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selten kranke Liere unter Umgebung gcfchlid) vorgeschriebenen Schlachtvieh- Fleischbeschau geschlachtet und in Verkehr bracht werden Die kranken Tiere werden weder von gewissenlosen Schlächtern für
hören, wie Fahrräder, l'iqusgegenftänbc, Wertlachen n. dgl. Dem widerspricht auch nicht der Um- stand, daß von Schulseite etwa ein Abstellraum für Fahrräder oder Wertsachenschränle (;. B. auf dem Turnboden) zur Verfügung gestellt iverbeir. Damit ist vielmehr nur die Absicht der Schule zum Ausdruck gebracht, dem Schüler den Gebrauch des fraglichen '.Raume? bzw. Behälters nnentgeUlich zu gestatten, nicht über der Wille zu erkennen gegeben, die darin imtcrgcbrüdjten bzw. deponierten Wertgegenstände der Schuler auch in Obhut und Verwahrung zu nehmen und somit einen unentgeltlichen Verwahrungsvertrag zu schließen. Mithin kann nur von einem Veihvertrag die Rede sein, und demgemäß laut 8 599 BGB. die Schicke höchstens sür Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit Hastbor gemacht werden, soweit es sich um verschließbare Räume handelt, kann bem* nach verlangt werden, diese auch verschlossen zu halten.
triebet gutzumachenden Schaden anrrchten. mehr als alles Raubwilb, das nur raubt, aber nicht daS ganze Revier beunruhigt, wie eS wildernde Stunde tun. Wer auch bem -.weibeimgen Ötaub- zeug, zumal dem mit Schlingen arbeitenden, ist auf die Finger zu sehen.
DaS ®bd- unb Damwild hat sich dem Gc- lchiechte noch getrennt. Der Iba aber trieb einzelner starker Kolben-Hirsche macht sich bemerkbar, weshalb die das Wild fo sehr fesselnden Salzlecken in peinlicher Sauberkeit yt erhalten sind. DaS Mutterwild fehl vereinzelt schon Ende des Monats. oder es lucht, hochbeschlagen, wiesenreichen Riederwald oder Druchränder auf, um eS dort ungestört zu tun.
Der Rehbock hat gefegt, oder er ist noch bei bem Geschäft, er zieht fein Sommerkleid an. Obwohl in manchen Lindern die Jagd auf den Vock bereits frei gegeben ist, sollte von dieser Erlaubnis doch nur bedingter Gebrauch gemacht werden. Die Ricken letzen und wählen hierzu mit Vorliebe stille Feldhölzer oder auch zusammenlrängende Getreideschläge, wo sie weniger als im Walde von Fliegen und Dremsen zu leiben haben. Man richte sein Augenmerk also auch auf die Feldmark unb führe auch dort einen unnachsichtigen Krieg gegen Hunde und Katzen und bas zweibeinige Raubzeug.
Alte Bachen führen im tiefen Forst ihre Frischlingsschar unb finben dort an reicher Grd- mast ihre Rechnung.
Die Auerhahnbalz ist int allgemeinen beendet. nur in hochgelegenen Gebirgsrevieren balzt zu Anfang des Monats noch der Hahn. Die Hennen sind mit bem Legen beschäftigt DaS Gelege von 6 bis 10 Eiern wirb in vier Wochen ausgebrütet.
Beim Virkwild geht die Volz zu Ende. Die Hennen machen im Heidekraut Ginster oder dichtem Gestrüpp ihr aus 8 büj 12 Eiern bestehendes Gelege, da« in 3 WMcn ausgebrütet wird.
Rebhühner legen unb brüten ebenfalls. Die kunstlos auf der Erde hergestellten Rester sind vor Raubzeug ganz besonders zu schützen Es empfiehlt sich, die Rester zeitig aufzusuchen unb zu kennzeichnen, damit sie später nicht unvorsichttg zerstört ober ausgemäht werben
Schnepfen, Enten und Fasanen sind mit dem Legen und Brüten beschäftigt. In den Fasanerien kann das Einsammeln der Eier noch fortgesetzt werden.
Die ersten Hasensähe sind gut durchgekommen unb berechtigen zur Hoffnung auf ein gute« Hasenjahr.
Der Dachs hat seine Jungen im Mutterbau unb geht gewöhnlich nur nachts auf Fratz aus. lieber all sticht er nach Engerlingen, Larven und anderen Schüblingen, doch verschmäht er auch Vogeleier nicht Man tut deshalb gut. ihn von Fasanerien fernzuhalten.
(0t Hubertus, iltuftr. Iagdwochcnschrift in Cöthen-Anhalt.)
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Cffiet jemals chn kennen gelernt hat, wird es begrüßen, daß die Wahl auf ihn fieL Wohl viele Leser des .Gießener Anzeigers" haben ihn im Felde leimen gelernt, wo er alS rechter Soldatenpfarrer immer in ben vordersten Linien Mi finden war unb beliebt war wegen seiner packenden Ansprachen. Gr fand immer da« recht.' Wort am rechten Platz, das bezeugen alb, die ihn kennen gelernt haben. Auch in fnncr Wirksamkeit alS Landesjugendpfarrer hat er an vielen Orten Oberhessens gesprochen, so zuletzt auf ben ^Dorskirchcntagcn in Blllmgen und Angersbach.
Wer ihn dort ober sonst irgendwo unb wann gehört hat weiß von seiner volkstümlichen, impulsiven unb begeisternden Art zu erzählen. Er ist eine rechte Führerp.rsönlichteit. lein Scha- blvnenmensch. sondern eine ganze Persönlichkeit. 3n Gießen hat er einen Teil seiner Studien- zeit verbracht unb ist seinen damaligen Äommili- tOnrn auch a>cgen feiner Virtuosität auf der Bwsinc bekannt. Seinem Lebensalter nach gehört er zu den Jungen und auch im Herzen ist zr beute noch jung, sonst hätte er nicht Jugend- psarier fein tonnen. Seine Ernennung erweckt wohl in allen Kreisen der Kirche die besten Hostnunqen auf ein Wirken im Segen auch dieser Stelle.
Die große Mode Kü nstlerketten neue Sendung reizender Muster eingetroffen. Besichtigung erbeten.
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Die Jagd im Mai.
Bon einer 3agb im 'Mai kann eigentlich nicht die Rede fein, da der Maiwald Frieden unb 3ufx gebraucht Denn er tft jetzt eine einzige Äinber» ftube, die treu zu bchütcn Aufgabe des Jägers ist. In diesen Jahren mehr als je. wo der Wildstand noch unter ben Aachvirkunaen der Sünden unb Freveltaten gewissenloser Schießer. Wilderer unb Feinde der Oagb zu leiden hat und viel getan teerden mutz um den Wildstand wieder einigermaßen hochzubringen. Besondere Aufmerksamkeit ist wildernden Hunden und Katzen zuzuwenden, ruÄichtSlos müssen sie vernichtet werden, ba sie gerade in diesem Monat nicht
der gesamten Obsternte sogar mit 44V 115 Doppelzentnern höher als 1923 (428 534 Doppelzentner). Der Wert der Ernte wirb für 1924. nach amtlichen Feststellungen, mit 5 079 329 Mark angegeben. Für 1923 läßt sich wegen des Währungs- verlalles eine vergleichbare 3abl nicht feststellen. An Aepseln. Birnen, Iwetschen. .Kirschen. Aprikosen, Pfirsichen unb Wallnüssen, auf die sich die statistischen Erhebungen erftreden, hatte im Jahre 1924 Starkenburg einen Ertrag von 185 869 Doppelzentnern im Wert von 2 095 451 Blark. Für Oberhefsen lauten die Zahlen 99107 Doppelzentner unb 1 043 322 Mark unb für Rheinhessen 161 139 Doppelzentner und 1 940556 Mark. Starkenburg erzeugt hauptsächlich Aepsel und Dirnen, Oberhessen vornehmlich Wirtschaftsäpfel und Wirtschaftöbirnen, Rheinhessen liefert besonders große Mengen von Wirtschaftsbirnen, Iwetschen, Kirschen, Aprikosen und Pfirsichen, von den beiden zuletzt genannten Früchten weit mehr als die anderen Provinzen zusammen genommen. Die Mengen deS Beerenobstes (Johannisbeeren. Stachelbeeren usw.) in Hessen werben von der Statistik nicht erfaßt.
Büchertisch.
, Die schöne Literatur eröffnet ihr Avrilheft mit einem Artikel Hans Brandenburgs. „Der Dichter unb die Zeit", der in geistreicher Untersuchung Grundsätze für zeitgenössische Kritik aufzeigt. Wilhelm Fronemann bietet in „Dichtungen für die Jugend" gedrängten ilebcrbRcf über neue Zugendlektüre und Bilderbücher.
Heft 16 der .Lustigen Blätter" enthält zahlreiche bunte und schwarze Blätter von Eucuel, Heiligenftaedt u. a. ebenso Humoresken. Schwanke und Scherze der beliebten und bekannten Autoren.
— „ F i l m l a n d", Deutsche Monatsschrift, ist kürzlich mit der sechsten Rümmer (Aprils erschienen (Die Filmwoche Derlagsgesellschast m. b. H Berlin). Eine ausführliche Schilderung der künstlerischen Persönlichkeit Henny Porte ns bringt Peter Perscheid: sehr launig über die Bedeutung des Kinos plaudert Arkadi Awer- tschenko. Friedrich Borges, der bekannte Wiener Regisseur, untersucht die Frage, ob man die Schönheit zensurieren darf, 2llbertini berichtet von der Schwierigkeit seiner Sensationen unb Filmarchitekt Herbert Richter-Luckian bringt einen sehr lesenswerten Artikel über die Monumentalität in der Silmdeforation.
— Das 21 pr 1 lheft der „Zeitschrift für Musi k"(Monatsschrift für eine geistige Er* ncuenmg der deutschen Musik, Hauptschristlciler: Dr. Alft. Heust. Steingräber-Berlag, Leipzig) hat wieder seine ganz eigene Physiognomie. Der bekannte Komponist Martin Frey wendet sich gegen die Auffassung von Wiemayer, nach dessen Urteil die Taktstriche in klassischen Meisterwerken nicht angetaftet werden dürfen. Von einer ganz neuen Seite faßt der Herausgeber Dr. Alfred Heust das Problem, nämlich vom Standpunkt der seelischen Zählzeit aus. dabei durchaus die musikalische Praxis im Auge habend und sie befruchtend. 3n einem tiefgründigen Aufsatz beschäftigt sich weiterhin Dr. H. Wetzel mit Wesen und Bedeutung der nmsikalischen Pause, bk im innerlichsten gerade auch menschlichen Sinne ge beutet wird. (Linen besonderen Charakter erhall das Heft durch ein J. Aoril-Scherzando, das sich in satirisch-humoristischer bis zur Groteske gehen- der Weise mit Fragen, insbesondere Auswüchsen des heutigen Musiklebens beschäftigt.
— Die Heimarbeit in der Holzindustrie. In Berlin findet die Heimarbeitausstellung statt. Hier werden die Erzeugnists her Heimarbeit gezeigt, während diese Schrift die Lebens- und ArbeitsVerhältnisse der Hrim- arbeitcrfamilicn in der Holzindustrie anschaulich schildert. Die Zustänbe in der Heimarbeit lind im allgemeinen so tieftraurig, daß schnelle unb durchgreifende Hilfe menschliche unb gesellschaftliche Pflicht ist 275
Spottgeld erworben, heimlich ober unter Vorspiegelung falscher Tatsachen geschlachtet, und ihr Fleisch wird möglichst teuer an den Verbraucher verlaust. 3n einem Ort in der Rähe von Gietzen wurde ganz besonders viel auf diese Weise „gearbeitet“. Die Romen der betreffenden Schlächter tun vorläufig nichts zur Sache, werden aber unnachsichtlich öffentlich genannt werben, wenn der Unfug nicht endgültig auf hören sollte.
Kranke Tiere werden außerdem häufig von gewissenlosen Besitzern unter Vorspiegelung der Verwendung im eigenen Haushalt abgeschlachtet, wandern aber später in Form von Pökelfleisch oder Wurst in die Speisekammern der gutgläubigen Städter. Den Verkauf derartiger Würste besorgt oft irgendein zweifelhafter Zeitgenosse unb Feind ehrlicher Arbeit. Die Verbraucher derartiger Wurst ober von Fleisch zweifelhafter Herkunft find an Gesundheit und Leben bedroht unb werben dazu noch erheblich wirtschastlich geschädigt, ba sie die möglicherweise gesundheitsschädlichen und auf alle Fälle schlecht haltbaren Fleischwaren verhältnismäßig viel zu teuer bezahlen müssen. SS ist ein Fall bekannt, in bem eine ganze Kuh für nur 60 Mk. getauft unb daS Fleisch zum Ladenpreis (!) unter die Leute gebracht wurde. 3n einem anderen Fall wurde auf dem Bahnhof in Gießen bei einem auswärtigen ., Fleischhänblcr" eine größere Menge „Blutwurst" beschlagnahmt, welche auS Blut. Knorpelstückchen, Wurstschalenresten und Meiran fabriziert war. Die damals gleichzeitig beschlagnahmte „Leberwurst" war ähnlich ctel- erreflenb zusammengesetzt.
Diese Beispiele, die noch vermehrt werden können, beweisen zur Genüge, daß der Verbraucher feinen Bedarf bei dem gediegenen Metzger unb bei dem reellen .Geschäftsmann decken unb Fleisch oder Wurst verdächtiger Herkunft unbedingt zurückweisen soll Geschieht dies nicht, so kann ein schweres Krankenlager, ja, sogar der Tod die Folge sein. Die Fletsch- unb Wurstvergiftungen find in ihrer Gefährlichkeit kemes- wegS zu unterschätzen.
Die Besitzer von schlachtbarcn Tieren, insbesondere die Landwirte, aber auch die Vorstände der ViehverficherungSvereine werden ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, baß nach einem Erkenntnis des Reichsgerichtes vom 6 Oktober 1892 der Bertauf lebender erkrankter Tiere als Inverkehrbringen a sundheitsschädlichen Fleisches angesehen werden kann, zumal wenn der Besitzer weiß, bah das Fleisch deS Tieres aennffen werden soll. DaS 3nnertcbrbringcn gesundheitsschädlichen Fleisches wird nach § 12 des RahrungSmittel- gcsetzes mit Gefängnis bestraft- auch der Versuch ist strafbar. Dabei ist nicht erforderlich, baß bas Ueberlassen des Fleische« gegen Entgelt geschieht. Rach vorliegenden Reichsgerichtsentschei- düngen ist auch im Verschenken (Erk. vom 12-Dezember 1880) im rieberlassen an Angehörige bc« eignen Haushaltes zum Verzehren (Erk. vom k. Mai 1882) unb in der Duldung bei Wegnahme durch einen Dritten (Erk. von'« 7. Hunt 1877) ein Inverkehrbringen zu erblicken Vor einem derartigen Inverkehrbri ngen ist also sowohl im Interesse des Besitzers bzw. der in Frage kommenden Kassenvorstände alS auch vor allem im Interesse bei öffentlichen Gesundheitspflege bringend unb nachdrücklichst zu warnen!
Fleisch von kranken Tieren.
Von Dr. Stein, Amtsveterinärarzt in Gießen.
In Derbrauchcrkreisen unb bei manchen Gastwirten ist leider immer noch eine recht bebenlliche Art der Sparsamkeit hinsichtlich des Fleischein- lauseS anzutreffen, obwohl die Zwangswirtschaft längst verschwunden und von einem Fleischmangel nichts zu merken ist. Besonders in ben ötäbten lassen sich noch viele Leute Fleisch und Wurstwaren zweifelhaftester Herkunft auf hängen, weil sie glauben, auf diese Art preiswert cinzukaufen. In Wirklichkeit liegen die Verhältnisse in ben allermeisten Fällen ganz anders. ES ist nämlich eine viel zu wenig bekannte Tatsache, bäh nicht
Schadenshaslung aus Schulvertrag.
Das zwischen Schule und Schüler oder, genauer gesagt: zwischen dem Leiter unb dem Unterhalb* träger der Sclmlc einerseits und dem gesetzlichen Vertreter der Schüler andererseits bestehende Ver* tragsverhällnis, der „Schulvertrag", ist in der Haupt* fache öffentlich-rechtlichen Charakters. Als Rechts folge aus dem Dienstvertrag ergeben sich aber für den Schuleigentümer auch Verpflichtungen, die nach zivilrechtlichen Grundsätzen zu beurteilen sind. Demzufolge haftet die Schule für Gegenstände, die die Allgemeinheit der Schüler notwendigerweise mitbringen muß, nicht nur nach den 8 31, 89 und 823 BGB-, sondern auch nach den $ 276 Und 278 BGB. Dabei spiest hinsichtlich der Schadenersatz, pflicht der Umstand keine Rolle, tu o ein etwaiger Diebstahl erfolgt. Es ist also an sich belanglos, ob es sich um den Korridor oder um den Sportplatz Ham beit. Die Schule hat eben innerhalb aller ihr gehörenden Komplexe die Verpflichtung, die „im Verkehr erforberüd)c Sorgfalt anzuwenden", also durch ent* sprechende Schutzmaßnahmen eine Diebstahlsgefahr soweit wie möglich herabzumindern. Don dieser vertraglichen Haftung kann sie auch ein etwaiger An* schlag, wonach die Schule nicht für Schäden hafte, nicht befreien. Es erwächst ihr im Gegenteil angesichts der durch Kriegs- und Nachkriegszeit entftan* denen allgemeinen Verkehrsunsicherheit noch die be- sondere Verpflichtungen, durchgreifende Schutzmaß. nahmen zu treffen, also beispielsweise die Ausgangs- türen ständig von einem besonders dazu angestellten Pförtner bewachen.zu lassen, untere Umständen die ftorrtbore zu kontrollieren, Verschlußketten für die Schülergarderobe anbringen zu lassen u. dal. Dagegen ist diese ihre Obhuts- und Verwahrungspslicht milder zu beurteilen, wenn der Diebstahl nicht von einem Dritten, alfo einer fremden Person, sondern von einem Mitschüler ausgeführt wird, da ein wirksamer Diebstahlsschutz der Schüler gegeneinander auf er- hebliche Schwierigkeiten stößt. Soweit ist also die Rechtslage klar Wenn trotzdem in der Frage der Schadenersatzpflicht widerfprechende richterliche Ent* fcherdungen zu verzeichnen sind, so liegt das lediglich an der Steitftage, ob ein Verschulden der Schule hinsichtlich der Anwendung der im Verkehr erforber- sichen Sorgfalt nachweisbar ist oder nicht. So bat, um nur zwei gegensätzliche i)äUc herauszugreisen, dar» Kammergericht in einer Entscheidung vom 14. 1. 21 die Schadenersatzpflicht für eine höhere Mädchenschule bejaht auf Grund erwiesener Unw* langlichkesi der nnn der Schule getroffenen Siche Schadenersatzvssichi trotz bereits vorangegangener Diebstahle. Hingegen gelangte das Oberlandes- geeicht Breslau als Berufungsinstanz, eben* falls in Sachen einer höheren Mädchenschule, in einer Entscheidung vom 5.7.24 zum entgegengesetzt ten Erkenntnis. Hier hatte die Stadt als Schuleigen fürnerm die Garderobehaken zur Verringerung der Diebstahlsgefohr in das Innere her Klaffe verlegen lassen und durch eine geeignete Kontrolleinrichtung den Schülern lelbft die Uederwachung ihrer Garderobe zur Pflicht gemacht.
Die Haftung der Schule beschrankt sich, wie oben auvgeführi, aut Gegenstände, big von der Schüler
Die Obsternte in Hessen im Jahre 1924,
(Don unterer Darmstädter Redaktion.)
Im Februar dieses Jahres hatte die Hess. LandwirtschaftSkammer die Obstzüchter aufgefordert. ihr die Mengen des bei ihnen noch lagernden Obstes namhaft zu machen. da sie ersuchen wollte, es bei den Marmel adenfabrikanten abzu- setzcn. E» ist bau Publikum und den Städten unverständlich, daß es im Herbst so wenig Obst erhält und dieses nur zu ziemlich hohen Preisen; die Obstzüchter unb Landwirte hingegen klagen, daß sie da» Obst nicht los werden unb daß sie am Ende des Winters noch ansehnliche Restbestände übrig haben, die fast gar nicht mehr, oder nur zu sehr geringen Preisen verkaust werden können Die letzten Abnehmer, die Marme- ladensabriken. bezahlen nicht viel: auch ist es bedauerlich, wenn gutes, winterhartes Tafelobst so verwertet wird.
.swei Ursachen müssen herangczogen werden, um diele Erscheinungen zu erklären. Im Herbst bieten die Händler ben Obstzüchtern zu wenig, so baß diese wegen der hohen Löhne für das Pflücken nicht auf ihre Kosten kommen. Irr ben Städten hingegen find die Obftpreise sehr hoch. Jur Ieit der Obsternte wurde des öfteren von mafjacbenben landwirtschaftlichen Persönlichkeiten die Oeffentlichkeit auf die außerordentliche Preisspannung ausmerksam gemacht, aber vergeblich. Auch im Hess. Landtag ist daraus hingewiesen toorben, wie dort mit Recht ausgesührt wurde, werden durch unlautere Zwischenhändler, wie sie die Inflationszeit hervorgebracht hat, oft unberechtigt boba. Gewinne erzielt. unb da diese Zeitgenossen zumeist gar keine Buchführung haben, geht auch bie Steuerbehörde bei £<ren Geschallen teer aus WaS hier von: Obstbau getagt ist. trifft mehr oder weniger gairz allgemein von den landwirtschaftlichen Er-zeugnissen zu. So wurde erst dieser Dage auf einer Vollversammlung der badischen Lanbwirtschastskanuner über dos Mißverständnis zwischen den Preisen für landwirtschaftliche Produkte auf dem Lande unb in der Vtadt lebhaft Klage geführt
Daß bas Winteröl imverkäufiich bleibt, ist die Hchulb der Verbraucher. Don Ende Icutuar ab kommen Orangen in fo großer Zahl auf ben Markt, bah unter dem Einfluß deS starken Angebots bas deutsche Obst kaum noch verlangt wirb In manchen Städten unseres Landes, na- mentlid) tn Darmstadt, hat der Verlaus non Orangen einen solchen Umfang angenommen, baß ganze Geschäfte sich ihnr eine Ieitlang saft ausschließlich widmen. Selbst durch Straßenhanbel, mit Pferd unb Wagen, die die ganze Stabt durch- ziehen, wirb der Absatz der Orangen betrieben. Danebenher gehl einen Bananen handel, der auch immer stärker wirb Da cs sich hier nicht um Rahrungsmittel. sondern um Genußmittel handelt, die aus dem Auslairb kommen, so wird unsere .^ahlungstzilan. ungünstig beeinflußt, zumal es beträchtliche Summen sind, die dadurch auf Kosten des deutschen VollsvermögenS ins Auslmid gehen
Hessen ist natürlich nicht das einzige Canb, bas unter der übermäßigen Einfuhr hon ausländischen Genußmllteln leibet, aber es kommt noch hie Schädigung des Weinbau'-« durch du Einfuhr der Sübwmne hinzu. Aehnliche Verhältnisse hat auch die Pfalz. In einer fetzt on- ofseittsichten Erklärung her Hauptgeschäftsstelle bes Pfälzer Bauernbundes heißt v«. bat) in den pfälzischen Obftbaugebleten. den größten von ganz D«2schl<md, daS Obst zum größten Leit um verkäuflich wäre Der Gemüsebau werbe nicht mehr nutzbringend gestaltet werben können, ba während beS ganzen Winterö Frischacmüs.- aus dem Süden rangeführt würbe. Dieselbe wirt- schastllche Rollage mache sich vor allem auch im WinAerstanb bemerkbar, ba die AuSwirlungen des beutsch-s p a n r schen Handel« vertrage« sich schon deutlich zeigten Es wirb ferner aus bi. Fracht- farife der Reichsbahn hingewies.-m, bie diese mißlichen Verhältnisse noch IregLnstigten. Rach 2ui» sicht der psälzischcir Landwirtschast sei der Bau bes Bahnhofes in Frankfurt lediglich als 11m- schlagöplatz für LebenSmlltel aus dem Süden ein Sntgegenkomm m, daS tn wirtschaftlichen Krcisrn unverfländlich wirken müffe.
Hessen hat es also nicht allein in de> Hand, ob es seinen Obstbau, der in den letzten 3a.hr- zehnten sehr stark zugetwnrmen hat, einem Rückgang preisgibt, es Ist von der Wirtschaft-Politik des Reiches abhängig. Aber die hessische Bevölkerung könnte ben heimischen Obstbau unterstützen, indem sie sich in dein Ankauf der Auslandwar.- zum mindesten Beschränkungen auferlcgt. Da die Obsterträge in den einzelnen Jahren schwankend sind, so wird sich ein Rückgang nicht so bald sest- ftclten lasten. Im Jahre 1924 war der Ertrag
Rundfunk-Programm
des Frankfurter SenderS.
(Aus der „Radio-Umschau".) \
Sonntag, 3. Mai.
8 Uhr: Morgenfeier, veranstaltet von dem Ev. Posaunenchor, Fechenheim a. M. 1—5 Uhr: Nach* mittags*Konzert des Hausorchesterd: Shakespeare in der romantischen Musik. 5—0 Uhr: Kinderstunde. 3^0—9.30 Uhr: 21nläßlich der Frankfurter Kunst- tage: Das Volkslied. Ein Zyklus. Malaiische Volks- linder (Ostindien). 10—11 Uhr: Anläßlich der Frankfurter stunfttagc: Ariadne auf Naxos.
....... ■■ j
Ans dein -lmtsverrnndinnngsblatt.
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