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»isch-bulgarischer -ensall.

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Die bulgarische Presse alles große Erregung

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sichert ist.

Jiu-Jitsu

für die Samstagsnummer Können nur bis Freitag vormittags verbindlich angenommen werden. Zwecks wirksamer Satzausstattung erfolgen Bestellungen zweckmäßig bereits im Laufe des Donnerstags

Briefkasten der Redaktion.

Philipp Pf. in Gießen. Illustrierte Landwirt« schaftliche Zeitung in Berlin.

Lungenleidende!

TtymphvsaruSinrp' ist da« wichamste oller UmgtnfrdlmiHrl a. wird bergestetti an band langjähe Crfabrnngen da. berühmten Longen-Sper.'Neztcs Fieber und Ttachtschmeih verschwinden, Appetit u. Körpergewicht heben sich überraschend. Kreosot«o. goo- iacolfrei. Arzst. glänzend begutachtet. Tausende von Dankschreiben aoch bet schweren FäUcn. BestaadleU« aus d. partung. Erhältlich io:

Gteßen: Avoiheke Ainn Goldenen Enaet fcWD

Unfug eines übereifrigen Zei­tungsreporters. Der Gießener Bericht­erstatter mehrerer hessischer Blätter hat den Ab» nehmern seiner Bachrichten die Kunde zugehen lassen, daß der wegen des Totschlages in Grohen-Linden verhaftete 19jährige Wil­helm Degen aus der Haft entlassen worden sei. Unfere Erkundigungen an zustän­diger Stelle haben ergeben, daß die Mel­dung jenes Berichterstatters völlig aus der Luft gegriffen ist. Degen befindet sich noch in Haft. Wenn jener Gewährsmann, wie die Sorgfalt es erfordert, sich vor der Absendung seines Berichts erst einmal an zuständiger Stelle erkundigt hätte, anstatt unkontrollierbare Gerüchte für bare Münze zu nehmen, so hätte er seinen Blättern eine Aeuigkett weniger schicken können, sie aber vor einem Deinfall bewahrt. Inter­essant ist übrigens, daß nicht nur die paar Zei­tungen, sondern sogar ein weitverbreitetes Frank­furter Rachttchtcnbureau auf diese Ente hinein­gefallen ist. Die Meldung Wirch mm die Runde durch zahlreiche Blätter machen, ohne dadurch an Richtigkeit zu gewinnen.

** Gegen die wilden Kraftfahrer. Ein Runderlaß des hessischen Ministeriums des In­nern weist darauf hin, daß allen Fahrern von Autos und Motorrädern, die wiederholt wegen Ilebertretung der oerkehrspolizeilichen Bestimmun­gen bestraft sind, der Führerschein dauernd zu ent­ziehen ist.

** Aus gehobene Straßensperre. Das Polizeiamt hat die Sperrung des Aulwegs zwischen Liebigstraße und Leihgesterner Weg und der Frankfutter Straße oberhalb der Eisenbahn zwischen Liebigstraße und Friedttchstraße aufge­hoben.

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Geschäftsaufsichten und Kon« kursein Gießen. Don Ende Mai 1924 bis Ende Oktober 1925 wurde in Gießen über 16 Firmen die Geschäftsaufsicht verhängt: 3 dieser Maßnahmen sind gegenwärtig noch in Geltung. Don 1924 bis ebenfalls Ende Oktober 1925 wurde von 10 Fir­men der Konkurs erklärt. In einem Falle, der in den vorstehenden Geschästsaussichts- und Konkurs- ziffern mitgezählt ist, führte die Geschäftsaufsicht zur Konkurserklärung.

** Zur Bekämpfung der Schnaken« plage weist das Kreisamt darauf hin, daß nach einer Polizeiverordnung vom 28. November 1911 jeder Grundstückseigentümer die Keller und andere Räume, in denen erfahrungsgemäß Schnaken zu überwintern pflegen, in den Monaten Dezember bis Februar mindestens einmal in den Monaten gründlich auszubrennen oder auszuräuchern hat.

Oeffentliche Bücherhalle. 3m Rovember wurden 1426 Bände ausgeliehen. Da­von kommen auf: Erzählende Literatur 855, Zeit­schriften 78, Fugendschristen 93, Literaturgeschichte 8, Gedichte und Dramen 23. Länder- und Völker­kunde 70, Kulturgeschichte 25, Geschichte und Biographien 73, Kunstgeschichte 17, Raturwissen­schaft und Technologie 82, Haus- und Landwirt­schaft 10, Gesimdheitslehre 19, Religion und Phi­losophie 37. Staatswissenschaft 14, Sprachwissen­schaft 15, Fremdsprachliches 7 Bände. Rach auswärts kamen 12 Bände.

** Der Hessische Vaterländische Block in Gießen veranstaltet, wie man uns schreibt, Anfang Januar eine kulturelle Woche, die sich in der Hauptsache mit Erziehungsfragen beschäf­tigen wird. Als Vortragende haben ihre Mitwir­kung zugesagt: Prof. Dr. Wundt-Iena, Reichs­tagsabgeordneter Geh. Rot Dr. Runkel« Schles« wig, Prof. Dr. H o r n e f f c r Gießen, Prof. Dr. Lenz-Gießen, Oberst Im m a n u e l - Marburg, Pros. Dr. H u n t e m ü ll e r - Gießen, Dr. Stad­ler - Berlin.

" Darlehen für akademische Kriegsteilnehmer. Der Reichsverband akademischer Kriegsteilnehmer teilt mit, daß er infolge eines Abkommens mit der Kreditgemein­schaft gemeinnütziger Selbsthilfeorganisationen Deutschlands in Berlin in der Lage ist, gegen Sicherheit und mäßigen Zinsfuß in Fällen, wo eine besonders schwere Schädigung durch den Krieg nachgewiesen werden kann, produktive Dar­lehen an akademische Kriegsteilnehmer zu ver­leihen. Es kommen nur solche Akademiker in Frage, die in den beiden letzten Semestern vor den Prüfungen stehen oder die nach dem Abschluß der Prüfungen die Mittel zur Anschaffung der erforderlichen Derufsausrüstung benötigen.

* Warnung vor einem falschen Lichtkontrolleur. Der Polizeibettcht mel­det: Am gefangen 1. Dezember, nachmittags gegen 3 älhr, erschien in einer hiesigen Krankenanstalt ein unbekannter Mann unter dem Vorgeben, er müsse die Lichtleitung nachschen, was ihm auch gestattet wurde. Rachdem er sich entfernt halte, wurde festgestellt, daß er ein Dieb war und 40 Mark gestohlen hatte. Die Person ist von kleiner Statur, etwa 30 3ähre alt, hat dunkle Augen, trug eine lange gelbliche Windjacke und vermutlich grünliche Wickelgamaschen. Sachdien­liche Mitteilungen hierzu nimmt die Kriminal­polizei entgegen.

Wem gehört das Fahrrad? Am 19. Rovember wurde in der Bahnhofstraße vor einem Geschäft ein Herrenfahrrad, Marke Dia­mant Rr. 63, gefunden. Der Eigentümer des R< des wird gebeten, bei der Kriminalpolizei in Gießen vorstellig zu werden.

dieses werde treu hinter dem Reichsbund stehen. Der Geschäftssichrer des Dezitts Oberhessen, Benner- Heuchelheim, dantte dem Redner des Tages für seine Aufklärungen und hofft auf bal­dige Beseitigung der Mängel im Dersorgungs- wesen. Oberhessen werde auch weiterhin eine starke Stühe des Reichsbundes bleiben. 3n sei­nem Schlußwort gab Maroke noch verschie­dene Richttgstellungen und Erläuterungen über das Dersorgungswesen. Mit Dankesworten an den Redner und der Mahnung zu treuer Mit­arbeit an die Mitglieder schloß Bezirksleiter Schneider die Versammlung.

Gießener Wochcnmarktpreisc.

Es kostete auf dem gestrigen Wochenmarkte das Pfund: Butter 200 bis 230 Pfennig, Matte 40, Käse 65 bis 75, Wirsing 10 bis 15, Weiß­kraut 10, Rotkraut 15, gelbe Rüben 15, rote Rüben 12, Spinat 40, älnterkohlrabi 10, Grün­kohl 25, Rosenkohl 40 bis 50, Feldsalat 120, Tomaten 120, Zwiebeln 12, Meerrettich 40 bis 80, Schwarzwurzeln 50, Kartoffeln 4, Aepfel 15 bis 18, Birnen 30, Rüsse 60 bis 90, junge Hahnen 120, Suppenhühner 120, Gänse 70 bis 100; das Stück: Eier 19, Blumenkohl 60 bis 120, Endivien 10 bis 20, Oberkohlrabi 10, Lauch 5 bis 10. Rettich 10 bis 20, Sellerie 20 bis 40 Pfennig.

Boruotizen.

Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater. 71/, Tlhr »Den Teufel durch Beelze­bub" (Ende 93/4 älhr). Markusgemeinde: 8 Ähr, Markussaal, Lichtbildervortrag. Frauenklinik, Großer Hörsaal: 7 Uhr Vorführung medizini­scher Filme. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Die Töchter der Wüste".

Gesellschaft Liebig-Museum. Am nächsten Montagabend öffentliche Dotträge. (Siehe Anzeige.)

Turnen, Sport und Spiel.

S. C. v. 1900 Metzen (Liga)

F. C. 05 Wetzlar (Liga) 1:7

(Halbzeit 1:5).

ö. Im hohen Schnee trafen am Sonntag unter Leitung eines Kasseler Schiedrichters obige Mann­schaften zum Verbandsspiel auf dem Hardtsport- platze zusammen. Bei Gießen fast alles neue Ge­sichter. 5 bis 6 alte Spieler mußten infolge Ver­letzung, Krankheit und Verhinderung ersetzt werden, trotzdem kämpfte diese, erst kurz vor Spielbeginn zu­sammengestellte Mannschaft mit großem Eifer. Die in dieser Höbe erlittene Niederlage war unverdient und entspricht lange nicht dem Spielverlauf. Bis zur erneuten Verletzung des Gießener Mittelläufers batte 1900 zeitweise mehr vom Spiel und leitete recht schöne Angriffe ein. Paulus im Wetzlarer Tor, anscheinend reichlich nervös, mußte mehrmals ein­greifen, und nur durch entschlossenes Werfen konnte er im letzten Moment einen schönen scharfen Schuß des Gießener Linksaußen aolenken. Erst mit dem Ausfall des Gießener Mittelläufers kommt Wetzlar langsam auf. Vom Glück begünstigt kommt Wetzlar zu zwei billigen Erfolgen. Gießens wohlbeleibter Ersatzhüter kommt durch die Bodenglätte in Erwar­tung des Schusses zweimal zu früh zu Fall; über seine Hände hinweg gleitet der Ball zweimal ins Netz. Gießens Angriff bleibt auch nicht müßig, jedoch schiebt der Halblinke frei norm Tor stehend ins Aus, um kurz darauf eine schöne Hereingabe von rechts nicht einzuköpfen, obwohl Paulus sein Heiligtum verlassen hat. Infolge von Mißverständ­nissen von 1900s Hintermannschaft können die ener­gischen Wetzlarer Stürmer zwei weitere Bälle ein- drücken. Gießen stellt um und kommt zu seinem Ehrenwr, durch schönen Alleingang. Lust, sonst die Stütze der Gießener Mannschaft, mußte schon

4 totsichere Chancen ausgelassen. Der Ersatz-Halb­linke hatte heute einen ganz schwarzen tag. Ge­fallen konnte nur die Verteidigung und der Links­außen, anfangs noch der Rechtsaußen. Bei Wetzlar überragten Mittelläufer und Linksaußen. Pau­lus im Tor wurde zu wenig beschäftigt, als daß er sein Können dem Publikum darbieten konnte. Im großen und ganzen wurde beiderseits nichts lieber» wältigendes geboten. Die Leistungen entsprachen keinesfalls dem Können der 1. Klasse. 1900s Ab­stieg steht ja schon seit geraumer Zeit fest; jedoch auch die Leistungen der anderen Vertreter aus dem Lahnkreis sind nicht derart, daß deren Position gegen die stärkere Kasseler Konkurrenz auf die Dauer ge­

feit 5 Wochen infolge Verletzung aussetzen. An, Sonntag wirkte er auch nur als Statist mit und schied nach ca. 30 Minuten wegen neuerlicher Ver­letzung ganz aus. Der vereiste Ball entgleitet bem Gießener Hüter, und Wetzlar erziett den 5. Treffer. Kurz daraus Pause. Gießen wehrt sich mit 10 Mann spielend mit Erfolg gegenüber den jetzt zahl­reicheren Wetzlarer Angriffen. Ein leichtsinniges Händemachen im Strafraum bringt diesen durch Elfmeter einen weiteren Erfolg, da der schatt gc- schoffene Ball von 1900s Hüter abprallt und bann noch ins Netz springt. Durch Verwandlung eines schlecht zurückgespielten Balles, den der Torwart fallen ließ, erzielte Wetzlar seinen 7. und letzten Treffer. Dabei blieb es trotz aller weiteren Be­mühungen. Zuletzt kam 1900 wieder mehr in Schwung; nachdem ein Wetzlarer nach wiederholtem unfairem Spiel vom Schiedsrichter vom Platz ge­stellt wurde. Torerfolge lagen in greifbarer Nähe und trotzdem wurden in leichtsinniger Weise 3 bis

Auf Veranlassung des Akademischen Ausschußes für Leibesübungen an der Universität Gießen fand in der Turnhalle des Realgymnasiums eine Por- führung von Jiu-Jitsu durch drei Vertreter des Wiesbadener Klubs statt. Zuerst erläuterte Sport­lehrer Lahr die Geschichte, Den Sinn und die Technik von Jiu-Jitsu in einem kurzen, zusammen- fassenden Vortrag. Dann folgten unter feiner Lei­tung von den Herren Schultz und Bausch die Vorführungen der Griffe und sonstigen Bewegun­gen dieser Art. Schließlich wurden die genaueren Vorgänge hierbei durch verlangsamte Ausführung der Bewegungen dargestellt. Zum Schluß wurde ein zusammenhängendes Kampfspiel gezeigt. Die ganze Vorführung fand bei den außerordentlich zahlreich erschienenen Zuschauern lebhaften und wiederholt ausgedrückten Beifall und hat bei den Anwesenden, die größtenteils den Spottkreisen von Gießen an« gehörten, sehr anregend gewirkt.

Breilensträler geschlagen.

TU. Berlin, 2. Dez. 3n bem Kampf der Schwergetvichtsmeister von Spanien und Deutsch»- lanb, Paolinv und Breiten st räter, würbe der deutsche Meister in der neunten Runbe durch Lo. geschlagen. Gleich in der ersten Runde wurde Dreitensträter am linken Schulter­blatt und im weiteren Verlauf der Runbe am rechten Auge ziemlich erheblich verletzt. Diese Augenverlehung störte ihn während der weiteren Runden sehr beträchtlich. Bis zur siebenten Runbe war der Kampf ziemlich ausgeglichen. 3m Anfang der siebenten Runbe muhte Breiten- fträter oas erstemal zu Boden und gleich daraus nochmals. Von da an machte sich eine starke Lleberlegenheit des Spaniers bemerkbar. Brei- tenfträter hatte nicht mehr die Kraft, die wüten­den Angttfse des Spaniers abzuwehren. Zu Beginn der neunten Runde fehlte dem deutschen Meister die Wiederstandskraft gegen den physisch stark überlegenen Spanier. Breitensträter wurde im Verlauf der Runde ausgezählt.

Der Kampf der Mittelgewichtsmeister von Frankreich und Deutschland, Domgörgetz aus Köln und Moli na, endete unentschieden, während im einleitenden Kampf des Abends E n s e l einen schönen Punktsieg über Fritsch aus Fraickveich erzielen konnte.

L U. Don der ßanbesunioerfität Gießen. Die Gesamtzahl der Studierenden unse­rer Landesuniversität beträgt nach einer vorläufigen Zusammenstellung für das Wintersemester 1925/26 1352.

des SchwerbeschLdigten-Arbeitsgesehes. Das Reich hat Bestimmungen und Grundsätze über soziale Fürsorge herausgegeben, aber die Lasten den Ländern und Gemeinden aufgehalst. Den Kttegs- beschädigten, die mit 20 Prozent abgefunden wurden (Papiermark 600 000). muh Aufwertung gegeben werden. Manche Aerzt: arbeiten zu sehr nach Schema F, so daß manchen Kameraden oft bitter Anrecht geschieht. Daher wachsen bie Be­rufungen ins Ungeheuere. Es bleiben noch viele Fragen zur Erledigung übrig. Wir, die wir die Rarben des Krieges am Leibe tragen, müssen uns fest zusammenschliehen und als Masse auf Regierung und Reichstag Eindruck machen, dann wird man unfern Forderungen mehr Rechnung tragen. Die einstündigen Ausführungen fanden lebhaften Beifall.

3n der Aussprache sprach u. a. Rektor Loos- Gießen als Dertteter der Demokraten über die sozialpolitische Frage und das soziale Gewissen und betonte, daß die Organisation der Kttegsopfer eine einheitliche sein müsse. Ramens der Ottsgruppe Gießen sprach Max Wall­dorf. Semmler - Hungen behandelte die prakttsche Seite der Rovelle und gab einige Zahlen aus der Organisation. Gauvertreter Seibert-Darmstadt begrüßte den 1. Bundes- Vorsitzenden des Reichsbundes im Hessenland,

Aus der Provinzialhauptstadt,

y Gießen, den 2. Dezember 1925.

Grundsätzliche Freigabe des Wohnungstausches.

Born Presseamt des Hess. Staatsmtnisteriums wird geschtteben:

3n der Oesfentlichkeit besteht vielfach noch ^Inkenntnis über die burd> § 8 des Wohnungs- Mangelgesetzes herbeigefühtte grundsätzliche Freigabe des Wohnungstausches. Es werden daher in großem Umfange von Inhabern selbständiger Wohnungen bei den Wohnungs­ämtern Anträge auf Zuweisung einer anderen Wohnung gestellt, ohne daß der Versuch ge­macht wird, zunächst im Wege des Tausches eine Wohnung der gewünschten Art zu erhalten. Um bie hierdurch emtretenbe unerwünschte Belastung der Wohnungsämter zu vermindern, wird von zuständiger Seite ausdrücklich daraus hingewiesen, daß der WohnungLtausch grundsätzlich freigegeben ist. Zeder Mieter einer selbständigen Wohnung darf diese mit der Woh­nung eines anderen Mieters tau­schen. Erforderlich ist lediglich die Zustim­mung der beiderseitigen Vermieter, bie. durch das Mieteinigungsamt ersetzt werden kann. Die^ neuen Mietverträge sind zwar noch dem Wohnungsamt zur Genehmigung vorzalegen, das Wohnungsamt muß jÄwch die Genehmigung erteilen, wenn selbständige benutzte Wohnungen getauscht werden sollen und die Vermieter zu­gestimmt haben. Zst innerhalb von 14 Tagen ein Bescheid des Wohnungsamts nicht ergangen, so gilt die Genehmigung als erteilt. Es empfiehlt sich daher, daß Mieter, die aus irgendwelchen Gründen eine andere Wohnung suchen, in erster Linie den Versuch machen, diese im Wege des Tausches zu erhalten.

Eine Kriegsbeschädigten-Kund- gebung in Giehen.

. Der Reichsbund der Kriegs­beschädigten und -Hinterbliebenen für die Provinz Oberhessen hiell am Sonntag nachmittag im Saalbau Sauer eine sehr stark besuchte Versammlung ab. Aus allen Teilen Oberhessens, selbst aus den entfernteren Gegen­den, Alsfeld, Lauterbach, Schotten usw., waren Dertteter und Kttegsbeschädigte herbeigeeilt, be­sonders zahlreich waren auch die Kttegenoitwen erschienen. Seitens der Dchörden nahmen teil daS Dersorgungsamt und die Kreisfürsorge Gie- Hen-Land. die Dettreter der Denrokratischen Par­tei und der Sozialdemokrattschen Partei, von der Gauleitung in Darmstadt waren die Herren Walter und Seibert anwesend. Der Leiter des Bezirks Oberhessen, Herr Schneider, be­grüßte Gäste und Vertreter und kam kurz auf die große Aufgabe der Versorgung der Kttegs- vpfer zu sprechen.

Redner des Tages war der 1. Bundes Vor­sitzende des Reichsbundes, Mavvke aus Berlin, der über das Thema sprach: ,Die Tättgkeit des Reichsbundes in der Kttegsopferbewegung und die Haltung des Reichstages betreff ent) der Ver­sorgung der Kttegsopfer^'. Wir entnehmen seinen Ausführungen folgendes: .Unfere Tättgkeit bleibt nach wie vor auf der alten Grundlage: Forderung einer ausreichenden Versorgung der Kttegsopfer und Erleichterung ihres viäfach traurigen Loses. Tie neue Rovelle wurde vom Reichstag am 31. Juli 1925 herausgegeben. Es ist nun zu be­leuchten, inwieweit die gerechten Forderungen erfüllt worden sind und roaS noch zu tun bleibt Bisher war es fast nie möglich, ganz bestimmte Zahlen über die Kriegswunden zu bekommen, erst bei der Beratung dieser Rovelle kam das Reichsarbeitsministerium mit genauen Zahlen heraus, so daß Klarheit geschaffen wurde. Der große Ktteg erforderte 2 055 000 Tote, davon eine Million im Alter von 15 bis 25 Zähren, 4 248 000 Verwundete, 1 537 000 Beschädigte, 600 000 Witwen und eine Million Waisen. Dazu kam, daß die Heimqekehtten zum großen Teil unter ungünstigen Bedingungen einen anderen Erwerb ergreifen mußten, ein UnterEommen mar schwer. Die gewaltige Zcchl der Kttegsopfer for­derte von der Regierung eine große Summe, um sie einigermaßen versorgen zu können. Das Reich bringt weit über eine Milliarde im Fahre für diesen Zweck auf, und doch ist die Versorgung mcht ausreichend. Bei den vorletzten Reichstagswahlen seien von allen Patteien große Dettprechungen gemacht worden, aber bei den Verhandlungen im Reichstag hätten manche ihr Wott nicht eingelöst. Der Reichs­bund hatte als Mindestsumme zu ausreichender Versorgung 2 Milliarden erwartet. Wir for­dern besonders eine bessere Versorgung der Schwerkttegsbeschädigten, Kriegsblinden usw. Trotz des neuen Gesetzes haben wir nicht den Renten­satz des alten Versorgungsgesehes von 1906, nahezu die Hälfte aller Beschädigten erhält eine niedrigere Rente, und dazu kommt die Geld­entwertung gegen 1914. Begrüßenswerte Fort­schritte sind: Pflegezulage. Belassung hoher Ren­ten, Eltembeihilfen, Beseittgung des Rühens der Rente. Unerledigt ist noch unsere Forde­rung auf Rechtsanspruch der Hinterbliebenen auf Heilbehandlung: dies hätte 50 000 000 Mk. ge­kostet, es wurde abgelehnt. Redner behandelte dann die Kapitalabsindung der Kriegsopfer, Ab­findung des Beamtenscheins, die Verbesserung

Eberverkaus.

Ein gut genährter abgängiger Zucht­eber soll durch schttftliches Angebot Der. lauft werden. Angebote mit bezüglicher Aufschrift sind bis zum 9. d. M., nach, mittags 5 Uhr. bei der unterzeichneten Stelle einzureichen.

Leihgestern, den 1. Dezember 1925.

Bürgermeisterei. 11360V

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Bekanntmachung.

Die Anfuhr von 360 cbm Grundbau­steinen aus dem städlifchen Steinbruch (8. Schneise) an die Wege im Stadtwald und das Aussehen der Steine sollen am Samstag, dem 5. Dezember 1925, vor­mittags 11 Uhr. im Stadthaus Berg, strahe, Zimmer Rr. 6, öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen können beim städtischenRechnungsamt.SiadthausBerg- strahe, Zimmer 18, eingesehen werden.

Gießen, den 1. Dezember 1925.

Der Oberbürgermeister.

F. V; vr. Rosenberg. 113636

Bullenverkauf.

Auf dem Submissionswege soll ein fetter Vogelsberger Dullen verkauft werden.

Die Offerten find bis zum Freitag, dem 4. Dezember, nachmittags 3 LIHr. pro Zentner Lebendgewicht auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichen.

Wieseck, den 1. Dezember 1925.

Hessische Bürgermeisterei Wieseck.

S ch o m b e r. 113670

Bekanntmachung.

Der für das Gebiet beiderseits der Flur XXVIII Ar. 302 49/100 nördlich der Rodheimer Straße (früher Troßsches Gelände) auf gestellte Bebauungsplan ist auf Verfügung des Herrn Ministers des Innern vom 30. Oktober 1925 nebst einem zu dieser Straße aufgestellten Rachirag zur Ortsbausatzung genehmigt worden. Der Plan kann beim Stadtbauamt jeder- zeit eingesehen werden. Der Rachttag zur Ottsbausahung ist vom 1. bis zum 10. Dezember 1925 in den städtischen Aushängekasten zur allgemeinen Kenntnis angeschlagen.

Gießen, den 28. Rovember 1925.

Der Oberbürgermeister.

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