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Nr. 27 Zwette5 Bl^Gieyener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Montag, 2. Februar 1925
weltpolitische Möglichkeiten.
Don Staatssekretär z. D.
Fhr. v. R h e i n b a b e n. M. d. R.
Aus der Fülle der V'rösfentlichungen über die Pariser Fricdensvertzrndlungen geht hervor, daß selbstverständlich unmittelbar nach dem deutschen Zulommenbruch unter der Oberslache der rauschenden Friedensfeste die im Grunde rech t verschiedenen Interessen der „6 t c• flcf sichtbar wurden. UnS Deutsch- interessierte dabei am meisten die Fre^r des Rheins und die Art des Zustandekommens des Besetzung«- kompromisses zwischen Fr t; eich «inerte ts, England und Amerika andererseits Don diesen Verhandlungen geht letzten C-OcS bis heute die Hauptdifferenz zwischen Frankreich und England über die weitere Behandlung Deutsch- land« au« Aber die damals 1919 und spater an manches öffentliche und nicht öffentliche englische Wort geknüpften deutschen Hoffnungen haben sich im Ganzen genommen nur zu einem gewissen Teil erfüllt. Deutsche Versuche der besonderen Annäherung cn England (zeitweise toaren ihre Vertreter eigentümlicherweise gewisse politisch weit rechts stehend: Kreise) und einseitiges Derständigungsbedürsnis mit Frankreich (neben der Richtung der sogenannten ...Kon- tinentalpolitiker", die vorwiegend in Liniskreisen wurzelten, blieben auch gewisse wirtschaftliche Extratouren rechtsstehende. Persönlichkeiten ohne Erfolg) haben im Endresultat stets dazu geführt, daß immer wieder in erneuter französisch-englischer Derständigung Deutschland die Zeche bezahlte.
Amerika hatte sich damals von europäischen Dingeti scheinbar voll abgewandt. Italien, Belgien und Japan blieben wie Statisten im Hintergründe deü großen Spiels um die europäische Zukunft. Immer deutlicher sank Deutschland unter der Gewaltpolitik Frankreich« allmählich in die Knie und vermochte nicht, irgendwo Anlehnung und Stützung gegen den übermächtigen Druck seiner Kriegsgegner zu gewinnen. Rach Osten zu blieb der Vertrag von Rapallo eine Episode und wies im übrigen in seinen Auswirkungen auch für diejenigen, die für ihn eintraten, in c n: so ferne Zukunft, daß Deutschlands Gegenwartsschicksal davon so S:t wie aar nicht beeinflußt wurde und wird, uch große und wichtige Ereignisse an anderen Stellen der Welt, wie die Reuordnung auf dem Balkan, das nationale Wiedererstehen der Türket, die Kämpfe im fernen Osten berührten da« deutsche Schicksal höchstens in der Weise, das) Ausgleichungen weltpolitischer Interessen aifrf Deutschlands Kosten vor sich aingen. Schließlich drohte Deutschland dem Druck der französischen Politik völlig zu unterliegen, al« der Ruhreinbruch und seine Folgen den Wendepunkt des deutschen und europäischen Schicksal« herbeiführte. Amerika trat wieder ein in den großen Prozeß der Reuordnung Europas und in den ersten Auswirkungen dieses Eintreten stehen wir noch heute.
Ansicher und tastend steht die deutsche Politik der jetzigen Situation gegenüber. Monatelange Wahlbewegungen und Regierungskrisen haben ersichtlich Kraft und Energ' der deutschen Auhen- politik gehemmt und geschwächt, und es wird Zeit, daß nach endlicher Bildung einer neuen ReichSregierung gerade in der großen und grundsätzlichen Orientierung unserer Außenpolitik, soweit wir selbst darauf Einfluß nehmen können, etwa« Entscheidendes geschieht. Ein Grundirrtum war es, hier alles oder doch das meiste von der Wirtschaft (u erhoffen. So viel diese auch für die Rückehr von Frieden und Aufbau tun mag — sie bedarf der Politik zur letzten Leitung und Führung der Völker. Aber darüber hinaus braucht unser Volk auch seelisch das Aufwerfen und Aufweisen großer politischer Ziele. Sind solche Ziele etwa der Völkerbund oder der heute so modern gewordene Begriff von „P a n e u r o p a" ?
Ich glaube es nicht! Beides kann für unS einmal eine gewiss" Rolle spielen. Wir können in den Völkerbund eintreten — vielleicht! — wenn die Ruhr- und Rheinfrage auf Recht und Vertrag zurückgeführt sein wird. Es kann, auch im Laufe der Zeit zu so etwas wie einem stärkeren Gemeinsamkeitsgefühl und vielleicht soaar zu so etwas wie einer europäischen Wirtschaftsgemeinschaft kommen — aber nie und nimmer wird das jenes außenpolitische große Ziel sein, das dem wirklichen Gefühl der Hoffnung auf bessere Zeiten unseres Volk« entsprechen wird. Ich stelle ein andere« Ziel auf und möchte die dahin führende Politik bezeichnen als die „Politik der Partie zu Vieren".
Der wichtigste Partner für die Außenpolitik Deutschland« ist und bleibt Frankreich. Ihm gegenüber sind wir ih der deutschen Rachkriegspolitik in die zweite und wohl entscheidende Phase
de« „Kampfe« um den Rhein" eingetreten, der von französischer Seite mit dem auf die Weltmeinung und ihre Beeinflussung abgestellten Schlagwort der ..Sicherheit Frankreichs" geführt wird. Das Recht ist auf der deutschen Seite. Auf der französischen Seite steht die Macht, steht eine vorläufig noch unfern Abwehrmitteln weit überlegene Stimmungsmache in ter ganzen Well und steht noch heute ein überspanntes chauvinistisches Siegerge^ :hl. ..'Die siegreiche französisch- Armee zieht sich nicht zurück" - das ist aber andererseits ein authentische^ Wort eines in hoher Stellung stehenden französischen „Linkspolitiker s". Er zeigt besser als lange Abhandlungen die innere Einstellung auch derjenigen Franzosen, die nach Mitteln und Wegen suchen, um auch für ih. Land die notwendige Entspannung und Befriedung herbeizuführen.
mietet der zweite Gegenspieler Deutschlands. England, solche Möglichkeiten? Dor dem Kriege und im Lause der Jahrhunderte war sein Streben dahin g-richtet, auf dem europäischen Kontinent einen Ausgl ich der Macht. ,D a - lance os Power", herb izukühren und den-, jeweilig Stärksten eine Kombination anderer Mächte entgegenzustel'en. bei der es selbst den Ausschlag gab und sich die Hände für feine Weltpolitik fveihi 1t. Rach dem d^ckschen Zusammenbruch wurde schnell verkündet, daß diese „alte Machtpolilik" für immer b:graben fei und eine „neue Zeit des Völkersriedens" anbrechei' soll. Der Völkerbund trat ins Geben und England erkannt- sofort, daß in Anpassung an die über di- Welt gehenden Schlagworte und an die vom Krieg- her noch bestehende Massen- spychose der Völler auch d-r Völkerbund von 1919 durchaus die Möglichkeit bot, die r:in bru tischen Interessen in ihm vollauf ?u währen. Aber vorsichtig, langsam und auf weite Sicht berechnet geht die englisch« Politik hier ihren Weg. Wenn man als Deutscher die bisherige Strttke überschaut, so kann man heute wohl sagen, daß im Ganzen England gegen die Zertrümmerung des deutschen Staat.'s gewirtt hat und daß englische Zukunstspolitik im gewissen Umfang das Wiederaufleben eines deutschen politischen und wirtschaftlichen Kraftzentrums wirk lich erstrebt. Falsch ist natürlich die These, die solches Strel-en Englands einzig und allein aus die Rotwendigkeit der Schaffung „neuer Konsumkraft" in Europa zurücksührt. Selbstverständlich ist ein gut Teil wirklich- Machtpolitik dabei und letzten Endes sogar dabei ausschlaggebend. Aber höher als Deutschland und höher als jene ganz vorsichtige Wiederaufnahme d-r Politik der Ausgleichung europäisch -r Machtverhältnisse steht für England die Politik des Weltreichs, des ..Empire", besonders unter einer toixferoa- tiven Regierung. Rur so ist die jetzige Hal- tung Englands in b-zug auf den 10. Januar 1925 zu erklären.
Es muh also mindestens noch ein vierterPartner mitwirken, der soviel Macht und Einfluß besitzt, daß seine Stimme unter allen ilmftändcu gehört werden muh und daß die 21b- hängigkeit der aoberen auch von ihm einen solchen Ausgleich der Interessen herbeizuführen in der Lage ist. bei dem Deutschland sich wieder in die Höhe arbeiten kann. Kein Zweifel, wer dieser Partner ist: Diejenige Macht, die den Krieg zu unseren llngunjten entschied, diejenige Macht, die Frankreich allzulange glauben ließ, daß er allein der »Sieger" sei, und daß es allein die Geschicke, zum mindesten Europas, bestimmen könne, diejenige Macht. die auch dem zweifelnden und besorgten England den Rücken so gestärkt hat. daß es den Krieg gewinnen und sein Weltreich größer und umfassender als je zuvor aus- gestalten konnte — die Vereinigten Staaten von Amerika. Rur scheinbar widerspricht dem. was vorher über die entscheidende Rolle der Politik im Leben der Völker angeführt wurde, daß der Dollar sich in allem, was mit Amerika zusammenhängt, so sehr in den Vordergrund drängt. Schon Amerikas Teilnahme am Krieg ist der Beweis dafür, tote es ba- mit in Wirklichkeit steht. Zuerst wirkte damals nur der Dollar, dann kam die Politik und schließlich das Schwert. Deutschland brach zusammen. das Schwert ging in die Scheide zurück und die Politik verließ die europäischen Verwicklungen. 2lber der Dollar blieb und wartete auf seine Zeit. Jetzt hat der Dollar erneut z u wirken begonnen u.id wiederum folgt ihm die Politik. Amerila hat recht eigentlich Deutschland besiegt. Richt die anderen! Amerika versprach einen Frieden. der zwar voller Härten, aber doch ein wirklicher Frieden gewesen wäre. Amerika brach sein Versprechen. Amerika trat dann wieder in die europäische Politik und nur Amerika wird ihr diejenige Richtung weisen, bei der Deutschland wieder auf st eigen kann.
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Aus der Provinz.
Landkreis Gießen.
EL Lollar, 1. Febr. Trotz bc« schlechten Wetter« brachte der heutige Tag eine Menge Reugierige auf den Platz de« großen Brandunglückv der vorletzten Rächt. Sogar auS der Umgcgcnb liehen sich viele durch den Regen nicht abhall en. den Weg zur Brandstätte zu machen. Wie schon in der letzten Rümmer erwähnt, ist der durch da« Feuer angerichtele Schaden sehr groß: er dürfte wobl bald 200 000 Mk. erreichen. Wie man hört, soll jedoch genügend Deckung durch Versicherung vorhanden sein. Heber die Llrsache des verheerenden Brandes ist noch nichts festgestellt, doch dürfte eine Aufllärung zu erwarten sein. Es ist angebracht, an dieser Stelle die ei f r i g c £ä t täte i t der Feuerwehren lobend zu erwähnen. Der mit anerkennenswerter Schnelligkeit auf dem Drandpl.'.he erschienenen Freiwil - ligen Feuerwehr Lollar war keine geringe Aufgabe gestellt, da das Feuer, durch verschiedene ^Imstande begünstigt, sehr rasch um sich griff. Wenn sich auch kleine Mängel bemerkbar machten, so waren sie doch so geringfügiger Art, daß sie dem Lob, das die Wehr verdient, keinen Abbruch tun. In der gleichen Weise betätigte sich auch die Werk-Feuerwehr der Main-Wefer-Hütte. ilntcr- stüht in ihrer anstrengenden Tätigkeit wurden beide Wehren durch die hiesige P s l i ch t s e u e r- w e h r und viele andere hilfsbereite Hände. Ein Aufatmen gab es förmlich, als nach schon geraumer Zeit die Signale der Giehener Mo • torfpritze ertönten. Mit bewunderungswürdiger Exaktheit griff sie sofort in den Kampf gegen das Element ein. Bei Beobachtung der ganzen Löscharbeiten fiel die grobe ilebcrlegen- heil der Motorspritze auf. Der Gedanke tauchte auf. hier muh für unsere engere Heimat unbedingt noch eine Acnderung geschaffen werden, llno zwar wäre es diese: Der Kreis beschafft unter Beteiligung b?r Gemeinden eine derartige Motorspritze, damit bei gröberen Bränden, wie die letzten in Wieseck und jetzt in Lollar, raschenstes Hilfe zuteil wird. Diese Hilfe ist dann auch gegenüber der Handspritze eine viel wirkungsvollere. Ein Wunsch sei noch audge- sprochen: Möge es gelingen, recht bald dieses Werk wieder aufzubauen, um den bei der Firma Beschäftigten ihre regelmäbige Arbeit und somit ihr Brot zu erhalten.
• Saubringen. 31. Jan. Die hiesige Jagd, bestehend aus 258 Hektar Feld und 78 Hektar Wald, wurde heute auf die Dauer von 6 Jahren an den ZigarrenfabrivantenR i n n- Heuchelheim verpachtet. Der Pachtpreis beträgt 1020 Mk. jährlich.
Londorf, 31. Ian. Dieser Tage hielt Oberstleutnant v. Hagen aus Darmstadt auf Veranlassung des hiesigen Kriegervereins im Döngerschen Saale einen Vortrag über das Thema: »Warum haben wir den Krieg verloren?" In sehr interessanten, fesselnden xmb sachlichen AirSführungen behandelte er das Thema, beleuchtete und erklärte die Fehler, die in den Haupt- chlachten. von der Rlameschlacht bis zu den letzten Haxxptschlachten de« Jahres 1918, begangen worden sind. Der Vortrag war frei von parteipolitischen Vorwürfen imb suchte dem gespannt lauschenden Publikum, eine objektive Darstellung des Kriegsverlaufs 'zu geben. Es war ein Genuß, einmal solche Ausführungen zu hören gegenüber so manchen parteipolitischen, gehässigen Ausführungen. Lebhafter Beifall lohnte die Darlegungen des Redners. Der Vortrag war sehr stark besucht.
• Pich, 2. Febr. Seinen 70. Geburt«- tag beging gestern. Sonntag, 1. Februar, in geistiger und körperlicher Frische der Ortsein- nehmer a. D W. Zimmer in Lich. In weiter Umgebung ist er eine bekannte Persönlichkeit. Er hat sich durch sein freundliches und zuvorkommendes Wesen viele Freunde erworben. Heber 25 Jahre war er Großh. Ortseinnehmer, und er hat diesem Amt mit großer Gewissen? Hastigkeit und Treue zur Zufriedenheit seiner vorgesetzten Behörde verwaltet. Ferner war er über 25 Jahre Rechner der evangelischen Kirche Lich, nebenbei hat er für verschiedene Kirchen- gemeinde Rechnungen und Voranschläge aufgestellt. Rachdem die Ortseinnehmerei Lich im Jahre 1921 aufgehoben wurde, übernahm man Zimmer in den Dienst des Hauptzollamts Gießen. Durch das Abbaugesch wurde er am 31. Dezember 1923 in den wohlverdienten Ruhestand versetzt.
Mrciö Schotten.
- Laubach, 31. Ian. Bei der jüngsten Holzversteigerung des Gräflichen Forst- amts wurden folgende Durchschnittspreise gelöst: Buchenicheit 11—13 Mk., Buchenknüppel 7—8,50 Mark, Buchenstöcke 7—8 Mk., Duchenreisknüppel 4—5 Mk. je Raummeter.
X Breungeshain, 31. 3an. Unfer Kriegerverein veranstaltete unter Leitung seines rührigen Vorsitzenden de« in wecken Kreisen des Vogelsberger 5^öbenflub« bekannten Wirtes des Klubhauses auf dem HoherodSkopf. Herrn Stein, einem Familienabend, der sehr gut besucht war. Unter den Teilnehmern bc- sanden sich auch drei Altveteranen, von denen der eine im 92. Lebensjahre steht! Der Vor- sitzende gedachte in seiner Beanü tungSansprache auch der im Weltkriege gefallenen Kameraden. Der Vorsitzende deS Kriegeivereins Schotter, Studiendirektor Herlsch. wies in einer kurzen Ansprache auf die Wiedererrichtung des deutschen Reiches am 18. Januar 1871 bin. In einem Hoch auf das deutsche Vaterland gelobten die Anwesenden, dem deutschen Volke und dem deutschen Reiche unentwegte treue Liebe zu bewahren. In einer längeren Rede sprach der Ortspfarrer Zimmer über die Geschichte von Breungeshain und seiner Kirchen. In klarer Darstellung schilderte der Redner, welche Rolle BreungeShainer Sage und Geschichte gespielt hat. Die Kenntnis mancher Zeitabschnitte wäre umfassender, wenn dem For-schcr die Urkunden zugänglich wären, die im Besitze der Herren von Schenck zu Schweinsberg sind. Reicher Beifall belohnte die vortrefflichen Aus- fübrungen des Ortsgeistlichen. Vaterländische und volkstümliche Lieder wurden in reicher Auswahl gelungen, was viel zu dem gemütlichen Charakter der Veranstaltung beitrug. Die Frauen der Mitglieder bewirteten die Gesellschaft mit selbstgebackenem Kuchen, die ihrer Backkunst ein glänzendes Zeugnis ausstellten. Der Abend lieferte den Beweis, daß in dem Äriegerberein Breungeshain echte Vaterlandsliebe und deutsches Wesen eine Heimstätte haben.
• Eichelsdorf. 31. Ian. Bei der jüngsten Rutz- und Drennholzversteige - r u n g wurden folgende Durchschnittspreise pro Festmeter gelöst: Rutz Holz: Eichenstämme 2. Klaffe 77,50 Mk., 3. Kl. 75,45 Mk.. 4. Klasse 52.50 Mk., 5. Kl. 38,80 Mk. 6. Kl. 34.40 Mk., Elche 6. Kl. 50 Mk., Ahornstämme 5. Kl. 27.25 Mark. 6. Kl. 29.40 Mk.. Buchen 2a Kl. 54,50 Mark. 3. Kl. 37.10 Mk.. 4. Kl. 36.60 Mk. Hain- buchenstämme 5. Kl. 42,50 Mk., 6 Kl. 47,50 Mk , Obstbaum (Kirschen) 5. Kl. 23.50 Mk., 6. Kl. 22,35 Mk.. Elsbeere 6. Kl. 20,50 Mk.. Kiesern 3 Kl. 38,15 Mk.. 4. Kl 42,55 Mk.. 5. Kl 33.75 Mark. Lärche 3 Kl 71 80 Mk. 5. Kl. 32.75 Mk., •;id>tenftämme 3. Kl. 37.15 Mk., 4 Kl 39 Mk., 5a Kl. 28,70 Mk.. 5b Kl. 27.95 Mk. Brenn- Holz pro Rm.: Duchenscheiter 1 Kl. 11,40 Mk., Hainbuchenschsiter 13 Mk.. Eichenscheiter 7,10 Mk., Duchenknüppel rd. 7.20 Mk.. Eichenknüppel rb. 5.30 Mk. Buchenreisig 1 Mk . Buchenstöcke 1. Kl rd. 6,30 Mk., 2 XL 4 Mk., Fichten- stöcke 1.80 Mk.
tog. Gedern. 31. Ian. Gestern abend fano unter der Leitung des Ehrenvorsitzenden Christ. Guth II. eine außerordentliche Versammlung der biefigen Ortsgruppe des Hess. Bauernbundes statt. Der bisherige 1. Vorsitzende Karl Strupp I. legte sein Amt nieder: an seine Stelle wurde Wilhelm Birx zum Vorsitzenden der Ortsgruppe gewählt. Bürgermeister Müller gab wertvolle Aufklärung in Steuerfragen.
Kreis Büdingen.
A Leidhecken, 31. Jan. Der in Rr.24 des Gieß. Anz." gemeldete Schwindler hat auch in hiesiger Gegend seine Empfehlungen von ^Dekanaten und Pfarrämtern (mit Amtssiegel) vorgezeigt und Lehrer sowie Geistliche um 1,50 Mark erleichtert.
Kreis Lauterbach.
hmb. Lauterbach. 31. Jan. Der Luther- film kam gestern auch hierher und wurde in unserer Stadtkirche gezeigt. Wie überall, so machte er auch hier auf die Anwesenden einen tiefen Eindruck. Die Person des großen Gottes- mannes. der Kampf seines Leben«, trat in einer seither nicht gekannten Weise vor die Zuschauer hin und fesselte sie auf« tiefste. Das Gebotene wird bei Alt und Jung in lebhafter Erinnerung bleiben. Am Rachmittag besuchten die hiesigen Schüler mit ihren Lehrerm die Vorführung, zu der sich auch noch trotz des schlechten Wetters einige Schulen aus der Umgcgcnb eingesunden hatten. Am Abend fand eine Vorführung für die Erwachsenen statt. Diese war im Rahmen einer kirchlichen Feier gehalten. Stnge» feitet wurde hie Veranstaltung durch Orgelspiel und einer Ansprache von Stadtpfarrer Schlösser. Die Pausen zwischen den einzelnen Akten wurden durch Gemeindegesang und Gesänge des Kirchenoesangvereins unter Leitung des Lehrers Vogel ausgefüllt. Zum Schlüsse der eindrucksvollen Feier wurde von der Gemeinde Luthers „Ein' feste Burg ist unser Gott" gesungen.
Starkenburg und Rheinhessen.
' Darmstadt. 1. Febr. (Eigener Bericht.) Einbrecher haben dieser Tage das Kreis-
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