arundschulgefeygebung auf geschreckt worden. Wenn auch der innere Betri so der Schule für die Litern keinen Grund zur Beunruhigung dielet, so sinh doch viele an Ostern L 3 dadurch überrascht worden, daft Kinder nach dreijährigem Besuch der Grundschule nicht in die höhere Schule ausgenommen worden lind, dah die abgelegten Prüfungen nicht anerkannt, neue Prüfungen 641p vierjähriger Besuch der Grundschule verlangt wurden. GS ist bedauerlich, daß die Schule in den Kamps der politischen Parteien hineingezogen werde, es muh aber alles geschehen, um die Schule wieder hiervon lrei-umachen. Durch die Auswirkung des Reichsgruriblchulge'ehes haben die Eltern keinen Ginflich mehr auf die Erziehung der Kinder, sie müssen ihre Kinder in die Schule schicken, die chnen von der Behörde norgeschriebe,' wird. Ulan glaub! sozialen Zwecken zu dienen, wenn man die Kinder mehrere Jahre in EmheitS'chulen unterrichtet erreich! aber, wie öic Praxis in anderen Ländern gezeigt hat, gerade das Gegenteil Das Reichsgrunt- 'chulgesetz greift in die Rechte der Eltern ein. es verwehrt diesen, die Kinder in ihrem Geist' erziehen zu la'Ien. Soll eS dahin lommen. das; di? »Herr feinen Ginfluß darauf haben in . elchem Seift« ihre Kindci erzogen werden? Die Xcichrversaksung stellt weitgehend? Freiheit in AnSflch' statt dessen bringt daS Reichsgrunt- lchulgefeh Zwang. Auch in anderen Ländern hat um» ähnliche Versuche gemacht, dabei aber sehr schiech: abgef<bnitten. 3n Dänemark. Holland und Belgien genießen die Eltern bezüglich der Erhebung ihrer Kinder weitgehende Freiheit. Eie formen ihre Kinder in diejenige Schule schicken, zu der sie daS meiste Vertrauen haben. Di« Erziehung des Kindes ist eiie Gewifsenssache der Eltern, die l.ch ihr Gewissen nich» vergewaltigen lassen Dürfen. Viele Eltern wissen heute noch nicht, wohi« der Weg geht, eS ist deshalb notwendig. baß sie aufgerufen werden, sich zu- lammenzulchlicßcu, uu ehre Rechte zu roaßivn. Die bereits bcftehend'n Elternorganisotionen sind cilrig bemüht, bei jeder sich bietenden Gelegen- heil die Xcdjlc der Eltern zu wahvei. trag« jeder Beteiltgir durch Mitarbeit an diesem Werke zum Wiederaufbau unseres Vaterlandes bei An die Ausführungen des Referenten schloß sich eine lehr interessante Aussprache an.
Landkreis tiefer tu
t Grünberg. 7. Sept Bei der 'bei- g c o r d n e t e n w o h 1 am 23. August wurde der Kandidat der LinfSparieien, Karl Keller, mit bet Unterstützung des Bauernbundes schon im ersten Wahlgang gewählt. Insolge dieses unerwarteten WahtauSlallS haben sich die anderen Wähler, die auf eine Stichwahl gehofft vhb deshalb keinerlei Wahlvorbereitungen getrosten hatten, sich jeljt aufgerafft. Vor einigen legen fand zu diesem Zwecke eine nichtöffentliche Sitzung in der Wirtschaft Repp Wwr statt. DaS Lokal war überfüllt. ES wurde beschlossen, eine Vereinigung zur Vertretung ihrer Interessen zu bilden, und eS wurde ein Ausschuß von 6 Personen gewählt, der die weiteren Vorbereitungen treffen und über diese Vereinigung sich mit dem Vorstand des VürgervereinS inS Benehmen sehen tollte. In dieser Besprechung erklärte der Vorstand des Bürgervereins, daß bei den kommenden Gemeinderatswahlen der Vürgerverein sich neutral verhalten werde und seine Mitglieder verpflichtet seien, für die Kandidaten der Mittel st andsvereini- g u n g einzutreten. Daraufhin tagte der Ausschuß abermals, um die Richtlinien und Ziele der Vereinigung festzulegen, man gab der Vereinigung den Romen Mittel- ftandsvereinigung. Diese hielt jetzt ihre Hauptversammlung im Hotel .Hirsch" ab. wozu über hundert Personen erschienen waren. Der vorläufige Vorsitzende schilderte die Zustände in Grünberg. AuS bA Richtlinien ist hervorzuheben. das; die Mitglieder verpflichtet sind. Disziplin zu üben und kein Mitglied einer anderen Bereinigung wie Bauernbund oder sozialdemo- lratischem Wahlverein, angeboren darf. Lieber Ausnahme oder Richtaufncchme entscheidet der Vorstand ohne Angabe der Grunde. Ein im Vorstand befindliches Mitglied must, wenn es als GemeinderalSmitglied gewählt wird, sofort aus dem Vorstand auStreten Die Vorstands- Wahl ergab die Wahl aller Herren durch Zuruf. Beiträge werden vorerst nicht erhoben. Das Streben der Vereinigung geht dahin, sich bei evtl. Kommunalwahlen mit dem Bauernbund inS Benehmen zu fetzen Die Vereinigung besteht haupt- fächlich aus GefchäftSleuten. Gewerbetreibenden und (Beamten, lieber die Mitgliedschaft eines Gewerbetreibenden, der wegen seines Grundbesitzes auch dem Dauernburü) angehört, entscheidet der Vorstand — Zu dem Schützenfest, das am 30. und 31. August hier stattfand. ist nachzutragen: DaS Schiesten erfolgte auf allen 5 Ständen auf 175 Meter. An Preisen, wovon nur die 5 ersten ausgesührt. erhielten! Feft- scheibc: 1. Preis Högv-Laudach 2 Schlörb- Lauter. 3. 21. Trinkauö 4. Maithosf-Lich, 5. K Scholl ZcnlrumSscheibe 1. Preis A. Trinkauö, 2. Amend. 3. Friedr Jockel, 4 K. Vock 5. EnderS-Laubach Meisterscheibe, 21 u f I a g c, Tabellen preiS: 1. Preis En- ders-Lauback) 2. Schlvrb-Lauter. 3 Karl Dörr. 4. Hahn-Sich 5. K. Schott. Serienpreis: 1. Preis K. Bock, 2. Maithofs-Lich. 3. K Schott, 4. Enders-Laubach. 5. Allmendinger. Meister- scheibe. Freihand. T a b e l l e n p r e i S: 1. Preis Kramer-Biedenlopf. 2. Hahn-Lich. 3. Schlörb-Louter, 4. Maithoff-Lich. 5. K. Dörr. Serienpreis 1. Kramer-Biedenlopf. 2. Hahn- Lich. 3. Dr Fritz. 4. O. Matth,es. 5. Maichoff- Lich Wiederum meldete sich eine größere An- ahl als Mitglieder
L i ch . 6. Sept. Der Umbau der J um« balle ist trotz des nicht gerade günstigen Bauwetters in den letzten Wochen gut vor- angegangen. Man ist jetzt schon an den Innen- arbeiten. die man bis Mitte Oktober zu vollenden denkt. Tttt der Einweihung der neuen Turnhalle ist für Anfang Rovember zu rechnen. Der Turnverein will damit die Feier seines 65. Stiftungsfestes verbinden, und zwar in Form einer größeren turnerif chen Werbe- veranftaltung, zu der erstklassige Turner aus dem Gau und aus befreundeten Vereinen
gewonnen werden fallen Es zeigt sich ic*l | schon, dah unter fachkundiger Vaulrituug der Umbau nicht Flickwerk wird, wie mancher ursprünglich besürchtete, sondern dah ein wirtlich einheitliche- und geschlossenes Gebäude ersteht, das die Raumverhältnisse tresslich ausnuht Der eigentliche Saal weist die Mähe 22.50 aus 13 Meter auf. Dazu kommt ein neuzeitlicher Vühtzenraum. der ohne Rebenräume 8 aus 7 Meter mißt Eine in Eisenbeton ausgeführte zweiseitige Galerie paht sich dem Ganzen harmonisch an und trägt wesentlich zur Vergrößerung der Raumverhältnisse bei, so dah unfcr Turnverein nicht nur eine zeitgemähe Turnhalle 'oirdern unsere Stadt auch einen groben Saal bekommt. der die Abhaltung gröberer Veranstaltungen, vor allem auch von Tagungen ermöglicht Was die Kosten des Anbaus anbetr.Ui, (o w.rd der Voranschlag von 25 000 bis 30003 Wk. da sich die ausiuhrenden Handwerker im Interesse der Allgemeinheit bei Ausstellung ihrer Forderungen auch von idealen Gesichtspunkten leiten Leben wohl kaum überschritten werden. Die Te'diaffunfl dieser Geldmittel ist bereits sichergeftellt, so dah die Zahlungen an die Handwerker bis jetzt immer vertragsgemäst rfolgen konnten 20 000 Mk sind berc.ts durch Anteilscheine in der Vürgerschast ausgebracht, weitere 5000 Ml hat in anerkennenswerter Weise die Stadl sür den guten Zweck gezeichne unächst
zinslos auf fünf Jahre, über die na*’olqen- ben 4tnf Jahre soll der im Herbst zu wähl.'.we neue (Semeinbera: entscheiden. Die hiefige Standesherrschast bat, wie wir irühec schon mitteilen konnten, sich durch kostenlose G e sl e l l u n g von Baugelände e n d V a ritz o l z in den Dienst der guten Sache gestellt - Die Sicher Tonwerke haben nach dem grohen Brande im Herbst 1920 ihren Betrieb neuzeitlich eingerichtet Das Werk hat seitdem einen erfreulichen Aufschwung genommen und findet für seine Erzeugnisse in der weiteren Um» gegenb starken Absatz. Schon erweist sich der Ringofen aber wieder als zu fleüi, weshalb mit dem Ausbau eures Stockwerkes begonnen wurde. — Die Stadt hat, was im Interesse der Behebung der immer noch groben Wohnungsnot ah begrüben ist, mit dem Bau eines Vierfamilienhauses am Schwansee begonnen, während die vrivale Wohnungsbautätigkcu her allgemeinen Geldknavpheit wegen leider nicht in dem Maste sortschreitet wie in anderen ober» heffischen Städten. Durch großzüg,ge Kanal,- s a t i o n s a n l a g e n , die in diesem Jahre ausgesührt wurden. Hal die Stadt neue otrafoen- züge sur die Weilerbebauung erschlossen, vielleicht icgt diele Tatsache fürs nächste Jahr zu regerer Bautätigkeit an. Die ausgedehnten Wiesengründe, die sich in einer Länge von säst zwei Stunden von Kolnhausen bi« Rieder-Bef fingen im Wettertal hinziehen, an vielen Stellen eine Breite von über einen Kilometer aufweisend, sind ein besonderer Stolz und Reichtum unserer Gemeinde; sie suchen in Oberhessen ihresgleichen Viele Orte der wiesenarmen Rachbarschast decken hier seit allerLher zum Tell ihren Futterbedarf. Durch die große Ausdehnung der Wiefengründe bedingt, lind Heu- und Grummeternte hier ein besonders wichtiger E r w e r b s z w e i g , der bedeutend mehr Zeit als anbervrts in Anspruch nimmt. Die gute Heuernte dieses IahreS war dank hervorragend günstiger Witterung rasch bewältigt: aber mit der Grumrneterntc geht e6, wie im Vorjahre, auch dieses Jahr nicht recht voran. Der untere und der mittlere Grund sind feit acht Tagen größtenteils gemäht, aber eS konnte im 2krlaufe der vergangenen Woche nur ein winziger Bruchteil der Ernte eingebracht werden. Das Grummet liegt an der Breite oder fitzt auf gemacht auf Haufen; von feiner Güte hat es durch den Regen der letzten Taga schon viel verloren. Weiteres Anhalten der nassen Witterung dürste das Futter völlig wertlos machen. In dem nach Bessingen und Mühl- 1 ochsen zu gelegenen oberen Grund ist mit dem Schnitt des Grummets kaum begonnen worden.
A Sieinheim, 7. Sept. Bei der Beigeordneten wähl siegte der Landwirt Richard Rudel mir 146 Ststnmen. Sein Gegner Otto Schormann 1. erhielt 46 Stimmen.
Kreis Friedberg.
Friedberg, 7. Sept. Gute Wetter- auer Sp eisekarl of f eln werden von den Kartoffelhandlungen zum Preise von 3 Mark für den Zentner angeboten. Draußen auf dem Lande zahlen die Händler beim Aufkauf im groben 2 Mark. Ss heißt sogar, daß für das Malter nur 3 Mar7 geboten wurden. Wie wir neulich bereits in einer Rotiz aus der Wetterau mitt eilten, ftnb das Preise, bei denen die Landwirte. vor allem die kleineren Betriebe, kaum bestehen tonnen. — Das Kreiswohlfahrts- am t hat einem großen Teil der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen eine Zusayrente gewährt Auf dieselbe lärmen von der städtischen Fürsorgestelle Vorschüsse zur Eindeckung von Heizmaterial für den kommenden Winter ausgegeben werden
A Ober-Mörlen. 7. Sept. Die hiesige B ü r g e r m e i st e r w a h l. die bei der Stichwahl mit knapper Mehrheit die Wiederwahl des seitherigen Bürgermeisters eckrachte. war an- gesochten worden. Der KreisauSlchuß Hal in seiner Sitzung vom Samstag die Wahl nun für ungültig erklärt, angeblich wegen Wahlbeeinflussung durch Gestellung von Freibier.
fpd. Vilbel. 7. Sept. Die Regulierung der Ridder, die von den Anwohnern feit Jahrzehnten gefordert wurde, ist nunmehr im preußischen GebietsanteL in Angriff genommen. Auf einer £änge von 3,5 Kilometern wird der Flußlauf durch Arbeit-lvfe aus gebaut und. wo cs nötig erscheint, mit neuen hochflut- freien Drücken überspannt. Wo bisher nur versumpfte Wiesen lagen, die weder Heu- noch Grummeternte gestatteten, entsteht jetzt fetter Wiefenboden. Die Ridder, sonst cm harmlos Wösferlein, bei Hochwasser aber em schlimmer Gefell, fließt nunmehr wie in einem Kanalbett dahin und kann bei Hochfluten nicht mehr aue- ufern und bat Tal weithin überfluten. Die Kosten dieser Kulturarbeit ersten Ranges werden von einer Zwangsgenvffenschoft. der sämtliche An
lieger beitreten müsse», unter Mithilfe des Staates aufgebracht Augenblicklich wird die Regulierung von Höchst a. d Ridder biS Heldenbcrgen zur Durchführung gebracht.
Kreis Büdimgen.
Ribda. 7. Sept. Heute fand hier der diesjährige H e r b ft m a r f t statt, mit dem auch die hiesige Kirchweibe verbunden ist. Der AufliK-b von Bulieu, Kühen. Ziegen und Schweinen war sehr stark. Vei der Landwirtschafts- (anuuer waren 25 Dullen o igcmeide: die sämtlich hier vorgefübrl und versteigert wurden 6» waren saft nur crftflaffige Zuchttiere, von denen die meisten prämiiert wurden. Den ersten Preis erhielt cm Bulle des Müllers Heinrich Brauer in Öb<v-Ofleiben Bei der Verfteigc- rung ging das erst J Jahr 4 Monate alte Tier für 963 Mark ui den Besitz der Gemeinde D ü - delsheim über, einen weiteren Dullen für den gleichen Preis erwarb die Gemeinde Riede Morlcn. Die übrigen Züchter erzielten Preise von 700 bis 903 Mark pro Stück. Vertreter miet- effierter Gemeinden waren aus ganz Oberbcffen verh UtniSmähig zahlreich erschienen Auch die ni±t beim Landwirtschaftskammer-Ausschuß gemeldeten Dullen sanden zu hohen Preisen 2lb- satz. Gute Milchkühe waren in größere 3abl ausgetrieben. D>e Preise bewegten sich zwischen 600 bis 700 Vlark. für Kalbinnen wurden 150 bis 550 Mark bezahlt. Das hiesige OHarltlomitcc kaufte zur Verlosung eine Kalbin für 520 Mark an. außerdem noch verschiedene Rinder und Ziegen. Große Au-Wahl bot der Mark: den Käufern von jungen Ziegenböcken, die fast alle bjr 80 bi? 100 Mark versteigert wurden. Obgleich die Zahl der zum Verkauf gebrachten Ferlel und Schweine fcbc groß war blieben die Preise doch auf der bisherigen Hohe. Für 6 Wochen alle Ferkel wurden 25 Marl pro Stück bezahlt, ältere (ofteten 30 bis 35 Mark. Einleger waren zu 50 Mark erhältlich. Zuchteber hatten die Schweine- zuch,vereine von Laug Göns und Höchst an der Ridder zu Markte gebracht Im ganzen war tor Handel sehr reqe nur in Kühen geringe, Um 11 Uhr sand die Prämiierung der schönsten Tiere aller Gattungen statt. Die Kommission bestand aus den Landwirten Mogk in Grund- Schwalheim. Lenz in Dauernheim und den Dür- qermeiftern Schien ning in Wallernhausen und Schultheiß in Bingenheim. Für Dullen erhielt Heinr. Brauer in Obcr-Ofitiben den 1 Preis, für Kalbinnen Heinrich Müller in Ober-WId- dersbeim. Da sich heute nachmittag bas Wetter gebessert hatte, war ber Krämermark: sehr gut besucht, wobei auch die um 3 Ahr stattgefundene Verlosung von Vieh und landwirtschaftlichen und Hanshaltungsgeräten einen großen Anziehungspunkt bildete
A Aulen-Diebach, 7. Sept. Wiedergo w a h l t wurde der seitherige Beigeordnete Wilhelm Heck. — In Dudenrod wurde der seitherige Beigeordnete Ragel gewähU.
Mrcie Schotten.
Eichelsdorf, 7. Sepl. Bei dein am Freitag vorüberziehenden Gewitter, wohl dem schwersten in diesem Jahre, schlug der Blitz mehrmals m die Hochspannungsleitung der Lieberlandzentrale. Bei R a i n r o d wurden drei Masten zersplittert, die zum Teil abbrannten. Die Stromzuleitung war nwhrere Stunden unterbrochen Einer Beton-Baufirma in Ober* Schmitten geriet während des Gewitters ein im Betrieb befindlicher elektrischer Motor in Brand, so dah die gesamte Wicklung und Isolation vernichtet wurde. — Der gesamte Ertrag der Zwetschcnernte vermag in diesem Jahr nicht einmal den Bedarf für Zwetschen - kuchen befriedigen. Die Früchte hängen äußerst spärlich an den Bäumen, sind größtenteils klein und unscheinbar und wie die Blätter von einem schwarzen Pilze betallen, der die Entwicklung hemmte. Auch die Mirabellen, die im allgemeinen reichlicher trugen, zeigten die gleiche Krankheitserscheinung, wodurch Gröhe und Güte der begehrten Früchte stark litten.
^Wvhnseld, 5. Sept. Eine wahre Landplage sind die zahlreichen Zigeuner Horden geworden, die ununterbrochen unsere Gegend durchziehen. Keine Gans, keine Ente, fein Huhn ist vor ihnen sicher. In dieser Woche haben sie die ganze Rodenbach, die Dr. Druchhäuser, Ulrich- stein, gepachtet hat, abgefischt. 2lm „Galgenstrauch" bei Bobenhausen hörte ein Bewohner einen Schuh. Er eilte näher und sah noch, wie einer der braunen Gesellen einen zappelnden Hasen eilig fort- schleppte. Sie ziehen gewöhnlich vom Ohmtal her zum Oberwald
no. Volkartshain, 7. Sept. Trotz der sich gerade in unserem Vogelsberg-Dorschen bemerkbar machenden Geldknappheit war es uns möglich, die bereits im Vorjahr in Angriff genommenen Ausbesserungsarbeiten an der hiesigen Kirche zu vollenden. Ebenso wurde die Orgel einer gründlichen Reparatur unterworfen, vor allem die Prospektpfeifen ersetzt. Letztere wurden von der bekannten Firma Ri- kolauS & Pappe in Sich geliefert. Dankbar fei erwähnt, dah ein Teil der Gefamtkosren in freundlicher Weise von dem Patron der Kirche, dem Fürsten zu Dlolberg-Wernigerodc, getrogen wurde
no. Mittel-Seemen, 7. Sept. Da die am 14. 3uni stattgefundene Dürgermei st erwähl leitens des KreisauSfchulles des Kreise- Schotten nicht genehmigt wurde, fand gestern eine zweite Dahl statt. Wie aus dem ersten Wahlgange, so ging auch aus dieser Wahl als Sieger hervor Heinrich Lust.
lg. Gedern, 6. Sept. Samstag bildete sich in Gegenwart des Zuchiinspekwrs Büxler ein Zuchtverein für Simmenthaler Rind vieh. der die Aufgabe hat, gutes männliches Zucht- materiol herbeit^djaffen, um dos weibliche ?,uch:. material auf die f)äbc zu bringen, damit der land- wirtschafttreibenden Bevölkerung eine neue (Ein« nohmequelle erschlossen wird.
Kreis Lauterbach.
hml. Lauterbach, 7. Sept. Am Sonntag verabschiedete sich im Dormittagsgottesdienste D cf an un d Oberpfarrer Müller von der hiesigen evangelischen Kirchengemeinde. um die ihm übertragene Pfarrstelle an den Heilanstalten in Giehen anzutreten. 24 Jahre
thU 6i ixr *ümui£>6 als Pfarrer und Seelsorger unermüdlich und treu gedient. An der Ausgestaltung und Ctärlung des kirchlichen Leben- Hat er stet» den regftea Anteil genommen. Wählend feiner ersprießlichen Wirksamkeit wurde» der Konsirmandenfaal und die Kleinkinberfchul« gebaut unb hie Stadtkirche wnderbergestelkt. Kirchengesangverein und Iungsrauenvereln sinh von ihm in? Leben gerufen worden. Vllt arohem Bedauern fiept die Gemeinde ihren lanajährigcn Geistlichen aas ihrer Mitte fcheiden. Im 2lb- fcticbegoltcei ienft. in dem hei Kirchenchor mit* wirkte, predigte Dekan Müller über da- Schristwort 1. Job 4. 16 Am Schluffe des Gottesdienstes nahm der Kirchen vorstand nach herzlichen Weiten des Danke--- anb der Anerkennung Abschied von feinem seitherigen Vorsinendcii Die nächste Dekanatskonfenenz ist al- Llvschiedskonsc»
für den scheidenden Dekan gedacht. besten Wünsch? g l iten ihn in f<itt neues 2lmt.
.iftvlcubMift uov .Hhcittßciien.
' Darmstadt, 7. Sopt Am SamStag war im Zukammenhana mit dem Frauen mord in Mörlenbach ein dortiger Schmied verhaftet worden, der in Ludwiesbafen beschäftigt ist Do die (Stmitte'.urg<u alö ergaben, daß der M»nn gar nicht a'.s Täter in Frage kommt, ist er wieder aus freien Fuß gefetzt worden.
Darmstadt, 7. Sept. (XU.) Auf seiner Deutschlandfohrl wird eine sog. „Steirer Gruppe' des Alpen ländischen Verbandes ber Kriegsteilnehmer 1914 18, Sitz Graü. unter der Leitung des Archivrat« Dr H a f ii e r - Graz, morgen Darmstadt besuchen. Abends 8 Uhr lindei im Städtischen Saalbau ein 6 t eirerabenb statt, bei welcher Gelegenheit die österreichischen Gäste ein Stuck besten heimatlichen Kulturgutes darbietcn werden.
.\>cncn--9irtRnu.
fpd. Frankfurt a. M., 6. Sept. Gewerbetreibende. Saalbesttzer An-^eftc Ue Vorstände von Vereinen aller Art und fonst.gr Interessente'n legten in einer stark be chten ^Versammlung scharfen Protest gegen bi vom Magistrat vorgesehene @ v b ö h u n f o c r Vergnügungssteuer um 30 au, 50 Prozent ein. In einer Eiitsck^iehung wurde bärge!egt, dah luti diesen hohen Steuersätzen im kommenden Winter eine AbhaUung von Festen unmöglich sei. — Die Kriminalpolizei verhaftete in den beiden jugendlichen 2lrb'itern Wilhelm Otto au« GrieSheim und Ed m o n d S ch u l t e aus Frankfurt zwei der gefährlichsten Fahrrad- hiebe. Dem Otto konnten bisher 23 Fahrrad- biebftäbfe nachgewiefen werben. Freitag mittag wurde er in der Wohlerst-ahe in dem Augenblick abgefaßt als er einem Arzte baS abgestellte Rad stehlen und dabei die 2)erschlußkette mit einer Zange abzuzwicken versuchte. Die Polizei nimmt an. bah bic beiden Vurschen eine sehr große Menge von Fahrrädern gestohlen haben. — Die Kriminalpolizei fahndet nach einem Ehepaar, von dem der Wann sich in Geschäften Kleiber st o f s e vorlegen läßt und genau betrachtet, während die Frau inzwisck>en irgend ein Stück heimlich verschwinden läßt. Bis jetzt konnte das nette Ehepaar noch nicht en* mlttelt werden.
fpd. Fulda, 7. Sept Die Vertreter alle, Gtabtveror bnetenf r akt i onen befchlofsen ein Helti«, die am 1. 2lpril 1926 freiwerden de Stelle des Oberbürgermeisters nicht öffentlich au«» zufchreiben, sondern Oberbürgermeister Dr. Antoni wiederzuwählen. Dr. Antoni steht nunmehr schon 3 2 Jahre an derSpihe ber Fulb aer Stadtverwaltung.
Der Mörder Meon festgenommen
D a r m st a d t, 7. Sept. (WB.) Rach einem vom Landeskriminalamt in Weimar beim Polizeiamt Darmstadt eingegangenen Funkfpruch ist der Mörder Josef Meon gestern in Gotha f e ft g c n d in m e n worden. Meon hat die Tat bereits eingestanden.
Gerichtssaal.
♦ Darmstadt, 7. Sept. Dor dem Bczirkschöf- sengericht hatten sich Ioh. Adam Lenhard II. aus Fürth i. D. , Simon Lo11rath aus Schlier- bad), Franz S) i rth aus Fürth unb Georg Lämmer III. aus Fürth wegen Raubes, Hehlerei unb Beihilfe zum Raub zu verantworten. Sie hatten dem Makler Slbara ttlbenmfilier aus Winterkasten unter Drohungen, ihn zu töten, bie Brieftasche mit 4<)0u Mark Inhalt gc• raubt. Hirth gab vor Gericht auf keinerlei Fragen Antwort unb spielte ben Geisteskranken; ber Amts- arzt bezeichnete ihn aber als einen Simulanten. Das Gericht sprach Lämmer aus Mangel an Beweisen frei, verurteilte aber Vollrath zu zwei Jahren, Lenharb unb Hirth zn zwei Jahren sechs Monaten Gesängnis.
Rundfunk-Programm
deS frankfurter Tenders.
<QLu6 ber „Radio-Amschau".)
DienSkag, 8. September.
4 Uhr Wetterbericht der Gießener Wetterdienststelle. 4.20 Uhr Rachrichtendienst. 4,30 bi« 6 Uhr Rachmittagskonzert des Hausorchester«: Anton Dvorak (geb. 8. Sept. 1841). 6,30 Uhr Die Lefestundc, Aus „Don Quichote" von Eervante«. 7 bis 7.30 Uhr Vortragszyklus des Stadtgesundheitsamtes ..Das Taschentuch", Vortrag von Stadtmedizinalrat Dr Kifcher-Defoy. 7,30 bi« 7,45 Uhr Wanderratschlage des Taunusklubs. 7.45 bis 8 Uhr Die Besprechung. 8 bis 8,30 Uhr Schachstundc 8.30 Uhr Zirkus
Mittwoch, 9. September.
4 Uhr Wetterbericht der Gießener Wetterdienststelle. 4.20 Uhr Rachrichtendienst 4,30 bi« 6 Uhr Rachmittagskonzert des Hausorchester«: AltmÄbifcht Tanzstunde. 6—7 Uhr Kinderstunde. 7 bis 7V0 Uhr Ucbertragung von Kassel: „Die Kammeroper". Vortrag von 'Änil Deller. Intendant deS Kasseler Staatstheaters. 7,30 Uhr: Uebertragung aus dem Frankfurter Opernhaus: „Die Voheme". Syrische Oper in vier Akten von Giacomo Puccini
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