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gewiß.

Kreis Alsscld.

Ausschuß, der sich aus dem Bürgermeister und den Stadtverordneten Böhler, Schmidt, I

Verkehrs zu rechnen. Die Holzarbeiten in den Wäldern ruhen zur Zeil vollkommen. Es ist den Holzhauern unmöglich, bei diesen Schneemassen zu arbeiten. Sie feiern ohne Erwerbslosenunter. stützung. In früheren Jahren brachte das Schnee­schippen an den Kreisstraßcn manchen Verdienst. Ob es auch diesmal wieder geschieht? Nötig wäre es

gebrachte Anregung, eine Winternothilfe einzurichten, findet Zustimmung. 6in_ besonderer

Spielenden durch feine und gutdurchdachte Ge­staltung das PubliKun in den Dann der Dich- limg zu ziehen. Für die Vorstellung wurde in herzlicher Weise gedankt.

* 2 Id), 30. Rov. Von dem im Zahre 1865 durch Heinr. Adam Reeb, einem Sohne unserer Stadt, zu Frankfurt a. M. gegründeten und ihm zu Ehren benanntenReeb'schen Männerchor", einem der bedeutendsten und angesehensten Männergelangvereine der Main­metropole, ist vor kurzem eine Einladung an die ihm befreundete hiesige »Cactlia zur Teilnahme an seinem 63. Jubilaumsfeste ergan­gen das in den Tagen vom 4. bis 6. Dezember in großem Stil begangen werden soll- Schon am gestrigen Sonntag, vormittag 101/» älhr, wurde das Fest auf dem Haupts riedhof zu Frankfurt a. M. durch eine Gedächtnisfeier am Grab: Reeds für die Toten des Vereins, verbunden mit Kranz­niederlegung und Rede des Vorsitzenden Dr. Hermann sowie Orgel- und Chorvorträgen ein- geleitet. Zum Besten des Reeddenkmals hatte der Cäcilienverein Lich schon im I h-e 1914 ein gutbesuchtes Konzert veranstaltet, dessen Reinertrag dem Frankfurter Druderverein zur Verfügung gestellt wurde. Run svll eine Ehrung des Gründers und ersten Leiters der dl eeber" in den nächsten Tagen auch in un­serer Stadt geschehen. 3m Auftrage des feiern- den Vereins wird dieCäcilia" eine ge­schmackvolle Bekränzung seines Ge­burtshauses vornehmen, das seit dem 33. Todestage des Meisters (17. 3an. 1911) bereits durch Die ..Frankfurter Liedertafel", deren Diri­gent und Ehrenmitglied Ree b gleichfalls war, mit einer Gedenktafel geschmückt ist. Hlerbm werden einige Lieder zum Vortrag kommen- Rach dem uns vorliegenden Programm stehen für das am Freitag, 4. Dez. zur Erstausführung und am 5. Dez. zur Wiederholung gelangende Fest­konzert im großen Saale des Saalbaues m Frankfurt auserlesene Genüsse Chorgesänge unter Mitwirkung des Symphonie-Orchesters in Aussicht; neben Werken von Beethoven, Schu- bert, Lißt und Hrgar u. a. auch eine Äompolition für Männerchor und Orchester v. H. A. Re eb und die Uraufführung desGroßen Halleluja für Männerchor, Orchester und Orgel vom der­zeitigen Chorleiter, Musikdirektor Rudolf Her­mann. Zu dem Festkonzert wird als offizieller Vertreter des hiesigen Vereins ein älteres ver­dientes Mitglied entsandt, zum Begrüßungsabend am Samstag und Der akademischen Feier am Sonntag wird sich eine Abordnung des Vereins (etwa 810 Mann) nach Frankfurt begeben. Hof­fen wir, daß der Verein dort neue Anregung für seine eigene Arbeit von diesem Besuche mit nach Hause bringt.

> Eberstadt, 1. Dez. Rachdem Die meisten Gemeinden ihr altes Geläute wiederhergestellt haben, hegte man auch hier allgemein den Wunsch, für unsere dritte und größte Glocke, die am 27. 3uli 1917 ein Opfer des Krieges wurde, einen gleichwertigen Ersatz zu schaffen. Um diesem Wunsche zu entsprechen, wurde am 27. 3uli d. 3., also genau nach acht 3ahren. von Gemeinde- und K:rchmvertretung die Anschaffung der fehlenden Glocke beschlossen. Mit der Herstellung wurde die Firma R i n ck e r in Sinn beauftragt. Am 17. Rovember konnte Die neue Glocke ihren beiden Kameraden beiges eilt werden; die feierliche Weihe war auf Den 1. Advent festgesetzt worden. -Unter Gottes­haus war daher am Sonntag bis zum letzten Platz besetzt. Rach Der Predigt, in der der Orts» gcistliche, Pfarrer Ködding, das glückliche Zu- sammeiitreffen der neuen Glocke mit Dem ersten Advent, Dem Anfang Des neuen Kirchenjahres, und Die Bedeutung her Glocken als unermüdliche Rufer und Mahner zum Reiche Gottes betonte, beging man die eigentlich: Weihe. Cingeleitet wurde diese durch ein passendes Chorlied, vor­getragen von Dem hiesigen M ä nn er chor unter der bewährten Leitung seines Dirigenten, Herrn Sarnes- Holzheim. Anschließend fand Die Weihe durch Den Ortsgeistlichen statt. Rachdem man Dem Geläute in seiner neuen Zusammensetzung einige Minuten gelauscht hatte, folgte ein zwei­stimmiger Gesang Der hiesigen 3ungfrauen, ge­leitet von Lehrer Löffler. Mit einer An­sprache unseres Bürgermeisters G ö r l a ch, in Der er Die Glocke in Den Schuh Der GemeinDe nahm, und mit Dem LiedRun preiset alle" schloß Die erhebende Feier. Abends fand eine Rachfeier statt, wozu Stiftsdechant Lenz aus Lich als Redner gewonnen war.

Kreis Schotten.

)-( Ruppertsburg, 1. Dez. Mit Wir­kung vom 1. Oktober ist der seicherige lang­jährige gräflich Laubachsche Förster Konrad K o ch in Den wohlverdienten Ruhestand ge­treten. Sein Rachfolger ist Der seitherige Forst- gehilfe Karl Decker aus Laubach. Als tüch­tigem Waidmann gelang es ihm gestern, unweit des herrlichen, idyllisch gelegenen Waldwiesen- grundes Wynden einen stattlichen Acht­ender zur Strecke zu bringen, der über 2 Zentner wog.

m. Stumpertenrod, 30. Nov. Unser Dorf, das infolge seiner ungünstigen Lage es ist drei Stunden von der Station Mücke entfernt noch nicht dem Postautoverkehr angeschlossen wer­den konnte, hofft jetzt in dieser Hinsicht aus Besserung. Die neugeplante Postautolinie Nieder- Gemünden Ulrich st ein wird auch unseren Ort passieren. Es wurden deshalb)on Ausbesse­rungsarbeiten an der in Betracht kommenden Straße vorgenommen. Die seitherige Linie Groß-Felda Ehringshausen würde durch diese neue Linie über­flüssig werden, da letztere die Fahrgäste um eine Station näher nach Gießen bringt, auch ein Um­steigen in die Nebenbahn Nieder-GemündenKirch­hain nicht mehr nötig wäre, die Bewohner aus Der Groß-Feldaer Gegend aber leicht mit Dem Auto Groh-FeldaAlsfeld ihre Kreisstadt erreichen könnten.

-5-AusdeinhohenVogelsberg,l. Dez. Die tief verschneiten Wälder unseres Vogelsbergs bieten wieder eine Fülle abwechslungs­reicher, wunderschöner Bilder, die jedem Natur­freund immer neue Reize besonderer Art bieten und ihn entzücken. Die Schneelast der Bäume, insbe­sondere Der Der Fichtenschonungen, ist sehr stark. Hier muß bet weiteren Schneefällen und es schneit noch unaufhörlich mit S ch ne e b r u ch gerechnet werden. In Das wirtschaftliche Leden unserer ohnehin schon abgelegenen Dörfer bringt der allzu reichliche Schnee allerdings starke Veränderung. Sämtlicher Autoverkehr, auch der Der Postautos, ruht. VerschieDentlich muß­ten schon Autos, die sich in unsere Schneewildnis gewagt hatten, abgeschleppt werden. Auch ist mit einer vorüdergebenden Stillegung ober zum minde­stens einer Erschwerung Des Eisenbahn-

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WSR. Mainz, 1. Dez. Die hiesige Staats­anwaltschaft hat gegen Die zwei Zigeuner 3oseph unD Georg Reinhardt wegen Mordver- Dachts einen Steckbrief erlassen. Wahrscheinlich halten sich Die beiben Verbrecher in Den Huns- rückwaldungen auf. Einer Der Verbrechn: konnte kürzlich bei SprenDlingen in Rheinhessen fest- genommen werben. Auf Dem Transport ist er jedoch toieber entflohen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

g. Rieberkleen, 30. Rov. Die Straße von hier nach Pohlgöns befindet sich, soweit sie Durch Die Gemarkung Pohlgöns führt, in einem Zustande, der jeder Beschreibung spottet. Hunderte von Metern lang reiht sich mitten in Der Fahrbahn Loch an Loch. Zum Teil sind Die Löcher von solcher Tiefe, daß sie eine unmittelbare Gefahr für Die öffent­liche Sicherheit bedeuten. Daß hier besonders bei Rachtzeiten nicht schon älnglücksfälle vor­gekommen sind, für die letzten Endes der Straßen- unterhaltungspflichtige verantwortlich wäre, ist als ein Wunder zu bezeichnen. Es wäre an Der Zeit, daß hier von Der zuständigen Stelle bald und gründlich Abhilfe geschaffen würde. Der hiesigeS ch n e i d e r h e r g" ist wegen Aus­führung von Arbeiten für Den Bau Der Wasser­leitung polizeilich gesperrt. Der Durchgangs­verkehr wird durch DieSchießeck" undKreuz­gasse" umgeleitet. Die Wasserleitungsrohre wer­den imSchneiderberg" deshalb schon jetzt ge­legt, weil dieser im Frühjahr nächsten Jahres neues Pflaster erhalten soll.

kk. Aus Dem Hüttenberg, 1. Dez. Die allwinterlich stattfindenDen H a u s s ch l a ch t u n ° gen von Sch weinen sind gegenwärtig in vollem Gange. Die Schlachtungen werden meistens von solchen Metzgern ausgeführt, die dieser Be- fchäftigung nur im Winter nachgehen (sog. Haus­metzger). Metzelsuppen werden jetzt nicht mehr in dem Umfange gehaltert, wie in früheren Jahren, wo Verwandte, Bekannte, Nachbarn und Freunde eingeladen wurden. Die Sitte, daß am Tage nach der Schlachtung den Verwandten und Nachbarn Wurstsuppen" gebracht werden, hat man jedoch bis heute beibehalten. Etwas, was man früher nicht kannte, ist die obligatorisch eingeführte Beschau- pflicht der hausgeschlachteten Schweine auf Trichi­nen und Finnen. Die Fleischbeschauer sind in dieser Zeit stark in Anspruch genommen, zumal sich ihre Bezirke auf mehrere Gemeinden erstrecken. Die von den Besitzern zu zahlenden Beschaugebühren betra­gen je Schwein 90 Pf. Die landwirtschaftlichen Or- ganisationen sind an maßgeblicher Stelle wieder­holt wegen Aufhebung der Untersuchungspslicht für Hausschlachtungen vorstellig geworden, ohne daß ihre Vorstellungen bis jetzt Erfolg gehabt hätten.

kz. Groß-Altenstädten, 30. Nov. Troz schwerer Zeit hat die hiesige Gemeinde ein Ra t- haus erbaut, welches den Erbauern und der Gemeindevertretung alle Ehre macht. Gestern fand die Einweihung des Neubaues unter Beteili­gung der ganzen Gemeinde und zahlreicher aus­wärtiger Gaste statt. Die Feier stand unter dem Heimatgedanken. Ein von Erika Schneider vorgek.-agener Prolog leitete dazu ein. Der Vrtsvor- steher Georg Schäfer hob in seiner Be­grüßungsansprache besonders den starken Heimats- sinn und das enge Gemeinschaftsgefühl in der Ge­meind: hervor, we.ck)es beim Bau dieses Hauses wieder so recht zum Ausdruck gekommen wäre. P'arrer Petry wies in seiner Weiherede auf den Sinn des Hauses hin, in welchem Haupt und Glie- Der Der GemeinDe sich immer von Den einigenden Gedanken leiten lassen möchten. Rühmend hob er I hervor, daß die Gemeinde treu das gute Alte be>

E. Aus dem Vogelsberg, 1. Dez. Auch in unseren vom Verkehr ziemlich abgeschlossenen Dörfern wird gegenwärtig viel auf dem Gebiete der Volksbildungtzarbeit getan. Besonders sind es die Vereine, die sich bemühen, ihren Zuhörern bei den kommenden Wintervergnügen Gediegenes zu bieten. Es ist ein erfreulicher Fortschritt gegen früher, daß die oft recht faden und abgeschmackten Couplets der Vorkriegszeit besseren und wirkungs­volleren Bühnenstücken gewichen sind. Gerade unsere D o r f b ü h n e ist cs, die nach dem Weltkrieg wieder überall ins Leben kan. Weiter sind es die Musik- vereine, die sich an vielen Orten gebildet haben und in denen besonders fleißig gearbeitet wird, an- gespornt durch die großen Erfolge, die gerade durch musikalische Aufführungen auf dem Lande erzielt werden. Kannte man doch vor dem Kriege auf un­seren Dörfern meist nur Tanzmusik. Endlich sind es die L i ch t b i l d e r v o r t r ä g e , die sich gerade in der letzten Zeit überall auf unseren Dörfern ein­gebürgert haben und meist von Geistlichen und Lehrern gehalten werden. Während man früher die teueren und leicht zerbrechlichen Glasbilder für diese Vorträge benutzte, verwendet man jetzt bei diesen einfachen und 'doch scharfen Apparaten Filmstrei­fen mit stehenden Bildern, die den großen Vorzug haben, daß sie viel billiger als Glasbilder find, nicht zerbrechen und mehrere Filmserien leicht in Der Westentasche getragen werden können. Diese Vor­träge sind durchweg belehrenden Inhalts. Sie be­handeln hauptsächlich Heimat-, Erd- und Völker­kunde, Naturgeschichte, Technik und Himmelskunde. Erfreulich ist, daß gerade diese Vorträge, die oft von Gesangs- und Musikoorträgcn umrahmt sind, durch­weg gut besucht werden.

Kreis Lauterbach.

& Lauterbach, 1. Dez. Heute nacht gegen 4.15 Uhr brach in dem Scheunen- und Stallbau des Sattlermeisters Theodor Stumpf II. dahier am Marptklatz Feuer aus, welches alsbald auf die Nachbargebäude des Metzgermeisters Knoll und Schneidermeisters Henning Übergriff und diese ganz bzw. teilweise e inä scherte. Die Ent­stehungsursache konnte bis jetzt nicht festgestellt werden.

Lauterbach, 1. Dez. Beim Holz­fällen erschlagen wurde im Walde Der Landwirt Hch. Wahl aus Frau-Rombach. Als er mit dem Fällen einer starken Buche be­schäftigt war, stürzte Diese unerwartet früh zu­sammen. Der Stamm fiel auf Den Mann und tötete ihn auf Der Stelle.

Kreis Büdingen.

» Rohrbach, 30. Nov. Unter starker Anteil­nahme der ganzen Gemeinde wurde nun auch hier ein Denkmal für die im Weltkrieg gefallenen Helden geweiht. Das Ehrenmal erhebt sich vor dem Portal der Kirche. Die Weiherede hielt Pfarrer S t r ö h e r von hier, der zugleich die Namen der 19 Gefallenen verlas, ferner hielt der Provinzial- rabbiner Dr. Hirschfeld aus Gießen eine An­sprache. Der GesangvereinEintracht", der Ge­mischte Chor Rohrbach und die Kapelle Helfrich von Stockheim verschönten die würdige Feier durch ihre Darbietungen, eine Abordnung des Kriegervereius Rohrbach gab eine Ehrensalve ab, während die Vereine mit gesenkten Fahnen das Denkmal und Damit Die gefallenen BrüDer grüßten. Zahlreiche Kränze wurden an der Weihestäte als Zeichen der Dankbarkeit an die gefallenen Helden niedergelegt.

Kreis Friedberg.

zX DaD-R auheim, 1. Dez. Unter Dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. Kayser fand heute eine ötaDtberorDnetenfitjung statt, jedenfalls Die vorletzte in Diesem 3ahre. Vor Eintritt in Die Tagesordnung verlas Der Bürgermeister ein Schreiben einiger Kriegs­beschädigten, worin Diese Der Stadt ihren Dank für Die beim Bau ihrer Häuser gewährten Bei­hilfen abstatten. Von Den zur Verhandlung ge­standenen Gegenständen heben wir hervor: Das Der Siadt gehörige Waidhaus, ein beliebter Ausflugsort der Kurgäste, bedarf dringender Instandsetzung. Cs werden Dafür 16 800 Mark bewilligt, wovon 5600 Maik für Die Schinde- lung Des Gebäudes vorgesehen sind. Die Holz­hauerarbeiten im Stadtwalde werden Der seitherigen Rolle zu Den im Akkord angegebenen Preisen übertragen. Rachdem Die Orts­krankenkasse ihren schönen Reubau bezogen hat, sind Die von ihr seither benutzten Räume im Parterrestock des Polizeigebäudes frei ge­worden/ sie werden an das Polizeiamt ab­gegeben. Dem Mietvertrag wird zugestimmt. Zwei private Grundstücke sind Der Stadt zum Preise von 8 bzw. 2,50 Mk. pro Quadratmeter angeboten worden. Der Erwerb wird aber ab- gelehnt, Da zur Vermehrung des städti­schen Grundbesitzes keine Mittel vor­handen sind. Don der Freiwilligen Feuer­wehr liegt ein Gesuch vor, worin gebeten wird, die Umbauarbeiten des Feuerwehrgerätehauses an Mitglieder Der Wehr zu vergeben. Der im Sinne Des Gesuchs gehaltene Vorschlag Des Bau­ausschusses, der Die in Betrach kommenden Hand­werker der Wehr namhaft macht, wird angenom­men. Dem Ziegenzuchtverein wird ein Kostenzuschuh von 100 Mark bewilligt, außer­dem Die unentgeltliche Ueberlaffung Der Stallung und Die kostenlose Lieferung von Hafer und Heu. UnterBesprechungen" kommt Stadtver­ordneter Rosenthal aus ein G e r ü ch t zu sprechen, das vor einiger Zeit in der Stadt viel be­sprochen wurde. Es handelt sich um den Ankauf des Waldbesihes der Freifrau von Löw in Steinfurth, der der Stadt zum Preise von etwa 50 000 Mark zum Kauf angeboten war. Das Objekt, etwa 300 Morgen Eichenniederwald, besteht aus mehreren auseinanderliegenden Par­zellen und ist wirtschaftlich nicht von großem Rutzen. Bürgermeister Dr. Kayser kann dem Fragesteller mitteilen, daß nach einem Beschluß des Bauausschusses ©elänDeertoerbungen nicht mehr tragbar seien und daher der Ankauf des Löw'schen Waldes endgültig aufgegeben worden sei. lWie wir kürzlich mitteilen konnten, hat auch der Steinsurther OemeinDetat den Erwerb Des Waldbesitzes abgelehnt. Die Schriftltg.) Die von Dem EtadtverorDneten Rößler vor-

H e ß , Kluge und Hofmann zusammenseht, wird noch in dieser Woche zu vorbereitender Be­ratung zusammenkommen. Stadtv. Minder regt den Beitritt Der Stadt zu einer Bauspar­kasse an. Wie der Bürgermeister mitteiÜe, hat die Stadtverwaltung in Dieser Hinsicht schon gearbeitet. Es bestehe Die Absicht, in Anleh­nung an das Mathilden st ist in Fried­berg Baulustige zur Zahlung von Beiträgen stimmen, wer ein Haus bekommt. Vereine, wie zu veranlassen und dann durch das Los zu be- ettoa der Mieterschutzverein, können sich korpora­tiv beteiligen.

= Aus Dem Ufatal, 1. Dez. In einer An­zahl Gemeinden des unteren Ufatales grassiert die Schweine seuche, die bereits große Opfer unter Den Schweinebeständen gefordert hat. Es ist keine Seltenheit, daß mitunter der gesamte Schweine­bestand eines Landwirtes an dieser Krankheit zu­grunde gegangen ist. In sehr vielen Fällen hat man aber schon vorzeitig die furchtbare Gefahr erkannt und durch rechtzeitiges Abschlachten Der Tiere Den SchaDen wenigstens etwas verringert.

(2Jlieberflorftabt, 1. Dez. Seit gestern hat sich Der Fahrplan für Den Personen- Kraftwagenoerkehr grieDber gF l o r- staDt StaDen etwas geänDert. Für Die Ar­beiter liegen Die Fahrzeiten weiter günstig, für Die Schüler ist Die Abfahrt vormittags von 7 Uhr ab auf 6.30 Uhr voroerlegt. Sicher soll Damit noch em Zug für Arbeiter in FrieDberg erreicht werben. Die übrigen Fahrzeiten finb geblieben. Die EnD- ft a t i o n ist nun in NieDerflorstaDt, nur Drei Züge gehen weiter bis Staben, unb zwar vor- mittags an 5.55 Uhr, ab 6.00 Uhr, an 9.35, ab 9.55 unb nachmittags an 6.45 Uhr, ab 6.55 Uhr. Der kürzlich gemelbete Unfall hat bas Vertrauen Der Bevölkerung zu Dem Autobus Durchaus nicht er­schüttert, Die Wagen sinD weiter fast immer über- füllt. Die GemeinDe DberflorftaDt hat nun etwa 800 Meter Weg zur Haltestelle, will sich als vollwertiges GlieD Des ZweckverbanDes damit nicht einverstanden erklären und fordert, daß alle Wagen wie seither bis in Den Ort gehen. Diese Lösung kann aber nicht Durchgeführt werDen, Denn sie mürDe eine jährliche Mehrausgabe von 34000 Mk. erforDem.

Starkenburg.

WER. Darmstadt, 1. Dez. Zu der Eberstadter Mordtat erfährt dieHess. Landesztg.", daß Die Leiche Der ermordeten Fr au Maurer beschlagnahmt und daß die Leiche des gestern beerdigten Maurer, der sich bekanntlich erhängte, wieder ausgegra­ben wurde. Gestern weilte der Frankfurter Gerichtschemiker Dr. Popp zur irntersuchung in Eberstadt. Es verlautet, daß Maurer die Tat nicht allein ausgeführt haben soll, sondern daß noch ein Helfershelfer betei­ligt sei, von dem bereits greifbare Spuren er­mittelt feien.

Rheinhessen.

wahrt und Deshalb Das neuerbaute Rathaus in Dem* eiben Stil, wie Das aus Dem Jabr 1579 ftammenDe alte Ratbaus erbaut habe. Lehrer Schneider von hier sprach anschließend über die Bedeutung der Heimat für den deutschen Bauer, über Die Bedeu­tung der alten Dorfdenkmäler, welche Heimatliebe, Heimatgefühl und Heimatdank in jedem Menschen wachrufen und erhalten müßten. Lehrer Schnei­der aus Wetzlar-Niedergirmes sprach über wichtige geschichtliche Ereignisse unteres Ortes. Schon der Name des Ortes weise auf eine große alte Stätte (5 Orte) hin. Der Redner zeigte die besondere Be- Deutung Der alten BaukunftDenkmaler unseres Dor­fes, von Denen der im 14. Jahrhundert erbaute Kirchturm und bas im Jahre 1579 errichtete Rat- haus noch oorhanben finb. Junglehrer Jakob Krauskopf zeigte bie Berbinbung ber engeren zu ber größeren beutschen Heimat, sprach von ben Notzeiten im Heimatdorf, auf welche wieder bessere Zeilen gefolgt wären, und gab der Hoffnung Aus­druck, daß auch auf die Zeiten des Druckes und Zwanges ein neuer Frühling folgen möge. Durch abwechselnde Gesänge von Männer- und M a d- ch e n ch o r zwischen den einzelnen Vorträgen, durch entsprechende Heimatlieder wurde die Feier in wir­kungsvoller Weise verschönt. Die Feier fand ihren Abschluß durch die Aufführung von Szenen aus Wilhelm Tell". In geradezu musteryültiger Weise wurden die einzelnen Rollen von den jungen Leuten gespielt.

Kreis Biedenkopf.

<3 Robheim a. b. B., 30. Nov. Der hiesige Arbeiter-GesangvereinVorwärts" gab am Sonntag bei vollbesetztem Saale sein dies- jähriges Konzert. Wenn man bebenft, daß ber ueranftaltenbe Verein erst seit etwas über vier Jahren besteht und seine Sänger zu einem großen Teil sich aus jugendlichen Kräften zusammensetzen, o muß man über die Leistungen geradezu staunen. Ianz besonders gilt dies für den Frauenchor, der erst vor einem halben Jahr ins Leben gerufen wurde. Eine große Aufgabe hatten sich die Aus- ährenden gestellt, und man muß jagen, sie wurde glänzend gelöst. Leider wurde versäumt, durch Jn- ftrumentalDorträge etwas Abwechslung in das sonst sehr geschmackvolle Programm zu bringen. Don Den Männerchören gefielen besonders gutGlocken­türmers Töchterlein" undWiegenlied". Beide Chöre erhielten durch das darin enthalten? Sopransolo ein ganz besonderes Gepräge. Wahre Beifallsstürme lösten die Vorträge des Frauenchors aus. Als angehende Konzertsängerin präsentierte sich diesen Abend Fräulein Anna D o d e n b e n d e r - Rod- Heim, die sowohl bei den obenerwähnten Sopran- (olis in Männerchören als auch im Verein mit Frau Hörr durch verschiedene Duette von Mendelssohn den Zuhörern einen vollen Genuß bereitete. Nicht endenwollender Beifall erzwang sich hier sehr schöne Zugaben. Für die volle und weiche Stimme Frl. Bodenbenders wäre zu wünschen, daß sie eine tüch­tige, sachgemäße Ausbildung erfährt, denn sie ist vielversprechend. Es ist wohl nicht zuviel, wenn man jagt, daß Das sehr gute Gelingen Dieser Veranstal­tung eine Folge Der lobenswerten Zusammenarbeit des Vereins mit feinem rührigen unb tüchtigen Diri­genten Philipp Hörr - Launsbach ist. Nur so weiter unb Dem NamenVorwärts, Den sich die Veranstalter auf Die Fahne schrieben, ist alle Ehre gemacht.

T Naunheim, 1. Dez. Bei der hier abaehal- teneu Treibjagd, welche Die BuDerussche Jagd­gesellschaft veranstaltete, tarnen 62 Hasen zur Strecke. Da bie Pacht abläuft, durfte laut Vertrag kein Rehwild geschossen werben.

T Waldgirmes, 1. Dez. Da es unserem Bürgermeister gelungen ist, für bie ©emeinbe bei der Nassauischen Landesbank ein Darlehen von 44000 Mark zu erhalten, werden bie Arbeiten an ber Wasserleitung fortgesetzt. Die Ar­beitslosen unserer ©emeinbe haben sich als Unternehmer zusammengeschlossen und auf bie Herstellung ber Gräben eingereicht. Mit 1,68 Mk. pro laufender Meter wurde ihnen als Wenigstnehmenden die Arbeit zugeschlagen. Zu er­wähnen ist, daß ber Boden Lehm unb daher gut zu verarbeiten ist. Auch bie ©emeinbe Dorlar hat mit bem Bau ihrer Wasserleitung begonnen. Sie macht eine Ableitung von bem hiesigen Bassin und hat bis zu unserem Dorfe 1000 Meter zu bewerk­stelligen. Unternehmer sinb Karl Weimer unb Friedrich Kias von hier.

Maingau.

WSÄ. Frankfurt a. M, 1. Dez. Der Fr. Ztg." zufolge ist jetzt auch das Verfahren gegen Den bisherigen Direktor des Wohnungs­amtes, Daurat Gresser, und seinen Schwieger­sohn Kaufmann H o s ch wegen angeblicher Woh- nungsschiÄnmg e i n g e st e l l t worben. Mit Der Wegräumung Der in letjfer Zeit niederge- gangenen großen Schneemassen sind feit mehreren Tagen ru n D 1000 Arbeitslose beschäftigt, Die neben Den ständigen und Hilfsarbeitern Der städtischen Straßenreinigung von den frühen Morgenstunden an bis spät abends ununterbrochen arbeiten.

WER. Hanau, 1. Dez. 3n einem hie­sigen Hotel wurDe gestern abend eine Spielergesell sch aft beim Pockern überrascht. Rachdem ihre Personalien! festgestellt waren, wurden sie wieder freigelassen. Hier wurden in einer der letzten Rächte vier Männer fest genommen, Die in eine Qiförfabrif eingebrochen und gerade Dabei waren, Die Beute über einen Zaun abzutransportieren.

Aus dem Amtsverkündiguugsblatt.

* Das Amtsverkündigungsblatt N r. 9 2 vom 27. November enthält: Einfuhr von Geflügel aus Dem Ausland. VerAnfuna ber Dar­lehen aus bem staatlichen Notstanoskredit. Be­kämpfung ber Schnakenplage. Verkauf von Kokkelskörnern. Maul- und Klauenseuche in Saa­sen unb Lumba. Straßensperre. Gewerbe­steuer Der Provinzen, Kreise unb Gemeinden. Abhaltung von Tanzbelustigungen. Verkehr mit Feuerwerkskörpern. Gewerbe-Legitimationskar­ten. Ausstellung von Wandergewerbescheinen. Felbbereinigung Harbach unb Beltershain.

Das Amtsoerkünbigungsblatt Nr. 93 enthält: Feststellung Des Ergebnisses Der Prooinzialtagswahl. Maul- unD Klauenseuche in RoDheim unD Steinheim. Dienstnachrichten.