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Präsidenten sowie den Präsidenten des L a n d- lags und des Staats rats zusammen atzende Ausschuß, der nach Art. 14 der Versagung über die Auflösung des Dindtags zusammentreten. Die „Germania" säirei : Heute fällt über das Schicksal des preußischen tcntu tags die Entscheidung. Versagt er dem Viablr :ft das Vertrauen, so wird die Auslösung outomo^sch er. folgen. In dieser 5ta$e herrschen bei den £o 11 tionsparteien keine verschiedenen Aufjeiiungen, nnd in dieser Frage steht auch die Zentruwsircttioi r schlossen und einig da. Dos Blatt be’^H : et s rn als Vorbedingung für weitere Derb r'i Verbreiterung der parlamentarischen V einmal ine Nottvcrdigkeil, daß das neue $ .'binett fest nn Sattel sitze.
Ur. 107 Erstes
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Blatt
175. Jahrgang
Zreitag. 8. Mai 1925
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Frankreichs Kämpfe in Marokko.
Bor einer CffenftVc Abd el Kr mS.
Paris 7. Mai. (XU.) Der „Xempe j veröffentlicht heule den ersten zusammenfaffeirden - Bericht über die Kriegsoperationen in Marokko. ! aus dem unzweideutig hervorgrht, Daß die Lage der französischen Truppen ernster ist. als es in den offiziellen Communiquns bisher zugegeben wurde. Cs heißt da u. a.:
Der Vorstoß der irregulären Banden Abd el Krima, die unsere Truppen an drei stellen bei Orgha angegriffen hatten, ist jetzt zum Stehen gebracht worden. Der Feld-- I zugsplan des Feindes ging Dahm,. Durch einzelne Banden die französischen Truppen aufzuhalten und evtl, auch einzelne Stellungen aufzugeben, während der große Teil der regulären Truppen : Abd cl Krims die französischen Stellungen von verschiedenen Seiten überrennen, einschliehen und durch Belagerung zur Waffenstreckung zwingen ; sollte. Die Kolonne des Generals Colombats batte ihren Dormarsch auf den Höhen von Bi- bane einst eilen müssen, da sie sich einer wohlorganistcrtcn. sehr gut b e - waffnetenSchühenkctteAbdelKrims gegenübersah. Verschiedene feindliche Flugzeuge wurden ebenfalls wieder gesichtet.
Die Schwierigkeiten, denen sich unsere Truppen aegenübersehen, erhören sich aus den großen triegStechnischen Fortschritten, welche die ‘Ulf* männer seil einem Jahr gemacht haben. Sie fahren vielfach unseren Soldaten gegenüber Artillerie auf, was sie gegenüber den Spaniern nie zu tun pflegten. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß Abd el Krim mit ganz ungewöhnlich großen Mitteln eine großzügige Offensive Plant. ; Für den Augenblick ist Ucrglja nicht unmittelbar von den Rismäiinern bedroht, doch werden in . der Aähc von Rhezzan große Truppenzusammen-- I Ziehungen gemeldet Außerdem befürchtet man | Flugzeug angriffe aus verschiedene unserer ! Stellungen. Pariser Blatter bringen spaltenlange , Berichte vom marokkanischen Kriegsschauplatz. Die i Urteile über den Kampfwert der Truppen Abd I el Krims lauten immer achtungsvoller Aach I dem ..Malin" verfügen die Harkas, mit denen die I französischen SXolonncn feit einiger Zeit im ! Kampfe steheil, über moderne Schnellfeuergewehre.
'ü) Kanonen. Tanks und eine Anzahl Flugzeuge. Da» letzte Ziel Qlbb el Krims habe die Eisenbahnlinie Fez Tara gebildet, die er mit einem plötzlichen Ucberfall zu besehen hofft. Der fran- ! «zosische Gegenstoß sei noch nicht beendet, es seien | südlich und nördlich der Huerta noch zahlreiche I französische Posten eingeschlossen worden. Fran- I zösische Flieger hätten diese Posten versorgen I tonnen, besonders mit Wasser, indem sie Cis i in Blöcken abtoarfen. Die Lage gäbe aber zu 1 Besorgnissen keinen Anlaß. Marschall L i a u - 5 they verfüge jetzt über 25 000 Mann. Allgemein | herrscht der Eindruck vor, daß der französische Gegen st oß von einem numerisch überlegenen Gegner aufgefangen 1 wurde. Von englischer Seite wird gemeldet, daß i Abd cl Krim innerhalb der spanischen Jone sämt- t liche Stämme aufgesordert habe, ihm Rekruten j zur Verfügung zu stellen. •
Die Kölner Jone.
Der englisch-französische (tzcgensav tu der Ko,»troll- und Näumnngsfrage.
Paris, 8. 'Mai. (TU.) Der englischeDot- fchaster Lord Crewe hat ein QKcnioran« dum über die Auffassung der britischen Re- | gicrung in der Frage der deutschen 2lbrüstung und der Räumung der Kölner Zone dem Pariser Auswärtigen Amte überreicht. Die zuständigen Sachverständigen am Quai d'Orsay haben das Schriftstück sofopt geprüft und mit der Ausarbeitung eines Gegenvorschlages bzgonnen. Der Ministerrat wird am Sonnabend sich mit den ; beiden Dokumenten zu befassen haben.
Obwohl weder aus dem englischen Mcmoran- | dum noch zu den französischen Gegenvorschlägen $ Einzelheiten mitgeteilt werden, kann an Hand 6 der Presseinformationen doch auf eine weitgehende englisch-französische Meinungsverschiedenheit g schlfsen werd.n. Rach dem „Petit Journal" schlug die britische Regierung vor,
Deutschland schon jetzt ein bestimmtes Datum für die Räumung der Kölner Zone mitzutellen, und zwar den 16. August, den die Londoner Krnierenz als äußersien Zeitpunkt für die völlige Räumung des Ruhrgebiets bestimmt hatte.
Die deutsche Regierung soll nach den ctglikbcn Vorschlägen im übrigen gütlich aufgefordert werden, die Bedingungen der Alliierten für öle Abrüstung vor diesem Zeitpunkte zu erfüllen.
Die französische Auslassung dagegen geht dahin, daß im Augenblick noch kein bestimmt e.r Zeitpunkt für die Räunrung des Kölner Gebiets angegeben werden dürste. Die Verbündeten sollen Deutschland vielmehr eine Liste der von der Kontrollkommission ermittelten Verfehlungen überreichen und sich auf die Feststellung beschränken, daß
die Kölner Zone an dem Tage geräumt wird, an dem Deutschland die Abrüstungsklauseln boll erfüllt habe.
Der Botschafterkonferenz am Die -s- tag sci cd Vorbehalten, einen Ausgleich zwischen diesen beiden Meinungen Herbrizuführen. Die Angaben des „Petit Journal" finden »ich auch in einem übrigen Teil der Presse wieder. Alle Blätter geben der Hoffnung Ausdruck, daß
Die Feierlichkeiten in München.
Der Eröffnungsakt im Deutschen Museum. —Des Reichskanzlers Weiheworte.
Dr. Simons spricht beim Festmahl.
München, 7. Mai. (Wolfs.) Am Geburtstage seines Schöpfers, Dr. Oskar v. Millers, wurde heute vormittag das Deutsche Museum mit einem Festakt in der Halle für Lustschifsahrt eröffnet. Es waren nahezu 2000 Ehrengäste, unter ihnen die Spitzen des Reiches und der Länder der Einladung gefolgt. Künstlerhände hatten die Halle stinmrungsvvll ausgeschmückt. Ein Doppel- spalier der die Reichs- und Münchner Farben t^agenben Korporationen empfing die Ehrengäste, die bald die weite Halle bis auf den letzten Platz füllten.
Fanfarenklänge leiteten das Festspiel ein, mit dem das stolze, jetzt vollendete Werk die künstlerische Weihe erhielt. Die Dichtung Gerhard Hauptmanns, die Professor Hermann Zilcher vertont hatte, symbolisiert nach einer Idee Oskar von Millers daS Werden und die Dollordung des Deutschen Museums, das der Baumeister in die Hände des getreuen Eckart als Sachwalter der Göttin von München und der Göttin des großen Deutschlands legt. Das Spiel, von Mitgliedern des Bayrischen Volkstheaters dargestellt und unter der musikalischen Leitung des Komponisten, fand stürmischen Beifall. In den Schluhchor, der die Motive des Deutschlandliedes übernimmt, stimmten die Gäste begeistert ein.
Den Reigen der Festansprachen eröffnete Geheimer Hofrat Prof. Dr. Wien, der namens des Deutschen Museums der Reichsregierung, der bayrischen Regierung, der Stadt München und allen Helfern und Förderern des großen Werkes nochmals besonderen Dank aussprach.
Dann widmete mit lebhaftem Beifall aufgenommen
Reichskanzler Dr. Luther namenS der Reichsregierung dem jetzt vollendeten großen Werke folgende Deiheworte:
Dan5, aufrichtigen Dank des deutschen Volles bringe ich den Schöpfern des Deutschen Museums dar, an ihrer Spitze Dem großen Meister des großen Werkes, Oskar von Miller. Drei Weihesprüche der deutschen Reichsregierung widme ich dem Tempel der Technik, den wir heute eröffnen.
„DaS Deutsche Museum sei ein Bekenntnis des deutschen Dolles zur Technik."
Die tiefen ttmwälzungen, dje, die Technik für das Leben der Menschen bedeutet, haben viele Erschütterungen mit sich gebracht und nicht nur Ruhen, nein, auch viel Leid Sv manche Menschen wurden entwurzelt von der Scholle, auf der sie glücklich waren, und die Liebe, mit der die Arbeitenden an ihrer Arbeit und an ihren Werkzeugen hingen, wurde oft genug ins Leere gestoßen. Gewaltig ist die Zahl der sozialen und ethischen Aufgaben, die durch die Technik gestellt sind und gelöst werden müssen. Denn alle Wirtschaft ist nur um der Menschen willen da. Aber niemand kann den ungeheuren Fortschritt hemmen, der durch die Technik seit einem halben Jahrhundert und länger die Menschen mit sich fortgeriffen Hal und schier inS llnvorftcllbarc emporzufchreiten scheint. Hier hilft nur ein mutiges und freudiges Bekenntnis zu dem, was ward und wird. Auch im Werden der Technik ist Gott. Rur der dient seiner Zeit und seinem Voll, der kühn sich einstellt auf die neuen Wirklichkeiten und alle Kräfte daran setzt, in der neuen technischen Welt Den freien Volksgenossen eine wohnliche Stätte zu bereiten.
„Das Deutsche Museum ist ein Bekenntnis des deutschen Dolles zu sich selbst."
Gewiß ist der neue Weg des Geistes, den die Technik bedeutet, nicht nur in Deutschland beschritten worden. Doch die Sigmar! des Deutschen ist lebendig auch in den Beziehungen zu dem technischen Fortschreiten Diese Eigenart überall gellen zu lassen unb nicht zu verflachen, muß uns ein Mittel sein, um uns die alten Güter und Werte der deutschen Kultur lebensvoll zu erhalten im technischen Zeitalter. So werden wir am sichersten den Drück.nschlag finden zwischen dem, was war. und dem. was ist und wird. Das Deutsche Museum dient solchen Zielen mit Inbrunst.« indem es die deutsche wissenschaftliche Art und den deutschen geschichtlichen Sinn als Grundlage des technischen Verstehens und Könnens in vollem Ernst zur Geltung bringt. Wer uns deshalb auch in der Technik ein Volk der Denker und Dichter nennt, trifft gewiß eine Saite unseres Wesens. Das deutsche
Voll möge das große Gut, das es in seiner gelernten und lernbegierigen Arbeiterschaft besitzt, mit aller Sorgfalt hüten, als einen der stärksten Pfeiler seiner Zukunft.
„Das Deutsche Museum fei endlich ein Bekenntnis des deutschen Dolles zum Frieden."
Wir alle wissen, daß die naturwissenschaftlichen und technischen Erkenntnisfe des menschlichen Geistes auch zu furchtbaren Kriegs- Waffen gebildet werden können und wir wissen als Miterlebende des Weltkrieges, daß der Krieg sogar anregend gewirkt hat auf manche Gebiete der Technik. Soll aber das technische Zeitalter der Menschheit Segen bringen, so ist dies nur möglich, wenn zwischen den Volkern Frieden waltet. Die märchenhafte Entwicklung der Verkehrsmöglichkeiten, die wir schon erlebt haben und die noch vor uns liegt, verweist in immer stärkerem Maße die einzelnen nationalen Wirtschaften zu wechselseitiger Befruchtung. Dieter Sah bleibt wahr, so wahr es auf der anderen Seite ist. daß unser Volk in seiner politischen und wirtschaftlichen _2age kein höheres Ziel kennen kann als die Stärkung des inneren Marktes. Aber je mehr aus eigenen inneren Gesehen die Weltwirtschaft zu einer Einheit zusammenwächst, desto mehr wird das Leben des einzelnen davon abhängig, daß die Gütererzeugung unb der Güteraustausch nicht gestört werden durch politische Erschütterungen. So beweist das deutsche Voll durch die hingebungsvolle und unermüdliche Arbeit an diesem Tempel der Technik, daß es als ein gleiches unter gleichen Mitwirken will am srieblichen Fortschritt der Welt. Die Aufgaben, die der Friede stellt in dieser Welt des technischen Wachstums, sind reichlich groß und hoch, genug, um alle Schöpfungskraft menschlichen Geistes in ihren Dienst zu bannen.
Unter dem Zeichen dieser drei Wecheworte, die ich hier für die deutsche Reichsregierung gesprochen habe, möge der Tempel, in dessen Hallen wir voll Bewunderung unb Dankbarkeit stehen, große Dienste leisten für den Fortschritt ber Menschheit unb möge eine Ställe sein, von ber Segen ausgeht für bas deutsche Volk unb Vaterland. Das ganze deutsche 4Dolk darf mit gerechtem Stolze vor diesem Haus aussprechen: Denn es ist unser.“
Die Rede des Kanzlers wurde verschiedentlich durch lebhaften Beifall unterstrichen.
Ministerpräsident Held
als Vertreter der bayerischen Staatsregierung pries das Deutsche Museum als übertoältigenben Ausdruck des gesamten deutschen Geistes, deutschen Willens und deutscher Gesamtkultur. Das deutsche Voll möge aus Der Vollendung des Museums lernen, daß es noch immer die Kräfte besitze, die zu seinem inneren unb äußeren Wiederaufbau Voraussetzung seien. Es müsse auch die Erwartung hegen, bah ebenso in ber übrigen Welt wieder erkannt unb gewürdigt werde, welch große 'SeDeutung deutscher Sinn, deutscher Wille, deutsche Schaffenskraft und deutsche Arbeit für die Kulturentwicklung der ganzen Welt hätten. So möge das Deutschs Museum dazu beitragen, das deutsche Ansehen in der Welt zu mehren und aber auch wieder Recht und Gerechtigkeit in der Weltmeinung und Weltgeltung zu erringen. Sann überreichte der Ministerpräsident unter lautem Beifall Oskar v. Miller den ersten Grad des von der bayerischen Reg crung für das Deutsche Museum gestifteten Chrenrings. Auch die Worts Dr. Helds wurden vielfach durch Beifall unterstrichen. Stürmischer Jubel und Befall erhob sich bei der Ehrung des Schöpfers des Museums, Dr. Oskar v. Miller. Ebenfalls wolllen Die stürmischen Ovationen kein Ende nehmen, als das Geburtstags- linD selbst, Dr. Oskar v. M i 11 c r, Das PoDium betrat, um auf bas Deutsche Museum als eine Stätte nicht nur Der Belehrung und eine Ruhmes- halle deutscher Technik, sondern vor allem als ein Denkmal deutscher E n'.gkeit hinzuwrisen. Sieghaft fielen die Klänge des von Michel Georg Konrad gedichteten und von Hermann Zilcher Der tonten Schlußchors in die Schlußworte Dr. Oskar v. Millers ein, her die entzweite Welt aufruft, sich mit sich selbst zu versöhnen. Damit hatte der äußerst stimmungsvolle unb packende Festakt sein Ende erreicht. Es folgte eine Besichtigung des Museums in mehreren Gruppen unter fachkundiger Führung. •
Am Rachmittag fand im zweiten Stockers Deutschen Museums ein Festmahl statt, an
eine Verständigung zwischen Großbritannien und Frankreich erzielt werde. Aus Dem Generalbericht des Generals Walch unb Den Schlußfolgerungen des Marschalls Foch sollen sich nach Dem ^Echo de Paris" Die folgenden Drei Tatsachen ergeben:
1. daß Die Reichswehr leDiglidj einen Rahmen für die Generalmobilmachung der gesamten deutschen Jugend bilde:
2. baß das Oberkommando der früheren kaiserlichen Armee in aller Form neu gebildet worben fei;
3. daß dis deutsche Industrie im Laufe eines einzig7n Jahres in der Lags sei, ebenso umfangt ich cs Krieg imatrial herzustellen, wie cs Deutschland zur Zeit des Waffenstillstandes besessen habe.
Dor der Entscheidung in Preutzen.
Berlin. 7. Mai. (WTB. Im preußlschen Landtag fanden am Donnerslagnachmittag eingehende Besprechungen zwischen den Deutsch- nationalen, der Deutschen Volkspar - t e i unb dem Z e n tr u m statt über den vom Zentrum angeregten Gedanken der Bildung einer großen Volksgemeinschaft. Zu einer abschließenden Stellungnahme ist man nicht gekommen. Die Verhandlungen werden fortgesetzt. Die Deutsch- nationale Fraktion hält nach wie vor die Bildung eines reinen Bcamtenkabinetts ohne parlamentarischen Einschlag für die beste lkofung. Am Freitag wird ber sich aus dem Minister-
bem die Ehrengäste, etwa 2000 an der Zahl, tellnahmen. Rachdem Generaldirettor Reusch in einer Ansprache den Schöpfer des großen Werkes gefeiert und fein Glas aus das Wohl des groben deutschen Daterlandes erhoben hatte, ergriff
der stellvertretende Reichspräsident Dr. Simons bas Wort zu folgender Rede:
Frohe gc ft Versammlung! Auf bc* Vaterlandes Wohl haben wir eben Di: Gläser erhoben. Wenn cs auch geschmälert ist um wichtige Glieder, geschwächt durch Entwaffnung und Zwietracht und verarmt durch ungeheure Opfer unb Rote, so haben wir boch feine staatliche Einheit bank der gelben taten unserer Heere unb dank bes EinheitSwilleirs unserer Stämme durch Weltlrieg und älmsturz binübcrgcrctkl. Es ist wert, baß man als Symbol Der Hossnungj unb Zuversicht auf eine bessere Zukunst ein so großartiges Fest begeht. Es ist eine hohe Ehre, in feinem Ramen zu sprechen. Diese Ehre fällt heute mir zu. Als bem Vertreter des Deutschen Reiches habe ich beim Einzug des Deutschen Museums in sein neucS Heim allen bcnen zu danken, bie dieses Kind eines genialen Vaters so weit gefordert haben. DaS Reich fühlt sich mit verantwortlich für das Gedeihen des Kindes, da cs nun, wie wir überzeugt sind, seine Kinderkrankheiten überwunden hat. Das Reich hält es für seine Ehrenpflicht, bas Unternehmen zu stutzen, bas Dein Ruhm Deutscher Meisterwerke Der Technik unb der Raturwissenschaften gewidmet ist.
Deshalb hat das Reich Dein Museum von seiner Gründung an geholfen durch persönliche Mitarbeit seiner Diener, wie durch die Bereit- ftcllung finanzieller Mittel. Schon bei der Grund fteintegung war mit dem damaligen Prinzregenten von Bayern ber damalige deutsche Kaiser zu gegen. Jetzt belundet bas Reich fortbawsrnbes Interesse an der gewaltigen Schöpfung, nicht nur durch Die Anwesenheit zahlr.icher hoher Reichsbcamter, sondern auch durch DL? Oslar - v. -Miller-Stiftung, Deren Zinserträge der Auswertung der Museumsschähe für kommende Generationen dienen soll, Generationen, die ganz anders als wir Akte mit technischem Instinkt geboren fein werden. In Gemeinschaft mit Dem Reich hat eine große Zahl von Helfern und Förderern Den Plan des Werkes in Die Wirklichkeit übergeführt. Ihnen allen, Lebenden und Toten, gilt der Dank dieser hohen Versammlung. gebührt der Dank des Deutschen Reiches. Für ihre Ramen gilt der Raine des Mannes, in dessen Haupte der Gedanke des Museums entsprungen ist — Oskar v. Mille r.
Seine unbezähmbare Tatkraft bracht cs über zahllose Hindernisse hinweg zu Dem Tag der Vollendung, den wir heute erleben. Mag vc sich auch gegen Den Ausspruch verwahren, daß wir ihn nur ftaunenD bewundern können. Gefeiert an seinem 70. Geburtstage, zugleich ein krönender Tag seines Lebens. Darf er D ;• Worte sprechen. Die in WagnerS Rin | Walhalla sagt: Wie mein Wille ihn wies, wie im Traum ich ihn sah. hielt er zur Schau stolz ragenDcr Dau! Daß Ihnen, hoch-erehr. w Herr v. Miller, Das Reich an Diesem Ehrentage durch mich seinen Dank sagt, ist eine seltsame Schickung. Ich stehe hier nach Dem Ver tretungsgeseh an Der Stelle Des ersten Reichspräsidenten, eines beD ute.üc ; um Den Fortbestand der Reichs sinh i' hoochosrDien- ten Maimes, Der stets lebhaften 21 ilcil an Ihren Bestrebungen nahm unb Diese auch heute beweisen toürDe, wenn ihn nicht ein höherer Wille vor Schluß seiner Amtstätigkeit abberufen hätte. Zugleich aber vertrete ich
Dessen CharakterbilD nicht wie bas Eberts von Parteien, Haß und älnjunft vsrw rrt t>. '3 e - neralfelDmarschall v. Hinbenburg. Den neu gewählten Präsidenten b c s Deutschen Reiches. Er kann aus formellen G ü rdcn sri ie Pf.icht Der Rep äfentat .on noch i icht wahrnehmen, hat mich aber beauftragt, D eser hohen Versammlung feinen Gruß Jhn:n H rr v Mlller und seinen Dank zu übermittsln. Wir wissen alle, baß sie niemals mit Dem Erreich cn zufrieden sind. Mit jenem Mut, der früher oder später den Widerstand besiegt, strsuen f ? ihre Taten als Saatkörner in Den fruchtbaren Boden Der Zukunft.
Wir wünschen uns und Ihnen Daß S c noch lange Jahre sich Dem Ausbau Ihres Werkes,


