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ngnisstrafen für irektoren.
DD.) 3m Pwzch wegen >cr Waggonverlcih- :! in Kassel wurde heute Hauplangeklagte Direltor an das Gericht über den ivalis hinausging, wegen echung zu zwei 3ah- d außerdem, weil er aus hat, zu 20000 Mark t. Ebenfalls wegen Be- unfl wurde der Derk- einem Lahr drei ,nis und der technische in em Lahr 6 Mona« rurteilt. W SWtfJ Jen von 3, und 6^ r unter Gewährung ym* ei Jahren W roc,tcre igesprvchen
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Aus Stadt und Land.
Gieft en, den 7. Oktober 1925.
Die alte deutsche Reichspost.
Unter diesem Titel hat die Frankfurter Messe die bereits erwähnte Sonder-Rus° stell ung im Rahmen der Kunstmesse gebracht, die für Sieben und Oberhessen insofern pDit besonderer Bedeutung ist, als eins der Slanzstüae der historisch-postalischen Ausstellung aus Giehen stammt, nämlich die Sammlung wundervoller alter Postmarkenzeichnungen und s Driginalentwürfe und Stücke, Probedrucke, Sätze. Einzelexemplare aus der Sammlung Koch t .n Gieften. Der Wert dieser Sammlung wurde bereits 1908 aus lOOOO Ml. geschäht, dürfte )eute aber unvergleichlich größer sein. Jedes Philatelistenherz schlägt höher, wenn es vor
Vitrine dieser Gießener Objekte steht: nicht bei Wertes wegen, den das Laienpublikum re- peltvoll konstatiert, sondern der Seltenheit und Originalität wegen, denn diese ilnifa wurden größtenteils vernichtet, als 1868 in Frankfurt )er ganze Bestand des damaligen Zentral-Post- ürchivs aus Thurn- und Toxischer Zeit einge- stampst wurde. Heute begreift man diesen Vor- Sng einfach nicht mehr. Auch sonst ist diese esse-Reichspostausstellung hochinteressant. Man. I indet da uralte Pergamente, in denen so etwas nie Postschuh den Boten der Städte gewährt vurde, kaiserliche Privilegien, Dotenbriefe, Ur- Pfunden und Verträge, bei denen es sich gelegentlich auch" um Gießen handelt, Stafetten- oässe, alte vergilbte Briefe, eine umfangreiche historische Literatur, ein gewaltiges Bildmaterial, bas vergangene Postwesen und die Postdynastle Thurn und Taxis und ihre postalischen Funk- lionäre und Einrichtungen betreffend, Modelle, Fahrpläne und das ganze romantische Drum unb Dran einer Periode, die in ihrem Breder- tneiertum der Vergangenheit angehört und nur noch in dichterischer Verklärung .fortlebt. Daß aber auch in der guten alten Zeit des Schwagers Postillion nicht olles so romantisch war, wie es uns das Diedermeiertum übermittelte, bas beweist der Inhalt von Progehstücken, Dokumenten und Briefen, die als kulturhistorisch wertvolle Publikation und Sonderdruck von denr Frankfurter Messeamt herausgegeben wurde. Jedenfalls ist die aus zahlreichen Archiven und Sammlungen zusammengestellte Ausstellung im Frankfurter Kaisersaal ebenso wie die Briefmarkensammlung in ihrer Art ein Unikum, das chwerlich ein zweites Mal wieder in dieser Form zustandekommen dürfte. L. W.
Der Staub der Feldfrüchte in Hessen.
Aus den Berichten der Saatenstandsbericht- «statt« geht hervor, daß die andauernden Regenfälle im September für alle Hackfrüchte von Nachteil waren. Im Allgemeinen wird über k o r t o f f e l f ä u l e, die in den feuchten Lagen auftritt, geklagt. Die Grummeternte ist teilweise noch nicht geborgen, an manchen Orten aber schon auf den Wiesen verfault. Auch über Rüben mb Klee lauten die Rachrichten teilweise ungünstig. Die Trauben haben an vielen Orten durch Sauerwurni und Fäule stark gelitten. Neben einem geringen Ertrag wird auch eine mindere Qualität zu erwarten sein. Die (Saaten- Ilcindsnoten betragen für Kartoffeln 2.3, Zuckerlüben 2,3, Futterrüben 2.4, Klee 2,7, Luzerne 2,7, De-(Ent-)wässerungswiesen 2,6, andere Wiesen 2,8 md Reben 3,1. (Hierbei bedeutet 2 gut und 3 mittel.)
Gießener Wochenmarktpreise.
am 6. Oktober 1925.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 200 bis 220, Matte 35, Käse 70, Wirsing 12, Weißkraut 8, Rotkraut 15, gelbe Rüben 15, tote Rüben 10, Spinat 20, Römischkohl 10, Dohnen 30, Unter-Kohlrabi 6, Grünkohl 20, Dosenkohl 30, Tomaten 35, Zwiebeln 12, Meerrettich 40 bis 100, Kürbis 8. Pilze 30 bis 50, Kartoffeln 41/2, Falläpfel 5, Aepfel 12 bis 20, Dirnen 18 bis 20, Rüsse 40 Pf. das Pfund, Eier 16 bis 17. Blumenkohl 20 bis 100, Salat 15, Sudivien 15 bis 20, Ober-Kohlrabi 10 bis 25, Lauch 5, Rettich 10 bis 20, Sellerie 5 bis 20 Pf. das Stück.
Bornotizen.
— Tageskalender für Mittwoch. Dsutschnationaler Handlungsgehilfen-Verband 8', Uhr Kaufmänn. Vereinshaus Monatsversamm- lu»g. — Lichtspielhaus, Bahnhofstr.: „Reuland".
— Die Vortrags-Vereinigung or-ranftaltet morgen abend in der Reuen Aula der Universität ihren ersten Vortragsabend, auf dem hiermit nochmals hingewiesen sei. (Siehe [fettige Anzeige.)
— ..Ein Abend im Frankfurter D und f unk °S e nd er". Man schreibt uns: Ser Besitzer des Saalbau Sauer beabsichtigt, in diesem Winter eine Reihe von Sonder- ibenden mit den renommiertesten Frankfurter Künstlern des Opern- und Schauspielhauses und , Htnbcren zu veranstalten. Die erste derartige Ver- cnftaltung ist für Sonntag, 11. Oktober, an» gesetzt und betitelt sich: „Ein Abend int Frankfurter Rundfunk-Sender, auf Welle 470!" Die dmstlerische Leitung ist in den Händen des Frankfurter Rundfunkredners Emil Münster. Näheres in der heutigen Anzeige.
** Wählerliste einsehcn? Morgen, Donnerstag, ist der letzte Tag, an dem die Einsichtnahme in die Wählerliste auf dem Stadthaus in der Bergstraße gestattet ist. Dureauzeit 7ibis 121 2 Uhr vormittags, 2l . bis 6 Uhr nachmittags. 'Bemerkenswert ist, daß von rund 23 000 Wahlberechtigten in Gießen dis jetzt noch nicht 150 die Liste daraufhin nachgeprüft haben, ob sie auch als Wähler mit aufgeführt find.
Kreisstraßensperre. Die Kreis- strafte Lich—Münster bis an den Abzweig nach Ettingshausen ist bis auf weiteres wegen Vornahme von Walzarbeiten für den Durchgangsverkehr gesperrt. Der Verkehr geht über Hattenrod, bzw. Röthges—Ronnenroth.
•* Aufgehobene Straßensperre. Die Straßensperre Lindenstruth—Grünberg ist wieder aufgehoben worden.
fpd. Wieder Freimarkenhestchen. Die Reichspost gibt in nächster Zeit wieder die bcfamiten Freimarkenheftchen aus. Sie entsprechen fast dem früheren Muster und enthalten 20 Marken ä 5 Pf., sowie 10 ä 10 Pf.
'* Personalien. Ernannt wurden der Schulamtsanwärter Ernst Kauft aus Grünberg, Kreis Gießen, zum Lehrer an der Volksschule zu Ober-Roden, Kreis Dieburg: die prov. techn. Lehrerin Marie Hölzer an der Mädchenfortbildungsschule zu Alsfeld zur technischen Lehrerin an dieser Schule. Studienreferendar Dr. Karl Schweißgut h aus Grünberg zum Studien- Assessor.
** Di e Gießener Kolonne des Arbeiter-Sa mariter-Dundes erstattet soeben deii Bericht über das erste Geschäftsjahr 1924/25, dem folgende Angaben zu entirehmen sind: In diesem Geschäftsjahr wurde die Kolonne in 116 Fällen in Anspruch genommen. Diese wurden sachgemäß behaichelt und zeugten von guter technischer, sowie organisatorischer Durchbildung. Die Fälle teilen sich wie folgt: in Gießen, Krofdorf, Heuchelheim und Launsbach 65 Fälle einschließlich Massagen, in Wetzlar 45 Fälle und Massagen, in Frankfurt o. M. (Olympiade) 6 Unfälle. Hierzu sei bemerkt, daß der Kreisleiter des 16. Kreises Franz ©treeb beim Einteilen der Wachen mit dem Motorrad tödlich verunglückte, wiederum ein Beweis dafür, mit welchem Eifer und Opfermut im A-S.-D. gearbeitet wird. Transporte konnten infolge des Fehlens der nötigen Gerätschaften nicht übernommen werden. Alle Volksgenossen sollten sich dieser Einrichtung, die doch lediglich im Dienste des Volks wohls und der Hygiene steht, annehmen. Die Kolonne ist auf sich selbst und ihre Gönner, Freunde und nahestehenden Vollsgenossen angewiesen/ deren Spenden, waren sie auch noch so flein, immer zum Ausbau des Unternehmens geholfen haben. Da dies aber immer noch nicht genügt, um Gerätschaften, wie Bahren, Verbandstische usw. zu beschaffen, appelliert die Kolonne an den Opfersinn' aller Volksgenossen, und bittet um ihre Unterstützung. — So wie im Vorjahre, findet auch dieses Jahr Anfang Rovember ein Ausbildungskursus zur ersten Hilfe bei Unglücks fallen und plötzlichen Erkrankungen statt. Die Krofdorfer Kolonne hat jetzt einen derartigen Ausbildungskursus eröffnet.
Große Strafkammer Gießen.
* Gießen, 3. Oft. Der frühere Eisenbahn- Assistent Johann Decker aus Bingen, jetzt in Dvsenheim. ein geborener Elsässer, stand von Januar bis Aprll 1923 an der Spitze des zum Abwehrkampf gegen die Ruhrbesetzung in Dingen gebildeten Akti onsausschusses der Eisenbahn-An gestellten. Als nacheinander die Mitglieder dieses Ausschusses von den Franzosen verhaftet bzw. ausgewiesen wurden, lenkte sich der Verdacht auf Decker, daß er die Hand dabei im Spiele habe, zumal er zugegebenermaßen mit einem französischen Dolmetscher und Lehrer namens Amiel Verkehr unterhielt. Als er daher am 24. April 1923 zu einer Sitzung der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. nach Darmstadt fuhr, erfolgte seine Verhaftung wegen Spionageverdachts. Im Laufe der Untersuchung stellte sich heraus, daß er 6 0 Millionen zur Auszahlung an die Eisenbahner bestimmter Reichsbahngelder unterschlagen hatte und mit ihnen ein Anwesen in Blankenburg i. H. erwerben wollte. Während die Beschuldigung wegen Spionage auf Grund des Londoner Abkommens niedergeschlagen werden mußte, erfolgte seine demnächstige Verurteilung wegen Unterschlagung zu 9 Monaten Gefängnis. Die gegen dieses Urteil eingelegte Berufung wurde heute nach einer den ganzen Tag währenden Beweisaufnahme verworfen. Ein von der Staatsanwaltschaft unternommener Versuch, weitere Veruntreuungen nachzuweisen, führte zu keinem Erfolg.
Turnen, Sport und Spiel D. f. B.
Die „Alten" waren am Sonntag mit den „Jungen" nach Friedberg gefahren und brachten sehr gute Resultate mit nach Hause. Die „Alte-Herremnannschast" dokumentierte ihre Wiel^rauferstehung durch einen 3:1-Sieg über die alten Semester des Friedberger Ramens-
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5portfpiegel.
Die Tennismeisterschasi der Berufsspieler hat Roman R a j u ch im Endspiel mit 6:4, 6:3, 6:3 gegen Decker gewonnen.
Das Fußball-Länderspiel Spa- nien-Ungarn in Budapest endete 1:0 für Spanien.
Die internationalen Leichtathletik-Wettkämpfe in Paris brachten hervorragende Leistungen und mehrere neue Landesrekorde. So bedeuten eine Rekordverbesserung der Sieg des Schweden Petterson im 400-Meter-Hürdenlauf mit 53,8 über Riley, der zweitbeste Weitsprung Hofs- Rorwegen mit 7,75 Meter hinter den Franzosen (Sator 7,61 Meter, der zweite Platz des Holländers v. t). Berge im 200-Meter-Lauf mit 21,6 hinter dem Amerikaner Evans 21,4, der Sieg des Franzosen Bar a ton über 1000 Meter in 2:29,4.
Ein neuer Weltrekord im 100- Meter-Brustschwimmen für Dame n wird aus Aachen gemeldet, wo Frl. Huneus (Wasserfreunde M.-Gladbach) 1:29.3 schwamm, eine erstaunliche Leistung. — Ein weiterer Schwimmrekord ist von Frl. Löwy-Oe st erreich als Landesrekord im 400-Meter- Freistilschwimmen mit 7:00 in Wien ausgestellt
Die Gaumeisterschaften des ADAC auf dem Buckower Dreieck holten sich: bei den Motorrädern Klein- Berlin auf Mabeco, bei den Motorrädern mit Beiwagen S ch o t h - Berlin auf D. M. W., bei den Kraftwagen von Guillaume -Berlin auf Stehr.
Der Motorrad-Länderkampf in Leipzig für Maschinen bis 500 ccm über 20 Kilometer wurde von Sieger-Leipzig auf Atlas-Sport 350 ccm vor dem Holländer Achtien für Deutschland gewonnen.
Den Großen Preis von Thüringen, das Stundendauer-Rennen in Erfurt, gewann W e i h 69,850 Kilometer vor Dickentmann und Stolz.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden An^et übernimmt die Redaktion dem Publikum nnttoortung.)
Eine Beschwerde
von der Marburger Straße.
Wer in der letzten Zeit Gelegenheit hatte, die Marburger Straße etwa bis zur Hohe der „Karlsruhe" zu passieren, dem muß es aufgefallen sein, daß die Straßenbaubehörde, dem immer mehr zunehmenden Kraftwagenverkehr entsprechend, ständig darauf bedacht ist, den Fahrdamm in möglichst guten Zustand zu versetzen und stets darin zu unterhalten, damit von feiten der Fahrer Anlaß zu Klagen nicht gegeben ist. Man scheint aber bei der Instandhaltung der Straße ganz zu übersehen, daß es auch noch Leute gibt, die die Straße als Fußgänger benutzen oder täglich zu benutzen gezwungen sind: bentV für die Fußsteige ist nicht nur in der letzten Zeit so gut wie nichts geschehen, sie sind sogar z. T. in einen Zustand versetzt worden, der ihre Benutzung unmöglich macht. Der für die Kabellegung entlang des östlichen Fußsteigs ausgeworfene Graben ist zwar wieder zugeworfen, aber der Hügel darauf bis jetzt noch nicht eingeebnet worden. Außerdem sitzen dort noch Sand- und Erdhaufen, die bei eingetretener Dunkelheit namentlich für ältere Leute ein lebensgefährliches Hindernis werden. Man fragt sich unwillkürlich, wie es möglich ist, daß dieser Zustand schon wochenlang bestehen kann. Haben denn die „Nur-Fußgänger" keinen Anspruch mehr auf Berücksichtigung? Es bedarf wohl nur dieses Hinweises, um die Kreisbaubehörde zu veranlassen, diesem unhaltbaren Zustand ein Ende zu machen. —
Noch aus einen weiteren Mißstand sei hingewiesen. Jedermann fragt sich, wenn er ein Auto von weitem kommen und die Staubwolken aufwirbeln sieht: Auf welche Seite muß ich flüchten, um möglichst wenig Staub schlucken zu müssen? Und an der Marburger Straße lautet in neun von zehn Fällen die Antwort: Auf die westliche Seite, da der Wind bei uns meist aus dieser Richtung weht. Könnte man deshalb nicht auch an dieser Straßenseite — die als Reitpsad gedacht und wohl vier bis fünf Meter breit ist — einen etwa einen Meter breiten Kiesweg anlegen, damit sich der Fußgängerverkehr mehr auf dieser Seite abwickeln kann, was bisher des hohen Gras- wuchfes wegen dort nicht gut möglich war? Es ist gewiß nid)t unbescheiden, wenn die Fußgänger auf ein derartiges Entgegenkommen Anspruch erheben.
C. L.
Im Zeichen des Preisabbaues.
Das Reichskabinett hat mit dem Reichspräsidenten an der Spitze wiederholt getagt, um die Richtlinien aufzuftellen, nach denen ein allgemeiner Preisabbau durchgeführt werden kann. Das Reich hat die Umsatzsteuer auf 1 Proz. gesenkt» und damit soll der Ausgangspunkt für die ganze Senkungsaktion gegeben fein. Von der Wirtschaft wird nun erwartet, daß sie diese Aktion nach Kräften unterstützt, in ganz besonderem Maße wird das auch von dem Handwerk erwartet. Dieses wird sich gewiß in dem Augenblick von Herzen gerne am Preisabbau
beteiligen, indem man ihm die drückenden Lasten für die Sozialversicherungen, die heute durchweg ein Vielfaches der Vorkriegs- fätze betragen, erleichtert. Wie sieht es damit aber aus? Die Krankenkassen denken anscheinend nicht daran, ihre ^Beiträge herunterzufetzen. Und die Invalidenversicherung? Die c r h ö h t ihre Beiträge ausgerechnet in dem Augenblick um 2 5 Proz., in dem von der Reichsregierung der Preisabbau eingeleitet wird. Mir scheint, hier weiß die eine Hand nicht, was die andere tut. Und der deutsche Handwerker grübelt kopfschüttelnd über den Preisabbau. G. I.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten find ohne Verbindlichkeit der Redaktion.)
Aug. ftr. Sie fragen: 1. Sind alle ehemaligen Offiziere des alten Heeres berechtigt zum Tragen der Uniform? Meines Wissens nach nur diejenigen, die das Recht der Uniform vom Reichswehrministe- rium erhalten haben. 2. Bei welcher Gelegenheit dürfen die Uniformen getragen werden? Gehört das Seitengewehr auch zur Uniform ? 3. Welche Uniform darf getragen werden, wenn jemand z. B. beim J.-R. 115 zwei Jahre, beim J.-R. 116 19 Jahre aktiv gedient hat und bei letzterem ausgeschieden ist? 4. Rach den früheren Bestimmungen wurde das Recht zum Tragen der Uniform auch an ältere Unteroffiziere verliehen. Dürfen diese heute noch die Mannschaftsuniform tragen oder müssen sie den Offiziersrang erreicht haben?
Antwort: 1. Beantwortet in der Samstagsnummer des „Gießener Anzeigers" in dem Artikel „Zur Aufhebung des Uniform-Verbotes". 2. Desgi. „Waffe" gehört selbstredend zur Uniform. Zu Feldgrau kann der Offizier das Seitengewehr tragen oder den Säbel. 3. Rur diejenige Uniform, die ihm beim Ausscheiden „verliehen" worden ist. Gewöhnlich die Uniform des Regiments, bei welchem er am längsten gestanden. Das „Recht, die Uniform zu tragen", muß ausdrücklich verliehen fein. 4. Nein! Nur Unteroffiziere, die Offizierrang erreicht haben, dürfen um die Berechtigung einkommen, die Uniform eines Regiments zu tragen, z. B. die Feldwebelleutnants, die bei Auflösung des alten Heeres zu Leutnants d. L. ernannt wurden. Das Reichswehrministerium hat wiederholt bekanntgegeben, daß keinerlei Gesuche um Eharaktererhohungen und Uniformverleihung mehr Berücksichtigung finden können.
Rundfunü-Prs'zramm
des frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Amschau".)
Donnerstag, 8. Oktober:
4.30 bis 6 Uhr Nachmittagskonzert des Haus- orchesters: Auber-Boildieu. 6 bis 6.30 Uhr Die Lese- stunde. Aus dem Buch: Unter Indianern Südamerikas, von Prof. Dr. Max Schmidt-Berlin. 6.30 bis 7 Uhr Uebertragung von Kassel, Vortrag von Musikdirektor Karl Hallwachs: „Zum Gedächtnis des hundertsten Todestages von Johann Strauß". 7 bis 7.30 Uhr Stunde des Südwestdeutschen Radioklubs: „Hochfrequenzmaschinen II", 23. Kursvortrag. 7.30 bis 8 Uhr Funkhochschule Frankfurt: „Goethes Welt- anschauungslehre", Vortragszyklus von Dozent Pfr. Taesler — Erster Abend: Goethes jugendliche Welt- anschauungsgedichte (Prometheus, Grenzen der Menschheit, Das Göttliche, Wanderers Nachtlieder, Meine Göttin). 8.30 bis 10 Uhr Uebertragung von Kassel: Ein Abend aus Puppenkomödie berühmter Stoffe. 10 bis 11 Uhr: Aus französischen Opern.
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