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schneller als erwartet gegen das Festland vor. rj Hansen Ein -wischen dem abgezogenen und dem heran- '.W ziehenden Fallgebiet liegender Hochdruckrücken Ä tierf|..c kommt nur gan; kurz zur Auswirkung, so das) 3u Qtnifl'29*J der Witterungschanckter weiterhin unbeständig »Uss h(w bleibt. . nHbtnai«.

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Bereits vor vollendeter ßabui

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Auslandstelle organisiert. Es kommen besonders die grosten wirtschaftlichen Ausbildungsstatten in Boston und Washington in Betracht. Die Ver­handlungen werden durch Vertreter der Fakultät an Ort und Stelle geführt.

Grundsteinlegung eines Einstein-Instituts.

Jerusalem, 3. April. (WLB.) Heute nachmittag wurde auf dem Grundstück der Hat» versität in Anwesenheit Lord Balfours durch Sir Herbert Samuel der Grundstein eines Einstein-Institutes für Mathematik und Physik gelegt. Die Feier war kurz und einfach. Sir Arthur Schuster las die GröffnungS-- d e n k s ch r i f t ob. Darauf hielt Weizmann eine Rede. Sir Herbert Samuel legte den Grundstein. Ein Protokoll der Feier wurde aus Pergament geschrieben und, von Balfour. Sir Herbert Sa­muel und Weizmann unterzeichnet, unter den Grundstein gelegt.

Las japanische Marineamt kündigt den Dau von 22 Kriegsschiffen ml einer

eine G e s am t s i tz h. aller Parteien, di_____

stützen, stattfinden, um die Haltung gegenüber der Finanzreform, die am gleichen Tage der

tags aufgenommen worden. Heber das Ergebnis ist noch nichts bekannt.

Schwere Explosion In Arnstadt.

jÄammer unterbreitet werden soll, zu bestimmen.

DaS Schicksal de- Kabinetts Herriot wird sich jbi der nächsten Woche entscheiden, Wem? der

u n g aller vier Gruppen, d. »ie das Kabinett Herriot unter-

zur Arbeit ist wieder stark, die Erkenntnis, da- wir nur durch tüchtige Arbeitsleistungen wieder hochkommen, hat sich Dahn gebrochen, man hat Seelenstärke bewiesen, indem man sich seelisch von einem tiefen Falle wieder erholt hat und mutig in die Zukunft schaut.

Dem steht jedoch vieles, was unerfreulich ist. gegenüber. Ganz im Widerspruch zu chrer Lage führen die Deutschen der Gegenwart gern ruhmredige Worte im Munde. Ansere Vorfahren waren wortkarg, die großen Männer der deut­schen Geschichte waren eochweiger, sie behandelten, ohne davon ein Aufheben zu machen. Wir machen zu viele Worte, veranstalten zu viele Versamm­lungen, erlassen zu viele Kundgebungen. Wenn wir stiller waren, wären wir stärker. In der schweren Zeit von 1806 bis 1813 haben die Men­schen in Preußen für das Vaterland die größten Opfer gebracht. Gutsbesitzer gaben dem Staat ihre Güter, Frauen opferten Schmucksachen, die ihnen als Familienbcsitz wertvoll waren. Von solchen Opfern ist jetzt nichts wahrzunehmen, im Gegenteil, die Geldgier ist groß.-und. der Egois­mus breitet sich allenthalben aus. Seltsam mutet es an, wenn man an die amerikanischen Kleider­spenden der letzten Jahre denkt und erfährt, daß man jetzt in Deutschland sog.Kostümfeste" mit Amzügen auf den Straßen feiert. Leichtsinnig tastet man die Ehre des Rebenmenschen an, such! den Gegner durch nachteilige Gerüchte zu Fall zi bringen. Das alles sind Anzeichen großer Gc- Willenlosigkeit, und wo dem Menschen das Ge­wissen nicht mehr der Richter über fein Tun und Lassen ist, da hat er keine Verbindung mehr mit Gott.

Der Buß- und Bettag soll uns Anlaß geben, uns zu prüfen, wie wir mit Gott stehen. Es ist doch so, wie Gustav Schüler, ein moderner Dichter, sagt:Wir können ihn nicht lassen, wir brauchen ihn zu sehr." Unö der alte Kirchenvater Augustin wird immer recht behalten, wenn er aus dem Streit und der Unrast dieses Erden« lebens heraus zu seinem Gott sagt:Du hast uns zu dir geschafsen, und unser Herz ist unruhig, bis daß es ruhet in dir." H. B.

Zwischen der deutschen und der großbritanni­schen Regierung ist ein Abkommen über die Ablösung der englischen Recovery- Abgabe abgeschlossen worden. Durch dieses Abkommen wird das jetzige Verfahren, wonach bekanntlich die deutschen War en bei ihrer Einfuhr nach England einer besonderen Abgabe in Höhe von gegen­wärtig 26 vom Hundert unterworfen werden, durch ein System von monatlichen Pau-' s ch a l z a h l u n g e n adgclöst, die aus dcm Durch­schnitt der Monatsstatistit errechnet werden und deren Sterlingbetrag durch freiwillige Abliefe­rungen aus den deutschen Exporten aufgebracht wird. Der Gegenwert der abgelieferten Devisen wird den Exporteuren naturgemäß aus der Dawes-Annuität in Reichsmark vergütet. Der Generalagent, das Transferkomitee und die Reparationskommission haben dem Abkommen be­reits zugestimmt.

Echo de Paris" stellt fest, daß die ägyp­tische Regierung da- Angebot einer deut­schen Firma für den Dau des Suez- Hafens angenommen und die Angebote fran­zösischer und englischer Firmen abgelehnt hat.

Senat der Regierung das Vertrauen entzieht, werden nach demMatin" die Sozialdemokraten die Auflösung des Parlamentes beantragen. Die Ansichten über das Fortbestehen des Kabinetts sind recht geteilt. Die in der Frage des Va­tikans bestehenden Schwierigkeiten können als behoben angesehen werden, da der neue Fi­nanz Minister seine Mitarbeit ausdrücklich von einem Kompromiß in dieser Frage abhängig machte, wonach der französische Geschäftsträger am Vatikan nicht mir Elsaß-Lothringen, sondern bei wichtigen Anlässen auch ganz Frank­reich vertreten soll. Anderseits soll die päpst­liche Vertretung in Paris aufrecht erhalten wer­den. In dieser Frage hat die Regierung aller Wahrscheinlichkeit nach keinerlei Schwierigkeiten zu befürchten. Da die radikalsozialistische Gruppe nach Anhörung Herriots heute nachmittag sich mit dem gefundenen Kompromiß einverstanden erklären durfte, tonzentriert sich die Aufmerk- sanckeit auf das Finanzproblem, das an Schärfe trotz der Ernennung de Manzies zum Finanzminister nichts verloren hat.

Alles spricht dafür, daß eine Mehrheit für Herriots Pläne sich nicht ergeben wird, da Loucheur erflärte, daß seine Gruppe sich end­gültig vom Linkskartell lösen werde, falls die geplante Kapitalsteuer tatsächlich vor­geschlagen sei. Die Gruppe Loucheur hat wieder­holt bei Abstimmungen den Ausschlag gegeben, besonders durch Stimmenthaltung der unsicher gewordenen Driandgruppe. Krisengerüchte werden trotz der Umbildung des Kabinetts weiter ver­breitet. Als Rachfolger Herriots wird sowohl in der Kammer wie in den Wandel­gängen des Senats der zurückgetretene Finanz­minister Elementel genannt, der schon des öfteren als der kommende Ministerpräsident er­wähnt wurde.

Kleine polirische Nachrichten.

Der zweite Rothardtprozeß ist durch Dertagungsbeschluh des Gerichts ergebnis­los abgebrochen worden. Das Gericht erklärte nach längerer Beratung, die Vertagung sei leider notwendig, weil auf das Zcugn s SchKdernanns nicht verzichtet werden forme und we.l Scheide­manns Gesundheitszustand fern: Vernehmung in absehbarer Zeit nicht ermögl che. Die Folge d.eses Beschlusses ist, daß der Prozeß zu einem spä­teren Zeitpunkt vollständig neu wieder auf» genommen werden muß.

Eisenbahnunfall auf dem Bahnhof Leipzig-Leutzsch.

Auf dem Bahnhof Leipzig-Leutzsch fuhr heute nacht der Durchgangszug <149 auf den Durchgangsgüterzug 6733 infolge Klebers äh­rens des auf Halt gestellten Einfahrtsig« n a l e s auf. Der Oberschaffner Ernst wru:de getötet, der Schaffner Matthi.es verletzt, der entstanr^ne Schaden ist sehr beträchtlich

Zwei Lehrer in der Nordsee ertrunken.

Zwei junge Lehrer aus Wyk auf Föhr kenterten in der Rordsee mit ihrem neuen Paddelfaltboot, das sie ausprobieren wollten. Die Bergungsarbeiten waren bisher er­folglos. Die Leichen wurden noch nicht gefunden.

Spritschmuggel an der Wasserkante.

Wie vom Präsidenten drs Landesflnarrzamtes Hannover mitgeteilt wird, ist ein grohange- legter Spritschmuggel über See an der Wassergrenze d.s Hauptzollamtsbezirks Stade von der Zollverwaltung aufgedeckt worden. Die vier aus Hamburg stammenden Haupttäter konnten verhaftet und 1350 Liter Sprit be­schlagnahmt w rden. Die Schmuggler bedien­ten sich zweier SH ffs, von denen das eine mit einer Se grasladung unter Zollverschluß gebracht war. während das andere, ein Fischerkutter, im Kieler Zollausschlußgebiet angcbl.ch für Däne­mark grfauften Sprit barg. Beide Sch ffe trafen sich auf See. Der Sprit wurde so gesch ckt unter d .m Seegras v rladen, daß die zollamtlichen Ver­schlüsse weder dab.i, noch bei der Entladung auf der Oberelbe verletzt wurden und die SSegras-- ladung wieder der Zollverwaltung zur Abferti- gung vorg.führt werden konnte.

Veruntreuungen bei dec Reichsbank.

Eine Aufsehen erregende Festnahme erfolgte in Zweibrücken durch hie Verhaftung des Verstandes der Reichsbankn'ben«, stelle Zweiorücken, Hermann Franck. Der etwa 53 Jahre alte Beamte steht bereits über 25 Jahre im Dienste her Reich sbank, deren ört­liche Leitung et nach Abtrennung her Nebenstelle der Rheinischen Kreditbank übernommen hatte. Vor kurzem wurde er im Anschluß an die Ver­haftung des früheren Prokuristen der Saarlän­dischen Eommerzbau!, Fil ale Zweibrücken, Pe­ters, dem Scheckfälschungen zur Last liegen, von seinem Amt entbunden, um nun auf Ver­anlassung des Untersuchungsrichters verhaftet zu werden. Die Verfehlungen Francks, der bereits aus dem Staatsdienst entlassen ist. sollen mit die- fer Angelegenheit Zusammenhängen.

Deutsch^mertkanischer Studentenaustausch.

Die Wirtschafts- und soztalwissenschaftltche Fakultät der ilniixrTltäl Köln bereitet einen regelmäßigen Studentenaustausch mit den Vereinigten Staaten vor. Es ist beabsichtigt, deutsche Studierende auf ettod zwei Semester,

Freitag morgen gegen 10 Ahr erfolgte in der AutofÄrik Rudolf Ley eine gewaltige E x- p l o s i o n. Die Detonationen toaren weithin in der Stadt vernehmbar. Das große Kessel­haus flog in die Luft. Die Trümmer bergen eine Anzahl von Arbeitern unter sich. Es gab neben Schwerverletzten auch Tote, deren Zahl noch nicht feststeht. Die Aufräumuugs- arbeiten sind in vollem Gange. Rach einer wei­teren Meldung ist das ilnglücf darauf zurück- zusühren, daß der Gas kessel des Heiz­apparates explodierte. Dis jetzt wurden Verwundete festgestellt.

Aus aller Welt.

SeiLbruch im Schacht.

Ein Förderkorb mit 70 Mann abgefkürzi. Bisher 2 Tole geborgen. Roch 10 Mann fehlen.

Essen, 4. Slpril. (T. U,. Sondertelegramm.) Auf der Zeche Matthias Stinnes i und II in Kamak ereignete sich heute morgen 6 Uhr beim Schichtwechsel ein schweres Unglück. Der mit vierzig Bergleuten besetzte Förderkorb stürzte i n; folge Seilbruches in den Schacht. Bon den Verunglückten waren zwei Bergleute sofort tot, 35 konnten lebendig geborgen werden. Die R e t t u ng s a r b e i t e n sind sofort mit aller Energie ausgenommen worden.

Das Unglück auf der ZecheMatthias Stin­nes" ereignete sich zu Beginn der Seilfahrt. Auf bis­her unberannten Gründen versagte d i e För­dermaschine. Infolgedessen fuhr der leere För­derkorb in die Seilscheibe, während der mit 70 Mann besetzte zweite Förderkorb in den Sumpf hinabfuhr. Bei dem Anprall wurde die unterste Etage erheb- licb gestaucht. Die Rettungsarbeiten setzten sofort mit aller Energie ein, und es gelang binnen kurzem, die Besatzung der drei ober st en Etagen des Forderkorbes restlos zu ber­gen. 15 Mann von diesen Leuten formten ohne jede Hilfe nach Hause gehen. Auf der untersten vier­ten Etage sind zur Zeit zwei Tote geborgen, es fehlen noch etwa 10 bis 11 Mann. Ein großer Teil der Verunglückten ist leicht verletzt. 3 Mann wurden schwer verwundet.

Sprengunglück in einem Steinbruch.

Freiburg t. Dr., 3. April. (WB.) Zn Malsburg bei Kandern im Markgrä-ler Land hat sich gestern ein schwerer Anglücksfall er­eignet. In dem Granitst Einbruch der Firma Gebrüder Thiele in Kandern wurden Spren­gungen vorgenommen und zwar sollte eine Felswand von 18 Meter Höhe gesprengt werden.

_______ _________.er Ladung scheint sich eine Sprengpatrone vorzeitig entzündet zu haben, wo­durch ein Sprengschuh losging, und die oben auf der Wind stehenden Leute mitderGesteins-

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ni rii6meik*< totilttnelwh SetÄi M @nin6 bet \ brrtzir Dom 24. M Mtrediung bes F Wungsiafjr 1924 qi

G famtkonnage von 124 903 Tonnen an. Darunter bZiuden sich acht Kreuzer erster Klasse, drei Kreuzer zweiter Klasse, zehn Zerstörer und ein Flugzeug-Mutterschiff. Das Kriegsrniristerium hat beschlossen, während der nächsten drei Jahre sieben Sachverständige nach Frankreich, fünf nach Amerika und "v drei nach D mtschland und Eni- zu entsenden, um den Fortschritt Waffentechnik zu studieren.

die ihnen später auf das Studium angerechnet werden, nach Amerika zu schicken. Als Gegen­leistung für die freie Aufnahme dort müßten hier einige Freistellen für amerikanische Studierend« geschaffen werden. Der Austausch wurde a meinsam mit der deutschen staatswisfenschastlichc

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" Lustbarkeiten in der Karwoche Vom Polizeiamt wird uns geschrieben: Aus Grund einet Verfügung des Hess. Ministeriums des Innern haben am Palmsonntag, 5. April, und am Karfreitag, 10. April, öffentliche Lust­barkeiten jeder Art (z. V. auch ernste Auf- sührungert im Theater, Vorführungen in Licht­spielhäusern, Fußbattwettspiele usw.) zu unter­bleiben. An den übrigen Tagen der Karwoche, einschl, des Ostersonntags <12. April), sind thea* italische Aufführungen und Konzerte aller Art, einschü bei Begleitmusik bei Lichtspielen, zip lässig, wenn sie ernsten, belehrenden Inhalts und der Bedeutung und Weihe dieser Tage angepaht sind. Oeffentliche Tanzlustbcn ketten werden fftr diese Tage grundsätzlich nicht genehmigt Die für die Karwoche vorgesehen' : Programme Hub

Aus Stobt und Land.

Gießen, den 4. April 1925.

Vutz- und Beitag.

Die Anfänge des deutschen Rationalbewußt- seins gehen in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurück. Klopstoü pries sein Vaterland und seine Muttersprache, sang von den Söhnen Teuts, von der deutschen Eiche, von Walhalla. Der früh verstorbene Holty dichtete einVaterlandslied" und sagte darin:Gesegnet sei mein Vaterland, wo ich so viele Tugend fand."®k Manner", so sagte er weiter,haben Heldenmut, die Weiber sind den Engeln gleich, die Deutschen lieben Zucht und Biedersinn." Besonders in der Zeit der Besreiungskricge haben unsere Dichter die deutschen Tugenden gepriesen, die Treue, die Redlichkeit, die Frömmigkeit. Und noch lange nach dieser Zeit sind andere in diesen Bahnen ge­gangen. Hosfmann von Fallersleben stellte das deutsche Wesen über alles andere ih Oer Welt: Robert Reinick sagte, deutsche Art fei es, stet« fromm und treu zu fein, und 1870 und 1871 sang man in allen Kreisen unseres Volles mit großer Begeisterung von dem Deutschen, der bieder, fromm und ftari" sei.

Entspricht dieses Ideal heute noch der Wirk­lichkeit? Wir stellen diese Frage am Buß- und Dettag. An diesem Tage übt man Kritik. Buß- Prediger gehen manchmal über das Ziel hinaus, indem sie einseitig nur die dunklen Seiten im Volksleben hervorheben. Auch an dem Tage, an dem sich ein ganzes Volk daraus besinnen soll, was an ihm schadhaft ist, muh man objektiv sein. Unzweifelhaft ist auch in der Gegenwart Großes und Gutes an unferm Volke. Es erträgt mit großer Geduld das Unglück, das über es ge­kommen ist, das Leid um die vielen Gefallenen und den Verlust seiner Ersparnisse. Der Wille

Vogelschtttzkalender für April.

Der April ist der Geeignete Monat, die Aw Pflanzung der Vogelschutzgehölze norzunehmen. Wenn das hierzu bestimmte Land entsprechend vor­bereitet worden ist, wird es geebnet und an- gepslanzt. In der ersten Halste April ist es auch noch Zeit zum Aufhängen von Nisthöhlen. Sobald dis Belaubung bendet ist, kann an das Zusammen­binden von Büschen herangetreten werden. Das Be­schneiden der Hecken mutz vor Laubausbruch be­endet sein. Den Schwalben Nistgelegenheit zu schaf­fen durch Anbringung von Brettchen oder Nägeln für die Stallschwalbe oder Leisten für die Mehl- fchwalbe, ist in der zweiten Hälfte des Monats am Platze. Ebenso kann man, um den Schwalben den nötizn Niststoff zu verschaffen, gegen Ende des Mo­nats eine ständige Pfütze in bindigem Boden an legen. Künstliche Vogeitränken müssen da, wo natür lichc Badegelegenheit nicht vorhanden ist, gleich zeitia mit 'der Anlage der Dogelschutzgehöhe gc schaffen werden und sind gut zu versorgen. Die ver schiebenen Raubzugfänge sind gut in Ordnung zu halten und ständig 311 beobachten, auch sind die Sperlinge nach Möglichkeit von eben Nisthöhlen abzuwehren und überhaupt zu verringern.

Bornotize«.

Tageskalender für SamStag: Wartburgverein: 8 Ahr Markussaal Lichtbilder- Vortrag. Artillerieverein: 8' /8 Ahr Vereins­lokal Monatsversammlung. Marineverein: 81/* Ahr Vercinslctal Monatsversammlung. Angel- sportvercin: 81/» Ahr bei Teichlec Monatsver- fammlung. Allersvereinigung: 8'/° AhrHotel Viktoria" Hauptversammlung. Bavaria: 8'/» Ahr Dereinslckal Generalversammlung. Elsaß- Lothringer: 81/. Ahr Hotel Kohler Monatsver- sammlung. 'Gießener Rudergefellfchast: 8Va Ahr D-otshaus Generalversammlung. Licht­spielhaus Bahnhofstraße: ..Muß die Frau Mutter werden?" Astoria-Lichtspiele: »Gentleman auf Zeit".

Tageskalender für Sonntag. Hessische Wehrgemeinschaft: 10 Ahr Sitzung des Großen Ausschusses.

Aus dem Stadttheaterbureair wird uns geschrieben: Am morgigen Palmsonntag sindet toegen des Bußtages keine Vorstellung statt Die letzten Vorstellungen vor den Feier­tagen sind am Dienstag, 7. AprilWenn wir Toten erwachen" von Ibsen, als erste Dvv- stelluno im DienStag - Rachabonnement und S a p p h 0" am Mittwoch, 8. April, als 24. und letzte Vorstellung im regulären Mittwoch-Abon­nement InWenn tetr Toten erwachen" sind unter Herrn T e l e ky s Regie in Hauptaufgabe« beschäftigt: die Herren Juhnke und Ror- soll und Me Damen Sturms elS und R e l se n

WartburgBerein. Man schreibt uns: Heute abend halt der Wartburgverein einen Lichtbilderabend im Markusfäale über den Dorb- deutschen-Llohd-DampferCokumbuS" und über eine Rhcinwandcrung von Mainz bis Koblew mit außerordentlich schönen und interessanter Aufnahmen ab. Gäste willkommen. RähereS steh« heutige Anzeige.

Wettervoraussage.

Zeitweise bedeckt, vorübergehend curfklarend, wärmer, wieder südliche bis westliche Winde, später Regenfälle.

Die Wetterlage ist außerordentlich schnellen

Die Trauerfeier für die Toten von Veltheim.

Detmold, 3. April. (TU.) Die Hauptstadt Lippes trauert heute um die Opfer der Katastrophe auf der Weser. Es ist kaum ein Haus, das nicht Trauerschmuck trägt Neben den umflorten Reichs­farben sieht man Sie rot-gelben lippischen Landes­farben und allgemein lange, schwarze Trauer­fahnen. Die ganze Bevölkerung der Stadt ist auf den Beinen, und viele Hunderte aus Lippe, West­falen, Hannover, Braunschweig wohnen der Trauer­feier bei. Eine große Zahl von Kriegen ver­einen und vaterländischen Verbanden mit ihren Fahnen geben den toten Kameraden das letzte Geleit Das Exerzierhaus auf dem Hof der Kaserne bes schwer betroffenen Infanterieregiments 18 Ist in eine Kapelle umgewanbelt worben. Tan­nengrün schmückt blc mit schwarzem Tuch beschla­genen Wände. Reichswehrminister Dr. Getzler, General v. Seeckt, der Kommandeur des Wehr­kreises 6, Exz. v. Ledebour, der Infanterie- sährcr 6, Generalmajor v.Forstner, viele Offiziere des Londheeres und her Marine nahmen an der Feier teil. Zahlreiche Abordnungen der Truppen­verbände bei 6. Division trugen grüne Kränze mit ben preußischen unb lippischen Schleifen, auf denen bie kurzen Grutzworte stauben: Den verun­glückten KamerabenI

Gegen l1/« Ahr waren die Reichswehr­truppen der Äarnison Detmold, die Krieger- veveine und vaterländischen Verbände mit Hun« öerten von Fahnen zu der Trnuerfeier für die verunglückten Reichswehrsoldaten auf dem Ka- sernerchof vor dem Exerzierplatz auf­marschiert. Kurz vor 2 Ahr erschien die Geisllichkeit. General von Seeckt legte persön­lich einen großen Kranz der Obersten Heeres­leitung am Fuße der 3 schlichten Särge weder, um die die zahlreichen Angehörigen der Opfer des Anglücks Platz genommen hatten. Rach den Klangen eines ChoralS hielt der Bischof von Paderborn eine ergreifende Trauerrede, in Ser er besonders der Treue gedachte, die diese 80 Toten der deutschen Reichswehr und ihrem Vaterlande geleistet haben. Dann predigte der Garnisonpfarrer von Detmold, Dr. Ferdel- mann. Reichswehrsoldaten trugen die Särge auf einen Wagen, worauf der Trauerzug sich unter den Klängen eines Trauermarsches in Be­wegung setzte. Reichswehrminifter Dr. Getzler, General von Seeckt, viele Offiziere, die Spitzen der Staats- und Reichsbehorden, unter ihnen Oberpräsident A o s k e und das Landespräsidium von Lippe-Detmold folgten dem Trauerzuge zum Ehrenfriedhof, wv der Oberschütze ©ibbert unter militärischen Ehren bestattet wurde, während die beiden anderen Toten in ihre Heimat überführt werden.

Am Grobe sprachen Generalsuperintendent Konsistorialrat Dr. Wessel (Detmold) und der Bischof von Paderborn. Dann nahm Deichs- wehrminifter Dr. Gehler das Wort zu einer kurzen Ansprache:

Ergriffenheit erfaßte mich und die gesamte Reichsregierung, als wir von den großen Opfern erfuhren. 80 treue Kameraden der Reichswehr hat die Flut in die Tiefe gezogen. Wenn auch nur drei 6arge vor unS stehen, so wollen wir doch auch der anderen gedenken, die noch auf dem Grunde der Weser ruhen. Die Opfertat dieser Helden möge für die anderen Kameraden ein Wegwerfer der Pflichterfüllung gegenüber dem Vaterlande und zu hingebungsvoller Einigkeit l fehl. In den Annalen der jungen Reichswehr foC diese Opfertat mit Stolz allezeit vermerkt 'fern. Leuchtenden Auges sollen die kommenden Kameraden von diesen Helden honen. Daß Ge­dächtnis der Toten alle Zeit in Ehren zu halten, wollen wir, deutsche Soldaten, uns zur Pflicht machen."

DaS Mitglied des Landespräfidiums, Drake, und Oberbürgermeister Peters (Det­mold) sprachen kurze Worte der Teilnahme und des Gedenkens. Rach dem Gebet des Bischoss oön Paderborn feuerte eine Reichswehrkompag­nie eine Ehrensalve über das Grab. 3m Trauergefolge sah man auch Fürst Leopo ld von Lippe-Detmold.

Die französische Kabinettskrisis.

Nach Clemeutels Demission.Herriots Kampf um die Finanzreform.

Paris. 3. Aprtt. (WTB.I Die zur Regie- cun^mehrheit gehörenden vier Kammerfraktionen haben heute nachmittag über die durch die De­mission des Finanzministers Cle­ment e l geschaffene Lage beraten. Minister­präsident Herriot erklärte, daß nur durch ein Mißverständnis Finanzminister Elemente! sich berechtigt glaubte, dem Senat über die zur Sanierung der ftanzosischen Finanzen geplanten Reformen Aufklärung geben zu dürfen. Da es sich um unverbindliche Besprechungen ge­handelt habe, sei er als Ministerpräsident ver­pflichtet gewesen, die Erllärungen Elementels zu berichtigen, was dieser dahin gedeutet habe, als fei er mit ihm nicht mehr einig.

An Stelle Clementels hat de Manzie das Ananzmi: i'fe ium übernommen. Herriot betonte, daß die geplante Finanzrefvrm eine Art lang­fristiger Abgabe vom Vermögen vor­sehe, die sich im besonderen auf den erworbenen Reichtum erstrecke unter möglicher Schonung des in Bildung begriffenen Vermögens. Da diese Formel noch nicht gemlgenö präzisiert wurde, hat die radikale Linke (Gruppe Loucheur) ihre Zustimmung noch nicht gegeben, aber ausdrücklich erklärt, daß sie es vorziehen würde, wenn eine Steuer geschallen würde, die den erworbenen Reichtum belaste. Die sozialistische Kam- merfvaktton neigt zur Annahme der Abgabe vom Kapital, erklärt sich aber im Interesse von Handel und Industrie bereit, das in der Vildung begriffene Vermögen nicht so stark zu belasten, wie den erworbenen Reichtum. Die sozialistisch - republikanische Fraktton (Gruppe D r i a n d) hat sich dahin geäußert, wenn möglich der Regierung zu folgen. Jedoch sollen einige Mitglieder Einwendungen gegen die Abgabe vom Kapital gemacht haben. Infolge dieser nicht ganz klaven einheitlichen Stellungnahme der einzelnen Fraktionen bat die sozialistische Kammerfraktion einmütig emärt. am kommenden Dienstag muffe

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maffe heruntergeschleudert wurden. Don den betreffenden Steinbrechern sind zwei noch im Laufe der Rächt ihren schweren Ver­letzungen erlegen, während zwei weitere schwer verletzt in der Klinik von Freiburg liegen. Die Antersuchung des Anglücksfalles ist vom Amts- I gericht Mülheim noch im Laufe des Rachmit-

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