Schonzeit und sind nicht nur zu füttern, sondern sie müssen auch vor allem möglichen Raubzeug geschützt werden. Wer keine Buschremisen in der Nähe der Futterplätze hat, der lasse wenigstens Strauchwerk dahin anfahren.

Enten liegen an einzelnen, offenen Wasser­stellen, es gelingt aber selten, einen lohnenden Schuß auf sie anzubringen.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag: Stadttheater: 7V£ 2hrDen Teufel dur-H Deelze- bub (Ende 9% Ahr). Ortsgelverbeverem: 81/, Mr Gewcrbehaus Mitgliederversammlung und Vortrag. Mittelstandsvereinigung unö Hcrusbesiherverein: 8 UhrKatholisches Dere'.nS- haus" Protestoersammlung. Znngdeutscher Orden: 81/® MrBayrischer Hof" BruderabenL und Vortrag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: O alte Durfchenyerrlichkeit". Astvria-Licht­spiele: »Di« Sklavenkönigstn".

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Die Viehzählung in Gießen, die am 1. Dezember vorgenommen wurde, stellte fol­gende Vestandszifsern fest: 405 Pferde, 245 Rin­der, 13 Schafe, 524 Schweine, 405 Ziegen, 8941 Stuck Federvieh, 1219 Kaninchen und 111 Bienen­völker.

* Don der Feuerwehr. Unglaublich, aber wahr ist es, daß sich immer noch Leute fin­den, die sich ein Vergnügen daraus machen, die Feuerwehr grundlos zu alarmieren. Dieser Unfug scheint in Gießen zu blühen, wie in keiner anderen Stadt. Ist es doch in einer der vergangenen Nächte vorgekommen, daß die Feuerwehr viermal auf blinden Alarm hin ausrücken mußte. Die Leute, die auf diese Weise die Feuerwehr zu den Mel­dungen rufen, bedenken wohl nicht, daß sie damit Gesundheit und Leben der Feuerwehr-Mannschaften aufs Spiel setzen. Ist es doch bei den jetzigen ver­eisten und oerlchneiten Straßen nicht leicht, mit den schweren Geräten im Alarmtempo zu fahren, und können dabei doch Unfälle passieren und auf diese Art Menschen und Geräte zu Schaden kommen, was jedenfalls bei dem böswilligen Alarm nicht be- absichttgt ist. Auch die Feuersickerheit der Stadt wird durch derartiaes> Treiben wesentlich beeinträch­tigt, denn wenn die Feuerwehr auf diese Art nach dem südlichen Teil der Stadt gerufen wird unb es bricht im nördlichen Teil ein Brand aus, so ver­zögert sich durch den falschen Alarm die Löschhilfe ganz wesentlich, wodurch unabsehbare Folgen ent- stehen können. Das böswillige Alarmieren der Feuerwehr ist nicht nur äußerst verwerflich, son-

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Schriftliche und verschlosiene Gebote pro Zentner Lebendgewicht können dis zum Eröffnungs'.ermin Freitag, den 11. Dezember 1925,bei und eingereicht werden.

Die Anschaffung eines sprunglähigen Simmentaler Bullen ist beabsichtigt. Be­werber wollen sich biS zum 15. Dezember l. 3- bei uns melden.

AaberlShaufen, den 6 Dezember 1925. Hest. Bürgermeisterei Rabertshausen.

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