Deutschland. Eingangs seiner Ausführungen stellt« .r den 9.11.1918 dem 26.4.1925 Gegenüber. Heute leben wir eine Staatsautorität, die innerlich flrt teftiot ist und der die Gefahren eines Bolschewisnws nichts anhaben können. Eine Entwicklung, die folgerichtig und stetig fortgeschritten ist. Die von der Deutschen Oolf spartet betriebene nationale Real- Politik hat sich als richtig erwiesen. Zu ihr betennen sich heute auch ihre einstigen Gegart Das Ergebnis der Präsidentenwahl zeigt am deutlichsten den Unter, schied in der Einstellung des Dol es zwsichen dem Herbst 1918 und dem Fruhiahr 1925. Nach einer furzen Schilderung der 'Berliner Verhandlungen aelegenUich der Neichspräsidentenwahl zeichnete er trejfenb dir Stellung, die dos Zentrum be» diesen ,anzcn Verhandlungen eingenommen hat. Wie erhebend demgegenüber der Empfang des Reichsblocks bei Hindenburg in Hannover. Ireffend rechnete er mit den Wahllügen der Gegner der Sandidatur mnbenburg ab. Heute zeigt sich, daß fein neuer Nurs eintriU. sondern daß das bewährte Sabinen u iher Ltresemann mit der Unterstützung des neuen Reichspräsidenten die Geschicke Deutchlands in der .>) nb behält. Auch hier eine bedeutende Entwicklung von her Opposüionseinstellung einzelner Parteien 3 ir verantwortlichen Mitarbeit. Es ist dies der beste B.'weis, daß die Slabllisterung der inneren Der- häUnifie gute Fortschritte macht. Reicher Beifall bnnric dem Redner für seine tiefgrünbigen 'Aus- n.hrungen. In der anschlietzenden Diskussion konnte noch auf manche Frage Aufklärung gegeben werden.
• Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtyiehmarkt^ 372 Ochsen, 58 Bullen, 919 Färsen und Kühe, 484 Kälber, 28 Schafe, 2818 Schweine.
Landkreis Gießen.
]) Xi i d), 2. Mai. In der jüngsten Sitzung des Ltadtoorftandes brachte der Bürgermeister den Voranschlag für das Rechnungsjahr 1925 zur Vorlaae. Die Gesamt- juhimc aller Einnahmen und Ausgaben beträgt 222 821,53 Mk. Davon entfallen auf die Betriebs- icchnung 207 400 Mk., auf die Dermögensrechnung 15 421,53 Mk. Dos Gesamtbild ist im allgemeinen dasselbe wie im vorigen Jahr. Das gilt auch von dem UnUagebebarf. Im einzelnen ist folgendes bemerkenswerte Lin bei Abschluß der Rechnung für 1923 verbliebener Barbestand von 9588,41 Mk. wird, nachdem er noch aus laufenden Mitteln um 2000 Mark verstärkt worden ist, als Betriebskapi- t a l verwandt. Die Einnahme aus G e b ä u • beu und Grundstücken beträgt 7940 Mk.. denen 8903 Ml. Ausgaben gegenüberstehen. Diese Ausgaben sind bedingt durch größere bauliche Un- lerhaltungsarbeiten. U. a. soll auch der Stadtturm einer Reparatur unterzogen werden. Die hierfür erforderlichen größeren Mittel will der Bürger- meister im Xiaufc von vier Rechnungsjahren an« sammeln und bann die Arbeit vornehmen lassen. Die Einnahme aus den städtischen Waldungen beträgt rund 100 000 Mk. Diese hohe Summe märe nicht erreicht worden, wenn nicht durch die Windfälle in den letzten Monaten wettere Holz- nerfäufc möglich gewesen wären. Die Ausgaben, die aus dem Walde ruhen, sind ganz bedeutend. An den Staat werden bezahlchkbsik umlhwrdgov um vt60 Ml. Die Gleichfalls auf dem Walde ruhenden Steuern einschl. der Umsatzsteuer betragen fast 10 000 Mk., 17 000 Mk. werden für Holzhauerlöhne benötigt und 12 000 Tlf. zur Auszahlung des Orts- biirgernutzens. Rechnet man dazu die Kulturarbeiten. Wegeverbesserungen usw., dann kommt man ans die erstaunliche Summe von etwa 54 000 Marl An Iagdpacht werden 2000 Mk. eingenommen. Bei der Schäferei beträgt die Einnahme 1000 Mk., die Ausgabe 1532 Mk. Die Einnahme an Wassergeld beträgt 12 280 Mk, und ist gegenüber dem vorjährigen Ergebnis etwa 10 Prozent höher. Die Wasserversorgung, die früher Zuschußbetrieb war, ist jetzt infolge Entwertung der Anleiheschulden zu einem Ueberschußbetrieb geworben. Oie Ausgabe für die allgemeine Verwaltung beträgt 25 500 Mk.. für die öffentliche Sicherheit 8650 Mk. Für öffentliche G e - sundheitspflege sind 1900 Mk. angefordert, für Feuerlöschzwecke 1000 Mk. Für die a l l- gemeine Armenpflege sind 9200 Mk. nötig. Oie sachlichen Schulkosten betragen 13 000 Mark. Das Schulgeld für die auswärtigen Fortbildungsschüler ist auf 10 Mk. jährlich festgesetzt. An Aufwendungen für die eoangel. Kirche sind 1000 Mk. notwendig. Die Unterhaltung des Friedhofs erfordert 1040 Mk. Größere Mittel find für die Straß en Unterhaltung ausge» morsen. Für Verbesserung des Feldweg- netzes beträgt die Vorsehung 4000 Mk., während für die Straßen und Fußsteige innerhalb der Stadt 7200 Mk. vorgesehen sind. Die Kosten der Straßenbeleuchtung einschl. Reparatur sind mit 2800 Mk. eingestellt. Zur Unterhaltung der Kanäle sind 2500 Mk. erforderlich. Die Ausgaben für landwirtschaftliche Zwecke beziffern sich auf 13150 Pik. Unter der Bezeichnung s o - ;iale Fürsorge werden die Unterstützungen für Klein- und Sozialrentner, wie auch für Erwerbslose berechnet. Hier beträgt die Ausgabe 14 240 Mk., von denen der Kreis, Staat und Reich
11015 Mk. wieder zurückersetzen. Sie Sonderst e u e r vom bebauten Grundbesitz wird in voller Höhe zur Erbauung eines größeren städtischen Mietshauses verwendet. Der Ertrag der Hundesteuer ist mit 1700 Mk., derjenige der Grunderwerbssteuer und der D e r g n ü • gungsfteucr mit 1400 Mk. eingestellt, wahrend die von der Stadt zu leistenden Steuerzahlungen (die Umsatzsteuer ungerechnet) 8700 Mk betragen. Die voraussichtlich zur Uebertneifung gelangenden Reichs steuern find fchätzungsweife mit 26 000 Mark angenommen. Die zur Erhebung beschlosiene Umlage hat eine Höhe von 20873,75 Mk. Für Verzinsung alter und neuer Anleihen ist ein Ausgabeposten von 12 500 'JÄL vorgesehen Zur Kapitalisierung kommen als Wasserleitungs- o n d s 1000 TU., als F r t e d h o s s f o n d s 100 Diart, alsKanalisationsfonds 500 Mk. und als Mobiliarerneuerungsfonds 200 Mark. Der Stadtoorstanb nahm im allgemeinen fast debattelos die einzelnen van dem Bürgermeister gemachten Ansätze an. Lediglich bei Wege- und Gebäudeunterhaltung wurde eine kleine Verschiebung beschlossen, die am Reservefonds ausgeglichen worden ist. Die Ve r m ö g e n s r c d) n u n g enthält im Rechnungsjahr 1925 keine größeren Zt'- fern. Der Bürgermeister erklärte, datz die in der Vermögensrechnung für 1924 vorgesehenen große- ren Unternehmungen erst zu einem geringen Teil ausgesührt sind und er es nicht sur zweckmäßig hatte, zu dielen unerledigten Projekten noch weitere 'hinzuzufügen, solange nicht die Möglichkeit bestünde, durch Aufnahme einer langfristigen Anleihe zu annehmbarem Zinsfuß die vorgesehenen Pläne zu verwirklichen. 'Rach Beratung des Voranschlags fanden noch verschiedene kleinere Gegenstände ihre Erledigung.
Kreis Aricdbcrg.
sf. Friedberg, 2. Mai. 3n der jüngsten Stadtverordnetenfitzung wurde der Antrag des Finanzausschusses auf Erhöhung der Pachtpreise für die Kleingärten auf 3 bis 3,5 Pf. für das Quadratmeter abgciehnt und die seitherigen Pachtpreise beibehatten. .— Einigen hiesigen Einwohnern, denen bereite früher ein Baudarlehen gewährt wurde, die aber mit demselben den begonnenen Bau nicht durchführen können, soU ein Aachschuh gewährt werden, und zwar für die ersten drei 3aorc zu 5 Pro-., für die folgenden zu 10 Pro-. — DaS Museum hat eine alte, sehr interessante Kelter angekauft, die in dem S 1 e i n h o f e Platz finden soll: einige dadurch verursachte bauliche Cßcränberungen, die einem Kostenaufwand von etwa 1600 Mk. verursachen, wurden genehmigt. — Die Kreiswasen- meifterci, die sich in der ASHe der Stadt nach Süden zu befindet, wird durch die Ausdehnung der Stadt nach dieser Richtung immer lästiger empfunden, um so mehr, als sich zu gewissen Zeiten und bei entsprechender Windrichtung die üblen Gerüche sehr bemerkbar machen. ES ist deshalb schon lange das Bestreben der Stadt, die Anstatt ganz von dieser Stelle zu entfernen. Beigeordneter W i n d e ck e r berichtete über seine Berhandlungen mit dem Kreisamte, das Angebot eines früheren Pächters, auf eigene Rechnung eine Düngerfabrik zu errichten, ist vom Kreisausschusse abgelehnl worden. Obgleich das Kreisamt versprochen hat, alle Mittel zu ergreifen, um die Mißstände zu beseitigen, 'st man doch allseitig der Ansicht, daß die Entfernung der Stadt mtt allen Mitteln erstrebt werden soll. — Zu der von der Stadt einzurichtenden Kehrichtabfuhr haben sich bis jetzt ungefähr 600 Teilnehmer gemeldet, die Ausgaben und Einnahmen werden sich ungefähr decken; der Antrag des Stadtverorlnreten 3 a F o b auf obligatorische Einführung der Kehricht- abfuhr wurde abgelehnt. — Der praktische Arzt Dr. Balser soll von dem Kreise als beamteter Schularzt angestellt werden; diese Tatsache wurde allgemein mit Freuden begrüßt. Die Stadt bewilligt für die Untersuchungen einen passenden Raum und die Anschaffung der vorerst nötigen Instrumente und Apparate. — Der Friedberger Einzel h andel hat in einem Schreiben Beschwerde gegen die nach auswärts vergebene Lieferung von Kolonialwaren geführt; der Bürgermeister verlas die Preise der auswärtigen und die der hiesigen Firmen, welche allerdings ganz beträchtliche Unterschiede ergaben, so daß der Bürgermeister eS nicht glaubte verantworten zu können, die hiesigen Firmen zu bevorzugen. Für die Zukunst sollen derartige Lieferungen ausgeschrieben und die Friedberger Geschäftsleute nach Möglich- kett bedacht werden. — Die Bewohner der B a r - baravorstadt wollen einen alten Brauch wieder einführen und in diesem 3ahre zum erstenmal wieder eine Kirchweihe abhalten; sie suchen deshalb um Uebetlaffung eines geeigneten Festplatzes nach. Es soll ihnen eine Wiese in der Nähe der Falkschen Wühle zum Pachtpreise der Grasnutzung überlassen werden.
• Butzbach. 2. Wai. 3n diesen Tagen fand bei der Damag-Meguin die feier
liche ilebettctdiung der Gesellenbrief« statt. Sämtlich: Lehrlinge (20), ksie sch zur Prüfung gemeldet hatten, wurden gugclaffen: 14 Schlosser. 3 Dreher, 2 Clellromonteure 1 Werkzeugschlosser. Es bestanden 19 Prüflinge, davon 9 mit der Note gut".
Bad-Rauheim. 2 Mai. Die jüngste Sitzung Der Stadtverordneten, die sich von 5 Ubr nachmittags bis 9 Uhr abrnds hinzog. nahm teilweise einen recht stürmischen Verlauf. At scheinend belanglose Punkte der Tagesordnung führten zu recht erregten Auseinandersetzungen. Besonders die Linke nahm wiederholt Anlaß, durch Zwischenruse den Bürgermeister zu kritisieren. der seinerseits aber alle Anrempelungey ganz entschieden zurückwies. Es wurden die folgende Beschluss: gefaßte Der Staat, der feltber 15 Pf. für den elektrischen Strom erhielt, fordert rückwirkend vom 1. Januar 1925 nunmehr 19 Pf. Die Versammlung erklärte sich mit der Zahlung des Strompreises i n ft & h e von 1 14 P' einverstanden Für Abwässerungs
arbeiten in der Blücb:rstraße. wo zwischen Mittel- und Homburger Straße Renen- und Schnii'tzwafserkanäie angelegt werden sollen, forderte die Verwaltung 16 500 Mk. Der Antrag wurde angenommen, aber erst noch längerer Aussprache. die sich im allgemeinen mtt grundsätzlichen Fragen der Bautätigkeit und des Straßenbaues b'fchäftigtc. - Zu wiederholtem Male war das seither gestundete 6. Ziel der Sonder- abgabe vom bebauten Grundbesitz Gegenstand lebhafter Debatten. Aachdem das 5. Ziel dieser Steuer erlassen worden war. bestand vielfach die Annahme, daß das zunächst gestundete 6. Ziel schließlich auch noch dasselbe 0d)idfal erfahre. Der Bürgermeister Hal aber in früheren Sitzungen schon mitgcteilt, daß die Stadt auf dieses Ziel nicht verzichten könne. Trotzdem gab ein Antrag dem andern die Hand: Erlaß oder teilweiser Erlaß, weitere Stundung bis zum 1. Juli u. a. wurde gefordert. Da aber &er Bürgermeister energisch den Standpunkt vertrat. daß aus der Tagesordnung nur das Wort ..Stundung" ständ:. über wett'rnehende Anträge also nicht beraten werden fwme, tarn nach fhtnbcn- (angcr Debatte schließlich «in Antrag zur Annahme. der fordert, das 6. Ziel bis zur nächsten Sitzung zu stunden unb bann über die Erhebung endgültig Beschluß zu fassen. (Die meisten Mieter haben übrigens den auf sie fallenden Teil des 6. Ziels bereits mit d-r Märzmiete bezahlt.) Die Regelung deS Eigentums an den Schulgrund stücken wurde durch einen Bergisch mit der evang. Kirchengemeinde herbei- gcführt, der das Ende langwieriger Verhand- lungen bedeutet. Die Dersammlung stimmt der ■Regelung in dieser Form zu. - 3n der nichtöffentlichen Sitzung wurde über die Bermeh- rung des städtischen Grundbesitzes, über einen Krankcnhausneubau und über die Besetzung der Reftorflellc an der Volksschule Beschluß gefaßt.
.ttreie Büdingen.
Ridd a, 1. Mai. Während in den Vorjahren der 1. Mai durch Arbeitsruhe, Umzüge und Versammlungen gefeiert wurde, unterschied er sich in diesem Jahre kaum von einem andern gewöhnlichen Wochentage. Die Sägewerke und Papierfabriken arbeiteten in voller Schicht, ebenso wie die kleineren Betriebe. Wenn auch die arbeitende Jugend gern gefeiert hätte, der Einfluß der rechnenden Familienväter überwog und führte zum Verzicht auf Feier und Arbeitstuyc. — Das seltene Fest der diamantenen Hochzeit feierten am 30. April die Eheleute Joh. Koch II. in dem nachbarlichen Michelnau. Pfatter Laut dahier überreichte als Geschenk des Landeskirchenamts Darmstadt ein Gesangbuch mit Widmungsurkunde. Das Iubelvaar, das sich noch körperlicher und geistiger Frische erfreut, steht im 85. bzw. 81. Lebensjahre und wurde reichlich mit Wünschen und Geschenken bedacht.
kreis Schotten.
Schotten. 2. Mai. Dieser Tage unternahm der neue Jahrgang der hiesigen Forstschule einen Uebungsgang nach dem ■Riddertal. um dort Forellen einzusetzen und einen Windfall zu besichtigen. Kurz vor der Rückkehr klagte ein 19jäh riger Forst sch ü- l c v über Unwohlsein, und nach kurzer Zeit endete ein Herzschlag bas junge Leben. — Ein Bäckergeselle aus Mannheim, der im Dienste des Bäckermeisters K r e h b a st zu Ulfa Kundengelder in größerem Umfange unterschlug. gestand nach anfänglichem Leugnen die Tat ein und wurde vom hiesigen Amtsgericht zu vier Wochen Gefängnis verurteilt. — 3n der näheren Umgebung unseres Städtchens sotten 30 Ruhebänke aus Aaturholz Aufstellung finden. Forstverwaltung. Vogelsberger Höhenklub und Stadtverwaltung übernehmen gemeinsam die Kosten.
— Schotten. 2. Mai. Aus der Sitzung des Gemeinderats Das W i n d f a 11 - Holz im Stadtwald wurde an die einheimischen Holz- und Sägewerke zu 135 Prozent der 2an-
desgrundprette verlauft. Sie neue Straße an her Förstcrschuke wird weiter durchgesührt. acht Häuschen find dort im Bau begriffen, weitere werden noch folgen. Das Bauland ist städtisch und wird Baulustigen zu 50 Ps. pro Quadrat meter abgegeben- Die unter der Straße hei ziehende Psarrga11 e soll von der Pfarrei gegen anderes Gelände ausgetauscht werden. Das neu geplante Krankenhaus soll an diese landschastiich überaus schöne und geschützte Stelle zu stehen kommen. Der Gemeinderat nimmt Stellung gegen das übrmäftig rasche Fahren der Autos und Fahrräder inner- halb Der Stadt. Cs soll eine Polizeiverordnung gewünscht werden. Die die Höchstgeschwindigkeit in Der Stadl auf 10 Kilometer festfetzt. — Eine Vachrichi ging dieser Tage durch die Blätter, daß in den Wäldern zwischen hier, Laubach und Salzhausen W i I D c re r ihr Unwesen trieben und Leute angesallen hätten. An der Sache ist kein wahres Wort. Einem hiesigen Bahnbeamten brachte der Storch dieser Tage in gesunder Frische das zwölfte Kind.
Ig. Gedern, 1. Mai. Oer Gemeinde rat bewilligte für die geplante Iugendher berge auf der Herchenhainer Höhe den Betrag von 100 Mk. — Zm Laufe des Sommers |oU hier eine Prämiierung von Bor beeten und Blumenfenstern ftattfinben. — Oie Dapolin-Gefellschaft beabsichtigt, vor dem Hause der Firma Eduard Strauß einen Behälter einzubauen, was unter gewissen Bedingungen genehmigt werden soll. — Für die Weningser Straße wurde die Baufluchlinie festgelegt. — Der Bürgermeister teilt mit, daß das Defizit des Hess. Staatshaushaltes 4» Millionen betrage, dos von den einzelnen Gemeinden Londes ausgebracht werden müße. Ein entsprechender Betrag soll In den Voranschlag für 1926 ein gestellt werden.
Mrcie Alsicld.
o—, Alsfeld, 2. Mai. Am Donnerstag funk, im „Grünen Baum" dahier die ordentliche Mitgliederversammlung des V. H. C. Z w e l g v c r e i n A l s f c Ib, die gut besucht war. statt. Nack) einer einleitenden Begrüßungsansprache des Vorsitzenden, Bürgermeister Dr. V ö l s i n g. trat man in die Tagesordnung ein, die flott erledigt wurde. Der Dorfitzende erstattete den Geschäfts- und Wanderbericht über das verflossene Bereinsjohr. aus dem zu entnehmen war, daß sich der V. H. E. Alsfeld weiterhin günstig entwickelt hat. Rcchnungs obläge und Voranschlag wurden genehmigt. Bei bei fatzungsgemäß alljährlich vorzunehmenben Vor- standswahl mürbe der seitherige Vorstand wiedergewählt. An Stelle des von Alsfeld verzogenen P. Wilhelm wurde Lehrer Jäckel, der Leiter der Gefangsabteilung des V. H. E., in den Vorstand gr wählt. Der Mitgliederbeitrag wurde auf 5 Mk. jährlich festgesetzt, wobei der Bezug der Vereins Zeitschrift „Frisch auf" miteinbegriffen ist. Verschiedenen Anregungen aus der Versammlung auf Her stellung von Verschönerungsanlagen in der nächsten Umgebung der Stadt sagte der Dorsiizenbe llnterftüfcung zu, bemerkt wurde, daß nach Durchführung der Feldbereinigung hierzu besonders günstige Gelegenheit geboten sei. Mit der Ausforderung, auch weiterhin für die D. H. E- Sacke zu werben und sie zu unterstütze», schloß der Vorsitzende die anregend verlaufene Versammlung.
Kreis Lauter-
!*! DliheNrod, 3 Mai. Ein schweres Automobilunglück trug sich gestern auf dem Fuchskippel der Landstraße Rixfeld -Blitzenrod zu Der Wagen des Direktors Lampert von der Hartstein-Iiidustrie Frankfurt wollte das in Der gleichen Richtung fahrende Auto des Freiherrn Albrecht von Ricdesel überholen. Sam« perts Fahrer mußte einem entgegenkommenden Fuhrwerk ausweichen, wobei er auf einen Steinhaufen geriet Das Auto überschlug sich und die Insassen wurden herausgeworfen. Direktor Lampert war so schwer verletzt, daß er noch vor Ankunft des herbei geholten Arztes st o r b. Der Chauffeur wurde nach Laulervach ins Krankenhaus verbracht. Freiherr von Aie- efel leistete Den beiden Verunglückten die erste Hilfe. Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte das zertrümmerte Auto.
Hc n--raisau.
J[ Marburg, 1. Mai. Die bereits zum ©Dmmcrfemcfter in stattlicher Anzahl eingetroffenen Studenten begingen die Mainacht wieder in althergebrachter Weife. 3n allen studentischen Hause:n und in den Ausflugsorten rings um die Stadt ging eS lebhaft her, und um 12 Uhr gab's die üblichen Umzüge auf die Höhen, wo vielfach beim Abfingen des Mailiedes Feuerwerkskörper abgebrannt wurden. Auch die Hasso- Aassoven zogen wieder nach alter Sitte in langem Gänsemarsch auf dem Marktplatz auf, um dort den Mai zu begrüßen. Das fröhliche Treiben endete erst in später Aachtstunde. Heute schloß sich dec M a i m a r f t an, der wegen des regnerischen Wetters nicht den gewohnten Verkehr seitens der Landbevölkerung brachte.
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