Ausgabe 
6.1.1925
 
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Preis 50 Pfennig das Halbpfund in der bekannten Packung,

sind die mit Feinkost- mar gar ine ,3Schwan im Blaubande< zubereiteten Speisen rin Hochgenuss.

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Lulkommission (Srünberg, die mittels einer Der»

reuen Stabtkirche im Jahre 1853 wirkte der Vor»

Landes und /eine Erschliche

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E. Karn, Central-Drogerie, SchulstraBe

en Masse von Reisesilms, it in die Tiese geht, dah er eirc:

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Wir bitten, beim Einkauf von »Schwan im Blauband das farbig illustr. FamilienblattDie Blapbar.d-Wochegratis zu verlangen.

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:e Arbeit -es tingefronbeikt ebenso lebensvoll yeroor, tzw der rasch enchvrgrMhivr Drv^ lillionenrÄchen 2vists. Und ss Seschauer ein lebendiges M messen Aasdehmmg die Drvlr ts uberirisst unb an Einwohnn- n Drnch'.eilen nahelvmu'.!, ein» beit unb Ausdauer noch mmi& werden.

Pornotizen.

*

Königsberg (Är. Biedenlops), 5. 3an hiesige Schloß ruine. welche dem 3üi von Braunfels gehörte, wurde dieser Tage Lehrer Tamschick hier u f 11 <f> e r worben. Der neue Eigentümer plant, dort selbst ein burgartiges Gebäude erstehen zu lassen, in dem er ein Iugenderziehungsheim begründen will. Die Zöglinge svUen hier zum Besuch der Universität vorgebildet werden. Man darf Lehrer Tamschick. der neben seinem Schul­dienst s ich die letzten 3ahre eifrig aut der Mnt versitäl wciterbildete. viel Glück wrmscheu zu seinem Dorhaben zum Segen der Rachbardörfer und unserer Gemeinde. Mit den Ausräumung^- arbeiten wird dieser Tage begonnen, auch soll die Anlegung eines Parkes mit zu den ersten

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Pulver ,,O<lln.

Geschäftliches.

Kennen Sie schon die neu erschienene Fami­lienz ertschriftDie Blauband-Woche"? Wenn nicht so verlangen Ste diese beim Einkauf der als ' vorzüglich bekannten Frinkostmargarrm Schwan im Dlauband". einer Margarine von feinstem Aroma, die stets frisch gekirnt in den Handel kommt. Ihres feinen Duftes und fri' schon Gefchmactes wegen ist sie zum Rohren besonders gut geeignet, sie hat sich außerdem auch in der Küche vortrefflich bewährt.

(in mit und stiftete das Lutherbild, das in der Kirche angebracht ist. Das Bild wurde in Alsfeld ^-f ertigt, per Wagen von dort abgeholt. Im Jahre war der Herein gemeinschaftlich mit dem Friedberger Gesangverein in Laubach bei einem öingersest. Seit diesem Jahre hält der Herein ciljährlich ein Konzert ab. ein Brauch, der sich H8 auf den heutigen Tag großer Beliebtheit et» Brent. 1860 nahm eine Deputation, bestehend aus biet Mann, an einer Hersammlung in Butzbach zwecks Gründung eines Deutschen Sängerbundes iLahntal-Sängerbund) teil. Der Herein trat aber trft 1862 diesem Sängerbünde bei. 1862 erhielt ter Herein seine zweite Fahne, die von 'Frauen

Lästige Haare

Damen-Blirte entfernt echmerrlow

., - . .. m'v Jungfrauen Grünbergs gestiftet wurde. 1864

Greifen Möglichem und h tuibc den Grünberger Sängern auf einem Feste in Weilburg durch Frl. Klemm ein selbstgesticktes Dandelier überreicht. Im Juni 1870 fand das

Inach Südame- rspichaus Dahnhosstratze laust t. der m allen deutschen tztäb'.v "j Her hat: .Mit der hava« ' itita . Tz ist bei der W.- Mreisen Erzeigten nicht nch r aus die bekannten, immer n>i; ifen unb Hauptsehensvürdig!^ Von Mgv oder La Cvwma bi! meiro mit seinem ZuLrhut obe er den südlicheren Hafen. ML wichtig, was ihn heraushek s i au/s Schauen in sensationell»>

tanzlufttge Jugend. auLübt, litt unter öer Ungunst des schlechten Welters. Der Besuch war infolge­dessen nicht so ßark tote nn Borjahve Der nm dem Markte verbundene übliche Reujahrs» tanz. der in der erweiterten Turnhalle ftatt- fand, hatte dagegen seine Anziehungskraft aus die Jugend bewahrt, eifrig wurde hier das Tanz­bein geschwungen. Die infolge des herrschenden Sturmes mehrmals auf kurze Zeit eintretende Unterbrechung des e.ektrischen Lchtstcomes er­regte bei den Tanzenden große Heiterkeit. Mit dem Bauder F e st h a l l e auf dem Lindenplatz konnte dank dem gelinden Wetter noch tm De­zember begonnen werden, die Betonfundamente sind bereits zum größten Teile fertig. Auch mit dem Umbau des von der Stadt erworbenen An­wesens ..Deutsches Hau«'', das wieder seinem ursprünglichen Zwecke als Hotel dienstbar gemacht werden soll, wird noch in diesem Winter begonnen werden, so daß voraussichtlich bis zum Frübiahr wenigstens der Hotelbetrieb eröffnet werden kann, während der damit zu verbindende S a a l b a u erst später, jedenfalls erst im Herbst, vollendet werden kann. Sturm und Unwetter haben auch bei uns heftig gewütet. 3m Garten des HotelsKrone" wurde einer der ältesten und stärksten Bäume entwurzelt. Die Schwalm ist über die ilfer getreten und hat den gesamten Wiesen­grund bis nach dem benachbarten Dorfe Eudorf in einen weiten See verwandelt. An den Feldern haben die heftigen Hcgcnguffc teilweise erheb­lichen Schaden angerichtet.

Hesscn-Nayau.

Arbeiten gehören.

bl. Dillenburg, 4. Jan. Das vom Kreis für seine Beamten errichtete Wohngebäude auf dem Mittelfeld ist fertiggestellt und bereits im Dachgeschoß bezogen worden. Die Stadt läßt unterhalb des Krankenhauses ein Gebä u de f ü r städtische Beamte erbauen, das vier Fa­milien beherbergen soll. Bei beiden Bauten han­delt cs sich um Schaffung von gesunden Wohnver - hältnissen. Die seither von den einziehenden 'Be­amten benutzten Wohnungen werden frei. ihn eine geordnete Herwaltungstätigleit zu gewähr leisten, hat man Landratsamt und Kreis ausfchuß. welche bislang in einem Gebäudc untergebracht waren, voneinander getrennt. Das Landratsamt beließ man im Kreishaus 1, während der Kreisausschuß das Gebäude H in Anspruch nahm. _

fpd. Frankfurt a. M., 5. Jan. Die ö garettenfabrik Adeo im Grüneburg toai am Samstagabend der Schauplatz eines zwei- maligen Brandes. Zuerst brach spät nach- mittags ein Brand aus, der bedeutende Tabak­vorräte vernichtete. Als die Feuerwehr nach zwei­stündiger Tätigkeit abrückte, machte sie es dem Fabrikbesitzer zur Pflicht, bei etwa wieder auf« tauchender Brandgefahr die Feuerwehr sofort zu alarmieren. Tatsächlich loderten nachts gegen zwe> llbr aus den oberen Stockwerken abermals die Hellen Flammen und breiteten sich rasch über das ganze Stockwerk aus. Obgleich die Feuerwehr bald wieder zur Stelle war, brannte diesmal dic Fabrik aus. Der Schaden beziffert sich aus etwa eine viertel Million Mark. Mehr als 10 Mill fertiger Zigaretten wurden ein Aaub der Flam­men. In der Scharnhorststraße ü b e r f i e l der 21jährige Schmied Kurt Klumpp eine Dame und versuchte, ihr mit Gewalt das Handtäschchen zu entreißen. Die Aebersallene rief um Hilfe. Strahenpassanten verfolgten den Hauber und er­griffen ihn schließlich. Ein Helfershelfer des K. der auf der anderen Straßenseite Schmiere stand konnte in der Dunkelheit entkommen.

Kreis Kriedderg.

Dad-Rauheim. 5. Ian. In der Ge­schichte unserer Stadt wird man einst mit gutem Recht als einen besonders schönen Zug ihre Gastlichkeit preisen. Bad-2lauheirn hat solche immer gern bewiesen, in besonders hohem Maße zeiget es sich aber gastlich während des Weltkrieges. Abertausenden Verwundeten und Kranken des Heeres gegenüber, bann nach der Revolution vielen Hunderten Grenzdeut­schen, die der Waffenstillstand von Haus und Hof vertrieb, und zuletzt während des Ruhr- kampfes. Rahezu 1000 Ausgewiesenen wurde hier gern und freudig Aufnahme gewährt, so daß auf jeden 12. Einwohner etwa ein Aus- gewiesener kam. Run sind die meisten Aus- gewiesenen wieder in ihre rheinische Heimat zu- rückgekehrt. Rur noch wenige Familien mit zu­sammen etwa 20 Köpfen sind noch anwesend. Es handelt sich meist um Familien, deren Ernährer bereits in der alten Heimat wieder seinen Dienst versieht, aber noch keine Wohnung hat. um seine Angehörigen nachkommen zu lassen. Die Weih­nachtsfeiern wurden gestern abend durch zwei Hcranftaltungen beschlossen. Die Katholische Bereinigung feierte Weihnachten durch einen Samilienabenb im Sprudel-Hotel. Zwei Theater­stückeHtutterfegen" undMuckt" boten beste Unterhaltung. Der neugegründete D o l ks ch o r trat mit seiner Weihnachtsunterhaltung in der Turnhalle erstmalig vor die breitere Oeffentlich- feit und erntete gleich Anerkennung. Denn was er unter Leitung seines Dirigenten Mühl­hausen auf dem Gebiete des Männergesangs als auch des Gemischten Chors bot, sand ebenso verdienten Beifall wie das verständnisvoll ge­spielte Theaterstück .Der Weihnachtsengel in der der Schneehütte". Der Borsihende des Holks­chors, Stadtv. Röhler, sprach in feiner Be­grüßungsrede über die Aufgaben des neuen Her­eins. der als ein Glied deS Deutschen Arbeiter- Sängerbundes in Bad-Rauheim den Holksgesang pflegen wolle.

Friedberg. 8. Jan. Wie derObertjcff. Anz." berichtet, fand am Samstag die Eröff­nung der vom Zweckverband des Kraftwagen­betriebs geschaffene Autvlini« Friedberg Florstadt statt. Das neue Herkehrsmittel trägt einem stark empfundenen Herkehrsbedürfnis der beteiligten Gemeinden Rechnung. Es ist daher kein Wunder-, daß es allseitig mit großer Sym­pathie begrüßt wird.

S.f. Friedberg, 5. Jan. Oberingenieur Karl Grieshaber, welcher seit dem Jahre 1912 an dem elektrischen Lieberlandwerk der Pro­vinz Oberhessen in vorbildlicher We^se tätig war, ist am 1. Januar nach kurzer Erkrankung im 44. Lebensjahre gestorben. Die Einäsche­rung, die gestern in dem hiesigen Krematorium stattfand, gab einen Beweis dasur, welcher Wert­schätzung sich der Entschlafene nicht nur im Äreife feiner Berufskollegen, sondern auch in weiteren Kreisen erfreute, unter den vielen Kranzspenden und ehrenden Rachrufen seien nur erwähnt die von Prvvinzialdirektor Graef namens der Pro­vinz. Direktor von Stadler namens des ilebetfanbtoerfeS und des Hereins alter Bur­schenschafter. sodann Hertretcr der Burschen­schaften Arminia-Karlsruhe undGcrmania-Darm- stadt, der Angestellten, Arbeiter, Installations­firmen usw. Ein tragischer Hör fall ereignete sich in der Familie eines hiesigen hö­heren Offiziers, als das Vi Jahr alte Kind der­selben getauft werden sollte. Schon waren die Verwandten und geladenen Gäste versammelt, der Pfarrer, der die Handlung vornehmen sollte, soeben eingetroffen, als sich herausstellte, daß der Täufling unmittelbar vorher an einem Herzschlage verschieden war.

* Steinfurth, 2. Ian. In ganz beson­derer Weise begingen wir diesmal to.eber die Weihnachtsfeier in unserer Dorskirche. War es vor Jahren das .Weihnachtsfestspiel in deutscher Drangsal und Rot", das. vom Ortsgeist­lichen Pfarrer Weck gedichtet, hier zum ersten­mal in der Kirche zur Aufführung kam und seit­dem in virien Kirchen innerhalb und außerhalb Hessens seine Wiederaufführung erlebte und er- leb! fo war es in diesem Jahre das Weihnachts- mysterion ..Der Zug zum Christkind", das vom gleichen Herfaffcr auf Grund der biblischen Be­richte gedichtet und in seiner Darbietung aus­gedacht, den Gehalt der Werhnachtsgeschichte in drei Szenen zur Darbietung brachte, wobei nach Art der Oberammergauer Festspiele die verschie­denen Personen, die Hirten und die Weisen. He- rodes und die Schriftgelehrten usw. handelnd auftraten in der Gewandung ihrer Zeit. Im Mittelpunkt der Handlung steht natürlich die hl. Familie im Stalle zu Bethlehem, die sich in ihrer lichten Lieblichkeit bedeutsam abhebt von dem dunklen Hintergrund der herodianischen Zeit. Die erhebende Feier, die für die meisten Ersch.enenen eine wundersame ileberrafdjung bot. war um­rahmt von Gesängen der Kinder- und Mädchcn-

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9. Sängerfest des Landtal-Sängerbundes in Grim­berg statt, 1871 nahm der Herein an der Pflan­zung einer Friedenseiche feil, 1872 wirkte er bei ber Enthüllung des Kriegerdenkmals mit. Heber» oll, wo vaterländische Gedenktage stattfanden, tvirkte der Herein bereitwilligst mit. Im Juli 1836 wurde durch die Rührigkeit des Hereins das Dundesfest in Grün berg abgehalten, was finan­ziell für die Hereinskasse bedeutungsvoll war. 1844 sandten die in Amerika lebenden Grünberger 6cm Herein ein sehr schönes Bild. Mit diesen kurzen Angaben sind die wichtigsten Ereignisse ouS der Geschichte des Hereins festgehalten. Es toü.rde zu weit führen, die einzelnen außerordent­lich verdienten Mitglieder namentlich aufzufüh- ken, besonders muß aber doch deick musikalische Leiter Ga. L. erwähnt werden, der unermüdlich diese Stelle schon seit dem 1. Dezember 1898 ver­sieht und mit vieler Mühe eine Zusammenstellung der Geschichte des Hereins ermöglicht hat.

L Hungen. 5. Ian. Im Bezirk des hiesigen Postamtes sind bis jetzt ca. 50 Radioteil­nehmer angeschlvssen. In Langd ist in der Reujahrsnacht ein Krämer seine Feuer- derkskörper rasch los geworden. Er wollte gerade den Burschen welche verkaufen, da geriet ein brennendes Streichholz dazwischen unb ber ganze Heirat (etwa 50 Frösche) ging unter unheimlichem Geknatter los. Das Heu» jahcsschießen wurde also gleich gründlich besorgt.

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*3$. ttnb anschließendem ilm^ug durchs Dorf BL~ Rkrsck ausgedrückt. Bürgermeister W a k - 16 er war schon vor dem Krieg Bürgermeister, »ch dem Kriege erfolgte feine Wiederwahl. Es bare sehr zu begrüßen, wenn nunmehr Ruhe und inigfeit in unserem Dorfe wieder euikehrtea.

t Grünberg , 5. Ian. Der Männer- ecfangDerein rüstet sich eifrig zu feinem Hiährigen Stiftungsfest am 18.Januar, (et Herein wurde im Jahre 1834 gegründet und Sitte fich im besonderen die Ausgabe gestellt, der Kirche mit seinen Gesangsvorträgen dienlich zu flirt. Leider war aber zu dieser Zeit die Lite- »tur in Wännergesängen noch sehr arm. Eine Vervollkommnung der Chorliteratur fand der Männergesang durch ein großes Sängerfest tr Frankfurt a. M. im Jahre 1838. Dieses Fest

ffynrg, bie die Frau des Pfarrers Icttefe. Unicr ihrer Begleitung lang ein Frankfurter Sänger. Herr E i ch h o l z (Tenor), die Corneliuslieber. die fich an den verschiedenen Stellen stimmungsvoll in den Rahmen der Feier einfügten. Die übervolle Kirche veranlaßte eine zweite Aufführung am Silvesterabend, bei der Frau Müller-Ar- rnendingcr. Frankfurt a. M.. unter Begleitung des Mufikbireltors Müller-Friedberg mit ihrer zarten, glockenreinen Stimme fang. Der Feier wohnten auch Gäste von außerhalb, u. a. der Direktor des Prebigerseminars Sriebberg, Prvf. Helte, bei. (Herspätet eingegangen. D. Red.)

Kreis Schotten.

b. Schotten. 4. 3an. Im weihnaHtlich ge­schmückten Rathaussaal versammelte sich gestern der G e m e i n d e r a t zur ersten Sitzung im neuen Jahr, um Aussprache zu halten über den einzigen Punkt der Tagesordnung^OBic bringen toir Schotten vorwärts?' Bürgermeister Men­ge! entwickelte ein ausführliches Programm, das näher besprochen wurde. In dein Jahrhunderte alten Silberschatz der Stadt (von den alten Rats- Herren gelüstete, wertvolle Silberbecher) wurde sunkelnder Wein kredenzt. Ein einfaches Essen schloß sich an. Die harmonisch verlaufene, wür­dige Feier, die das Kollegium über alle pollti- fefcen Gegensätze hinweg zu einem besseren, gegen­seitigen Her ft eben führt und näher bringt, findet alljährlich um die Jahreswende statt.

Q Laubach. 5. 3an. Gestern nachmittag 4 ilbr, sowie abends 8*. Ahr. bot der hiesige Kriegerverein im großen Saale des ,Solm- ser Hofes" einen Kunstgenuß von ganz beson­derer Art. Das Trauerspiel ..Hör der Zeit" von Bernhard Graf zu Solms, das be­reits im Reuen Theater zu Frankfurt und tn der dortigen ..Kriegerkameradschaff mit bedeu­tendem Erfolg ausgeführt wurde, ging hier, in ber Heimat des Dichters, zum ersten Mal über die Bretter. Der Erfolg war auch hier bedeu­tend. Die Aufführung erfolgte durch fachmän­nisch geschulte Kräfte aus Frankfurt: auch aus Laubach beteiligten sich verschiedene Her­ren an der Aufführung. Die Horstellung stand durchgehend auf einer künstlerisch hohen Stufe. Das Gesamtspiel war trefflich, die Aufführung wurde großzügig und schwungvoll geleitet. Die Hauptrolle hatte ber Dichter selbst übernom­men. Die Bühnenbilder waren mit vollem Berständnis entworfen und ebenso tresslich aus­geführt. Die Paufen zwischen den 5 Aufzugen wurden durch vorzügliche Streichmusik ausge­füllt. die von Siebener Künstlern und einem hiesigen Herrn geboten wurde. Der volle Beifall der begeisterten Zuschauer (über 400 an Zahl) setzte am Schlüsse der Horstellung ein; ber Dichter und die Darsteller wurden sort- gesetzt herausgerufen. Der Reingewinn der Auf­führung wird den Bedürftigen des Kriegervereins zugestellt. Das Trauerspiel, das im 3anuar 1922 verfaßt wurde, erschien 1923 im Pontos-Herlag zu Freiburg i. Br. in geschmackvoller Aus­stattung. Es bezieht sich auf den Schillschen Aufstand. Der tragische Konflikt cntsteyt durch die verschiedene Auffassung des Helden des Stückes und seines Sohnes. Der Haler begrüßt freudig das mutige Wagnis.des preußischen Ma­jors: der Sohii dagegen befürchtet, daß die über­mächtigen Feinde die Fesseln noch enger schmie­den. Am diese Rot vom Haterlande abzuweh­ren. wird er zum Hecräter und fallt von der Hand des Haters. Dieser wird wegen der Er­mordung desFreundes" der Franzosen stand­rechtlich erschossen. Das prophetische Dori des alten treuen Dieneis:Es kommt noch einmal unser Tag! Man sott ihn nicht umsonst getötet haben!" schließt das Stück und eröffnet den Aus­blick in die bessere Zukunft.

Kreis Büdingen.

2 Nidda. 5. 3an. Die erste Dekanats- fonfer end im neuen 3ahre fand heute im Hotel Zur Traube" statt. Ein Referat von Ober» Hofprediger Ehrhardt. Hirzenhain über Die liturgische Foribildung und praktische Ausgestal­tung der Frier des heiligen Abendmahles er­weckte großes 3nteresse

Streik Alsfeld.

x Alsfeld, 3. 3an. Der Jahres­wechsel wurde in ber hier üblichen Form ge­feiert. Der Silvestergottesdienst, der um 8 Ahr abends stattfand, war wie immer stark besucht. Der Reujahrstrubel. der sich hauptsächlich auf bem Marktplatz abspielte, erreichte seinen Höhe­punkt mit dem Glockenschlag 12 Ahr, womit das Knattern aller möglichen Feuerwerkskorper ein- setzte und die altehrwürdigen Glocken der Wal- purgiskirchc auf dem Marktplätze nahezu über­tönte. 3m übrigen ging die Reujahrsschieherei ohne besondere Anglückssälle ab. Der am 2mge nach Reujahr übliche Reujahrsmar k l, der immer eine starke Anziehungskraft auf die be­nachbarte Landbevölkerung, besonders auf tue

Beteiligung!

Für erstklassig. Pflastersteinvorkommen (Westerwalb) wird

Teilhaber gesucht. Schriftliche Angebote unter 0153 an den Gießener Anzeiger.

Der Voranschlag für 1925 liegt von Mittwoch, dem 7. b. M., eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich ober munb- lich vorgebracht werben. Es ist die Er­hebung einer Amlage beschloßen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben.

Weickartshain, den 6. Januar 1925.

Bürgermeisterei Weickartshain.

Hock. 1980

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Kurde schon von einigen Mitgliedern des Qkr» ,ns besucht. Zu dieser Zeit hatte der Herein zwei Dirigenten, der eine übte die Bässe, der andere |c Tenöre, und biete Stimmen wurden dann Inter einem Dirigenten vereinigt. Die Hebungen iiiaen nur langsam vor sich, sie wurden erst dann sig betrieben, wenn ein religiöses oder toelt» (. Fest abgehalten werden sollte. Bei kirch- cyn Festen, die zu damaliger Zeit die Oberhand eiten, war ber Mangel an religiösen Liebern <y groß, so daß hierbei auch weltliche Chöre Md) hn Hortrag kamen. Das erste weltliche Fest, 1 ' )«jches ber Herein mitmachte, war ber Ludwigs- am 25. August 1838. 3m 3ahre 1839 stanb . 7 Herein unter bem Protektorat ber Bezirks-

letze» nn.S'-r -7,^1 nDU8!

Jubilar tsurb:

Na.- -Echt. itenetnl<pa|tncoe xonzene aogeyauen. ^ason»

.Das CanMairu ritigen-blatt für bi« Provinz Oberhesse" (Frieb- wkßn gißt bekamt: Das ßM Krg), Jahrgang 1844 Rr. 5 vorn 17. Ianuav be- Pigt am 28. Wy 1925. K. richtete von einem gemeinsamen Konzert bes Een Sonntag, den » Scanberger unb Laubacher Gesangvereins zum conntofl, dm 19, ?ausonbs ber neuen Kirche. Dieselbe Zeitschrift

W beginnt Montag b« S rtn 2.8.45, Rr. 60, erwähnt auch, daß der Ge- lusnahineprüsung und am ßrgverein bei einem landwirtfchaftlichen Feste )nI 1925, mit fern vollen lebt, n «wirkte. Diese Zeitschristen befinden sich im lterrichk. v febtifchen Archiv. Anläßlich der Einweihung der

von Emil Rau

Schulstraße 5

sind doch die besten

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ifeiung die Männer zum Eintritt in den Herein

Xabelk n,n1U8e 0i: irsforberte. Eine solche Herfügung ist heute noch ^finden soll t? k > rhanden. 3n biefem 3ahre fünf 3ahre nach < »er Gründung erhielt der Verein seine erste leichgr^^, sJhne, angefertigt durch Mitglieder tes Vereins.

W wurde der Lubwigstag in großartiger Weife Ml der Einriß,(cfeiert. Sämtliche Mitglieder des Vereins er- Monaten hS9 fcfcntn im blauen Frack mit Messingknöpfen, !6iuhirA..- .nen iben Hosen und ebensolcher Weste, einem sttvarz«n Sammetbarett mit Goldrand, auf Pfer» kn, ber Vorstand mit Säbeln. Am das Vereins- '.,'lxn rege zu gestalten, besuchten sich die Vereine (^ubach und Grünberg gegenseitig und wurden --inschaftliche Konzerte abgehalten. DasIn-

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