Einzelbild herunterladen

->

weiterhin. Es

sind

Augustmiete

Ist der genaue Betrag der Friedensmiete,

bei«

Ipielsweise 27.75 Mk., in der Tabelle nicht enthal-

erläu-

Abgerundet 23.40 Rm.

t

I

beten Mume usw. gelten auch zu entrichten:

Monatliche Friedensmiete:

^Kreiö Friedberg.

sf. Friedberg, 3. Aug. Ein bilcum, sein 9 0. Stiftungsfest ©esangoerein Liederkranz

ten, so ist der Mietbetrag, wie nachstehend tert, durch Zusammenzählung zu ermitteln.

seltenes Ju« konnte der am 1., 2.

und 3. August begehen. Da der Verein mit der Bürgerschaft Friedbergs auf engste verwachsen

"er Besoldungsordnung zu geben, auch wenn sie bei Lotalstellen beschäftigt sind. Die Abg. Dr. Kel­ler und B i r n b a u m (D. 23p.) haben folgenden Antrag eingebracht: Nach einmütiger Auffasiung der Volkskammer, die wiederholt in Aussprachen zutage krat, ist die Einstufung der Unterbeam- t e n durchaus unsozial. Besonders die Amtsgehilfen und ähnliche Beamten find außerordentlich schlecht gestellt. Da das Sperrgesetz vorläufig eine grund­sätzliche Aenderung ausschließt, die wirtschaftliche Not vieler Familien aber aufs höchste gestiegen ist, beantragen wir, wie im vorigen Jahre, auch im Jahre 1925 den Beamten der untersten Gruppen alsbald eine Wirtschaftsbeihilfe zu gewäh­ren, die den Familienverhältnissen entsprechend zu staffeln wäre. Hierzu hat der 1. Landtagsausschuß beantragt: Den Antrag des Abg. Dr. Keller als Material zu überweisen und die Regierung zu er­mächtigen, in noch weitherziger Weise als seither Unter st ützungen an Beamte in den Gruppen 16 zu gewähren und erforderlichen­falls den Betrag in Kap. 15 Tit. 7 zu überschreiten.

Der deutschnationale Abg. Dr. Werner hat beim Landtage den Antrag eingebracht, die Regie­rung zu ersuchen, sich im Reichsrat für die Ein­bringung einer Gesetzesvorlage einzusetzen, die die Einführung eines Arbeits-Dienstjahres zum Ziele Hai.

Aus der Provinz.

LanSkreis Girijcit.

X Klein-Linden, 4. Aug. Wie schon öfters an dieser Stelle ausgeführt, sind in den Nach­barorten Krofdorf, Wieseck, Altenbuseck usw. ernstliche Bestrebungen vorhanden, ein Verkehrs- mittel zur Personenbeförderung nach und von Gießen zu schaffen. Soweit die Linie Wieseck Gießen in Betracht kommt, kann der Auto-Ornai- bus als gesichert gelten. Betrachtet man den Fußgänger-Verkehr zwischen Klein-Linden mit den hinter gelegenen Orten Lützellinden und Allendorf, so steht fest, daß ein Bedürfnis für ein solches Verkehrsmittel von hier nach Gießen besteht. Wenn auch die Ortsgrenze von Gießen, nahe an Klein-Linden liegt, so ist die Entfer­nung bis in das Stadtinnere doch sehr beträcht­lich. Die in der Stadt sehr zahlreich beschäf­tigten Arbeiter wären froh, wenn sie nach ge­taner Arbeit chren Wohnort in leichter Weise erreichen könnten, da der Weg zu Fuß vielfach bis zu 0 /^ Stunde beträgt. Auch wer die amt­lichen Stellen, z. D. Kreisamt, Gericht u. a. auf­suchen muß, kann dies nur mit sehr erheblichem Zeitaufwand erledigen. Es wäre nun wünschens­wert, wenn die maßgebenden Stellen, sich dieser Sache annehmen wurden, da die Rentabilität ohne weiteres gesichert erscheint und der Ge­meinde keine größeren Kosten entstehen. Auch die Gemeinde Wieseck würde zu einer Verstän­digung bereit sein, da die Durchführung des Auto-Omnibusses von Wieseck bis Klein-Linden, für beide Teile nur vorteilhaft sein könnte.

t Treis a. d. L da., 3. Aug. Die für den 19. Juli dahier geplante Bezirksziegen­schau tonnte infolge der im oberen Lumdatal «Rabenau) ausgebrochenen Maul- und Klauen­seuche nicht abgehallen werden. Es ist auch feine Aussicht vorhanden, sie in absehbarer Zeit im Bezirke stattfinden zu lassen. Dagegen findet die Ziehung der für den 19. Juli ausgegebenen Lose am 16. August dahier statt. In diesem Jahr werden die hiesigen Landwirte mit dem Dreschen des Getreides bei eintretender günstiger Witterung rascher als seither zu Ende kommen, da eine zweite Dreschmaschine aufgestellt wor­den ist.

Die Augustmiete.

Wie bas hessische Ministerium für Arbeit unb Wirtschaft bekanntgibt, beträgt die Miete für den Monat 21 u g u ft in {amtlichen Oemeinben bes Lan- bes 8 4 d. Sy ber Friedens miete. Die bis­her gültigen Bestimmungen über bie in ber Miete etnbegriffene Sonberfteuer vom bebauten Grunb- besitz, über bie zu gewerblichen Zwecken verwen-

ift, so ist es begreiflich, daß die ganze Stadt An­teil an der Feier nahm. Der Vorabend wurde eröffnet durch eine Begrüßungsrede, welche Bei­geordneter Dr. Leuchtgens namens ber Stadt hielt, in welcher er dem Verein bie Wünsche ber otabt überbrachte unb bie stille Arbeit, welche der Liederkranz stets während dreier Menschenalter ge­übt hatte und seine Pflege der edlen Geselligkeit lodend anerkannte. Chöre der vereinigten Fried­berger Gesangvereine, Musikvorträge, Marmor­gruppen. gestellt vom 1. Stemm- und Ringklub, bildeten ein abwechslungsreiches Programm. Der Sonntagvormittag begann mit dem Gesang von Chören im Saale von Groß-Friedbergs. Zehn Vereine waren es, die Proben ihrer Kunstfertig­keit abiegten, unb man kann wohl sagen, baß bie Leistungen ber Vereine burchaus befriebigenb waren. Man muß mit Genugtuung feftfteüen, baß selbst länbliche Vereine nicht vor dem Vortrag schwieriger Chöre zurückfchreckten. Am Nachmittag bewegte sich ein stattlicher F e st z u g unter Beteili­gung einer großen Anzahl auswärtiger unb sämt­licher Friedberger Vereine nach bem Festplatze. Der Zug war durch zahlreiche Festwagen belebt, von denen besonders die Wagen des Vogelsberger Höhenklubs, ber Malerinnung, bes Schützenvereins unb ber Loreleywagen auffielen; auch bie Dar­bietungen ber Innungen, ber Fischer und Rad­fahrer waren sehr sehenswert. Auf dem Festplatte hielt bei dem Weiheakt Herr Direktor H a f f i n - g e r von Darmstadt die Festrede, welche mit großen Beifall ausgenommen wurde; er betonte in derselben besonders die hohe ideale Aufgabe der Vereine, abseits von dem Lärme der poli- tifiyen Parteien die Ideale zu pflegen und eine Stätte zu schafftn, in welcher das Einigende und Versöhnende in ben Vordergrund trete. Nach der Rede wurden bem Verein eine große Anzahl Ge­schenke und Widmungen, Fahnennägel und Di­plome mit entsprechenden Ansprachen überreicht; der Verein selbst ehrte seinen langjährigen Vor­sitzenden, Herrn Jakob ©ripp, für seine 50jähr. aktive Mitgliedschaft durch Ueberreichung einer Ehrenurkunde. Leider verwandelte ein einsetzender starker Regen den Festplatz bald in einen Sumpf unb zwang die sehr zahlreichen Teilnehmer, Platz in den geräumigen Wirtszelten zu suchen, wo sich bei dem Klange mehrerer Musikkapellen bald eine fröhliche Stimmung entwickelte. Am Montag fand noch die übliche volkstümliche Nachfeier statt, bei ber abenbs das große Feuerwerk abgebrannt wurde.

!*! Friedberg, 3. Aug. Am 19. bis 21. September beabsichtigt ber Lanbwirtschafts- kammerausschuß für Oberhessen hier eine land- wirtschaftliche Ausstellung für den Kreis Friedberg abzuhalten. Aus der Kreisschau werden die meisten Gebiete ber Lanbwirtschafk vertreten sein, wie Viehzucht, Erzeugnisse bes Ackerbaues unb Obst­baues, landwirtschaftliche Maschinen und Geräte. Zugelassen sind alle Landwirte, Obstzüchter und Fa­brikanten landwirtschaftlicher Maschinen aus dem Kreis Friedberg mit Ausnahme der Düngerindustrie. Vorführungen von Motorpflügen finden anschlie­ßend an die Ausstrüung statt. Die Ausstellung wird in der ehemaligen Jnfanteriekaserne abgehalten.

ZI Nieder-Florstadt, 3. Aug. Hier ist ein Mann von ca. 60 Jahren so schwer an Typhus erkrankt, daß er ins Bürgerhospital nach Friedberg gebracht werden muhte. Weitere Fälle sind glücklicherweise nicht vorgekommen. Eine typhusartig wirkende Erkrankung eines hiesigen Mädchens ist als nichttyphös feftgefteUt worden.

ZI Aus der 9B e 11 e r a u, 3. Aug. (Ernte- a u s s i ch t e n.) Das rechte Erntewetter will sich nicht einstellen, aber doch scheint der Himmel ein Einsehen zu haben und nicht wieder wie im vorigen Jahr seine Schleusen ununterbrochen öffnen unb dadurch ben Landwirt zum zweiten Male um seinen in saurer Arbeit verdienten Lohn bringen zu wollen. Eine Mißernte in diesem Jahre wäre nicht nur der Ruin für die Landwirtschaft, sondern ein nationales Unglück. Trotz der unsicheren Witterung geht der Landwirt an bie Erntearbeit. Wintergerste und Roggen sind ab unb zum Teil eingefahren, ber Hafer ist eben in Arbeit, Weizen und S o m - mergerfte sind auch reif zum Schnitt. Soweit sich jetzt schon überblicken läßt, wird die Ernte gut aus­fallen. Dies gilt für Gerste, Roggen und Weizen. Etwas schlechter steht es mit dem Hafer, er hat z. T. stark unter der Trockenheit gelitten und ist in ber Entwicklung zurückgeblieben. Auch bie letzten Ge- witter, bie Hagel brachten, haben ben Hafer mehr beschäbigt als bie anbern ©etreibearten. Allgemein brachten bie schweren Wetter den Nachteil, daß sich das ©etreiDe umlegte und dadurch der Schnitt mit der Maschine behindert ist. In einzelnen Teilen der Wetterau scheint der Hederich vollständig unterdrückt worden zu sein. Dies gilt besonders für die Gemarkung Niederflorstadt, die zur Zeit der Hederichblüte sich wie eine grüne Insel im gelben Meer ausnimmt, sehr zum Leidwesen der Bienenzüchter, ein Beweis für die Rührigkeit der Landwirte. Wochenlang wird der Hederich bekämpft, »nöem groß unb klein das Unkraut ausrupft. Eine Nachlese zur Blütezeit überleben nur wenig Pflan­zen. Die letzten durchdringenden Regen haben eine Entwicklung der Wiesen gebracht, die nach der sehr guten Heuernte auch eine reiche Grummet- ernte erwarten läßt. Die Frühkartoffeln haben die Trockenheit gut überstanden unb liefern eine reichere Ernte, als angenommen wurde. Nicht mehr viel Regen, keine schweren Wetter, dann kann die Ernte gut eingebracht werden, zum Wohle der Landwirtschaft und des gesamten Volkes.

Kreis Büdingen.

nb. Ribda, 1. Aug. Gewerbelehrer Her­mann Witt hier wurde zum Rektor der hiesigen Gewerbeschule ernannt. Der neue Rektor ist ge­borener Niddaer und hat seine berufliche Aus­bildung in der Anstalt begonnen, zu deren Lei­tung er nun berufen wurde. Der hiesige Turnverein ist kürzlich auf Grund seiner neuen Satzungen alsTurnverein Nidda 1859 gerichtlich in das Vereinsregister eingetragen worden. Der Verein beabsichtigt, seine alte, nicht mehr zeitgemäße Turnhalle abzubrechen und in der Nähe dieser eine neue, größere Halle nach den gegenwärtigen Anforderungen zu er­richten. Den Bauplatz dazu hat die Stadtverwal­tung dem Verein bereits geschenkt. Mit dem Neubau soll noch in diesem Jahre begonnen wer­den. Er kommt auf die Gänsweide, dem un­mittelbar an der Stadt gelegenen Niddaer Fest­platz. Don einer Lotterie zur teilweisen Er­langung der Baukosten, wie dies oft in der­artigen Fällen üblich ist, will der Turnverein absehen. Es stehen ihm anderweitige Beihilfen in Aussicht.

A Echzell, 3. August. Hier hat sich ein Kleinkaliber-Schützenverein gegrün­det, dem sofort 50 Mitglieder bei traten.

h- Bad-Salzhausen, 3. August. In unserem Badeort herrscht eben Hochsaison.

Mk.

Rm.

.25

.21

.50

V. /

.75

,63

1.

i > z

2.

1gs

3.

2.52

3i

2.80

4.

3.36

5.

4.20

6.

5.04

6Z

5.60

7.

5.88

8.

6.72

9.

7.56

10.

8.40

15.

12.60

20.

16.80

25.

21.

30.

25.20

35.

29.40

40.

33.60

45.

37.80

50.-

42.

55.

16.20

60.-

50.40

65.

54.60

70.

58.80

75.

63.

80.

67.20

85.

71.40

90.

75.60

95.

79.80

100.

84.

Friedensmiete:

Auguftmiete

1

Mk.

Rm.

J-j,' . ,-1

20.

16.80

7.

5.88

.75

.63

27.75

23.31

Alle Gasthäuser, das Kaufmanns-Erholungsheim und die Privatwohnungen sind vollständig von Kurfremden beseht, deren Zahl etwa 350 Er­wachsene und 30 Kinder beträgt. Dazu kommt noch ein regel' Passantenverkehr. Mit Rücksicht auf die Kurgäste hat der Gemeindevorstand in einer Eingabe an die Verwaltungsbehörden unb die Regierung gebeten, daß der Verkehr für Autos, bie unseren Badeort nur durchfahren, gesperrt unb entweder vom Häuserhof über Borsdorf Mdba ober vom Bahnhof Geiß-Nidda über Geiß-NiddaNidda geleitet wird.

Kreis Schotten.

Laubach, 3. Aug. Am 18. Oktober sind 5 0 Jahre verflossen, daß das Gymnasium Fridericianum feierlich eröffnet wurde, zu­nächst nur als Progymnasium. Am 19. Oktober fand die Prüfung ber angemelbeten Schüler statt, insgesamt 40 an Zahl. Vorerst wurden 4 Klassen gebildet, deren Ziele im allgemeinen denen ber Sexta, Quinta, Quarta, Tertia eines hessischen Gymnasiums entsprechen sollten. Am Ende des Schuljahrs belief sich der Bestand auf 43, bei Beginn des Schuljahrs 1876 dagegen schon auf 59. Zu Anfang unterrichteten 5 Lehrer, 1876 finden wir ein Kollegium von 9 Herren. Nachdem im Schuljahr 1877/78 die Gesamtzahl der Schüler sich auf 111 unb das Lehrerkollegium auf 10 Herren erhöht hatte, faßte man die Errichtung ber Prima in das Auge. Im Jahre 1879 wurde das Gymnasium ausgebaut, und zu Ostern 1880 bie ersten Abiturienten zur Llniversität ent­lassen. Im Jahre 1890 wurde das Gymnasium verstaatlicht, Unter den Direktoren Wmd - haus unb Hensell erreichte es seine höchste Blüte; im Jahr 1899 belief sich die Gesamtzahl ber Schüler auf 191. Unter Direktor Balser sank der Bestaub in jähem Sturz; 1905 belief sich ber Bestand auf nur noch 91. Der Welt­krieg beschleunigte ben Untergang des Gymna­siums; Ostern 1922 wurde die letzte Reifeprüfung abgehalten. In diesem Jahr wurde die Anstalt in ein Prorealgymnasium und Realschule um« gewandelt. DieVereinigung ehema­liger Lehrer und Schüler des Gym­nasiums Fridericianum" beabsichtigt, noch in diesem Monat das 50jährige Jubiläum des Gymnasiums zu begehen. Am 29. August findet imSolmser Hof ein Begrützungs- abend statt; hierbei wird Herr Oberstudien­bivektor Dr. H. Müller (jetzt in Offenbach), der von 1907 bis 1915 als Direktor in Laubach wirkte, einen Vortrag über die Bedeutung ber huma­nistischen Bildung halten. Am Morgen des 30. August wird F e st g o 11 e s d i e n st in der hiesigen Stadtkirche sein, wobei Herr Oberkirchen- rat Wagner, der von 1383 bis 1888 bas hie­sige Gymnasium besuchte, prebigen wirb. Am Nachmittag wird ein Besuch des Ramsbcrgs, und am Abend ein geselliges Zusammensein im Solmser Hof stattsinden. Die zahlreichen An­meldungen bezeugen aufs neue die Anhänglich­keit der alten Pennäler an unser freundliches Städtchen.

lg. Gedern, 4. Aug. Don feiten der Ge­meindeverwaltung besteht die Absicht, den August markt (25. August), der in den letzten Jahren an feiner früheren Bedeutung eingebüht hatte, wieder in der alten Form aufleben zu lassen. Der genannte Markt war in früheren Jahren zweitägig und als einer der bedeutenderen Märkte der weiteren Umgebung sehr stark mit Dieh beschickt. Eine stattliche Reihe von Ver- kaufsstäiiden und -zelten umsäumte den größeren Teil der Hauptstraße unseres Ortes, unb ber Be­sucher aus nah und fern waren nicht wenige. Diele der Marktbesucher deckten einen großen Teil ihres Jahresbedarfs an Kleiderstoffen, Schuhen usw. Die Ernte war zum großen Teil eingebracht unb in Geld umgesetzt, so daß der landwirt- schafttreibende Teil der Bevölkerung einiger­maßen übersehen konnte, bis zu welchem Grade er sich Anschaffungen erlauben durfte. Der zweite Tag des Marktes, der für die Jugend schulfrei war, trug den Charakter eines Volksfestes, an dem sich jung und alt beteiligte. Für dieses Jahr ist nur ein Markttag in Aussicht genommen. Als Marktplatz wird der Turnplatz dienen. In den sich hieran anschließenden Lokalitäten wird die Festwirtschaft untergebracht sein. Früh­schoppenkonzert der Feuerwehrkapelle, Karussell­betrieb und Tanzbelustigung werden genügend Unterhaltung und Abwechslung bieten und dazu beitragen, daß auch die Jugend zu ihrem Rechte kommt. Möge es den Bemühungen der Gemeinde­verwaltung gelingen, daß der Markt wieder an Volkstümlichkeit gewinnt und bald wieder seine einstige Bedeutung erreicht. Das Ministerium des Innern hat für unsere Gemeinde einen Rindvieh- und Schweinemarkt geneh­migt, ber alljährlich aus dem zwischen den 10. unb 15. Juni liegenden Dienstag fallen soll und erstmalig im nächsten Jahre stattfinden wird. Mit dem Markt soll eine Prämiierung von Simmentaler Vieh unb Vogelsberger Rotvieh mit Unterstützung ber Landwirtschaftskammer ver­bunden sein. Auch plant man die Veranstaltung einer Verlosung, falls diese bie Genehmigung ber Regierung findet.

Rainrod, 3. Aug. Die Pächter ber Walbjagd auf ber rechten Riddaseite, vier Frankfurter Herren, haben, um ihrem Jagd­bezirk näher zu sein und sich von dörflichen Quartieren unabhängig zu machen, eine Jagd­hütte ynt Autogarage an dem sogenannten Mühlenkopf erbauen lassen. Aus steiler Höhe, in einem geschützten Waldwinkel gelegen, gewährt ber kleine, hübsche Holzbau mit seinem Binsenbach einen überaus freunblichen Anblick.

E i ch e l s d o r s, 2. Aug. Der Be - zirkslehrerverein Schotten re Jain . e.te sich gestern hier zu einem botanischen Gang durch die Feldmark unb ben nahen Walb. Es wurden an 70 mehr ober weniger bekannte Pflanzen ge­sucht unb bestimmt, bie charakteristischen Merk­male erörtert und pflanzenheilkundliche Betrach­tungen anaeschlossen. Unter ber Führung bes Lehrers W i ß n e r zu Ulfa, ber einer her besten Kenner unserer heimischen Tier- unb Pflanzen­welt ist, gestaltete sich der Gang zu tiefgründiger Veranschaulichung, zu innerem Erlebnis.

Kreis Alsfeld.

Os* Alsfeld, 2. Aug. Heute veranstaltete die hiesige Vereinigung ehemaliger 116er einen Gedenktag für ihre gefallenen Kameraden in Form eines Blumen tage s, helfen Erlös für das Denkmal der gefallenen 116er bestimmt ist, welches am 5. und 6. September in Gießen eingeweiht werden soll. Nach einem Marsche der Teilnehmer alter 116er und Ange­höriger der Kriegsformationen des Regiments durch die Stadt fand auf dem Ludwigsplah ein Festakt statt. Die Begrüßungsansprache hielt Bürgermeister Dr. D o I s i n g, welcher die ehe­

maligen 116er aus ber Stabt und dem KreiS Alsfeld herzlich willkommen hieß unb dabei auf bie befonberen Beziehungen hinwies, welche von jeher zwischen Oberhessen unb dem Regiment 116 bestanden hätten. Die Musik spielte das Nieder­ländische Dankgebet. Alsdann folgte die Festrede von Oberst a. D. Kö11schau, ber in tiesemp» funbenen Worten auf bie glanzvollen Leistungen be£ Regiments 116 unb seiner Kriegsformationen im Weltkrieg hinwies unb zur Pflege echt treuer Kameradschaft ohne Unterschied des Standes aufforderte. Seine Rede klang in ein begeistert aufgenommenes Hoch auf das deutsche aud' kem das Deutschlandlied folgte.

Gedächtnisfeier für bie Gefallenen der Stadt Alsfeld, die ursprünglich aus dem sricdhof vor der als Ehrenhalle für bie Gefallenen ausgestalteten Friedhosskapelle statt- fmden sollte, mußte infolge der Ungunst der Witterung in der Walpurgiskirche abgehalten werden, wobei der Kirchengesangverein mit­wirkte. Dekan Dr. Unverzagt hielt eine die Herzen ber Zuhörer ergreifende Gedächtnisrede voll seiner Empfindung. Am Schluß der Feier legte der Vor­sitzende bes Krieger- unb Deteranenvereins Msfcld, Herr Oberlandmesser Schabe, einen prachtvollen Kranz namens der beiden Alsfelder Militärvereine, sowie ber Freiwilligen Sanitäts­kolonne unb ber Ortsgruppe des Bundes der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen nieder. Um 4 Uhr fand bie stimmungsvolle Feier, bie leider durch den ununterbrochen niedergehen­den Regen beeinträchtigt wurde, ihr Ende. Während des ganzen Tages fand durch junge Damen unb Mädchen in ber Stabt Verkauf von Blumen statt zugunsten des Denkmals für die gefallenen 116er. An bie Feier schloß sich eine kameradschaftliche Zusammenkunft- der ehemaligen 113er in deren Vereinslokal an, woselbst man noch einige Stunden in echter Kameradschaftlich­keit verbrachte.

m. Elpenrod, 1. Aug. Der weit über bi« Grenzen unseres Hessenlandes bekannte Volks- rebner unb Vorkämpfer auf dem Gebiet ber Volksbildung, Lehrer Schmoll von hier, wird demnächst mit einer ganz neuen Art der Volks­bildungsarbeit an bie Öffentlichkeit treten. Er hat sich eine große Originalgruppenbühne anfertigen lassen mit fast lebensgroßen Figuren. Cs wurden weder Mühe noch Kosten gescheut, um bem Volk etwas Gediegenes unb Originelles zu bieten hinsichtlich Ausstattung und Aufführung. Im Mittelpunkt ber Aufführungen wird das alte Puppenspiel von Doktor Fausts Leben. Wirken unb schrecklicher Höllenfahrt stehen, das Lieblingsstück des früheren Puppentheaters, das bekanntlich schon Lessing bearbeitet unb aus dessen Anregung auch Goethes Faust hervorgegangen ist. Noch andere Stücke, wie Gevatter Tod, ber Höllenrachen unb Doktor Eisenbart sind in Vor­bereitung. Möge es ben Bemühungen des Herrn Schmoll gelingen, das Puppentheater, das be­kanntlich nach dem Dreißigjährigen Krieg seine Blütezeit erlebte und sich bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts erhalten hat, wieder neu zu beleben und unser Volk wieder für dieses lieb­liche Spiel der vergangenen Jahrhunderte zu interessieren. Dann hat er ein gutes Stück Volks- bildungsarbeit geleistet.

Kreis Lauterbach.

!*! Lauterbach, 1. Aug. Die hiesige Ver­einigung des Regiments 116 beschloß die Anschaf, fung einer Fahne. Die Weihe soll am 22. Aug. stattsinden zur Erinerung an die Feuertaufe des Regiments beiNeufchateau und Anloy in Belgien am 20. und 21. August 1914.

$ ® n g e I r o b , 3. Aug. Die Gemeinde Engelrod hat zum Gedächtnis ihrer im Welt­kriege gefallenen Sohne in unmittelbarer Nähe des Friedhofes eine Gedächtnis ka pelle ge­baut, die am gestrigen Sonntage, ber 11jährigen Wiederkehr des 1. Mobilmachungstages, ein» geweiht wurde. Oberförster Eggers begrüßte die Festversammlung und Oberkirchenrat, Super­intendent Wagner, Darmstadt, hielt bie Weiherede. Die Feier, die unter der ilngunft ber Witterung zu leiden hatte, wurde von Musik­darbietungen ber Ortslapelle unb von Gesangs- borträgen ber einheimischen Gesangvereine um­rahmt.

Starkenburg und Rheinhessen.

' D a r m st a b t, 2. Aug. Gestern sand die Besichtigung einer in der Nähe des Hauptbahn­hofs errichteten Siedlung berGemeinnützig gen Eisenbahner - Baugenossen­schaft" durch Vertreter ber Reichsbahnbirektion Mainz, des hessischen Staates unb der Stadt Darmstadt statt. Die Siedlung, die ben Namen Waldkolonie" führt, besteht aus 137 Wohnungen, die innerhalb 5 Jahren errichtet wurden. Sie ist im Jahre 1920 mit 57 Mitgliedern ins Leben getreten und zählt zur Zeit 613 Mitglieder. Die Häuser machen einen gefälligen Eindruck; bie Wohnungen sind bequem eingerichtet, mit Gas unb elektrischer Beleuchtung versehen, sowie mit einem Gartengrundstück. Ein besonderer Vorzug der Kolonie ist ihre Lage am Waldrand. Prä­sident Lochte von der Reichsbahnbirektion Mainz sprach seine Anerkennung über die Leistungen der Baugenossenschaft aus.

* Darmstadt, 2. Aug. Eine ber histori­schen Trinkstätten Darmstadts, bie Weinwirts:ast Bockshaut" ist jetzt neuzeitlich hergerichtet worden, jedoch unter Wahrung ihres historischen Charakters. Das Haus war ursprünglich das Pfarrhaus der Stadtkirche unb gelangte um bie Mitte des 17. Jahrhunderts in den Besitz ber Gerberzunft; nach dem Zunftzeichen der Perber. ber Bockshaut, führt bas Haus heute noch seinen Namen. Eine Gedenktafel an ber Außenfront besagt, daß in diesem Haus der Literarhistoriker Gottfried Gervinus im Jahre 1805 geboren ist.

* Darmstadt, 3. Aug. Heute nachmittag gegen 5 L'hr traf hier auf bem Hauptbahnhof ber Neuyortex Beethoven-Männer- chor in Stärke von ungefähr 160 Personen, dar­unter etwa 50 Damen, von Heidelberg tommenb hier ein. Am Bahnhof wurden sie von einem Empfangsausschuh begrüßt und sodann in großen Postautos nach bem Jagdschloß Kranich stein gebracht, wo in Vertretung des Grohherzogs- paars der Alice-Frauenverein vom Roten Kreuz die Gäste empfing. Ain Abend fand ein Abend­essen mit Konzert des städtischen Orchesters statt. Morgen werben die amerikanischen Gäste bie Sehenswürdigkeiten der Stabt besichtigen unb u. a. von ben vereinigten Männergesangvereinen vor dem Lanbesmuseum begrüßt und burch Ge­sangsvorträge erfreut werden Viele der Ameri­kaner stammen aus hessischen Familien. Am Mittwoch werden sie von hier aus bie Reise nach Mainz fortsetzen. In Zwingenberg wurde ber Besenbinber Hauck von einem Auto­mobil überfahren unb so schwer verletzt«

be« '

tafl Kreises zu sicher denk»? 'M Hart hur der erspar«' bl. M hier "adl Langem tingelre«6^ her |o loM° man Den beiten zu J rürfen m J Bahnhof 11 Seit W spd./ Präsiv' bafynbi i hat heute I angetreten.

Frai kentert Povtbe

A Teutonv- Sf M el wo

statt «*?iT Wiia i jS !ra-9 einem bi"1 ct*L ,

aiqnhM trank, t

konnte.

Fra erschoß sehlungen Rrimirt machte ai seinem 2« "3n der junger 6 einen AI nehmlichk zu dieser

4 W sobald al Regierun! engere von Ortet tnnblidjem i[t baran, f. mann zu be ietial liefert shd. 3 brannte ihrem Hei, Ichine zwo einholen, an bas Q einen S)ai umfiel.

Turn

, 4m v SV9 a f/l|bs hx '"^etn»

^tner (j || Schi

''"des i) n

K um ,

He

- Rr otomo Hub rüftei sportlichen bergrenne Krähberg gelegenen strecke, bi ^ahl ei Haarnadel

Fahr, ^llen, jn hutfdjlünl fln diesen Wn, Re, Wt, za .r ,i Dnnur "^Getter un lNkie |t Kennen ge {t con b, Mutim iur

Lr

fall.

De«

'S