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ehen ergibt sich aber, daß Zunahme beider (?e- Ursachen hat. Ein Teil der schon durch eine um 3000 Ser männlichen Zivilbf änner gegenüber 130 OM Seil durch das erhebliche engebmten 1201000 gegen io dch nur noch ein Rest orbrnen Mannern auszu- burtenüderschuh un m beiden Iolkszäblungen 1 nämlich bei den Knaben Mäkchn rund 5Z ZOO, ins» Tegenäber der oben mit» szunahme ergibt sich dm» Wanderung von 29 000 3500 Männer und 5500 malä hervorgcht, daß die »er männlichen Bevölkerung eine größere Mnnersierd' Mle aber auf eine stärkere ufllhren ist.
hen Kreisen ist der Man» bei beiden Geschlechtern an» wn Stabten dagegen 'st i Personen Mn, , 500. in Oltainj 9900 gegen Sevollcrung hat in Sarrnftabt M Mm n Gießen von obO M ichcn Bevölkerung m Sam tallderungsoerlust, aber auch ,ß xu verzeichnen- m Äanterungsgewmn oM
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Kartoffeln 4 bis 4'',, Falläpfel 6, Aepfel 5 bis 20, Dirnen 25 bis 30. Preiselbeeren 40, Zwetschen 40, Junge Hahnen 110, Suppenhühner 110, Gänse 110 bis 130, Düsse 40; das Stück: Eier 16 bis 17, Blumenkohl 10 bis 80, Endivien 20 bis 25, Ober-Kohlrabi 8, Lauchi 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 30.
Bornotizen.
— . T ageskalender für Donners- t a g. Bortrags-Dereinigung: 8 Uhr Neue Aula der üniberfität Lichtbildervortrag '®in Jahrtausend rheinische Kunst". — Spielvereinigung 04: 8' 2 Uhr „Darmstädter Haus" Monatsversamm- lung. — Bund deutscher Militäranwärter: 81,2 äthr „Stadt Lich" Monatsversammlung. — Gießener Rabfahrer-Derein 1885: „Hessischer Hof" Jahres - Hauptversammlung. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die freudlose Gasse". — Astoria- Lichtspiele: „Der letzte Mohikaner".
““ D i e süddeutsche sozialhygic- njsche WanDerausstellung „M utter und K i n d". von der wir bereits in Ar. 229 berichteten, wurde u. a. in Stuttgart, Barmem, Remscheid, Offenbach und zuletzt in Dergedorf bei Hamburg gezeiat. Der Besuch der Ausstellung war außerordentlich stark. Die während dieser Zeit stattgefundenen Borträge sanden ebenfalls großes Interesse. Die Ausstellungsgegenstände sind am Samstag von Dergedorf' bei Hamburg abgerollt. Mit ihrem Eintreffen wird bis zum 9. Oktober gerechnet. Die Einrichtung Der Ausstellung in der Aeuen Aula erfolgt am 9. und 10. Oktober. Am 11. Oktober, vormittags 11 Uhr? wird die Ausstellung für die Desucher geöffnet. Zu gleicher Zeit findet im Großen Hörsaal der Universität ein einleitender Dortrag über die Ausstellung „Mutter und Kind" durch den Direktor der älniversitäts- Frauenklinik, Uni- verfitätsprofessor Dr. med. von Jaschke, statt.
** Dom Kreisausschuß Gießen. Eine öffentliche Sitzung des Kreisausschusses für den Kreis Gießen findet am Montag, 19. Oktober, vormittags 31/» Uhr beginnend, im Sihungssaale des Regierungsgebäudes dahier statt. Zur Verhandlung stehen Einsprüche gegen die Dürger- meisterwahlcn in Grüningen und Rödgen und gegen die Beigeordnetenwahl in Rabertshausen.
•• Die September- und Oktobermiete in Gießen. In manchen Kreisen der Bürgerschaft besteht Unklarheit hinsichtlich der Höhe der Wohnungsmiete für September und Oktober. Wie mir an zuständiger Stelle hören, beziffert sich der Prozentsatz der Wohnungsmiete für jeden der beiden Monate in der Stadt Gießen auf 84 Prozent.
" Lebensrettung. Dieser Tage fiel unmittelbar unterhalb der Lahnbrücke das Töchterchen eines Meßbudenbesihers in den Fluh. Das Mädchen hatte mit mehreren anderen Kindern Dort gespielt und war am Ufer ausgeglitten. Dem mutigen Eingreifen eines Studenten, des cand. sorest. Richard Jmmel, der von'der Brücke aus Zeuge des Vorfalles war, gelang es, das Kind noch rechtzeitig zu bergen. Der Unerschrockene hat damit schon das dritte Menschenleben vor dem Tode des Ertrinkens bewahrt.
" Personalie. Ernannt wurde der Re- allehrer an der Oberrealschule i. E. zu Butzbach Heinrich Stroh zum Lehrer an der Volksschule zu Lich.
: Seltener Vog elbesuch. Ein hier nur noch sehr selten vorkommender Vogel, die E l st e r, wurde am Sonntag von Spaziergängern am rechten Lahnufer zwischen Gießen und Launsbach gesehen. Sein allmähliches Verschwinden dürfte wohl zum größten Teil auf die Ausrottung der Dornenhecken zurückzuführen sein, da er mit Vorliebe fein Rest in solche baut. Hier versteht er sein Aeft so anzubringen und mit Dornen zu umgeben, daß nur ein kleines Schlupfloch für ihn offen bleibt. Obwohl er sehr diebisch ist und den Kleinvögeln sehr nachstellt, wäre sein vollständiges Aussterben doch zu bedauern.
•• D i e Weinsteuer betrisst eine Bekanntmachung des hiesigen Hauptzollamtes in unserem heutigen Blatte, die wir der Beachtung der Interessenten empfehlen.
** Herabsetzung der schweizerischen Visumgebühren. Wie die „Basler Rationalzeitung" meldet, hat der Schweizer Bun- d e s r a t beschlossen, die schweizerischen Visum- gebühren herabzusehen. Vom 15. Oktober ab sind für einfache Gebühren für Visen und Rückreise- vifen statt bisher acht Franken nut noch fünf Franken zu entrichten. Für die Dauervisen bzw. Dauerrückreisevisen für ein Iaht an deutsche und österreichische Staatsangehörige werden künftig zehn Franken erhoben, statt bisher 15 Franken. Kinder unter vier Jahren zahlen, wie bisher, keine Gebühr, Kinder von 4 bis 15 Jahren die Hälfte.
** Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: Kühe 2, Kälber 907, Schafe 1027, Schweine 916.
Die Autolinie
Wieseck - Gietzen genehmigt.
i, Wieseck, 7. Ott. In einer Zuschrift des Kreisamts Gießen wird der Gemeinde nunmehr mitgeteilt, daß das Ministerium des Inneren seine Genehmigung zur In- betriebnahnxe des Autoomnibusverkehrs zwischen Wieseck und Gießen erteilt hat. Da in der Zwischenzeit die sonstigen Vorarbeiten soweit gediehen sind, daß sie unmittelbar vor dem entscheidenden Abschluß stehen, so ist, wenn keine unvorhergesehenen Zwischenfälle eintreten, mit der baldigen Aufnahmedes Fahrdiensteszu rechnen.
Landkreis Gictzen.
chWieseck, 7 Okt. DerStandderEr- werbslosigkeir in unserer Gemeinde weist im September folgende Zahlen auf: Es tour- den unterstützt am 1. September 16 männliche, 2 weibliche Erwerbslose mit 3 Ehefrauen und 13 Kindern; am 6. September 16 männliche, 2 weibliche E-.-werbslose mit 3 Ehefrauen und 18 Kindern; am 12. September 15 männliche 2 werbliche Erwerbslose mit 8 Ehefrauen und 15 Kin-
dem; am 20. September 16 männliche, 2 weibliche Erwerbslose mit 9 Ehefrauen und 15 Kindern; am 30. September 15 männliche. 2 weibliche Erwerbslose mit 7 Ehefrauen und 3 Kindern. Im letzten Derichtsmonat betrugen die Durchschnittszahlen der zu ilnterftütjenöcn 9 männliche, 2 weibliche Erwerbslose mit 5 Ehefrauen und 6 Kindern, während der Durchschnitt des September auf 16 männliche, 2 weibliche Erwerbslose mit 8 Ehefrauen und 15 Kindern gestiegen ist. Hierzu kommen nun noch eine große Zahl Kurzarbeiter, die bis zu 24 Stunden herab verkürzt arbeiten. — Die Kartoffelernte, die in Quantität und Qualität als zufrieden- stellend anzusehen ist, ist nunmehr beendet. Das vorzügliche Wetter der letzten Woche hat die Einbringung der Ernte außerordentlich begünstigt. Augenblicklich beherrschen die Kartoffelfeuer das herbstliche Landschaftsbild. Obwohl die gelblich-weißen Rauchschwaden mit ihrem süßlich- herben Geruch zu einem abgeernteten Kartoffelfeld seit altersher gehören, ist es doch verwunderlich, daß die Lairdwirtschaft die wertvollen Stoffe, die doch das Kartoffelkraut zur Wiesendüngung enthält, nicht besser ausnutzt. Die Grummeternte ist ebenfalls beendet. Wenn auch der Regen der letzten Wochen den Aährwert zweifellos beeinflußt hat, so darf man doch im allgemeinen zufrieden sein, denn was in diesem Falle der Güte fehlen würde, wird durch die Menge erseht. Jedenfalls wiesen Die Wiesengrün be der Wieseck (und auch die übrigen) einen guten Bestand auf. Hält das gegenwärtige gute Wetter noch eine Zeitlang stand, so kann auch Die Dickwurzernte gut hereingebracht wer. Den, und Die Herbstbestellung kann unter günstigen Voraussetzungen erfolgen.
:—: Aus Dem Busecker Tal, 7?Oft. Die Apfelweinbereitung in unferm Tal ist in Den letzten beiden Jahren gewaltig zurück- gegangen. Während der Kriegs- und Rach- kriegszeit wollte jedermann seinen „Hohenastheimer" im Keller liegen haben, jetzt aber hat Die private Apfelweinbereitung an Bedeutung verloren. Schuld daran ist die geringe Aepfet- ernte in diesem Jahr, noch mehr aber der Um« stand, daß sich Die Mühen her Hausapfelweinherstellung nicht mehr lohnen wegen Der billigen Weinpreise unserer Deutschen Edelweine. Allerdings steht die gewerbsmäßige Apfel- toeinbereitung unserer Keltereien in Gro - ßen-Bus eck und Oppenrod noch auf Der Höhe. SinD doch ihre Erzeugnisse weit über unsere Grenzen hinaus bekannt, und besonders Der „Busecker Speierling" gilt bei Kennern als hervorragendes Produkt unserer heimatlichen Apfelweinbereitung. Gegenwärtig werden große Mengen Aepfel angefahren und gekeltert, und der „S ü ß e" und der „Rausche r" finden infolge ihres verhältnismäßig billigen Preises guten Absatz. Allsonntäglich bilden die Keltereien in unserem Tal das Ziel vieler Spaziergänger. und namentlich auch aus Gießen stellen sich viele „Kenner" des Apfelmostes ein.
xx Heuchelheim, 7. Oft. Infolge Der Feldbereinigung konnte auch unser Straßennetz weiter ausgebaut werden. Der großen Wohnungsnot sucht man durch eine rege Bautätigkeit abzuhelfen, ganz besonders wächst unser Ort in der Richtung nach Gießen. Reges Interesse bringt man der inneren Ausstattung unserer alten Kirche entgegen, hier werden nicht nur die übertünchten Wandmalereien freigelegt, sondern sie wird auch mit einer neuen Orgel ausgestattet. Der stattliche T u r n h a l l e iv bau. dessen Vollendung mächtig fortschreitet, wird gleichfalls eine Zierde unseres emporstrebenden Dorfes werden.
Kreis Alsfeld.
m. Mücke, 7. Ott. Wie schon vor einigen Wochen gemeldet wurde, sollte am 1. Oktober Die Grube Luise stillgelegt ©erben. Alle Hoffnungen, Dieser Beschluß könnte noch in letzter Stunde rückgängig gemacht werDen, haben sich nicht erfüllt. Aun ruht feit Donnerstag die Arbeit auf unserer Grube, unD eine ganze Menge Bergleute aus Den benachbarten Gemeinden ist brotlos geworden. Wie man hört, ist Die Ursache in der geringen Abn ahme unserer Brauneisensteinerze zu suchen. So haben sich an unserer Erzwäscherei im Sembachtal bei Weickartshain größere Mengen von gewaschenem Erz angehäuft, Die keine Abnehmer sinDen.
!*! Mücke, 7. Oft. Einen starken Hirsch von über zwei Zentner Gewicht erlegte in der Nähe des Petershainerhofs Dr. 3 ü n g ft -Gießen. Das Tier war ein Achtender. — Die Hasenjagd ist in diesem Herbst verhältnismäßig schlecht. Infolge des teilweise sehr nassen Sommers sind viele Tiere eingegangen. Dies findet man besonders in den Talern, während der Bestand auf den Höhen besser ist.
Kreis Büdingen.
)( Ortenberg, 7. Oft. Gestern abend hielt Prinz E r n st z u Stolberg-Roßla mit seiner Familie seinen Einzug in das hiesige Schloß. Obwohl der Einzug in aller Stille und Einfachheit vor sich gehen sollte, hatte es sich die Bevölkerung doch nicht nehmen lassen, dem Prinzenpaar einen herzlichen Willkommgruß zu entbieten. Um 9 Uhr nahmen die Beamten und Angestellten der fürstlichen Verwaltung, der Stadtvorstand und Kirchenvorstand sowie der Schützenoerein, dessen Protektor der Fürst ist, sowie ein sehr großer Teil der Gemeindeglieder in dem von dem Schein der Lampions und der Fackeln des Schützenvereins beleuchteten Schloßhof Aufstellung. Nach der Einfahrt der Herrschaften wurden diese zunächst in einer Ansprache von Oberförster Dr. Lang im Namen der Beamten und Angestellten herzlich begrüßt. Pfarrer Kahn sprach daraus im Namen der Stadt- und Kirchengemeinde Ortenberg und im Auftrag des Schützenvereins und brachte auf das einziehende Paar sowie das Fürstliche Haus ein Hoch aus, in das die Anwesenden kräftig einstimmten. Prinz Ernst erwiderte sichtlich erfreut, dankte allen Beteiligten und schloß mit einem Hoch auf die Stadt Ortenberg und ihre Bevölkerung. Mit einer persönlichen Vorstellung aller Beteiligten schloß die schlichte und sinnige Feier.
Kreis Lauterbach.
!*! Lauterbach, 7. Oft. Die Gedächt- nish alle für Die Gefallenen ist im
Rohbau vollendet, die Fertigstellung soll aber erst int Frühjahr beginnen. Eine neue Sammlung zum Besten des Ehrenmals soll während des Winters ftattfinben. Die Halle steht auf dem alten Friedhof und wird im Innern mit Drotrzeplatten ausgestattet, welche Die Ramen Der 220 gefallenen Lauterbacher aufnehmen werden. Der Entwurf stammt von Reaierungsbaurat Pfeiffer. — Der Ausbau der Stadtmühle zu einem Wasserkraftwerk wird nächste Woche in Angriff genommen. Das neue Wert wird nach dem Gutachten von Sachverständigen jährlich etwa 60—70 000 Kilowattstunden erzeugen und soll zur Verstärkung des bereits bestehenden Elektrizitätswerkes Dienen.
!'! Herbstein, 7. Oft. Feuer zerstörte heute vormittag Die neue Fabrik des Architekten Karl Diehl, die am Bergeshang an der Straße nach Lauterbach steht. Die Oelvorräte und Benzolbehälter waren auf unaufgeklärte Weise in Brand geraten, es entstand eine schwere Explosion, und im Ru stand Die ganze Fabrik mit Den bedeutenden Holzvorräten in hellen Flammest. Die Feuerwehr war sehr rasch zur Stelle, so daß Die schwer bedrohten Rachbarhäuser gerettet werden konnten.
Hesfen-Naffau.
Frankfurt a. M., 7. Okt. (Wolff.) Für Die Zeppelin-Eckener-Spende hat der Magi- trat als Beitrag der Stadt Frankfurt a. M. im Rahmen einer Anregung des Deutschen Städtetages den Betrag von 8000 Mark bewilligt. — In Durchführung des vorsorglich auf» gestellten Programms für Notstandsarbeiten beschloß der Magistrat mit Rücksicht auf die starke Zunahme der Arbeitslosigkeit die Zahl der zu be» schäftigenden Notstandsarbeiter demnächst von 300 auf 700 zu bringen. Die Bereitstellung der entsprechenden Notstandsarbeiten erfordert stadtseitig rund 650 000 Mark, die vom Magistrat als erste Rate bewilligt wurden.
fpd. Frankfurt a. M., 7. Okt. Unter Mitnahme eines Gemäldes von Hans Thoma im Werte von etwa 15 000 Mark ist der Lehrer S ch i b a n von Bayerbach bei Ergoldsbach (Bezirk Straubing in Niederbayern) flüchtig gegangen. Es hat den Anschein, daß er versuchen wird, das gestohlene Gemälde in Frankfurt a. M. ober auch im benachbarten besetzten Gebiet zu veräußern.
spd. Fulda, 7. Okt. In einer scharfen Bekanntmachung sucht der Landrat des Kreises Gersfeld gegen die wieder ansteigende Vergnügungssucht, die auch auf dem Lande trotz der ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse sich breit- macht, anzukämpfen. Er fordert die Bürgermeister der einzelnen Gemeinden auf, die Gesuche um Erlaubnis nur bei wichtigen Gründen zu befürworten. Für jedes angemeldete Vergnügen, ob es ftattsindet ober nicht, soll eine Gebühr von 50 Mark erhoben werden.
* Hersfeld, 7. Okt. Bei der unvermuteten Revision einer hiesigen staatlichen Kasse fehlten 4 0 00 0 Mark. Gegen den leitenden Beamten der Kasse, der seines Amtes enchoben wurde, ist Untersuchung eingeleitet worden.
Bullenauktion in Lauterbach.
!*! Lauterbach, 7. Ott. Die heutige große Dullenauktivn von Tieren der Simmental er Rasse, welche der Landwirtschaf ts° kammer-AuSschuß für Oberhessen abhielt, war boni Wetter sehr begünstigt. Aufgetrieben waren 54 Dullen und eine Kuh. Rach einer allgemeinen Vorführung der Tiere begann um UVi Uhr die Versteigerung. Don 54 Tieren fanden 27, also die Hälfte, Abnehmer. Den Höchstpreis errang ein von der Freiherrlich Riedeselschen Gutsverwaltung zu Sickendorf aufgetriebener Dulle mit 1440 Mk., er ging in den Desih der Gemeinde Herbstein über. Das zweitbeste Tier gehörte der Frei- herrlich Riedeselschen Gutsverwaltung zu E i s e n b a ch, für 1400 Mk. wurde die Gemeinde O st h e i m bei Dutzbach Käufer. An dritter Stelle stand mit einem Preise von 1360 Mark der Dulle des Landwirts Trebert zu Romrod, der in den Desih der Gemeinde Arns- heim bei Alsfeld überging. Der Bulle des Hch. R odeine r - Angersbach wurde für 1380 Mk. von der Gemeinde Ilbeshausen gekauft. Es folgen weiter Kaufabschlüsse folgender Tiere: von F. A. Schaad Wtw.-Angersbach für 1300 Mk. an Gemeinde Lang-Göns, von Joh. Seim k.° Ober-Gleen für 1280 Mk. an Gemeinde Harbach, von Jacob Wahl-Angersbach für 1040 Mk. an Gemeinde Obbornhofen, von K. Lanz- Erbenhausen für 1020 Mk. an Gemeinde Schwarz, von Peter Pfannenmüller-Maar für 970 Mk. an Gemeinde Lützellinden. Der Durchschnittspreis der 27 verkauften Bullen betrug rund 900 Mk. Die Auktion hat wieder gezeigt. daß erstklassiges Bullenmaterial gesucht ist und Die höchsten Erträge einbringt. Diese Auktionen sind Außerordentlich geeignet, die Züchter anzuspornen und damit zur Hebung und Forderung der Simmentaler Rassenzucht beizutragen.
Schluß
der Frankfurter Herbstmesse.
Frankfurt a. M., 7. Oft. (Wolff.) Rach viertägiger Dauer hat heute die diesjährige Frankfurter Herbstmesse ihr Ende erreicht. Der letzte Tag zeigte das gewohnte übliche Bild: halbleere Gänge und Stände, nur noch vereinzelte Besucher und einzelne Geschäftsabschlüsse, namentlich in Den Branchen, in denen auch an Den vorhergehenden Tagen verhältnismäßig reges Geben heischte. Die nächste Messe wird, wie üblich, im fommenben Frühjahr statt- finden.
Kirche und Schule.
Evangelischer Fürsorgeverband für Hessen.
x. Im neugebauten „W lcher n he i m" bei Wixhausen, der Deobachtungsanstalt für jugendliche Fürsorgezöglinge, tagte eine Versammlung des Evangelischen Jugend- fürforgeverbands für Hessen, in dem
unter Leitung von Dekan Röschen die evangelischen Dekanatserziehungsvereine und die Rettungshäuser zusammengeschlossen sind. Dom Lan- deskirchenamt waren die Oberkirchenräte und Superintendenten Wagner und Zentgraf anwesend, lvährend vom Ministerium des Innern Regierungsrat Dr. Krebs an der Konferenz teilnahm. Dieser hielt auch den Hauptvortrag, in dem er über grundsätzliche Fragen der öffentlichen istaatlichen und kommunalen) und Der freien (kirchlichen, politisch organisierten usw.) Wohlfahrtspflege sprach. Unter Leitung von Oberkirchenrat Zentgraf Dauerte die Besprechung wichtiger Jugendfürsorgesragen von nachmittags 2 11 br bis 10 Uhr abends, so daß ein Referat von Dekan Röschen über „Die Psychologie Der Jugendlichen" abgebrochen werden muhte. Daß dabei die Teilnehmer an Der Tagung sich von Der mustergültigen Einrichtung des Wichernheims und von der höchsten Anforderungen genügenden Leitung der Erziehungsanstalt „Aumühle" überzeugen konnten, sei ausdrücklich gesagt. Man merkte, daß die oort untergebrachten Fürsorgezöglinge sich geistig und leiblich wohl fühlen. Von ihrem Frohsinn zeigte eine Freilichtaufführung des Schwankes von Hans Sachs: „Der Rohdieb". Es wäre nur zu wünschen, daß manche Kreise, die die evangelischen Erziehungsanstalten noch nicht kennen, aber viel Darüber reden und noch mehr kritisieren, ihre Sachkenntnis durch persönlichen Besuch eines solchen Rettungshauses vermehren würden. Sie finden dort jederzeit freundliches Entgegenkommen und sachgemäße Führung.
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Amtsgericht Gießen.
* Gießen. 6. Okt. Ein Postsekretär von hier verklagte die Ehefrau eines Postschaffners wegen Beleidigung. Sie sollte behauptet haben, sie habe im Kriege dem Privatkläger öfters Pakete für ihren im Felde befindlichen Mann mitgegeben, sie seien jedoch nicht alle angekommen, Privatkläger müsse es wissen, wo sie hin- gekommeit seien. Die Angeklagte bestritt, derartige Aeuherungen getan zu haben. Sie habe im Gegenteil wiederholt erklärt, sie sei dem Privcu- llägcr zu großem Dank verpflichtet, weil er häufig Pakete für ihren Mann ins Feld mitgenommen habe, die alle angekommen seien, und weil er sogar manchmal das Porto dasür selbst verauslagt habe. In der Tat bekundeten Drei Zeuginnen, daß die Angeklagte ihnen gegenüber derartige Aeuherungen hinsichtlich des Privat- llägers getan habe. Allein zwei andere Zexr- ginnen beschworen, daß Die Angeklagte bei ihnen Die ungünstigen Behauptungen, wie sie in Der Anklageschrift enthalten sind über Den Privatkläger aufgestellt habe. Das Gericht gewann aus Der Hauptverhandlung Die Lieberzeugung, dah Die Angeklagte zunächst Die ungünstigen Aeuherungen über Den Privatkläger Derbreitet hat, unD Dah sie später, als Diese ungünstigen Aeuherungen in weiteren Kreisen bekannt geworden waren, durch gegenteilige Angaben den Eindruck zu erwecken suchte, als ob sie niemals etwas Llngünstiges über den Privatkläger gesagt habe. Sie wurde daher für überführt erachtet, dem Privatkläger Llnterschlagungen nachgesagt zu haben, und deshalb zu einer Geldstrafe von fünfzig Mark verurteilt.
Rundfunk-Programm
des frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Amschau".)
Freitag, 9. Oktober.
4.30 bis 4 Uhr: Hausfrauen-Rachmittag. Programm u. a.: „Wohnungsnot und Wohnungsbau im alten Frankfurt" — Aus alten Chroniken von Frau Emmy Ficus. 6 bis 6.30 Tlhr: Die Lesestunde (Meisterwerke der Weltliteratur): Aus „Don Quichote" von Cervantes. 6.30 bis 7 Ubr: i,ilebet das Briefmarkensammeln". Dortrag von Karl Piroth. 7 bis 7.15 Hhr: Die Besprechung. 7.15 bis 7.30 Hhr: Wanderratschläge des Taunusklubs. 7.30 bis 8 Hhr: „KinDernot unD Kinder- Hilfe in Frankfurt a. M." Fünfter Dortrag: „Kinderpatenschaften — Die KinDerHerberge in der Hammelsgasse — Die Bevölkerungsbewegung in Frankfurt a. M." 8 bis 8.30 Hhr: Englischer Hnterricht. 8.30 Hhr: „Drum prüfe ewig, wer sich bindet!" (Gin trostreicher Abend für einsame Junggesellen und solche. Die es wieder fein möchten), Waldfrieden, ein Lustspiel von Ludwig Thoma.
Kirchliche Nachrichten«
Israelitische Gemeinden.
Jsr. Religionsgemeinde. GotteSd. k. d. Synagoge (Südanlage). Samstag, Den 10. Oktober u. Sonntag, Den 11. Oktober 1925. LaubhüHtenfest-CnDe. Samstag. Dorabd. 5.30, morg. 8.30, nachm. 4.00. Sonntag. Dorabd. 6.30, Iugendgottesdienst» -morg. 8.30, abds. 5.55 u. 6.30.
Gottesdienst der isr. Religionsgesellschaft. Freitag morg. 6.15. Samstag, den 10. Oktober unD Sonntag Den 11. Okbr. 1925. Hüttenfest-Ende u. Gesehesfreude. 8. Tag. Dorabd. 5.15, Dorrn. 8.00, nachm. 4.00. 9. Tag. Dorabd. 6.30, Jugend- feier, vorm. 8.00, nachm. 4.00. Festesausgang: 6.30. Wochengottesdienst morg. 6.30 abds. 5.00.
Ges^äftk
Apicius, ein bekannter und berüchtigter Schlemmer im alten Rom, stellte eines Tages fest, daß er mehr als die Hälfte seines Vermögens, etwa 17 Millionen Mark, für Die Befriedigung seiner Eßlust ausgegeben hatte. Aus Furcht, zu verhungern, nahm er sich das Leben. Wie töricht erscheint uns dieser Grund, uns, die wir seit Einführung der Feinkostmargarine „Schwan im Blau» band" so delikate und nahrhafte Speisen bereiten können, ohne viel Geld auszugeben.
Ski Wem ooet Beraniogang
der Apotheke 30 Gramm echte Toluba-Kerne zu kaufen, die, wie auch Aerzte bestätigt haben, unschädliche, dabei wirksame Stoffe von settzebrender und anfabverbinbernber Wirkung enthalten. Be» ftonbteile auf ber Packung. 9188ss
Ausstellung „MutterundKind"
in der Neuen Aula der Universität, Eingang Goethestr. • Eröffnung: Sonntag, 11. DHL 1925, vorm. 11 Uhr


