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Zeit von 2,081/5 und die 4mab-100»Qtteter»©taffcI in 454/5 an sich reihen. Auch in der Olympischen Staffel setzte Böltlingen gut an, konnte aber gegen die blendende Besetzung der Mainzer nicht auf kommen, die unangefochten in 8,312/.5 gewann; auch die 3maI»lOOO=‘2tcter=(5taffeI holte sich der Mainzer Tv. von 1817 in 3,493A. während die 4mal-100-Meter-Stafsel der Turnerinnen mit 56*/$ an Offenbach fiel.
Eine Iugendseierstunde
fand gegen 12 Slhr in der Stadtkirche statt. Der Besuch war befriedigend, denn die Kirche war vollbesetzt, immerhin wäre die Teilnahme zweifellos noch viel stärker gewesen, wenn in' dieser Stunde nicht der starke Regen niedergegangen wäre. Pfarrer B e ck e r hielt Die Predigt, hierauf hörte man einen Prolog, daran schloß sich eine Ansprache des Kreisjugendwartes Professor Dr. Bender- Frankfurt a. M- Die Weihestunde wird den Teilnehmern noch lange im Gedächtnis bleiben.
Turnen der Baue. — Riegenturnen der Vereine.
—o— Sonntag, früh 8 Slfjc begann auf dem Turnplatz das Turnen der Gaue mit anschließendem Riegenturnen der Vereine aus den jeweiligen Gauen. Sinter der Leitung des Kreiswartes für das Männeriurnen Franz Friede lFrankfurt a. M) trat als erster der Saar-Bliesgau in die Schranken, um die aus den allgemeinen Freiübungen durch das Los bestimmte Siebung den zuständigen Kampfrichtern vorzuführen. Doch — der Wettergott hatte diesmal zur entscheidenden Stunde das übliche Einsehen nicht wie an den beiden Vortagen, er lies; seine Schleusen geöffnet, wenn auch mit großer Zurückhaltung, — immerhin, es regnete und machte auch nah, langsam, aber sicher. Dieser Slnentschiedenheit der Wetterleitung setzte indessen die Kreisleitung ihre bewährte Entschiedenheit entgegen, das Turnen begann und wurde mit echt turnerischem Humor fortgesetzt. Die sämtlichen 28 Gaue des Kreises waren in acht Gruppen eingeteilt in Anlehnung an die sechs Gcm- verbandc. Jeder Gruppe standen 40 Minuten Zur Durchführung des Lumens zur Verfügung, die ersten 20 Minuten für die Freiübungen, die jeder Gau geschlossen turnte und an denen sämtliche Wett- und Musterriegenturner teilzunehmen verpfkichtet waren; die letzten 20 Minuten waren dem Turnen an den verschiedenen Geräten zugemessen. Die allgemeinen Freiübungen standen unter der Geltung der zuständigen Gauoberturn- warte und boten in ihrer durchweg schneidigen Ausführung eine schöne Siebersicht über die Arbeitsweise im Mittelrheinkreis. Der Saar-Bliesgau hatte die Siebungen der 1. Gauverbandsgruppe unter der Leitung seines Obmannes C o l b u s . St. Wendel, eingeleitet; es folgten in derselben Gruppe die Gaue Rahe-Idarlal, Miliebnosel-Saar, Bbes und Saar. Die 2. Gruppe bildeten unsere Hessen- t urner unter der Leitung des Gauoberturn- warts W i l h. Will, Gießen, und so zogen m ununterbrochener Reihenfolge sämtliche Gaue unseres Mittelrheinkreises am Auge der Kampf- rkhter und der immer zahlreicher werdenden Zuschauer vorbei, häufig begrüßt vom Beifall, der unter den schützenden Schirmdächern hervorrauschte zu den im Regen ausharrenden weißen Scharen der Turner. Sobald ein Gau mit seinen Freiübungen fertig war, rückte er, in seine Beweine aufgelöst, zum Riegenturnen an den Geräten vor auf den vorderen Teil des Turnplatzes. Barren, Reck und Pferd aber waren nah und bargen so Gefahren, die von den Turnern auch überwunden wurden. Dauernd wurde an den Holmen und Stangen abgetrocknet, dauernd aber ging auch ein feiner Regen nieder; trotzdem standen die Leistungen durchweg auf bewertens« werter Höhe und fanden ein zahlreiches, schaulustiges Publikum.
Gleichzeitig wurden auf dem vordersten Teil des Turnplatzes die Wettkämpfe der Frauen duvchgeführt. Für den Reunkampf lagen 176 Meldungen vor, für den Sechskampf 265 und für den Dreikämpf 47 Meldungen. Es wurde in nur einer Stufe geturnt, die Teilnahme toar offen für alle Turnerinnen der Jahrgänge 1908 und frühere. Der Reunkampf umfaßte eine ?eecl'. Barren- und Pferdpflichtübung, eine Äür- upung an Reck oder Barren, eine Keulen- und Freiübung, schließlich die drei volkstümlichen Siebungen: Lauf über 75^Meter, Hochsvrung über die Latte lohne Brett) ab 0,80 Meter und Kugel- stoben ab 6 Meter mit 3»/4 Kg. Diese drei Volks- tumllchen Siebungen waren zugleich abgezweigt alS Dreikämpf, während die ersten sechs Geräteübungen zum Sechskampf zusammengefaßt waren. Sinter der Leitung des Kreiswartes für Frauen- turnen Zoh. Poller (Saarbrücken) traten die Turnerinnen in 24 Riegen an. Ihre im Verhältnis zu der oben geschilderten Entfaltung der 28 A^ue im Männerturnen geringe Zahl von rund 500 Teilnehmerinnen wurde ihnen zu einer wirksamen Waffe im Kampf mit dem nassen Element- kurz entschlossen räumten sie das nächste Bierzelt aus und verlegten alle dazu geeigneten Siebungen r!2cin’/e12061X11 auch oft in drangvoll-fürchterlicher Enge — sie erreichten ihren Zweck und brauchten nur zum Lauf. Hochsprung und K,gel- stoß mit wühlendem Fuß hinauszuwaten und auch dabei machten sie noch von dem bereitliegenden Sägmehl ausgiebigen Gebrauch.
Was für ein schönes Bild hätte doch an oiefem Sonntagmorgen der weite Turnplatz ge- botm. wenn der Himmel gewollt hätte! „Gießen rEht seinem Ramen Ehre," hörte man gelegen!- llich -von Fremden sagen, „es gießt!"
Auch im
Fläche der Kampfbahn verteilt. Ein herrliches Bild! Die weiße Schar der Turner, flankiert von der grünen Blätterwand des Philofophenwaldes und in das großartige Panorama der weiten Bergland- schäft hineingestsllt. Leider konnte die Sire;-länger« schäft diese erste Gelegenheit, bei einem Kreisfest mit« zuwirken, nicht nützen, denn die Zeit war kostbar und der neue Platz nicht dafür geeignet. Dagegen kam die Ehrung der Gefallenen in der vorgesehenen Weise zur Ausführung. Die Musik spielte zwei Strophen des Liedes: „Ich halt' einen Käme« roden"; die Turner standen still, die Fahnen senkten sich, die Zuschauer nahmen die Kopfbedeckung ab und alles verharrte in andachtsvollem Schweigen.
Unter Leitung des Kreisoberturnwartes Georg F r e y (Mainz), der seine Anweisungen durch Flaggensignal vom Besehlsturm des Turnplatzes aus gab, kamen nun die allgemeinen Freiübungen zu guter Durchführung. Kreisturnwart Franz Triebe lenkte die Hebungen als Vorturner vom Befehls« türm aus, die Musik begleitete die Taktzeiten. Reicher Beifall lohnte die aufgewandte Mühe und die exakte Ausführung.
Während nun die Turner mit Gegenzug nach innen den Platz räumten, vollzogen gleichzeitig die Turnerinnen ihren Aufmarsch in fünf Säulen und gingen zur geöffneten Ausstellung über. Wenn sie sich diesmal auch in kleinerem Ausmaß darbot, so entschädigte dafür die Anmut der Hebungen, die aus einem fließenden, rhythmischen und einem straffen, zügig^ Teil bestanden mit einer Zwischenübung aus dem Schlaghops mit nachfolgendem Wiegentritt und dem Spreizgehen in der kleinen Kette. Unter der Leitung des Kreisfrauenturnwarts I o h. Poller (Saarbrücken) kamen auch diese ^Freiübungen zu ausdrucksvoller Darstellung, wahrend die Musik spielte und die beiden Vorturnerinnen Frl. K a ft e n (Frankfurt) und Frl. W e g e r (Wiesbaden) die Hebungen lenkten. Der Beifall war hier noch ausgiebiger, und freudig-elastischen Schrittes verließen die Turnerinnen die Kampfbahn.
An den Absperrungsschranken hatte sich eine ungeheure Menschenmenge angesammelt, die sich nunmehr über den Festplatz zerstreuen mußte, denn für heute war nichts mehr von dem vorgesehenen turnerischen Programm zu erwarten. Die Kreisleitung war zufrieden, unter den überaus schwierigen Verhältnissen soviel erreicht zu haben, zumal mit dem Schluß der Freiübungen wieder ein kräftiger Regen einsetzte.
Ergebnisse.
Zahlreiche Siegerliften konnten vorn Berechnungsausschuß noch am Sonntag abend abgeschlos- f£n werben. Aus ihnen ist u. a. mitzuteilen:
Volkstümliche Mehr- und Einzelkämpfe (Kreismeiiterfchaften)
Vierkampf-Turnerinnen.
1. Müller, G., Tv. 1817 Mainz. 435 P.; 2 Albrecht, Hubertine, Tschft. St. Johann, 358 P.; 3. Müller, Else, Tv. Vorwärts Bockenheim, 243 P.; 4. Remy, Luise, Tgm. Reunkirchen, 308 P.; 5. Assion, Leni. Tgm. Reunkirchen, 299 P.; 6. Schulz, 3ba, So. 1860 Koblenz, 297 P.; 7. Holl. Hedwig, Tv. Koblenz-Lützel. 290 P.
1500-Meter-Lauf, Männer.
1. Thiriot, Ludwig, Tv. Völklingen, 4,233/6 Min.; 2. Dölp, Tv. Pfungstadt, 4,24V» Min.; 3. May, Kuno, Tv. Bad-Rauheim. 4,25 Min., 4. Bitte!, Hans, Tges. Koblenz, 4,27 Min. Schlagball-Weitwurf, Turnerinnen.
1. Reuth, Johanna, Tges. Ober-Ingelheim. 57,92 Meter; 2. Becker, Kathi, Tv. Vorwärts Oppenheim, 56,20 Meter; 3. Appel, Marianne. Tv. Braunfels, 55,70 Meter.
Schlagball-Weitwurf, Turner.
1. Krieger, Karl, Tb. Algenrodt, 107,60 Mir.; 2. Bär, Helmut. Tv. Bornheim. 103,63 Meier; 3. Kaiser, Otto, Tv. Heddesdvrf, 96,50 Meier.
Diskuswurf, Turnerinnen.
1. Gieß, Gretel, Tv. Offenbach a. M., 22,47 Meter; 2. Müller, Else, Tv. Vorwärts. Bockenheim, 21,58 Meter; 3. Remy, Louise, Tgmde. Reunkirchen, 21,23 Meter.
Kugelstoßen, Turnerinnen.
1. Merler, Anna, Tv. Bad-Rauheim, 9,28 Meter; 2. Müller, Else, Tv. Vorwärts Bockenheim, 9,13 Meter; 3. Schmitt, Els<^ Tges. Koblenz, 9,01 Meter.
800-Meter-Lauf, Turner.
1. Diehl, Tv. 1817 Mainz, 2,06»/» Wl 2. Schüller, Tv. Riede r-E r l e n b ach, 2,O64/0 Min.; 3. May, Kuno, Tv. Bad-Rauheim, 2,07-/» Min.
200-Meter-Lauf, Turner.
1. Helbig, Tv. 1817 Mainz, 232/5 Sek.: 2. Schuler, Willi, Tv. Reu-Zsenburg, 23»/» Sek.,- 3. Schumacher, Otto, Tv. 1878 Völklingen, 23V» Sek.; 4. Hettler, Adam, Tges. Sachsenhausen, 234/» Sek.
5000-Meter-Lauf, Turner.
Fechten.
ging es gestern vom frühen Morgen bis zum späten End unentwegt weiter. Die Fechter, die sich vom Fechtboden im Freien auf die Bühne in der Fest- dalle zurückgezogen hatten, sanden dort für ihre JDarbietungen ständig einen lebhaft interessierten xU*«rau!rfrei9, handelte sich beim Fechten um Die Ausscheidungskämpfe für die Kreissonder- flaffen, die zur Teilnahme der Besten bei den Deutschen Meisterschaften in Hannover berechtigen.
« ^lDrc^ araren am Samstag und Sonntag saft o ^"chtigten auf der Kampfbahn, 21 an der Zahl- In harten, teilweise erbitterten Kämpfen wur- oen in Florett Kreissonderklasse: J- Lofsler, Tv. 1860 Frankfurt a. Ma.; 2. H. Schön- bube, Eintracht Frankfurt a. M.; 3. Dr. Kalk, Ein- tracht Frankfurt a. M.; 4. Thomae, To. Offenbach ?■ : 5. Eisenecker, Eintracht Frankfurt a. M :
b- Eisner, uw. Bretzenheim; 7. Heim, 8. Dehe (beide To- Offenbach); 9. Zörb, Mtv. Gießen, 10. Titzer, Tgde. Hanau.
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dankte er der gesamten Gießener Bevölkerung in herzlicher Weise für die wunderbare Ausschmückung der Stadt und für den freundlichen Empfang, ebenso, sagte er herzlichen Dank der Stadtverwaltung für die prächtige Aufnahme des Kreisturnfestes, wodurch erneut bewiesen sei, daß in Gießen echt turnerischer Geist herrsche. Mit dem Wunsche, daß Gießen weiterhin in segensreicher Weise wachsen, blühen und gedeihen und eine kräftige starke Turnerjugend heranbilden möge, ließ der Redner seine begeisterte und begeisternde Rede ausklingen. Der gemeinsame Gesang des Deutschlandliedes bildete einen würdigen Abschluß dieser Ansprache.
Mit dem Gesangsvortrag von Kurt Richter „Ich, hatte einst ein schönes Vaterland" und mit dem von der Militärkapelle schneidig zu Gehör gebrachten Armeemarsch „Preußens Gloria" schloß die eindrucksvolle Feier.
^Begrüßungsfeier.
Am Samstagabend hatte sich in der F e st - halle eine Menschenmenge von etwa 4000 Köpfen versammelt, um teilzunehmen an der Begrüßungsfeier zu Ehren der Turn- gä ft e. Die Veranstaltung nahm in allen Teilen einen außerordentlich beifällig auf genommenen Verlauf. Die Darbietungen der Kapelle unseres 1. Bataillons J.°R. 15 unter Leitung von Obermusikmeister Löb er fanden insbesondere bei den Gästen aus dem Rhein-, Mosel- und Saarland jubelnden Beifall, da es diesen Volksgenossen ein erhebendes Erlebnis bedeutete, wieder einmal deutsche Militärmusik zu hören. 2lber auch die übrige, gewaltige Gästeschar ließ es an dankbarer Anerkennung für unsere 15er nicht fehlen. Gleich herzliche und dankbare Aufnahme fanden die hervorragenden Massenchöre der vereinigten Gießener Männergesangvereine unter der Leitung des Chormeisters G ö r l a ch. Verschiedene Ansprachen, die der Bedeutung des Festes und der Feier Erwähnung taten, waren leider nur in eng begrenztem Simfang vernehmlich. Besonders hervorragende Aufmerksamkeit widmeten die Tausende den verschiedenen turnerischen Darbiettrngen, die Glanzvolles, in unserer Stadt noch nie Gesehenes boten. Diese Leistungen wurden gewertet. Räheres darüber ist weiter unten unter der Sleberschrift "Sondervorführun- gen“ zu lesen. Begeistert von den glänzenden, vielseitigen Darbietungen hielt die vieltausendköpfige Menschenmenge trotz der getoaltigcn Fülle des Raumes bis weit nach Mitternacht aus.
Der dritte Tag
begann am Sonntag früh um 71/... ^Ihr mit einem Feldgottesdienst auf dem Turnplatz. Etwa 1500 Turner und Turnerinnen hatten sich dort eingefunden. Mit dem Gesang des Chorals „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren", den die Militärtapelle unter Leitung von Ober- musilmeiste» L ö b e r begleitete, begann die eindrucksvoll verlaufene Feier. Pfarrer Bech- t v l s h e i m e r verlas zunächst Psalm 103, 1. u. 2. und hielt hieran anknüpfend eine sehr eindrucksvolle Ansprache. Mit Gebet, Vater unser, Segen und mit dem Gesänge des Altniederländischen Dankgebetes, wobei wiederum die Militärkapelle begleitete, fand "die feierliche Handlung ihren Abschluß.
Der weitere Verlauf des Tages hatte in bedauerlicher Weise sehr unter der Slngunst der Witterung zu leiden. Dem andauernden Regen in den Rachtstunden folgte ebenso ausdauernd das ergiebige Rah von oben bis in die Mittagsstunden hinein. Daß unter diesen Verhältnissen die Abwickelung des Programms außerordentlich zu leiden hatte und zum Teil gar nicht durchzuführen war, ist in hohem Maße bedauerlich, wurde doch hierdurch gerade der Hauptag des ganzen Festes stark in seiner Wirkung gemindert. Die Turner freilich oblagen am Pormittag ihrer Tätigkeit mit unermüdlichem Eifer, dagegen mußte das Turnprogramm des Rachmittags nur auf die Massen-Freiübungen beschränkt werden, die einen vortrefflichen Verlauf nahmen. In den Abendstunden, gerade f als die Stimmung sich wieder etwas heben wollte, ging leider ein neuer sehr starker und anhaltender Regenguß nieder, der das Publikum zu einer Massenflucht vom Festplah veranlaßte. Die Festhalle war im Handumdrehen riesig gefüllt und vermochte keinen Zustrom mehr aufzunehmen. 3n endlosem Zuge strebten große Massen der Stadt zu, da die Elektrische trotz umfangreichen Dienstes auf die Bewältigung eines so starken Andranges nicht gerichtet war. Froher Turnergeist nahm aber auch dieses Mißgeschick mit Humor hin, andauernd erklangen in den Straßen die frischen Lieder aus sangesfrohem Turnermunde und zeugten von der guten Stimmung, die trotz allem vorherrschte.
Die Leistungen sind in Anbetracht dieser Verhältnisse als sehr gut zu bezeichnen. 3m Schlagballweitwurf der Turnerinnen erreichte Frl. Reuth- Ober-Ingelheim die gute Leistung von 57,92, Krieger (Tv. Tiesenstein) konnte im gleichen Wurf der Männer mit . der sehr guten Leistung des Vorkampfes von 107,60 siegen, auch der zweite warf über 100 Meter. Die Turnerinnen bewiesen im Diskuswurf gutes Können, wo die Siegerin 22,47 Meter erreichte, das gleiche ist vom K u g e l st v ß zu sagen, den Frl. M ö r I e r (T v. Bad-Rau- h e i m) mit 9,28 Meter gewinnen konnte. Den 800-Meter-Laus der Männer gewann in gutem Lauf Diehl (Tv. Mainz), dessen Vereinsbruder Helbig auch die 200 Meter in der guten Zeit von 232/» Sek. gewinnen konnte. Der 5000-Meter-Lauf brachte einen scharfen Kampf, Bender, Schlagb.-Verein Saarbrücken, brachte den Sieg an sich. Gut ist gleichfalls die Leistung von Dörr-Bornheim, der im Diskuswurf der Männer 38,30 erreichte. Der Hochsprung der Turnerinnen wurde eine Deute von Frl. Müller- Mainz, die jedoch nur durch Stechen gegen Frl. Sl r - 6 a n - Bruchköbel gewinnen konnte. Hart rieben sich im Steinstoß die drei Besten, die alle das sehr gute Ergebnis von über 8,40 Meter brachten. Der 400-Meter-Laus sand unter scharfer Bekämpfung Händler-Mainz in Front. Eine gute Leistung brachte auch der Hochsprung der Männer, Wiegel -Koblenz sprang 1,75 Meter. Sinter den übrigen guten Leistungen des Tages sind noch besonders hervorzuheben Dreisprung der Männer 13,65 Weitsprung, den Hornberger als Ehrensieger mit 7,15 vor seinem vielversprechenden Schüler P r i e h. der 6,53 erreichte, gewann. 100-Meter- Laus Helbig- Mainz, der allerdings unter der Vorlaufzeit von 10,9 blieb. Sehr gute Besetzung hatten die Staffeln. Tv. Völklingen-Saar konnte hier sowohl die Schwedenstaffel mit der guten
Ferner wurden noch als Sieger anerkannt: 11. Bauer. Eintracht Frankfurt a. M.; 12. (Sibert, To. Frankfurt a. M.; 13. Kahlenberg, T. u. Spgde. Mainz und Betz, T. u. Spo. Eschersheim; 14. Sachs, To. Frankfurt a. M. und Wahl, Tgde. Bockenheim.
3m leichten Säbel rangen 24 Fechter um den Eintritt in die Kreissonderklasse.
Ktreismerfter
wurde, wie in Florett, Löffler, Tv. Frank« f u r t a. M., während in die Kreissonderklasse außer ihm noch eintraten: 2. H. Schöndube, Eintracht Frankfurt a. M.; 3. Graf, To. Frankfurt a. SOI.; 4. Dehe, Tv. Offenbach; 5. 3. Thomson, Tv. Offenbach; 6. Kötting, Tgde. Darmstadt, 7. Betz, T. u. Spo. Eschersheim; 8. Thomae, Tv. Offenbach; 9. Martin, Tv. Frankfurt; 10. Kalk, Eintracht Frankfurt a. M.
Ferner wurden Sieger: 11. Schenk, 12. Sachs, 13. Cardow (alle To. Frankfurt a. M.); 14. Krämer, Tgde. Bürgel und Eisner, Tv. Bretzenheim; 15. Ur= sprung, Tgde. Bornheim, 16. Zörb, Mtv. Gießen.
Kreisfechtwart Stassen- Hanau, dem ein hochwertiges Kampfrichtermaterial zur Verfügung steht, erweist sich als umsichtiger und äußerst sachkundiger Leiter der sehr interessanten Wettkämpfe im Fechten, die heute früh ihren Fortgang nahmen, indem die Entscheidung im Kampfdegen ausgetragen wird.
Der Festzug.
Den äußeren Höhepunkt des Sonntags bildete der imposante Festzug, der sich in den ersten Rachmittagsstunden durch die Straßen der Stadt bewegte. Ungeheuere Menschenmassen hatten sich zu 'beiden Seiten der Marschstraßen ausgestellt, alle Fenster bis zum Dachboden hinaus waren von Zuschauern beseht, auf Torpfeilern, Gesimsen, Spalieren usw. usw. hatten sich Sin- zählige plaziert, um nur ja eine Stelle zu haben, von der auS sie das eindrucksvolle Bild, wie es unsere Stadt in gleichem Ausmaße und gleicher Schönheit wohl noch nie gesehen hat, zu betrachten.
Leider hatte auch für diese Veranstaltung der leidige Regen manche Vorfreude genommen, desto größer war aber die Genugtuung darüber, daß der Himmel wenigstens während der Marschzeit des Zuges ein Einsehen batte, feine Schleusen geschlossen hielt, ja sogar für einige Zeit die Sonne durchkommen ließ. Sinter diesen günstigen Vmhältnissen nahm der Festzug denn auch einen recht zufriedenstellenden Verlauf. Sieber 100 Vereine, unzählige prachtvolle Fahnen, viele ausgezeichnet toftümierte Gruppen und Festwagen boten ein farbenfreudiges, denkwürdiges Bild. Der Vorbeimarsch des etwa 4 Km. langen Zuges dauerte rund eine Stunde. Zahlreiche Musikkapellen gaben den marschierenden Massen den Rückhalt. Sleber- all auf seinem Wege wurde der Zug mit Herz- lichen Zurufen und mit vielen Blumengaben erfreut, ganz besonders stark wurde diese Ehrung aber und mit Recht den Turnern und Turnerinnen aus dem besetzten Gebiet bereitet.
2ln der Spitze des Zuges war eine sehr eindrucksvolle Gruppe des Kavallerievereins, die den Alten Fritz und seine Offiziere in getreuen historischen SIniformen zeigte. Anschließend folgten die hiesigen Feuerwehren, hierauf im Wagen die Mitglieder des Ehren-Ausschusses und die Spitzen der Kreisleitung des Mittelrheinkreises. Dahinter marschierten zunächst die Mitglieder des Gießener Geschästsführendcn Ausschusses, soweit sie als aktive Turner nicht am Schlüsse des Zuges im Verbände der Gießener Turnerschaft gingen. Anschließend an den Geschäftsführenden Ausschuß zogen sie dann vorbei, von Heilrufen begrüßt und begleitet, die Tausende von Turnern und Turnerinnen aus Rheinhessen, Oberhessen, Hessen-Rassau, aus dem Odenwald und dem Spessart, vom Rhein, Main und Reckar, aus dem Saargebiet und von der Mosel. Fahne folgte auf Fahne und Wimpel' auf Wimpel, zwischm- durch Kapellen,
Sim nur einiges aus der großen Fülle zu erwähnen: Sl. a. fielen besonders auf die Sekt- und Weinflaschen aus dem Rhein- und Moselgebiet, Emser Pastillen ans Bad Ems, der Aepfelweinkrug (Sachsenhausen), Bayrische Dierkrüge und ein grofteS Transparent aus Aschaffenburg, der Lauterbacher Strumpf und Westerwälder Basaltblöcke, von Bauern in Ori- ginalkostüm getragen, Hanauer Gelb^rübchen usw. usw. Der Gießener Arttllerie-Derein war in Kostümen und mit einer Kanone erschienen, auch der Verein ehern. Leibdragoner trug historische Slniform. 3m Schützen verein Gießen marschierte der Teil mit seinem Knaben, die verschiedenen Radfahrervereine hatten sich festlich einzeln und n Gruppen geschmückt. Die Gießener Ruderge- ellschaft fuhr in einem riesigen Wikingerschiff einher, dann folgten Wagen mit Mönchen, mit der Loreley, die Metzger und Bäcker batten festliche Gefährte, die Automobiloereine (Auto-Klub und Motor-Sport) folgten in festlich mit Blumen geschmückten Wagen, der Marine-Verein folgte mit einem Sl-Boot-Wagerr, den Beschluß endlich bildete die Gießener Turnerschaft.
Eine Huldigung aus der Luft bereitete die Gießener Fluggesellschaft in sehr sinniger und wohlgelungener Weise dein Festzuge. Das Gießener Flugzeug stieg,.als der Festzug sich dem Festplatze näherte, auf, überflog zunächst den Platz, auf den es eine Blumenhlildigung abwarf, hierauf schickte es dem Festzua selbst Grüße aus der Luft und überflog im Abschluß noch einmal den Festplatz, wobei es nun einen Wimpel in den Farben rotweiß abwarf. Diese Huldigung fand allenthalben Anerkennung und wird als besonderes Ge- denkblatt der Kreisturnfestgeschichte sein.
Ein besonderes Wort der Anerkennung muß in diesem Zusamenhang der ausgezeichneten Absperrungstätigkeit der Polizei gesagt werden, die in mustergültiger Weise ihres schweren Amtes waltete, ebenso verdient auch das Publikum in Anbetracht feiner einsichtsvollen und besonnenen Haltung eine anerkennende Note.
Die Massenfreiübungen.
Der Festzug war am Sonntagnachmittag nach flut zweistündigem Marsch auf dem Festplatz zur Auslösung gekommen und hatte schönes Wetter mitgebracht. Daher sammelten sich die Turner alsbald zu den allgemeinen Freiübungen. Aber es zeigte sich, daß der eigens dazu ausgestattete Turnplatz unmöglich benutzt werden konnte, denn er wies bet weitem mehr Wasser- als Latidflächen auf. Die Kreisleitung sah sich daher genötigt, die gegenüberliegende Kampfbahn zu beziehen. Dieser Hmzug «raubte noch ein gutes Stück Zeit, wenn auch jeder an seinem Platze seine Schuldigkeit tat, die Ausführung zu beschleunigen. Endlich konnten die Turner ihren Einmarsch in acht Säuten, sämtliche Fahnen voran, mit Marschmusik bewerkstelligen, und bald waren die rund 3 00 0 Turner in regelmäßigen Abständen über die weite
Ridda, 16,48-,, Min.; 5. Datz, Peter, Tv. Finthen, 16,49-/, Min.
Diskuswurf, Turner.
1. Dörr, Wilhelm, Tgde. 'Bornheim, 38,30 Meter; 2. Wagner, Wilhelm, Tgde. Sprendlingen, 35,68 Meter; 3. Dern, Heinrich, Tgde. Ried a. M, 33,88 Meter.
Hochsprung, Turnerinnen.
1. Rkillcr, Gertrud, Tv. 1817 Mainz, 1,50 Meter; 2. Slrban, Anna, Tges. Bruchköbel, 1,50 Meter; 3. Espach, Tilly, Mtv. Gießen, 1,40 Meter.
(Fortsetzung folgt.)
Sondervorführungen
während des Bearüßungsabends am. Samstagabend in der Festhalle fanden folgende.Wertung:
Tv. Butzbach (Gau Hessen» Tungerfrei- übungen „sehr gut". Tv. „Vorwärts"-Bocken- unb Gruppenübungen) „sehr gut“.
^,0. Mamz-Kastel (Bockspringen mit Federbrett) „gut . Aschaffenburg (Barren mit Federbrett) „gut".
Auf der Sanitätswache
der Freiwilligen Sanitätskolonne waren bis zum gestrigen Abend über 200 Fälle in Behandlung. Nutzer einer schweren und einer leichten Gehirnerschütterung, einem Rippcnbruch und einer Stichverlehung handelte es sich hauptsächlich um rlentere Verletzungen, Hautabschürfungen, Verstauchungen, Muskelzerrungen. MagenversttMM mungen u. dgl.
1. Bender, Albert, Schlagb. V. Saarbrücken, 16,45V» Min.; 2. vom Schloß, Tkl. Reuftadt. 16,4675 Min.; 3. Schneider, Herrn., Tv. Drehen-


