Ausgabe 
3.8.1925
 
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Zu den schon genannten Gästen aud anderen

fetifen der D T. ist gestern noch KreiSober- Lrnwart Schmid (Berlin) vom Kreis 111 b

mautv auf dec falschen Seite

die Kurve ge-

f^rdenspacht gefordert, die derzeitigen Pächter " , 60 Prozent au bezahlen, wenn sie

2. U. Don der Landesuniversität kikhen. Die venia legendi wurde erteilt: 1der medizinischen Fakultät dem Assistenzarzt Paul Schumacher für das Fach der ®c- luQshilfe und Gynäkologie: in der veterinär- 7^izinischcu Fakultät dem Assistenten Dr. Mel- c c: Westhues für das Fach der Detecinär- Gcirgie; in der philosophischen Fakultät dem ?.'kierungsrat Dr. Adolf Kraft für das Fach Kr landwirtschaftlichen Betriebslehre.

* ©in Zusammen st oh zweier ?ut os veranlaßte am Samstag abend gegen l-Ihr einen Menschenauflaus tn der Südanlage, int Personenwagen kam aus der Brsmarckstraße Vv. Icharfer Fahrt und streß gegen einen die ©üb« Lige in Dichtung nach Osten durchfahrenden Kraftwagen. Wie wir hören, soll das Per­

Wen dem CBunb an. r Welt, rchachkougreß. töe getoann ®ruM uernspiel) durch über« Wr englischen Partie

Rett die QuaM ie Partie für sich zu enbauernspiel gctoann urteil gegen Wagner, iorrasch wurde durch

Ersteren gewonnen, orih wurde nnch d etwas besserer rbrvchen. Staub nach Pf2, Aunzowitsch : 5,4- Lester und nfeld 5, Samisch 41/, 3, Aümisch 21/>. Uh- !unde gelang es Legal- Dauemplus die Partie en. Sarrafd) batte eüS bic belfere durch einen gr.bcn tn die Früchte seine- e Partie. Samisch siel es angelegte Falle und die Dassen strecken.

. Wagner, sowie Reü- ) in ein friedliches )-Dlümisch wurde abgc- letzten Runde Dogol- l, Rubinstein öl/;, Dag- Samisch 41/,. Sam'4 sch 2Vi t Ä W

le EsperalltokmlgreZ i°s. .

nale AperanwionM i 2. August, von Ler gienmg m Gens er Sprache. Dann wird n gelassene Sprache ^

Zscandenburg) der D. T. hinzugekommen. Er |f: der Führer der aus 17 Mann bestehenden brutschen (Riege beim Eidgenössischen Turn- -kft in Genf gewesen Auf der Heimfahrt von htt hat er es sich nicht nehmen lassen, den Mtt- Iiklrheinern in Gießen einen Besuch abzustatten, loch ganz unter bem Erlebten in Genf stehend, «zählte er von dem trefflichen Eindruck, den die knutschen Turner, die in einer Zahl von insge« '.t»t 200 bei den Schweizern zu Gast waren, m kx Schweiz gemacht haben. Selbst in dem stark rUlchen Genf wurde Urnen ein äußerst frcund- Her Empfang bereitet. KreiSoberturnwart chmitz verfolgte mit regem Interesse die 2et- : ugen der Mittelrheiner. Ec äußerte sich seinen Iltarbcifem gegenüber nicht nur sehr anerfen- iib über den trefflichen turnerischen Geist und : zum Xctl beachtenswerten Darbietungen. Jon­en war auch voll des Lobes über die g a st - iiche Feststadt Gießen. Wir begrüßen ..;i Gast aus der Mark Brandenburg herzlich n unserer Mitte.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag. MMetrheinisches Kreisturnfest 8 ^lhr, Kon» in der Festhalle. Lichtspielhaus Bayn- sstrahe: .Zridencus Rex"' 3. und 4. Seil. toria-Lichtspiele: .Hyänen des Meeres" 2. Seil ö Schluß. -

Wettervoraussage.

Zeitweise aufheiternd, wärmer und Aachlassen Irr Aiederschläge, doch wieder zunehmende kiübuna.

linier Bezirk liegt heute aus der Ruckselle fcr starken nordöstlichen Störung. Bon Südwesten |t hoher Druck nach Mitteleuropa vorgestoßen, ter jedoch an seiner Westseite von neuem ge- sihidet ist.

Riederschlagsmengcn' Bvm 1. August 7,25 l-H bis 2. August 7,25 Ilhr früh 7,2 Millimeter tnv vom 2. August 7L5 früh bis 3. August 7,25 llyr früh 13,2 Millimeter.

3ic Gesamtzahl der Besucher deS Kongresses eläuft sich auf etwa 1000 Personen auS 31 rt> aalen. Aus Deutschland sind etwa 550 'Iperantisten eingetrofen. Die ReichSregierung il durch Professor Wietter, Leipzig, ver- rtten.

Erdstöße im Vogtland.

3m oberen Vogtland, namentlich in Fal­ci, st e i n und Dorfstadt. wurde ein ziemlich eftiger Erdstoß verspürt. Schaden wurde nicht ngerichtet, doch hat sich der Bevölkerung eine rgehcura Erregung bemächtigt

prähistorische Junbe in Westfalen.

Beim Ausbaggern des neuen Livvebettes wur- -sn bei Dorsten zwei fossile Menschenschädel ge- enden, die von Sachverständigen wegen der flachen >:imbitbunfl und anderer Merkmale primitiver Ent- rflung für Schädel prähistorischer Menschen gehal- ie« werden, die zu Beginn der letzten Eisperiode hror etwa 25 000 Jahren) gelebt haben.

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Aus Stadt und Land.

Gießen, den 3. August 1925.

Don den Saarturnern.

Unsere lieben Turngäste aus dem Saarland uirb dem übrigen besetzten Gebiet werden . EeraU herzlich begrüßt und aufgenommen. In den iwftn>irl|d)aften und Kasseehäusern der Stadt, wo ia gestern abend Einkehr hiesten, waren sie überall higenstand herzlicher Ovationen. Heute nachmittag - d mehrere hiindcrt Saarturncr Gäste der Stadt inü Turnerschaft Bad-Nauheim. Heute abend uGranftaltcn die Saarturner hier eine Abschieds- |ai e r. Wie wir erfahren, treten unsere Saargäste in argen früh 9.35 Uhr die Heimreise mit Sonder- ig an. Wir wünschen, daß sie von den Gießener ugen ein reiches inneres Erlebnis mit in das katsche Saarland nchmen. .Mögen ihnen die hie- Den Eindrücke und die mit Vertretern aus allen tcuen des Mittelrheingebietes geknüpften neuen -eundschaftsbande eine weitere Stärkung geben i dem von ihnen geführten heroischen Kampf für rchaltung deutschen Volkstums in der hartbedräng- n Westmark. Wir haben den vortrefflichen deut- twm Geist unserer Turnbrüder von der Saar, der R ofel und dem Rhein in diesen Tagen in innerem rieben kennenaclernt, er hat uns mit Bewunde- rüg und Dankbarkeit erfüllt und uns selbst wieder mju ange|pornt, in unentwegter Treue zu unseren trübem im Westen zu stehen.

Ein weiterer Turnersührer als Gast.

armen, das Lastauto dagegen kein Signal ge- }P'?n haben. Der Personenwagen erlitt am -. en Vorderrad eine Panne, so daß ber Reifen ;rrchselt werden mußte. Weiterer Schaden tfl tlj: entstanden.

Auftrieb auf dem heutigen Frank- ' rter S ch l a ch t v i e h m a r k t: 389 Ochsen, 49 8 ten, 867 Färsen und Kühe, 581 Kälber, 115 C*i)<ife, 1-574 Schweine.

Landkreis Gichcn.

£ Wieseck. 1. August. Die Beigeord- nclenwahl wurde vom Gemeinderat in seiner

|C)tm Sitzung auf den 23. August festgesetzt. Qi Wahlkampf wird wohl kaum zu erwarten *x da der seitherige Beigeordnete Karl !Hafer dieses Amt seit nunmehr 25 Jahren kr vollen Zufriedenhell der weitesten Ein- to^nerfreife führt. 3n der gleichen Sitzung tobe erneut über die Festsetzung des Pacht-

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die 3agd auf weitere sechs 3ahre zum gleichen Preis zugesprochen erhalten. Dieses Ansinnen, besonbers der -welle Seil, wlld abgelehnt, da­gegen soll den Pächtern mitgeteilt werden, daß die Gemeinde ihre urfprüngltche Forderung auf 70 Prozent ermäßigt, da mit Ablauf dieses Jahres die Pachtzell abgelaufen ist. Lehnen die Pächter aud) diese Forderung ab. soll das Pachl- einigungsamt angerusen werden. Zwei weitere Punkte betrafen Wohnungsangelegenheiten und Gesuche um Steuererlässe. Die von der weite­ren Umgebung, besonders von Gießen immer viel und gern besuchte Wiesecker Kirmes findet dieses Zahr am 16. August statt. Damit dürfte der ..Kranz der Feste", der für dieses Jahr etwas reichlich war. feinen Abschluß ge­funden haben.

! Ä l ei n 8 i n b e n , 1. Aug. Schwer oer . u n gl ückt e ber Kohlenlaber Ernst Junger von hier in ben Kohlengleisen der Betriebswerkställe Gießen. Er würbe von einer Lokomotive erfaßt und an der linken Seite so schwer gequetscht, baß ihm mehrere Nippen eingedrückt wurden. Jünger wurde in die Gießener Klinik verbracht.

i. -Hattenrod, 2. Aug. Bei der heutigen Stichwahl wurde DürgermeisterPeter A e c b mit 50 Stimmen Mehrheit zum Bürger­meister gewählt. ES wurden 252 Stimmen abgegeben.

Kreis Friedberg.

6 Friedberg, 1. Aug. Wie ber Landwirt­schaftskammerausschuß für die Provinz Oberhessen mitteilt, ist im September b. 3. eine Kreisausstellung in Friebberg geplant. Es wirb darauf hingewiesen, daß bei der Getreide- ernte von jeder Getreidesorte 4 Kilogramm Körner mit einem dazu gehörigen Büschel von 120 Pflan­zen, möglichst mit Wurzeln, ausgestellt werden müssen.

!*! Aus der Wetterau, 2. Aug. Der älteste Einwohner der Wetterau. der 92 Jahre alte Johannes 3 ö de I auS Nieder- Florstadt, wurde gestern beerdigt. Der Ver­storbene war infolge des schwarzen Stares in den letzten 3 ähren völlig erblindet, erfreute sich aber bis zum letzten Atemzuge eines klaren Verstandes.

KrciS Schotten.

§ Ulrichstein, 3. Aug. Hier wurde von Montag bis Mittwoch ber vergangenen Woche ber 3 akobimarkt gehalten. Da er im 3ahre 1350 ber Stabt zuHesprochen würbe, konnte in biefem 3ahre bas 575jährige Bestehen bes Marktes gefeiert werben-, bas fand schon im Gottesdienst seine Wür­digung, als der Ortsgeiftliche über Matthäus 10, Vers 1115 predigte, das prägte sich erst recht aus in dem Umfang und Besuch des Marktes. Montags war Pferdemarkt, zu dem auch die Zigeuner, bei uns ,F>offe" aenannt, zahlreich und mit sehr schönen Pferden erschienen waren. Diens­tags war Vieh - und Schweinemarkt, nach- mittags war die Verlosung, bei der eine trächtige Kalbin, ein Fohlen und andere begehrenswerte Dinge als Preise winkten, und später Tanz ber Ulrichsteiner. Am Mittwoch kam bann ber Krä » mermartt, ber reich beschickt war, und am Nachmittag der allgemeine Tanz. Die Verkaufs- und Dergnügungsbuden stunden diesmal vom Zimmer bis fast zur Schule, und im Nahmen der Haupt- straße, überragt vom wieberhergestellten Kirchturm unb dem ausgebauten Spritzenhaus, entwickelte sich ein buntes Treiben. Den Höhepunkt des Diehmarkts bildete zweifellos die Prämiierung am Diens- tagnwrgen, zu der eine Menge Vieh, durchweg von hervorragender Qualität, aufgetrieben war. An Preisträgern erscheinen erwähnenswert: 1. Vogels­berger Bullen, Versuchsgut Selgenhof, 1. Pr.; 2. ältere Vogelsberger Kühe, Heinrich Fritz, Wohnfeld, Ehrenpreis der Stadt Ulrichstein: Adam Rühl, Unter-Seibertenrod, 1. Preis: 3. jüngere Vogelsberger Kühe, Heinrich Fritz, Wohnfeld, 1. Preis-, 4. Vogelsberger Kalbinnen, Versuchsgut Selgenhof, 1. Preis: Karl Stein IL, Unter- Seibertenrod, 1. Preis: Karl Momberger IL, Unter-Seibertenrob, 1. Preis; Förster Gebharb, Rubingshain, 1. Preis; 5. Simmentaler Bullen, Ge- meinbe Stumpertenrob, 1. Preis; 6. Sim­mentaler Rinber, Wilhelm Fuchs, Stumpertenrob, 1. Preis; Bürgermeister Appel, Ulrichstein, 1. Preis; 7. Simmentaler Kühe, Konrab Eckstein, Stumpertenrob, Ehrenpreis ber Stabt Ulrichstein: Wilhelm Fuchs, Stumpertenrob, 1. Preis; 3ohs. Rau L, Meiches, 1. Preis: 8. Familien: Lanbwirt Horst, Stumpertenrob, ein Diplom: Wilhelm Fuchs, Stumpertenrob, zwei Diplome. Die Preis- richterarbeit mag recht schwierig gewesen sein: bas Vieh war burchweg hochwertig. 3m ganzen würben 89 Preise, Anerkennungen unb Diplome zuerkannt. Als Preisrichter amtierten für Simmentaler Vieh bic Herren Dr. geifert, Schotten, Bürgermeister Morschrob, Zeilbach, Lanbwirt Heinrich Orth, Nieber-Breibenbach, für Vogelsberger Vieh: bic Herren Deterinärrat Dr. Wagner- Gießen, Guts- besiher Theobor Fischer, Hof Zwiefatten, unb Dr. Schmibt - Schotten: außerbem waren von ber Lanbwirtfchaftskammer tätig bie Herren Zucht- Inspektoren Richtberg unb Bürler, beibe von Gie­ßen. Der Markt scheint wieber einen bebeutfamen Aufschwung zu nehmen, wozu wir in Anbetracht ber früheren Bebeutung bes Marktes nur vollen Erfolg wünschen können.

Kreis Büdingen.

)( Ortenberg, 1. Aug. 3n ber Frühe bes Dienstagmorgen starb plötzlich unb unerwartet ber langjährige Stabtredjner, Herr Philipp Winter, im Alter oon 70 3ahren. Wie beliebt unb geachtet ber Entschlafene war, baoon legte ber lange Leichen­zug ein berebteg Zeugnis ab, ber sich gestern vor unb hinter bem neuen Leichenwagen her, ber zum erstenmal in Gebrauch genomen würbe, burch bie Straßen unseres Stäbtchens zum Friebhof bewegte. Der Militär- unb Deteranenoerein, ber Schützen- verein unb Gesangverein nahmen geschlossen mit ihren Fahnen baran teil. Am Grabe angekommen, zeichnete ber Ortsgeistliche ein wahrheitsgetreues Bilb bes bewährten, treuen, beulfchen Mannes. Dann ließen ber Kirchenoorstanb, ber Schützcnverein, ber Vorschuß- unb Krebitverein, bie Stabt Ortenberg, ber Kreisrcchnerverbanb, ber Veteranen- und Mili- täroerein und Familie Kalb prachwolle Kränze mit entsprechenden Widmungen niederlegen. Der Mili­tärverein feuerte seinem Ehrenpräsidenten eine drei­fache Ehrensalve über das offene Grab.

--Ortenberg, 1. Aug. Nach wie oor beschäftigte bic Frage ber Wasserleitung leb­haft bie Gemüter. Nachbem es Enbe ber oergangenen Woche zwei Tage ununterbrochen geregnet hotte, kein Gartenbesitzer also zu gießen brauchte, auch bie inbustriellen Werke kein Wasier nötig hatten, blieb am Sonntagmorgen in ben höher gelegenen Teilen ber Stabt bas Wasserabermals aus. Woran lag bas? Entweber nur an ber Rücksichtslosigkeit ein­zelner, bie in ber Nacht unnötig bas Dosier fort­laufen ließen, ober aber, unb däs ist wahrschein.

licher, daran, weil die Ceüung einfach nicht mehr ausreicht. Man muß bedenken, daß in den letzten 3ahren einige Großverbraucher an das Dasierlei- tungsnetz angefchlvsscn wurden, die, wie einer der- selben allein ün Jahre 2500 Kubikmeter Wasser, also etwa den 20.25. Teil des ganzen Vorrats verbrauchen jollen (die Rich'.igkeil kann nur durch Sachverständige nadjgeprüjt werden). Will die Ge- nosienschast bei solchem Mehrverbrauch die Leitung nicht erweitern, dann muffen eben solche Großver- braucher auf die Anlage einer eigenen Wasicrleituvg hingewiesen werden. Ob die ganze Frage dadurch gelöst werden kann, daß man einzelnen Abnehmern jetzt Wassermesicr setzen lassen will, eine Maßnahme, die bei den Betrosfenen große Erbitterung hervor- gerufen hat, aroßc Kosten verursacht und vielleicht überhaupt nichts Hilst und zudem rcchttich vielleicht ansecknbar ist, ist sehr zu bezweifeln. Diele der 'Betroffenen weigern sich zudem, den Wasiermesscr fetzen zu lasten, wenn nicht zugleich alle damit bc- bad)t werben. Die beste Lösung wirb baher bie fein, entweber die inbustriellen Werke abzufchatten, was sehr rückständig wäre, oder den Wasserzusluß zu vergrößern, den Behälter zu erweitern oder |c nach Bedarf das Wasser des Stadtbrunnens durch einen Motor, was technisch durchaus möglich sein soll, direkt in das Drtsncji zu pumpen. Dann ist, was von einer richtigen Wasserleitung verlangt werden muß. Master für alle Abnehmer und für alle Zwecke da.

Buntes Allerlei.

EineWunderhöhle imSauerlanb.

Haben die Bergsteiger im letzten halben 3ahr* hundert sich hauptsächlich der Bezwingung ber stolzen Hvchgipfel zugewendet, so suchen sie jetzt mehr und mehr, da bie wichtigsten Höhen erobert sind, tief unter der Erde oder im Dunkel des Innern der Berge ihren Endeckungs- und Abenteuereiser zu befriebigen.Die Höhlenforfchung ist modern geworden und seitdem 1910 die Dachsteinhöhlen unb bald darauf die gewaltigen Eisriesenhöhlen im Sennen- gebirge bei Salzburg erschlossen wurden, haben sich überall Vereinigungen deutscher Höhlenforscher ge­bildet, die den Wundern der Tiefe in Aacht und Eis nachgehen. Deutschland besitzt in Westfalen eine Tropfsteinhöhle, die zu den schönsten unb größten gehört unbeineSehenswürdigkeit allere r'ten Ranges ist. ES ist die Attendorner Tropfsteinhöhle, die bei der alten Hanfaftadt Attendorn im Sauerlande liegt. 3bre Wunder fchildert Geheimrat G. G. Winkel in AeclamS Llniverfum". Die Höhle liegt von der Stadt eitoa eine Viertelstunde entfernt, ihr Eingang ist unmittelbar an der Straße, und sie tfl daher leicht zugänglich. Man hat dieses großartige Aaturdenk- rnal nut zum Teil bisher erschlosten. 3n diesem heute zugänglichen Teil der Höhle, die etwa 50 größere und kleinere durch ein Labyrinth von Gän­gen und Treppen miteinander verbundene Grotten, Kuppeln und Dome umfaßt, sind überall Wege an­gelegt, Brücken gefchlagen, elektrische Lichtanlagen durchgesührL 3m letzten Jahre haben bereits über 60 000 Besuchet sich durch sachverständige Führung mit diesem märchenhaften Dergpalast bekannt machen lasten. Da die Höhle sich zweifellos noch viel weiter etsttett, sollen im kommenden Winter Aeusotschun- gen gemacht werden, um noch weitere Teile zu er­schließen. Die Höhle ist vor ähnlichen Gebilden durch die übettafchend hohe Zahl großer und schönet Tropfsteine ausgezeichnet. An einer Stelle, der Kerzenhalle, gibt es an die 50 schlanker, zum Teil bis 5 Meter hoher alabastetweihet Trop'steinsäulen die bis zur Decke reichen. Das Merkwürdigste aber sind mehrere größere Gruppen von langhincjezogenen, farbig gestreiften Gardinen, Vorhängen und Seaeln mit Mustern an den Kanten, die von einet geradezu erstaunlichen Regelmäßigkeit sind. Ein wundervoller Kronleuchter hängt oben von der Decke herunter. 3n dem als Ruhmeshalle bezeichneten Saal befindet sich ein hoch aufsteigendes Siegesbenkmal. während die Decke darüber mit mehr als 30 Troplenstein- Fahnen prachtvoll behängt ist. Sine große Grotte erschimmert unter einer farbigen Glühlampe in zartroter Glut und zeigt eine Kapelle mit Orgel, Altar und Tausstein. Aus dämmernden Schluchten drängen sich Wastetfälle und Gletscher hervor. Mit allerlei phantastischem Getier, mit Wanderern und Zwergen scheinen die Wände belebt, unb dem phantasievollen Blick quillt aus diesen stets wech­selnden Formen eine Äebersülle von Gestaltungen entgegen. Taufende und Abertausende von Waster- tropfen hängen an den Wänden, die beim Schein der 600 elektrischen Lampen aufblihen, während die Lichtstrahlen von den Kristallen in buntem Regen- bvgenglanz gebrochen werden.

Hundstage.

Die Hundstage, die kalendermäßig am 24. 3uli beginnen, warfen diesmal ihre Schat­ten oder vielmehr ihr grelles Sonnenlicht be­reits voraus. Woher kommt mm der merk­würdige Rame dieser Wochen, woher der Aber­glaube an allerlei schlimme Ereignisse, der sich mit ihnen verbinden foll*? Die Hundstage sind ein vieltausendjähriges Vermächtnis, das die altägyptische Astronomie bis auf un­sere Tage vererbt hat. Spielte doch der Sirius, dieses Gestirn erster Größe im Sternbild des Großen Hundes, den die Untertanen des Pha­rao Sothis nannten, bei ihnen eine große Rolle. Zunächst hatte in Aegypten als 3ahresanfang der Beginn der Rilüberschwemmungen gegolten, die mit ihrem fruchtbaren Raß für das ganze Land stets von größter wirtschaftlicher Bedeu­tung waren. Dieses große Ereignis, das in die zweite Hälfte des 3uli fiel, kündete sich nun astronomisch dadurch an, daß die Sonne beim Hcrannahen der Periode mit dem Sirius gleich­zeitig aufging: dieser hellste Stern am ranzen Firmament war in der Morgendämmerung zu sehen. Da die Aegypter den Sochis wegen seines strahlenden Glanzes hoch verehrten, so brachten sie diesemhelialifchen Aufgang" des Sternes mit der Rilüberschwemmung in Ver­bindung. und er galt als der Vorläufer, gleich­sam als der Dringer dieser segensreichen Flu­ten. Der Beginn des 3ahres wurde gesetzlich gleichzeitig mit dem Erscheinen des Sirius in der Morgendämmerung festgesetzt und der Stern als einer der segensreichen Götter angebetet. Zunächst rechneten die Aegypter ein reine- Sonnenjahr mit 360 Tagen, aber bald merkten sie, daß bei dieser Annahme schon nach wenigen Fahren der Beginn der Rilüberschwemmung und der des gleichzeitigen Aufgangs deS Sirius mit der Sonne sich sehr beträchtlich gegeneinander verschoben. Wie der Mythos erzählt, soll der Sonnengott Thot der Wondgöttin 3siS im Brett­spiel' fünf Tage abgewonnen haben, die er den Menschen zu den bisherigen 360 Tagen des IahreS als Zugabe hinzuschenkte, so daß sie nun 365 Tage im Fahre besaßen. Aber auch diese Tageszcchl im Fahre bewirkte, wenn auch nicht so rasch, so doch allmählich eine Verschiebung

deS helialifchen SiriusaufgangeS gegen den Jahresanfang, alle vier Fahre betrug diese einen Sag, fo daß also erst nach je viermal 365 oder 1460 Fahren der gleichzeitige Auf­gang deS SiriuS mit der Sonne mit dem Fahresauigang -ufammenfiel. Diele große Pe­riode. die die Aegvpter die Sochls-Periode nann­ten. ist ein Beweis dafür, daß die alten Astro­nomen die Dauer eines Fahre- bereit- \u 365/* Sagen bestimm» hatten.

Diese Fahresberechnung der alten Aegypter bildete dann die Grundlage für den von 3u- liuS Cäsar eingeführten Fulianifchen Kalender, ber ja mit Veränderungen nod) heute gilt. Die HundStage stehen demnach auch mit unserer gegenwärtigen FahreSeinteilung noch in enger Beziehung. Die plückverheihende Bedeutung, die man dem die Rilüberschwemmung verkündenden SiriuS in der Morgendämmerung zuschrieb, trat aber allmählich mehr und mehr zurück. Mit den fruchtbaren Wassern lam nämlich zugleich die Zeit der großen Hitzen, der gefährlichen Seu­chen und des fchlimmen Steroens. Aus dem zurückbleibenden Schlamm des FlufseS fliegen giftige MiaSmen auf. und nach dem Segen kam das Elend, für daS man ebenfalls ben Sothis verantwortlich machte. Die Griechen, die dem Hunds-Gestirn den Ramen SiriuS beilegten, übernahmen nur diesen Glauben an die un­heilbringende Macht des Sternes: sie sahen in ihm den sagenhaften Hund der Unterwelt, den Jupiter dem Sotenrichter MinoS gefchenkt und der dann an das Firmament versetzt worden war. Ptolemäus gibt ihm eine feuerrötliche Farbe, und zu 'Beginn der ..HundStage" opferte man einen roten Hund, um das schlimme Ge­stirn zu versöhnen und günstig zu stimmen. Rach den Angaben des HippvkrateS, dem sich die römischen Raturforscher anschlossen.beginnt an dem Sage, da der Hundsstern fich erhebt, das Meer zu kochen: der Wein wir> schlecht, die Hunde bekommen die Sollwut. beim Men­schen vergrößert sich die Galle und wird ge­reizt. alle Siete verfallen in Schlaffheit und Srübsinn: die Krankheiten, die diese Zeit am häufigsten hervorruft, sind die heißen und an­dauernden Fieber, die Datmkatharte und Tob­suchtsanfälle". Bei der ungeheuren Autorität, die Hippokrates im Mtttelalter besaß, ist eS kein Wunder, daß der ®tau6e an die Gefährlichkeit der Hundstage das ganze Mittelaller hindurch bi- in die neuere Zeit hinein bestehen blieb. Rach den alten Medizin- und Rezeptbüchern muß man in dieser Zeit besonders vorsichtig fein, sich tüchtig zur Ader lassen, nicht haben, wenig essen, nicht zu viel schlafen usw. f

Büchertisch.

Die neue Nummer ber .Illustrierten Zeitung" (Verlag 3. 3- Weber. Leipzig) steht mit üjrer TitelzeichnungDie Thomaskirche in Leipzig" von C. Streücr unb bem Eingangsartikel ..Neue Wege ber Bach-Forschung" von Dr. W. Hitzig im Zeichen ber 175. Wieberkehr bes Tabestages^ von 3ohann Sebastian Bach am 28. 3ulL Eine Frage von großer Tragweite betjanbelt ber AufsatzDie ÄuUuraufgabc ber beutschen Frau in ber Gegen­wart" von Marie Sdjcmpp. Einen großen Raum nimmt in ber vorliegenben Nummer Die Kunst ein. Die Tagesereignisse bes 3n* unb Auslanbes treten in trefflichen Bildern und einer oorzüglichen Zeich­nung oon A. Reich lebendig vor das Auge.

Der Piper-Bote für Kun ft und Literatur, bic Hauszeitschrist bes Münchener Verlages R. Piper Le Co., laßt soeben sein Sommer» heft hinausgehcn. 3n seinem Mittelpunkt stehen Aussätze über Landschaft unb Baukunst. Das Heft wirb eröffnet von einer farbenreichen Reiseschilbe- rung Mercschkowskis über einen Besuch ber Akropolis. Der soeben viel zu früh gestorbene Moeller van ben Bruck zeichnet P o t s b a m unb seine Lanbschast. H. Seblmayr entwirft ein Bild vom Schaffen des großen Barockbaumeisters Fischer oon Erlach, dessen Ruhm die Bauten in Salzburg. Prag, Wien, Bres'au verkünden, lieber die Gattin Dostojewskis, deren Lebens- erinncrungen zu den schönsten Frauenbüchern zäh­len, die wir besitzen, schreiben drei grauen: Helene Döhlau, Helene Raff und Auguste Supper.

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