einge-
Richt waren
Stolberg-Roßla-Ortenberg gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Kundgebung hoher Verehrung und inniger Dankbarkeit seitens der ganzen Bevölkerung gegenüber der Entschlafenen. Rachdem um 11 Uhr vormittags unter dem Geläut dec Glocken und dem Geleit des Schühen- vereins die sterbliche Hülle in die von lieben Händen wundervoll geschmückte Kirche gebracht worden war und der Schützenverein die Toten- und Ehrenwache übernommen hatte, fand um 4 Ahr die eigentliche Trauerfeier statt. Zu beiden Seiten der Bahre, die mit prachtvollen Kränzen von Hoch und Niedrig bedeckt war, hatten die Stolberger Förster, der Schühenverein, die Feuerwehr und die Fahnen der Orlenberger Vereine Aufstellung genommen. Der Platz der Heimgegangenen war sinnig mit einem Dlumen- gewinde geschmückt. Anter den Klängen der Orgel zog das zahlreiche Trauergefolge ein, unter dem man außer den Familienmitgliedern die frühere Großherzogin. Herzog Adolf zu Meklenburg- Schwerin, die Fürsten von Büdingen, Lich, Bir- stein. Rüdenhausen und viele andere sah. Der
einen modernen Sanitätskraftwagen anschaffen, der zum Transport von Kranken aus den abgelegenen Gemeinden des Kreises verwendet werden toll. Die Kosten belaufen sich auf zirka 15 000 Mart, die man in Bälde zu beschaffen hofft.
• Darmstadt, 6. Juli. In der Diester- wegfchule wurde eine Jugendherberge für die männliche Jugend eingewriht, die 30
herausstellte. 2m oberen Drittel halten zwei Engel ein Wappen mit einem Kreuz. Die Mitte ist ausgefüllt mit einer Darstellung des gekreuzigten Christus, zu seinen Seiten rechts vier männliche, links fünf weibliche Figuren, wohl die Kinder oder die Witwe mit acht Kindern des Verstorbenen. Der untere Teil enthält den Spruch 2. Timotheus 7 und 8. Die andere Seite des Steins, der jedenfalls die Namen und den Geburts- und Todestag enthielt, ist leider vom langen Gebrauch des Denkmals als P f l ast e r st e i n obgeschvfsen. Einen ganz ähnlichen Stein, bei dem auch nur die Seite mit der bildlichen Darstellung und einem Spruch erhalten ist, fand man in diesem 2ahr in Flensungen, als eine steinerne Türschwelle der Kirche umgedreht wurde. Er wurde an der Außenwand der Kirche aufgestellt, wie es auch mit dem Merlauer Stein geschehen soll. Beide stammen von den früher die Kirchen umgebenden Friedhöfen. Sicher befinden sich in unseren Dörfern noch manche solcher Altertümer als Türfchwellev, Pflastersteine und dergleichen, und es ist zu wünschen, das; auf auffallende For-
Korpulenz und Mode.
Es ist bekannt, daß übermäßige Körperfülle mit der Moderichtung unserer Zeit im krassen Widerspruch steht. Da auch Korpulenz unschön wirkt und alt macht, ist Korpulenten und allen zum Starkwerden Veranlagten zu empfehlen, etwas Ordentliches dagegen zu tun. Wir raten. 30 Gramm echte Toluba- Kerne zu kaufen, die unschädliche, aber wirksame, den Körperansah reduzierende Swffe erhalten Sie erhalten Toluba-Kerne in den meisten Apotheken, sicher in der Aniversitäts-Apotheke zum goldnen Engel. Die Bestandteile sind auf der Packung angegeben. SL62ss
! Krofdorf, 7. Juli. Der Landwirt und Mehgermeister Römer verunglückte gestern dadurch, daß er sich beim Hantieren an seinem Eisschrank mit dem Taschenmesser eine schwere Pu lsaderverletzung zuzog. Da ein Arzt nicht gleich zur Stelle war, trat großer Blutverlust ein. In bedenklichem Zustand wurde der Mann mittels Autos in die Gießener Klinik ge-
Sängerfest in Klein-Linden.
!*! Klein-Linden, 6. Juli. Aus Anlaß des 60jährigen Bestehens des hiesigen G e - sangvereins „Eintracht" fand am gestrigen Sonntag ein reichbefchickter Gesangswettstreit statt.
Der Samstagabend brachte eine Dorfeier, an der sich die hiesigen und mehrere wettstreitende Vereine zahlreich beteiligten. Anschließend an den Fackelzug, der sich durch die Ortsstraßen bewegte, versammelten sich die Festteilnehmer auf dem geräumigen Festplatz, der Pfingstweide, zu einem Festkommers. Der Gesangverein „Eintracht" sang einen Begrüßungschor unter Leitung seines bewährten Dirigenten Wilhelm Schöttler -Gießen. Die Turner stellten Pyramiden, welche lebhaften Beifall heroorriefen.
bracht, nachdem er von dem inzwischen troffenen Arzte verbunden worden war.
Hessen-Nafiau.
Betten zählt.
Kreis Wetzlar.
Hammer aus Mainz, der vor einigen Jahren längere Zeit hier beruflich tätig war, und daher noch die Niddaer Derhältnisie kannte, wußte diese in äußerst geschickter Weise humorvoll zu schildern und große Heiterkeit hervorzurufen. Das übliche Tanzvergnügen bildete den Schluß der genußreichen Abendunterhaltung. Heute morgen führte ein Son- derzug die fidelen Mainzer, denen sich noch viele V. H. C.er von hier angeschlossen hatten, nach Schotten. Von da begann dann die Wanderung zum Hoherodskopfiest.
)( Ortenberrg, 4. Juli. Die heutige Trauerfeier für Gräfin Kuno zu
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Trauerseierfiir Prof. Winderstein
A Bad-Rauheim, 5. Juli. Dem Gedenken des vor kurzem verstorbenen Generalmusikdirektors Hofrat Prof. Hans Winder- stein galt heute in der Mittagsstunde eine öffentliche Trauerfeier im Großen Hause, an der außer den Familienangehörigen des Entschlafenen und Vertretern der Behörden auch Einwohner und Kurgäste in großer Zahl teilnahmen. Der große Konzertsaal war fast gefüllt, ein Beweis für die herzliche Teilnahme an dem so herben Verlust, den unser Bad und darüber hinaus die musikalische Welt erlitten hat. Die Veranstaltung gestaltete sich zu einer erhebenden Feierstunde. Das Lichtbild des Verstorbenen, von Blumen und frischem Grün umrahmt, schaute von der Stelle aus, wo Winder- stein so oft für den ihm gewordenen Beifall gedankt, auf. die ansehnliche Trauergemeinde, die tief gerührt den packenden Trauerklängen des von Musikdirektor I. Schröder geleitetenKur- orchesters lauschte. L. v. Beethovens „Ouvertüre zu Goethes Egmont" folgte ein von dem Mitglied des Kurtheaters Kurt JoachimBaum erhebend gesprochener gedankentiefer Nekrolog. Der Verfasser, Hofrat Hermann Stein- g o e 11 e r, beklagte darin in edler Sprache den Heimgang des Großen im Reiche der Kunst, den Priester am Tempel der Musen, der in seinem Wesen stets ein Jüngling, in seinem reifen Schaffen und Können aber ein M ei st e r und Mann gewesen. Die Kurkapelle spielte dann noch I. S. Dachs „Air für Streichorchester". G. F. Händels „Largo für Solovioline, Harfe, Orgel und Orchester", R. Wagners Trauermarsch aus „Götterdämmerung" und hatte damit wohl mit Absicht gerade solche deutsche Meisterwerke gewählt, die Winderstein selbst mit besonderer Vorliebe immer wieder auf das Programm seiner Sinfonietonzerte gesetzt. Die Trauer gemeinde war ergriffen von den Darbietungen, deren tiefsinnige Wiedergabe ein Beweis dafür ist, daß jeder i einzelne Musiker mit seinem ganzen Herzen dabei ! mar, als es galt, den verehrten Meister und Führer zu ehren. Winderstein ist nicht tot, er wird weiterleben in dem Sinne des Steingoetter- schen Rekrvlogs und im Geiste der heutigen Feierstunde.
rend des Krieges.
--- Schotten. 6. Juli. Der von Jahr zu Jahr zunehmende Radfahrverkehr auf den Landstraßen (von Autos und Motorrädern gar nicht zu reden) ist schon am Tage eine überaus starke Belästigung des Fußgängers. Bedrohlich und gefährlich wird er aber in den Abendstunden, weil viele, namentlich junge Radfahrer, es für geboten halten, ohne brennende Fahrradlaterne über die Straßen zu rasen. Am diesem Anfug entgegenzuwirken, sah sich das Kreisamt veranlaßt, Ortspolizei und Gendarmeriestationen anzuweisen, mit unnachsvchl- kicher Strenge jeden Radfahrer zur Anzeige zu bringen, der bei Eintritt der Dunkelheit mit unbeleuchtetem Rade angetroffen wird. Vielleicht wäre es auch angebracht, die Aufmerksamkeit der Polizeibehörden auf die wilden Radler zu lenken, die im Renntempv die Dorfstra- ßen nehmen und Gesundheit und Leben ahnungslos spielender Kinder gefährden.
Kreis Alsfeld.
*!* Merlau, 6. Juli. Im Hofe des Landwirts Heinrich Karl Zimmer fand man beim Unv pflastern des Hofes eine S a n d st e i n p l a 11 e , die sich beim Umdrehen als ein alter Grabstein
fpd. Frankfurt a. M, 6. Juli, weniger als achttausend Kinder zur Erholung bei der Er h ol u n g s f ür so rg e des Jugendamtes angemeldet. Aber nur eintausend Kinder konnten zunächst abgeschickt werden. Der „Rest" soll nach und nach folgen. In sechzehn Transporten wurden die Kinder unter Führung von Beamten des Jugendamtes nach Orb, Wildungen, Rauheim, Weilmünster, Helgoland, Rügen und anderen Plätzen geschickt. Der Aufenthalt dauert rund sechs Wochen für jedes Kind und wird teils vom Jugendamt, teils aus Mitteln des Verbandes für Erholungsfürsorge bestritten.
bl. Dillenburg, 6. Juli. Der Kreis wird
Am Sonntag früh begann der Gesangs Wettstreit, der in den Sälen zur „Deutschen Eiche" und im Turnerheim ausgetragen wurde. In beiden Lokalen war der Andrang des Publikums außerordentlich stark. Es wurde Vorzügliches geleistet, und man konnte allgemein fcftftellen daß der Männergefang allerorts aufs beste gepflegt wird und im Auiblühen begriffen ist. An das Wettsingen schloß sich das H a u p t e h re n preisfingen der sämtlichen IW wettstreitenden Vereine, das bis 2 Uhr währte.
Das Ergebnis des Klassensingens war sokgendes: 2. Stadtklasse: Ehrenpreis und 1. Preis „Germania"-Burkhardsfelden 163 Punkte, 2. Preis „Edelweiß"-Dtühlheim a. M. 147 P. — 3. Stadtklasse: Ehrenpreis und 1. Preis „Teu- tonia"-Marienborn 165 P., 2. Preis Gesangsver- cinigung 1920°Obcrrodenbach bei Hanau 146 P., 3. Pr. „Fortuna" Kinzenbach 132 P. — 1. Land- kl a f f e: Ehrenpreis und 1. Preis „Sängerkranz". Watzenborn 170 P., 2. Preis ,.Frohfinn"-Hochstadt bei Hanau 168* P., 3. Preis „Germania"-Großen. Linden 159 P. — 2. Landklafje: Ehrenpreis u. 1. Preis „Süngerkrcmz"-Grohen-Buseck mit 147 P., i 2. Preis ,Heiterkeit"-Annerod 135* P., 3. Preis I „Orpheus"-Wetter 129 P., 4. Preis „Liederkranz". Windecken 122* P., 5. Preis „Harrnonie'-Kubach 117 P., 6. Preis „Sängerkranz"-Nidda 114 P., 7. Preis „Gutenberg"-Burg (Dillkr.) 108 P., — Klasse der nichtpreisgekrönten Vereine. Ehrenpreis und 1. Preis „Germania"- Frankfurt-Preungesheim 162 P., 2. Preis „Lieder- tranz -Dutenhofen 120 P., 3. Preis „Frohsinn"- Atzbach 119 P., 4. Preis „Harmonie"-Dutenhofen
I 113 Punkte.
Beim höchsten Ehrensingen erhielten den 1. Hauptehrenpreis „Äermania".Frank- furt-Preungesheim mit 157* P., 2. Hauptehrenpreis ,Heiterkett"-Annerod mit 156 P., 3. Hauptehrenpreis „Teutonia" - Marienborn mit 152 I Punkten.
Zur Preisverteilung standen zahlreiche Gegen- | stände, gewidmet von den hiesigen Vereinen und I Mitgliedern der „Eintracht", sowie ein Preis der
Gemeinde Klein-Linden zur Verfügung.
I Der Feftzug bewegte sich um 2j Uhr durch die geschmückten Sttaßen des Dorfes nach dem schön gelegenen Festplatz; etwa 50 Vereine beteiligten sich an dem Umzug. Die beiden noch leben- den Gründer Kaspar Klein und Philipp Jung, Kriegsoeteran von 1866 und 1870/71, wurden im Auto dem Zuge vorausgefahren. Auf dem Festplatz hielt der Feftpräsident Wilh. Fey die Festrede, er begrüßte die Sangesbrüder und widmete den gefallenen Sängern ein treues Gedenken. Er feierte das deutsche Lied als em festes Band, das weite Streife des deutschen Vaterlandes zufammenschließe. Ministerialdirektor Urstadt betonte, daß die Sängerfeste der Förderung und Erhaltung eines Kul-
I turbesitzes dienten, der unserem Volke geblieben fei, wenn auch Macht und Ansehen dahin geschwunden seien. Der Gesang tröste uns im Verein mit der Musik über die Not der Zeit. Der Hessische Volks- ftaat fördere diese Künste, und deshalb lasse der Staatspräsident dem Verein Glückwünsche übermitteln. Redner überreichte als Geschenk das Bild Schuberts als Jubiläumsgabe. Frl. Frieda Jung I übergab drei von den Jungfrauen gestiftete Schärpen. Dann fang der Jubiläumsoerein den Begrä- ßungschor. und die Gastvereine schlossen sich mit ihren Liedern an. Im Laufe des Nachmittags trafen Gäste aus Gießen in sehr großer Zahl ein, so daß auf dem geräumigen Festplatze ein dichtes Menschengewoge herrschte. Für eine ausgezeichnete Musik sorgte die Kapelle Harnisch-Watzenborn. Gegen Abend rückten die fremden Vereine allmäh- lich ab, und die Klein-Lindener konnten wieder ihren bodenständigen Ausdruck anwenden: „Die Kirmes is vifer" (unser).
Vrlispartei wird wegen Erkrankung des Redners, | l Pros. Roloff, vorläufig verschoben. (Siehe Heu- i tige Anzeige.) *
*• Dom Finanzamt wird uns geschrieben: > Nach Abschnitt E 2 der Dritten Durchführungsbestimmungen ;ur Zweiten Steuernotverordnung über bie Vorauszahlungen auf Einkommen- und Körper- i sctzaftssteuer sind die Arbeitgeber verpflichtet, für ' ieben Arbeitnehmer, dessen Bruttoarbeitslohn in einem Kctlenderoierteljahr 2200 Rm. überstiegen hat, einen Lohnzettel an bas für den Arbeitnehmer zuständige Finanzamt einzureichen. Diese Bestimmung ist im Anschluß an das Steuerüberleistungsgesetz nunmehr dahin geändert worden, daß die Einreichung der Lohnzettel nur dann zu erfolgen hat, I wenn der Arbeitslohn nach Absetzung des steuerfreien Lohnbetrags den Betrag non 3000 Jim. im Kalendervierteljahr übersteigt. Die Zuordnungi gilt bereits für den abgelaufenen Abschnitt April Dtmi.
•• Sorbeugunfl^ma&iiaömengegen Fleischvergiftungen. Dom Polizeiamt Gießen wird uns geschrieben: In den Sommermonaten häufen sich erfahrungsgemäß d^Erttan- hingen infolge Genusses "lcht emwand,reier Rahrungsmittel. insbesondere werden Erkrankungen nach dem Genuß nicht frischen Hackfleisches vielfach beobachtet. Aus diesem Grund ist in den Fleischverlaufsordnungen das Verbot entölten, Hackfleisch während der wärmeren Jahreszeit auf Vorrat herzu stellen und feilzuhalten, und vorgeschrieben, daß solches Fleisch bei Bedarf stets frisch zu bereiten ist. Die Polizeiorgane find angewiesen worden, die Durchführung dieser Vorschrift genau zu überwachen. Die Bevölkerung wird auf die Gefahren ausdrücklich hingewiesen, die mit dem Genuß nicht frischen Hackfleisches, insbesondere von Pferden, verbunden sind, und es wird empfohlen, nur solches Hackfleisch zu laufen, das vor den Augen des Käufers frisch zubereitet wird.
•• Don der Feuerwehr. Gestern nach- mittag 3.01 Ahr wurde durch Fernspruch der Feuerwache auf Oswaldsgarten gemeldet, cs brenne Erlengasse 15. In derselben Minute wurde auch der Feuermelder im Teufelslustgärtchen betätigt. Die Wache rückte sofort aus und traf in kürzester Zeit an der Brandstelle ein, woselbst in einer Werkstatt des Seitengebäudes ein heftiger Brand wütete, der bereits die Decke durchfressen und die angrenzenden Gebäude in Gefahr gebracht hatte. Mit Hilfe von Rachbarn und einiger schnell herbeigeeilten Feuerwehrleute beider freiwiNigen Wehren wurden drei Schlauchlinien, und zwar eine nach dem Feuerherd, eine nach deni Obergeschoß und eine nach den gefährdeten Rachbarhäusern vorgenommen und damit in ganz kurzer Zeit das Feuer bewältigt. Rach einigen Aufräumungsarbeiten konnte die Wache abrücken und traf 3.46 Ahr auf Oswaldsgarten wieder ein.
** Gaskoch oortrag. Gestern vormittag hielt das Städtische Gaswerk im Saalbau Sauer (Oswaldsgarten) den ersten Gaslehrvortrag ab. Schon beim Betreten des Saales wurde der Besucher auf das angenehmste überrascht durch eine gut durchdachte und geschmackvolle Ausstellung in allen neuzeitlichen Gasverbrauchsapparaten. Diese Apparateschau ließ bei jedem Besucher die Erwartung auftauchen, daß auch der Vortrag selbst inter- I essant und lehrreich werden dürfte. Direktor Giebing vom Städtischen Gaswerk sprach einige kurze Degrüßungsworte und stellte die Vortragsdame I Frl. Frantz, Frau Hilbig und Oberingenieur Nasche von der Zentrale für Gasoerwertung Berlin, vor, die dann in ihrem Vortrage, der zeitweilig mit feinem Humor gewürzt war, wirklich Staunens- wertes vorführte. Im Gasbackofen wurden zwei Kuchen gebacken, ein weiterer kleiner Kuchen wurde auf dem Gaskocher unter Verwendung einer neuzeitlichen Kuchenform bei einem Gasverbrauch von nur 60 Litern hergestellt. Im Oasbratofen richtete die Dortragsdame in kürzester Zeit einen gut gelungenen Braten her, um bann zur Herstellung des vollständigen Mittagessens für 6—7 Personen, bestehend aus Suppe, Fleisch, Gemüse, Reis zu schreiten. Die Zubereitung fand in Turmkochöfen, einem | hervorragenden Meisterwerk modernster Wärme- | technik, statt. Zwischen den einzelnen Handlungen fesselte Frl. Frantz durch beweiskräftige und belehrende Ausführungen die Zuhörer. Der Gasverbrauch wurde durch Gasmesser überwacht. Einen weiteren Hauptteil des Vortrages bildeten die prob tischen Vorführungen an neuzeitlichen Brennern und die Erläuterungen in bezug auf die richtige Einstellung der Gasflammen. Zum Schluß wurden die zubereiteten Speisen als Kostprobe verteilt und die ausgestellten Derbrauchsgegenstände durch die Besuchern besichtigt. Schwarzsehern empfehlen wir, die Ausstellung zu besuchen, sie werden dann auch den weiteren Vorträgen beiwohnen.
•• Gin Siebzigjähriger. Morgen, 8. Juki, begeht der Wagenwerkmeister i. R. Otto Müller in voller körperlicher und geistiger Frische seinen 70. Geburtstag.
Landkreis Gießen.
> Holzheim, 6. Juli. Auf dem diesjährigen Gauturnfest des Gaues Hessen, das in Friedberg stattfand, waren auch unsere Turner erfolgreich Eine Musterriege am Pferd, bestehend aus 6 Turnern unseres Turnvereins „Gut Heil", kam unter der exakten Führung des altbewährten früheren Turnwarts Karl Jung mit 1041/» Punkten und mit dem Gesamturteil „sehr gut" an die dritte Stelle. Gewiß eine schöne Leistung für einen Landverein, wenn man Die außerordentlich starke Konkurrenz in Betracht zieht, die ohne Zweifel durch eine zroße Zahl von Etadtvereinen gegeben war.
Kreis Friedberg.
A Reichelsheim, 6. Juli. Ein Weiß- i n ber aus Gettenau war mit Anstrei cher- 5citen am hiesigen Bahnhöfe beschäftigt. Dabei urzte er ab und trug schwere Verletzungen von, denen er erlegen ist.
Kreis Büdingen.
A Nidda, 5. Juli. Gestern abend traf auf fei- . t Wanderung zum Jahresfest des V. H. C. 4 dem Hoherodskopf der Zweigverein Ji a i n 3 hier ein und wurde von dem hiesigen ^weigoerein am Bahnhof abgeholt und gastlich auf- genommen. Für Freiguartiere hatte unser Verein aufs beste gesorgt. Zu Ehren der Gäste veranstaltete man im Gambrinussaale eine wohlgelungene, stark vesuchte Abendunterhaltung. Oberjustizinspektor Geiger von hier begrüßte die Mainzer Gäste, etwa 60 V. H. C.-Schwestern und -Brüder, in herzlicher Ansprache. Musik- und Gesangsoorträge, gemeinsam gesungene V. H. C.-Lieder und Solovorträge von hiesigen und Mainzer D. H. C.ern sorgten für angenehme Unterhaltung. Großen Beifall fand ein von Mitgliedern und Jungfrauen des Niddaer D.H. C. gespieltes Theaterstück: „Auf der Kerb" in oberhessischer Mundart. Kaufmann S ch l o t t -
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men solcher Sterne geachtet und sie, wenn es Grabsteine sind, an oder in der Kirche ausgestellt würden. Man yat sich zu einer Zeit, wo man keinen Sinn für ihren geschichtlichen und künstlerischen Wert hotte, zu Bauzwecken verwandt. In Merlau, wo die Insassen des Schlosses und die Angehörigen des Adelsgeschlechts von Merlau auf dem alten Friedhof und in der alten Kirche beigesetzt wurden, wären vielleicht noch manche wertvolle Funde zu machen. Zum Glück ist das Wappen des Schlosses, ein hessisch- württembergijches Dopvelwappen, erhalten und im Eingang zur neuen Kirche eingemauert. Der Erbauer | des Schlosses, Landgraf Ludwig IV., hatte eine würt-
_______ , tembergische Prinzessin zur Gemahlin. Das Schloß Ortsgeistliche entwarf im Anschluß an Jeremia selbst, einst ein überaus stattlicher Bau, wurde im Kap. 29, Vers 11 ein treffendes Lebensbild der Jahre 1826 an die Gemeinde zu 226 Gulden ver- fücstlichen Samariterin und Dulderin, die Got- tauft und allmählich abgebrochen, die letzten Reste tes Gedanken durch Freud und Leid zum Frie- dienten im Jahre 1857 der Gemeinde zum Wegebau den geführt haben. Die gottesdienstliche Feier und zum Ban einer neuen Kirche.
war umrahmt von 2 Chören des Gesangvereins m. Flensungen, 4. Juli. Auf dem
Frohsinn und des Kirchengesangvereins, sowie D i b e l h e i m F l e n s u n g e r H o s hielten Ver- Gemeindegesang. Rach der Feier wurde der tretet des Westbundes der deutschen Sarg unter Vortritt der Vereine und gefolgt von I ü n g l i n g s v e r e i n e vom 1. bis 4. Juli den Leidtragenden und Gemeindegliedern unter Bundesgauwart Keller eine Freizeit zur Dahn geleitet, um nach Abschieds- und Se° ab, zu der etwa 100 Vertreter erschienen waren, gensworten des Geistlichen und eines Chorge- darunter auch solche aus den Dörfern Dutenhofen, sang des Kirchengesangvereins nach Roßla über- Groß-Rechtenbach und Hochelheim des Kreises führt zu werden, wo am Dienstag die Beisetzung Wetzlar, der ja bekanntlich auch zum Rheinland in der Familiengruft im engsten Familienkreis gehört. Die Freizeit begann mit einer Wald- erfvlgt. feier, in der Pfarrer Dr. Eichhorn, der Leiter
Kreis Schotten. des Heimes, die Gäste begrüßte und durch eine
Sdiotten 6 Juli Unter dem Vorsitz tiefdurchdachte Bibelansprache erbaute. Die des Geh ReaRats Bo etfm a n nSchottenhiett Dibelkurse wurden durch Pastor Humburg ab-
der D bft - unb ® a rien b a u oe?eTn f ü r den gehalten. Abend hielt Bundesgauwart
keksammluL °ab. Är Besuch'war'äl?'sehr M^zu ^^t^’oW^J n
Rest von 614,27 Mk. abschließt und von der Ver- gcmgenen ~agen .
sammlung genehmigt wurde. Hierauf wurde der Kreis LNUtervaty.
Voranschlag für 1925 vorgetragen und geneh- rr. Schlitz, 4. Juli. Die D e u t s ch - ch r i st-
migt. Ec schließt in Einnahme und Ausgabe mit V\6>e Studentenvereinigung, die fast an
2014,17Mk. ab. Für @ e m a r t u n g 3 u m g ä n g e aUen deutschen Universitäten und Hochschulen ver- und Vorträge sind 200 Mk. vorgesehen. Es ist treten jst, und welche im vergangenen Jahre ihre
nämlich geplant, in einigen Gemarkungen unter Hauptversammlung in Gersfeld (Rhön) abhielt, hat
Führung des Obstbauinspektor^W i e s n e r mehr- diesmal unser Städtchen zum Konferenzort gewählt, tägige Umgänge mit den Obstzüchtern vorzunehmen, werden zu dieser Tagung, die vom 5. bis um das Interesse für den Obstbau mehr zu fördern, 8. August stattfinden soll, annähernd 500 Teilneh- um die Fehler festzustellen und was zur Abstellung mer erwartet, u. o. auch der frühere Reichskanzler dieser Fehler geschehen soll. Auch sollen verschiedene D Dr. Michaelis. Die älteren Mitglieder wer- Ob st schauen abgehalten werden, so in Laubach, den in Bürgerguartieren und die anderen in Mas- Eichelfachsen. Aus dem Jahresbericht ist zu ent- fenguartieren untergebracht. Unter den Themen, nehmen, daß der Verein aus 516 Mitgliedern und bie bei der Zusammenkunft zur Verhandlung stehen, dreizehn torporatioen Mitgliedern besteht. Die in finb ßU nennen: „Das Leben in Kraft"; „Der Christ Ulfa abgehaltene Obst- und Gemüse schau in^ Wirtschaftsleben"; „Gottes Ringen um die war ein großer Erfolg. In verschiedenen Gemein- Menschheit"; „Unser wissenschafllicher Beruf". — den wurden Pfropf- und Baumpslegekurse abge- b^ser Woche wurde auf unserem Marktplatz halten. Für einzelne Ortsgruppen wurden Obstreiser eine M o t o r f e u e r s p r i tz e in Anwesenheit von vermittelt. Dbftbauinfpettor Wiesner hielt als- Kreisfeuerwehrinspektor Rat Bechtold-Lauter- dann einen längeren Vortrag über „Ktrschen - bad) unb zahlreicher anderer Interessenten vorge- b a u im Vogelsberg . Besonders führte er I «juf Die Leistungen der Spritze, die hervorragend aus, daß der Kreis Schotten sich zum Kirschenbau waren, fanden allgemeine Anerkennung. Die An- gut eigne, da die Kirsche em ©ebirgsbaum fei. Der Schaffung einer solchen für den Kreis Lauterbach Ertrag sei ein sehr guter, zumal es kaum eine Miß- roirb erwogen.
ernte gebe. Böden, auf denen sonst keine Obstbäume gedeihen wollen, seien immer noch gut für Kirschen- | S» LöNtmrg Utto Rheinhessen, bäume. Er empfiehlt keine Kirschenbäumchen aus
I milderem Klima zu beziehen, sondern Wildbäume zu i veredeln. Der Referent teilte mit, daß in ca. sechs Jahren große Mengen veredelter und unveredelter Kirschen von der Landwirtschastskammer bezogen werden könnten, da diese den Warthof bei Grünberg gepachtet und zur Baumschule eingerichtet habe. Der Vorsitzende dankte dem Vorttogenden für seine vorzüglichen Ausführungen und forderte im Schlußwort die Anwesenden auf, sich an den Veranstaltungen des Vereins rege zu beteiligen, damit sich der Verein immer mehr vorwärts entwickele. — Kanzleirat Zinfer feierte amSamstag das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Am Vorabend brachten vor der Wohnung des Jubelpaares der Turn- und Gesangverein Schotten zwei Lieder und der Musikverein Schotten zwei Musikstücke zum Dorttag. Der 1. Sprecher des Turnvereins, K. Zeschky, würdigte die Verdienste des Herrn Zin- ser um den Turnverein, überreichte ein Geschenk und schloß seine Ausführungen mit einem Hoch auf das Paar. Der Vorsitzende des Mustkoerems, Beig. L e u n i n a , übermittelte die Glückwünsche dieses Vereins. Im Auftrage des Hochzeitspaares dankte der Sohn Fr. Z i n s e r für die Ehrungen. Er brachte ein Hoch auf die Stadt Schotten aus. Der Stadtvorstand würdigte die Verdienste Zinsers um die Stadt durch Ueberreidjung eines prächtigen Blumenstraußes. Zinfer versah als Beigeordneter die Geschäfte der Bürgermeisterei wäh-


