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Bullenaultion

mermarkt

50 QKart, Läufer

Schotten, 3. 3uni. Gestern fand der alljährlich wiederkehrende Prämiierungs­markt in einem Umfang tote nie zuvor statt, werkel, die Preise be-

Züchtern ein lebhaftes 3ntcreffc bemerkbar für die Delchickung des Marktes. die aller Voraus- sicht nach diejenige des vorigen. Jahres wesentlich übertreffen wird. Demgemäß werden auch die

&rciö Alsfeld.

W Alsfeld, 3. 3uni. Die Vorbereitungen für den am Montag. 6. 3uli, stattfindenden P r a» mienmarkt sind in vollem Gange. Die Ver­anstaltung wird diesmal insofern ein besonder:« Gepräge erhalten, als die neu erbaute städ­tische Festhalle zum ersten Male für die Zwecke des Prämienmarttes dienstbar gemacht werden wird, womit man einem dringenden Be­dürfnis für die weitere Ausgestaltung des Markte« Rechnung trägt Schon jetzt macht sich in den landwirtschaftlichen Kreisen und bei den

Zuchtmaterial zur Schau bringen. Luch für die sportl iche Veranstaltung, das Pferde­rennen. die Reil- und Fahrkvnkurrenz macht sich reges 3ntereffc bemerkbar Die Rciicrabicilung des Kreispferdezuchivereins trainiert bereit« leit einigen Wochen eifrig. Da voraussichtlich mit einer wesentlich stärkeren Beteiligung für das Rennen als im vergangenen 3ahre zu rechnen ist. werden die Ehrenpreis: verdoppelt werden müssen. Durch die neu errichteten Kraftpost - linien ist den Marktbesuchern eine wesentlich bessere und bequemere Möglichkeit zum Besuch des Prämienmarktes gegeben. Luch werden an dem Marlttage Sonderfahrten der Post­autos je nach Bedarf stattfinden.

Streik Büdingen.

Bad Salzhausen, 3. 3uni. Der Obergärtner Becker. eine als Dogelliebhaber und -schützer bekannte Persönlichkeit, , ist jetzt 25 3 ahre am hiesigen Platze t i g. LlS Leiter der gärtnerischen und parklichen Anlagen unseres Bades hat er sich große Verdienste erworben. Wenn heute die gesamten Anlagen einen überaus freundlichen und gefälligen An­blick bieten, so ist es nicht zuletzt sein Verdienst, allzeit mit sachverständigem Blick und künst­lerischer Gestaltungsgabe für das Geschmackvolle und Schöne gewirkt zu haben.

Hcffcn-Naffau.

fpd Staiger, 3.3uni. Der dreizehnjährige Schüler Theodor Born stürzte auf dem Ge- fände der Saigerer Süttc in einen mit sieden­dem Wasser gefüllten Abflußgra- ben. Der Unglückliche verbrühte am gan­zen Körper und starb unter den gräßlichsten

Schmerzen. . _. I

spd. Frankfurt a. M.. 3. 3um. Die I

Städtische A u t o b u s g^s e l l s ch a f t beab- sjchtigt. ihren Betrieb, der zunächst nur für Frank­furt vorgesehen war, auch auf den Verkehr mit zahlreichen Rachbarorten auszu- dehnen. Es sollen Omnibuslinien eingerichtet wer­den nach Schwanheim a. M., Griesheim. SM)ft a. M.. Fechenheim, und weiteren Orten der Mainebene und des Taunusgebietes. Lls eine I der ersten Linien wird die nach Cronberg in Betrieb gesetzt, da die Stadt Cronberg mit einem Kapital von 150 000 Mark der Frankfurter De- triebsgesellschaft beigetreten ist. Die Rachfrage nach Eintrittskarten für den am Sonntag im Stadion stattfindenden Endkampf um die deutsche Fußballmeisterschaft ist der- art stark, daß in den Vorverkaufsstellen schon seit Dienstag keine Karten mehr zu haben sind. Die Futzballvereine von Frankfurt und der weiteren Umgebung haben für ihre Mit­glieder die Karten gleichvereinsweise" bezogen. Die Straßenbahn läßt am Sonntag nicht weniger als dreizehn Linien in Zwischenräumen von einer halben Minute pro Wagenzug nach dem Stadion | laufen, um des Masfenbetriebes Herr zu werden. Don verschiedenen Städten sind Sonderzüge an- gemeldei. Der 3ngcnieur Georg D r a u n. Oppenheimer Landstraße 52. gab sich Sandwerks­meistern gegenüber als Bevollmächtigter Der Eisenbahnverwaltung aus. schloß mit ihnen Lieferungsverträge ab und ließ sich von den Leuten Darlehen geben. Schließlich kamen die Betrügereien, die Braun in fast allen Orten des Eisenbahndirektionsbezirks verübte, zur Kenntnis der Verwaltung. Braun wurde heute vormittag verhaftet. 3m nahen Reu-3senburg stahl nächtlings ein Arbeiter aus dem Versandraum einer Wurst­fabrik große Mengen Konserven und staute sie zu Sause auf, wo sie von der Polizei später gefunden wurden. Der Dieb hatte seine Raubzüge schon seit langen Monaten aus­geführt. ___________

Buntes Allerlei.

Das vulkanische Japan.

Da, wo sich die 3nsel Safran im wesentlichen von Osten nach Westen erstreckt, befinden sich die Gebiete Rifrpons, die am häufigsten von Erdbeben heimgesucht werden. Dort erstrecken sich die Bezirke Tokios und Vokvhama«, die, wie noch allgemein erinnerlich sein wird, in den ersten Sefrtembertagen des 3ahres 1923 von einer großen Erdbebenkatastrophe verwüstet wurden und westlich davon liegen die Küste.i- städte Osaka und Kobe, die der jetzigen Erd­bebenwelle zum Opfer fielen.

Dieser Süden 3apans ist am meisten von solchen Verheerungen bedroht, aber die unter­irdischen Gewalten lauern unter der ganzen Insel. Man weiß, daß nach dem großen Un­glück von 1923 kleinere Erdstöße die Bevölke­rung dauernd daran erinnerten, daß sie sich auf einem heißen und gefahrvollen Boden be-

fanbe. 3afr.:n ist das klassische Land der Erd­beben. es bildet eines der wichtigsten Glieder in dem großen vulkanischen Gürtel, der Den Stillen Ocean umgibt, etwa zwanzig tätige und Sunderte von toten Vulkanen sind über Die Infel verstreut. Aber der ständig drohenden Gefahr Santi 3apan auch manchen Segen; die Duttane sind nicht nur Dlächte die allein an Zerstörung denken. Der vulkanischen Formation seiner Landschaft schuldei das Jnsesieich sei« groß: und üppige Fruchivarleit. die Blüte feiner Landwirr'chafl und drn unerhörten Reichtum an kräftigen heißen und heilenden Quellen, um die sich zu den Badezeiten c n buntes Bild ursprüng­lichen japanischen Dolkscharakters entrollt.

Marr auf Chinesisch.

Sin Chinese, der wegen kommunistisch« Umtriebe Tsingtau verlassen mußte und jetzt in San FranziSko lebt, hat eine Übersetzung des 1 Bandes von dem ..Kapital", dem Saufrk- werk von Karl Marx, ins Chinesische vollendet, und es ist ihm auch gelungen, dafür einen Ver- Icger zu finden . Bei den chinesischen Buchhänd­lern sind so zahlreiche Vorbestellungen eingc- laufen, daß die erste Auslage von 1000 BändeW schon vor dem Erscheinen verkauft war.

Äusgetrieben waren 652 5' wegten sich zwischen 35 Bi. kosteten 80 bis 85 Mark. An Rindvieh waren 160 Stück aufgetrieben. Die Stadt hatte eine Prämiierung von Vogelsberger und Simmenthaler Dullen und Rindvieh abgehalten und konnte zahlreiche Preise an statt­liche Exemplare verteilen. Luch eine Ziegenpra- miierung konnte stattfinden. Die Landwirtschafts- Kammer und deren Ausschuß von Oberhelsen waren vertteten. Rach der stattgehabten. Ver­losung entwickelte sich ein lebhaftes Volksfest.

-j- Rainrod, 3. 3unL 3n der gestrigen Ziehung der SchottenerPrämienmarkt- lot ter ei fiel der 1. Preis, eine wertvolle Schlafzimmereinrichtung, einem hiesigen Bürger zu.

Abend gute Rächt" mit weicher Stimmung borge tragen und ubie einen ganz betonteren Zauber uaf die Stimmung der Zuhörer au«. Xcicher Beifall von den Kranken und ben an­liegenden Bewohnern der Plockstraße. SelterSwcg und Reuenweg lohnte die Ausführenden. Au' die Ditte, auch einmal an einem Sonntag-Rach­mittag solch fröhliche Stunden den Kranken zu bereiten, wurde Erfüllung gerne zugesagt.

Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Viehmarkt: 18 Kühe, 861 Kälber. 111 Schafe. 1077 Schweine.

Landkreis Gießen.

ri. ft l o ft e r Arnsburg. 3. Juni. Das große Arnsburger Jahresfest, das gestern hier stattfand, erfreut sich von Jahr zu Jahr eines fieigendcu Besuches. Es waren etwa 35004000 Oberhcffen aus allen Orten der Wetterau, die sich dieses Jahr zur Feier im Walde eingefunden hat­ten; ein erfreuliches Zeichen war es, daß unsere Jugend beiderlei Geschlechts zahlreich vertreten war. Der Posauncnchor Lang-Gons, unter Lei­tung von Weibbindermeister Boller, begleitete die gemeinsamen Lieder mit hehrem ftlang. Rach einer von «tiftspfarrer S ch o r l e m m c r - Lich ge­haltenen Psingstliturgic sprachen Pfarrer Probst von Frankfurt und Obertirchenrat Zentgraf von Darmstadt. In der Rachoersammlung unter den Linden des ftlosterhoses erstattete Stiftsdechant Lenz-Lich den Jahresbericht, der zeigte, daß die egensreiche Arbeit in dem Rettungshaus Arnsburg ich in gesunden Bahnen bewegt. Die Anstalt be- -erbergl zur Zeit 47 Mädchen, die 4 Diakonissen und einer Lehrerin anvertraut sind. Pfarrer Nr obst ließ in der Rachversammlung noch einen Blick tun in seine Arbeit in der Großstadt, und Oberkirchenrat Zentgraf überbrachte die Grüße des evangelischen Landesbischoss Prälat D. Dr. Diehl und des Superintendenten für Oberhesten Oberkirchenrat Wagner, welche beide am Er- scheinen verhindett waren. Der Äerkehr in Kloster Arnsburg war jo groß, daß die Rebenbahn Lich Butzbach am Abend von Muschenheim aus nach Butzbach einen Sonderzug fahren ließ. An das Jahresfest schließt sich die bis Freitag wahrende Arnsburger Bolksmisfionswoche. in der im Anschluß an verschiedene Vorträge täglich vormittags und nachmittags Aussprachen über Fragen des religiös-kirchlichen Lebens stattfinden.

v L o n d o r f, 3. 3uni. Bei dem am zweiten Pfingstfeiertagc in Deue r n ftattgefunbenen Wertun gssingen kam der hiesige Ge­sangvereinFrohsinn" in der ^-Klasse an erste Stelle. Der Ar beitergesang- vereinUnion" kam in der 6-Klasse an zw e i te Stelle. Der erstgenannte Verein steht unter der Leitung des Musiklehrers Kaste n aus Gießen, der Arbeitergrsangverein steht unter der Leitung des Musikers Schomber aus Deuern.

Kreis Friedberg.

sf. O f s e n h e i m b. Friedberg. 3. Juni. Der so beliebte Wäldchestag in dem Ossenheimer Wäldchen, der schon seit vielen Jahren am 3. Pfingslseiertage eine beliebte Zusammenkunft der Wetterauer Bevölkerung bildet, hat auch in diesem Jahre bei dem schönen Sommerwetter seine Anziehungskraft nicht eingebüht. Eine oielhundert- köpfige Menge hatte sich in dem schönen, schattigen Hochwalds versammelt, um einige Stunden in harmloser Fröhlichkeit zu verleben, auch für die tanzlustige Jugend war bestens gesorgt. Allerdings hat sich Der ganze Charakter des Festes etwas ver­schoben während früher besonders die Gutsbesitzer tarnen, sieht man diese jetzt fast nicht mehr; das ganze hat mehr den Charakter eines Volksfestes für jedermann angenommen.

Kreis Schotten.

vorgesehenen Prämien in den einzelnen Tier- gattungen erhöht werden. Die mit dem eigent­lichen Pferdemarkt verbundene Fohlen- und ' t i o n , der Ziegen- und Läm- werden diesmal hervorragendes

Ein japanischer Kaisersohn studiert io Oxford.

Prinz Vasuhito Ehiohibu. der zweite Sohn deS Kaisers von Japan, ist von Songkong abge­fahren. um sich zu einem zweijährigen Studium nach der Universität Oxford zu begeben. ES ist das erstemal in der Geschichte Japans, daß ein Mitglied der kaiserlichen Familie feine Aus­bildung im Ausland erhält. Dor der Abfahrt des Prinzen fand ein feierlicher Gottesdienst statt, bei dem der Geist seiner kaiserlichen Ahnen auf den jungen Studenten herabbeschworen wurde, um ihn auf seiner Fahrt zu geleiten. Alle Prinzen de« kaiserlichen SauseS nahmen auf dem Dahnhof von Tokio von ihm Abschied.

Aus dem -Lmtsvcrkündigungsblatt.

' Das AmtsverkündigungSblatt R r. 4 4 vom 2. Juni enthält folgende Dekanat- machungen: Tagung des Provinzialtags. Vieh­märkte zu Grünberg und Aliendorf a. d. Lda. Aufgehobene Straßensperre in Klein-Linden. Feldbereinigung Rabertshausen. Dienstnach­richten.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Umschau".)

Freitag, 5. Juni:

12 Uhr: Rachrichtendienst. 3 und 4 Uhr; Wirtschaftsmeldungen. 4.20 Uhr: Rachrichten­dienst. 4.30 bis 6 Uhr: Sausfrauen-Rachmittas in Musik und Wort. Programm u. a.:Die Sau«- frau als Gärtnerin", Vortrag von Gartenmeister Schablitzch. 6 Uhr: Wirtschaflsmeldungen 6 bi« I 6.10 Uhr. Juristenfunk. 6.10 bis 6.30 Uhr: Stenographischer Fortbildungskursus für alle Sy­steme (Diktat von 80 Silben aufwärts) 6.30 btS 1 Uhr: Die Lesestunde (Meisterwerke der Well­literatur): AusSoll und Haben" von Gustav Frehtag (Fortsetzung). 7 bis 7-15 Uhr: Die De- sprechung. 7.15 bis 7.30 Uhr: Esperanto-Unter­richt. 7.30 bis 8 Uhr: Die Bücher st unde. 8 biS 8.30 Uhr: Übertragung von Kassel: Vortrag von Dr Rudolf SalloDie Drüber Grimm und die Kasseler Rlärchensrau". 8.30 Uhr: Drei alte Schachteln (Operette in einem Vorspiel und drei Allen von Walther Kollo).

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem I Publikum geg ' inttoortung.)

Klagen aus der Kaiserallee.

Seit einiger Zeit ist die ft a t f e r a 11 e e in er­höhtem Maße Schauplatz für mitternächtliche Sportveranstaltungen". So wurden seither häufig nach dem Leerwerden verschiedener LokaleGe- sangswetstreite" in allen möglichen Tonarten ausgetragen. Dazu trat vor einigen Rächten nach 12 Uhr ein z. T. erfolgreiches Stockwerfen auf die elektrischen Straßenlampen als Zielscheibe. In der Nacht zum Mittwoch gegen 121 Uhr vergnügten sich zwei kurz auseinander folgende Gruppen junger Leute (teilweise in Sportkleidüng) damit, die in der Straße längs der Einfriedigungen lagernden Guß- rohre quer auf die Strahenmitte und den Fuß­steig zu rollen, wobei es wiederum recht lebhaft zuging. Bald darauf heimkehrende friedsame Bür­ger schassten die Rohre wemastens soweit zur Sette, daß sonst unausbleibliche Unglücksfälle vermieden werden konnten. Es wird allerhöchste Zett, daß hier einmal nach dem Rechten gesehen und der nächtliche Unfug eingedämmt wird. m ,

Einer für Diele.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

3fr. ReligionSgesellfchaft. Sabbatfeier, 6. Juni. Freitag abd. 7.45, Eamslag vorm. 8.00, nachm. 4.30, Sabbatausgang 9.30. WochengotteSdienst morg. 6.30. abends 7.00.

ftatt. Aus der Tagesordnung stehen folgend? Angelegenheiten; 1. Dirnsteinwefturg fcr

vinzialtagsmitglieder Lenz. Frtednch, Orlen- berg, und Schäfer, Jakov, Dad-^rauhemi.

2. Rechnung übet Einnahmen und Ausgaben der Provinz Oberhessen im Rechnungsjahr 1923. 3. Voranschlag über Einnahmen und Ausgaben der Provinz Oberhessen im Rechnungsiaar 192.0. In Verbindung hiermit: Kreisstraßenneubau Pfordt riech der Kreissttahe .Schlm Summen Fulda" und Strahenneubau .Langd-Ulfa . 4 Rechnung über Einnahmen und Ausgaben des Wasserwerks Inheiden im Rechnungsjahr 1923. 5 Voranschlag über Einnahmen und Ausgaben des Wasserwerts Inheiden im Rechnungsiahr 1925. ö Rechnung über den Ausbau des Ueberland- werls Oberhcssen in den Rechnungsjahren 1922 und 1923 7. Rechnungsabschluß über Einnah­men und Ausgaben des Ueberlai'.dwcrts Ober­hessen (Betrieb» im Rechnungsjahr 1923 und Goldmarl-Erössnungsbilanz auf den 1. April 1924. 8 Voranschlag über Einnahmen und Ausgaben de« Ueberlandwerks Oberhessen im Rechnungs­jahr 1925. 9. Antrag auf Bewilligung von Dau- mttteln für das Uebeclandwerk. 10. Antrag auf Bewilligung einer Beteiligung an her Gründung einer Luftverkehrsgesellschaft Oberhessen-Lahngau Aktiengesellschaft.

D t e Sperrung der Kreis st raße K l e i n 2 i n 0 c nD utenhos en (Ortsdurch­fahrt Klein-Linden) ist vom KreiSaml Gießen wieder ausgehoben worden.

Grashalme soll man nicht in den Mund nehmen, weil man sich_ dadurch der Gefahr einer Infektion durch den Strahlen­pilz, Actinomyes, aussetzt. Gerät dieser an Gräsern, besonders an Getreide oorkommende Pilz in die Mund- oder Rachenhöhle, so ruft er hier, wie auch an den Mandeln, im Darm, bisweilen auch in der Lunge gefährliche Eiterungen oder, wie bei Tie­ren, Gewebeoerhärtungen hervor, die als Unter- krefergefcl,wulst und Holzzunge bekannt sind. Die Actinomykofe ober Ermekrankheit, die zum Tode führen kann, wenn nicht rechtzeitig ärztliche Hilfe cingreift, kann verhütet werden, wenn jeder in feinem Kreise auf die Gefahren aufmerksam macht, welche mit der Unsitte verbunden ist, Aehren oder Grashalme in den Mund zu nehmen, oder an Ge­treidekörnern zu kauen

'* Der Gießener Radsahrer-Dcr- ein 18 85 begeht am 6., 7. und 8. ds. Mts. fein 40. Stiftungsfest. Am Samstagabend veranstaltet er auf der Liebigshöhe einen Begrüßungsabend mit Bannerweihe, Sonntag früh folgt das über 186 Kilometer führende Rennen um die Landesoer. bandsmeisterfchaft des Landesverbandes Hessen mit Start um 6 Uhr morgens am Feldschlößchen, nachmittags werden u a. die Meisterschasten im Saalsport ausgefahren. Jugend-Wettbewerbe und ein großes Feuerwerk sind für Montag vorgesehen. Weitere Einzelheiten der bemerkenswerten Beran- ftaltung sind aus dem heutigen Anzeigenteil er­sichtlich.

RDV. Vier Monate Gefängnis für einen Steinwurf. Der leider noch immer bestehende Unfug, auf fahrende Züge zu werfen unb zu schießen, läßt es angebracht erscheinen, nachstehendes Gerichtsurteil als warnendes Dei- spiel der Oefsenllichkeit bekanntzugcben: 3m Ja­nuar d. 3. wurde auf der Strecke ReustKöln ein Güterzug mit Steinen beworfen. Ein Stein traf das Brems Haus des letzten Zugwagens, in welchem der Bremser glücklicherweise unverletzt blieb, dagegen wurde eine Fensterscheibe des Bremshauses zertrümmert. Gegen den Täter, der in der Person eines 18jährigen jungen Man­ne« ermittelt werden konnte, wurde daS gericht­liche Derfahr-en wegen vorsätzlicher Eisenbahn- transportgefährdung mit dem Erfolge eingeleitet, daß er vom Schöffengericht in Köln wegen Ver­gehens gegen § 316 des Strafgesetzbuches zu einer Gefängnisstrafe von vier Monaten kostenfällig verurteilt wurde. Rur dem Umstande, daß der Verurteilte offenbar nicht aus verbrecherischer Rcigung, sondern aus Leichtsinn und Unerfahren­heit die Straftat begangen hat. hatte er es zu verdanken, daß die Vollstreckung des Urteil« ausgesetzt wird. Voraussetzung hierbei ist jedoch, daß er sich durch gute Führung während der ihm zugestandenen Bewährungsfrist eines zukünftigen Gnadenbeweises würdig zeigt und eine Buße von 50 Mark zahlt. Da der Unfug des Werfens unb Schießens auf fahrende Züge besonders von Minderjährigen verübt wird, wäre es erwünscht, wenn die Lehrpersonen die Schulllndcr wieder­holt an der Sand vorstehenden Beispiels ent­sprechend belehren und verwarnen würden.

Eine schöne Pfingstfreude. ei­nige fröhliche Stunden wurden den Kranken, Schwestern und Angestellten des Evangelischen Schwesterhauses unserer Stadt am Abend vor Pfingsten bereitet. Sier fanden sich die Mit­glieder des Verein«Wanderlust" (Mandolinen- und Streichchor) zu einem musikalischen Abend im Garten des Schwesternhauses zusammen. Rach Eröffnung durch einen flott gespielten Marsch wechselten eine Reihe schöner DortragSstücke mit Volksliedern ab. Ganz besonders zu erwähnen wärenPhantasie aus der Oper Martha" von Flotow, »Großmütterchen erzählt" von Ritter, Preußens-Gloria,Blumen an der Brigcach" von Wetter u. a. m. Zum Schluß wurdeGuten

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