Einzelbild herunterladen

s

v:'V

gestelltenversicherung, das Gesetz über die Wochenhilfe und die Mehrleistungen an In­validenversicherung erwächst eine neue Belastung von 350 bis 450 Millionen Mark im Jahr. Während die sozialen Lasten im Deutschen Reich 1913 mit 1102 Millionen Goldmark berechnet be­rechnet wurden, betrugen sie 1924 1696 Millionen Mark, mit Einschluß der Staatszuschüsse 1923 Millionen Mark. Die nach Annahme des neuen Gesetzes der Wirtschaft auferlegte soziale Last ergibt nach den angestellten Berechnungen einen Betrag von 2676 Millionen im Jahre. Runmt man die Zahl der Versicherten mit 18 Millionen Arbeitnehmern an, so ergibt sich in Zukunft eine Belastung von rund 149 Mark auf den Kopf des Versicherten, gegenüber 68 Maick 1913.

Auch die steuerliche Belastung hat in den letzten Jahren eine Erhöhung erfahren, die in starkem Widerspruch zur Produktionskraft der Wirtschaft und der Kapitalarmut des deut­schen Volkes steht. Wenn auch die neue Steuer­reform kleine Erleichterungen und Verbesserun­gen bringt, so geht doch die übereinstimmende Auffassung der Wirlschaftskreise dahin, daß die Steuerreform den wirtschaftlichen Verhältnissen und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit in keiner Weise Rechnung trägt. 1924 wurden der Wirtschaft 11 bis 12 Milliarden Mark entzogen. Dies ist dreimal so viel wie vor dem Kriege. Schätzt man das Volkseinkommen auf 24 Mil­liarden, so ergibt sich, daß 46 Prozent des Volkseinkommens für öffentliche Zwecke ver­braucht wurden. Selbst unter Zugrundelegung der höchsten Schätzung des Volkseinkommens auf 35 Milliarden Mark würde sich noch eine Be­lastung von 3373 Prozent ergeben. Rach der von der nordwestlichen Gruppe des Vereins deut­scher Eisen- und Stahl-Industrieller zusammen­gestellten Statistik haben vom 1. 4. 1924 bis 31. 3. 1925 die Unternehmungen des Bezirkes dieser Gruppe im ganzen 71 460 754 Mark Steu­ern bezahlt Die entsprechende Steuerlast betrug 1913 16 744 241 Mark. Schon heute kann fest­gestellt werden, daß diese Unternehmungen, obwohl sie keinen Gewinn erzielten, diese Steuer­last von rund 7172 Millionen Mark aufbringen müssen. Vergleicht man die Gewinnziffern dieser Unternehmungen von 1913 mit der Steuer­last von 1924, so ergibt sich eine Steuerlastztffer von 58:374 Prozent. Bei einigen Unternehmun­gen stellt sich die Ziffer bis auf 89,85 Prozent. Das bedeutet, daß die gegenwärtige Steuerlast so groß ist, daß sie auch in normalen Zeiten den größten Teil des Reingewinns verschlingt. Ohne eine grundlegende Finanzreform hilft aber auch die Steuerverordnung keineswegs.

* Aufhebung der Ausfuhrver­bote für Getreide und Mehl. Wie wir aus parlamentarischen Kreisen erfahren,, werden die noch bestehenden Ausfuhrverbote für Getreide und Mehl im ßaufe der nächsten Woche aufgehoben, und zwar mit der Annahme der Zollvorlage oder bei Vertagung des Reichs­tages.

* Die italienische Tabakregie als Aussteller aus der Frankfurter Messe. DerNuovo (Sortiere di Bari" hat in seiner Num­mer vom 17. Juli ein Rundschreiben der Handels­kammer zu Lecce wiedergegeben, dem wir folgendes entnehmen: Unter den Auspizien des Kgl. Finanz­ministeriums wird die Handelskammer zu Lecce an der Frankfurter Messe vom 4. bis 7. Oktober als Aussteller von levantinischen Tabaken teilnehmen. Die Weltgeltung der Frankfurter Messe, einer Jahr­hunderte alten Einrichtung, beruht nicht zu Unrecht auf der Völker- und handelsverbindenden Lage Frankfurt. Eine vollkommene Orsganisation des Werbeapparates, rigorose Einteilung der ganzen Messe nach Warengruppen, sowie regelmäßiger außerordentlich starker Besuch der Frankfurter Mes- . fcn aus Einkäuferkreisen lassen sie unter den ersten Veranstaltungen dieser Art auf Der Welt erscheinen, t * Konkursnachricht, lieber das Ver­mögen der Bodenheimer Weinkelle- F r e i e n . Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Bodenheim wurde das Konkursverfahren eröffnet. ' Forderungen find bis zum 20. August beim Amts­gericht in Mainz anzumelden.

Der Benzolmarkt im Juli. Die Nach­frage nach Benzol im Juli war außerordentlich groß: neben dem dauernd zunehmenden Verbrauch infolge des sich immer mehr ausdehnenden Auto- mobilismus in Deutschland trat die Landwirtschaft Tmit ihrem nicht unerheblichen Saisonbedarf als BCM* ilIJIMiMW WII,I

Käufer auf. Leider trat zu gleicher Zeit in der Ben­zolerzeugung ein nicht unwesentlicher Ausfall da­durch ein, daß durch die bekannten Verhältnisse auf dem Kohlen- und Koksmarkt zahlreiche Betriebs- e i n s ch r ä n k u n g e n auf den Kokereien des rhei­nisch-westfälischen Industriegebietes vorgenommen werden mußten, die ganz automatisch eine Ver­ringerung des Benzolanfalls zur Folge hatten. .Es war daher nicht imer möglich, die große Nach­frage im vollen Umfange zu befriedigen. Anscheinend sind in der nächsten Zeit noch weitere Einschränkun­gen in den Kokereibetrieben zu erwarten, so daß mit einem Anhalten der Benzolknapoheit auch für die nächste Zeit zu rechnen sein dürfte. Trotz der stür­mischen Nachfrage nach Benzol hat der Preis nur verhältnismäßig geringe Aenderungen nach oben erfahren, da im Berichtsmonat die Benzinpreise in­direkt ebenfalls erhöht worden sind, ist in der Spanne zwischen Benzol- und Benzinpreis keine wesentliche Verschiebung eingetreten. Ausländisches Benzol, das nur in beschränkten Mengen zu haben war, wurde nicht unerheblich teurer gehandelt.

Börsenkurse.

Datum:

y/o Deutsche NeschSanlech« «/o Deutsche RctchSanleche W/e Dcutsctz: Reichäanleihe y/o Deutsche Reichsanleihe . Deutsche (-pcrrvraunenall leihe 4% Preußische «ousolS . . . 4% Hessen ..... .....

8V,% Hessen.........

8% Hessen Deutsche Werth. Dollar-Anl. dto- Doll.-Schatz-Antretmg.'i

4% Zolltürleu 5% Goldmextkaner . . .

Berlin er Handelsgesellschaft- Lommerz- und Privatbank Darmfl. und Noltoualbank . Deutsche Bank.........

Deutsche BcretnSbank - - - - DtScoMo Lounnaudit Metalldank...........

Mitteldeutsche Tredttdank. . Oesterreichische Tredttanstalt. Mestbank Bochumer @08 -*«. Buderus ....... Laro ............

»-Luxemburg .....

irchener Bergwerk. . Harpener Bergbau.....

Nalnverkc Aschersleben . .. Kaliwerk Westeregeln. . . . . Laurabutte Oberbedars ......... Phonir Bergbau ....... «heiuflahl Krebeck Momau. ...... Tellus Bergbau........

Hamburg-Amerika Paket. .. Norddeutscher Llovd . ... Lheramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . .. Pbilivv Hofmann

Alavül' '.

Griesheimer Electron .*«* Höchster Farbwerke ..... Holz«rkohlnng . ...... Rütgcrs werke Schetdeanüalt

Alls- ElektrttitätA-Gefelllchafr v«amano .........

Mv tn kraftwerke . ...... Schlickert . . ......... Siemens &

Anglo-Tonr-Gua Badische Anilin . Chemische Maver Goldschmidt . .

Adlerwerke Kley« .....

Daimler Motor«. .....

Heyligenstaedt ........

Meguio........

Motorenwerke Mannheim

Frankfurter Armaturen . .. flonservenfabrik Braun . . . WirtaOocMi^iaft Frankfurt.

S^ahtabrtk Ha, . . V.V. Zellstoff Äaldhof. Zuckerfabrik FraukarHa! .. Zuckerfabrik Waghäusel ...

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluh. Kurs

Schluhk. Abenü- bör(e

Schkutz. flut»

Schlutzd Mittag bSrft

4. 8.

5 8.

4.8.

5.8

0.2025

0 202.5

0.215

0 195

0.3

0,275

0,28

9.2725

0.24

0,235

0.24

0.24

0 375

0.37

0.385

0.39

0.13

0.125

0,145

0.13

0.205

0,22 >

9.2125

0,23

0,29

0.255

0.22

0,25

0.22

0.20

0,22

0,25

0,22

0,21

91,75

89.75

89.75

91,75

91,5

94,5

94,60

94,75

0,40

6,5

6.5

6,4

31,75

31,75

34

36,5

127,75

127

128

125

94.25

93.75

95

94

113.5

111

112.5

111

114

113,5

114,5

114

103,75

102,90

104,5

103,25

78.5

76.5

-

-

94

93

94

93

7 J0

7,25

7,4

7.25

0.07

0,07

0,1

58

56.9

36,25

42,5

37,10 38

35

36,5

38

58

55,5

57,90

54

46,5

47

48.5

45,75

89

89.5

93,62

87

121

116

122.75

115

130

121

19.9

18.62

32.5

32

33

33.5

411

36

41

65.50

65.25

68,25

53,75

49,5

49.5

51.75

46,6

66

66

68,5

67

50

44

48.5

46.5

48.75

44,5

47.25

44

48,50

45,13

67,50

s

-

56,25

55

55,5

55

90.1

87

118.4

117.90

119,25

115.75

0.4

0.4

70 50

69

72.1

69,5

108.25

111,62

108

111.90

Ul,13

110,13

112

108,3

5

4.8

65

64

64,75

>3,25

95,1

93

92

93,25

98,1 68,75

91,50

68

65,5

67,9

82,75

82

«w

54

50.25

54,13

50,62

70

69,5

70,75

68,5

50,5

48.5

52,5

50

42

40

41

39

35

30

44

44

40

40

60

60

0.425

0,45

-

0,75

98

0,75

96.25

*

69

67,75

67,75

33

32

39

70

21,25

20

19

20

9

8.05

8,9

8,4

63

57.5

58

56

95

57,5

Frankfurter Abevdbötie.

Frankfurt, 6. Aug. Die heutige Abend­börse war etwas besser disponiert. Mit Dem Nach­lassen Des scharfen Angebots stellte sich etwas Deckungsbedürfnis ein, das zu einer mäßigen Er­holung des Kursniveaus führte. Die führenden Werte am Montan-, Chemie- und Elektromarkte hatten Besferungen von 12 Proz. zu verzeichnen, Harpener eine solche von 3 Proz. Auch am Anleihe­markt war die Stimmung freundlicher. Die Um­satztätigkeit ging aber über Den üblichen Rahmen

Fräulein Fob.

Roman von Anders Eje.

38. Fortsetzung. (NachDruck verboten.)

Gabbtz war natürlich wütend und muhte die Zähne zusammenbeißen. Sie sagte irgendwas Gleichgültiges und schlug der Sicherheit halber einen anderen Weg ein als den beabsichtigten. Herr Fellips war außerordentlich liebenswürdig und redelustig. Er schien die Absicht zu haben, so weit als möglich mitzugehen. Gabbh sagte, Fob sitze daheim und langweile sich. Fellips antwortete grob:

Ach, lassen wir sie dort sitzen "

Schließlich sah aber der Bankier doch ein, daß der Augenblick wenig geeignet für einen Vorstoß war. Ehe Gabbh dies noch zu hoffen wagte, war sie ihn schon los auf alle Fälle würde sie aber um zwanzig Minuten zu spät kommen. Doch das ging ja an, Kehler wartete gewiß geduldig. Er hatte ja schon so lange auf die Gelegenheit gewartet, mehr als einige Minu­ten mit Gabbh ganz ungestört zu sein.

Fräulein Gabbh," sagte er,ich habe sofort verstanden, daß Sie mit mir etwas zu sprechen hätten. Aber lassen Sie zuerst mich reden. Ich habe Ihnen auch was zu sagen. And ich will diese Gelegenheit, die vielleicht nicht so bald wieder kommen wird, nicht versäumen. Ich wage es, nochmals an die für mich sonst so wenig ehrenvollen Umstände zu erinnern, unter denen ich Sie das erstemal gesehen habe. Erinnern Sie sich, daß wir später darüber gesprochen und daß Sie mir gütigst Gelegenheit gegeben haben, für mein plumpes Auftreten ein kleines Plaidoher zu halten? Erinnern Sie sich, daß ich damals einige mildernde Umstände vorbrachte? Sie fragten damals, welchen von ihnen ich auf meinen Fall angewendet wünsche. Ich überließ es Ihnen, welchen Sie anwenden wollten. Jetzt werde ich es Ihnen sagen: ich sprach Sie auf der Straße an, weil eine blitzschnelle Eingebung mir sagte, daß Sie die Frau seien, die meinem Ideal so nahe als möglich stand. Ich drücke mich wahr­scheinlich dumm und banal auS, aber die Worte stocken mir, wenn ich versuchen soll, zu sagen,

was ich alles in diesen Wochen ertragen habe. Der erste Eindruck kann trügen, obwohl ich für meinen Teil mich unbedingt auf ihn verlasse. Dieser erste Eindruck betrog nicht. Er war für mich Unwürdigen nur ein Fingerzeig der Vor­sehung. Seither ist er gewachsen und hat sich verdichtet zu etwas, für das es nur ein einziges Wort gibt. Es bedürfte einer poetischeren Zunge als der meinen, um dieses Wort mit den seiner würdigen Ausschmückungen zu versehen. Fräu­lein Gabbh! Hören Sie mich. Sie sind in meinem Leben die einzige Frau. Ich liebe Sie. Für Sie gehe ich durch Feuer und Wasser. Für Sie bin ich zu jedem Opfer bereit, ich marschiere gegen Pharaos gesamtes Heer, ich steige hinab zu den Pforten des Hades. Sie können sagen, was Sie wollen, das ändert nichts. Ich habe mich Ihnen verschworen, und dabei bleibt es."

Gabbh hatte zugehört, ohne zu verraten, was sie angesichts dieses mit südländischer Leiden­schaft gemachten Geständnisses fühlte. Jetzt er­griff sie Kehlers Hand, sah ihm fest in die Augen und sagte:

Herr Kehler, ich glaube an die Aufrichtigkeit Ihrer Beteuerungen. Aber erlassen Sie es mir heute, darauf zu antworten. Ich habe an so vieles zu denken, für jemand anderen. Meine eigenen Interessen und in diesem Falle auch die Ihren müssen bis auf weiteres beiseite stehen. Sie haben recht, auch ich habe Ihnen etwas zu sagen. Finden Sie mich sehr brutal, wenn ich jetzt ganz unvermittelt auf dieses zu sprechen komme? Ich will Sie nämlich um einen großen Dienst bitten.

Rach dem, was ich gerade sagte, wissen Sie sehr gut, daß mir nichts eine größere Freude bereiten kann, als Ihnen auf irgendeine Weise behilflich zu sein. Je größer das Opfer ist, das Sie von mir verlangen, um so besser."

Also: wissen Sie, wo Herr Fellips seine- geheimen Papiere verwahrt?"

Was man nicht weih, kann man erfahren. Wollen Sie mir nur sagen, was für ein Papier Sie haben wollen, dann werde ich es hervor- zaubern."

Gabbh sah sich genötigt, den Vorhang ein wenig zu lüsten. Die Geschichte von dem kom­promittierenden Papier konnte man ja nicht

nicht hinaus. Schiffahrtsaktien waren umsatzlos. Im weiteren Verlaufe wurde Die Stimmung wieDer unsicher und Die Börse schloß zu nachgebenDen Kur­sen. Deutsche Anleihen: öproz. Neichsanleihe 0,2021, 3; pro,5. Reichsanleihe 0,235, 4proz. Preußische Kon- sols 0,205, 3$proz. Dto. 0,240, 3proz. Dto. 0,215, 4proz. Schutzgebietsanleihe 2,800, 4proz. Dto. 2,800. Ausländische Renten: BagdaD II 6,25, Zolltürken 6,50. Bankaktien: Bayerische Hypotheken- unD Wechselbank 80,75, Berliner HanDelsgesellfchaft 127, Commerzbank 93,75, DarmftäDter Bank 111, Deutsche Bank 113,50, DresDner Bank 100, Metallbank 76,50, MittelDeutsche KreDitbank 93, Reichsbank 119,75, Österreichische KreDitaktien 7,25. Montan­aktien: Deutsch-Luxemburg 55,50, Gelsenkirchen 47, Harpener 89,50, Ilse Bergbau 83, Mannes­mann 60, MansfelDer 50, Dbercaro 36,50, Phönix 65,25, Rheinstahl 49,50, Kali Aschersleben 116. Che­mische Werte: BaDische Anilin 117,87, ElberfelDer Farben 110, Th. GolDschmiDt 69, Höchster Farben 110,12, Holzverkohlung 4,80. JnDustrieaktien: AEG. 93,25, Zement HeiDelberg 67, Hansa LloyD 54,50, Holzmann 55, Elektrisch Licht unD Kraft 87,50, Lahmeyer 66,75, Neckarwerke Stammaktien 70,50, Verein Chemische JnDustrie Frankfurt 54, Siemens & Halske 69,50, Ways & Freytag 68,50. Prioritäts- Obligationen: 3vroz. Sal. Monastir 7,50.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(In Stiltimen Mart auSgedrnckl. BuenoS-StreS, London, Neu- hort, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Ein betten, allcS übrige für 100 Einheiten.)

Telegraphische Auszahlung.

Banknoten.

4. August

5. August

Amtliche Noti.'rung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

<Seld

Brief

eunst.-Ron.

168,79

169,21

168.69

169,11

Buen-Aires

1.690

1.694

1.692

1,696

Brff.-Nntw-

19,23

19,27

19 02

19,03

Chriftiania.

76,65

76,85

77,60

77,80

flopendagen

95,13

95,37

95,93

96,17

etodbolm .

112,78

113,06

112,74

113,02

HelfingforS.

10,577

10,617

10,575

10,615

ytaHen . . .

15,34

15,38

15,28

15.32

London. .

20,374

20,426

20,374

20,496

Ncur.ork . .

4,195

4,205

4,195

4,205

19,895

81,48

19,935

81,68

19,76

81.47

19,80

81,67

Schweiz . .

Spanien. .

60,65

60.81

60.61

60,77

Japan . . . Rio de Jan.

1,727

0.494

1.731

1,733

1,752

0.496

0.494

'.496

Wien in D-«

Ceft- abgest.

39,07

59,21

59,07

59,21

Prag ....

Belgrad . .

12,43

12,47

7,62

12.427

12,467

7.60

7,55

7,57

Dadapett. .

Bulaarien.

5,887

3.03

5,907

3.04

5,895 J.03

5,915

3.04

Lissabon

20,775

20,825

20 775

.'0,825

Danzig. . . Konstantin

80,85

81,05

80.85

81.05

2,38

2,89

2,405

2,416

Athen. .

6.69

6,71

6.69

6,71

Berliner Börse.

Berlin, 5. August.

Geld

Brief

Amerstanlsche Note» .....

4.17

4.19

Belgische Noten ..«.*»»»

18.99

19,09

Dänische Noten

95,66

.6,14

Englische Noten..»».

20,34

20,44

Franjöfische Noten

19,69

19,79

Holländische Noten......

168,38

169,22

Italienische Noten ......

15,43

15,51

Norwegische Noten...... Deotsch-Oeflerr., ä 100 Lroue»

.7.51

77,89

59,155

69,455

Rumänische Noten......

Schwedische Noten .....

112,34

112,90

Schweizer Noten .......

81,65

82,05

Svauische Noten.......

Tschechoslowakische Rotte ..

60,89

12.405

60.69

12.465

Ungarische Noten. . ...

5,83

5,87

«Sigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Berlin, 5. Juli. Der Verfall Der Aktien­kurse, Der seit gestern nachmittag wieder ein schärferes Tempo angenommen hat, setzte sich bei Beginn Der heutigen Börse weiter fort. Die Ursache hierfür waren nicht nur Blankoabgaben Der (Spetu- lation, fonDern wachsenDes Verkaufseffekten-Mate- rial, Das teilweise auch aus Dem AuslanDe kam. Zu Den oerftimmenDen Momenten kam heute noch hinzu, Daß in Den Berichten Der preußischen Han- Delsfammern ein trübes BilD Der Wirtschaftslage im Juli gezeichnet rourDe unD auf Der gestrigen Tagung Des norDwestDeutschen Wirtfchaftsverban- Des in Düsseldorf Die Derzeitigen Wirtschaftsnöte wieDer Deutlich unterstrichen rourDen. Infolgedessen hörte man bei Eröffnung Des Verkehrs zu Den stark geDrüdten Schlußkursen Des Vortages nur Brief-Angebote. Die Nachfrage nach täglichem Gelb blieb stark, Da MonatsgelD fast gar nicht zu haben ist unD mit täglichem (Selbe befriedigt merben muß. Tägliches Geld erfordert 10$ bis 11 Proz. MonatsgelD nominell 10$ bis 11$ Proz. Im In­ternationalen Devisenverkehr trat eine rückläufige Bewegung für Die lateini» Kmagu'i ii w n t.1 * wi

verheimlichen, da Kehler, sollte sein Unternehmen Erfolg haben, eine möglichst genaue Beschreibung desselben haben muhte. Er zeigte sich gar nicht besonders überrascht, zum mindesten nicht über das Verhalten seines Chefs.

Ich schwöre," sagte er,daß ich in wenigen Tagen das Papier in meiner Hand haben werde."

Gut," antwortete Gabbh und lächelte ver­heißungsvoll,und die andere Sache wird bis dorthin ruhen."

Versprechen Sie, mir Antwort zu geben, wenn wir erst die eine durchgeführt haben."

Das verspreche ich. Ich werde dafür sorgen, daß Sie meine Adresse haben, wo ich mich auch befinden werde."

Ja, aber wenn mir die Sache gelingt, und Sie befinden sich nicht hier, wie soll ich Ihne» dann das Ergebnis mitteUen? Wir müssen doch damit rechnen, daß die Post zensuriert wird."

Das Wort Heureka in einem Telegramm oder Bries genügt, wenn es Ihnen gelungen ist. Und dann werde ich Ihnen die Antwort nicht schuldig bleiben."

XV.

Dor und nach dem Frühstück.

Herrn Fellips' Schlaf war gegen die Morgenstunden zu ein wenig unruhig gewesen. Er war wiederholt aufgewacht und von Vor­stellungen beunruhigt worden, die ihm sonst fremd waren. In dem willenlosen Zustand zwischen Schlaf und klarem Bewußtsein drängte sich ihm immer mehr eine Zwangsvorstellung auf und wuchs wie ein Schiff im Rebel. Auch ein fo kaltblütiger Mann wie Herr Fellips kann solchen Dingen ausgesetzt sein.

Das WortUeberlisten" kam im Sprach­schatz des Herrn Bankdirektors gar nicht so selten vor. Aber niemals war ihm eingefallen, daß es auch ein Passivum, und zwar mit feinem eigenen Ich als Subjekt haben könne. Doch an diesem Morgen saß ein kleiner, hartnäckiger und unangenehmer Kobold an Herrn Fellips' Kopf­ende und flüsterte ihm dies Wort in höchst un­sympathischen Diegungssormen zu.

Um sechs Uhr erhob er sich vollständig wach im Bett. Was war dies für ein Unsinn? So ging dies nicht weiter. Am besten war eS,

schen Valuten ein. Es wurden genannt gegen London: Paris 103,18, Brüssel 106,55, Mailand 133,40. Nordische Devisen und Holland lagen stabil. Die Reichsmark notierte in London 20,40. Paris 5,03, Amsterdam 59,22.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt, 5. Aug. Es wurden notiert: Weizer, Wetterauer, neuer Ernte, 2627, Roggen, inländischer, neuer Ernt?, 21,5022, Hafer, inlä- bischer 20,5023,50, Mais (gelb) 2222,25, Wei- zenmehl, inländisches, Spezial 0 3940, Roggen­wehl 3031, Weizenkleie 11,7512, Roggenkleie 12,5012,75. Tendenz: F e st.

Ber'iner Prv-u!!-?nbörse.

Berlin, 5. Aug. Der Produktenmarkt blieb weiter fest, infolge der Preissteigerung des Weltmarktes und durch die Zurückhaltung der Verkäufer wegen des Räherrückens der Zoll­entscheidung. Für Hafer besteht mehr Rach- frage, Mais war still. Futterartikel zum Teil fester. Es notierten für je 1000 Kilo: Weiten, märt 249 bis 252, do. September 259 bis 261, do. Oktober 264, Roggen, mark. 187 bis 193, do. Westpreußen 178 bis 180, do. September 204 bis 2031 '2, do. Oktober 209 bis 208, Wintergerste, neue 188 bis 196, Hafer. September 192, Mais (loko Berlin) 215 bis 217, Raps 360 bis 265; für je 100 Kitt): Viktoriaerbsen 27 bis 34, kleine Erbsen 25 bis 27, Futtererbsen 23 bis 25, Peluschken 23 bis 25, Wicken 26 bis J>8, Lupinen, blau 11,75 bis 13,25, do. gelb 15 bis 1'6,50, Raps­kuchen 16,60 bis 16.80, Leinkuchen 23,60 bis 23,80, Trockenschnihel 12,20 bis 12,40, Torfmelasse 10, Kartoffelflocken 26 bis 26,30, Zucker 22,40 bis 22,60.

Aus dem Amtövcrkünr ungsblatt.

** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 62 vom 4. August enthält folgende Abschnitte: Nachtrag zu den Friedhossordnungen mit entspre­chenden Polizeiverordnungen Der GerneinDen Hat- tenroD, Saasen unD Obbornhofen. Maßnahmen zur UnterDrücfung Der Maul- unD Klauenseuche. Straßensperre EttingshausenHarbach. Ver­zeichnis Der FortbilDungsschüler im Lehroerhältnis. FelDbereinigung Holzheim. Dienstnachrichten.

Rundfunk-Programm

des frankfurter Senders,

(Aus derRadio-Umschau".)

Freitag, 7. August:

3 Uhr: WirtschaftsmelDungen. 4 Uhr: Wetter­bericht Der Gießener Wetterdienststelle. Wirtschafts­meldungen. 4.15 Uhr: Nachrichtendienst der In­dustrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.- Hanau. 4.20 Uhr: Nachrichtendienst. 4.25 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 4.306 Uhr: Hausfrauen- Nachmittag. Programm u. a.:Die Verpflichtung Der Hausfrauen bezüglich Ortskrankenkasse und Jn- valiDenversicherung", Vortrag nach amtlichen Quel­len. 6 Uhr: WirtschaftsmelDungen. 66.30 Uhr: Die LesestunDe (Meisterwerke Der Weltliteratur): AusSoll unD 5)aben'J von Gustav Freytag (Fort­setzung). 6.457 Uhr: Die Besprechung. 7 Uhr: WirtschaftsmelDungen. 7.308 Uhr: Funkhochschule Frankfurt a. M. unter Dem Protektorat Des Herrn Staatssekretärs Dr. h. c. BreDow, in Zusammen­arbeit mit StaDt unD Universität Frankfurt a. M. Herrn Professor !yr. Schultz:Goethes Weltan­schauung in Der Gegenwart . 88.30 Uhr:Die Marktuntersuchung unD anDeres aus Der Tätigkeit Der Kriminalpolizei", Vortrag von Herrn Otto Schwerin. 8.30 Uhr: Zweiter AbenD Robett Kop­pel. Gesang unD Rezitation. AnschließenD: Nach- richtenDienst, WettermelDung, ©portfuntDienft.

Geschäftliches.

Abkochen muß bequem sein, wenn es Freude machen soll. Eine seine Suppe schnell und einfach in kurzer Zeit ergibt Knorr Erbs­wurst oder Knorr Suppenwurst. Vergessen Sie deshalb nicht, bei der Zusammenstellung ihre- Proviantes die praktisch verpackte Knorr Erbs­wurst.

Sie werden üüitotÄtESI: folgen und in der Apotheke 60 Gramm Toluba- Kerne kaufen. Die echten Toluba-Kerne wirken bei völliger Unschädlichkeit fettzehrend und ansah^ verhindernd. Die Bestandteile sind auf der Packung angegeben. 5862ss

aufzustehen und alle diese Traumphantasien ab­zuschütteln.

Der Bankdirektor duschte sich, zog rasch ein1 Sportkostüm an und schlich sich durch das schla- sende Schloß hinaus, um einen langen Spazier­gang durch die Felder zu machen. Der leichte Morgenwind kühlte seine noch heißen und pochen­den Schläfen Rach einigen Minuten ordent­lichen Marsches war die Unruhe des Traum­stadiums verschwunden, und sein Gedanken- Mechanismus fungierte wieder befriedigend.

Punkt acht Uhr finden wir Herrn Fellips in seinem Zimmer. Er geht auf und ab und raucht unzählige Zigaretten. Zwischen den Augenbrauen liegt eine etwas gedankenvolle Falte, aber gleichzeitig spielt ein ironisches Lächeln um seine Mundwinkel Der Bankdirek- Überdenkt sein taktisches Verhalten in dem Mei­nungsaustausch, den er zu inszenieren plant. Er hat nach Fob zu einer wichtigen Unter­redung vor dem Frühstück geschickt.

Wie Gabby in der letzten Zeit schon öfters feststellen konnte, begann Fob eine immer größere Sorgfalt auf ihre äußere Erscheinung an den Tag zu legen. Heute hatte sie sich besonders schön, gemacht und ein ganz neues, blaßrotes undl duftiges Mustelinileid angezogen, ein paar Rosen in den Gürtel gesteckt und ihrem Haar eine neue, reizvolle Frisur gegeben. Sie iam um die ge­wünschte Stunde beinahe lächelnd und mit tau­frischer Farbe des Morgens auf den Wangen in Fellips' Zimmer.

Fellips blieb in seiner Wohnung zwischen den vier Wänden stehen und grüßte mit einer: Höflichkeit, die ein Optimist als aufrichtige Liebenswürdigkeit, ein Pessimist aber als Ironie angesehen hätte. Lange betrachtete er Foo, die abwartend vor ihm stand.

Meine Frau hat sich schön gemacht. Ev^ laube mir zu sagen, daß dir dies Kleid ganz entzückend steht. Rosa ist eine angenehme Farbe, wenn man blaß ist. Es wirkt fast wie Erdbeeren und Milch. Ja, so ist es, wenn man keinen Kummer hat, und wenn kleine Engeln Wache halten und die bösen Geister verscheuchen, dis den Rachtschlaf stören wollen. Das möchte ich auch haben."

(Fortsetzung folgt.)

-SlflU ' v

Wfltl 2®olW ff- Sti

Icr

denM s* ffäM1

E- gttan fyi Mieml 30000 oertri bicMi vor öe rett urtb gegebene! tungsmas nerPo Regier m gewönne ihrer D nach De men fei

Sir p alter!«

Dei tDtt datz de schan gange anÜDDti die 2v: schoben Sevei fei, toei bezeichn, tyfanlci unteHrMi iSe-r rid miniftc n genü geftell lei, dcch für die i

Lbg. rung aui der Wl für die erster L die hinl, ob es betannt langem 'Wien 3 regierung roschunge

c,nen ? "ts.fc I« be­wirken. 3uli bi »en n

Nt bei i ft igge W °°s £ «gen H ifl

m Die 2

Wen ty ft«en tat 8.$

weist bi sandle i Zeit in Urlaub Dptanlei flebiti: nicht nie ließ, toei rechts.) ! dann im verstandn Innern j( m Die dc Derhondl sucht, , sprach beijusüh, der beu N B SBiber lu»0en, ( ru n g 5

W oor deutsch«