Ausgabe 
2.6.1925
 
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Kirchensteuer. H» b) »ir. öieften. eaangel ^steuer, örtliche finden eaent. je Aiiefech evanael. 'Auszahlung.

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Großen-Linden

gewcttxncn Punll der Tagesorvnunge.i »Äer- kehrsmittel" muhte der Bürgermeister mit» leiten, daß auf den vom ®emetnberat lentbin gefahren Beschluh. der der Stadt Gießen rmterm 12. Mai zugestellt wurde, noch keinerlei Antwort oder Rückfrage eingegangen ist. Der Gemcinderat genehmigte den Anteil an den Kosten um auch in diesem Jahre einer Anzahl Kinder die notwendigen Erholungskuren

Henkell Seiferipulver

Em Seilenpulver wie es eem soll fettreich und von höchster Wasch- kraft Die große Ergiebigkeit dieses Seilenpulvers sichert sparsamstes Waschen. Für Maschinenwäeche hervorragend geeignet.

fpd. Limburg, 2.3uni. Da dic Unter» suchung gegen den Massenmörder Anger st ein au» Haiger noch nicht beendet ist, konnte auch der Verhandlungstermin gegen ihn vor dem hiesigen Schwurgericht noch nicht festgesetzt wer­den. Angerstein befindet sich seit einigen Wochen im Zentralgefängnis zu Freiendiez. Er ist hier an Fühen und Händen gefesselt unter fort­gesetzter Aufsicht in strenger Einzelhaft.

fpd. Frankfurt a. M., 2. 3um Der Psing st verkehr erreichte in diesem Jahr die Friedenskurve. Schon am SamStag setzte Hoch­betrieb auf allen Bahnhöfen ein. Die Men- schenmassen wurden jedoch glatt befördert, da die Reichsbahnverwaltung eine erhebliche An- zahl von Svnderzügen nach allen Rich­tungen eingelegt hatte. Den Hauptanteil der Ausflügler stellte die Jugend, die in hellen Scharen den entfernteren Gebirgen xueilte. Am ersten Pfingsttag verdarb der am frühen Morgen niedergehende starke Regen manchem die gewohnte Reise. Trotzdem liehen sich Tausende nicht ab­halten und reisten in die Ferne, und sie waren die Klügeren, denn ein unvergleichlich schöner Tag zog herauf und lockte auch noch am Rach­mittag viele Personen ins Freie. Den weitaus gröhten Verkehr wies jedoch der Pfingstmontag auf Der Ausflugsverkehr von den Bahnhöfen au» wuchs ins Riesenhafte und konnte nur durch rasche Einlegung von Eonderzügen bewältigt wer­den In der Hauptsache fuhren dre Ar^flugler nach der Vergstrahe. dem Spessart, dem Taunus, dann aber auch an den langentbehrten Rhein. Troy des gewaltigen Verkehrs vollzog sich die Abbeförderung ohne Unfälle. Die Abwesen­heit der Wohnungsinhaber benützten Einbrecher zu zwei schweren Einbrüchen während der Pfingstfeiertage. In Sachsenhausen brach eine Diebsgesellschaft in eine W u r st w a r e n f a b 11 f und plünderten diese gründlich aus. Dann er­brachen Diebe die Wohnung eines ausländi­schen Konsuls und richteten hier schweres Unheil an. Wieviel gestohlen ist, konnte noch nicht ermittelt werden, da der Wohnungsinhaber augenblicklich verreist ist. Die schon wieder­holt aus der Stadtverordnetenversammlung her­aus angeregte Idee der Erbauung eines groben Volkshauses in Frankfurt hat beim Magistrat nunmehr volles VerstandmS ge­funden. Als erste Rate für die Erbauung eines solchen Hauses wird bei der Stadtverordneten­versammlung die Bewilligung von 350 OOO Mark beantragt - Die Frankfurter Hand- werker-Jnnungen bauen noch in die'em Sommer ein stattliches Eigenheim und erhielten hierfür von der Stadt an der Brau- bachstraße einen Bauplatz zugewiesen. Außer­dem bewilligte die Stadt eine erste Hypothek von 400 000 Mark. DaS Gebäude soll neb^n den

L Wiefeck. 2. Juni. Der Gemein de- r a t beschloß in seiner letzten Sitzung, die S ch u l- 1 e neu zu weihen und die elektrische Beleuch­tung in der gesamten Schule einzurichten. Auf Jahre hinaus ist unsere Schule dann in einwand­freier Verfassung. Außerdem genehmigt d?r Ge­meinderat die notwendigen Mittel, um für die Schule eine Anzahl guter Bilder anzu­schaffen. Die Instandsetzung der Bürger­meistereiräumlichkeiten wurde ebenfalls genehmigt und die Anschaffung des für dre wich­tigeren Akten benötigten feuerfesten Kassenschran­kes beschiessen. Die Schafherde ist infolge der Le b e r e g el k r a n k h ei t stark zurückgegan­gen. es werden eine Anzahl Schafe von außer­halb zugetrieben. Der Gemeinderat beschloß, hier­für 1,50 Mark pro Stück für 1925 zu erheben. Vor einiger Zeit wurde nach Wieseek ein Ka- valleriekoinmando in Quartier gelegt. Runmehr erhielt die Gemeinde die von der Heeres­verwaltung zu erstattenden Vergütun­gen zugewiesen, mit der Maßgabe, die Betrage an die Quartiergeber auszuzahlen. Als Sah war von der Heeresverwaltung der Betrag von 95 Pfennig festgesetzt, wobei zu berücksichtigen ist, daß vor dem Kriege 1,20 Mark pro ^onn und Tag an Quartierkosten zu vergüten waren. Da es wohl nicht nur in Wieseck unmöglich ist. einen Mann in heutiger Feit billiger als vor dem Kriege zu verpflegen, sollen von der Gemeinde alle Schritte unternommen werden, um eine Er­höhung dieser Sätze zu erreichen. Von einem Tiefbauunternehmer war von dem hiesigen Sport­platz widerrechtlich Erde abgefahren und veräußert worden. Der Betreffende soll hier­für an die Gemeinüekasse 40 Mk. zahlen. <$ur die neu vergebene Stelle des Friedhof auf- f e h e r s wurde die jährliche Vergütung auf 480 Mark festgesetzt-Für die kürzlich ausgeschriebenen neu geschaffenen zwei Rachtwächterst e l - l e n haben sich eine Reihe Bewerber gemeldet. ES wurde eine Kommission beauftragt, einer späteren Sitzung einen kleineren Kreis zur Wahl vvrzu-

Achtung

Grone Sendung Sv arge! »um Einmache« einnetroffen. sowie alle Hftfcen «emfije, Gurken. Strichen, Apfelsinen und Ctkrönen. Verkauf Mittwoch. ab 8 Uhr vormittag-, Bahnhofstraße. Ecke Schanzenstrabe.

Frau Frosch

Tel. 1061. wm Lieferung frei HauS.

Lage der Inumarktes Höll der preußijäje Minister für Vollswohlfohrt, wie er, dem Amtlichen Preußi­schen Pressedienst zuiolge. im Einvernehmen mit dem Reichsarbcilsminisler ausführt, es nicht für ver­treib.ir, die Mittel der prod'.iktiven Erwerbslosen- iiiriorae für allgemeine Hochbauten, Kirchen, Ver­waltungsgebäude, Schulen usw. zur Seriügung zu stellen. Alle hierauf bezüglichen Anträge sollen da­her bis auf weiteres abgelehnt werden.

' Rachlösungvon Fahrkarten in den Zügen. Jur Vermeidung von älnzuträg- lichkeiten sei darauf hingewiesen, daß es im Interesse der Reisendm liegt, wenn 'ie nicht im Besitz von Fahrkarten sind, hiervon dem Schaffner rechtzeitig Mitteilung zu machen, um sich vor der Zahlung eines erhöhten Fahr­geldes zu schützen. Eine rechtzeitige Mel­dung wird anerkannt, wenn dec. Reisende bei Benutzung von Abteilzügen spätestens nach dem Einsteigen bem Schaffner durch das Wagenfenster hindurch mitteilt, daß er eine Fahrkarte, Ueber- gangSkarte oder Schnellzugzuschlagskarte nach­lösen müsse. In den D-Zügen genügt es. wann sich der Reisende beim erstmaligen Erscheinen des Schaffners im Wagen meldet. Er muh dabei mit seiner Meldung dem Schaffner bet der Prüfung der Karte zuvorkommen, andern­falls wird ihm das erhöhte Fahrgeld auferlegt.

* Einziehung von Reichsbank­noten. Mit dem 5. Juni 1925 verlieren alle Reichsbanknoten, deren Ausfertigungs­datum vor bem 11. Oktober 1 924 liegt, ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel. Ferner sei darauf hingewiesen, daß die Ren­tenbankscheine zu 50 Rentenmark mit bem Ausfertigungsdatum 1. Rovember 1923, die nur noch bis zum 31. Mai bei den öffentlichen Kassen in Zahlung genommen wurden, bis zum 30. September d. I. bei den Kassen der Reichs- bank itmgctaufdjt werden können.

" Tausendjahrfeier-Marken. Zur Tausendjahrfeier des Rheinlands gibt die Deutsche Rcichspost Freimarken zu 5, 10 und 20 Pfennig sowie Postkarten zu 5 Pfennig heraus. Sie sind in der nächst eit Woche, zunächst im Rheinland, an den Postschaltern erhältlich Sobald genügende Mengen gedruckt sind, werden die Marken im ganzen Reichspostgebiet vertrieben werden; sie sollen bis in den Herbst hinein im Verkehr blei­ben. Die Marken werden in einfarbigem Buch­druck hergestellt, weil die Versuche gezeigt haben, daß Einfarbendruck besser wirkt als Zweifarben­druck.

Personalien. (Ernannt wurden: Der Pfarrer Lic. lheos. Heinrich Eidenmüller aus Darmstadt zum Studienrat am Wolsgang-Ernst- Gymnasiuin in Büdingen mit Wirkung vom 1 .Juni ab; Studienrat Artur Scharmann aus Gießen zum Studienrat an der Realschule i. E. zu Ober- Ingelheim mit Wirkung vom 1. Juni ab, der Pri- valdozenl Dr. Otto Specht zu Gießen zum außer­planmäßigen außerordentlichen Professor.

Auf dem heutigen Frankfurter Schlachtvieh markt wurden aufgetrieben: Ochst n 246, Bullen 30. Kühe 593. Kälber 568, Schafe 52. Schweine 4345.

Vornotizen

Tageskalender für Dienstag. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße:Das große weiße Schweigen", Kapitän Scotts Todesfahrt zum Südpol.

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Rochmals sei auf dos Gast­spiel am kommenden Freitag. 5. Juni, hinge- wiescn. das mit dem neuen Schwank von Bach und ArnoldDer wahre Jakob" einen sehr unterhaltenden Abend in Aussicht stellt. Für die nächste Woche ist eS der Direktion gelungen, eine besondere Attraktion zu verpflichten: Die russische KleinkunstbühneDer blaue V o geI. lieber das Auftreten dieser Gastspieltrupp?, die in kurzer Zeit europäischen Rus erlangt hat. wird noch näheres mitgeteilt werden.

Konzert in der I o h a n n i s k i r ch e. Es sei hiermit nochmals auf das morgen abend in der Iohanneskirche stattfindende Konzert des Leip­ziger Eolo-Ouartetts hingewiesen. (Siehe Anzeigen­teil.)

Landkreis Gieren.

ßen-Linden im Zuge der Kreisstraße Gie- ßen Frankfurt a. M. wird vom 2. Juni ab vis auf weiteres wegen Vornahme von Walz- arbeiten für jeden Verkehr gesperrt Der Durchgangsverkehr wird von Lang-Göns über Leihgestern nach Gießen und umgekehrt geleitet.

Albach . 31 Mai. Hier ist die M a u I - und Klauenseuche erneut amtlich festgestellt worden. Der Sperrbezirk besteht aus bev Ge­markung Mach, bas Beobachtungsgebiet um­faßt die Gemarkungen Steinbach und Hof Albach.

Langsdorf. 31. Mai. Da die M a u i- und Klauenseuche in Langsdorf nicht weiter um sich gegriffen hat. sind die Orte und Gemar­kungen Hungen. Dettenhausen und Birklar aus b:m Deobachtungsgebiet ausgeschieden worden. Die Gemarkung Langsdorf bleibt bis auf weiteres noch Sperrgebiet.

Kreis Schotten.

Schotten . 30. Mai. Kreisschulrat K i n- kel, der fast 3 Jahre in unserem Kreise tätig war, wurde zum Stadtschulrat in Worms ernannt.

Kreis Alsfeld.

!'! Ruppertenrod, 1. Juni. Unter großer Beteiligung fand heute hier daS erste Kirchweihfest des Bogelsberges statt.

Starkenburg und Rheinhessen.

Darmstadt. 29. Mai. Wenn sich alle die Hoffnungen und Erwartungen erfüllen, die man an die Errichtung der Kraftpostlinie Darmstadt Oppenheim Berg- gemeinden Guntersblum geknüpft hat, so wird damit eine neue Verkehrs- Verbindung zwischen Stark c n b u r g und Rheinhessen geschaffen, die in der Zukunft eine große Bedeutung erlangen, kann: bringt sie doch die 'Bewohner von Oppenheim und eine Reihe von Rachbarorten unmittelbar zur Landeshauptstadt. Gestern fand die Eröffnungs­fahrt auf der neuen Kraftpostlinie statt, die vom Hauptpostamt in Darmstadt auSgtng. Vom Mi­nisterium des Innern war Ministerialrat Dr. Wehner anwesend, vom Ministerium für Ar­beit und Wirtschaft Regierungsrat Morne- toeg; die Stadt Darmstadt war durch Ober- bürgermc-iftcr Dlässing, den Deigeord R i t - 3 e r t und mehrere Stadtverordnete vertreten, btc Industrie- und Handelskammer durch Syn­dikus Dr. Human und der Derkehrsverein durch den Stadtverodneten Stemmer. Auf der Fahrt stiegen noch die Bürgermeister der von den Post- autos berührten Orte zu und in Oppenheim, als Vertreter der Provinzialdirektion Rheinhessen, Oberregierungsrat 8 eyferth auch Äreid» direkter Herberg- Oppenheim schloß sich der Fahrt an.

Hessen-Nassau.

itiamc Bir.auisläden und eine umfangreiche WertstäUe erhalten Die Ausführung soll derart beschleunigt werden, daß die Einweivung bereits im Sommer 1926 erfolgen kann. 'Die Frank­furter Metbobisten-Gemeinbc läßt auf her Zeppelin-Allee eine monumentale Kirche er­richten. Mit den Arbeiten wurde bereits be­gonnen. Die Gerüchte von einem Mord an einem Studenten in der Rächt zu Pfingsten durchschwirrten am Sonntag die Stadt und gaben zu den wildesten Vermutungen Anlaß. Es wurde zwar ein Student auf einer Bank an der Forst bausstrak': am Pfingstsonntagvormittag erschossen aufgefunben. Die Untersuchung er­gab aber, bah sich der junge Mann auS bisher unbekannten Ursachen selbst erschossen bat. Rachbem erst der .Zuckerverein", diese Gesell­schaft organisierter Zuhälter, durch ge­richtliche Verurteilung der Mitglieder zu langen Freiheitsstrafen ein Ende gefunden bat. konnte die Sittenpolizei in wenigen Wochen wiederum nicht weniger als 17 gefährliche Zuhälter fest nehmen und bem Gericht zur Bestrafung zuführen. »

Deutscher Rundflug.

Berlin. 1. Juni. (WB.l Bei dem Deut­sch e n Runbflug, der in der Frühe de» Pfingstsonntags programmähig seinen Anfang nahm, war daS Wetter bisher nicht sehr gün­stig. Die Flieger hatten unter starkem Gegen­wind und schwierigen Böen zu leiden. Ham­burg, die zweite Etappe des Rundflugs, mußte von der Gruppe B als Zwangslandungsplatz be­nutzt werden. Infolge des schwierigen Wetters war auch ein Teil der Gruppe A. selbst Teil­nehmer der Gruppe der stärksten Maschinen, in Hamlurg gelandet. Auf bem Flugplatz in Ham­burg herrschte in 500 Meter Höhe ein Westnor- westwind von 15 Sekundenmetern Bäume r. der als erster in Hamburg eintraf, hatte aus der Fahrt BerlinHamburg seine acht vor ihm gestarteten Vordermänner überholt.

Trotz dieser widrigen Wetterverhällnisse nahm der Flug im großen und ganzen einen bis­her befriedigenden Verlauf. Von den am ersten Tage zur 1000-Klrn.-Schleife in Berlin gewar­teten Flugzeugen waren dis zum Kontrollschluß des ersten Tages. Pfingstsonntag. 9 Uhr abends. 23 über Schwerin. Hamburg. Bremen. Münster. Kassel und Madgeburg nach Berlin zurückgekehrt. Heute folgten weitere Flieger sämtlicher drei Klassen. Bis heute abend gegen 11 Uhr waren vom Flughafen Berlin-Tempelhof insgesamt 37 Landungen gemeldet worden. Die absolut beste Flugzeit von 9 Stunden 1 Min. für die rund 1000 Klm erzielte Ungeteilter mit seinem Albatros-Flugzeug. 100 PS Siemens, bev Klasse C. Als nächster kam Dillik auf ilbet. 56 PS Siemens, ber 9 Stunden 14 Min. brauchte. In Anbetracht deS bis Bremen herrschenden äußerst ungünstigen Wetters stellen die erzielten Flugzeiten eine außerordentliche Leistung Dar. Von den Kleinflugzeugen der Klasse A bis 40 PS konnte am ersten Tage kein einziges nach Berlin zuruckkehren. AlS erster landete heute früh 10.45 Uhr ber Mercedes-Daimler mit bem Führer 3 chrenke. Die Gesamtreisezeit dieses nur 19-PS-Flugzeuges betrögt 30 Stunden 15 Min. Rachmittags 2 Uhr folgte Fuchs mit bem kleinen Mohammed ber Fliegergruppe Darmstad^. Leider ereignete sich im Zusammenhang mit dem Rundflug auf Dem Fluplatz in Bremen ein schwe­rer IlnglückSsall. Ein Beamter der dortigen Polizei verletzte sich beim Abschiehen von Leucht­kugeln so schwer, bah er bald darauf starb

Turnen, Sport und Spiel.

Vota 4. Bezirk des Turngaues Hessen.

' Ried er-Oh men. 31. Mai. Unser Ort rüstet sich zum diesjährigen Turnfest des 4. Bezirks des TurngaueS Hessen, Da« am Samstag und Sonntag (6. und 7- Juni) in seinen Mauern stattfindet. 241 Wetturner sind zum Wettkampf gemeldet. Die Wetturnubungen sind: Stabhochsprung. Weitsprung, Kugelstoßen, Wettlauf (100 Meter), und eine Freiübung. Der Sonntag bringt am Rachmittag die allgemeinen Freiübungen Sonderkärnpfe, Frauenturnen, Handball Wettspiele ber Hanauer und Schützer Mannschaften und anbere turnerische Darbie­tungen. Der Vorabend (Samstag) wird ein lebensfrohes Bild entfalten von der guten Ent­wicklung der Turnsache in unserem ländlichen Be­zirk, werden doch da u. a. die besten Turner ihr Können zeigen. Dem Kommers geht eine Be­sprechung der Vorsitzenden ber Bezirksvereine und eine Kampfrichtersitzung voraus. Schöne- Wetter vorausgesetzt, wird auch diese Beran staltung der Turnsache und unserem Bezirk zum (Segen gereichen.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser CRubrif stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikun c- " a'Nvortunq.)

Wir leben angeblich im Zeitalter ber sozialen Fürsorge Deshalb wirb den Beamtenteitteen durch die Finanzkasse ihre Pension diesmal .be­stimmungsgemäß' erst am 3. Jun i auSgezahlt, während die aktiven und zur Ruhe gesetzten Beamten bereits am 29. Mai und noch frühei in den Besitz ihrer Bezüge gelangten. Warum er ft am 3. und nicht schon am 2.. wenn ichon einmal das Geld über daS Pfingstfest zurück- gehalten werden sollte? Oder will man etwa bestimmungsgemäß" zu ber schönen vorkriegs- zeitlichen Einrichtung ber 3. Feiertags zurück- kehren? Vielleicht nimmt sich eine berufene In­stanz dieser Sache an -r-

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falls samt und sonders auf ihr: R:^ u.-.g Lammen find Daß sich große Spaziergänger- scharen in Feld und Wald ergingen, war ange­sichts des trächtigen Wetters eine Srlbstver- ständlichkeit Etfreulicherweifc wurden aber auch die Gottesdienste nicht vernachlässigt die an bei­den Feiertagen recht gut besucht waren. So tonnen wir heule auf Pfingstfeiertage zurück- blicken. die alle Erwartungen erfüllt haben.

) Acnderung der hefsischen Land^ flemeirtbeorbnunfl Wahl ber besol­deten Bürgermeister durch den Ge­meinde rat Wie mir hören, ist eine Aenderung der, Art. M der hessischen Landgemeindeordnung da­hingehend geplant, daß die besoldeten Bürgermeister tur d'e Folge nnftau durch bie wahlbere htigten meinbeangeböngen wieder durch den Geineinderat gewähll werden. Aach den, bisher geltenden Recht ist der besoldete Bürgermeister durch die zur Ge meinderatswahl stimmberechtigten Angehörigen ber Gemeinde zu wählen. Ties führte häufig zu red)t erheblichen Unzuträglichkeiten, besonders deshalb, weil sehr häufig zahlreiche auswärtige Personen sich um den Bürgermeisterposten bewerben. Da es der Gesamtheit dec Bevölkerung kaum möglich ist, sich ein Urteil über bie Persönlichkeit zu bilden, er­scheint es zweckmäßig, wenn in Zukunst bie Wahl der besoldeten Bürgermeister wieder durch den Ge­meinderat Dorgcnommen wird.

" Flieger bes Deutschen Runb- slugeS kamen heute vormittag in schnellem Tcmpo über unsere Stab. Von einer Rotlanbung auf Dem Trieb, ber für solche Fälle bereitgestellt war, ist uns bis zum Rcbaktionsschluß nichts be­kannt geworben.

" Die Reichst nbexziffer für bic Lebenshaltungskosten beläuft sich für ben Durchschnitt des Monats Mai auf 185,5 gegen 136,7 im Vormonat.

** Erholungsaufenthalt für K i n » heran ber See. Manche Äinber von Fami­lien bes Mittelstanbes unb ber gcbUbcten Kreise bedürfen bringend eines mehrwöchigen Er­holungsaufenthalts an Der See. Die Eltern, gerne bereit unb in ber Lage, bie Kosten eines solchen Aufenthalts zu tragen, können jedoch oft aus vielerlei Grünben n.cht mit ihren Kindern eine solche Seereise machen So kommen biese 5^inbcr um ihrs Erholung unb sind schlechter daran, als Diejenigen. Die auf Kosten der öfsentlichon Für­sorge zur Erholung geschickt toeib.n Durch diesen Gedanken geleitet, hol das städtische Jugendamt im vorigen Jahre eine Gruppe von Kindern zu­sammengestellt und unter Aufsicht einer Fürwrge- rin gemeinsam nach Swinemlinde gebracht, wo sie in einem Heim ausgenommen wurden, unb von dort auch wieder abgeholt. Da der Versuch sich bewährt Hot, soll er in diesem Jahre toieberholt und zur ständigen Einrichtung erhoben werben. ES kommt in diesem Jahre Brunshaupten-Arend- fee (Mecklenburg» in Frage. Im übrigen sei auf die Bekanntmachung in ber heutigen Rümmer verwiesen.

fpd. Richt ohne Ausweis ins be­setzte Gebiet! Die französischen Grena- botimten haben während Der Pfingstfeiertage aus­gezeichnete Geschäfte auf Kosten von ungezählten leichtfertigen Bewohnern des unbesetzten Gebietes gemacht. Trotz Der fortgesetzten Warnungen und Der fast täglichen Verurteilungen durch die Mili- lärpolizeigerichte reiften an Den Pfingsttagen wiederum Hunderte von Personen ohne Ausweis ins besetzte Gebiet. Ein erheblicher Teil hatte Glück, ein anderer großer Prozentsatz von 2lus- flüglcm ohne Baß wurde aber geschnappt und mußte sofort feinen Leichtsinn durch Zahlung recht erheblicher Summen büßen. Tausende von Goldmark gingen auf diese Weise in die Hände der französischen Grenzbeamten über. Insbeson­dere waren die sog. fliegenden Streifen der Be- satzungstruppen ungewöhnlich rührig. Recht scharf wurden auch die Autos unb Motorräder kpn- trolüert.

" Eine Unfitte beim Baden kann, besonders in Freibädern, häufig beobachtet wer­den, in Dem Leute die Arme hochheben, um sich herumfchlagen unb bann unter Hilferufen ver­schwinden. In dem Augenblick, in Dem jemand hinzufchwimmt, tauchen sie lachend auf. Im Rhein hat ein derartiges Verhalten wieder e.n Menschenleben gefordert. Da Der Schwimmer, der erst scherzweise um Hilfe schrie, nachher wirklich in Rot geriet, wobei ihm aber keine Hilfe geleistet wurde. Jeder Badende sollte gegen diesen Unfug einschreiten, und jedem, ber ohne Grund nach Hille ruft, das Verwerfliche seines Verhaltens zu Gemüte führte.

" Die Beseitigung dürrer Bäume unb Aeste im Feld und in ben Gärten ist nach einer Bekanntmachung des Kreisamts im neuesten Amtsverlündlgungsblatt in vielen Orten bisher noch nicht erfolgt. Das Kreisamt weist deshalb erneut Darauf hin, daß jedermann verpflichtet ist innerhalb vier Wochen nach der Aufforderung durch bie Ortspolizei seine Dürren Bäume unb Aeste au« bem Felde und den ©arten zu ent­fernen. Falls diese Vorschrift nicht befolgt wird, tritt Geldstrafe bis zu 30 Mk. ein. Das Aufsichts- Personal ist angewiesen, auf die Befolgung ber Vorschriften streng zu achtelt und Säumige zur Anzeige zu bringen.

D i e Gebühren Der Schornstein­feger find mit Wirkung vorn 1. Juni ab neu geregelt worden. Es find u. a. zu zahlen <yür die Reinigung von steigbaren, sog. deutschen Schornsteinen, die ein Stockwert durchlaufen, 35 Pf zwei Stockwerke 40 Pf.. Drei Stockwerke 45 Pf vier Stockwerke 50 Pf., fünf Stockwerke 55 Pf ' sechs Stockwerke 60 Pf., für jedes wettere Stockwerk 5 Pf., für Die Reinigung von engen sog. russischen Schornsteinen. Die ein Stockwerk Durchlaufen, 25 Pf-, zwei Stockwerke 30Pf., drei Stockwerke 35 Pf-, vier Stockwerke 40 Pf. fünf Stockwerke 45 Pf., sechs Stockwerke 50 Pf., für jedes weitere Stockwerk 5 Pf für das *3^einigen eines Schornsteinaufsatzes bis zu zwe>. Meter Höhe 12 Pf., über 2 Meter Höhe 20 P Für das Ausbrennen Der sog. russischen Schornsteine einschließlich Der Damit zu verbindenden Fegung sind Die doppelten Gebühren zu entrichten. Die Gebühren sind unter Einrechnung Der ilmfati (teuer festgesetzt. Eine besondere Inrechnungstel­lung der Umsatzsteuer ist daher nicht statthaft.

Produktive Erwerbslosenfür­sorge und Baumarkt. Mit Rücksicht auf dik