Ausgabe 
6.11.1925
 
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Turnen, Sport und Spiel

die in

56. Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.)

Paddock augenblick- eifrig dem

laufen zu verschieben. Weitere Meutereien brachen aus. Zwar gelang es noch, ihrer vorübergehend Herr zu werden, aber unter solchen Umständen noch einen Kampf zu wagen, der höchste Anforderungen an die Opferfreudigkeit jedes einzelnen Mannes der Besat­zungen stellen mußte, war ausgeschlossen.

Die Wühlarbeit der internationalen Sozialdemo­kratie hatte den kriegerischen Geist, der Deutschlands Ehre und Sicherheit verbürgte, angefressen, so daß die Flottenmannschaften den Verhetzungen Glauben schenkten, sie sollten nutzlos geopfert werden, wo der ^Friede vor der Tür stand.

Solche Gesinnungsänderung ist nicht das Werk eines Augenblicks, sondern einer sorgsam vorberei­teten anhaltenden Stimmungsmache. Man kann da­her auch nicht behaupten, die Marine habe die Re­volution gemach!.

Aber daß die Weigerung zum Kampf in den Reihen der Marine zuerst ausbrach und so verhäng­nisvolle Folgen hatte, ist eine schwere Versündigung an der Ehre ihrer Flagge gewesen.

Diejenigen, die die Revolution gewollt und ge­macht haben, saßen hinter der Front. Sie haben den unmittelbaren Anlaß gegeben, daß unsere

Feinde gewonnenes Spiel hatten. Denn nun konnten sie uns wehrlos machen, wozu die Novembermänncr nur allzu bereitwillig die Hände boten.

Wen trifft die Schuld, daß cs so kommen konnte oder gar kommen mußte.-'

Es widerstrebt mir, hierüber und über die letzten Vorgänge bis zum 9. November noch weiteres zu sagen, denn meine Tätigkeit war mit dem Versagen der Flotte zu Ende.

Als ich davon dem Kaiser Mitteilung machen mußte, äußerte er kein Wort des Vorwurfs, daß ich nicht seine besondere Erlaubnis eingeholt hätte. Noch war allerdings der Umfang der Bewegung am 29. Oktober nicht abzufehen.

Ich selbst habe mir noch lange Zeit Gedanken hierüber gemacht, wie cs wohl gekommen wäre, wenn ich den Befehl zum Einsetzen der Flotte unter­lassen hätte. Aber ich fühle mein Gewissen frei. Die Flotte konnte die Entscheidung zu unseren Gunsten bringen. Sie davon zurückgehölten zu haben, würde mir ein dauernder Vorwurf bleiben.

Mit dem Hissen der roten Fahne hat die Ge­schichte der Kaiserlichen Marins ihr Ende gefunden.

Houben fährt nach Amerika.

Wie wir von dem deutschen Meister Houben erfahren, wird er einer Einladung der amerika­nischen Sportbehörde nach Amerika in aller Kürze Folge leisten und die Reise über den großen Teich antreten. Der erste Start erfolgt bereits am 1. Februar in Neuyork, wo er einer großen Anzahl amerikanischer Sprinter gcgenübertreten wird. Die besten Sprinter der Neuen Welt werden mit

liche Form ist ausgezeichnet, da er sehr Training obliegt.

Fechtwettkampf

ihm Zusammenkommen, zu denen auch Deutschland bestens bekannten Größen und M u r ch i s o n gehören. Houbens

Der gefesselte Strom.

Roman von Hermann Stegemann.

Ich erklärte dein Rcichskabinctt, daß die lonale Befolgung dieses Zugeständnisses es nötig machen wurde, die zum Handelskrieg entsandten U-Boote sofort zurückzurufen.

Dazu bedurfte ich der kaiserlichen Zustimmung. Der Kaiser bemühte sich noch persönlich, den Reichskanzler auf die nachteiligen Folgen aufmerk­sam zu machen, drang aber nicht durch und ließ mir sagen, der Reichskanzler habe ihm die Lage derart vorgcstellt, daß der l_l - B v o t k r i e g preis- gegeben werden müsse.

Ich machte dann selbst noch den Versuch, den Reichskanzler zu bewegen, wenigstens eine B e - fristung für das Zugeständnis in die Note mit aufzunehmen, aber vergebens. Prinz Max erklärte, daß wir nicht in der Lage seien, noch Bedingungen zu stellen, die Marine müsse sich in das Unvermeid­liche fügen. Demgemäß ordnete ich an, als die Note am 21. Oktober mit der Zusicherung des Verbots von U-Bootsangriffen auf Pafsagicrschiffe abgegan­gen war, daß alle U-Boote vom Handelskrieg zurück­gerufen wurden. Dem Kanzler hatte ich bei der letzten Unterredung Mitteilung gemacht, daß der Hochseeflotte nach Einstellung des U-Bootkrieges die volle Freiheit des Handelns zurückgegeben wer­den würde.

Der Zeitpunkt, sie voll einzusetzen, war jetzt ge­kommen. Die Kampfhandlungen an der Front dauerten fort, und ihr Aufhören war vorerst nicht abzusehen.

Sollte die Flotte in Untätigkeit ver­harren, während der Ansturm auf die Truppen an der Westfront fortgesetzt wurde und die U-Boote ihr Kampfgebiet verlassen mußten? Ein Erfolg zur See konnte von unermeßlichem Vorteil sein und die Friedensverhandlungen günstig beeinflussen. Denn die Forderungen der Feinde würden sich nach dem Maß von Widerstandskraft richten, daß wir ihnen noch entgegensetzen konnten, gemessen an der Kraft, die sie sich selbst noch zutrautcn.

Deshalb ließ ich das Flottenkommando durch meinen nach Wilhelmshaven entsandten Chef des Stabes von dem Verlauf der Verhandlungen mit dem Reichskabinett und der Auffassung des Kaisers über das Vorgehen der Flotte unterrichten und ihr den Befehl zukommcn:H o ch s c e st r e i t k r ä f t e sollen zum Angriff und Schlagen gegen englische Flotte angesetzt wcr- d e n." Solche Pläne waren bereits vom Flottenchef aufgestellt, da die Notwendigkeit, die Flotte cinzu setzen, schon vorausgesehen worden war.

Einige Tage vergingen für die Vorbereitungen, um die freigewordcnen U-Boote in günstige Stel­lung zu bringen und eine umfangreiche Sicherung des Unternehmens durch Minensperren zu treffen.

Der Operationsbefehl, den der Flottenchef, Ad­miral von Hipper, erließ, fand die Billigung der Seekriegsleitung. Eine nochmalige Zustimmung des Kaisers einzuholcn, hielt ich nicht für erforder­lich, da ich mich seines grundsätzlichen Einverständ­nisses am 18. Oktober versichert hatte. Ich fürchtete auch, daß dadurch ein neuer Aufschub eintreten könne, und war bereit, die Verantwortung selbst zu übernehmen.

Die Absicht des Flottenunternehmens war, mit zwei Kreuzergruppen und Torpedobooten gleich- £e i t i g d i e flandrische Küste ii n b d i e Themse Mündung anzugreifen. Das Gros der Flotte sollte ihnen folgen. Von dem 'Angriff wurde erwartet, daß die in den nördlichen Häfen der englischen Ostküste liegenden Hauptteilc der bri­tischen Flotte zum Gegenangriff nach Süden vor­stoßen würden. Auf ihren Anmarschweg waren U- Boote in mehreren Linien ausgelegt und außerdem das Werfen von fünf Minensperren geplant, in denen insgesamt über 1500 Minen von fünf Minen­kreuzern geworfen werden sollten. Für die Schlacht selbst waren die Gewässer bei T e r s ch e l l i n g in 'Aussicht genommen.

Voller Hoffnung und Erwartung sah ich dem ; Ausgang des Unternehmens, das am 28. Oktober ' beginnen sollte, entgegen. Ein Mißerfolg tonnte ihm - nur dadurch bcschiedeu sein, daß der Feind nicht iommen würde oder sich durch die Sperren und U= Bootangriffe von weiterem Vorgehen abhalten ließ.

Es konnte der große Tag für die deuifche Flotte werden, für den sich ihre Aufsparung bis zum ent­scheidenden Augenblick gelohnt haben würde, um in letzter Stunde das Vaterland vor dem Schicksal der Kapitulation zu befreien.

Diesen höchsten Ruhm hat sich die deutsche Flotte nicht erworben.

Auf einigen Schiffen weigerten sich die sonst so pflichtgetreuen Mannschaften, den Befehl zum Dampfaufmachen und 'Ankerlichten auszusühren. Das Flottenkommando sah sich genötigt, das Aus-

wagcn die spiegelnde Auffahrt heraufschossen und ihre Insassen ubgaben. Ein Herr sprang heraus, den er nicht beachtet hatte, denn der blitzende Schnallenschuh, der dann den Boden suchte, war ihm wichtiger gewesen, und da hatte er unter der Seideukapuzc ein bekanntes Profil erblickt, eine ihm eigentümlich vertraute Bewegung beim raschen Schreiten im enggespaanten Kleid wahrgenommen und das war alles gewesen.

War es wirklich Rlith? O, wenn cs auch Fraii Ruth Tylander gewejen war, Ruth war es nicht mehr. Und Hermann Ingold, der mit ihr den Hecht gefangen in der Mondnacht auf dem blanken Rhein und ihr das Gedicht auf die kleine Lo vor­gelesen hatte, ging nicht zu ihr über die Marmor- treppe in Berlin.

Einmcu dachte er auch an die kleine Lo. Er schlug im Adreßbuch nach, doch darin standen sisbcimndvierzig Mandcrselds. Damit war sein In­teresse erschöpft.

Er studierte. Und die Geologie erlaubte ihm sogar zu dichten. Er hätte auch gern einem jungen Mädchen sein Herz zum Aufbewahren oder zum Austauschen gegeben. Aber er fand unter den un­zähligen hübschen Kindern, die ihm jeden Tag über den Weg liefen, kein einziges, das auf die unausgesprochenen Wünsche [einer zwanzig Jahre Rücksicht nahm. Nie war er so einsam gewesen als in dem großen Berlin, von dem er nur den Weg von der Ealvinftraßc über die Brücke zur Uni­versität und in die Laboratorien und hinaus zur Bergakademie kannte.

So fand ihn Hanns, als er anfangs März zu einer Sitzung des Aufsichtsrats und einer Bespre­chung mit den Tylanderschen Werkstätten nach Berlin kam.

Da lernte Hermann, ohne von dem vielbeschäf­tigten, in steter Anspannung lebenden Bruder zu Vergnügungen und Entdeckungsfahrten der Welt­stadt verführt zu werden, Berlin kennen. Er sah Berlin eigentlich erst jetzt, wenn er mit Hanns dic Linden hinunterging, die Friedrichstraße entlang schritt, vom Automobil in die Bahn stieg, heute im Sprcetunnel die Aushöhlungsarbeiten der Unter­grundbahn, morgen in den Werkstätten Lylanders die gewaltigen Turbinen und Motoren im Bau sah. Das war das neue Berlin, über dem am Abend der Himmel grau und lachsfarben hing,

Dresden - Leipzig - LhsmnLtz.

vo. Zwischen den Mannschasten von Dresden, Leipzig und Chemnitz fanden in Leipzig Wett­kämpfe in öäbcl und Degen um den Großen Sachsenpreis, sowie den Goldenen Pokal von Leipzia statt. Im Säbelfechten siegte die Dresdner Mannschaft, bei der besonders A n g e r m a n n hervorragte. Das Degenfechten sah Chemnitz vor Dresden als Sieger, dic Chemnitzer Mannschaft holte sich damit den Wanderpreis.

Rugby-NepräsentaLivspiele.

.vo. Ain 15. oder 18. November wird in Hannover ein Repräsentativspicl der Rugby - Landesvcrbände N v r d d e u t s ch l a n d gegen Brandenburg - Mitteldeutschland stattfindeu.

In F r a n k f u r l a. M. geht am 29. Novem­ber ein _ Repräsentativkampf Norddeutsch- land <2 ü d d e u t s ch l n n d vor sich.

Am 13. Dezember stehen sich ebenfalls in Frankfurt a. M. (ober Heioelberg) Siib» dcutschland und Brandenburg-Mit­teldeutschland, gegenüber.

DasgroheBerlinerHerbstturmer

Die Ergebnisse des driften Tages.

Materialprüfung für Reitpferde (o. M.). Leichte Pferde: 1. Dr. Lampe-Vischers Salva", Fran v. Gottberg, 2. KöhnckesMantua", Bef., 3. Müller-BremensGaudeamus", Frau Mül­ler, 4. Cilly FeindtsBelladonna", Köhler. Mitt­lere Pferde: 1. Tattersall BeermannsRoeder", Ma- jor^Bürkncr, 2. Frau ReichmannsMelona II", A. Staeck, 3. Fran FrankesDämon", Bes., 4. Lesd- loffsSieglinde", A. Rothcr. Schwere Pferde: I. 'WolffsAfra", O. Lörke, 2. Plate-Boigtdorfs ,^Flip", Lietz, 3. Baronin OppenheimsColomba", Stallmeister Telcerow, 4. Oblt. v. JenasWeid­mannsdank, Bef.

Eignungsprüfung für Damen- pferde (N c u l i n g s k l a s f e , o. 501.): Leichte Pferde: 1. Fräulein von OpelsAristokrat", Des., 2. KöhnckesMantua", Frau o. Funcke, 3. Belgarder StallsHartguß", Frau von Gottberg, 4. Major v. AltensArthur", Fräulein A. Plate. Schwere Pferde: 1. Stall WestensCherubin", Frau Franke, 2. Frau BechsteinsKönigstochter", Frau v. Funcke,

und dachte an die Heimat und die Vergangenheit. Aus unendlicher Ferne hoben sich Gestalten, um wieder zu versinken.

Der rasche Gang des Berliner Lebens mit den gesellschaftlichen Verpflichtungen war ihr schnell ge­läufig geworden. Sie hatte ihre Wahl nicht bereut, aus einem Gefühl der Selbstbehauptung nicht be­reuen dürfen: und wenn auch ihre Ehe fein Glücks­rausch war, sondern ein gemeinsames Leben, in dem jeder für sich noch Gefühle und Erinnerungen hütete, die er mit dem anderen nicht teilte, jo war Ruth doch dieses Lebens froh, denn es hatte ihr ein Kind gegeben.

Als sie dem Großvater in Rheinau im Februar die Photographie schickte, auf der das neun Mo­nate zählende Fräulein Elisabeth Luise Henriette Tylander mitten auf dem Perserteppich saß, von einem steifbeinigen wolligen Schaf und einem le­bendigen Foxterrier begleitet, lachte Doktor En­gelhardt, daß es ihn schüttelte.

Das Bild ist bei uns an der Schapcrstraßc ausgenommen. Das Schäfchen ist von Mama, der Fox von Gerhart, der neue alte Perser von Schwie­gerpapa und das Kind von mir. Jedes bestand darauf, daß fein Beitrag auf die Platte komme."

Ec hätte den Brief gern jemandem vorgelesen, um seine Großvaterfreuden nicht für sich allein behalten zu müssen, aber er konnte weder dem kranken Lombarden im Lazarett, noch Hanns In­gold davon erzählen, und Hermann Ingold, dem er es am Ende trotze seiner Jugend noch erzählt hätte, war nicht in St. Joseph, sondern in Berlin und studierte.

Zuweilen kam eine Postkarte von ihm, und als es sich traf, daß kurz nach dem Eintreffen des Bildes wieder eine kam, schrieb Engelhardt auf einer anderen zurück:Sind Sie jetzt endlich bei meiner Tochter gewesen?"

Aber Hermann Ingold ging trotz dieser unge­haltenen Frage nicht zu Ruth Tylander.

Er war einmal bis zur Haustür gelangt, doch die lag hinter zwei Säulen, war geschnitzt und ver­goldet, ließ einen roten Plüschläufer auf Marmor­stufen erkennen und gefiel ihm gar nicht. Er kehrte um und ging zurück nach Moabit.

Einmal dachte er auch an die kleine Lo. Er war, als er abends im Gedränge vor dem König­lichen Opernhaus festgeklemmt stand und die Kraft-

Und als er nun den zuckenden Mund zu einer unsicheren Anrede öffnete, ohne bas richtige Wort zu finden, als eine undeutbare Aehnlichkeit in [einer Erscheinung plötzlich an den Vater, nein, an die Mittler erinnerte, da wandte sich Hanns mit einem Griff nach der Kehle, in der ihn etwas zu würgen drohte, um und ging langsam, wie blind, in die Fensternische zurück. Das Fenster schütterte leise, so schwer sank seine Stirn an die Scheibe.

Hermanns Antlitz verlor die klare Blässe, er spürte, wie ihm ein dunkles Gemisch von Blut und Tränen, öeffen er sich schämte, aus dem Innern stieg.

Da machte Engelhardt eine energische Hand- bewegung und forderte ihn mit fuchtelnden Gebär­den auf, zu dem Bruder yinzugehen. Und als Her­mann zögerte, fuhr er sich mit beiden Händen in die Haare und mimte eine Rede, die an Deutlich­keit nichts zu wünschen übrig ließ.

Endlich löste sich Hermann vom Türrahmen und ging erst langsam, bann schnell und schneller zu Hanns hin.

Noch einen Augenblick letzter Ueberroinbung und fein Arm legte sich scheu um die Schulter des Bruders.

Sie sprachen kein Wort, standen regungslos und blickten m die Nacht.

Irgendwo in der Ferne, in den Gassen von Rheinau wurden zur Begrüßung der Jahreswende Petarden abgebrannt Bei dem dumpfen .Knall schrak Hanns zusammen, fester umschloß Hermanns nervöser Griff seine Schulter.

Doktor Engelhardt ließ den Teegrog in die Gläser laufen und verschüttete dabei die Hälfte, denn er vergaß immer, zur richtigen Zeit den Hahn zuzudrehen.

Am anderen Tage schrieb er seiner Tochter iinen Brief, in dem er beiläufig erwähnte, daß er mit Hanns und Hermann Ingold Silvester gefeiert und daß die Nacht schon dem Morgen die Hand ge­reicht hätte, als sie zu Bett gegangen wären.

Ruth Tylander lächelte still bei dem Lesen dieser Zeilen, und eine Weile vergaß "sic ihre Umgebung

3. LeidloffsSieglinde", Frau O. Leidlosf, 4. Prinz Friedrich Sigismund u. PreußensPrometheus", Prinzessin Friedrich Sigismund von Preußen.

Damenpferde, Reitprüfung (Kl. L) im Damensattel: 1. Dr. Lampe-Vischers »Tory", Frau v. Gottberg, 2. Major Gottschalks Abendsonne", Frau Gottschalk, 3. Freiherr von SchierstedtsHerzbube", Frau v. Gottberg, 4. Mar­wedesDonna 11", Fräulein o. Lungen, 5. Baronin DeckensHaustochter", Frau Freudling.

S. - Adam - Preis, H o ch f p r i n g e n: 1. Freiherr v. LangensHanko", Bes., 1,95 Meter. 2. Rittm. ScheitesSpanier", Ltn. Momm, 1,90 Meter, 3. L. RosenthalsHenry", Graf Hohenau, 1,80 Meter, 4. Hauptmann v. OschsBeni", Bes., 1,75 Meter.

Zweispänner (Eignungsprüfung für Wagenpferde, o. M.): 1. RentzowsCä­cilie" undNesi", Bef., 2. Esk. R.-Rgt. 14'sChile" undElse", Rittm. o. Oertzen, 3. Frau Bechsteins Dollore" undKönigstochter", Obltn. Schunck, 4. Gestüt AllstedtsOstsee" undGräfin", Unteroff. Jmhänser. RentzowsCäcilie" undRest" erhalten außerdem noch ben Stilpreis.

Zweispänner (Eignungsprüfung s ü r W a g e n p f e r d e, o. M.): I. Reit- und Fahr­schule ElmshornsFels" undLefigfilder", Major a. D. Vieler. 2. Fahr-Ausb. Ko.sCordula" und Cäcilia", Rittm. Pape, 3. Wolff-WietzowsDä­mon" undNorm", Bes., 4. Wilhelm Dierichs Christa" undPrinzeß", Bes. Den Stilpreis erhiel­ten DierichsChrista" undPrinzeß".

Der große Tag der Züchter.

Noch selten Hot sich die deutsche Pferdezucht in jo glanzvoller Weise gezeigt, wie diesmal beim Ber­liner Herbstturnier. Der große Züchterpreis als Ma- trialprüfung für Reitpferde brachte das Elitemate­rial, welches die ländlichen Reiter nach Berlin mit­genommen hatten, und jedes den Richtern vorgestellte Pferd war eine Klasse für sich. Nachstehend die Er­gebnisse der Prüfung:

Großer Z ü ch t e r p r e i s (Material­prüfung für Reitpferde, o. M.). Leichte Pferde: 1. SchönwiesesParade", Heinkel, 2. v. Zitze- witz-WcndcrnsParadiesvogel", Stcensbeck, 3. Ho- top-BuyliensBallkönig", Bes., 4. (HaufensMars", Hacck, 5. HaacksWerra", Bes., 6. NeffsNora", Hannemann.Schwere Pferde: 1. HahlsNenne- rin", Hahl, 2. MeyersFoglia", Grube, 3. Prechts ..Mathilde", Kralkoke, 4. Gestüt CadenbergesGene­ral". Fick, 5. Gestüt CadenbergesHans im Glück, Fick.

Einspänner (Eignungsprüfung für Wagenpferde, o. M.) f. Jnl. Hackneys: 1. Graf zu Solms'Preten Marc Anton" (Bef.).

Einspänner (Eignungsprüfung für Gespanne, o.M.). Kleine Abteilung: 1. Gott­schalksBoy" (Rösler): 2. Frau Alice BingsTi- gerlily" (Bes.): 3. GottschalksWilja" (Landstall­meister Albert): 4. Frau Alice BingsMaud" (Oblt. Schunk). Große Abteilung: 1. Baron von DeckensQueen Mary" (Frhr. v. Fritsch): 2. Mül­ler-AlbertsBambus" (Frau Müller): 3. Baron v. DeckensTimmy" (Bes.): 4. Frhr. v. d. Borchs Haughter Majesty" (Bes..

R e i t p r ü f u n g für Reitpferde (Kl. M.). 1. Turnierftall BeermannsAdmiral Scheer" (Ma­jor Bürkner): 2. Prinz Friedrich Sigismund von PreußensChristofs II." (Bes.): 3. LeidloffsSul­tan" (Oberst Krache); 4. WätjensDacier IV." (Bes.): 5. Oberst ZieglersOleander" (Hauptmann Mercier): 6. Hauptmann de KniyfssElectra" (Bes.): 7. Turnierstall BeermannsVolt" (Major Bürkner) und Dr. Lampe-VischersTory" (Frau v. Gottderg).

Amazonen-Jagdspringen (Klasse M).

Frl. I. v. OpelsAristokrat" (Bes.) 0 Fehler: Zeit 70,4; 2. Frau v. HäuslersHannepü" (Frau Franke) 3 F., 59,8; 3. BehrsAelsklinh" (Frau Franke), 3 F.,68,4; 4. Chr. v. KnodelsdorfssMin­neri" (Frl. Walterstein), 3 F., 73,6; 5. Frl. L. Wal. t erste insHarry" (Bes.), 4 F., 76; 6. Fr. Geeses Djemila" (Frl. Geese), 6 F., 77,4.

P r e i s d c s Reichs-Landwirtschafts- *11 i.st c r " m s. (Schwergewichte, Eignungsprü­fung für Reitpferde, o. M.). Leichte Pferde: i. Tur­nierstall BeermannsAusterlitz" (Quettkat); 2. Zei- lcrsDecan" (Stallmeister Speer); 3. Plate-Voigts­dorfsExminister" (Stallmeister Lietz); 4. Direktor Magnus'Anker III" (W. Spillner) Schwere Pferds: 1. Frhr. v. LüdinghausensHerold" (Frhr. v. Langen); 2. WolffsFeldherr'-^ (^xhr. v. Süß- kind); OctkersJhro" (Graf v. Hohenau); 4.Platc- BoigtsdorffsFlip" (Stallmeister Lietz).

SportSpiegeL

Der Deutsche ReichSausschuß für Leibesübun'- gen und die Stadt Köln wenden sich jetzt mit einem Ausruf zur Beteiligung an den Deut­schen Kampfspielen 1 926 in Köln an das ganze deutsche Volk. Die Deutschen Kamps- spielc, die Dom 4. bis 11. Juli dauern, sollen das Volksfest aller Deutschen sein, aller derer, die deutsch denken und deutsch fühlen, unabhängig von Landeszugehörigkeit, von politischer Rich­tung, von Verbandsmitgliedschaft. Sie sollen ein Bindemittel unseres Volkes, ein Hochziel der Fugend, eine tieferlebte Bekundung des Vatio- nalgefühls werden.

Als erste in Deutschland hat die Anhaltifche Regierung in Dessau neben dem Turnlehrer­seminar auch ein S ch w i m m l e h r e r f e m i n a r eingerichtet, an dem sich die Turnlehrer und Turnlehrerinnen für den Schulfchwimmunterricht oorberesten müssen.

Die Deutschen Hochschulmeister- schäften 1 926 im Geräteturnen, Fechten und- die Waldlauf Meisterschaft finden Ende Febru-ar in Halle statt.

B r e i t e n st r ä 11 e r hat sich für seinen Kamps gegen P a o l i n o als Trainingpartner den Veger Aockh Kuight bestellt, um an ihm feine Schlagkraft und Treffsicherheit zu stärken.

Das zwischen dem deutschen Mannschafts- mcister QI. S. V. Kreuznach und der Kölner Gau- mannschaft in Köln ausgetragene Mann- schastsringen endete überraschenderweise mit einem 12:1O-Siege Kölns über den deutschen Meister.

Im T e n n i s k l u b l a m p f M a n n - Heim-Barcelona haben die deutschen Ver­treter bisher alle Spiele erfolgreich bestritten.

Skamper will sich wieder aktiv am Schwimmsport beteiligen. Er war seinerzeit tvegen persönlicher Differenzen aus dem Vhenvs ausgetreten.

Den Kegler- St ad t e k a m p f Leipzig- Dresden im Rahmen dev Leipziger <5ubi- läumssportwoche gewann Dresden.

SporLvorschau für Sonntag, 8. November.

Rasensport.

_ Im Fußball sind weiter die Punktspiele Trumpf. Sofern Repräscntativspielc vereinbart wurden, sind sic nur von geringer Bedeutung. Im Ausland gibt es ein Fußball-Länderspiel Oester­reichSchweiz in Vern, einen Länderkampf Jta- *ißnUngarn in Budapest und am Samstag einen Länderkampf der Amateure EnglandIrland. Von Freundschaftsspielen ist die Begegnung Ten- nis-BonissiaSog. Fürth in. Berlin zu erwähnen.

Auch im Handball geht es um die Punkte. Daneben finden einige Städtespiele statt, von denen BerlinLeipzig in Berlin (der Turner) und der Städtekampf Hamburg Bremen in Bremen (ebenfalls zwischen D. T.-Mannschaften) zu er­wähnen sind.

Jin Hockey nehmen neben den Meisterschafts­spielen die Freundschaftskämpfe gelegentlich oes eine Atmosphäre, die von Dampf, Rauch und Lichtwirbeln, vom Schweißgeruch der Arbeit und vom Puderduft der Ucppigkeit ihre besonderen Spiegelungen und Gerüche empfing.

Hermann ging aufrecht und scheinbar unbewegt durch diese Welt, aber innerlich geriet alles in Un­ruhe und Sehnsucht. Das Leden kreiste um ihn her, er schwamm in dem fessellosen Strom, tat, als wäre er der beste Schwimmer, und fühlte doch, wie ohnmächtig er war. und wie hungrig und wie durstig, aus «cheu stolz, und zu furchtsam, nach der Erkenntnis zu greifen, deren Aepsel ihn zu- gleich reizten und schreckten.

Hanns Ingold hatte keinen Blick für den Kampf, in dem Hermanns Jugend stritt. Das einstige Ver­hältnis schwärmerischer Hingabe des Jüngeren an den Aelteren war längst dahin. Aus dem Knaben war ein Jüngling geworden, der zum Manne reifte, und aus dem Mann, der seinen Schöpfungs­drang in rücksichtslosem Kampf gegen eine Welt er­probt und sein Werk durchgesetzt hatte, ein großer Rechner und selbstherrlicher Wcrkdaucr, dessen her­rische Natur sich immer mehr abschloß. 'Noch ein Festessen im Kaiserhof, und sein Berliner Aufent­halt mar zu Ende.

Er hatte noch mit den Banien in Frankfurt und Karlsruhe, in Mannheim mit den Eisenkonstruk- teuren zu tun, bann wollte er wieder nach Rheinau zurückkehren, wo jetzt dic Höchstzahl von Arbeitern eingestellt wurde, um die Turbinenanlage und Schleuscnmcrke fertig zu bauen und den gespreng­ten Lauffen ausjumauern.

Haft du einen Frack, Hermann? Nicht? Dann zum nächsten Konfektionär! Du kommst doch mit zu dem Klimbim?"

Hermann wäre gern gegangen, die Aufnahme neuer Sensationen reizte sein empsängliches We­sen. Und er wußte, daß es ein Jubiläum der elek­trischen Industrie galt, bei dem die großen Kapi- töne zu sehen waren. Aber er kehrte den Unbe­teiligten hervor und entgegnete: er wäre ja gar nicht eingeladen.

Wenn ich dich mitbringe, bist du eingeladen," Als sie angekleidet waren, musterte er den Jun* geren, der im Frack noch ein bißchen unbeholfen mit den Armen schlenkerte. Und auf einmal durch­fuhr es ihn, daß sie Ruth L'ylander begegnen würden. (Fortsetzung folgt.)

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-Tabaksteuer l'akarbei: nrbeiterr meinbevercMj ' '"eindeveriva Nkuttion Aersanimlun »v* °n 4aod de M-amt in Krocht, Sn'cht GUI S?.$ Ftz

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