Ausgabe 
6.3.1925
 
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billigte Holzlieferung die Erstellung von Eigen» Heimen den Selbstdauenden ermöglicht.

Die Jagd im März.

Don Edmund Scharein.

(Dachdruck verboten.)

Der Frühling schickt sich nach einem TDinter ohne Schnee und Eis. nach einem Winter, der eigentlich kein Winter war. an. seinen Einzug zu hallen. Wenn daS Weller so bleibt unD der Lenzing keine Ueberraschung.m bringt, haben wir dicÄ Jahr nicht nur nach dem Kalender im März Frühling, sondern wir erleben seinen Einzug auch wirklich in der Datur. Seine Dor­boten in der Tierwelt hat er bereits aus gesandt: die ersten Feldlerchen sind da. und binnen kurzem werden die ersten Stare pfeifen.

Unter so günstigen Auspizien wird auch der Dogcl mit dem langen Gesicht, unsere Schnepfe, nicht lange zögern, die weite Reise aus südlichen Regionen zu uns anzutreten, so daß der Schnepfen strich in diesem Jahr zu Oculi auf voller Höhe sein dürfte. Wenn nicht der Wetter­gott einen Dachwinter beschert...... Wer ver­

mag das zu ergründen? Kein Wetterprophet auch nicht der Forscher, dessen Arbeiten aus wissenscha tlicher Grundlage beruhen kann dar­über zuverlässig Auskunft geben. Der Abend­anstand auf Schnepfen ist für den wahren deut­schen Weidmann eine der köstlichsten Jäger-, sreuden. Im Dvrs.ühling. wenn sich noch ganz schüchtern hier und da die ersten Ansätze von Knospen zeigen, wenn durch daS tote Laub, das den Waldövden deckt, ein zarter Anflug von jun­gem G.ün den Beginn neuen Lebens verkündet, wenn beim Eintritt der Dämmerung das Mond- licht durch das noch kahle Gezweig fällt und ein Daunen durch den Wald geht von dem Sieg des Frühlings über den Winter, von dem Wiedererwachen der Datur. dann steht der deutsche Jäger ergriffen da und lauscht den Wundern, die sich thm offenbaren. Diese gan^c wundersame Stimmung, deren Zauber sich fein echter Weidmann zu entziehen vermag, kann ich mir ohne den Bogel mti dem langen Gesicht, ohne seine melodischen Töne nicht vollkommen denken. Leider wird ihnen oft übel mitgespielt, den von vielen Jägern ersehnten Langschnäbeln. Auch ihnen gegenüber können Fleischiger und Dekordschützen in gut besetzten Revieren und in guten Jahren" ihr trauriges Gewerbe mit Er­folg üben. Der weidmänni ch empfindende deutsche Jäger wird es ablehnen, auf alle Langschnäbel, welche ihm an einem so köstlichen Borsrühlings- abend, wie wir ihn vorhin geschildert, zu Ge­sicht kommen, Dampf zu machen. Er wird sich darauf beschränken, mit sicherem Schuh, den einen oder anderen zu erlegen und den Frieden deS Abends nicht durch unnütze Knallerei stören. Die E'"schränkung des Abschußes auf dem sog. Schnepsenflrich bringt dem Weidmann Segen: Im He^.ost, wenn die Muttervögel mit ihrer Dach- Zucht aus ihren Drutgebieten heimkehren, wird Der Jäger dif * gute Strecken auf der Suche vor dem Hund vollau' entschädigt.

Der März bringt dem Weidmann noch ein köstliches Flugwild, den Birkhahn, der, wenn das Wetter so bleibt, hier und da wohl schon in der ersten Hälfte deS März, sicherlich aber um die Mitte des Monats herum balzen wird. Auch Auer- und Haselwito tritt bei günstiger Witterung im Lenzing in die Balz.

Eines gefiederten Bewohners unseres Wal­des sei hier noch gedacht, der Wildtaube, die Ende des vorigen MonatS heimgekehrt ist. Den Täuber mit dem Lockruf zu überlisten, ist ein weidmännischer Genuß besonderer Art, dessen Erlangung an den ausübenden Jäger große An­forderungen stellt, denen sich die meisten Jäger unserer Tage nicht gewachsen zeigen. Höchste Ausdauer, große Gewa dtheit beim Anschleichen und Bcherr chung des Lockru es sind erforderlich, sonst triumphiert nicht der Jäger, sondern der wackffane, listige Täuber.

M.t dem 1. März beginnt für Enten die ge­setzliche Schor8 it. E n wackerer Heger wird alles tun, um ihnen während der Brutzeit Störungen fernzuhalten unD namentlich auch auf zwei­beiniges Raubzeug achtgeben. Denn das Absuchen der Brutstätten durch Eierdiebe kann die besten Entenjagden ruinieren.

Die Ramme lz ft bei den Halen hält an, die Häsinnen setzen. Die ersten Junghasen wurden schon Ende Februar gefunden. Wenn die Witte­rung weiterhin günstig ist, kommt der erste Satz durch, und wir können mit einiger Sicherh.Lt

auf ein gutes Hasenjahr honen. Die Feld­hühner fangen an, sich zu paaren. In der zweiten Hälfte des WonatS kann man sich einen lleberbHa verschaffen, wie die Böcke geschoben haben.

AlleS in allem ist eS dem Wild in diesem milden Winter gut gegangen. Die Schrecken dec vorjährigen schnee- und etsreichen Winters sind Überstanden. So kam es mir vor, als ich kürzlich einen Sprung Rehe auf saftiger Wintersaat be­bet Aesung sah:Was kümmert uns der Schnee vom vorigen Jahre!" Wie im Menschenda ein. Wie bald sind Schrecken und Rot überwunden

Gerichtsfaal.

JVrau Nachtwächter im (tzcdränge. Die verprügelte TrtSgcwalt.

Q Wetzlar, 4. März. Dor der hiesigen Kleinen Strafkammer wurde in folgen­der Sache verhandelt:

Der Former Fritz D. aus Mandeln ist wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Das Amtsgericht Dillenburg hatte ihn dieserhalb mangels Beweises freigesprochen. Degen dieses Urteil hat die Staatsanwaltschaft Beru­fung eingelegt Der Anklage liegt folgender Sachverhalt zugrunde: In der Dacht vom 2c zum 28. Oktober 1924 hatte die Ehefrau B.. deren Ehemann den Dachtwächterdienft in Man­deln versah, wie sie es schon öfters getan, diesen wieder einmal vertreten und ordnungsgemäß, mit D acht chte r m ü tze und Blas- Horn versehen, ihren nächtlichen Rundgang angetreten. Um 1 Uhr nachts kam sie an der Wirtschaft des Ottes vorbei vor der einige Personen standen. Sie hat dann ihren Rundgang fortgesetzt und kam gegen 2 Uhr an das Backhaus des Ottes. Wegen des Re­gens suchte sie Schuh in diesem Hause und stellte sich in der Tür auf. Wie die Zeugin nun in ihrer charakteristischen Art schildert, hörte sie etwas k n i s p e r n, reckte ihren Kopf etwas raus und sah. wie ein großer Mairn, mit einem mächtigen Knüppel in der Hand, auf sie zukam. Im Scheine der von ihr benutzten Taschenlampe will die Zeugin, wie sie auch heute noch unter ihrem Eide bestätigt, den Angeklagten genau er farmt haben. Die Person ist, ipie die Zeugm Weller bekundet, mit den Worten:Ei du lieber Gott, wo kommst du denn her, ist der Dacht- Wächter hier?" auf sie zugetreten. Aus ihre Erwiderung, sie sei selbst seit einigen Stunden Dachtwä ch ter, schlug ihr btT Mann mit dem Knüppel über den Kopf, so daß ihre Dienstmüße herunterfiel. D.n zwe ten Schlag will die Zeugin m.t der Backhaustür abge­fangen haben und in diese geflüchtet fein. Der Mann habe aber die Tür eingerannt und ihr mit dem Knüppel Derartig über Den Hals ge­schlagen, daß der Stock in zwei Stücke sprang, und dabei geäußert:Jetzt mußt Du Daran glau­ben, jetzt bist du reif". Die Zeugin habe chm zugerusen:Fritz bleib* von mir, ich habe Dir doch nichts getan". Der Mann lieh sich aber nicht beruhigen, packte sie am Hals und würgte sie. Dannn steckte er ihr die Faust in Den Mund verletzte ihr Die Zunge und lockerte ihr zwei 3äbne. Die Zeugin wollte sich frei machen und um Hilfe schreien und hatte sich schon vor daS Backhaus hindurchgearbeitet. Der Mann schlug aber erneut auf sie ein, sp daß sie zu Boden stürzte und der Täter sich mit einem Fuß auf sie stellte. Auf ihr leises Stöhnen: .Jetzt muh ich sterben" entfernte sich der Täter schleunigst.

Der Angeklagte bestreitet ganz entschieden, die betreffende Person gewesen zu fein und be­hauptet, daß seitens der Zeugin eine Personen- Verwechslung vorliegen müsse.

Es sind zum Termin außer Der Zeugin B noch 10 weitere Zeugen und ein Sachverständige! geloben. Einen großen Teil Der Verhandlung nimmt Die Vernehmung Der Verletzten in An­spruch Ein Antrag Des Berteidigers, die Zeugin. Da für ihn Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit beständen, durch Tr. Sommer-Gießen oder einen anderen Spezialisten untersuchen zu lassen, wird vom Gettcht abgelehnt.

Dach ftattgebabtef Deweisauflüchme bean­tragt Der Vertreter der Anklage g-gen Den An­geklagten eine Gefängnisstrafe von vrei Monalen. Der Verteidiger bezeichnet Die Aussage Der Ver­letzten alS das ProDukt einer Wahnidee und bittet, es bei der Freisprechung des Angeklag en zu belassen. Das Gettcht hält den Angeklagten der Tat für überführt und erkennt auf zwei Monate Gefängnis.

am

SamStag ein ganz besonderer Genuß bevor.

javanischen Kunst. Er ist 7 Jahre in Ja­pan und Ehina gewesen, um dort für daS Oft- asiatische Museum in Berlin Kunsffchähe zu sammeln, und er hat dabei Außerordentliches geleistet. Da er außerdem ein vortrefflicher Red­ner ist, so steht den Gießener Kunstfreunden

Jur Wohnunqsfraqe.

Mit dem ThemaDie katastrophale Woh­nungsnot in Gießen" beschäftigte sich am D ms- tagabend eine Versammlung im Katholischen VereinShause.

Rach einigen einleitenden Worten des Ver­sammlungsleiters fegte der Referent Dc< Abm»s Reallchrer Hebermehl, der Versammlung Drei Fragen vor: 1. Gibt es eine Wohnungsnot oder nicht? 2. Hat man etwaS dag-gm getan? 3. Soll und muß etwas dagegen geschehen? Während vor dem Kriege im Reiche jährlich rd. 200 000 Wohnungen gebaut wurden, seien seit 1919 fast gar keine errichtet worden: die nach Dem Kriege einsehende Vermehrung Der Familien steigerte Die Wohnungsnot noch mehr, und trotzdem toerse von Den Hausbesitzern behauptet, es bestehe Uebettchuß an Wohnungen. Ja Wirklichkeit feh­len in Gießen für 2000 Personen Wohnunaen Der Wohnungsnot habe man nicht durch Bau neuer Wohnungen gesteuert, sondern durch Be­schlagnahme von Wohnungen oder Teilung sol­cher, dabei fei aber sehr wenig herausgekommen. Man überlebe die Folgen des Krieges, wenn man behaupte. Die Voraussetzungen zu Zwanas- maßregeln seien nicht mehr vorhanden. Viele von denen, die im Kriege Die nationalen Güter (und dazu gehören Doch die Wohnungen) ver­teidigt hätten, seien ohne Wohnung. Ch lang? Die Wohnungsnot bestehe, dürfe die Zwangs- wittschaft nicht ausgehoben werden. Redne" be­tonte, daß jetzt schon große Firmen den kleinen Geschäftsleuten die Läden to~g nL-ten und Datu ch Die kleinen Existenzen pernich en: h eraus könne man folgern, welche Wirkung die Aufhebung Der Zwangswirtschaft zur Folge habe. Die Kapital- knaprhttt und in Verbindung damit Der hohe Zinsfuß verhinderten in erster Lin e Das Baurn, dazu komme Weller, dah das Bauen jetzt 80 Droz, teurer sei wie früher. Die Mehrzahl dec Bau- lustigen verfüge nicht über das nötige Kapital, um den städtischen Zuschuß zu erlangen. Eine Erhöhung der Miete, wie sie die Hausbesitzer

LochtSlage für die Erhebung von 'Brückengeld für alle Drücken gleichzeitig regelt, fällte im November v. I. das Kammergericht in Berkin. Das Urteil verneint die Zulässigkeit der Erhe­bung von Brückengeld für alle Brücken. Die dem allgemeinen V er ffc h r ge­widmet sind. Unter Berufung auf dieses ilr- teil des höchsten preußischen Gerichtshofes haben die in Der Arbeitsgemeinschaft für das Äraft- fahrwesan" zufammc.'geschloffenen Verbände ihren Mitgliedern empfohlen, die weitere Entrichtung von Brückengeldern zu verweigm. Dieser Auf­fassung Der .Arbeitsgemeinschaft" steht die Stel­lungnahme des preußischen Ministers für Han­del und Gewerbe entgegen, Der Die Auffassung vertritt, daß dir Entscheidung ledigllch für die Jahrhundettbrücke bei Oppeln ergangen sei, und daß alle Zahlungsverweigerungen als Drücken­geldhinterziehungen zu oerfolgen sind

fordern, bedeute bei etwa SVg Milliarden Miet­eingang im Deutschen Reiche unter Zugrunde­legung von nur 1 Proz. Erhöhung eine Belastung von 50 Millionen. dieS stelle die Summe Dar, mit Der unS daS Dawesgutachten belaste Redner forderte zum Schluß nachdrückllch die Aufrecht­erhaltung deS Wohnungs- und Mieterfchuhge- sches und der ZwangSbewittfchaftung. An Der Diskussion beteiligten sch mehrere Redner, von denen StadtverorDneter Mann Die Folgen be­schrieb, wenn Steine aus der WohTrungSbewitt- schaftung gettssen würden. Er forderte schließlich, daß nur Kleinwohnungen gebaut und der volle Ertrag der SonDersteuer zum Bau solcher ver­wendet werden sollen. Das Bauen müsse der Spekulation entzog m und in die Hände Der Stabt oDcr der Genossenschaften gelegt werden. Don Den weiteren Rednern legte u. a. Stadtv. Äieiefdjulrat Fischer dar. daß die Deftttigung der ZwangSwirtschaff eine Derteuwung der Lä­den und Geschällsräum? und Damit eine Ver­schlechterung Der Lebenshaltung zur Folge habe. Ein toeitercr Rebner forderte Beteiligung Der Stobt durch Lieferung billigen Holzes und Her­stellung von Steinen durch Arbeitslose.

Es wurden schlieh'ich die nachstehenden Ent- schliehungen angenommen:

An den Deut-schen Reichstag. Dis im Kathol. Dereinshause zu Gießen tagende Versammlung der Wohnungslosen und Mieter der Stadt Gießen erhebt einmütig Protest gegen Die gerüchtweise in nahe Aussicht gestellte Auf­hebung der ZwangswittschIst im Wohnungs­wesen. Mieter und Wohnungslo'e aller Par­teien sind sich einig in der Ansicht, daß eine alsbaldige Aushebung der Wohnungszwangs- wittschall eine technische ilnmögfiJ'teit ist. Die für Den Staat Die schwersten Erschütterungen nach sich ziehen muß. Aa eine Ai'/Hebung bieder sogenannten Zwangswirtschall kann erst gedacht werden, wenn durch (Heubau soviel Wohnraum erstellt ist, daß ein gerechter Ausgleich zwischen Angebot unb Dachllage auf Dem Wohnungs» markt wieber hergestellt ist. Unter keinen Um­ständen darf an einen Abbau der Mieterschuh- geseygebung gedacht toerben, Denn Die Deut che Mieterschaft unb Die Wohnungs!o^en haben sich durch ihre Teilnahme an Der Held en haften Ver­teidigung der nationalen Güter im letzten Krieg das Recht auf Wohnung erst ritt en. Außerdem erheben Mieter und Wohnungslose entschieden Einspruch gegen eine Erhöhung Der Mieten auf die FrieDenshöhe. Eine nur 1 prozentige Er­höhung bedeutet für Die deutsche Mieterschaft eine Belastung von 50 Millionen Goldmari. Und die Erhöhung auf Den Fttedensstand ergibt eine Belastung. Die diejenige Der Industrie aus dem Dawesgutachten um ein Wesentliches übersteigt. Zugleich fordern die Wohnungslosen und die Mieterschaft an Stelle der SonDersteuer eine gestaffelte Vermögens- und Einkommensteuer Wie aus Den Zeitungen ersichtlich ist, will Die Rttchsregierung den Ländern und Gemeinden Die Hauszinssteucr zur (BefrieDigung ihrer Finanz- bebürfniffe überlassen. Dagegen fordern wir aufS Entschiedenste, Daß, wenn eine Hauszinssteuer erhoben werden soll, sie voll und ganz zum Bau neuer Wohnungen verwendet wird. Dur dadurch F"nn Die Wohnungsnot behoben unD das Deutsche Volk einer gesunden Entwicklung entgegenge- führt werden.

An Die Gießener Stadtverwal­tung. Die heute im Kath. Vereinshaus tagen» Den Wohnungslosen und Mieter erheben schar­fen Protest gegen Die Festsetzung Der Mieten in Den neuen Häusern am Riegelpfad. Es ist nicht angängig. Daß man Die Bewohner neuere städtischer Häuser verschieden behandelt. Die Vettamrnlung ertoartet, bah die Berechnung die­ser Mieten erneut einer Prüfung unterzogen wird, bei welcher eine Verzinsung der Gelder aus Der SonDersteuer nicht in Rechnung gestellt werben Darf. Weiter spricht Die Versamm­lung Der Stadtverwaltung gegenüber Die For­derung aus, die Erstellung von Wohnungen wie» Der selbst in Die Hand zu nehmen unb vorzugs­weise Wohnungen bis zu 4 Zimmern zu 'chaffen, und vor allem Den KinDerreichen und Kleinge- toerbetreibenben für die notwendige Unterkunft in Bälde zu sorgen. In einer Zeit, wo wegen Der Kapitallnapphell und wegen des hohen Zins­fußes Die private Wirtschaft nicht zu bauen im­stande ist. hat Die Stadt Die Verp l ch ung ,ie Erstellung von Wohnungen selbst zu über­nehmen. Im übrigen wird gefordert, daß die Stadtverwaltung durch Bereitstellung billigen Baugeländes und Verbilligung Der Baustoffe (Selbsterzeugung von Backsteinen ufw.) und ver-

Vornotizen«

T a g e S ka len d e r für Freitag. Stadttheater: 71/, UhrDer Kreidekrtts" Lichtspielhaus. Babnb-fffr-ße ..D-'s blnnD<* ftan» nele und die Trauerseierlichkttten in B?rlin. Palast-Lichtspiele:Sin Spiel um3 Leben".

Astoria-Lichtspieke: .Die Jagd um die Welt in 18 Tagen".

DaS Fröbel-Seminar stellt von Samstag. 7. März, biS einfchl Montag. 9. März, in seinen Räumen. Gärtenstrahe 30. täglich von 10 bis 12V3 Uhr und 2'/- bis 5 Ulir Schülerinnen arbeiten Der abgehenden Kindergärtnettnaen und Kinderpflegettnnen auS. Es fei noch einmal auf Die Ausstellung deS Handarbeitsseminars Der Aliceschule hingewiesen, Die sch im Lehrerzimmer Der ötaDtfnabcnfdjule befinDet. Die neuen Kutte beginnen Montag, 20. April. (Siehe heu­tige Anzeige.)

Der Gesellschaft Gießener Kunstfreunde ist eS gelungen, Herrn Dr. Ernst Große, Professor an Der Universität Freiburg i. Dr zu einem Dort rag überKultur und Kunst Ostasiens" zu getoinnen. Professor Große ist zweifellos Der erste Kenner Der

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