geführten Wirtschaftsrechnungen ein, um feine Veruntreuungen zu verdecken. 1taä> Aufdeckung feiner Verfehlungen verzichtete 3. auf Amt. Gehalt und Pension.
Ler Angeklagte beruft sich darauf, daß er in seiner Familie schwere Schicksalsschläge erduldet und nur aus Aot gehandelt habe. Er ist in vollem Ilmfang geständig, so daß der Staatsanwalt auf die Vernehmung einer Reihe von Zeugen verzichten konnte. Die Verhandlung ergibt, daß 3. daS Vertrauen seiner Vorgesetzten genossen hat. Die von der Verteidigung geladenen Entlastungs- zeugen bekunden, 3. sei stets ohne Bedürfnisse gewesen und habe für sich selbst nicht viel verraucht. Aach Beendigung der Beweisaufnahme führt der Staatsanwalt auS: Er wolle zugeben, daß 3. mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, aber von einer Aotlage könne doch keine Rede fein. Dagegen spräche schon die Höhe der veruntreuten Summe. Offenbar habe der Angeklagte den Ansprüchen, welche seine Familie an ihn gestellt habe, nicht den Widerstand entgegengesetzt, den er hätte entgegensetzen müssen. Alsdann legte er dar, daß es sich hier nicht etwa, wie sonst meistens, um Amtsunterschlagun- aen, sondern um Betrügereien gegenüber der Kreiskasse handele. 3n dem Dorweisen der gefälschten Belege sei eine Vorspiegelung falscher Tatsachen zu finden. 3m übrigen seien die Fälschungen der Belege und die falschen Einträge in die Register als Urkundenfälschungen im Amt im Sinne der Paragraphen 318 und 349 StGB, zu charakterisieren. Diese Vorschriften liehen nur Zuchthausstrafe zu, mildernde llmstände seien ausgeschlossen. Der Staatsanwalt behandelt die mildernden Umstände, die 3. zur Seite ständen, ausführlich! er verweist auf das lange, tadel- freie Beamlenleben, auf sein sofortiges und unumwundenes Geständnis, auf den Verlust seines Amtes und Pension, auf den schweren Daseins- kämpf, den er nach Verbüßung der Strafe zu führen habe. Andererseits seien strafschärfend die Höhe der veruntreuten Beträge, die zahlreichen Fälle und die Raffiniertheit des Vorgehens in Betracht zu ziehen; auch habe er das Vertrauen seiner Vorgesetzten gröblich getäuscht, seine Verfehlungen fielen auch in eine Zeit, in der der Staat mit den größten finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte und die anderen Beamten sich mit geringen Gehällern hatten begnügen müssen. Der Staatsanwall beantragte eine Gesamtzuchthausstrase von zwei Jahren drei Monaten und dolle Anrechnung der Llntersuchungshaft. Aachdem der Verteidiger in nachdrücllicher Weise auf die mildernden Um- stände hingewissen und seiner Ansicht, die Register seien keine ösfentllchen Urkunden, Ausdruck gegeben, fällte das Gericht folgendes Urteil: zwei Jahre drei Monate Zuchthaus, 5 00 Mark Geldstrafe, Aberkennung der bürgerlichen Eh-renrechte auf die Dauer von drei Jahren, Anrechnung von fünf Monaten der Untersuchungshaft. Der Angeklagte erklärte in seinem Schluh- wort, er sei ein Opfer des Staates, und erbat sich wegen Anerkennung des Urteils Bedenkzeit.
Den Vorsitz führte Landgerichtsrat K ü ch l e r, alS Sraatsanwall fungierte Staatsanwlt Justiz- rat W e i d e m a n n, die Verteidigung lag in den Händen von Rechtsanwalt Mendelssohn.
Wie wir hören, hat 3. das Urteil nunmehr anerkannt und ist bereits heute. Samstag, nach Marienschloß verbracht worden.
Wirtschaft.
Die Reichsdank am Februar-Ultimo.
f2lad) dem Ausweis der Reichsbank vom 28. vorigen Monats ist die Wechsel- und Lombard- aqfage der Dank in der letzten Februarwoche um 326.1 (gegenüber 237.4 Ende 3anuar) auf 18F7.3 Mill Reichsmark gestiegen. Da 110,5 Mill. Reichsmark an Rediskontwechseln ins Portefeuille der Reichsbank zurückflossen, während anderseits 28,9 Mill. Reichsmark in landwirtschaftlichen Wechseln an die Rentenbank abgegeben wurden, so entfallen 244,5 Mill. Reichsmark der neuen Kredllvermehrung auf private Anforderungen. Die Summe der bei öffentlichen Stellen rediskontierten Wechsel ist demgemäß auf 500.1 Mill. Reichsmark zurückgegangen. Das Darlehen, der Reichsbank bei der Rentenbank wurde auf 237,7 Mill. Reichsmark abgetragen.
Die Abflüsse an Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen beliefen sich insgesamt auf 563,1 Mill. Reichsmark. Der Aotenumlauf wuchs um 423,4 auf 2106,2; der Umlauf an Rentenbankscheinen um 139,7 auf 1736,2 Mill. Reichsmark. Einschließlich des Umlaufs an Scheidemünzen — etwa 415 Milt. Reichsmark — und an Privatbanknoten — etwa 140 Mill. Reichsmark — ergibt sich für Ende Februar ein Zahlungsmittelumlauf in Deutschland von 4.4 Milliarden Reichsmark (gegen 4 2 Ende 3nuaar und 4,3 Ende Dezember). Den fremden Geldern der Bank wurden zum Ultimo 104,1 Reichsmark entzogen, so daß sie auf 917.5 Mill- Reichsmark abnahmen.
Der Goldbestand zeigt eine weitere Erhöhung um 27.3 auf 907.3 Mill- Reichsmark. Die zur Golddeckung hcrangezogenen. Devisenbestände wurden um 9 1 auf 302.4 Mill. Reichsmark verstärkt. Das Aotendeckungsverhältnis ging infolge der beträchtlichen Steigerung des Notenumlaufs zurück, und zwar die Deckung durch Gold allein von 52.3 auf 43.1 Proz., die Deckung durch Gold und Deckungsdevisen von 69,7 auf 57,4 Prozent. Der Scheidemünzenbestand verminderte sich um 3,3 auf 62,2 Millionen Reichsmark.
* D i e 3nderziffern. Die auf den Stichtag vom 5. März berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber dem Stande vom 25. Februar von 136,7 mit 136,7 unverändert geblieben. Für den Durchschnitt im Februar ergibt sich ein Rückgang der Grohhandelsinderzifser von 138,2 im Durchschnitt im Januar auf 136,5 oder um 1.2 v. H. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten,
| Dte nacy der viSyertgen Berechnungsart die Ausgaben für Ernährung. Wohnung. Heizung, De- lleidung und BeleuAung umfaßt, beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamtes für den Durchschnitt des Monats Februar aus 125,1. 3m Vergleich zum Vormonat (124,0) ist eine Steigerung von 0,9 v. H. festzustellen.
* Anhaltende Oelfunde be i Hannover. Die CrdöI-Bergbau-A°G. Celle hat bei Peine neue Bohrungen vorgenominen. 3n diesem Gebiete wird stark gehaltiges Rohöl gewonnen, welches wegen seines hohen Benzingehaktes besonders wertvoll ist. Aus den bis jetzt in Betrieb befindlichen acht Bohrungen werden jährlich über 1000 Tonnen Oel erzielt. 3m Bezirk von Aiemhagen ist der Oelauswucs der Bohrung Anton Raky I. und Rig f. in den letzten Tagen derart gewesen, dah der ganze Platz und die umliegenden Wiesen etwa einen halben Meter unter Oel stehen. Der Ausbruch hält weiter an.
* Rückzahlung chinesischer Dor - kriegsanleihen. Die chinesische Regierung hat 1017 Stück der Goldanleihe von 1912 im Werte von 5 Millionen Pfund zwecks Rückzahlung am 30. September ds. 3s. aufgerufen. Die Einlösung erfolgt zu pari.
* Kapitalerhöhung bei derKabel- werk Rheydt 21.=©.? Wie das „Berliner Tageblatt" erfährt, soll die Gesellschaft eine Erhöhung ihres Aktienkapitals, das gegenwärtig 5 Mill. Rm. beträgt, beabsichtigen. Dem Vernehmen nach*soll den alten Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt werden. Die Geschäftslage wird als günstig bezeichnet.
e Detriebseinschränkungen bei PHonix - 21.»®. in Düsseldorf. Auf der Düsseldorfer Abteilung der Phönix-A.-G. für Bergbau und Hüttenbetrieb ist 750 Arbeitern gekündigt worden. Die Maßnahme wird damit begründet, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse eine Beschäftigungsmöglichkeit für die zur Entlassung kommenden Arbeller nicht gestatten.
0 Keine Dividende bei der Hapag. 3n der Bilanz itzung des Aufsichts.als derHam- burg-Amerika-Linie wurde beschlossen, die ordent- llche Generalversammlung gemäß den Bestimmungen der Satzungen zum 28. Mär§ d. 3. einzuberufen. Die Verteilung einer Dividende wird nicht in Vorschlag gebracht werden.
’ SineStinnes-Gründungin England. Am 27. Februar wurde in Edinbourg, wie der Londoner Berichterstatter des Fachblattes „Industrie-Kurier" meldet, unter dem Rainen „Hugo Stinnes Ltd." eine Gesellschaft mit einem Kapital von 100 000 englischen P'und gegründet. Zweck der Gesellschaft ist der Kohlenhandel und der Abschluß von Verträgen zur 2lusbeutung von Kohlenlagern. 3m 2lufsich:s- rat der Gesellschaft sitzt Hugo Stinnes jr.. H. B. Williams, Minenbesiher in Glasgow, E. Balster, Kohlenexporteur in New Castle.
D i e Londoner Dankrate erhöht. Rach aus London vorliegenden Meldungen hat das Direktorium der Dank von England beschlossen, die Dankrate von 4 auf 5 Prozent zu erhöhen.
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Frankfurter Abendbörse.
Frankfurt a. M, 6. März. An der heutigen Abendbörse kam die scharfe Abwärtsbewe- gung zum Stillstand. Die Stimmung war etwas freundlicher und die Kurse tendierten zum Teil ansehnlich nach oben. Auch das Geschäft, das sich etwas heben konnte, verlief etwas lebhafter. Die Spekulation schritt bei Wochenschlutz zu einigen Rückkäufen, die aber bei den immer noch geringen lllmsätzen nur im großen ganzen unbedeutende Kurserholungen auslösten. Die Besserungen erstreckten sich aus alle Märkte. Das Geschäft in Anleihen aber blieb lustlos. Kriegsanleihen hörte man im Freiverkehr mit 0,590 bis 0,587. Die Börse schloß zuversichtlicher und in gebesserter Haltung. Deutsche Anleihen: Zi/zproz. Preußische Konsols 0 920, Preußenkali 4,40. Ausländische Renten: bproz. Mexikaner, Gold (ab- gestempelt) 38,37, Oesterreichische Staatsrente 2,30. Bankaktien: Berliner Handelsgesellschaft 154 Braubank 1,90, Commerzbank 6, Darmstädter Dank 13,90, Deutsche Bank 18, Disconto 121,50, Metallbank 112,50, Reichsbank 143,75, Oesterreichische Kreditaktien 9,25. Montanaktien: Buderus 16,70, Harpener 137, Phönix 59, Rheinische Braunkohlen 45,75, Tesius 3,55, Kali Westeregeln 21,37. Chemische Aktien: Badische Anilin 28,12, Scheideanstalt 141, Elberfelder Farben 24,87, Th. Goldschmidt 21,12, Höchster 25, Holzverkohlung 8 25. Elektroaktien: AEG. 11,12, Bergmann 17,37, Licht und Kraft 7,30. Sonstige Industrieaktien: Dyckerhoff 4 25, Gebr. Iunghans 12,5, Karstadt 4,15, Rheinisches Metall 67, Zellstoff Waldhof 11, Badischer Zucker 3,50. Frankentalzucker 4,30, Heilbromrzucker 3,45, Offsteinzucker 3,55.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger-".)
Berlin, 6. März. Die heutige Börse eröffnete wieder in schwacher Haltung, doch setzten sich die gestrigen Abschwächungen nur vereinzelt fort, weil den Verk-ufsaufträgen von außerhalb teilweise Deckungskäufe der Spekulation gegen» überstanden. Man befürchtet eine Ausdehnung des sächsischen und Elberfelder Eisenbahner- st r e i k s und hiervon eine Lahmlegung des Verkehrs. Die Verhältnisse am Geldmärkte werden durch die starte Anspannung der Reichsbank charakterisiert, wenn auch der Geldmarkt selbst verhältnismäßig leichtes Aussehen hat. Die Nachricht, dah H a p a g dividendenlos bleiben, übte einen starken Druck auf dieses Papier aus. Hapag setzten 3 Prozent niedriger ein, dagegen waren Hamburg-Süd auf die Dividenden-Erklä- rung zunächst leicht anziehend, gaben aber bald nach. Die Dividendenerhöhung im Sprilkon- z e r n konnte, da sie den Erwartungen entspricht, nicht besonders einwirken. Recht schwach tag auch der Rentenmark, da die Spekulation sich von den demnächst zu veröffentlichten Auf-
wertungsgesetzen nichts mehr verspricht. Kriegsanleihe notierte gegen Mittag 0,57. Wie bereits erwähnt, ist die Lage am Geldmarkt ziemlich leicht, die Rachricht, dah die ReichSbank sich zur Rediskontierung von Privatdiskonten bereit erllärt habe, wurde mit Befriedigung ausgenommen. Tägliches Geld 9—12 Proz., Monatsgeld 12—13 Prozent. Privatdistont 8 Prozent. 2lm internationalen Devisenmarkt ist die Lage ziemlich unverändert. London liegt auf die Diskonterhöhung etwas fester. Italien konnte sich leicht erholen.
Börsenkurse.
Dalum:
5®/. DeuNche NelchSanicibr 4% Deu'sche Reichsanleihe .
37,°/n Deutsche Sieich anleihe 36/ Deutsche Reichsmleihe . Tcuische Lvarpramicnanleibe 4% Preußische Ronsolö . . .
4° o Hessen.......
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3°/o Hessen
Deutsche Dertb. Dollar-Anl. dio. Doll Schatz-Änwestng.')
4% Zolltürken
5% (Sulbmerttaner
Berliner Handelsgesellschaft.
Lommerz- und Prwat-Bank. Darmst. und Naiionalbant . Deutsche Bank Deutsche DerctnSbank . . . . DiSconto Commandit
Metallbank...........
Mnteldeut'chc Ereditbank. . Ocsle! reichliche Kreditanstalt. Westbank...........
Bochumer Guß ...... Buder.6......... . .
Taro .........
Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . Harvc^er Bergbau......
Kaliwerke ÄscherSleben. . . . Kaliwerk Westeregeln . . . . Laura hülle...........
L berbcdarf » , . . Phönir Bergbau ....... Rhein,iahl . . .. Ri. bell Montan Tellus Bergbau . Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovo.....
Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......
Anglo Tont -Guano Badische Anilin........
Chemische Mayer Alapüt .. Goldss midt . Gries eimer Electron . . .. Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung . . Rütgersiverke.........
Lcheideanstalt ...... Slllg Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann . . Mainkrastwerke Schlickert........ ..
Siemens 4 Halske......
Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ...... Henllgcnstaedt.........
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Motorenwerke Mannheim . Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgelell chaft Frankfurt. Bet Union A.-G. ....
Schuh'abrik Herz Siche? Hellslo i Waldhof Burfcriabrir Frankenthal . . Zuckerfabrik Wagbäusel . .
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(In Billionen Mark ausaedruckl. ®aeno6 ätrtd, London, Neu- York. Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100'XX) Ern beiten, alles übrige für 100 Einheiten.)
Telegraphische Auszahlung.
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Banknoten.
Berlin, 6 März.
Amerikanische Noten . . .. . Belgische Noten . ..... Dänische Noten ........ Englische Noten ....... Französische Noten ..... Holländische Noten...... stt -lienische Noten.....
Norwegische Noten Deutsch Oesterr,äiooKrone» Rumänische Noten......
Schwedische Noten .
Schweizer Noten .
Spanische Noten Tschechoslowakische Note» . . Ungarische Noten ... .. .
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Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger-".)
Frankfurt a. M., 6. März. Es wurden notiert: Weizen 21,50 bis 25,50, Roggen, inländ. 22 bis 25, Sommergerste für Drauzwecke 23 bis 29, Hafer, inländ. 17,50 bis 22,75, Mais, gelb 22 bis 22,25. Weizenmehl, inländ., Spezial 0, 42 bis 44,50, Roggenmehl 36.25 bis 39, Weizen- lleie 13,50 bis 13,75, Roggenkleie 14,25 bis 14,50. Tendenz: Stetig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 6. März. Der Produktenmarkk war bei nachgebenden Kursen ruhig. Das Mehl- gefchäft stockt nach wie vor. 3m Lieferungsge- Ichäft Weizen behauptet. Roggen schwächer. Abschlüsse in Futterartikeln unbedeutend. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märt 253 bis 263, do. März 278,50 bis 279, do. 3ult 300 bis 299, Tendenz behauptet, Roggen, märt 249 bis 251, do. Pommern 247 bis 250, do. Mai 277, Tendenz matter, Gerste, mark. 250 bis 263, Futtergerste 215 bis 235, Tendenz still, Hafer märt. 186 bis 192, do. Mai 208,50, Tendenz behauptet, Mais (loko Berlin) 217 bis 220, Tendenz ruhig, Raps 395, Tendenz still, für je 100 Kilo: Weizenmehl 35,23 bis 37,25. Roggenmehl 34,50 bis 36,75, Weizenkleie 14,40, Tendenz still, Roggenkleie 14,50, Tendenz stetig, Biktoriaerbsen 27 bis 32, Heine Erbsen 20 bis 22, Futtererbsen 19 bis 21, Peluschken 18 bis 19, Ackerbohnen 19 bis 21, Wicken 18,50 bis 20, Lupinen, blau 12,25 bis 13,75, do. gelb 14,50 bis 16, Serradelle, neu 14,25 bis 16.50. Rapskuchen 17,60 bis 17,80, Leinkuchen 22,50
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Sonntag, 8. März:
8.30 cklhr: Morgenfeier. 1. Präludium über Öen Choral „Was Gott tut, das ist wohlgetan" von B. Klauh, 2. Männerchor „Heilig dem Herrn" von Fr. Händler. 3. Predigt: E. Wächter, 4. Männerchor „Mein Steuermann" von Fr. Häuhler, 5. Postludium von Reinhard. 4 bis -5 iltjr: Kinderstunde. 5 bis 6 cklhr. Schubert- Rachmittag des Hausorchesters. 1. Militärmarsch, op. 51, 1, 2. Ouvertüre „Alfonso und Estvella", 3. Lieder, 4. Andante aus dem Oktett op. 166, 5. Lieder, 6. Marsch ä la Hongroise, op. 54, 2. Ausführung: das Hansorchester, Mitwirkung: Frl. Annie Wiegand (Alt). 6 bis 7 cklhr: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung: 1. Aus dem Geben der Kakteen, Vortrag von Palmengartendirektor Kraus. 2. Von Blumen und Gärten, vorgetragen von Frau Gertrud Paulus. 8.30 bis 9.30 cklhr: Amerikanische Volkslieder. 1. My old Kentucky Home, 2. Der alte Joe, 3. Das alte Heim, 4. Dixie, 5. Heimatssehnen, 6. Rock a bye, baby (Wiegenlied), 7. Kehr' nicht wieder, harte Zeit, 8. Onkel Red, 9. Unfer Herr im Grabe ruht, 10. Vier Krauskopfnegerlein, 11. Alte Liebe, 12. Heil Columbia, 13. Pankee Doodle, 14. Die Roten, Weihen, Blauen. Ausführende: Hendrik Deldkamp-Hol- land (Gesang) und am Flügel Dr. Reinhold Merten von der Frankfurter Oper. Anschließend Rachrichten, Wettermeldung. Sportbericht.
Montag, 9. März:
11,55 IHjr: Zeitangabe. 12 älhr: Rachrichtendienst. 12.55 bis 1 älhr: Rauener Zeitzeichen. 4 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 4.20 Hör: Nachrichtendienst. 4.30 bis 6 Uhr: Italienischer Nachmittag des Hausorchesters. 1. Marcia reale von Gabetti, 2. Ouvertüre zur Oper „Norma" von Bellini, 3. Tesoro mio (Walzer) von Decucci, 4. Phant. a. d. Oper „Lucia di Lannnermoor" I von Donizetti, 5. Vecchio Minuetto von Sgam- bati, 6. Phantasie a. d. Oper „Mefistofele" von Boito, 7. O fole mio von di Capua, 8. Phantasie a. d. Oper „Bajazzi" von Leoncavallo. 6 älhr: Wirtschaftsmeldungen. 6 bis 6.30 Uljr: Die Lesestunde (Die Novelle): „Der Zweite" von Luigi Pirandello. 7 bis 7.30 Ubr; Funkhochschule. Prof. Künzel: „Aus der Geschichte des deutschen Unter- nehmertums", 3. Vortrag. 7.30 bis 8 Uhr: Funk- hochschule. Vortrag von Prof. Dr. Swarzenski, Direktor des Städelschen Kunstinstituts: „Vom Sammeln alter Plastik". 8 Uhr: Englischer Unterricht. 8.30 Uhr: Grausen und Groteske. 1. Ou- vertüre „Ruy Blas" von Mendelssohn, 2. Das Faß Amontilladv von E. A. Poe, 3. Kitten vn the kehs von Z. Confrey, 4. König Pest von E. A. Poe, 5. Foxtrott von Z. Confrey. Aus- führende: Karl Heinz 3aff6 vom Frankfurter Schauspielhaus, ein Kammerorchester, am Flügel Dr. Merten von der granffurter Oper. 9.30 Uhr. Nachrichten, Wettermeldung, Sportbericht. 10 bis 11 Uhr: Kammermusikabend des Arnar-Quartetts. Programm: Streichquartett in O-Moll op. 7 von Arnold Schönberg. Ausführende: L. Arnar (1. Violine), W. Caspar (2. Violine), P. Hinde mith (Drafche), R. Hindemith (Cello).
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