Einzelbild herunterladen

e

\

hoffen, die deutsche Arbeiterschaft für die Evangelische Volksgemein­schaft zu gewinnen?" Der Redner hält diese Frage für außerordentlich wichtig, auch für sehr schwierig. Man müsse hinein in die Kreise der Arbeiterschaft, müsse sie für die Ideen der Evangelischen Volksgemeinschaft zu gewinnen suchen. Vielfach werde behauptet, der deutsche Arbeiter sei für die Kirche verloren, er habe kein Verständnis für die Kirche, es sei zu spät und nichts mehr zu erhoffen. Das sei nicht richtig, viele Arbeiter warteten auf den Weckruf der Kirche. Redner zeigte dann an Beispielen, wie er in Westfalen gearbeitet und welche Erfolge er bei Kommunalwahlen erzielt habe. Er behaup­tete, daß Arbeiter da seien, die kommen, wenn man sie ruft und ihnen sagt, daß sie mithelfen sollen. Arbeiter und kleine Beamte, die noch christlich gesinnt seien, könne man für die Be­wegung gewinnen. In einem Staat, der vor­wiegend evangelisch sei, müsse auch eine evange­lische Partei Zukunft haben.

Am Rachmittag fand eine sehr eingehende Aussprache über die einzelnen Referate des Vor­mittags statt. Die Diskussionsredner äußerten sich meist zustimmend. Bei der Wahl des enge­ren Vorstandes wurden bestimmt: Als 1. bezw. 2. Vorsitzender: Prof. Riemann, Gelsenkirchen, und Bürgermeister Völker, Lich, als Geschäftsführer und Rechner: Pfarrer Weidner, Ober-Lais.

Turnen, Sport und Spiel.

Erziehungswerte im Rudersport

Man wirft dem Sport verschiedentlich vor, er wende sich nur an den Körper. Wer in dem Blühen und Wachsen der Turn- und Sportbewegung in den letzten Jahrzehnten eine Reaktion gegen die Ueberfütterung unserer Jugend mit reinem Geistes­wissen sah, wer aus dem Ausgang des Krieges Folgerungen für unsere Jugenderziehung zu ziehen vermochte, der wird dem nicht beistimmen. Es ist einfach nicht wahr, daß Turnen und Spiel rein mechanische Körperpflege sind. Daß in den einzelnen Zweigen der Leibesübungen die Erziehungswerte verschiedenartig sind, soll nicht bestritten werden, daß der eine oder andere mehr das Aeußere des Menschen bildet, als daß er den ganzen Menschen erfaßt und erzieht, ist richtig. Es wäre aber falsch, daraus den Schluß zu ziehen, daß diese Erscheinung für den gesamten Sport typisch ist.

Familie, Schule, Kirche und Heer waren die Erziehungspfeiler in der Zeit vor dem Krieg. Das Heer hat man uns genommen, die anderen drei be­finden sich in einer Art Umwälzung. Da eilt unsere Jugend zu den Sportvereinen. Wir sehen, welche Erziehungserfolge Turnen und Sport zeitigen. Da- her müssen wir beides mit allen Mitteln fördern. Wer es irgend kann, der gehe auf die Sportplätze, in die Bootshäuser, in Turn- und Schwimmhallen. Er wird sehen, daß der Kern unserer Jugend besser ist, als viele von uns wissen. Wenn aber diese Jugend nicht erzieherisch beeinflußt wird, dann wird sie den Weg gehen, den alle Eharakterschwachen in und nach dem Kriege gegangen sind.

Betätigen sich manche Zweige des Sports in der Hauptsache im Wettkampf, so ist es zweifellos ein besonderer Vorzug der Ruderei, daß sie jedem Alter, vom Schüler angefangen, und jedem Geschlecht die Betätigung in der ihm zuträglichen Weise er­möglicht. Denn Rudern wird betrieben als Wander-, Jugend- und Rennrudern. Die allgemeinen Vorteile des Ruderns für die Körperbildung brauchen in \ diesem Zusammenhang nur kurz erwähnt zu werden. V. Es sind: Gleichmäßige Beanspruchung aller Mus- ' kein und Muskelgruppen, Kräftigung der Lungen durch Bewegung in stets staubfreier Luft mit ge­sundem Feuchtigkeitsgehalt, Abhärtung durch Ge- wöhnuny an Wind und Wetter in leichtester Klei­dung, Einwirkung der Sonne auf den Körper.

Fragen wir nun, welche Werte der erste Zweig der Ruderei, das Wanderrudern, für die Erziehung außerhalb dieser rein körperlichen Bildung enthält, so ergibt sich auch für den Außenstehenden, daß 'durch das Wandern auf unseren Wasserstraßen eine planmäßige Pflege der Natur- und Heimatliebe zwangläufig gegeben ist. Weiter bildet das Wander- rudern die Sinne. Der Wanderruderer, der einmal hinauskommt aus den Städten, lernt vor allem Ge- ficht und Gehör gebrauchen, wenn er den Hinder­nissen aus dem Wasser ausweichen muß. Das Wan­derrudern erzieht zu einer Vereinfachung der Lebensführung. Auf fein Zelt und auf seine eigene Kochgelegenheit angewiesen, kann der Wander­ruderer sich völlig unabhängig machen von Gast­höfen. Er lernt viele Güter unserer Zivilisation ent­behren, die wir glauben nötig zu haben und die uns doch nur zu ihren Sklaven machen. Beim Wandern außerhalb seiner engeren Heimat wird der Wander- rüderer auch die Eigenarten anderer deutscher Stämme kennen und verstehen lernen, und damit wird seine Liebe zu Volk und Vaterland gefördert.

Stärker noch als beim Wanderrudern drückt sich beim Jugendrudern der Wert dieses Sports für die Erziehung aus. Rudern als Mannschafts­übung bietet für die Erziehung zur Unterorbung und Pflege der Kameradschaft außerordentliche Werte. Im höchsten Maße gilt das vom Renn­rudern. Rennrudern ist planmäßige Vorbereitung zur Erreichung von Höchstleistungen. Nicht in dem Sinn von Rekorden. Denn Wind- und Wasserver- hältnisse beeinflussen die bei Regatten gefahrenen Zeiten oft innerhalb ein und derselben Stunde. Beim Rennrudern erhält nur das erste Boot einen Preis. Dieses erste Boot zu fein, im einwandfreien Kampf gegen die anderen zu siegen, das ist ein Hochgefühl, das nur der verstehen kann, der prak­tisch so etwas durchgemocht hat. Um das zu er­reichen, beugen sich die Rennruderer willig den An­ordnungen eines einzelnen, des Trainers, dem sie durch Ehrenwort verpflichtet sind. Vom 1. April bis Mitte Juli wohnen sie sozusagen im Kreise ihrer Kameraden im Bootshaus. Beruf und Sport find die beiden Dinge, die allein sie in dieser Zeit voll in Anspruch nehmen. Wer sich ohne äußeren Zwang freiwillig einer solchen Zucht unterwirft, wird auch im Leben feinen Mann stehen, und wer Jahre hindurch Rennen rudert, dem geht eben­so wie dem Jugendruderer und dem Wanderruderer der Gedanke an seine Pflicht gegenüber der All­gemeinheit in Fleisch und Blut über. Aus solcher Erziehung erwachsen nicht nur körperlich gesunde, sondern auch innerlich vornehme Menschen.

Deutsches Turn- und Sportabzeichen.

vo. Die Bewerbungen um das vom Deutschen Reichsausschutz für Leibesübungen verliehene deutsche Turn- und Sportabzeichen haben außer­ordentlich zugenommen . Im vergangenen Jahr (l. April 1924 bis 31. März 1925) sind 9556 Abzeichen verliehen worden. Davon entfielen 8014 Abzeichen in Bronze auf Männer, 824 aus Frauen, 543 Abzeichen in Silber auf Männer, 19 auf Frauen, 149 Abzeichen in Gold auf Män­ner, 7 auf Frauen. Insgesamt sind jetzt 32 635 Turner und Sportler männlichen und weiblichen Geschlechts Inhaber des Deutschen Turn- und Sportabzeichens.

Aus der Arbeitersport-Bewegung.

Dieser Tage wurde in einer Versammlung von Delegierten von 8 Sportvereinen, die eine Mitgliedschaft von nahezu 800 Mann vertreten, die Gründung eines Arbeiter-Sportkar­tells von Gießen beschlossen. Der Zweck der Gründung ist, die Arbeiterspoickbewegung zentral zusammenzufassen unter einer einheitlichen Leitung, um bei allen Gelegenheiten gemeinsam die Sache des Arbeitersports in erster Linie bei den Behörden und anderen in Frage kommenden Instanzen zu vertreten, bei Festlichkeiten und sonstigen Veranstaltungen gemeinsame Richtlinien herauszugeben, um den vielen Festlichkeiten bei den heutigen schwierigen Verhältnissen wenige, aber gute Veranstaltungen gegenüberzustellen, wo man die Gewißheit hat, auch die Wünsche des Arbeitersportes zufriedenzusteÜen. Das Kar­tell ist der Zentralkommission für Arbeitersport und Körperpflege (E. V.) in Berlin angeschlossen. Der Vorstand wurde aus Vertretern der betei­ligten Vereine gewählt, und zwar als Vorsitzen­der W. Wolf, Stephanstraße 29. Zur Finan­zierung wurde für jedes Mitglied der angeschlos­senen Vereine eine Umlage von 10 Pfennig für den Monat Juni beschlossen. Das Kartell plant für den 5. I u l i einen Arbeitersporttag für Gießen und Umgegend zu veranstalten, wo der Oeffentlichkeit gezeigt werden soll, was die ein­zelnen Vereine auf dem Gebiete des Sportes zu leisten vermögen. Auswärtige Sportler haben bereits ihre Beteiligung zugzsagt. Weiter wird das Sportkartell eine Werbung unter der Jugend vornehmen, um fernstehende Kreise in weit größerem Maße als bisher dem Arbeitersport zuzuführen. Sy

Wirtschaft.

Grenzen der amerikanischen Kreditgewährung.

Seit einigen Wochen kann man sich der Er­kenntnis nicht verschließen, daß eine gewisse Stag­nation im amerikanisch-deutschen Kreditgeschäft ein­getreten ist. Die drüben zutage getretene Uebersät- tigung mit deutschen Anleihen und Anlagen hat trotz aller gegenteiligen Behauptungen zum geringsten Teil ihren Grund in der Gestaltung unserer innen­politischen Lage: wie der Amerikaner aus lediglich wirtschaftlichen Gründen, die allerdings von der politischen Entwicklung des Landes beeinflußt wer­den, dem deutschen Kreditgeschäft Interesse zugewen­det hat, so ist auch die momentane Kreditmüdigkeit Amerikas in ihren mannigfachen Ursachen auf rein wirtschaftlichem Gebiet begründet.

In Amerika sind starke Strömungen vorhanden, die vor einer Zinsinflation warnen, und vor einiger Zeit ist ein geheimes Zirkularschreiben vom Han­delsdepartement ausgesandt worden, welches eine größere Zurückhaltung in der Kreditgewährung an Deutschland und an die Welt überhaupt empfiehlt. Nachdem Amerika noch vor kurzem durch die über­mäßige Anhäufung von Kapital und besonders Gold in seinem Lande einer Goldinflation und damit einer allgemeinen Erhöhung des Preisniveaus nahe war, droht heute die Gefahr, daß durch den Zinsen­einlauf großer ausgeliehener Kapitalien eine ernste Schädigung der amerikanischen Wirtschaft herbei­geführt wird. Im Jahre 1914 war Amerika mit fünf Milliarden Dollar an das Ausland, besonders an Europa verschuldet. Während damals dieser Summe keine Ausiandguthaben gegenüberstanden, beziffert sich im Jahre 1924 unter Einrechnung der Kriegs­schulden die Verschuldung des Auslandes an Amerika auf die ungeheure Summe von über 20 Milliarden Dollar. Auf der anderen Seite stehen Amerikas Ver­bindlichkeiten mit nur 3 Milliarden. Auch ohne eine Tilgung dieses Kapitals in Rechnung zu stellen, strömt aus dieser Investition jährlich zirka eine Milliarde Dollar d. h. das Doppelte der jährlichen Goldproduktion der Welt nach Amerika. Die Wirtschaftler sind sich darüber einig, daß eine Ver­zinsung und Tilgung von internationalen Ver­pflichtungen nur durch Warenlieferungen erfolgen können. Eine Berücksichtigung dieses Grundsatzes macht für Amerika eine völlige Revidierung seiner noch immer stark schutzzöllnerischen Handelspolitik not­wendig, um der ausländischen Produktion die Mög­lichkeit zu geben, in größerem Umfange auf dem inneramerikanischen Markt in Wettbewerb zu treten. Dieses Problem ist drüben schon brennend geworden, und nicht zum wenigsten mit Rücksicht auf obige Erwägungen steht in der Kreditfrage die größten­teils schutzzöllnerische Industrie dem freihändlerisch gesinnten Finanz- und Bankkapital gegenüber.

Politisch werden beide Richtungen von der republikanischen bzw. der demokratischen Partei ver­treten. Ihr schon in Gang befindlicher Kampf wird in der Wintersaison des Kongresses zur Entscheidung kommen und muß oerständigerweise zu einem man ist versucht zu sagen direkt zwangsläufigen Er­gebnis im Sinne einer Lockerung der starren Schutz­zollpolitik führen. Amerika und der einzelne, finan­ziell interessierte Amerikaner muß sich der Verant­wortlichkeit seiner QläubigerfteUung bewußt werden. Unb das um so mehr im Vertrauen auf das gesunde Regulativ zwischen zwei so hoch entwickelten In­dustrien, wie sie Deutschland und Amerika besitzen.

Schließlich ist die Frage auch eine international handelspolitische für uns insofern, als ein derartiger Präzedenzfall auf die allgemeine Zollpolitik ein» wirken und die Erfüllung des Dawes-Gutachtens, die ja von der Frage der deutschen Ausfuhrmög­lichkeit angesichts fremder Zollmauern abhängt, er- schweren, wenn nicht unmöglich machen müßte. Warnende Zeichen sind schon bei unseren Handels­vertragsverhandlungen mit Frankreich sichtbar.

Es kommen für die augenblickliche amerikanische Kreditmüdigkeit aber noch gewisse Gründe hinzu,

die in den jeweiligen Verhältnissen der Neuyorker Börse und der eigenartigen dortigen Psyche zu suchen sind. Zunächst liegen dem Amerikaner an und für sich langfristige Finanzkredite an das ferne, unruhige Europa über eine Ozeanentfernung von 4000 Seemeilen nicht. Trotzdem sind sie dort bald nach Annahme des Gutachtens angesichts derzu­sätzlichen", d. h. über dem heimischen Satz liegenden Rentabilität in Mode gekommen, haben jedoch für die Spekulation angesichts günstiger nord- und süd- amerikanischer Spekulationsobjekte an Anziehungs­kraft verloren, zumal sich die Gewinnmöglichkeiten verringert haben.

Auch hat die psychologische Stimmung der Neu­yorker Börse durch die ungünstige Kursentwicklung der im Dezember 1924 ausgeschriebenen Krupp- Anleihe in Höhe von 10 Millionen Dollar gelitten. Schuld an dieser Tatsache ist die oft zu beobachtende mangelhafte Organisation und Vorbereitung deut­scher Emissionen und eine ungenügende Kredit­werbung durch Bankenkonsortien. Wenn auch die Stimmung für deutsche Anlagen zur Zeit etwas abgeflaut ist, so liegt doch kein Anlaß zu einem übertriebenen Pessimismus vor. Es haben sich man­nigfache technische, kapitalistische Beziehungen zwischen beiden Ländern angebahnt, durch die dem deutschen Kapitalbedarf weitere Wege erschlossen werden dürften. Eine Verkennung der Verhältnisse würde e3 aber bedeuten, auf Kreditmöglichkeiten auf dem englischen Markt zu verweisen. Dieser ist durch die Rückkehr zum Goldstandard und langfristige An­leihen für die Dominions festgelegt. Die Situation auf dem internationalen Kreditmarkt beweist ein­dringlich die Notwendigkeit einer intensiven Spar­propaganda in allen Teilen der Bevölkerung, um ein nationales Kreditkapital zu bilden und allen Auslandverschuldungen mit ihren, unserer Volks­wirtschaft abträglichen Folgen zu entgehen.

spd. Maschinenfabrik Moenus QI.-©. Fran ksurt a. M. Die Generalver­sammlung genehmigte den Geschäftsabschluß für 1924 und setzte die Dividende auf 6 Prozent fest. Heber die Geschäftsaussichten teilte die Verwal­tung mit, daß die Lage noch undurchsichtig sei. Olllerdings hätten die ersten fünf Monate des laufenden Jahres mehr Umsätze gebracht als das letzte Jahr in seiner Gesamtheit.

* Einschränkung der polnischen Kohleneinfuhr. Die deutsche Regierung hat das polnische Kohleneinfuhrkontingent für den Juni auf 250 000 Tonnen festgesetzt. In letzter Zeit führte Polen monatlich gegen 450 000 Tonnen Kohlen nach Deutschland aus.

Börsenkurse.

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß, fiurs

Sdjlußh. Abend» ->örk

Schlich. Kurs

Schluhk Mittag 6-tle

Datum:

2. 6.

3 6.

2. 6.

3 6

5®/0 Deutsche NetchSanlekd»

4®/0 Deutsche Ncichsanleihe

0.4725

0.4325

0.4725

0.4525

0,455

0,455

0.455

31/»0/. Deutsche RerchSanloihe

0.475

0,455

0.43

S% Deutsche RetchSanletbe Deutsche Sparprärnienanlethe

0,625

0,29

0,60

0,29

0,65 0.28

0,63 0.29

4e/o preußische Äonsoie . . .

4% Hessen - . .........

0.51 0,60 0.59

0,45

0,60

0.48

0,60

0.45

3/,% Hessen..........

3% Hessen...........

0.62

0.56

Deutsche Werth. Dollar-Anl.^

93,2

92,15

91.75

91.75

dto- Doll-Schatz-Anireisug.')

92,3

92,35

<*/o £ entarten.........

8,40

8.25

8,4

6% Goldmerikaner......

37.25

-

Berliner Handelsgesellschaft. Kommen» und Pnvat-Bank.

126

126

128.70

128

101

100.75

101

101

Dannst. und Nationalbank

124

124

124.25

124

Deutsche Bank.........

123,75

123,9

124

124

Deutsche BeretnSbant ....

75

75

Discomo Connnandit . . .

110.9

111

111,5

111,5

Metallbank..........

94

95,25

Mitteldeutsche Kreditbank. . Oesterreichische Kreditanstalt.

100

100

100

100

7.70

7.6

7,45

7,75

Westbant .........

0,1

0.1

0,2

Bochumer Guß ...»

65.50

65

BuderuS . . .........

60,2

60.25

59,50

59

Caro ...........

63

63

Deutsch-Luxemburg......

Gelsenkirchener Bergwerke. .

84,75

69

81

65

85,25

68,75

83

66

Harvener Bergbau......

Kaliwerke Aschersleben. . . .

116 5

115

116,12

15,40

15

15,62

15.30

Kaliwerk Westeregeln.....

21.5

109

17

16,9

Laurahütte . .......

55

57

55

55,5

Oberbedarf...........

6,5

7

6,70

6,75

Phönix Bergbau.......

Rbeinstabl ..........

Riebeck Montan. .......

102.25

100

102,5

100

84.5

80

84

83

83.9

80,50

83,75

80.25

TelluS Bergbau........

2,8

2,7

Hamburg-Amerika Paket. . .

Norddeutscher Llovd ...

62

67,12

61

67,13

61,5

68

61

67,75

Lheramtsche Werke Albin . .

_

Zementwerk Heidelberg .. .

71,50

72

Philipp Hol,manu......

68

67,5

68.75

68

Anglo-Eonl.-Guano .....

104

106 75

Badische Anilin........

Chemische Maver gioirta ..

128

0,51

127 0,51

128,25

128.50

Goldschmidt ......

97

A 97

97

97,75

GrieS ieimer Electron ...»

118,25

117,13

118,60

117,75

Höchster Farbwerke......

119 50

118.75

119,40

118,50

Hol,vcrkohlnng ........

6,9

7

Rülgcrswerke.........

71.5

71,25

Schcideanstalt ........

110

112

Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft

100.25

97,4

99,50

98

Bergmann .........

Mauikrastwerke........

79.75

78,5

78,5

78.5

78,5

Schlickert......... .

Siemens 4 Halske ......

68.5

>9.2.5

69.5

89

87,5

89.50

88

Adlcrwerke Kleyer ......

2.8

2,90

^,80

2,75

Daimler Motoren. ......

67,25

65,25

68.50

66.70

Heyligenstaedt. . .......

Meguin............

Motorenwerke Mannheim .

42

50,5

41

52

53

51.5

85

frankfurter Armaturen . . .

0,45

0.451

Konservenfabrik Braun . . .

0,91

0.96

1,1

Metallgeselli^aft Frankfurt.

112

2.85

112

2,35

2,4

2,4

Schuhfabrik Her;.......

3.4

»

Sichel..............

4.)

46

45

45

Zellstoff Waldhof.......

10

10,15

10,25

10,25

Zuckerfabrik Franken thal ..

Zuckerfabrik Waghäusel . ..

3,62

3,70

63,25

6.3,75

Frankfurter Abendbörsr.

Frankfurt a. M., 3. Juni. Die heutige Abendbörse hatte gedrückte Stimmung, der Verlaus war schwach. Neue Abgaben, die in verstärktem Maße auf allen Gebieten hervortraten, verursachten am Aktienmarkt wiederum Kurssenkungen, die bis zu 1 Prozent betrugen. Am Anleihemarkt waren Kriegsanleihen angeboten und fetzten die rückläufige Bewegung bis 0,430 fort. Der Pfandbriefmarkt hatte im Feiverkehr Schwankungen zu verzeichnen, wobei sich schließlich neue Einbußen ergaben. Der Börsen­vorstand hat beschlossen, bis zur Klärung der Auf­wertungsfrage die Notierung der Pfandbriefe zu streichen. Die Börse schloß in schwacher Haltung und ohne nennenswerte Umsätze. Deutsche Anleihen: 5proz. Reichsanleihe 0,432£, Schutzgebietsanleihe 6,25, 5prM. Preußische Schätze von 1925 0,25. Aus­ländische Renten: Bagdad II 7,2. Bankaktien: Com­merzbank 100,75, Darmstädter Bank 124, Deutsche

Bank 123,87, Deutsche Vereinsbank 75, Dresdner Bank 10450, Mitteldeutsche 100, Rheinische Kredit­bank 95, Oesterreich!sche Kreditaktien 7,60. Montan- aktien: Gelsenkirchen 65, Mansselder 71,75. Chemische Aktien: Badische Anilin 127, Goldschmidt 97. Son­stige Jndustrieaktien: Eßlinger Maschinen 56, AEG. 97,37, Holzmann 67,50, Gebr. Junghans 79,12, Lah- meyer 71,50, Julius Sichel 46.

Berliner Dorfe.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Berlin, 3. Juni. Die von einem Berliner Blatt gebrachte Mitteilung über neue grund­legende Anträge zur 'Aufwertung der Pfandbriefe teuften die Aufmerksamkeit der Börse erneut auf dieses Gebiet. Die Kurse der auf- wertungsberechtiqten Pfandbriefe unterlagen bei Beginn des Verkehrs durchweg Rückgängen. Die von verschiedenen Seiten an diese Anträge ge­knüpften Zweifel gehen nach unseren Informa­tionen nicht auf den Tatbestand ein. Sie dürften in der zweiten Lesung des Aufwertungsausschus­ses zur Beratung kommen. Die schwachL..Verfafsung des Marktes der Vorkriegspfandbriefe ver­stimmte naturgemäß auch den S t a a t s a n - l e i h e m a r k t, den Kriegsanleihen mit 0,465 er­öffneten. Allem Schutzgeoietsanleihen lagen mit 0,69i fest. Am Effektenmarkt erhielt sich die leichte Befestigung des gestrigen Tages. Verschiedene Gebiete erzielten anfangs beträchtliche fiursaufbefferungen. Zum Ausdruck kam dies be­sonders am Chemiemarkt, während für Montanwerte die bevorstehenden großen Ent­lassungen lähmend wirkten. Beachtenswert waren die Ausführungen der Dresdner Bank über die Börsenlage, die darauf hinwiesen, daß der gegen­wärtige Aktien st and dem inneren Wert der Papiere nicht entspreche und eine Veräußerung des Aktienbesitzes zu jedem Preis ungerechtfertigt sei. Am Devisenmarkt tag die italienische Währung außerordentlich fest. Die Nachricht über den 50 Mil- Honen Dollarkredit Morgans zur Stützung der Lira erhöhte deren Kurs gegen London von 122,60 am Vortage auf 119$}. Demgegenüber lagen Paris und Brüssel recht schwach, auch das englische Pfund gegen Neuyork wieder ermäßigt. Der Geld- markt lag angespannt, was darin zum Ausdruck kam, daß die Geldsätze keine wesentliche Verände­rung erfuhren. Tägliches Geld 81 bis 9 Proz., Mo- natsgeld 9$ bis 114 Proz. Die Mark notierte heute in London 20,40, in Amsterdam 59,26, in Zürich 122,87, in Paris 4,78z.

Devisenmark' BerlinFrankfurt <t OIL (In Dilltonen Mark auSgedrückt. BuenoS-AirrS, London, Neu« hort, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien nnfr vudavest für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einbeiteo.I

Telegraphische Auszahlung.

Vanknoten.

? Jvni

3. Juni

Amtliche Nott rung

Amtliche Notierung

Geld

Bries

Geld

1 Brief

Amst.»Nok!

168 49

168,91

168.54

168,96

Buen.-AireS

1.698

1,702

1.683

1.687

Brss.-Antw.

20.42

20,48

20,30

20.36

Christiania.

70,26

70,44

70,26

70,44

Kopenhagen

78.62

78,82

78,39

78,95

Stockholm .

112,29

112,57

112,28

112.56

HelstngforS.

10 577

10,617

10,574

10,614

Italien. . .

16,645

16.685

17,03

17,07

London. .

20.397

20,449

20,387

20,439

Neuhork . .

4,195

4,205

4.195

4,205

Paris....

20.845

20.905

20,86

20,92

Schweiz . .

81 35

81,45

81,28

81,40

Spanten. .

61.02

61,18

61,07

61,23

Japan . . .

1.740

1,744 0,446

1,721

1,725

Nio de Jan. Wien in D--

0 444

0.448

0.450

Oest. abgest.

59,064

59,194

50,054

59,194

Prag . . . .

12,425

12,465

12.425

12.465

Belgrad . .

6.96

6,98

6.97

6,99

Budapest. . Bulgarien.

5.898

2,985

5,918

2,995

5,6 8 2,995

5,918

3,005

Lissabon .

20 475

20,525

20,475

20,525

Danrig. . . Konstantin.

80 94 !.275

81,14

2,285

80,90 ',265

81.10

2,275

Athen. .

7 333

7.335

7.14

7.20

Berlin, 8. Juni.

Geld

Brief

Amerikanische Noten .....

4,177

4,197

Belgische Noten .......

20,25

20,35

Dänische Noten . .......

78,50

78,90

Englische Noten........

20.36

20.46

Französische Noten ......

20,795

20,895

Holländische Noten......

168,13

168,99

Italienische Noten ......

17,07

17,15

Norwegische Noten......

70,02

70,38

Deutsch-Oesterr., ä 100 Kronen

59.09

59,39

Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

112.00

112,56

Schweizer Noten..... .

81,19

81,59

Spanische Noten..... .

60,85

61 15

Tschechoslowakische Note» ..

12,46

12,52

Ungarische Noten ... ...

5.86

5.88

S:c 'flirtet Getreidebörse. 1 (Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 3. Juni. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 22,25 bis 24,50, Roggen (inländischer) 20 bis 23, Sommergerste! (für Brauzwecke) 21,50 bis 26, Hafer (inländi­scher) 19 bis 23, Mais (gelb) 21,25 bis 23,50. Weizenmehl (inländisches, Spezial 0) 38,65 bis 40, Roagenmehl 31,25 bis 32,75, Weizenkleie 12,75, Roggenkleie 13,70, Erbsen 24 bis 27,50, Linsen 28 bis 36, Heu (süddeutsches, gut, trocken) 9,50 bis 10, Weizen- und Roggenstroh 6 bis 6,50, Treber (getrocknet) 16 bis 16,50. Tendenz: Ruhig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 3. Juni. Der Produktenmarkt war bei starker Zurückhaltung still und neigte weiter zur Schwäche infolge der ungewöhnlich guten Ernteaussichton. Für Mehl zeigte sich kein In­teresse. Cs notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märk. 262 bis 265, do. Juli 265,50 bis 263,50, Roggen, märk. 212 bis 216, do. Juli 213 bis 212, Gerste, märk. 226 bis 242, Futtergerste 200 bis 218, Hafer, märt. 234 bis 242, do. Juli 188,50, Mais, loko Berlin 203 bis 211: für je 100 Kilo: Weizenmehl 33,75 bis 36,25, Roggenmehl 29,50 bis 31,50, Weizen kl eie 13 80, RoggenAeie 14,40, Viktoriaerbsen 23 bis 27, tlcine Erbsen 22 bis 25, Futtererbsen 19 bis 21, Peluschken 18,50 bis 20, Ackerbohnen 19 bis 21, Wicken 20 bis 22,50, Lu­pinen, blau 10 bis 11, do. gelb 11,50 bis 14, Serradelle 13 bis 15,25, Rapskuchen 15,20 bis 15.60, Leinkuchen 22,40 bis 22 80, Trockenschnitzel 9,80 bis 10, Kartoffelflocken 19 bis 19.30.

Ihre Sttthlverstopfnng beseitigen Sie durch Herbex-Kerne, die Eie in Packungen zu 30 Gramm in der Apotheke erhalten. Sicher in der Aniversitäts-Apotheke zum goldenen Engel. Die Bestandteiie sind auf d. Packung angegeb.

Sie beseitigen schmerzlos Verstopfung und Stuhlträgheit, regeln die Danntätigkeit und wirken blutreinigend. Was Großeltern und Eltern geholfen hat, hilft auch heute jln alt Apothek. erhältlich, die Schacht. M. 1.5o]

Extr. Selin. paL 1,5. Extr. Achill, mosch. Aloüi Absynth. ia 1,0. Extr. Trif. Gent, aa OS. Pulv. red.

Gent. Trif. aa q.. f. pil. 50.

Seit 50 Jahren bekannt und beliebt in fast jeder deutsch. Familie als einziges zuverlässig wirkendes Hausmittel sind d. echt. Apothek. Richard Brandt*!