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* „Hinter den Kulissen" von Hermann Jenny, Obermaschinenmeister am Stadttheater Basel. — Der Verfasser, der u. a. acht Jahre am Stadttheater Gießen tätig war, hat hier mit viel Fleiß und Anschaulichkeit von all den Dingen erzählt, die dem Zuschauer im Theater verborgen bleiben bzw. deren Gesicht er nur von einer Seite kennen lernt. Man findet in dem aus reicher Erfahrung gewachsenen Heft Aus- ssührvches gesagt über die Bühne und ihren Aufbau, über die Maschinen und Menschen, die zum Gelingen einer Aufführung notwendig sind und dank deren stillen, aber oft heißen Arbeit es möglich wird, sich dem vollen Genüsse einer
Georg Eleinow ..Der große Jahrmarkt von Rishnij-Rowgorod" in Richters Russischen Monographien „Rußland und Asien". Gebr. Richters Verlagsanstalt. Erfurt-Berlin mit 53 Illustrationen. Preis geb. 6 M. Eleinow nimmt ein wir-tschaftNches Thema zum Ausgangspunkt, aber was er schreibt, ist Geschichte: Wirtschaftsgeschichte, politische Geschichte. Soziologie. Die Untersuchung Cleinows gipfelt in der Fragestellung, die sich unausgesprochen durch das ganze Buch zieht, ob die RKP. der Souverän des neuen Rußland, sich in dem Sowjetstaat das gewaltige politische Werkzeug und die Machtmittel zimmern kann, dessen sie bedarf, um der Welt den bolschewistischen Kommunismus aufzwingen zu können. Dieses Buch, das von Uraleifen. Hasenfellen. Pferdehäuten Radfelgen. Daumfasern handelt, ist bet näherem Zusehen eine hoch aktuelle, politisch-historische Abhandlung, nach deren Lesen uns plötzlich auS dem Rebel eine scharfe Zeichnung dessen hervor- tritt. was in der Sowjetunion vorgeht und was sie in Wirklichkeit ist, — was in ihr morsch und gefährlich und wo in ihr die Kraft zu
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— Marianne Weber, die treue Hüterin des Lebenswerkes ihres Gatten, gibt soeben im Rahmen des bei I. C. D. Mohr in Tübingen in würdiger Ausstattung erscheinenden Gesamt- werles Max Webers die „Gesammelten Aufsätze für Soziologie und Sozialpolitik" heraus. lGeh. 11,50, geb. 14 Mk.) Der Band ist außerordentlich vielseitig. Er enthält als außerordentlich aufschlußreiche statistische Arbeit die methodologische Einleitung für die Erhebungen, die der Verein für Sozialpolitik über Auslese und Anpassung der Arbeiterschaft der geschlossenen Großindustrie 1908 veranstaltete. „Zur Psychophysik der industriellen Arbeit" steuert der Band einen Aufsatz bei. der einen wertvollen Einblick in die auf experimentelle Untersuchungen sich gründende soziologische Arbeit gibt. Mit der ganzen erstaunlichen Klarheit der Direktion, die Max Webers Arbeiten vor vielen anderen auszeichnen, faßt der 1894 entstandene Aufsatz „Die Börse" das zusammen, was für den ßaien zur Erkenntnis der volkswirtschaftlichen Funktionen der Börse wesentlich ist. Besonders dankenswert ist es. daß dem Bande die Diskussionsreden beigefugt sind, die Max Weber auf den Tagungen des Vereins für Sozialpolitik gehalten hat und die in ihrer unmittelbaren Frische einen Eindruck seiner Persönlichkeit geben. 1472
— Die Kunstschule (Verlag Mal- und Zeichenunterricht G. m. b. H., Berlin) erscheint im 8. Jahrgang. Die hochgesteckten Ziele der Zeitschrift umschreibt Julius Hart in einem Leitauffay. Dazu kommen Beiträge von Professor Schubring, ein grundlegender Aufsatz über das Aktzeichnen in der Malerei und viele Bilder.
Von der bekannten nationalen Monatsschrift „Deutschlands Erneuerung" ist soeben das Februarheft erschienen (3. P. Lehmanns Verlag. München). Der Breslauer Rechtsgelehrte und Reichstagsabgeordnete F r h r. v. Frey- tag-Loringhoven behandelt die Stellung Deutschlands zum Völkerbund. Bemerkenswert ist auch die Arbeit von Herbert Werner über ,.D e u t s ch ö st e r r e i ch". Einige Arbeiten auf rassenkundlichem Gebiet verdienen besondere Beachtung und Anerkennung.
— Europäische Gespräche. Hamburger Monatshefte für Auswärtige Politik, herausgegeben von A. Mendelssohn-Bartholdy. (Deutsche Verlags-Anstalt. Stuttgart.) 3. Jahrgang, Heft 1, Januar 1925. Mit dem Ueber- gang zum monatlichen Erscheinen betonen die „Europäischen Gespräche" auch inhaltlich stärker den Charakter der aktuellen politischen Revue, die die sachkundige und stets aufs Praktische eingestellte Art des englischen Zeitschriften-Aussatzes verbindet mit der deutschen wissenschaftlichen Technik im Dokumentieren, in Bibliographie und Chronologie. 3n der Serie „Staatsmänner und Diplomaten" zeichnet der Schwede Karlsson in John Morley, „honest John", wie ihn das englische Volk nannte, das Vorbild eines verantwortlichen Staatsmannes und politischen Menschen. Ein Aufsatz von Fr. W. von Rauchhaupt verweist auf die wenig bekannte argentinische Doetrina de Garay. die einen für Deutschland in feiner gegenwärtigen Lage recht interessanten Versuch darstellt, Rationalität und Staatsbürgerschaft rechtlich zu trennen. - 3m Dokumententeil stehen neben der in ihrer amerikanischen Selbstzufriedenheit geradezu grotesken und für europäische Ohren erschütterden Botschaft des Präsidenten Coolidge der englisch-russiche und der englisch-ägyptische Rotenwechsel, ferner der deutsch-englische Handelsvertrag und einige sehr bezeichnende Erklärungen Sun-Pat-Sen's, über die Moskauer Orientierung Chinas.
Es wurden im Februar 701 Konkurse eröffnet, gegen 757 im Januar und 598 im Dezember vorigen Jahres
Baldige Aufhebung des Ausfuhrverbotes für Häute und Felle. Wie gemeldet wird, ist die deutsche Regierung mit den Regierungen der Tschechoslowakei, von Oesterreich, von Ungarn und von Italien in Verbindung getreten, um eine baldige wechselseitige Aushebung der Ausfuhrverbote für Häute und Felle herberzuführen.
1 Die Absahkrise im Ruhrberg- bau. Die Absatzschwierigkeiten auf dem Ruhr- kohlenmarkt haben einen solchen Umfang angenommen. daß die Ruhrkohle-A.-G. den Zechen im Monat Februar nur noch etwa 50 Prozent ihrer Beteiligung abnehmen konnte. Im Januar hat das Syndikat den Zechen noch etwa 62 Prozent ihrer Beteiligung abgenommen.
• Dresdener Dank: 8 Prozent Dividende. In der Aufsichtsratssihung der Dresdener Bank wurde die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung für 1924 vorgelegt. Rach- dem die Gewinne des Effekten- und Konsortial» Kontos abgebucht und erhebliche innere Rückstellungen gemacht find, beziffert sich der Roh- gewinn auf 76,71 Mill. Rm, Handlungsunkosten erforderten 61,17 Mill. Rm, Steuern 3,96 Mill. Rm. und Ausgaben für Mobilien einschl. Unrund Reubauten 3,22 Mill. Rm., fo daß ein Reingewinn von 8.349 Mill. Rm. verbleibt, aus dem eine Dividende von 8 Prozent auf das Aktienkapital von 78 Mill. Rm. verteilt werden soll, während 1,4 Mill. Rm. der Rücklage zu- geführt werden, die sich dadurch auf 23,4 Mill. Rm — 30 Prozent des Aftienkapitals erhöht.
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Kirchlich- Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Isr. Religionsgemeinde. Dottesd. i. d.SynagogS (Südanlage). Samstag, den 7. März. Vorabd. o.OO, morg. 9.00, aböd. 6.20 u. 7.00.
Isr. Religionsgesellschaft. Sabbatfeier, 7. März. Freitag abd. 5.45. Samstag vorm. 8.30, nachm. 3.30, Sabbatausgang 7.00. — Dienstag, den 10. März, Purim, Montag abd. 6.00. Dienstag vorm. 6.15. Wochengottesdienst morg. 6.45, abends 5.30.
Anwachsen der Abschlußzahlen 1924 gegenüber der Eröffnungsbilanz 1924 bewirkt. Es hätte wohl eine Dividende höher als 8 Prozent Der» teilt werden können, wenn nicht die Verwaltung mit gutem Grund mehr Rücksicht auf den weiteren Ausbau und die inneren Rücklagen Wert gelegt hätte. 3m großen und ganzen läßt die Bilanz einschl. der kurzfristigen Schuldner eine Liquidität von 90 Prozent errechnen.
* Bahnbedarfs A. G.. Darmstadt. Wie vor kurzem gemeldet wurde, beabsichtigt die französische Regierung, in Deutschland größere Mengen rollendes Material für die französische Eisenbahn zu bestellen. Für einen Teil für die in Frage kommenden Bestellungen hat nun laut „5rff. Ztg." die Bahnbedarfs A G. Darmstadt, Gruppe Adler jun., den Lieferungsauftrag erhalten. der dem Werk für eine Reihe von Monaten Beschäftigung bietet.
• Peters Union A. G. in Frankfurt a. M. 3n der H. V. wurde die bereits besprochene Reichsmarkeröffnungsbilanz sowie die Umstellung des Aftienkapitals einstimmig genehmigt. Das Aktienkapital seht sich nunmehr zusammen aus 6 Mill. Rm. Stammaktienkapital und 160 000 Rm. Vorzugsaktienkapital. Die Verwaltung teilte noch mit. daß sich die Umsätze in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres außerordentlich gesteigert hätten. Cs laufen zahlreiche Aufträge, auch von Reichsbehörden ein, so daß mit einem günstigen Ergebnis gerechnet werden kann.
* Vereinigte Königs- und Laura- Hütte A.-G. für Bergbau und Hütten- be trieb in Berlin. In der a. o. H. V., in der 212 125 400 Mk. Aktien vertreten waren, begründete der Vorstand die Anträge auf Ueber- tragung des in Polen gelegenen Besitzes der Gesellschaft auf eine Gesellschaft polnischen Rechtes und Uebereignung eines Teiles der hierauf erhaltenen Beteiligung an den polnischen Fiskus. Die Zustimmung der H. V. wurde zu beiden Punkten einstimmig erteilt.
Wirtschaft.
Zur Konjunkturentwicklung.
Die Probleme der Konjunkturentwicklung sind feit langem nicht mehr so schwer zu übersehen gewesen wie in diesem Augenblick.
In Betracht kommt zunächst das wirtschaftliche Moment. Hier ergibt sich, daß die gegenteilige Abschnürung der Rationen entgegen den bisher viels ach geheaten Erwartungen weitere Fortschritte macht. Das in diesen Tagen aufgestellte grundsätzliche Bekenntnis des englischen Unterhauses zum Schutzzoll sollte namentlich Deutschland zu deirken geben. Bei Fortdauer der jetzigen Zustände muß die deutsche Aussuhr infolge der mangelhaften Aufnahmefähigkeit und des unzureichenden Ausnahmewillens des Weltmarktes verhältnismäßig gering bleiben, während die von Deutschland benötigte" Einfuhr ausländischer Rohstoffe und Ferttgsabrikate im Vergleich dazu immer relativ hoch bleiben wird. 3m Zusammenhang bamit steht auch der für unS bisher reichlich unbefriedigende Verlauf der Handelsvertragsverhandlungen, bei denen Deutschland eigentlich immer — natürlich auf Kosten des Gewerbes — der gebende Tell gewesen ist.
Die finanziellen Probleme der Konjunkturentwicklung sind ebenfalls zum guten Teil noch völlig ungeklärt. Zwar hat die Kapitalneubildung erfreuliche Fortschritte gemacht, wenigstens im Vergleich zu dem niedrigen Stand während und unmittelbar nach der Inflationszeit. Vergessen darf man allerdings nicht, daß die Eingänge bei den Geldinstituten großenteils aus den öffentlichen Kassen stammen: auch ist nicht zu übersehen, daß von den Geldinstituten — wegen der großen Kapitalknappheit — Geld im allgemeinen nur kurzfristig ausgeliehen wird, während das für bas Gewerbe und für die organische Weiterentwicklung der Produktion erforderliche langfristige Geld flaum zu erhalten ist: gerade in Öen letzten Tagen haben sich hier die Derhält- nisse toeiter verschlechtert. WaS die Ausland- frebtte angeht, so stellen diese sich immer mehr alS eine recht zweischneidige Sache heraus. Es wird durch sie nicht nur ein überflüssiger Verbrauch erzeugt, sondern eS wird vor allem — waS viel wichtiger ist — durch die ilmtoanbhing von Devisen in Reichsmark eine Vermehrung des RotenumlaufS erzwungen, der schon recht bedenkliche inflationistische Tendenzen aufzuweisen beginnt: diese können bei weiterem Fortgang nicht ohne die schwersten Rückwirkungen wirtschaftlicher, polittscher und sozialer Art bleiben, ganz abgesehen von der Gefahr, die unbedingt dann entstehen muh, wenn kurzfristig gegebene Auslandkredite in größerem Umfange gekündigt werden sollten.
In der Preisbildung herrscht ein ziemliches Durcheinander. Während in der letzten Zeit die Preise für Getreide und damit auch für Mehl nicht unerheblich angezogen haben, sind die Preise für Vieh und für Fleisch zurückgegangen. Auch für Textilien. Eisen und Eisenerzeugnisse lassen sich Preisrückgänge beobachten, denen allerdings für andere Produkte (besonders für Metalle. Häute usw) Preissteigerungen gegenüberstehen. Beachtlich ist hier auch, daß der Llnterfchied zwi- scheir Der Durchschnittsteuerungszahl des teuersten und und des billigsten deutschen Ortes immer mehr zurückgeht. Wahrend er vor dem Kriege aus 11,3 Punkte sich belief, war er im Januar 1924 nur 7,2 Punkte und im Januar 1925 nur 4,9 Punkte. Großen Einfluß auf die Preisbildung übt zur Zeit zweifelsohne die Weltmarktpreishöhe auS. Gerade deren Entwicklung ist aber von Deutschland aus besonders schlecht zu übersehen, da sie zahlreiche spekulative Momente (besonders auf dem Getreide- und auf dem Baumwollmarkt) enthält. Auch Die vor dem 10. Januar 1925 erfolgte umfangreiche Einfuhr französischer Waren hat die Preisbildung — namentlich auf dem Textilmarlt — sehr beeinflußt. Dasselbe gilt für die in den letzten Monaten zu beobachtende Zunahme der Zahlungseinstellungen, die besonders in Ausverkäufen zahlreiches Warenmaterial auf Den Markt gebracht haben. Schon an diesen wenigen Beispielen kann man ersehen, wieviel Tendenzen in der Preisbildung durcheinander gehen.
Gerade in der jetzigen Zeit muh die Kon- junkturentwicllung besonders scharf und kritisch verfolgt werden.
* Konkurse im Februar. Die Stei- serung, die mit Beginn des neuen Jahres in der Wrzahl der Konkurseröffnungen eingetreten war, hat sich im Februar nicht weiter fortgesetzt (wobei jedoch die verringerte Zahl der Tage im Februar berücksichtigt werden muh).
Pudding htsaft.
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Rundfunk-Programm
deS Frankfurter Sender-.
(Aus Der „Radio-Umschau".)
Freitag, 6. März:
11.55 llhr. Zeitangabe. 12 Uhr Rachrichtea» dienst 12.55—1 Uhr. Rauen er Zeitzeichen. 4 Ubr: Wirtschaftsmeldungen. 4.15 il&r: Rachrichten der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a.M— Hanau. 420 älhr: Rachrichtendienst. 4 30—6 Mr: Hausftauen-Rachmittag deS Frankfurter Haus- frauen-VereinS. Programm u. o.: Vortrag von Fräulein Dr. Hilde Lion: „Was hat die Hausfrau der Frauenbewegung zu danken?" 6 llhr: Wirtschaftsmeldungen. 6—6.30 Uhr: Die Lesest unde (Meisterwerke Der Weltliteratur): AuS „Soll und Haben" von Gustav Freylag (Fortsetzung). 7—7.30 Uhr: Esperanto-Unterricht. 7.30 bis 8 llhr: Funkhochschule. Vortrag von Pros Dr. Schultz. „Liliencron und Dehmel als Weg bereiter neuer Lyrik". 8 llhr: Die Besprechung (Theater und Kino). 8.30—9.30 Alftr: „Hans Helling" von Heinrich Marschner. (Auszug- weise konzertmäßige Darstellung Der Oper.) Musikalische Leitung: Dr. Ludwig Rottenberg. Erster Kapellmeister des FranksurterOpernhauses Ausführende: Die Damen Kandt und Spiegel und Heir Permann (sämtlich vom Frankfurter Opernhaus». — Ein Orchester aus Mitgliedern des Frankfurter Opernhaus orchesters. An- schließend: Rachrichten, Wettermeldung, Sportbericht.
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...und beim Anrichten noch einigeTropfen
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