Ausgabe 
8.5.1925
 
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□yer «xomtviuTiM man cnxmwn auyicn M» 'chliefand hielt bic Krimerin ehren 'Bortrag über Die De Handlung der Stoffe in der Arbeits­schule'. der den allgemeinen Beifall der Zu­hörer fand.

Rechtsprobleme der Luftfahrt. 2ün Mittwochabend sprach Professor Dr. jur. ftollat) iDarmstadt) in der Gesellschaft von Krunden und Förderern der Universität (Stefan im Universitätsgebäude über das Thema Rechtsprobleme der Luftfahrt". Dom ersten Tage menschlicher Flugversuche an haben sich btc Menschen über die rechtlichen Folgerungen des Uebersliegens von fremdem Eigentum, Grenzen und Menschen Gedanken gemacht. Wie alle Steue­rungen hat das Flugwesen begeisterte Anhänger und fanatische Gegner gehabt. Rack den Ballon­aufstiegen der Won t golf icrs schrieb der d-ursche Dichter Ehr. M- Wieland eine Auf- ferbetung an die deutschen Fürsten, die franzo- fisch- Lust flotte -u zerstören, nachdem er kurz zuvor ein abfälliges Urteil in einer Schrift Lercpetcmaoic' geäufart hatte. 3can Paul schrieb in fcri Spalten der ..Bayreuther Zei­tung' lange Artilel über die Luftfahrt und ihre Mögiichkei'en folvie Vorschläge zum Ausbau des Luftpolizeid ensleS. Auch p a z i f i st i f ch e H o f f- uinflen wurden an die neue Erfindung gc- irütfi co erhoffte Viktor Hugo (1859) in «einerLegende he siecle" von diesem heiligen Werkzeug ein Aähertommen des Menschen zu <^ott und ein neues Weltreich. 3n ähnlichem Sinne Id)-, leb Tennison (1889 > von einer be­vorstehend'n Weltannäherung und einem Welt­parlament Staatsrechtliche Fragen wurden durch die Iran, -ifdhcn Ballone aktuell gemacht, die 1870 den Belagerungegürtel von Paris über- flog.'n uni- von denen die Flucht G a m b e t t as am belan testen geworden ist. Roch lange danach glaubte man (Zelir Dahn in Breslau), mit ben bisherigen AechtSsähen auch in der Lust- fr,if fahrt austommen zu können. Erft um 1900 tarn ein grofar Alr"Juoung in die tu ft rechtlichen Theorien, als ein Ungar die Schrift von der Umgrenzung des notariellen D riungc'trcises in ber Cuff herausgab Preußen schuf 1910 vor­läufig - Erlasse, in der Hoffnung, daß das Deich Endgültiges bestimmen werde. Die gesetzliche Fest­legung lollle 1914 durch Reichsgesetz efolgen, ha unterbrach der Krieg den normale.. Ent- vicklungslauf des Gesetze-.-. Zugleich nahm er her Fliegerei den Charakter des Sporte« und brachte die Luftfahrzeuge in die Reihe der Ber­ke h r s m i t t c l, für die neue Vorschriften für den Luftverkehr bezüglich der Haftpflicht und <iud) Strafen geschaffen werden muhten.

frankfurter Schauspielhaus.

Uraufführung:Die Andacht zum Kreuze", Schauspiel von Eakderon de la Darca, in der Nachdichtung und Bearbeitung von Otto Zosf.

Calderon ist ein aus den deutschen Bühnen 'tgentlich wenig aufgeführter Dramatiker. Sein Richter von Zollunea" ist wohl das bekannteste Bühnenwerl. 3n der vor einem Jahre erfolgten Aufführung derDame Kobold" zeigte es sich, welch zündender, an Shakespeare gemahnender Humor in diesem Lustspiel liegt Heute tritt Wuchert wieder für Ealderon in die Schranken, um ihm einen gebühreirden Platz auf unserer Btchne zu erkämpfen. Eine ungemein verständnis­volle Regte ein llebevolles Eingehen auf die <5 ha rattert st ik dieses spanischen und ratbolischen Dramatikers auS dem 17. 3ahrhundert ließen eine « iatosfene. ganz aüf religiöse Svmbolik gestellte Aufführung entstehen. Otto Zoffs Rachdichtung Iaht eine Sprache voll schwingender Musik er­gingen. Die Handlung ist stark bewegt, weist m bezug auf die rein äußeren Geschehnisse auf die Braut von Messina. Heber dem Ganzen chwebt das Kreuz. Unter dem Kreuz geboren, ms menschlicher Unzulänglichkeit Sünde auf Sünde bäufau). zieht das Kreuz den reuigen Süßer zum ewigen Lichte empor. Die sich auf dem starren Dogma der katholischen Kirche auf­bauende Gefühlswelt des Dichters tritt in den cjenen mit dem Bischof Alberto stark zutage; nur die Deichte und Absolution öffnen dem Sünder ben Himmel, ist der Gedanke, der durch das ganze 3tüd gehl.

Das Werk weist starke und gefühlsmäßig :iefc Szenen auf. dazwischen streut Calderon, der 'ich aus 'wirksame Bühnentechnik versteht, humo­ristisch ausgezeichnete Zwiegespräche zwtsifan tdil. dem 'Bauer und Menga. 1 einer Frau. Auch die Räuberszenen werden stellenweise durch diese ociteren Streifllchler ihres allzu dusteren Cha­raktere entlleidet. Die Darstellung mit Aorfart Schillers Esebio an der Sviye trmr von grofar innerlicher Auogeglichenh.it. Schiller fand n der Sterbeszene 'mit dem eben gefundenen Later Töne von ergreifender Ausdruckskraft. Ban Spaniers Curcio, Ellen Daubs 3uLia, Älcr Engels Alberto und all die übrigen wustten ihren meist von dunkler Leidenschaft uni- drandeten Gestalten dramatisches Leben zu ver­leihen Stop lieb. fern ab aller dramatischen Konflikte das Duo Zmpekoven-Einizig !®il und Menga). Ludwig Siewert schuf

Giesten als Lustversteyrsyasen.

lieber die Bestrebungen, die Prooinzialhaupi- stadt Oiefan an das Luftoerkehrsnetz anzufchliefan und damit unserer Stadt und der ganzen Provinz Obcrhefsen samt den angrenzenden preustischen Ge» bietsteilen neue wirtschaftliche und Lerkehrsmoglich. keilen zu erschliefan. wurde gestern abend weiteren Streifen der Bürgerschaft näherer Austchlust gegeben. Zu diesem Zwecke hatte die Handelskammer (v i e st c n eine öffentliche Versammlung in die Neue Aula der UnioerfUäl einberufen, die gut besucht war, namentlich auch von bett in Betracht kommenden staatlichen und städtischen Behörden und von vielen mafacbenbcn Angehörigen von Industrie, fanbel und Gewerbe.

Der Handelskammer-Prästdent, Stoinmeiyien* rat Schirmer, betome in seiner Begrüstungsan- spräche, dast die staatlichen und städtifchen Behörden schon reges Interesse gezeigt hätten, dast die Ver­wirklichung des Projekts in greifbare Nähe gerüdt sei und es nun darauf onlomme, die volle Unterstützung aller Winschafts- und Be viilferungsfrerfc in der ganzen Provinz zu befonv men.

Darauf sprach als Sachverständiger Direttor ('s reg von der Sudwestdeutschen Luftverkehrsgesell schäft in Frankfurt a. M. . der, um es vorweg zu lagen, zur Verwirklichung des Projekts riet. Der Redner gab zunächst einen allgemeinen llebcrblirf über die Entwicklung der Aerkehrstliegeret von 1919 bis 1924, aus dem hervvrging, dast man es hier mit einer tträchtig c.ufroäri6ftrebcnben. zuktmftsrei'sten und für die Benutzer sehr wirtschaftlichen Verkehrs- Neugestaltung zu tun hat. Unsere Zukunft liegt jetzt nicht mehr aut dem Wasser, sondern in der Lust, und zwar in dem Gebrauch der schnell und sicher- fliegenden Verkehrs- und ^rachlflugzeuge, wie mir sie heute in den Im kers-Ganzmetallflugzeugen Haden. Heute schon steht D -mtschland, trog der Hnebe lang durch das Versagter Diktat, hinsichtlich der ge­flogenen Stretfenfilometcr an der Spitze der ganzen Well, erst weit zurück folgen, wie der Redner zeigte, Frankreich, England usw. Diesen Vorsprung muhen wir im Intereffc unserer Wirtschaft und Zukunfls- geltung behalten, '.stach diesem sehr aufschlustreichen allgemeinen Teil ging der Redner eingehend auf die Giestener Pläne und die MögUchkeiten zu deren Ver­wirklichung ein. Er betonte, dast, wenn kurzweg von dem Luftverkehrshafen Giesten gesprochen werde, darunter nicht die Stadt Giesten allein, sondern das ganze oberhesfischo Wirtschaftsgebiet und die benach­barten preustischen Kreise zu verstehen seien. Eine sehr wichtige Vorbedingung, das Vorhandettfetn des geeigneten Flugplatzgeländes, sowohl hinsichtlich der Gröstenausdehnuna für den An und Absiug. wie auch in bezug auf Bodensestigkeit, Trockenheit, Eben­heit und Grasnarbe, sei in Giesten durch den Besitz der O ch s e n w i e s e gegeben, die mit geringen Geldmitteln zu m Flugplatz hergerichtet werden könne. Wie Frankfurt a. M. z. D. schon Geld für den Luftverkehr ausgegeben und zum ständigen Ausbau weitere Mittel zur Verfügung gestellt habe, ja müsse auch in Gießen und in allen daran inter­essierten Kreisen der Wille herrschen, einige Opfer für diese große, .zukunftsreiche Cache zu bringen. Dazu gehöre einmal die Bereit st ellung des Flugplatzes und zum andern die Aufbring­ung der erforderlichen Geldmittel zur Schaffung der Betnebsgesell- schäft. Hier könne man natürlich nur klein anfan­gen mit der Einrichtung einer Zubring er linie zu den großen Flugoerkehrsstrecken, aber dieser

Dienst genüge auch vollkommen für die Interesten- befriebigung Gießens und Oberhessens. Der 'JRebner empfahl die Gründung einer Luftverkehrsgesellschaft mit Beteiligung von Stadt. Provinz. Kreisen. Städ­ten. 3nbiiftnc. Handel und Gewerbe. Diese Gesell­schaft mülle sich zweckmäßigerrveife durch den Er­werb von 'Aktien an einer größeren Gesellschaft be­teiligen. um sich dadurch den Flugberrieb ohne etge nes Risiko zu sichern und gleichzeittg den Anschlust an ic großen Flugverkehrslinien zu erreichen. Für die Giestener Luftverkehisgefellschaft wurde sich der Anschlust an die Siidweftdeutsche Luftverkehrsgesell- schalt 21.*®. in Frankfurt a. M. empfehlen. Wenn man diese Möglichkeit betrachte, fo genüge für das Giestener Unternehmen em Ctammkapitol non 150 (Mn) Rm., von dem 100 000 Rm. zum Erwerb von Aktien der Südwesldcutschen Luftverkehrsgesell- schäft zu verwenden seien. Dafür könne bann e i n Flugzeug ftänbig in Gießen ftatio niert werde i>. dos den Zubnngerdienft von Gic s,en nach Frankfurt a. M., evtl, auch nach Kastel und Fulda versehe und weiterhin 'Jtunb- und Sonder- slüae tmn Giesten ab ausführe, deren Betrieb und '.stisiko die S. W. L. übernehme. Der Rest des Stammkapitals von 50 OOO Rm. fei verzinslich anzu legen zur Deckung der laufenden Ausgaben, eotl. zu späteren Beteiligungen an anderen Luftver­kehrsunternehmen. Bei der Aufbringung des Aktien kapitals müste ein großer Teil von der öffentlichen töand, kommunale und staatliche Behörden, über­nommen werben; da diese Stellen von der Wichtig keit des Luftverkehrs für das oberheffisck-e Wirt schaftsgcbiet überzeugt |em durften, könne wohl als sicher damit gerechnet werden, daß die Mittel be­willigt würden. Der Rest des Aktienkapitals mülle durch Private aufgebracht werden, wtc das auch in allen anderen Städten schon immer geschehen fei. Der Betrieb eines Luftoerkehrsunternehmens koste zunächst allerdings noch mehr, als seine Einnahmen erbringen könnten. 5)ier sei es notwendig, die ideellen Eesichtspunlte für einige Jahre in den Vordergrund zu stellen. Wenn man also einstweilen auch noch keine Rente aus der Ka­pitalanlage zu erwarten habe, so sei aus der an­deren Seite aber doch sicher, dast bei oeniünftiger Aufziehung des Betriebs und bei sorgsamer Wirt­schaft ein Ausgleich der Bilanz erzielt werden könne. Erforderlich fei, daß die öffentliche 5)and mit einer gewissen Frequenzgarantie und Subvention siir die Strecken vorerst mal entspringe. Das zu tun, legte er den anwesenden Behördcnoertretern dringend ans Herz. Die Möglichkeit zunt Betrieb eines Luftoer- lehrshafens in Gießen für ganz Ober hosten und Nachbarschaft bestehe durchaus, und auch die Aus­sichten seien verheißend. Giesten und Ober- Hessen dürften ; i ch n t d) t selbst ausschal - ton, wo jetzt dic Möglichkeit vorhanden sei, an diese zukunftsreiche Einrichtung Anschluß zu ge­winnen, zum eigenen Wohl und zum Vorteil des deutschen Luftverkehrs.

Im Anschluß an den «ehr beifällig aufgenom­menen Vortrag unterstrich der Vorsitzende, Handels- kammerpräsident Schirmer, die Darlegungen des Referenten und besonders feine Schlußermahnung noch einmal ganz besonders.

Zu Beginn und am Ende der Versammlung konnte man einen F i Im über Luftreisen von Berlin über Königsberg, Riga bis Heksmgfors bzw. von Zürich über , München, Wien bis Budapest in Augenschein nehmen, der sehr anziehend für diese neuzeitliche Reiseart wirkte.

Bühnenbilder, erfüllt von Gedanken des Kreuzes und der Mystik, die über dem Werk liegt. Der Beifall war stark und verdient. L. W.

Turnen, Sport und Spiel.

Pom Arbeiter-Turu- und Tportbnnd.

Gieren I.Herborn I. 5:1.

«L Der Umbau desTriebs" brachte ce> mit sich, daß der von der .Freien Turnerfchaft Gießen" innegehabte Sportplatz daselbst in Weg- sall kommen mußte. 2llle Dersuche. einen Ersatz hierfür zu erhalten, sind seither ergcchniSlos ver­laufen. so daß dem Verein, um seinen sportlichen Betrieb aufrecht erhalten zu können, nichts an­deres übrig blieb, auf dem Wiesecker Sportplatz Gastfreundschaft zu suchen, die ihm dort in voller Anerkennung seiner Aöte auch gewährt wird. Unhaltbar ist dieser Zustand aber doch!

Auch das obige Spiel fand in Wieseck statt. Mit dem Anstoß Herborns fchtc sofort ein flotte® Spiel ein. das die Gießener vor das gegnerische Tor brachte. Schon nach 5 Muruten konnte eine gut gegebmc Flanke von links zum führendcn Tor verwandelt werden. Bis Halbzeit stellte Siefan das Resultat auf 3:0. Rach Wieder­aus! versuchte Herborn zu Erfolgen zu kommen, und prompt nach 10 Minuten klappte es auch. Giefan vergrößerte feinen Vorsprung, indem es eine gut gegebene Ecke zum 4. und der rechte Läufer einen kräftigen Fernschuß zum 5. Tor verwandelte. Das Eckenverhältnis betrug 7:6 für Gießen.

Kleine Strafkammer Wetzlar.

£? Wetzlar, 6. Mai. Wegen Wider­st a n d e s gegen bie Staatsgewalt und Beleidigung warm die Eheleute Förster a. D H. aus Haiger vom Amtsgericht Dillenburg zu Geldstrafen vom 150 Mk. und 100 Mk. ver­urteilt worden. Hiergegen hatten die Angeklagten und die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Die Angeklagten, von denen der Ehemann Z3 3afac uni) dic Ehefrau 50 3ahrc alt sind, besitzen in Haiger ein Wohnhaus, rn dem außer ihnen im I. Stock bis 1. Oktober v. 3s. ein ge­wisser H. als Mieter wohnte, während in der Mansarde dic Eheleute D. zwangsweise ein­gemietet worden waren. Lehterm war für den Fall, daß die Wohnung im 1. Stock frei würde, diese von den Angellagtm versprochen worden. Als nun H. Mitte Oktober 1924 auszog. bezogen die Eheleute V. mit Einverständnis der An­geklagten die Wohnung im 1. Stock. Da jedoch diese Wohnung von dem Wohnungsamt schon einem neuen Mieter, einem Landjäger, zugedacht und der Umzug der Eheleute D. ohne Wissen des Wohnungsamtes erfolgt war. ordnete die Polizeibehörde die Räumung der fraglichen Woh­nung an. Es erschienen baber am 20. Oktober 1924 zwei Pvlizcibcamte und ein Landjäger derjenige, dem die Wohiumg zugesprochen war, der aber schon verzichtet hatte vor dem Wohnhaus, um gemäß den Anordnungen der Pokizeiverwallung Haiger die zwangsweise Räu» mung der widerrechtlich von den Eheleuten D. benutzten Wohnung vorzunehmen. 3n der Rähe

ixm ennrnrrnmc® angerrnunm, mpvn nc atn bei Angeklagten, der gerade auS der Stadt kam und einen Stock bei sich hatte. Rachdem dieser er­fahren batte, zu welchem Zweck die Beamten gekommen feien, nahm er diesen gegenüber eine drohende Haltung an, holte mit San Stock wie »um Schlage aus und gab durch teilweise be­leidige nde Redensarten zu verfaden. daß er die Polizei an der Ausübung ihrer Amtshandlung hindern wolle 6m Pvlizeibeamkci wollte mir dem Angeklagten den Stock entwinden, stieß hier jedoch auf heftigen Widerstand So kam e». fal­ber Beamte dem Angeklagten, um fassen Wider­stand zu brechen, angeblich auf Gehetst des Lonb- iägcTS bic ttncbcllcuc anlcgtc. wobei der An- genagte wieder beeidigende Worte gegen fac Beamten gebrauchte. 3eht versuchten nun di.- Beamten, in bas Haus zu kommen, was jedoch vergeblich war. da bic Haustür vvn innen ver­riegelt war. Auch ber Versuch, durch bic hintere Haustür in bas Haus zu gelangen, war ver­geblich. da bic Ehefrau biefe Sfrr noch im letzten Moment zulchlua. wodurch den heiben Beamten beinahe noch die Hönde eingeklemmt worden wären, während sic bic Tür dann von innen verriegelte. Ein Beamter ging nun zur Stadt, um einen Schlosser zur gewaltsamen Oeffmmg der Tür hcrbeizurusen Da sich jebod) keiner hierzu bereit fand, nahm er selbst ein Brechriscn. um bic Tür zu öffnen Jetzt sahen die Angeklag- tcn ein, daß jeglicher Widerstand zwecklos fei. und sie ließen die Beamten ein, gcbixmcbtcn aber weiter beleidigende Ausdrücke gegen die Beamten wie ..Mörder, Lügner. Einb«cher" usw Dic Räumung wurde nun ttorgcnvnrmcn Vorstehenfas ergibt sich au6 den Angaben der brei Beamten Die Angeklagten bestritten jegliche ftrafbac: Handlung und versuchten, die Angaben far Be­amten als unwahr brnzustellen Das Gericht erkannte dem Antrag der Staatsanwaltschaft ent­sprechend auf Verwerfung ber Beru­fung bezüglich bes Ehemannes, während die Strafe der Ehefrau um 50 Mark ermäßigt würbe

Wegen Diebstahls tu zwei Fällen hatte die Ehefrau Lina H. von Wetzlar vom Amts­gericht Wetzlar zwei Wochen Gefängnis zubittiert erhallen, wogegen sic dic Berufung verfolgte. Da bic Angeklagte vorn heutigen Ter­mine unentschuldigt fcmgebliebcn ist. erkennt das Gericht auf Verwerfung der Berufung

Gerichtssaal.

7 Monate Gefängnis für Wohnnngs fchiebungeu.

Frankfurt a. M, 8. Wai. (WTD. Funk- spruch.) 3m Prozeß gegen Beamte deS Woh­nungsamtes wurde heute von dem erwei­terten Schöffengericht Stadtsekretär Äocne- mund, ber frühere Leiter ber Ablösung^- stclle beim Wvhnungsmnt, gegen den Anllage wegcn Unterschlagung. Urkundenfälschung und Bestechung erhoben war, zu 7 Monaten Ge­fängnis verurteilt.

' Darmstadt, 7. Mai. Der Buchhallcr Adam Seelingcr jun. und ber Fabrik­arbeiter Gustav Adam Seelingcr 1. hx Lampertheim hatten zu Beginn des vergangenen Jahres Geld ausgelichen und 1 P rvz Zinsen täglich verlangt, vom 3uni ab ver langten sic 7 Prozent monatlich. Ein Banksachvcrständiger sagte aus, faß bei den Danken so hohe Sätze damals nicht üblich ge­wesen seien Zwei Fälle standen zur Anklage. 3n einem Falle wurden für geliehene 300 Mark 700 Mark zurückbez ahlt, in dem anderen für 200 Mark 53 3 Mark. Der Staatsanwalt beantragte Gefängnis und Geld­strafen gegen beide Ang:!tagten. Das Bezirks- Schöffengericht verurteile wegen Leistungs­wuchers in Tateinheit mit Wucher nach 8 302a des R-Sri.-G. den Adam öedinger (Sofa) zu 950 Mar! Geldstrafe und den Gustav Adam Seelingcr (Vater) zu 3 0 0 Mk. Geld­strafe Außerdem wird der überforderte Be­trag von 598 Mark eingezogen und daS Urteil eine Woche lang am Rathaus in Lampertheim ausgehängt.

Kirchliche Nachrichten.

Ofraelltischc Gemeinden.

3fr. RellglonSgemelnde. GotteSd. i. b. Synagoge (Sfrdanlagcl. Samstag, den 9. Mai. Vorabb. 7.45, morg. 8-30, Predigt, abdS. 8.10 u. 8^0.

Das beste Getränk

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