Einzelbild herunterladen

rgio

r

e

1)

Bl! 4 !|M Zu haben in der Nil Apothiki am Markt, Pellkinlpotlieki, Drogerien: Aioul Nol, Wlaitrhro, Apotheke in Lieh u. a. Apotheken u.

Drogerien- frische

I ^abiiau

I 5elQd)s

* 1 _

jungen

-Schleim Salm, Hechte

'"'»e«»: lt$

NM1

Ko-b Aachs.

£*jmi6l2.

JO

NM

öl.

aii einem Sagnon

'M

NuB II?

NS-

ocflcnüher her (fnnelopotbele

Kabeljau s. K Seclad)s s. K.

Sol-barsch o. K. grünt geringe

I gträntyrttn Zlch u. Seelachs »Kal W\W emvW 08072

ton

)0

0

hei chh ilfl- br. SU in.

len, ent> ms, d.in en nh?. na§: rifil- ,10D Sinz.

Morgettl

flWÜÜi-

Jlw «vIjH 3ehen

tefl abend fr»»? Leb«' Ini'BluWS M Krau'md Kartoffelbrei. Sve^alÄusIcho"^

Münchner

Löwenbräu

IInb Tonkel»

S$5$S S-s

?ss-

Mittwoch, 2. vezember (925

Sietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhes^n)

M. 282 Zweites Blatt

Von der Technik neuzeitlicher Lichtreklame

Don W i l h e.1 m D u ch m a nn.

(Nachdruck verboten.)

Im kaufmännischen Leben ist die Reklame zu einem wichtigen Hilfsmittel geworden: kein ernsthaft denkender Kaufmann kann sie mehr entbehren, wenn er im Wettbewerb erfolgreich auftreten will. Diele Mittel stehen ihm dafür zu Gebote: die kürz­lich in Berlin abgehaltene Reichsreklamemesse hat eine reiche Auswahl und eine vorzügliche Uebersicht über das ganze Gebiet gebracht.

Ein Hauptzweck der Reklame ist, das Augen- merk der Menschen auf einen bestimmten Punkt zu lenken und ihre Aufmerksamkeit zu fesseln. Sie soll ferner in vielen Fällen nicht nur einen flüchtigen Eindruck hinterlassen, sondern sich infolge ihrer Eigenart auch dem Gedächtnis einprägen und be­wußte oder unterbewußte Vorstellungen damit verknüpfen. Die Wirkung einer Reklame kann so­gar so weit gehen, daß die kennzeichnenden Eigen­schaften geradezu zu einem Wahrzeichen für Waren­arten, Güte ufw. werden.

Ein hervorragendes Mittel zur Eregung der Auf­merksamkeit ist neben der Zeitungsanzeige und dem Plakat die Lichtreklame, upb hier­von wiederum insbesondere die aussetzende und die bewegliche Lichtreklame. Zn ihrer einfachsten Form werden leuchtende oder beleuchtete Inschriften, Bil­der usw. abwechselnd erhellt oder verdunkelt. Hierzu werden sogenannte Blinkuhren verwendet, die in einstellbaren Zeitabschnitten die Beleuchtunasquelle ein- und ausschalten. Unwillkürlich beachtet das

Auge den Helligkeitswechsel, und der Blick wird auf die Reklame gelenkt.

Die Blinkuhren selbst gibt es in verschiedenen Ausführungen. Eine Gruppe arbeitet mit Uhrwer­ken, die von Hand ober elektrisch aufgezogen wer­den und die z. B. ein kleines teilweise mit Queck­silber gefülltes Glasrohr hin- und herkippen. Das Quecksilber läuft bald in das eine, bald in das andere Rohrende und schließt und öffnet so den Strom an in die Glasrohre eingeschmolzenen Kon­takten. Andere Blinkuhren sind Hitzdrahtkontaktschal- ter, also Selbstunterbrecher: der Strom für die Reklamelampen fließt dabei durch eine Kontaktvor­richtung, die sich infolge des Stromflusses erwärmt und dadurch ihre Form ober Lage oeränbert. Durch biefe Veränderung wird der Stromkreis beim Erreichen eines bestimmten Wärmegrades unter­brochen: dann kühlt sich die Vorrichtung wieder langsam ab, bis sie van neuem Kontakt macht: das Spiel beginnt dann von vorn. Die Schaltzeiten sind dabei von der Größe des Stromverbrauchs ab­hängig: jemehr Lampen im Stromkreise liegen, um so schneller schaltet die Vorrichtung.

Eine verblüffende Neuheit, die auch mit Blink- uhren betrieben wird, sind die Leuchtkasten mit durchsichtigem Kristallspiegel. Wir schauen in einen Spiegel und lächeln mit höchster Befriedigung un­ser Ebenbild an da verwandelt sich plötzlich der Spiegel, und wir sehen dahinter in einem Kasten irgendeinen Reklamegegenstand ober ein Reklame- schjlb. Der Spiegelbelag ist nämlich nur ganz bünn und staubförmig. Die von außen barauffallenben Lichtstrahlen werden zurückgeworfen und können dechalb das Kasteninnere nicht genügend erhellen. Leuchtet aber im Innern eine Lampe auf, so wird der Spiegel durchsichtig

Aus Natur und Technik

Rückblick auf die Berliner Automobilausstellung.

- Don Dipl.-Ing. Mangold, Duisburg.

(Nachdruck verboten.)

Dis Deutsche AutomobilaussteUung in Berlin, welche noch bis zum 6. Dezember ihre Hallen offen halten wird, steht im Zeichen der Abwehr gegen das Eindringen der ausländischen Konkurrenz und zeigt, daß sie den Vorsprung, welchen die finanziell bester dastehenden ausländischen Werke sich während und nach dem Kriege sichern konnten, beinahe voll­ständig technisch und wirtschaftlich eingeholt hat.

Die Deutsche Automobilindustrie, welche .einst mii an der Spitze der Automobilindustrien aller Länder stand nicht nur in bezug auf die Güte der Erzeugnisse, sondern auch in der Menge ihrer Pro­duktion und vor dem Kriege einen starken Ex­port auslpeisen konnte, muß heute einen schweren Kampf um ihre Existenz und Zukunft führen. Wäls- rcnd im Jahre 1913 ihre Ausfuhr mit beinahe 9000, die Einfuhr mit 2000 Wagen weit übertraf, ist heute

Zahl auf 52 Firmen mit nur 79 Typen zurückge- gangen. Man sieht also nicht nur eine Abnahme der automobilbauenden Firmen, sondern eine noch größere in der Zahl der Typen. Vergeblich wird man auch wie früher nach dem so beliebten aus­fälligen und doch oft wenig oder gar nicht bedeu­tenden Neuerungen suchen. Der Grund liegt darin, daß sich die Werke nach umfangreichen Einrich- tungsurbeil.n zur Vereinheitlichung und Verbil­ligung ihrer Konstruktion auf schon früher gezeigte, aber in seinen technischen Einzelheiten wesentlich verbesserte wenige Modelle eingestellt haben. Des­halb dürfen wir den Schluß ziehen, daß sich auch in Zukunft die Typen nicht mehr ohne weiteres ändern werden und erfreulicherweise eine gewisse Stetigkeit Platz greifen wird.

W'enn wir zunächst die in der alten Halle un= tergebrachten Personenwagen betrachten, so ist zu erkennen, daß sich drei Hauptarten herausgebildet haben. Es sind dies der Kleinkraftwagen, der hoch­wertige Gebrauchswagen und die sogenannten Re­präsentationswagen mit allen möglichen äußeren und inneren Bequemlichkeiten.

Vorbildlich für die Entwicklung dieser Qualitäts-

P. 8.-Type der Horch-Werke berechtigtes Aufsehen erregt, und wäh end des letzten Jahres ist der Be­weis für ihre Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit mehr als einmal erbracht worden.

Simfon & Co., Suhl i. Th., überrascht durch eme sensationelle Neukonstruktion.

Der neue Simson-Supra-Sechszylinder will der bequeme und behagliche Reise- und Tourenwagen sein, dessen Ausbauten 67 Personen Platz bieten und dessen tiefe Schwerpunk.tage sowie Kurven­sicherheit die gleichen Annehmlichkeiten gewährt, die man bisher durch die Beschaffung eines im Preise sowie in der Unterhaltung teuren Wagens mit star­kem Motor erkaufte.

Das Sechszylinder-Modell 1926 der Audi-Werke in Zwickau ist eine organische Weiterentwicklung des auf den vorigen Ausstellungen gezeigten all­gemein bewunderten Fahrgestelles und befindet sich in Serienfabrikation.

Der Motor, dessen Abmessungen 90 Millimeter Bohrung und 122 Millimeter Hub, einen Zylinder- itthalt von 1,66 Liter ergeben, erreicht spielend eine Geschwindigkeit von 100 Kilometer pro Stunde: die nach Belieben des Besitzers weiter gesteigert

verlangt. Die Protoswerke sind bekannt dafür, daß sie nicht sprunghaft an ihrem Typ ändern, sondern nur das zur Serienfabrikation zulassen, was im Versuchsraum und auf der Straße sich als wirklich zufriedenstellend erwiesen hat. Der Wagen wird in feiner einfachen, übersichtlichen Anordnung aller Teile jeden Verbraucher zufriebenstellen, der weniger Wert auf hohe Geschwindigkeit als auf Zuverlässig­keit und Billigkeit im Betrieb legt.

Man kann weiterhin auf dem Stand noch einen Prokos-Krantenwagen in Augenschein nehmen, wie ihn die Firma ständig an Feuerwehren, Kommunen, Krankenhäuser und Fabriken des In- und Aus­landes liefert. In der Halle der Nutzwagen zeigt Protos außerdem noch den 1-Tonnen-Lieferwagen mit verschiedenen Aufbauformen.

Bei den Tropfen Wagen der Rumpler-Motoren» Gesellschaft in Berlin NW. 7, welcher auf der letzten Ausstellung ein Ereignis war und die größte Beach­tung gefunden hat, erstrecken sich die Verbesserungen lediglich auf Kleinigkeiten, welche die Praxis er­geben hak. Sowohl an der Tropfenform als auch an der schwingenden Hinterachse konnte nichts ge­ändert werden, weil diese grundlegenden neuen Ge»

Limousine der Aga°Werke.

2tock-2-?.8.-Leichtmotorrad

II

Tropfen-Wagen der Aumpler-Werke.

oie Einfuhr auf weit über 10 000 Wagen gegen­über einer kaum nennenswerten Ausfuhr gestiegen. Seit dem 1. Oktober dieses Jahres find bekanntlich alle Einfuhrbeschränkungen gefallen und drohen der deutschen Wirtschaft schwere Gefahren, welchen be­gegnet werden kann und muß. In sehr vielen Fäl­len ist die leider den Deutschen anhaftende unbegründete Vorliebe für ausländische Erzeugnisse beim Kauf eines Wagens ausschlaggebend. Denn technisch und auch im Preis liegt wohl kein Grund vor, den ausländischen Erzeugnissen einen Vorzug zu geben. Nur die deutsche Wirtschaft und damit in­direkt der Käufer wird durch die Einführung jedes ausländischen Wagens geschädigt. Die scheinbar er­höhte Zolleinnahme ist ein völliger Trugschluß, weil sie auf Kosten eines viel stärkeren Verlustes an Steuerkraft im Inland geht. Bei der heutigen Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit muß deshalb von jedem Deutschen verlangt werden, daß er so­viel gesunden nationalen und wirtschaftlichen Blick besitzt, dies zu erkennen und unsere Industrie zu unterstützen, zumal die kommende Automobilaus­stellung beweisen wird, daß die Preise gegenüber bisher wesentlich herabgesetzt sind und den Kauf eines Wagens in jeder Weise rechtfertigen.

Gegenüber dem vorigen Jahre ist die gesamte belegte Grundfläche von 18 000 auf 22 000 Qua­dratmeter gestiegen. Im einzelnen weisen auf: Per­sonenwagen einschließlich Kleinautos, aber ohne Omnibusse 7000 Quadratmeter (200 Quadratmeter mehr), Nutzfahrzeuge einschl. der Omnibusse 4200 gegen 2800 Quadratmeter. Autozubehörteile 8000 gegen 5000 Quadratmeter, also beide rund 50 Proz. mehr. Die Motorräder belegen mit 1850 Quadrat­meter eine ebenso große Fläche, während aus Raummangel die Werkzeugmaschinen für den Auto- mobilbau sich mit 700 Quadratmeter begnügen mußten. Das starke Anwachsen der Nutzwagen­industrie ist aus dem Grunde noch besonders er­freulich, weil der deutsche Nutzwagen in jeder Weise mit an erster Stelle steht und auch mehr und mehr vom Ausland gekauft wird.

In technischer Hinsicht bringt die in den großen Hallen untergebrachte Ausstellung wie stets außer­ordentlich viel Neues und Beachtenswertes, und wir können heute nur skizzenhaft ein teilweises Bild von all den Verbesserungen geben, welche im Laufe des letzten Jahres herausgebracht wurden. Soweit notwendig, wird in späteren Ausführungen noch näher darauf eingegangen werden.

Während hn vorigen Jahre z. B. noch 86 Fabriken 146 einzelne Typen herftellten, ist diese

massenerzeugung sind die Opel-Werke in Rüssels­heim, welche sich auf zwei Typen beschränkt haben und nur noch die beiden Typen von 4 und 10 P. S.» Steuerleistung bauen. Die erste Type ist das be­kannte und so weit verbreitete Opel-Kleinauto, wäh­rend der 10-P. 8.-Wagen als ein hervorragender Gebrauchswagen anzusprechen ist. Interessant ist es, daß die Kleinkraftwagen auch in der Verwendung als Kleinkraftdroschke mehrfach vertreten sind.

Hawa-Kleinauto.

Beachtenswert sind die rvinmehr fertig durch­konstruierten und praktisch erprobten 8-Zylinder- roagen 18/100 P. 8. der Hansa-Lloyd-Werke in Bremen. Der auf der Ausstellung gezeigte Wagen hat bereits 10 000 Kilometer gefahren und besitzt eine außergewöhnliche Steigfähigkeit. Durch eine Vierrad-Bremse nach demServo"-Prinzip wird eine mehrfach verstärkte Bremswirkung erzielt. Die Brennabor-Werke in Brandenburg haben die Mo­torleistung ihres 8 24-Wagens auf 8.32 erhöht. Bei der Limousine der A. G. für Automobilbau in Ber­lin-Lichtenberg (Aga) ist auf die Leichi-Karofferie (Fabrikat Podeus-Wismar) hinzuweisen, welche aus einem sehr leichten, elastisch verbundenen Holzge­rippe besteht, das außen anstelle der sonst üblichen Stahlblechverkleidung einen Lederüberzug erhält. Seine Elastizität bringt es mit sich, daß der gesamte Aufbau weniger unter Zerrungen, Dehnungen und Beanspruchungen aller Art zu leiden hat, als bei normaler Karosserie. Außerdem ist seine Pflege ein­facher und weniger zeitraubend, was besonders für Selbstfahrer in Betracht kommt.

Die Horch-Werke 21. G., Zwickau-Berlin, sind auch bicsmal wieder mit ihrem einzigen, wohlbe­kannten Modell 10,50 P. 8. mit Vierradbremse ver­treten und zeigen die verschiedensten Karosserie- formen dieser Type. Schon auf der letzten Auto­mobil-Ausstellung im vorigen Jahre hat die 10/50-

werden kann. Der Motor besitzt eine- hervorragend durchgebildete Oelung, sowie eine Anzahl Sonder- konstruktionen, die darauf hinzielen, diesem Motor eine außergewöhnlich lange Lebensdauer und un­bedingte Betriebssicherheit zu geben. Motor, Kupp­lung und Getriebe sind zu einem Block vereinigt, und hierdurch hat das Chassis an wohltuender Ein­fachheit noch ganz bedeutend gewonnen.

Die Ausstattung mit der Audi-Servo-Oeldruck- Vierradbrem.se (D.R. P.) garantiert Sicherheit in allen Lagen. Sie gestattet es, die Geschwindigkeit von 100 Kilometer in wenigen Augenblicken und unmerkbar zum Schrittempo herabzumindern ohne jede Krafianftrengung.

Die Phänomen-Werke Gustav Hiller in Zittau haben sich ebenfalls auf einen Standard-Typ ein­gestellt und bauen nur noch einen 12/50-?. 8.-Wagen, welcher einen Dierzylindcr-Blockmotor in Leicht- metall-Blockkonstruktion besitzt. Aus demselben Chas­sis wird ein Lieferwagen von 750 Kg. Tragfähig­keit gezeigt, der schon in ungefähr 1000 Wagen an die Reichspost geliefert ist.

Der Interessengemeinschaft Mercedes - Benz (Daimler) Motoren-Gesellschaft in Stuttgart-Unter- türkheim ist es gelungen, die Herstellungskosten ihrer bewährten Typen außerordentlich herabzusetzen. Die hohe Qualität dieser beide nälteften deutschen Auto­marken hat sich auch im vergangenen Jahre wieder in jeder Weise im In- und Auslande bewährt.

Die Wanderer-Werke in Schönau bei Chemnitz, welche auch in der Motorradhalle zu finden sind, sind mit drei 5 20 P. S. und einem 6/30 Viersitzer vertreten. Letztere stellt ein völlig neues Modell eines Tourenwagens mittlerer Stärke dar.

Die Gothaer Waggonfabrik A.-G. Gotha haben ihre bekannte 6.24-P. 8.-Dixi-Type in konstruktiver und fabrikationstechnischer Hinsicht wesentlich ver­bessert. Besonders interessant und lehrreich ist ein 6/24-Kabriolett im Schnitt, welches dem Besucher alle Einzelheiten der Konstruktion genau zeigt.

Die Protos-Automobile G. m b. H- in Berlin- Siemensstadt, die das Erzeugnis der Automobil­werkes der Siemens-Schuckertwerke G. m. b. f). vertreibt, zeigt wiederum nur den seit Jahren be­kannten lOsteuerpferdigen Typ mit modernem 10 45- P. 8.-Dierzylinder-Motor, der abnehmbaren Zylin­derkopf und von unten durch Stoßstangen und Schwinghebel gesteuerte Ventile aufweist. Im übri­gen hat das neue Modell gegenüber dem im Vor­jahre ausgestellten in Fortentwicklung des lOsteuer­pferdigen Typs eine Reihe von Verbesserungen er­fahren, wie man sie heute am modernen Wagen

danken eben einfach keiner weiteren neuen Steige­rung fähig sind. Die schwingende Hinterachse sichert die geringsten ungefederten Massen und ihre un­mittelbare Verbindung mit (Betriebe und Motor zu einem einzigen Block,' gibt den kürzesten Kraftweg und daher einen hohen Wirkungsgrad. Sinngemäß gilt das gleiche für die Tropfenkorofserie, welche die älteste und beste Stromlinienform darstellt und den geringsten Luftwiderstand und fast vollständige Staublosigkeit aufweist.

Aus dem Gebiet des Kl innutos scheinen, soweit wir das heute beurteilen können, neue Typen nicht hinzugekommen zu sein. Vor allen Dingen sind die Opelwerke in Rüsselsheim zu erwähnen, deren be­kanntes 4-P. 8.-Kleinauto wohl heute fast überall anzutreffen ist. Sein Brennstoffverbrauch beträgt für 100 Kilometer nur 5 Liter. Interessant ist, daß Opel die Serienfabrikation so ausgezeichnet durch­geführt hat, daß alle 4 Minuten und 50 Sekunden ein fertiger Wagen das Werk verlassen kann.

Ein sehr brauchbares und billiges Kleinauto ist auch der Wagen der Hannomag in Hannover-Lin­den, welches feine Zuverlässigkeit und Leistungs­fähigkeit auch auf schlechtem und schwierigem Ge­lände bewiesen hat.

Die 40-Volt-Wagen der Hawa in Hannover sind sowohl als kleine Lieferwagen für den Geschäftsver- kehr in der Stadt wie auch als Personenwagen für die freien Berufe besonders geeignet, da ja be­kanntermaßen der elektrische Motor bedeutend we­niger Wartung als sein Benzinbruder bedarf. Außer­dem dürfen sie ohne Führerschein gefahren werden.

Auch bei den Motorrädern kommt das Bestreben nach Serienbestellung immer stärker zum Ausdruck. So haben die Viktoriawerke A.-G. in Nürnberg sich ebenfalls auf einen Normaltyp umgestellt und bringen eine bewährte und steuerfreie Maschine von 1,9 P. 8. in Seriellfabrikation und entsprechend billig heraus. Die Stock-Motorrad A.-G. in Berlin SW. 11 hat an ihrem bestens bekannten Leichtkraft­rad von 2 P. 8. einige typische Aenderungen an­gebracht. Wir nennen 26X2"-Räder statt wie bis­her 28XU und den sehr flach gehaltenen Stahl-, rohrrahmen, welcher die Maschine äußerst stabil macht und es ermöglicht, daß die Stock-Motorräder auch auf nassen und schlüpfrigen Straßen ohne Gleitgefahr voll ausgesahren werden können. Bei höchster Qualitätsausführung ist das Stock-Motor­rad nach wie vor billig. Mit einer bedeutsamen Neu­konstruktion (Typ von 500-Kubikzentimeter-Wellen- antrieb) treten die Köln-Lindenthaler Metallwerke hervor. Die Neckarsulmer Fahrzeugwerke (NSW),

Eine Bewegung eines aus Glühlampen zusam­mengesetzten Lichtbildes wird durch die sogenannte Flimmerschaltung vorgetäuscht. Die Zuführungs­leitungen zu den einzelnen Lampen liegen an einem Schaltwerk, das durch einen Eelektromotor in Be­wegung gesetzt wird. Soll z. B. ein Lichtkreis schein­bar umlaufen, so kann die Anordnung so getroffen werden, daß van je drei hintereinanderllegenden Lampen stets zwei brennen, wobei aber nacheinan­der die erste, die zweite und die dritte Lampe er­löschen, Da viele Gruppen zu je drei Lampen an­einander gereiht sind, die alle in gleicher Weise geschaltet werden, so scheinen die brennenden Lam­pen im Kreise zu wandern. Dieser Grundgedanke kehrt bei allen aus Glühlampen zusammengesetzten lebenden Bildern wieder, die man besonders in Amerika schon bis zu den größten Ausmaßen und mit erstaunlichen Lichtwirkungen gebaut hat.

Die neuerdings immer mehr Verbreitung fin­dende lausende Schrift wird auch auf ähnliche Weise hervorgedrocht. Aus Metall bestehende, wie Ketten­glieder aneinandergereihte Buchstaben werden über eine längliche Kontakttafel gezogen, die entsprechend der Anordnung und der Anzahl der Glühlampen mit Kontaktstücken besetzt ist. Die Schrift läuft dann von rechts nach links über die Glühlampenfläche. Uebrigens ist dieselbe Ausgabe besonders für klei­nere Abmessungen noch auf andere Weise gelost worden: Ein Papierstreifen mit eingekochten Buch­staben oder auch Bildern usw. wird vor einer Licht­quelle vorbeizogen, deren Licht bann eine Milch­glasscheibe von hinten her beleuchtet. Man kann die Zeichen des Streifens auch mit einem Lichtbildappa­rat auf eine weihe Wand werfen. Der Eindruck der wandernden Schrift ist bei allen diesen Ver­fahren der gleiche.

Scheinbare Bewegungen lassen sich auch bei Pla­katen erzielen. Da gibt es z. B. lebende Plakate, bei denen sich die verschiedensten Dinge ständig in gleicher Weise bewegen. Das Plakat ist auf einer durchscheinenden Fläche angebracht, hinter der sich eine Scheibe dreht. Am Rande dieser Scheibe sitzt eine Glühlampe. Einzelne Teile des Plakates, z. B. ein Arm einer Person oder dergleichen, sind in geringem Abstand auf feiner Rückseite so anac» bracht, daß sie einen Schatten werfen. Durch die Bewegung der Lichtquelle bewegen sich dann die Schatten, und das Plakat scheint zu leben. Bei einer anderen Vorrichtung steht ein kreisrundes Lichtbild fest, es hat aber durchsichtige Stellen, hinter denen man Teile einer Scheibe kreisen sieht. Diese Teile ergänzen das stehende Bild und beleben es._ So kocht z. B. auf einem solchen Plakat ein Tops über, oder es fließt Wasser aus einem Hahn u. dgl m

Endlich sei noch einer ganz neuartigen netten Reklame gedacht, die auch ein lebendes Lichtbild darstellt. Da sieht man z. B. zwei Boxer, die sich gegenseitig bearbeiten, bis einer zu Boden fällt. Die Sache ist so gemacht: Auf einer Glasscheibe sind die einzelnen Bewegungszustände aufgemalt. Jedes dieser Teilbilder ist rückseitig gegen die anderen abgeblendet. Jedes Teilbild kann von der Rückseite mit einer Lampe erleuchtet werden: durch ent­sprechende Zusammenschaltung dieser Lampen zu wechselnden Gruppen kommt Leben in das Bild. Die Umschaltung der Lampen besorgt ein kleiner Motor, der eine Schaltwalze antreibt.

Ueberraschende Wirkung ist bei der Lichtreklame alles; je verblüffender sie ist, um so mehr Erfolg verspricht sie. Aber eins ist dabei nicht außer acht zu lassen, daß die durch den guten Geschmack ge­zogenen Grenzen nicht überschritten werden sollten.