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Offenbach, 6. Jan. (Eigener Bericht.) 3w Zrvschhausen bei Offenbach wollte ein 1 jähriger Junge namenS Kämmerer in der Acujabr-nacht einen .Frosch" anheden; da dieser nicht sofort brannte, blies er mit dem Mundc die Zündschnur an. Plötzlich sprang der „Frosch" dem Jungen in den Mund. Mit schweren Brandwunden wurde der UnfllüdlidK in das Offenbacher EtadtkranlenhauS gebracht, wo er jetzt unter unsäglichen Qualen starb. Bei einer Hochzeitsfeier kam eS zu einer Schlägerei, wobei der Bräutigam eine Berlehung über Dem Auge erhielt: einem Trauzeugen wurde die Lippe durchstochen. — Eine Frau namens Elisabeth Sondergeld hatte sich mit Spiritus die Haare gewaschen und kam dabei einer offenen Licht flamm e zu nahe. Die Haare fingen Feuer und die Bedauernswerte muhte mit schweren Brandwunden in da- Städtische Krankenhaus einge« liefert werde.
• Mainz. 3. Jan DaS Gutenberg- Museum und die mit ihm verbündete internationale Gutenberg-Gesellschaft. Die beide ihr Entstehen der Begeisterung des glänzenden Mainzer Gutenberg-Festes von 1900 verdanken, seiern im Jahre 1925 das erste Viertel- jahrbundert ihres Bestehens. Zu diesem Doppeljubiläum wird eine umsangreiche internationale Festschrift herausgegeben, an der etwa sechzig hervorragende Kenner des alten und modernen Buchdrucks aus fast allen Kulturländern der Well mitarbeiten. Ausserdem soll in Mainz eine grohe Ausstellung über die Entwicklung des ..schönen deutschen Buche- fett 1920" aufgebaut werden: bei der hohen Blüte der modernen deutschen Buchkunst dürfte diese Ausstellung das stärkste Interesse Der Fachwelt, der Dücherlieb- Haber und der Kunstfreunde weit über die Grenzen Deutschland- hinaus erwecken.
Worms. 6. Jan. (Wolff.) Die.Worms er Zeitung", eines der ältesten Blätter Deutschlands. ist mit Beginn des neuen Jahres in Der 1 50. Jahrgang ihres Erscheinens cingetreRn. Die Buchdruckcrei Eugen Kranzbühler, in deren Verlag die ..Wormser Zeitung" erscheint, wurde im Zähre 1700 gegründet und blickt somit auf ihr 2 25 jährigeS Bestehen zurück.
Hessen-Nassau.
bl. Dillenburg, 5. Ian. Aus bis jetzt unaufgctiärtc Weise erfolgte heute morgen gegen i'J1 Ilhr in den Anlagen der Färberei Thorn a S eine Kessel«? Vkvfivri, di? das gante Gebäude bi3 nut eine Wand in Trümmer legte. Menschenleben imh nicht zu beklagen, da zum Glück augenblidhd) niemand in dem Raum anwesend war. Der Sachfamden ist bedeutend. Der Luftdruck war so start, das; in der Aachbarschnft eine Anzahl Fensterscheiben cntjtoeifpvangen. Aci- hcres über die Ursache muh die Untersuchung ergeben — Aach langgehegten Plänen ist man z. ZI. mit dem Bau einer Verbindung-! st raste zwischen den Gemeinden Ranzen bo ck und Hirzenhain beschäftigt. Es handelt sich hierbei um die Schaffung einer direkten Bei bindung nach dem Biedenkopfer Kreis, der sonst nur auf Umwegen mit unserer Stadt verbunden war. Das inzwischen liegende Gebiet wird wirtschaftlich vollständig erschlossen werden.
Wächtersbach, 6. Ian. (WTB.) Ein hiesiger Einwohner untersuchte seinen R? • n Diner. Dabei entlud f i ch die Waffe. Der Schuh traf die E h e f r a u so unglücklich, oast sie an der Berlehung st arb.
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Senders.
i(AuS der ,.Radio-Umschau".) Donnerstag, 8. Januar
11,55 Uhr: Zeitangabe. 12 Uhr: AachrlPtei. dienst. 4,30 bis 6 Uhr: Aachmittags-Konzerl 6 Uhr: Wirlschastsmeldungen. 6.30 Uhr: Die Lrse- stunde <Aus fernen Landern): Aus dem N3apan- buch" von Lafcadio Hearrn. 7.30 Uhr: Bortrag über ..Automatische Telephonie von Oberinge nieur Dr. Reinhard Roestel der Mik & Genest Ä. G. 8,30 Uhr: Aus volkstümlichen Opern 1. Ouvertüre zur Oper „Der Freischütz" (Weber). 2. Arie des Mar aus der Oper „Der Freischütz" (Weber«. 3. Arie „2ic& wie so trügerisch" auS der Oper „Rigoletto" (Derdi). 4. Ouvertüre zur Oper „Mignon" (Thomas). 5. Arie des Wilhelm Meister auS der Oper „Mignon" l Thomas). 6. Arie „Ach so fromm" aus der Oper „Martha" > Flotow). Ausführende. Mar Roller vom Frankfurter Opernhaus (Tenor), ein Kammerorchester, am Flügel Dr. Merten von bei Frankfurter Oper. 9 30 Uhr: Aachrichten, Wettermeldung. Sportbericht. 9 40 Uhr: Die ©pätanfün« digung „Keine Ruh bei Tag und Aachtl" 9,55 Uhr: Zeitvorbereitung. 9.56 Uhr: Drei Minute, der Hausfrau. 10 Uhr: Zeitangabe. 10 bis 11 Uhr. Buben und Mädel. Szenen von Franz Molnar. Ausführende: Fritta Brod und Fritz Obemar, beide vom Frankfurter Schauspielhaus, ein Äanv merorchester.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
E. O. Wir können Ihnen nur raten, in dieser Angelegenheit einmal auf dem zuständigen Poll zeirevier nachzufragen.
wuroe letzt, nachdem sie in der Inflationszeit ihr Dermögen verloren hat, neugegründet. Dies geschah in einer am Samstag in Darmstadt abgehaltenen Versammlung, die von dem langjährigen Vorsitzenden K a st l i <f - Darmstadt geleitet wurde. Das Rechnungsjahr schloh mit einer Einnahme von 14 885 Ml. und mit einer Ausgabe von 12 509 Mk. ab. Die UnterstützungSgeldcr sind vor Weihnachten verteilt worden. In den Denval- tungSausschuh wurden gewählt: Knopp- Darmstadt, D e b u s - Osfenbach. Schulrat Fischer-Giehen. P s e i s e r - M..irz. ®at> zert - Ridda, Direktor S ch mid t Friedberg und Ludwig Weber- Darmstadt. Den Hauptteil der Beratung nahm die Wiedererrichtung der Sterbekasse in Anspruch: es wurden Sterbegeld- sähe von 200, 400. 600. 830 und 1000 Mk. sest- gefeht. Auch die Kahlick-Stiftung. die ebenfalls in der Inflationszeit ihr Vermögen eingetobt hat. wurde auf Vorschlag von Lehrer Ramge- Worms wieder ins Leven gerufen. Bei dieser Gelegenheit wies Schulrat Fischer- Giesten auf die Verdienste Kastlicks hin, der feit 36 Jahren die Geschäfte der Ludwig- und Alice-Stifiung ührt.
re Der Evangelische Bund zur Wahrung der Deutsch-Protestantischen Interessen (Ortsgruppe (Sieben) veranstaltete am QllontagabcnD einen öffentlichen Vortrag im Saalbau Sauer, Oswaldsgartcn. Rach einleitenden Begrützmigsw orten des ersten Vorsitzenden, Pros. Dr. Schmoll. (Sieben, hielt Pfarrer Haupt. Sieben, einen Vortrag über des Thema. „Ist ein Leben nach dem Tode denkbar?" Er führte seine Zuhörer den rein wissenschaftlichen Weg unter Berücksichtigung der neuesten Forschungen auf dem Gebiete der Telepathie, Materialisation, Hellsehen ufw., indem er zunächst aus die Unvollkommenheit aller wissenschaftlichen Forschungen hinwies, die in erster Linie ihren Grund in der Unvollkommenheit Oer menschlichen Sinne habe. Die Aubenwelt fei nur eine Erscheinungswelt, die vermittels unseren Sinne im Gehirn geboren werde. Die Auferstehung des Fleisches, die in der Bibel gelehrt werde, fei eine Auferstehung der Menschheit. Die Seele stehe wieder auf, und zwar die Seele, die den Menschen jetzt schon begleite, fei es im Körper lGeist, Seelen-, K'-ankheits ustände^ f i es außerhalb des 5 d.) ers T <xum uftä de,Hel se e ). An Hand zahlreicher Beispiele wies er das Bestehen dieser Seele nach. Der Tod sei die Trennung von Seele und Körper. 3m Jenseits werde sich die Seele einen Körper bauen, der zu ihr passe. Mit einem kurzen Hinweis aus den religiösen Wog, einer Aufforderung zum Sich- loSmachen von der Materie, schlotz Pfarrer Hauvt seinen Vortrag, der auf die zahlreich erschienenen Besucher einen tiefen Eindruct machte. Da eine Aussprache nicht beliebt wurde, fchlofl der erste I Vorsitzende die Versammlung mit Worten des DankeS.
'• DerVereinKanariaGiehenund Hingegen b hielt anlässlich seines 25jährigen Bestehens eine Jubiläumsausstellung, verbunden mit der Gruppenausstellung des 'Vereins deutscher Kanarienzüchter, im Saalbau Sauer ab DaS Arrangement war, wie man uns berichtet, musterhaft und legte Zeugnis davon ab, das; die Leitung des (Siebener Vereins sich in den besten Händen befindet. Der 1. Vorsitzende L Petri ernannte die Herren Aug. F e l f i n g, Earl Bourgeois, H. ©immer für 25jährige treue Mitgliedschaft durch Ueberreichung von Ehren-Urkunden und goldene Medaillen zu Ehrenmitgliedern. Es erhielten für ihre ausgestellten Vögel felgende Züchter Preise: Selbstzuchtklasfe: 1. Preis Oskar Paatzsch, Leipzig, 2. F. Helbing, Frankfurt a. M-, 3. Ehr. Ernst, Bad-Homburg. 4. W- Schwark, Elmshorn, 5. P. Kausholz, Hannover. 6. Th- Iudt, (Sieben, 7. K. Schmidt, Marburg, S. H. Hofmann, Langsdorf, 9. L. Petri, Giesten, 10. K Rau. Giesten. 11. K. Viertelpausen, Älein-ßinben, 12. K Pitz. Laubach. 13. O. Hartrmg, Marburg. 14.1. Jockel. Sinn, 15. H. Simmer. Giesten, 1k. O. Hartung. Marburg. 17. K. Viertelhausen jun.. Kl.° Linden. Allgrmeinklasse: 1. K. Hümmer, Bad Homburg. 2. K. Schmidt, Marburg. 3. H. Hofmann, Langsdorf, 4. K. Viertelhaufcn fern. Älem- Linden. 5. E. Grein. Giesten, 6. 5t Mahnkopp. Giesten. 7. H Schmidt, Giesten, 8. K. Renkel, Bad- Salzhausen. 9. K. Weber. Grosten-Linden. 10. I. Sauer. Riederweimar. Für ausgestellte Vogel- futterfaaten; 1. Preis L. Rob. Döll. Samenhandlung, Giesten. 2. H. Hahn, Samenhaus. Giesten. Für ausgestellte Ääfigc, Utensilien: 1. Preis L. Rob. Döll, Samenhandlung, Gießen.
Landkreis Gietzcn.
eu. Beuern. 5. Ian. Gestenr nachmittag sprach in der Kirche Pfarrer Haupt vom Evangelischen Bund über „Gibt es ein Leben nach dem Tode?" Da in der falten Kirche längere Ausführungen des Pfarrers und auch gegenteilige Aeusterungen nicht angebracht waren konnten die zahlreich Erschienenen nur einen Teil von dem hören, was darüber tatsächlich zu Tagen ist, und so wurde das Thema nur von der wissenschaftlichen Seite bcbanbclt.
V. Londorf, 5. Ian. Am wamstag Abend hielt der Gesangverein „Frohsinn" s iic Generalversammlung ab. Aus dem Bericht des Kas.ierers war die erfreuliche Latsche zu entnehmen, das) das laufende Jahr mit einem kleinen Uebeifchust abschliestt. Die Zahl der al.i-- ven Sänger beträgt zirka 60. die der passiven eben so viel. Der alte Vorstand wurde ohne Widerspruch befbc&alten. Nachdem noch einige Punkte, bes. Wegen Beteiligung an einem Ge- fangswettstreite, besprochen wurden, ging man dum gemütlichen Teile über. Beim Gesang einiger schöner Lwdcc und bei einem guten Glas Bier blieb man bis zur Feierabendstunde zu ammen. Der Verein steht unter der bewährten Lntung des befannten Musillehrers Kasten Giesten.
al. Allendors (Lahn). 5. Jan. Im Jahre 1924 wurden in hiesiger Gemeinde 6 Ehe- schliestungen vollzogen, in 1923 ebenfalls 6. Geboren wurden 21 Kinder (16 Mädchen und i 5 Knaben», in 1923 29 Kinder (13 Mädchen und 16 Knaben). Gestorben sind 10 Erwachsene
ITnndelimch nie AorifiOC** < GleBM.BahGbefitr.86 „l)t lUiC 3 S 13. Janaar 1935 Besinn neuer Kurse in alleu Handelefäch« m Prospekt und Auskunft durch die Schulleit. DlpL-HandeisL Ubleman y
und 2 Hinter. Von den 10 Erwachsenen sind zwei Personen ht Giesten gestorben. In 1923 Waren 9 Eitr-achsene und 4 Kinder gestorben, darunter 1 im katholischen Schwesternhaus zu Giesten. — Der Gemeinderat beschlost in der letzten Gemeinderatssihung auf Anregung des Bürgermeisters, in Zukunft keine Standes- amtSgebühren mehr zu erheben, da es erstens keine groben Beträge gibt und zweitens eS für den Standesbeamten sehr unangenehm ist. von geringen Leuten, welche doch gewöhnlich am meisten das Standesamt beanspruchen müssen. Gebühren zu erheben bzw. abzuverlangen. Die Gebühren für den Standesbeamten fallen ebenfalls weg. Allo sind jetzt in hiefigei- Gemeinde sämtliche standesamtliche Handlungen gebührensrei.
m. Hausen. 6. Jan. In dem vergangenen Jahr wurden 12 Kinder (8 Knaben und 4 Mädchen) getauft. 17 Kinder (11 Knaben und 6 Mädchen» fontirmicrL Zum Traualtar gingen 7 Paare, beerdigt wurden eine Frau und ein Kind von einer Woche. Zum Gottesdienst gingen 5378 Erwachsene und 1825 Kinder, bei 68 Gottesdiensten durchschnittlich 79 Erwachsene und 27 Kinder: zum Aoendmahl 359 männliche und 400 weibliche Personen, auherdem sanden 5 Kranken- kommunionen statt. Zu berichten ist ferner die Wiederbelebung unserer Ortsgruppe des evgl. Bundes durch Marinepfarrer i. A. Gabriel und die Einweihung unserer neuen Glocke.
• Lich. 5. Jan. Der piefige VolkSbil - dungsverein bot seinen Mitgliedern einen musikal. - deklamatorischen Abend. Ausführende waren Frl. Dr. Thessa M u l d» (Rezitation) und Frl. Lullu Engesser (Klavier). beide aus Frankfurt. Der Höhepunkt des Abends waren die beiden melodramatisch behandelten Balladen: Das klagende Lied, von Martin Greif, und DaS Hexenlied. von E. v. Wildenbruch. Zu ersterem hat Gustav Lewin die Musik geschrieben, zu letzterem 2t. v. Schillings. — Ein Melodram ist eine selten auftretenbe Kunstgattung. der von vielen die Berechtigung versagt wird. Dem gesprochenen Worte wird an besonderen Höhepunkten der Dichtung durch charakteristische Mufil ein musikalischer Hintergrund gegeben. Die Musik soll gleichsam den Gesübls- ausdruck des Wortes unterstreichen, verstärken, heben. Mochte man sich nun zu dieser Kunstgattung stellen wie man wollte, Tatsache war cd, das; alle Anwesenden durch die wirtlich künstlerische. an manchen Stellen crgrellende Vortragsweise von Frl. Dr. Mulch tief bewegt wurden. Frl. Engesser erwies sich als feinsinnige Begleiterin. Aus der gleichen Höhe standen zwei weitere Dichtungen und zwei Solovor- träge auf dem Klaviere. Richt unerwähnt darf bleiben, tost der musikalische Teil sehr unter der I Mangelhaftigkeit tos Instrumentes zu leiden hatte, und tost wohl für künftig in dieser Hinsicht Abhilso geschassen werden muh.
T Grünberg, 5. Ian. Zu Beginn der heutigen Gemeinderatssihung teilte der Vorsitzende ein Schreiben des Rechtsanwalts Beil- stein mit, wonach in dem Prozetz der Stadt gegen Christ demnächst eine Desichaigu.ig unter Zuziehung von Zeugen an Ort und Stelle vorgenommen werden soll. — Der Ankauf eines Bullen für 415 Mk. wurde genehmigt, ebenso der Verkauf eines alten Dullen, das Pfund Lebendgewicht zu 40 Pf. an Leo Jakob in Grohen-Buseck. — Die schon zweimal zurück- gestellte Vorlage betr. Beitrag x\v: Psarrr v=» Besoldung über 482,71 Mk. für 1923 wurde genehmigt. - 3m übrigen genehmigte die Versammlung einige kleinere Vorlagen,
Hrcis Friedberg.
•Q Bad- Rauheim, 6. Jan. Das Reichspostministerium hat, wie wir erfahren, ent- fd)ie6en, dah in Dad - Rauheim und Frie Ö- berg je ein selbständiges Selbstanschlußamt für den Ortsverkehr und in F ried- berg ein Fernamt für den Fernverkehr beider Städte eingerichtet werden. Schaltunastechnisch werden die Annter so gestaltet, dah die Rau- Heimer Tellnehmer sich mit den Anschlüssen in Friedberg und umgekehrt durch entsprechende Einstellung der Rummernfcheibe ihrvs Selbst- anschlustapparats unmittelbar verbinden können. Diese Verbindungen zählw' künstig als Orts- verbinbungen, während jetzt auf den Verkehr zwischen beiden Städten die weniger günstigen Bestimmungen für den Fernverkehr anaewaitdt werden. Es ist damit zu rrchnen. dah die Inbetriebnahme der beiden Selbstanschluhämter im Rechnungsjahre 1925 stattfindet.
Kreis Büdingen.
... Bad Salzhausen, 5. Ian. Heute wurde Ocnerallo-ful Eduard Engler in Franffurt beerdigt, der alljährlich längere Zeit hier in feiner Villa mit seiner Familie wohnte und sich allgemeiner Beliebtheit erfreute. Auch besah er hier einen gröberen landwirtschaftlichen Betrieb, in dem er nicht selten selbst mitarbeüeta und der mustergültig bewirtschaftet wurde.
y. Rieder-Mockstadt. 5. Ian. Während nach einer kürzlichen Meldung in Dleichen- bach 143 Rellamaäown gegen die Feldbereinigung vom Schiedsgericht cntfd)ieben werden muhten, tarn hier nur eine einzige Reklamation vor das Schiedsgericht. Untere Feldbereini- g u n g wurde oon Ooerlandmesser Schmidt in Gietzen ausgeführt. Als unparteiischer Sachverständiger war Landwirt Wörner von Geih- Ridda zuge^ogen worden.
)( Ort en berg, 6. Ian. Die in hiesiger Gegend am meisten beschäftigte 3 n b u ft t i c ist toobl zur Zeit die Stein-, besonders dieDasalt- i n d u st r i e. In der ganzen Gegend herrscht eine grobe Rachfrage nc<h ar.gefangencn oder aufzu- schliehenden Basaltsteinbrüchrn. Die hiesigen O h m t a l b a s a l t w e r k e beschäftigen augenblicklich etwa 80 Mann, auch in dem bei Hof Breitenheide wieder neu angefangenen Basaltbruch, den die Firma W' f & Weglehner gepachtet hat, herrscht rege Tätigkeit, ein Klopfwerk wird auaenblicklich erbaut. — 3n letzter Zeit wurden in unserem Städtchen eine größere Anzahl
Mcht <m Öhme der hypermodernen Zeit) und ßläffische Musik: Hugo Kauns Trio In Ö-Moll. TschaikvwSktzS grobes ^-Moll- Trio, Beethovens grobes 8-Dur-Trio op.97. Hugo Kann. geb. 1863 zu Berlin. Schüler von Kiel, feit 1867 in Milwaukee als Lehrer und Komponist. ist durch feine Kammermusikwerke (Streichquartett, Streicharllntett, Trios) ebenso bekannt, vie er gern gespielt wird. Peter Tschaikowsky (geb. 18 iO zu Wotkinsk, gestorben 1893 in Petersburg» gilt mit Recht als bedeutendster russischer Kmnponist des letzten Jahrhunderts. Sein groheS Trio in A-OKoll, dem Andenken einet groben Komponisten gewidmet (wahrscheinlich Rubinstein), ist hier von dem früheren Trio: Xrautmann, Redner, Heger mehrmals gespielt worden und wird allgemein als hervorragendstes Werk der auherdeutschen Trioliteratur angesehen. Beethovens gröhtes Trio, das in B-Star, op. 97 (komponiert 1811), gewidmet dem erhabenen Schüler Erzherzog Rudolph, ist auch heute noch der Gipfelpunkt der Klaviertriolile« ratur und des Meisters letztes und vollendetstes Deck dieser Gattung. So steht ein erlesener Kunst- genutz bevor, den sich unsere Konzertoesucher und besonders alle Freunde guter Hausmusik nicht entgehen lassen sollten.
_ »Die Zehn Gebote" ist ein grobes Filmwerk betitelt, daS von morgen ab im Lichtspielhaus, Dahnhosstrahe, gezeigt wird. GS handelt sich dabei um ein amerikanisches Produkt, zu dessen Herstellung ein ungeheurer Menschenappa- rat und natürlich auch entsprechend hohe Geldmittel mobil gemacht wurden. In den Weltstädten der neuen und der alten Welt, in denen man den Mm bisher zeigte, fand er, wie uns mitgeteUt wird, auberoroentlich starkes Interesse. Gr dürfte wohl auch bei unserer Einwohnerschaft eine gute Ausnahme finden,
•* Steuerdezernenten und ® e » kränke st euer. Rach einer Mittellung des Frankfurter Magistrats fand eine Besprechung der Steuerdezernenten von Frankfurt, Darnlstadt, Diesten. Hanau. Heidelberg. Dad-Rauheirn, Kcu-lSruhe, Ludwigshafen. Mainz, Mannheim, Offenbach, Pforzheim, Wiesbaden und Worms statt. GS wurde Protest erhoben gegen die Bewegung der an der Getränkesteuer interessierten Handels- und Herstellerkreise (Brauereien, Weinhändler usw.). eine Aushebung der Getränkesteuer zu erreichen. In dem Protest heibt es: . Dir hallen allgemein nicht nur eine Ermässigung oder den Fortfall der Getränkesteuer nicht für diskutierbar, sondern im Gegenteil eine Erweiterung, d. h. eine Erhöhung der zulässigen Sähe für durchaus angebracht. Gegenstand der Besteuerung ist hier nicht ein Artikel, den man nicht als zum täglichen Gebrauch unbedingt erforderlich bezeichnen fann; hie Getränkesteuer ist vielmehr eine LukuSsteuer."
*• Ernennungen. Ernannt wurden der Studienafsessor. Studienrat Karl Kreiling aus Heuchelheim. KreiS Gieben, zum Studienral an fcx Oberrealschule in Giesten: der Studienassessor, Studienrat Adolf Schad aus Limburg a. d. L. tum Studienrat an der Oberreallchule t. G. in Butzbach: der Studienassessor, Studienrat De. Otto Stotz aus Lich zum Studienrat: der Studienassessor, Studienrat Eduard Schoen aus Lühelstein (Unter-Elsab) zum Studienrat an der Oberrealschule zu Giehen: der Studienassessor Karl Draunewell ans Srbes-BüdcSheim zum etubienrat an der höheren Bürgerschule in Ridda: bei Studienassessor Abraham Ehrmann aus Friedberg zum Studienrat an der Realschule zu Schotten: der Studienassessor Heinrich Ke stier aus Annerod zum Studienrat an der Ober» leolschule zu Giesten: der Studienasseffor Erich Schmidt aus Giesten zum Stndienrat an her Oberrealschule i. E. zu Butzbach: der Studien- asseffoc Friedrich Volz aus Offenbach zum Studienrat an der Realschule zu Schotten, sämtlich mit Wirkung vom 1. Dezember 1924 ab.
" Festnahme. Dec Polizeibericht meldet: Zu den am 27 Rovember gemeldeten Wohnungs-- Mcbftäbrcn lEinschleichdiebstäble) teilen wir mit. hab als Diebin das Dienstmädchen Johanna Artz. geb. am 23 2. 94 zu Rieuk'erk. Kreis Geldern, in Viersen i. RHI. bei Ausführung gleich- I artiger Diebstähle auf frischer Tat feftgenommen Lmde. Bei ihrer Festnahme hatte sie eine Fahr- !artc Gicsten-Viersen im Besitz. Die Artz ist eine hartgesottene Lügnerin und erhebftch vorbestraft, darunter mit Zuchthaus.
*• Diebstahl. In der 2lacht zum Sonntag wurde in einen, Hause der Steinstraste. wahrend der Wohnungsinhaber mit feiner Ehefrau abwesend war. ein Einbruch ausgesührt und zirka 300 Rtt. entwendet. Die Geldscheine bestanden cmS cincnt 50-Rentenmarkschein. einem 50-Reichs-- markschein und der Rest aus b-Rentenrna-kicher-' ncn. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen.
•* Fleischvergiftungen durch Cor- ned beef ha sh. Dom Staatspresseamt wird und geschrieben: Sie FÄschvergllturrg in G-ces- l)otm am Matn. dec vor einiger Zeit fünf Kinder im Alter von fünf bis vierzehn Jahren zum Opfer fielen und die auf den Genuß von Corned beef hasb zunickzusühren ist, gibt Veranlassung hör dem Erwerb und der Verwendung dieser Konserve zu warnen. Corned heef baah stellt ein Gemisch dar von Fleisch, Fett, Gewürzen und einem grosten Teil (bis zu 50 Prvz.) Kartoffeln. Es kommt in Dlechbüchserr in den Handel, ^i-er Preis her Konserve steht meist in feinem Der- ! hällnis zu ihrem Rährwert. Für die Herstellung kommt fast auSsch'iestlich das Aus'and in zyrage; die Einfuhr würd' aber zu Beginn des Jahres 1924 verboten. Ausdrücklich fei daraus hingetoleftn, dah Corned beef hash nicht mit Corned beef zu verwechseln ist: Ientere ist eine 'eine Fleischonserve, die aus guten Rohmaterialien hergrsteilt wird und bisher zu Beanstandungen leinen Anlah bot. .
' Die Ludwig- und Alice-Stif- tung. die bereits 60 Jahre besteht und als Unterstützungsfakse für Lehrerwitwen und -Waisen sowie als Sterbekasse segensreich gewirkt hat.
äSä'Ä | "nAersij. ?
MW- en. 4 t?cf,eitc^r len, n°ODüiucmB24 i7^^ULlcmberQcr' 213a- RrA7.^ÜIl"9et-5Olh*9er » aunschwc'iaer, 4 Bwmer, 2 Äeghptcr, 19 2 Danziger, 4 Finnländer, 18 5 Studentinnen», 3 Norweger, Jolcn (2 Studentinnen). 16Nu- r. 2 Tfchcchollowalen. 8 Tür- 1 aus Anhalt. 2übtd, Aine- icmarl, San Dvnüngn, Elsah« nd. Wanb, Briechcnknb, 3a* , Niederlande, Äicdrrlöndilch- äalirn.
> in Hattenrod.
ern noch in einem Teil der Aus' j nten, wurde in der Nacht zum Jahre alte erheiratete &nb-
Stumpf l!l. in Hattenrod 'digung der Kindestötung umps unterhielt mit der Dilwc hach VIII. in Hattenrod, die ■ idern ist, unerlaubte Deziehun» te aber auch noch mit anderen ngang. Dor etwa 4 Dachen Vormittag, wahrend ihre Rvn« [e weilten, einem Kinde das e es znnM anher Sicht, um dern zn verbergen. Später mf rn sie als den Dater des Kmde--
Itt ei mit sich svrtnahm und er Frau beseitigte. Durch uny, Minen in der Et"wobn«scha't^ e wurde man auf die Angelegen' ,c und bemühte sich nm cW Hierbei ergab sich. g /ermordet morden war. gen sand man den Leichnam > m Hose des Stumps- W Wb- man das Kind erdrossel m mtl Steinen besten Snc M hatte. Stumvfrmd ' Irotcn bereits vmi volic j 3m taufe d°i iftau verhaftet- ^llnlrrsuchungsgesöngni-
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