Dienstag, b. Januar 1925
Sieyener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
tlr.4 Zweites Blatt
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betriebes gemäß § 1 des Hyp. D. &. worden.
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Besuchern, die fich durchaus nicht bloß aus Württemberg, bei besonderen Anlässen auch nicht bloß au8 dem Reich einfanden. Die Dauausstel-
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Schicksal Haitangs. innerhalb des Kreidekreises findet ftc den Geliebten und wirklichen Datei ihres lindes. Der Kaiser erhebt das Techaus- madchen zu seiner Gemahlin
(Sin richtiges Märchenspiel von Liebe unt Leid mit starkem, dramatischem Akzent, ganz auf die Stimme des Gefühls gestellt. Gin Spiel, über dem die Erkenntnis einer höheren, aus Liebe und Gerechtigkeit zusammengesehten Macht (Kreide- kreis), die alle menschlichen Wirrnisse und Blindheit löst und zum Ziel führt, triumphiert. Die Inszenierung unter der Regie Weicherts war getragen von der starken Emsühlungslrast in die Dichtung Klabunds. Wundervoll die Bühnenbilder Ludwig Sieverts. Er dichtete und komponierte Farbentöne zu prachtvollen Akkorden, ließ Linien aufsteigen und ineinanderfließen, Lampoins auflenchlen, zauberte cbüitfJd>c Kultur in ihrer ganzen feinnervigen Stilisierung auf die Bühne, kurzum, er baute eine Märchenwelt zu diesem Schicksalsspiel, wie fie sich wohl Kla- bund nicht schöner erträumt hatte. Die Stimmung^ ägcrin der Auf.üh ung wa ' die Hai ang Fritta Brods, ganz zarte Märchengestalt, im übrigen waren alle ohne Ausnahme an dem starken und verdienten Erfolg der 2luffübrung beteiligt. Klabund mußte fich mehrmals dem Pu-
Bries aus Stuttgart.
Don unserem -Korrespondenten.
(Dachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Stuttgart, Ende Dezember 1924.
Seit das bis in feine extremen Richtungen
unterlaßt, muß ein Pfand geben oder bekommt | vom Hofnarren einen dicken Kohlenstrich quer | über das Gesicht gezogen, den er den ganzen Abend nicht abwifchen darf. Diswri en wird der König auch wohl durch das Los bestimmt. wie es z. D. in Archen und Bonn seit dem 17. Jahrhundert bräuchlich war. —
Bis zum Kriege veranstaltete man in Köln am Dorabend des Dreikönigstages, Dreizehnmisse genannt, oder am Dreikönigslage selbst den sog. Bohnenball, zu dem die Teilnehmer in Maskenkostümen erlchienen. Bei vieler Gelegenheit wurde ein großer Kuchen mit einer Bohne darin «ent» foeber verlost oder in Stücke zerschnitten und verteilt. Derjenige, welcher den Kuchen gewann bzw. das Stück mit der Bohne bekam, wurde (König oder Königin. — 3n der Eifel pflegt man in den Dreikönigskuchen eine schwarze und eine weiße Dohne hineinzubaclen. durch die König und Königin bestimmt werden. — Urkundlich wird der Bohnenkönig zum erstenmal im 13. Jahrhundert erwähnt. Damals wurde das Fest in Frankreich sogar kirchlich gefeiert, von dort ka n es nach 'Belgiern und Holland. In einer Schrift des Her- mannus Schottenius: „Consabulat.ones tyronum" (Schülergespräche) aus dem Jahre 1526 ist von einem Konigsschmaus am 6. Januar und von dem Hofstaat des Bohnenkönigs die Rede, dessen Personen einzeln aufgezähll werden.
Mit dem Dohnenfest steht wahrscheinlich das namentlich in Süddeutschland bekannte Dohnenlied in Zusammenhang, von dem auch die Redensart „das geht noch über das Dohnenlied" herstammen soll. Anscheinend war das Lied, welches ursprünglich beim Dohnenfest gelungen wurde, ein ganz anderes, als das heute noch bekannte, es enthielt zweifellos stark obsköne Stellen, womit denn auch die angeführte Redensart ihre Erklärung findet. — — — Einige Forscher sind der Ansicht, das Dohnenfest sei aus einem Totenmahl hervorgegangen und der Dvhnenkuchen als Totenspeise anzusehen. Das würde wieder auf Derchta und ihren Umzug mit den Seelen der ungetauft gestorbenen Kinder am Dreikönigstage sowie auf die Beziehungen der Göttin zum Totenreich Hinweisen.
rollt das Rad des Schicksals. In- Prinz Pao Kaiser geworden, er ruft, Gerechtigkeit zu üben. Richter und nach Peking. Hier erfüllt sich das
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und Sammlungen, Derkehrsvereine u. ä. zu einer v, .W’ u iv.ciße von Ausstellungen, die sich vielfach er» WWlt. qänzten. um die sich zahlreiche Tagungen und »fnnph i! OB LKongresse aller Art. wie von selbst nach bestimm- an den Gieh-Item Plan, ohne sich gegenseitig zu stören, grup- ---------— vierten. Der Erfolg war ein starker Zustrom von
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995 «Trthre (Ti iführuna des I seinen Befehl zählte im Jahre 1582 die ganz« vev | Christenheit die Tage Dom 5.-15. Oktober nicht
syrgegllellschaften, der OBärtt^mBcrg f l,e-i Woh« nungskreditanstalt und dem Hauvtoeroand' deut- scher Daugenossenschaflen. Das Aktienkapital be» trägt 1 Million Goldmark. Die Genehmigung des Reichsrates zur Ausübung des Geschäfts- "ist erbeten
Freilich auch die Werbung für Stuttgart als Freudenstadt hat sellher einen ganz ut,|uuuii tuen m,deren Schwung bekommen. Damals war alles, l(l«Mngtr SW was in dieser Hinsicht etwa geschah — es war mttfditt (im Aut wenig genug — vereinzelt, privat und ziemlich »Planlos. Schon dieses Jahr ist man großzügig und MobMleW nrl ganzen einheitlich vorgegangen. Der sog. Schr. Ang. u. 013 Stuttgarter Kunstsommer" bereinigte an den Gien. Aiu n c verschiedensten Organisationen auf dem Ge- grttilt tinttt Wh’etc von Gewerbe und Kunst, Technik und In-
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in nut outtr Fa * %tW Zchi Angeb. um. 0118 ar d«n Gietz. Anzeigri erbeten.
Hessische Totenliste 1924.
Januar: 1. Studienrat August Karl Keller in Darmstadt. 2. Studiendirektor Josef Diehl in Bensheim. 3. Schriftsteller Dr. Friedrich Meyer zu Darmstadt. 9. Kunstmaler Wilhelm Barthel in G i e ß c n. 10. Rabbiner Dr. Moses M a r x in Darmstadt.
Februar: 2. Oberrechnungsrat Franz Hiemenz in Darmstadt. 6. Dankdircktor a. D. Geh. Oberjustizrat Franz von Hessert in Darmstadt. 6. Rektor l R. Wilhelm Klein in Alzey.
März: 6. Oberforstrat Ernst Kallenbach in Darmstadt. 6. Geh. Schulrat Dr. Bernhard Mangold in Darmstadt. 7. Mu ikdirektor Karl Krause in Gießen. 7. Oberlehrer i. R. Professor Dr. Weinsheimer in Darmstadt. 10. Kunstmaler Friedrich Bode in Offenbach. 11. General der Infanterie a. D. Ernst Freiherr von Hoiningen, genannt von Huene, in Darmstadt. 22. Major a. D. Hans Karl Frecherr von Dörnberg in Darmstadt. 26. Sanitätsrat Dr. Rudolf Schad in Gr.-Gerau. 29. Gutsbeiiyer Johann Balthasar Diehl in Gr.- Gerau.
April: 1. Georg Konrad Hermann in Darmstadt, ehern. Direktor der Sterbe- und Haftpflichtkasse deutscher Gastwirte. 4. Generalkonsul Otto Dornhau en in Darmstadt. 4 Gewerbelehrer Cd- mund Endres in Ridda. 6. Oberstudienrat Dr. Johann Jacob Schneider in Darmstadt. 10. Ober- rcallehrer i. D. Konrad Mohr in Bensheim 12. Stadtarchivar und Bibliothekar Professor Dr. August Weckerling in Worms. 24. Stadtfekretär Kanzleirat Werner Graulich in Friedberg. 25. Ma- I jor a. D. Fritz Petersen in Darmstadt.
Mai: 15. Geh. Oberbaurat Ludwig Hummel in Mainz, als Ausgewiesener in Darmstadt gestorben.
Juni: 2. Oberbürgermeister und Landtagsabgeordneter Heinrich Köhler aus Worms, in Darmstadt als Ausgewiesener gestorben. 7. Pfarrer Hans Stock in Hofheim. 8. Komponist Ludwig Andre in Offenbach. 10. Sanitätsrat Dr. Karl Koch in Offenbach. 19. Oberstudiendirektor Dr. Fritz Dietz in Darmstadt.
Juli: 5. Provinzialdirektor von Oberhessen Matthias in Gießen. 14; Kammersänger Paul Berheyen in Darmstadt (geft. in Frankfurt).
August: 2. Oberreallehrer i. R. Lerch in Darmstadt. 6. Generalleutnant Friedrich Metzler in Darmstadt. 26. Geheimrat Siebert in Darmstadt.
September: 19. Geh. Schulrat Dr. Heinrich Pitz in Darmstadt. 19. Rektor i. R. Lorenz Schmitt in Darms adt, Ehrenvorstandsmitglied des Katholischen Lehrervereins in Hessen.
Oktober: 23. Landtagsabgeordneter Justizrat Dr. O'ann in Darmstadt.
Dovember: 30. Kreisdirektor von Bechtold in Offenbach.
Dezember: 2. Oberregisseur Joses Schlembach in Darmstadt. 15. Ministerialdirektor Daniel Lor- bacher in Darmstadt.
Frankfurter Theater.
„Der KreibekreiS" von Klabund im Schauspielhaus (Uraufführung).
(Uraufführung im Schauspielhaus.)
Ein Spiel in fünf Bildern nach dem Chinesischen, nennt Klabund seine Dichtung. Ein Spiel des Schicksals, welches der Kreidekreis symbolisiert. Unbeirrbar erfüllt sich innerhalb des Kreises alles Geschehen, er umschlingt die ganze Menschheit. Cs ist ein Märchen, erfüllt von der Lyrik des Ostens, des Sonnenlandes. Klabund erzählt in einer klingenden Sprache voll dichterischer ‘Buntheit; Musik, L eder tönen zwischen seinen Worten und Bersen, welche den Kreidekreis umschlingen. Es ist die Geschichte des Teehausmädchens Tschang-W erlang, vom reichen Mandarin Ma (der ihren Bater in den Tod getrieben hat), als Rebenfrau gekauft, da ihr die Cie&e in Gestalt des Prinzen Pao begegnet Um ihres Kindes wlllen von Pü-Pei, Mas Gattin, ersten Grades gehaßt, als Gattenmörderin beschuldigt, vor Gericht geschleppt, des Kindes beraubt (Pü-Pei gibt es für ihr eigenes aus) wird sie von bestochenen Richtern und durch falsche Zeugenaussage zum Tode verurteilt Un-
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jeorbneter Zustande im allgemeinen, die nun -eilich nicht gerade an den Wechsel in der Re-
3?rung sich knüpft, aber doch im Lause des • onunerd und des Spätjahrs in einer mächtigen Belebung des ganzen Berkehrs überall spürbar
hxrrbe.
Tie Hauptstadt Stuttgart, an deren Be- riferung man früher je nach der persönlichen •einung rühmend oder naserümpfend gerne noch icn fast kleinstädtisch-bodenständigen Zug sest- hat nun doch einen ausgesprochen oßstädtischen Charakter bekommen. Dem m außen Kommenden drängt sich das wohl schon ei her mächtigen und fast zu jeder Tagesstunde (■an kribbliger Bewegung durchfluteten Halle des neuen Bahnhofs auf, der leider infolge Kriegssolgen noch immer nicht ganz auS- jsbaut und in Betrieb genommen werden konnte, rein Borplatz freilich ist ein modernes Chaos. Der neue Bahnhof ist gegenüber dem allen etwa 500 ^Hcter aus der Stadt hinausgerückt und die iu>ßen. einheitlichen Pläne zur Ueberbauuna des aburd) freigewordenen Platzes können bet den l'chwierigkeiten des Bauens ziuch jetzt immer noch nicht ausgeführt werden. Reuerdings ver- i cmdelt man wieder wegen der endgültigen lieber» l auung einzelner Teile — so wird die Re ich s- r r ft jetzt nach langen Plahstreitigkellen hier ein großes Paketbcstellamt errichten — im ganzen, unb besonders gerade gegenüber dem monumen- hden Bahnhofsgebäude stehen bloß behelfs- ubßige, an sich ganz putzige, aber in dieser Geschäftslage ersten Ranges doch fast wie dürftige scherze erscheinende Ladenbautcn. Und über diesen Platz ergießt sich nun der ganze Strom nach und i'Oit der Bahn, der große Arbeiterverkehr und her Zug fremder Desucher. über ihn wälzt sich er guter Teil des geschäftlichen Wagenverkhrs tum Güterbahnhof, ihn quert eine große Reihe Straßenbahnen, ein Bild hastig bewegten, modernen Berkehrs, wie er vor dem Kriege in efuttgart lange nicht erreicht wurde.
{atigesuch^ Haii?
LVS Lchr Wb. in. ^tC(5.. Mbiiig. u. 01M a-
Wirlschast.
(Gründung der Dentsklien Wob"ftättcn Hypothekeubank 9l,«Gk
Am 20. Juli 1923 wurde die Deutsche Wohnstättenbank A. G. durch den Reichsv rband der Wohnunasfürsvrgegescllschasten c. B.. Bei-Iin. und .die Preußische Landespsandbriefanstall Berlin unter Mitwirkung des R:i chsarbcrtsmi.nl steriums und des DollswohlfahilSministeriumL gegründet. Bei der Gründung war in erster Linie daran gedacht, die Bank zu einem allgemeinen zentralen Kreditinstitut für den gemeinnützigen Kleinwohnungsbau auszugestalt n. das im engsten Zusammenarbeiten mit den Woh- nungssürsoigegesellschaften und Baugenossenschaften seine Ausgaben erfüllen sollte. Bei der Durchführung der Gründung trat jed ch unte~ dem Drucke der Inflation der Gedanke des erststelligen wertbeständigen Realkredits immer mehr in den Vordergrund und führte dazu, die Deutsche Wohnstätten-Dant unter Anlehnung ihrer Satzungen an die bei Hypothekenbanken übliche Fassung als Aeallastenbank auszuziehen. Mit der Zeit erwies sich eine Reorganisation der Dank nach zwei Richtungen hin als erforderlich. Einerseits ließ die durch das Gesetz über wertbeständige Hypotheken geschaffene Eintragungsmöglichlät wertbeständiger Hypotheken die Forderung einer Umstellung der Reallastenbank zur Hypothekenbank laut werden. Andererseits verlangte das in den Kreisen des Kleinwohnungsbaues immer mehr zutage tretende Bedürfnis nach einem gemeinnützigen zentralen Baukreditinstitut den weiteren Ausbau der Dank entsprechend dem ursprünglichen Gründungszweck Aus diesen Erwägungen heraus wurde jetzt die Deutsche Wohnstätten-Hypothe- kenbank A. G gegründet, mit dem Zwecke. daS erststellige Reallas'eng schäft d«r D?u fchenWohn- stättenbank — nunmehr auf hypothekarischer Grundlage — weiterzuführen und dadurch die Wohnställenbank in die Lage zu versetzen, sich ganz ihren übrigen Aufgaben zuzuwenden. Die Gründung erfolgte von feiten der Deutschen Wohnstättenbank. der Preußischen Landespfandbrief- anstalt. des Reichsverbandes der Wohnungsfür-
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MV , Birtzrn. ständiger M aiiberweilig it evtl, fttt blinden des Lchriitl. Angler 0161 cm m. An», erb. mäst i*aur für einige i: tuuBübet jtl. Angebote ilti an den nz. erbeten.
sondern nach dem 5. Oktober folgte sogleich bei 16. Oktober. Cs war dies in den Ländern Italien, Spanien. Portugal, sowie auch in Frankreich, Lothringen und in den katholischen Riederlanden. Im Jahre 1583 folgten dann die katholischen Kantone der Schweiz und das katholische Deutschland. 1586 Polen, 1587 Ungarn.
Papst Gregor XIII. bat nun auch den Kaiser Rudolph, diesen neuen Kalender doch im ganzen deutschen Reiche einführen $u lassen. Weil aber die Sache vorn Papste ausging, mochten die protestantischen Fürsten nichts davon hören und behielten die alte Zeitrechnung bei. Als nun aber das letzte Jahr des siebzehnten Jahrhunderts nahte, da wurde von sämtlichen evangelischen Ständen beschlossen, die richtige (Zeitrechnung unter dem Ramen „verbesserter Kalender" anzunehmen und nunmehr 11 Tage, und zwar im Februar, wegzulassen, weil dies der Schaltmonat sei. Anstatt daß nun jetzt der Februar, well es em Schaltjahr war, 29 Tage gehabt hätte, wurde er auf 18 Tage zurückgeführt, so daß mit dem 18. Februar der Monat sich endete und sogleich der erste Mär.^ b'qann.
Die d e'b"üg che A orbnim lautete: Dan- nach die g famtm, de> H t gn Röni chen R iches evangelischen Churfürsten. Firsten und S.änöe bei der Rerchsregiec-u^g ohniängstens den einmütigen Deschluß dahir jjriaßt. daß eine Derbes erring der alten Kalewöers unungänglich vorzunehmen sei und dahero die von Zell des Conclln R kaeni her bis auf das 1700. Jahr zu viel ein» geschallenen c'f Tvge no w nxig arezu a sen sind, nämlich auf folgende W.isr, daß nach zu.ückge- kg lern 18. Tage des Mo'a es Fe rua ii die sonst folgenden Tag- so'cher Monate; üb r an*en unb und gleich Der 1. Martii gezähll toi b. Alsdann hat man auf Ihrer Kö rigliche.n Majestät aller- gnädigstem Bef h e vor dieser Be ä.deruni und Derbeslerung ü: gut befunden, diese An eige h-ermü zu tun und dies: Rach icht zu erteilen ;ü: nötig erach e', daß so ches zu : i en an e em Ende oder 2lls.her geschehen, als nur oaourch, soviel immer möglich, die Zeck und die Festrechnung mit dem w ah een Lause dec Sonne unb des Mo des zu vereinbaren und für die künftige Zeit die sonst unmöglich zu hintertreibenden Son» fusierus zu vermeiden. R. W. M,
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Hardts.
renbe; Holda. Freya, in Rorddeutschland Frau Holle genannt), der anmutigen Gemahlin Wodans, die nach uraltem Bolksglauben am leh- isn Tage der Zwölften, der ehemals als eigent= lecher Abschluß der Weihnachtsfeiertage galt, chren Umzug mit den Seelen der ungetauft ge- itorbenen Kinder zur Segnung der Felder beendete.
Schon im alten Rom soll es während der Saturnalien, die im Dezember abg-*halten wurden. einen Bohnenkänig gegeben haben, den man l«rck) ein Lvsfviel mit Bohnen erwählte. — Den Mittelpunkt des heute noch am Rhein sehr volkstümlichen Festes bildet ein großer Kuchen, in >cn eine Bohne hineingebacken wird, die als Snmbol der Fruchtbarkeit einst Berchta geweiht nar. Wenn alle Gäste an der Festtafel Platz g nonunen haben, zerschneidet der Hausherr den Treikönigskuchen in so viele Stücke, wie Teil- nchmer anwesend si rd. Diejenige Person, in deren Kuchenstück die Dohne sich befindet, wird König btto. Königin und hat das Recht, sich einen Partner oder eine Partnerin auszuwählen und y.c Remter des Hofstaates zu vertellen, der, je nach der Anzahl der Gäste, aus einem Minister, einem Zeremonienmeister, einem Kammerherrn, einem Hofnarren, einem Küchenjungen usw. ufto. besteht.
Während des ganzen Festes muß der Hrfstaat 1ki Bermerdung von Strafen dem Kön'gspaar fürstliche Ehren e"weisen und jedem De eh. nach- fommen, was na ür.ich zahl eiche ton.sche Zwischenfälle zur Fo.ge hat. Soba.d der König sein Glas erhebt, ruft die gesamte Tafelrunde: ..Der König trinkt!" und tut ihm Deschrid. Wer es
außer dm Hau'! jlung, die die Ruinen des alten Dahnhof- ,qu erfrafle» In M geländes mit raffiniertem Geschick ausnützte, die . ©etoähSiielle m ^Gartenbauausstellung auf dem idealen Gieh. Hyiah des Schloßgartens und dem angrenzenden
Deutschland.
Am 1. Januar 1925 sind zwer und einviertel Jahrhundert verflossen, feit der gregorranrsche Kalender in Deutschland allgemein erngejührt wurde. Man würde jedoch mll der Annahme sehlgehen. daß erst um diese Zell erkannt worden wäre, daß die Zellrech.nung des jul anischen Kalenders nicht mit der Umlaufszell b;r Erde um die Sonne üoereinstimmt. So fiel z. D die F üh- jahrstag- und Rach gleiche in Jahre der Ki chen- verfamm u"g zu Ri.un (325 nach Ch isti Geburt) nicht mehr auf den 24. März, sondern auf den 21. März. Erst später erkannte man jedoch den wahren Grund hierfür. Die Derechnungen der Astronomen hatten bereits richtig erwiesen. de.ß die Einteilung des Jahres in 335 Tage und 6 Stunden nicht genau sei, da dw Erde zu ihrem Kreislauf um dre Sonne einige M nuten weniger gebraucht. Dadurch sei dre a rgebl'che Zeit gegen die wrrkliche Zeit im Laufe der Jahrhu derte um einige Tage zu-üi und zwar machen diese Tage in 129 Jahren einen Tag aus. Dies war am besten bei der Tag- und Rachtglerche im F ühjahr und Herbst festzustellen getoifen. Es gab keinen anderen Ausweg, als in der Zertrechnung einen Sprung zu machen und so einige Tage gar nicht zu zählen.
Schon im 15. Jahrhundert hatte bereits der Philosoph Pierre d'Ailly und der Kardinal Rikolaus von Cusa geraten, eine Anzahl Tage aus dem Kalender auszuwerfen, um die Tag- und Rachtgleiche im Frühjahr und Herbst mit dem Kreislauf der Erde um die Sonne wieder in Einklang zu bringen. Im Jahre 1474 betraute dann der Papst Sixtus IV. den Mathematiker und Astronomen Regiomontanus aus Königsberg in Franken mit der Derbesserung des Kalenders. Dieser Plan wurde jedoch durch den plötzlichen Tod des Gelehrten verhindert. Dann berief der Papst Gregor XIII. eine Kommission, die aus dem Bamberger Mathemalller Clavius, dem Spanier Ciaconius. dem Italiener Jgnatio Danti und dem Kardinal Sartelli bestand. Diese Kommission nahm die von dem Italiener Luigi Llllo ausgestellte Reform des Kalenders an, der dann vom Papst Gregor XIII. eingeführt wurde. Auf
einstigen Jnterimtheaters, über deren künf- hßc Gestaltung auch verheißungsvolle Pläne zur JLcife kommen, die Kunstgewerbliche Ausstellung .Die Form" in dem schönen Renaissancebau Les alten Kronprinzenpalais, des jetzigen Handaishofes, und ebenso eine Reihe von Kunstaus
stellungen als der Kern des Kunstsommers wurden mit Recht im ganzen Reich stark beachtet.
Die Erfahrungen dieses Kunstsornmers haben nun dazu geführt, daß alle beteiligten Kreise sich unter Leitung des Oberbürgermeisters 'Dr. Lautenschläger zu einer ständigen ,21 uß fiel» lungs - und Daaungs stelle Stuttgart E. D." zusammengeschlossen haben. Für den nächsten Sommer soll dann in noch größerem Stil ein Programm durchgeführt werden, in dessen Mittelpuntt eine Ausstellung „Das schwäbische Land" stehen wird. Schon jetzt ist eine große Reihe von mehr oder weniger umfassenden Fachausstellungen, darunter der Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, Kunstausstellungen. Handelsm ssm. Kongresjen aller Art. sportlichen Veranstaltungen im Zusammenhang damit angemeldet und in dem großen Programnr planmäßig festgelegt. Da ein stehendes eigentliches Ausstellungsgelände noch nicht zur Verfügung steht — das hängt wieder zusammen mit der Entwicklung der Pläne der Stuttgarter Bade st adt A. G. —, wird zunächst auf etliche Jahre der Gewerbehallenplay mit dem angrenzenden prächtigen Stadtgarten als Ausstellungsplatz ausgebaut werden.
Selbstverständlich bringt dieser rege Verkehr auch dem geschäftlichen Leben der Stadt frische Kraft. Es geht doch aufwärts, und wenn der Staat endlich den berüchtigten unb im Erfolg auf die Finanzen doch kaum in die Wagschclle fallenden Beamtenabbau einstellen konnte, so konnte in der Industrie doch ein Teil sogar schon wieder allmählich etwas auf bauen. Und es ist doch ein gutes Zeichen, daß das ganze Land von Streiks wie von Aussperrungen größerer Ausdehnung dieses Jahr verschont blieb. Ein bißchen ..Orbnungszelle" ist Württemberg schon wieder' geworden: aber vielleicht nicht einmal so sehr durch besondere Tüchtigkeit seiner Regierung, als durch den Fleiß und die Rüchtern- heit aller, durch Unternehmungslust und Well- sichtigkeit der Führer und durch den Zusammenschluß der verschiedenen Kreise der schaffenden Kräfte zu gemeinsamer Arbeit für die Weiterentwicklung unserer Wirtschaft, für die Zukunft des ganzen Volles.
Ist es möglich, von diesem Ton des Zusammenschlusses nochmals zu der P o l i t i k zurückzulehren. die noch in unserem unglücklichen Vaterland geradezu die Kunst der S.lbstzersehung zu sein scheint? Die Württembergische Regierung mußte, da die Etatsberatung im Finanzausschuß des Landtags viel langsamer als erwartet vorangeht, sich einen R o t e t a t bis Ende Januar bewilligen lassen, und sie benützte ben~ 2lilaß zu einer gewissen Milderung der Gebäudeentschuldungssteuer für die wirtschaftlich Schwächsten und die steuerlich am stärlsten Ueber- lasteten. Das geht in Württemberg immerhin ohne jeden Radau von kommunistlscher Seite innerhalb von drei Tagen, ja, über die politisch nicht gerade einfache Frqge der Gebäudeentschuldungssteuer vereinbarte der Finanzausschuß in durchaus sachlicher Zusammenarbeit einen Vergleich, dem nicht nur die Regierungsparteien zustimmten, sondern mit der der Regierung in freundlicher Reutralität zur Seite stehenden Deutschen Volkspartei und dem Döl- lisch-sozialen Block auch die demokratische Opposition: ja, das Rotgesetz selber wurde sogar widerspruchslos gutgeheißen. Es gibt doch noch Oasen in der Wüste unserer Parteipolitik! Die Sozialdemokraten allerdings, enttäuscht über das Ergebnis der Reichstagswahlen, hätten gern einen großen Sturm gegen Staatspräsident Bazille persönlich angeblasen, zu dem ihr ein von ihm auf gegebener Wahlmahnspruch die Stichworte geben sollte, aber auch da tat ihnen die Demokratie nicht den Gefall:n. mitzumachen. Wäre demgegenüber nicht das demokratische Wochenblatt mit einem ganz unnötigen Vorstoß gegen die Person des Staatspräsidenten so aus der Rolle gefallen, daß es der Beschlagnahme verfallen konnte, so hätten wir für unser württem- bergisches Eigenleben ganz ruhige Weihnachten feststellen können.
abends»
Lichts" vertrag
Das Bohnensest.
Eine volkskundliche Studie zum Dreikönigstag. Don Ernst Edgar R e i m ö r d e s.
Don jeher hat das Bohnenseft, das eße» hialS in Deutschland weit verbreitet war. heute a5er nur noch im Rheinland (sowie in Holland, Belgien und Frankreich) gefeiert wird, als eine 2Irt Dorspiel zur lustigen Fastnachts- ;eit gegolten. Es gebt zweifellos auf einen diidnischen Brauch zurück und steht im Zusam- inenhang mit den alten Vollämären von der germanischen Degetationsgötckn Derchta Perchta, Perachta, d. h. die Prächtige, Glän-
leiWkk
jidjeriem uvm gesucht.
Schr. Angeb.>2 anjenjMJli
hinein politisch immer etwas zahme württem- x-rgische Voll von einer aus Deutschnationalen. Bauernbund unb Zentrum gebildeten „Rechts- tgieLung" unter dem Reichstagsabgeordneten Bazille als Staatspräsidenten legiert wird.
«bäugelt man bei uns etwas mit dem Titel OrdnungSzelle", der ja den Dayern seit dem Hitlerputsch abhanden gekommen ist. Man denkt ‘i abei weniger an die Ordnung im engeren politi- >tcn Sinn, als an die Wiederkehr ruhiger und ä J e MrhnAU. Qi.nanhr im nllaeineinen die nun
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