gehalten hat. Ebenso ist es nicht zu billigen, daß die Kosten der Verteidigung eines frei- gesprochenen Beamten der Staatskasse nur auferlegt werden können. Das ist ein fiskalischer und unsozialer Standpunkt, Hnö schließlich noch ein Bedenken: der Entwurf sieht davon ab, daß der Beamte selbst stets ein förmliches Verfahren gegen sich beantragen kann. Er meint, ein schriftlicher Bescheid, daß kein Grund zum Einschreiten gegen ihn vorliege, genüge. Da die Einleitung eines Dienststrafverfahrens in das Ermessen der Verwaltung gestellt ist, genügt meines Erachtens ein solcher Bescheid nicht immer. Dem Beamten muß Gelegenheit gegeben werden, sich gegen Vorwürfe zu rechtfertigen. Das erfordert aber ein förmliches Verfahren. ,
Alle diese Bedenken, von weniger Schwerwiegenden sehe ich ab, werden hoffentllch bei den Reichstagsverhandlungen auS dem Entwürfe ausgemerzt. Es würde dann ein wirklicher Fortschritt im Reichsbeamtenrecht erreicht werden.
Turnen, Sport und Spiel.
Stand und Vorschau der Bezirksligain Hessen-Hannover
tz. „Sport"-Kassel führt! Sollte der langjährige Hcssenmeister in seinem Titel ab- gelöst werden? Relativ steht ja wohl Kurhessen Kassel noch besser (mit einem Spiel weniger), aber „Sport" hat die Führung und Kurhessen muß sie erst erkämpfen. Das ist gewiß ein Unterschied, wenngleich es leichter ist, eine Stellung zu nehmen, als sie zu halten. Hält „Sport" diesem Ansturm stand? Das ist die Frage der Zukunft. Wird sie geklärt durch besseres Können, dann ist Kurhessen oben, entscheidet das Glück, dann kann sich „Sport" krönen. Das ist wohl der richtige Tip! Werden und Vergehen, Anfang und Ende, Auf- und Abstieg ist alles! Deshalb interessiert uns die Labellenmitte wenig. Hm das Ende geht der Streit! Der Kampf Münden — Wetzlar — Gießen steht nun an. Wer zieht den Kürzeren von den Dreien?
„Sport"-Kassel
20 Spiele 32 Punkte
Kurhessen Kassel
19
M
31
,»
05 Göttingen
21
yy
28
ff
Borussia Fulda
20
ee
26
M
Spi.lv. Kassel
20
25
,»
Hessen 09 Kassel
18
24
M
S. C. 03 Kessel
18
21
ff
S. Vg. Göttingen
20
0
21
yy
Marburger S. Vg.
13
—
18
S. Vg. Hann.-Münden
21
M
16
ff
Wetzlarer F. C. 05
20
yy
14
yy
Gießen 1900
20
10
yy
Kurhrssen Marburg
26
■
9
yy
Osterode
21
tt
7
V
Der kommende Sonntag: Osterode — Kur- hesscn Kassel. Gießen 1930 — S. Vg. Göttingen. „Sport" — Hessen 09 Kassel. F. C. Wetzlar — Hann.-Münöen. Spielv. Kassel — Warb. S. Vg.
Rur zwei sollten bestimmt gewinnen: Kurhessen in Osterode und Göttingen in Gießen. Bei den anderen ist das Glück das Zünglein an der Wage.
Berliner Fuhball.
i
F
Ein überragendes Gesellschaftsspiel sieht die Berliner Sportgemeinde am Sonntag. Die Tennis-Borussen, die gegen den Deutschen Meister 1. F. C. (Nürnberg und den Aorddeutschen Meister Hamburger S. V. so hervorragend abschnitten, um dann in den Punktspielen überraschend geschlagen zu werden, haben sich den Lokalkonkur- • renten deS 1. F. C. Nürnberg, die Spielvereinigung Fürth, zu Gast geladen. Die Fürther treten mit voller Mannschaft an, so ist hier ein ausgezeichnetes Spiel zu erwarten.
WestderrtschlandreLse der Preußischen Hochschule s. L.
vo. 3m Dezember d. 3s. wird Direktor Dr. Reuendorff mit zwei Riegen der Preußischen Hcchschul für L.ibes Übungen (einer Riege Hörer und einer Riege Hörerinnen), eine Reise nach Westdeutschland unternehmen, auf der in Hannover, Dortmund. Köln und Frankfurt a.M. die Arbeit der Hochschule gezeigt werden soll.
Turnerstädlespiel Berlin-Leipzig.
Der Begegnung der Sportler Berlin—Dresden am vergangenen Sonntag folgt diesmal ein Turner-Handball-Städtespiel Berlin—Leipzig, der älteste Städtekampf im jungen Handball- sport überhaupt. Es ist die 6. Begegnung zwischen beiden Mannschaften, von denen (Berlin bisher 5, Leipzig 2 gewann und 1 Treffen unentschieden blieb.
Daslvvv. Reichsjugendabzeichen
Der Deutsche Reichsausschuh für Leibesübungen hat jetzt das 1000. Reichsjugendabzeichen auszugeben.
Dasgrohe Berliner Herbftturnier
Die Ergebnisse vom Mittwoch.
Eignungsprüfung für Reitpferde (o. M.). Leichte Pferde: 1. Hotops „Shimmybraut" Bef., 2. Friedrichs „Parade", 3. Radekes „März", Radecke jur., 4. Scholz' „Totila", Heinrich, 5. Kehrs „Rippe", Liehr jr. — Mittlere Pferde: 1. Grothmanns „Kalif", Bef., 2. Wiebes „Arnim". 3. Trues „Delfi", True jr., 4. Prechts „Mathilde", A. Kroul-Roske, 5. Haaks „Blitz", Bef. — Schwere Pferde: 1. Hahls „Rennerin", 2. Beckmanns „Nenno", Ioh. Beckmann, 3. Meyers „Fog- lia", Grube, 4. Heinsoths „Deka", 5. Meyers „De- fern", Bef.
Jagdspringen, Klasses: 1. Amo Gerths „Wildling , Bcs., 0 Fehler. Zeit: 40 Sek., 2. Sie- serts „Senta", Siefert jr. 0, 44,4, 3. Pries' „Rose", W. Pries, 0, 46,8, 4. Frhr. o. Münchhausens „Sahara II.", Saggon, 0, 47, 5. Schützes „Core", Fr. E. Schütze, 0, 48,8, 6. Mndmeiers „Else", Bef., 0, 49, 7. Trues „Delfi", True jr., 0, 49,8, 8. Oedings
„Terlinde", Bef., 0, 50, 9. Kröbers „Rex VII.", Bef., 3, 40,8, 10. Allwördens „Goldaar II.", Meyer, 3,52.
Dressurprüfung, Klasse A: 1. Lindners „Bandur", Lindner jr., 2. Pries' „Nelke", S). Pries, 3. Scholz' „Totila", Heinrich, 4. Müllers „Werwolf". Bef., 5. Baths „Siegfried", H. Meyer, 6. Haaks „Verra", Bef., 7. Walters „Castor", Fr. Walter, 8. Dierdr. Radekes „März", Radeks jr.
Gruppenfpringen der Reitervereine: 1 Reit- und Fahrverein Vorsfelde, 2. Rei- teroerein Bornhoeved, 3. Reiterverein Marienburg, 4. Reiterverein Lopshorn.
Eignungsprüfung für Wagenpferde (o M.): 1. Saggaus „Blennheim", Helm. Saggau, 2. Leues „Grandezza", Bef.
Buntes Allerlei.
Luftfahrt und Schulunterricht.
Der Luftfahrt beginnen jetzt auch die staatlichen HnterrichtSbehörden die ihr zukommende Aufmerksamkeit zu widmen. So war in dem Ferienlehrgang der staatlichen Hauptstelle für naturwissenschaftlichen Unterricht in Berlin ein großer Teil der Arbeit der Luftfahrt gewidmet. Man beschäftigte sich mit Modellbau, Gleit- und Segelflug und machte auch die anwesenden Studienräte mit dem modernen Luftverkehr bekannt. Den Abschluß des Lehrgangs blldete eine Besichtigung des Zentral-Flughafens Tempelhof.
Die Verproviantierung eines Ozeandampfers.
Um den Passagieren eines großen neuzeitlichen Dampfers, etwa des „Albert Ballin" der Hamburg—Amerika-Linie, das Leben an Bord des Ozeandampfers angenehm und abwechslungsreich zu machen, muß natürlich eine umfangreiche und sinnvolle Organisation hinter den Kulissen tätig sein und alle die Vorbereitungen und Zubereitungen treffen, die das Leben so vieler Personen an Bord des Schiffes erfordert. Von den 440 Mann der Besatzung sind etwa 250 in den Provianträumen, Küchen, Bäckereien und Speisesälen des Schiffes tätig. Ein Schiff wie „Albert Ballin" oder „Deutschland" hat täglich über 1600 Menschen zu verpflegen, die bei der 20 Tage dauernden Rundreise Hamburg—Reuyork und Reuhork—Hamburg etwa 32 000 Tagesrationen verbrauchen, so viel etwa, wie eine ganze Stadt an einem Tage verzehrt. Denken wir uns nun alle die dazu nötigen Vorräte vor dem Schiff aufgestapelt, so ergäbe das eine Masse von 400 000 Pfund Rahrungsmittel und 20 000 Liter Getränke, die so ein Ozeandampfer mit auf die Reise erhält, damit seine Fahrgäste die Tage der Heberfahrt im heiteren sorglosen Rhythmus an Bord verleben können. Es bedurfte aber auch einer langen Entwicklung, um zu dem heutigen hohen Reisestandard zu kommen und vieler Hundert Hände Arbeit, die sich regen und tätig sein müssen, ebenso aber auch vieler Köpfe, die darüber zu wachen haben, daß nicht nur die Führung des Schiffes eine gute Heberfahrt sichert, sondern daß auch alles nötige vorhanden ist, um Passagiere wie Schiffsbesahung bei guter Laune zu erhalten und die Ozeanfahrt gut zu überstehen.
Der biblische Tempel der Astharoth gefunden.
Am Schluß des ersten Buches Samuelis wird der Untergang Sauls und seiner Söhne im Kampf mit den Philistern geschildert und es wird erzählt, daß die Philister den Harni'ch Sauls im Tempel der Astharoth als Siegestrophäe niederlegten. Der hier genannte Tempel ist nunmehr von der Expedition des Hniverfitäts- mufeums von Pennshlvanien in Deisan ausgegraben worden, der uralten Stadt, die das Bethschan des alten Testaments, das Scythopolis der Römer und das Bessan der Kreuzfahrer war. Die amerikanischen Ausgräber entdeckten zunächst ein Bildnis der Göttin Astharoth mit einem 2lltar, der bronzene Schlangen, Tauben und andere Gegenstände zeigte, die in der Verehrung der Göttin eine Rolle spielen. Der Tempel selbst wurde dann einige Tage später freigelegt. Er wird als längliche Anlage mit drei Säulen auf jeder Seite geschildert. 3n dem Grundstein fand man einen Kasten, der Götterbilder aus Bernstein und andere Gegenstände enthielt. Rach allen Einzelheiten scheint es festzustehen, daß dies der Tempel der Philister war, in dem die Rüstung Sauls aufgehängt und der dann später von David zerstört wurde.
Wie viele Sterne gibt es?
Fast sämtliche Sternwarten der Erde waren an der Zählung der Sterne beteiligt, die kürzllch, nach etwa dreißigjähriger Arbeit, vollendet wurde. Die Durchmusterung des Himmels geschah mit Hilfe der Photographie. Es wurden nach der schweizerischen Zeitschrift für Raturwissenschaften „Ratur und Technik" etwa 52 Mill. Sterne der 1. bis 17. Größenklasse und gegen 1000 Millionen Sterne bis zur 23. Größenllasse gezählt.
Aus dem Amlsverkündigurrgsblatt.
* Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 87 vom 6. Rovember enthält: Ablösung der Markanleihen. — Die Wahl der Kreistags- mitglleder. — Ergebnis der Hauptkörung 1925. — Lehrgang an den Landwirtschaftlichen Sch den. — Beerdigung und Leichentransport. — Feldbereinigung Beltershain, Stangenrod,und Ron- nenrotlj.
Büchertisch.
— Julia I o bst: A l s sie entdeckt wurde (Roman). Sonnemann Verlag, Halle. 620 — Deutschkundliche Bücherei. Eine Sammlung von Hilfsbüchern zur Vertiefung in die deutsche Sprache, Literatur und Kultur. Deutsche Malerei des 19. Jahrhunderts. Don Dr. U. Christoffel. — 3 Jahrhunderte Rieder- Händischer Malerei. Don Dr. U. Christoffel. — WDie dÄttsche bildende Kunst der Gegenwart im
Rätsel-Ecke.
Entzifferungsaufgabc.
15 6, 3 42 19 13 14 4, 11 4 7 16 4, 186 14, 12 5 13. 11 1 10 2. 253, 34 2 19 13 1 4, 3 6 9 4, 7 10 16 4 5, 9 12 19, 4 12 5 4 9, 15 6 7 19, 10 9, 13 14 64 5 13 19 4 5, 12 13 19 13, 19 6, 3 4 2 19 13 14 4, 184 7 14 4 5, 13 14 1 10 16 4 5.
Schlüssel:
123453678 Feldherr des Weltkriegs
9 4 9 4 1 1 10 5 3 Freistaat
11 4 7 1 12 5 europäische Hauptstadt
13 14 15 4 7 12 5 preußischer Feldmarschall
16 7 4 5 17 4 Landeseinfassung
18 4 7 7 12 6 19 französischer Ministerpräsident.
Umwandlungsaufgabc.
Land — Eck — Stift — Brett — Tal — Tür — Kind — Stich — Gau — Stück. Jedes der vorstehenden einsilbigen Wörter soll durch Vorsetzen eines der nachfolgenden zu einem neuen zweisilbigen Wort umgewandelt werden. Hat man die Ergänzung richtig vorgenommen, ergeben die Anfangsbuchstaben, zusammengezogen, einen Kalendertag im Rovember.
Aar — Acht — Gold — 3nn — Mai — Rot — Rot — Schoß — Tee — Torf.
Scharade.
Die ersten beiden bedeuten ein Gehn Rach Orten, wo heilige Bilder stehn. Die letzte liegt auf der irdischen Bahn, Und der Wanderer stoßt sich zuweilen dran. Das ganze war einst ein gewaltiger Held Und erfüllte mit Grausen die friedliche Welt; Doch an einem Sterne sein Schicksal hing, Der sich senkte und blutig unterging.
Verstcckrätscl.
Kleon — Koerner — Schicksal — Gast — Krume — Knute — Lohme. 3n vorstehenden sieben Wörtern ist je ein anderes versteckt enthalten. Die Anfangsbuchstaben dieser ergeben, aneinandergereiht, einen in letzter Zeit viel genannten Ort.
Auflösungen.
Homogramm.
K A B KAMEL AMSEL BEERE
L L E
Kreuzscharad«.
PA O
TRI TEN
Paten, Trio, Patrioten.
Rätsel
Ulan — Lenau.
SilbenratseL
Albert Lorhing: „Der Waffenschmied". — 1. Augenlid, 2. Levkoie, 3. Brauerei, 4. Eifelturm, 5. Rothirsch, 6. Turnen, 7. Limonade,
8. Ohlsdorf, 9. Rixdorf, 10. Traviata, 11. Hari ow, 12. Ösar, 13. Nonne, 14. Griechenland.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedakttonSttsch.
Zweckmäßigkeit.
„Dr. Meier und Dr. Müller wollen an dem alten Goldstein noch eine Operation vornehmen."
,^Hat denn das Zweck?"
„Freilich, die Frau von Dr. Meier braucht einen neuen Pelz und Dr. Müller will sich ein Auto kaufen."
Geschwindigkeit.
„Sie haben mich betrogen, Sie sagten doch, dieses Auto mache 120 Kilometer!"
„Das macht es auch mit der Zeit, gnädige Frau."
Diät.
Wir fragen an, ob es wahr ist» haß der Arzt einem Zirkus-Schwertschlucker, der an 18erdauungs. Körungen leidet, Diät verordnet und geraten hat, sich bis auf weiteres auf Dolche zu beschränken.
Do 's fehlt.
Zwei alte Bekannte begegnen einander. „Nun," sagt der eine. „Ich höre, du hast dich verheiratet. Du sollst ja eine vortreffliche Frau bekommen haben." — „Jawohl," erwidert darauf der andere. „Meine Frau ist in der Literatur zu Hause, in der Musik zu Hause, in der Kunst zu Hause, in der Wissenschaft zu Hause — kurz, sie ist überall zu Hause, außer —" —„Nun?" — „Außer zu Hause."
0, dieser Obelisk!
Ich stand in München in der Briennerstraße und betrachtete den dort stehenden, in seiner Linie und Einfachheit formvollendeten Obelisk. Dicht daneben ein Paar, Vater und Tochter.
• Die Tochter: „Sieh mal, Vater, diesen schönen Basilisken!"
Der Vater: „Das ist kein Basilisk, mein Kind, ein Basilisk ist eine griechische Kirche, dies da» gegen ist eine Odaliske."
Der untüchtige Reisende.
„Warum willst du denn die Order auf die Füllfederhalter wieder rückgängig machen? — „Well der Reisende, dem ich sie gab, sie mit einem Bleistift aufschrieb."
Der Standpunkt.
„Meine Frau verlangt von mir, daß ich immer, wenn ich nach Hause komme, die Füße auf der Mette abtrete," sagte der Pessimist. — „Danke @ol, daß du fein Tausendfüßer bist," erwiderte der Optimist.
Das Wartezimmer.
„Haben Sie denn auch ein Wartezimmer?" wird der junge Arzt gefragt, der sich vor kurzem niedergelassen hat „Sogar zwei,"' erwidert er seufzend. „Eins, in dem meine Patienten auf mich warten sollen, und eins, in dem ich auf meine Patienten warte."
Bilde. Von Prof. Dr. Fritz Knapp. — Proben aus deutscher Lyrik und Spruchdichtung im Mittelalter. Don Studienrat Dr. G. Salomon. — Deutsche Dichtung der Gegenwart. Von Geheimrat Pros. Dr. O. Walzet Verlag von uQelle & Meyer in Leipzig. — Die Deutschkunde faßt alle deutschen Kulturkreise, Sprache, Literatur, Kultur und Kunst zu einer Gesamtheit unter dem Gesichtspunkt des Deutschseins zusammen. Ohr dient die bekannte, ausgezeichnet eingeführte Sammlung „Deutschkundliche Bücherei", von der jetzt wieder fünf neue Bändchen herausgekommen sind. Daher wenden sich diese Bändchen, wie alle früheren, auf die wir nochmals ausdrücklich Hinweisen möchten, an die Gebildeten aller Kreise, an Lehranstalten und Lehrer, an die freien Bildungseinrichtungen und die Volkshochschulen.
661
— Die biologische Tragödie der Frau. Von A. W. N e m i l o w, Professor an der Universität Leningrad. Deutsch von Alexandra ,!Ramm und Dr. med. F. Boenheim. 160 (Seiten mit 14 Abbild, auf besonderen Tafeln. (Oscar Engel Verlag, Berlin SW 11.) Geheftet 2.50 Rm. 639
— Dr. Hans Fr K. Günther hat durch feine beiden Bücher, die „Rassenkunde des deutschen Boltes" und die „Kleine Rassenkunde Europas" die Erkenntnis von der Bedeutung der nordischen Rasse für das deutsche Volk und für die Ausleserichtung im oeutschen Volk in zahllose deutsche Häuser getragen. Das neueste Buch Günthers „Der Nordische Gedanke unter den Deutschen" (I. F. Lehmanns Verlag in München, geh. 4,50 Mk., geb. 6 Mk.), ist nicht nur kritisch und abwehrend, sondern aufbauend und neu schöpfend. Die Erkenntnis der Bedeutung der nordischen (germanischen) Rasse für das deutsche Volk will nicht eine neue Mainlinie errichten, sondern er will die deutschen Menschen, denen allen nordisches Blut in mehr oder weniger hohem Grade gemeinsam ist, als Deutsche einigen. 674
— Der Mensch u mb d i e Schlacht der Zukunft. Ein Rückblick und Ausblick von Ar- chiorat im Reichsarchiv Major a. D. George Selbem. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. O. — Preis 2,85 Mk. Ein umfassendes schwieriges Problem ist es, das der Verfasser, Leiter des amtlichen Kriegswerkes „Schlachten des Weltkrieges" zur öffentlichen Erörterung stellt. Ein solches Buch konnte nur jemand wagen, dem Gelegenheit geboten war, tief in die inneren Zusammenhänge des Weltkrieges einzudringen. Wer die theoretischen Kenntnisse mußten zugleich auf Grund persönlich gewonnener, reicher Kriegserfahrungen umgearbeitet werden können. Alle diese Voraussetzungen treffen bei dem bekannten Verfasser in wohl einzig dastehender Art zusammen. — Aus dem ihm zur Verfügung stehenden ungeheueren amtlichen und
nichtamtlichen Material über den Weltkrieg schuf George Soldan einen meisterhaften, von genialer Schaukraft getragenen Ausblick in die Zukunft. — Es ist ein Buch, daß jeder Frontkämpfer mit fliegendem Atem, mit von Kapitel zu Kapitel steigender Erregung lesen wird. 498
— Rudolphine Popp 6 e, Graphologie. (Zweite verbesserte Auflaae. Verlag von I. I. Weber, Leipzig.) — Die Verfasserin beleuchtet auf Grund langjähriger und vielseitiger Erfahrung das Wesen der Handschriftendeutung und die Aufgaben der Graphologie. Sie deckt die Zusammenhänge zwischen besonderen Schriftformen und Schrifteigenheiten auf der einen Seite und seelischen und geistigen Eigentümlichkeiten auf der andern Seite auf, und verfolgt diesen Forschungsmeg nicht nur in die verschiedenen Berufe und Tätigkeiten auf dem großen Markte des Lebens, sondern auch bis in die Tiefen der noch vielfach dunklen Gebiete der kriminellen und psychiatrischen Graphologie. 633
— Fritz Philippi, Pfarrer Hirsekorns Zuchthausbruder. (Verlag von I. 3. Weber, Leipzig.) — Pfarrer Matthias Hirsekorn kommt aus einer entlegenen Welt, wo Fuchs und Hase sich „Gute Nacht^ sagen: kommt als Naturmensch ins zünftige Beamtenstädtchen an der Lahn und findet mitten im „Tal der Lieblichkeit" ein schroffes Felseneiland, das die abgeschlosienste aller Welten beherbergt: die Verbrecherburg. Dort geht er sieben Jahre aus und ein, und wo er die Pan- zertür aufschließt, findet er in dem steinerner Käfig einen kahlgeschorenen Kopf. Was er dort erlebt hat und erfuhr von abenteuerlichsten Menschen- fchicksalen, und wie ihm die steinerne Insel oelebt wurde zum Schuldturm der Menschheit, erzähtt er ungeschminkt und treuherzig, ohne Pfafferei, aber mit einem erquickenden Spürsinn für Humor. 632
Überall ' zu haben!
bequem, mHz sparsam
2 leller
Vor hundert Jahren gab es noch kein Auto, kein Flugzeug, kein Radio. Heute gehören diese Errungenschaften menschlichen Geistes zu den Selbstverständlichkeiten. Vor 100 Jahren gab es auch noch keine kochfertigen Suppen. Heute ist es selbstverständlich, für die Herstellung guter Suppen MAGGIS Suppenwürfel zu verwenden. Sie erleichtern die Kocharbeit wesentlich. Das lange Zurichten fällt weg, weil MAGGIS Suppenwürfel schon alles Erforderliche enthalten. Man braucht nur die einfache Kochanweisung zu beachten. Reiche Sorten-Auswabl. 1 Würfel für 8 Teller 13 Pfg.


