Wer die vom 16. dis 20. Sult d. 3. in Stuttgart statkgefundene große Tagung des Reichs- bundes der Freiwilligen Sanitätskolonnen erstatteten, begegneten dem lebhaften Interesse der ganzen Versammlung. Es wurde im Anschluß daran der Wunsch geäußert, daß der Besuch der anregenden großen Tagungen des Reichsbundes auch unbemittelten Kameraden ermöglicht werden müsse. Ein dahingehender Antrag der Kolonne Darmstadt wurde einstimmig angenommen. Einmütigen Beifall fand auch die aus der Versammlung gegebene Anregung, ein Huldi- gungstelcgramm an den Reichspräsidenten v. Hindenburg abzusenden. Das Telegramm hat folgenden Wortlaut: „Die in Dad-Rauheim zum 7. hessischen Kolonnentag versammelten Hess. Sanitätskc können vom Roten Kreuz senden dem hochverehrten Führer des deutschen Volkes Huldigung und treudeutschen Gruß."
Zwei bedeutsame Vorträge über verheerende Dolksfeuchen waren für die Aufklärung und Belehrung der Sanitätsmannschaften bestimmt. Mit gespannter Aufmerksamkeit und dankbarem Beifall nahm die Versammlung die beiden Referate auf. Der hiesige Arzt Dr. Häberlin gab Wer „Einiges zur Alkoholfragc" sehr beherzigenswerte Mitteilungen. Sn der Aussprache wurde aus der Versammlung heraus die Anregung gegeben, aufllärende Schriften über die Schäden des Alkohols verteilen zu lassen. Privatdozent Dr. Rothmann von der Hautklinik in Gießen sprach unter stärkstem Beifall über „Die svzialhygienische Bedeutung der Geschlecht skrankheite n." Das volkstümlich gehaltene Referat war nach allgemeinem Urteil außerordentlich bedeutsam.
Am Rachmittag kam dann die Praxis zur Geltung. Die hiesige Kolonne veranstaltete am Grand-Hotel unter Leitung des Kol.-Führers- Stellv. Hanauer eine großangelegte
Kolonnenübung.
der die Sdee zugrunde lag, daß infolge der durch eine Explosion der nahen GasfWrik hervorgerufenen Detonation im Speisesaal des Grand- Hotels die Decke eingestürzt sei. Es galt, die zahlreichen Leicht- und Schwerverletzten aus der Gesahrzone nach der nahen Trinkkuranlage zu bringen und dort zu verbinden. Die Kolonne Bad-Rauheim entledigte sich ihrer Aufgabe aufs beste. Ihr Verhalten sand die allgemeine Anerkennung der auswärtigen Kolonnen und der zahlreichen Zuschauer au. nah und fern. Reu angewandte Sanitätsgcräte. wie der als Ersah für die künstliche Atmung gedachte Pulmotor und ein neuer von dem Sanitäter Kreiling in Dietesheim konstruierter Schienenapparat erwiesen ihre Brauchbarkeit und fanden besondere Beachtung. Rach der Hebung formierten sich die Kolonnen, und unter klingendem Spier erfolgte ein imposanter Vorbeimarsch an den Ehrengästen und Geheimrat v. Hayn, dem Vorsitzenden des Landesvereins vom. Roten Kreuz, als Dankesbezeugung der Sanitätskolonnen an den Landesverein gedacht. Sn der Turnhalle hielt Med.-Rat Dr. Rebel-Fried- 6 er g die Kritik, die der hiesigen Kolonne das beste Zeugnis ausstellte. Sn seinem Schlußwort dankte Hauptmann v. Lotheißen der hiesigen Kolonne, der Stadt, der Kurverwaltung und auch der hessischen Presse für die treffliche Vorbereitung der Tagung, dir in ihrem erfolgreichen Verlauf ein Markstein in der Geschichte des hessischen Kolonnenwesens bleiben werde.
Der Sicher Kirmesmarkt.
J) Sich, 30. Sept. Wohl nur wenige in unserer Stadt wissen, welche Bewandtnis eS mit der Kirmes und dem sogen. Kirmesmarkt hat. Schon mehr als 400 Scchre feiert Lich seine „Kirchweihe" zur Erinnerung an die Fertigstellung und Einweihung des im Sahre 1517 (Reformationsjahr) vollendeten, aber bis heute noch nicht ganz ausgebauten Gotteshauses. Phil, v. Solms hat es seiner Gemeinde geschenkt; bis zu seinem und seines Sohnes Reinhard I. Tode hat es dem katholischen Kultus gebient. Dem Grafen Reinhard aber haben wir den Kirmesmarkt zu verdanken. Weil „fein Stettlin Lich (abseits) von den strassen gelegen und bisher mit keinem Marckt fürsehen were. dardurch es einen Zugang seiner narung haben möcht, außer* hglb des Ackerbawens, des sich die unterthanen erneren müßten," so hat er seinen kaiserlichen Freund und Gönner Karl V, (1519 1556) „darauff undertheniglich angeruffen und gebetten, das wir jhme, seinen underthanen und dem gemeinen Mann, daselbst zu Lich, zur fürderung und guttem alle Sar, in demselben Stettlin jtoeen Sar- und alle Wochen, ein Wochen Mark, zuhallen zu vergönnen und zu erlauben, und darzu die Kirchmeß, so Särlichen daselbst zu Lich gehqlten werde in ein Sar Marck zu deren dern und zu werteren, und dieselben mit notturftigen heilten und sicherheitten, zu fürsehen gnedigklich geruhten." Der eine Sahrmarkt soll „als nem- lichen den 2. Sonntag in der Fasten, Reminis- zere genant, und der andere auff Sontag nach Sanct Michels, des heiligen Erzengelstag", gehalten werden, „und alle Wochen aufs Mittwochen ein wochenmarck auffzurichlen, und die Kirchmeß, so alle Sar zu Lich gehalten worden ist, in ein Sarmardt zu verendern und nun hin- fürr nit meher Kirchmeß sonder für ein Sarmardt zu nennen und zu halten ewigklich erlaubt" sein soll. Sn schwulstiger Weise wird diese Erlaubnis noch mehrmals wiederholt, bestätigt und umschrieben, allen geistlichen und weltlichen Machthabern geboten, weder dem Grafen Reinhard noch den Marktbesuchern etwas in den Weg zu legen, was der Stadt Wohlfahrt hindern könne und auch die Strafen an» gedroht, die sie im Falle der Richtbeachtung zu gewärtigen haben, „Reinlich Fünfzig Mard lob* tigs Golds, die ein jeder so offt er frevenlich hiewieder thete, uns Halo inn unser und des Reiches Kammer, und den andern halben Iheil dem obgemelten Graff Reinhartten von Solms und seinen Erben und nachkommen unablahlich zu bezalen verfallen fein soll." „Mit urkundt dits Brieffs beftgelt mit unserm Kaiserlichen an- Hangenden Snsigel. Geben in unser und des Reichs statt. W o r m b s am siebenden tag des Monats Suly Rach Christi unfern lieben Herren gehurt Fünfftzehnhundert und im fünffundviert* zigsten, unsers Kaiserthumbs int fünfundzwanzig- sten und unserer Reiche im dreißigsten Saren. Carolus Ad Mandatum Cesaree Catholice Maiestatis proprium Johan. Obernburger sub“. Der beliebte Kirmesmarkt konnte leider durch die in Rachbargemein den herrschende Maul* und Klauenseuche nicht abgehalten werden.
Turnen, Sport und Spiel.
Turnfest in Gedern.
lg. (9 e b e r n , 30. Sept. (Abturnen und Werbeturnen.) Am Sonntag fand das A b t u r n e n des hiesigen Turnvereins statt. Das Schau- und WeUurnen begann um 8£ Uhrvormittags und wurde ausgetragen in drei aktiven Riegen und brei Schülerriegen, mährend die Damenriege sich nicht am Wetttkampfe beteiligte, der sich in Geräte- und volkstümlichen Wettkampf gliederte und alle Zweige des Turnens berührte. Das Ergebnis des Wettturnens war folgendes (Punktzahl in Klammer): 1. aktive Riege: Ehrenpreis Willi Meyer (202); 1. Preis Wilh. Keil (192); 2. Preis Willi Freymann (180); 3. Preis Rich. Henkel (169). 2. aktive Riege: 1. Preis Eduard Reichert (147); 2. Preis Jean Raumann (125); 3. Preis Werner Stöhr und Wilh. Müller (124). 3. aktive Riege: 1. Preis Walter Hübner (129); 2. Preis Richard Mehring (125); 3. Preis Reinhard Oberheim (119). 1. Schülerriege: Ehrenpreis Hch. Menzel; 1. Preis Otto Jäger; 2. Preis Willi Buß; 3. Preis Willi Mahr. 2. 2 ch ü l e r r i e g e: 1. Preis Otto Crifpenz (173); 2. Preis Karl Franz (159); 3. Preis Otto ßambmann (156). 3. Schüler- riege: 1. Preis Ernst Spielmann (156); 2. Preis Wilh. Röttinger (152); 3. Preis Ernst Ziegler (151). Die Preise bestanden aus Ehrenurkunden und Wert- ae'genständen, die von Freunden des Vereins zur Verfügung gestellt worden waren, für die Inhaber der Ehrenpreise. Im Laufe des Tages wurde weiterhin der alljährlich innerhalb des Bezirks stattfindende Herbst-, Wald- und Geländelauf in zwei Gruppen zu 500 und 1500 Meter und einer Schülergruppe zu 1000 Meter zum Austraa gebracht. Mittags 1 (Ihr wurden die auswärtigen Turner in einem Festzuge unter Vorantritt der Feuerwehrkapelle nach der Turnhalle gebracht, wo nunmehr das Werbeturnen stattfand, zu dem der 3. Bezirk des Gaues Hessen, dem der festgebende Verein angehört, seine Werberiege geschickt hatte, welche die besten Turner des Bezirks in sich vereinigt. So konnte es nicht fehlen, daß ganz hervorragende Leistungen zu sehen waren, unter denen diejenige des Turners Anton Ries aus Nidda obenan stand. Am Abend des Festtages vereinigten sich die hiesigen Turner mit ihren auswärtigen Gästen und zahlreichen Freunden der Turnsache zu einigen frohen Stunden im Stiebelingschen Saale. Der Vorsitzende des Vereins, Eisenbahnbetriebsassistent Stöhr, begrüßte die Erschienenen. Seine Ansprache kennzeichnete die Ziele der Deutschen Turnerschaft in trefflichen Worten dahin, daß es gelte, die Jugend körperlich und damit auch geistig tüchtig zu machen, denn nur in einem gesunden Körper wohne ejn gesunder Geist. Anschließend wurde unter ehrendem Beifall der Versammlung die Ausgabe der Ehrenurkunden und Ehrenpreise an die Preisträger vorgenommen. Die Pausen zwischen dem nun folgenden Tanz wurden ausgefüllt mit Musterriegenturnen, an de manch die Damenriege teilnahm.
Gerichtssaal.
* Darmstadt, 30. Sept. Das Schwurgericht verurteilte den Milchhändler Ph. Lehr von Offenbach wegen Verleitung zum Meineid zu zwei Sahren Zuchthaus und den zum Meineid verleiteten Maschinenschlosser F. A. Hofmann von Offenbach zu neun Monaten Gefängnis. L. hatte gewässerte Milch durch H. verkaufen lassen und ihn dann zu falschen Aussagen verleitet.
Wirtschaft.
Die Frankfurter Herbstmesse.
fpd. Frankfurt a. M., 30. Sept. Die Messeleitung sieht, wie sie in einer heute stattgefundenen Pressezusammenkunft mitteilte, der am nächsten Sonntag beginnenden Herb st messe mit Vertrauen entgegen, da einmal nach den schweren Monaten wirtschaftlicher Depression sich wieder etwas Leben allenthalben bemerkbar macht und demzufolge die Zahl der Aussteller und der Besucher gegen die Vormessen und entgegen allen Befürchtungen nicht zurückgegangen ist. Als ganz neuer Ausstellungszweig tritt die Automobilindustrie auf. Die deutsche hält sich allerdings zurück, dagegen stellen etwa dreißig italienische, französische, amerikanische und österreichische Automobilfabriken aus. Man hofft, daß dem Ausland im nächsten Sahr auch die deutsche Sndustrie folgen werde. Ferner beteiligt sich die Hanauer Schmuck- und Edelsteinindustrie zum ersten Mal an der Messe. Ob sie ständiger Aussteller bleibt, hängt davon ab, ob sie hier genügenden Boden findet. Das Feld beherrschen nach wie vor die Schuh- und Lederwaren-Sndustrie und das Haus der Moden. Die Textilindustrie beteiligt stch in geringerem Am fang als sonst.
' P r o v i s i o n s e r m ä ß i g u n g f ü r Zeitgeschäfte. Seitens der Berliner Stempelvereinigung und der Vereinigung der Privatbankiers sind die Provisionssätze für Zeitgeschäfte per Ältimo und per Medio ermäßigt worden, und zwar von 3/10 auf 2/io für den Bankier und von 6/io auf Vio für den Richtbankier. Die Banken haben sich an die zuständige Stelle mit dem Ersuchen gewendet, nunmehr auch für die Courtagesätze eine Ermäßigung eintreten zu lassen, nachdem letztere im Suni dieses Sahres erhöht worden Hnb.
* Zur Bildung des westdeutschen Eisentrustes. Wie der DHD. erfährt, sehen die Werke, die an den Zusammenschlußbestrebun- gen in der westdeutschen Eisenindustrie interessiert sind, zur Zeit ihre Verhandlungen ohne die Firma Krupp fort. Daneben werden gleichzeitig mit der Firma Krupp Beratungen geführt. Man hofft Anfang nächster Woche zu einer grundsätzlichen Verständigung über die Quote zu kommen. Lieber die Finanzierung der Vereinigung sind Verhandlungen eingeleitet. Man ist sich inzwischen darüber schlüssig, zunächst eine Dachgesellschaft zu bilden, an die die bisherigen Werke ihre produktiven Anlagen gegen Aktien der Dachgesellschaft verkaufen. Die alten Werke bleiben damit in ihrer bisherigen Form, und zwar als Besitzer der Dachgesellschaft und ihrer Besihstücke, die für die neue Vereinigung ohne Snteresse sind, bestehen.
• Große Betriebseinschränkung en bei Benz-Mannheim. Die Firma Benz u. Cie. hat sich wegen Absatzmangels gezwungen gesehen, 900 Mann zu entlassen. Ferner ist beabsichtigt, den Betrieb nur noch vier Tage in der Woche in Gang zu halten. Weiter berichtet die „Arbeiter-Zeitung", daß die Motorenwerke (alter Benz) 50 Mann mit dem heutigen Lage
Danziger
Börsenkurse.
Frankfurt a.M
Berlin
Datum:
das Konkurs- sind bis zum Offenbach an-
Mühlheim a. M., wurde ebenfalls verfahren eröffnet. Forderungen 25. Rovember beim Amtsgericht zumelden.
* Konkurs der Warschau
entlassen haben. Die Firma Lanz hat durch Anschlag die Herabsetzung der Arbeitszeit um eine Stunde täglich in den Betrieben mit Ausnahme der Abteilung Landbaumotoren verfügt.
* Vereinigte Königs- und Laura- butte A. G Rach Einstellung des Feineisenwalzwerkes wurden laut DHD. Betriebst inschran- tungen im Stahlwerk und im Martinwerk vorgenommen, und zwar wird ein Martinofen eingestellt werden. Sn letzter Zeit sind einige staatliche Aufträge zu verzeichnen gewesen.
Kontur snachrichten. lieber das Vermögen des Snhabers der Firma Rheinische Tischfabrik P. S. Douwer in Worms wurde das Konkursverfahren eröffnet. Forderungen sind bis zum 24. Oktober beim Amtsgericht Worms anzumelden, lieber das Vermögen der Firma M a i n - M e t a l l - W e r k, G. m. b. H. Automobil-, Motor- und Fahrrad-Zubehör zu
Bank. Kleber das Vermögen der Warschau- Danziger Bank, die auch in Danzig eine größere Riederlaffung hat, ist nach einer Meldung des DHD. seitens des Warschauer Kreisgerichtes das Konkursverfahren eröffnet worden. Das Verfahren wurde auf Antrag des Warschauer Haupt - ernährungsamtes eröffnet, dem die Warschau- Danziger Dank seit vier Monaten 80 844 Zloty schuldet, ohne die Summe tilgen zu können. Die Bank besitzt Zweigniederlassungen auch in Bromberg, Thorn, Czenstochau und einigen anderen Platzen.
5% Deutsche Reichsanlethe . 4% Deutsche Rcichsanleihe .
3'/-°/° Deutsche Rcichsanleihe 3°/n Deutsche Reichsanleibe . Deutsche Sparprämicnanleihe 4°/0 Preußische Konlols . . . 4% Hessen..........
3’/o°/n Hessen..........
3% Hessen Deutsche Wertb. DollarAnl.
dto- Doll.-Schatz-Anweisng.')
4% Zolltürken 5% Goldmerikaner ... ■
Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat Ban!. Darmst. und Nationalbant . Deutsche Ban!.........
Deutsche Beretnsbank .... Disconto Commandit ■ . . Metallbau!...........
Mitteldeutsche Creditbank ■ . Lcsterreichische Kreditanstalt. Weltbank Bochumer Guß . Buderus Caro Deutsch-Luxemburg .
Gelsenkirchener Bergwerke . .
Harpener Bergbau Kaliwerke Aschersleben. . . Kaliwerk Westeregeln..... Laurahütte......... .
Oberbedarf Phönix Bergbau..... .
Rhetnftahl Riebe ck Montan........ Tellus Bergbau........
Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llohd.....
Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philivv Holzmann
Anglo-Com.-Guauo . . . .. Badische Anilin.......
Chemische Mayer Alaich» .. Goldschmidt .. Grieslieimer Electron . ... Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung ....... Rütgerswerke......
Scheideanstalt ........
Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann ..........
Mamkraftwerke..... . .
Schuckcrt......
Siemens & HalSke .....
Adlerwerke Klcyer ...... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt Meguin.............
Motorenwerke Mannheim .
Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . . MctallgesclliZ>aft Frankfurt. Schuhfabrik Her; . • . . .
Sichel..............
Zellstoff Waldhof...... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
tön Billionen Mark auSgedrückt. BuenoS-Air-s, London, Neu- York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Willi und iSudapeft für 100060 Än heilen, alles übrige für 100 Em betten.) Telegraphifche Auszahlung.
Schluß Aura
Schluß K. Ab-nö- jßrfe
Schluß!
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Schlutzft 9J?ittaq b3rfe
29. 9. |
30 9. |
19. 9. |
30 9.
0 225 1
0 2375
0.235 |
1.2375
—
—
0.295
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0,285
0,450 |
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—
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90.25 j
90,25
91.75
91,75
95,8 1
95.35
95.25
95,25
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7,62
7,5
7.7
40,5
—
125
124.5
126
124.5
95
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95
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107
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108
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107
56
58
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102.25
102
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102
76.25
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—
—
98,5
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94
»3.5
7 4
7.4
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7.40
0,028
0.028
—
—
66.5
—
67,75
67.75
48,13
4 ,75
47
47
39.75
39.25
39,5
39.5
68.5
68
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68,4
73
70,75
72,5
71
101.5
102
101,4
100 25
117 25
116,-
116,1
116.1
125
124,5
18,75
18,7
37,6
36.75
39
37,8
bi
50 5
51
50,6
70
.1
73
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55,25
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55.7
55.6
73
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60
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—
60
59
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64,75
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65.13
65
65
—
I 55,75
55,1
55,25
55
—
—
94,23
94,13
123
12!
120,25
121,25
68.25
68,5
69
68,75
116,4
117.4
116,5
116.75
117,25
118
117.4
117.5
54
55
—
—
72
72,25
72.5
72.5
92
93
—
93
93,5
93,75
93
—
72.5
72,25
73
77
77
—
—
61
61,5
61.75
61,5
-6,5
—
76,5
76
39.5
40
.0,25
39.5
39,13
39.2
40
40
28
28
—
—
36
36
36
36,5
—
—
48 5
49
0,3
0,8
—
-
99,5
100
—
—
62
62
40
60.25
31
—
31
31,75
4,62
4.13
4.5
4
87.5
87
87.5
87,4
58.1
58,1
—»
—
56,25
56
55,25
55,5
29 Septbr.
30. Septbr.
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Bries
Geld
Brief
Amst.- Ron.
168,69
169,11
168.6s
169,11
Buen.-Aires
1.699
1.703
1.700
1.701
Brsi'.'Antw.
18,34
18.38
18.57
18,61
Christinnia.
82,75
*>2,95
83,89
84,11
Kopenhagen
100,92
101,1.8
101, 2
191,78
etodholm •
112,66
112,95
112,66
112,91
HelsmgforS.
10.586
10,602
10.56
10,60
Italien. -
17.0:!
17,0.
17,08
17.1
London. .
40,3 6
20,366
20,318
20,366
Neuvork . .
4,195
4,215
4.195
4.20.
PartS....
19,87
19,91
19.88
>9,92
Schweiz . .
80,96
81,16
80 96
81,16
Spanien.
60,27
60.45
60.22
60,38
Japan . . .
1,714
1,718 0.587
1,719
1,72 i
?Hlo de Jan
'1.585
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Wien tn D-- Oest. abgrst.
59,20
59,3.
59,20
59,34
Prag ....
12,425
12,465
12.42
12,4g
Belgrad . .
7,435
7,455
7,425
",447
Budapest. . Bulgarien
5,865
3,063
5,885
1,075
.1,875
3,065
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3,075
ütffabon
21,075
.0,125
’t 075
21,12.1
Danzig. . .
80.57
80,77
SO.61
80.81
Konstantin.
2.307
2,317
2,325
2,335 6.16
Alben. .
6.09
6 11
6 14
Canada. . .
4,195
4.205
4,197
4,207
Uruguay
1 181
4,195
4.185
J ,195
Banknoten.
Berlin, 30 Septbr.
Geld
Briet
Amerikanische Noten .....
1,198
4.298
Belgische Noten .......
18,49
18,59
Dänische Noten .......
101,30
101,
Englische Noten........
20,287
20,387
Fran;ösjsche Noten ......
Holläudischc Noten......
Italienische Noten......
19,81
19 91
168,30
169.14
17,16
17,24
Norwegische Noten...... Deutsch-Lesterr.,5100 Kronen Rumänische Noten......
S-,89
84 31
68,99
59,29
—
—
Schwedische Noten......
112,34
02,90
Schweizer Noten.......
80,70
81,10
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Note» . .
n0,13
>0.43
12,38
12.44
Ungarische Noten.......
5.83
5,87
’ Frankfurter Abenddörse.
Frankfurt a. M., 30. Sept.
Die heutige
Adenddörs e war nahezu gefchäftSlvS.
Die Sttm-
mung war weiterhin lustlos, doch konnten sich die Schlußkurse der Mittagsbörse behaupten, zum Teil waren leichte Besserungen zu verzeichnen. Das Geschäft am Anleihemarkt stagnierte. Für Kriegsanleihe hörte man einen Kurs von 0,23c'/, nennen. Die Äbendbörse schloß still und in leicht gebesserter Haltung. Deutsche Anleihen: Schuhgebietsanleihen 5,300. Bankaktien: Commerzbank 94,75. Darmstädter Bank 106,25, Deutsche Dank 107. Dresdner Bank 100, Metallbank 77,50, Mitteldeutsche Creditbank 93,50, Reichsbank 135,25. Österreichische Kreditaktien 7,40. Mon- tanaftien: Deutsch-Luxemburg 68. Slse Bergbau 94, Kali Aschersleben 116,50, Kali Westeregeln 124,50. Snbuftrieaftien: Adlerwerke Kleher 40, Fuchs Waggon 0,50, Elektrisch Licht und Kraft 93,50, Th. Goldschmidt 68,50, Höchster Farben 118, Holzverkohlung 55, Gebr. Snnghans 58, Badischer Zucker 56, 5proz. Tehuantheves abgestempelt 14,62.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Berlin, 30. Sept. Die rückläufige Tendenz der letzten Tage wurde heute durch eine mäßige Besserung des Kursniveaus abgelöst. Die Veranlassung hierzu waren mehr positionstechnische Gründe, als etwa wirtschaftspolitische oder sonstige Erwägungen. Sm Gegenteil waren die jetzt wieder zahlreicheren Meldungen über Zahlungsschwierigkeiten selbst bei angesehenen Firmen und neuerliche Betriebseinschränkungen geeignet, der Börsenspekulation Zurückhaltung aufzuerlegen Man hatte aber aus den vergangenen Tagen noch Lieferungsverpflichtungen, zu deren Eindeckung wieder Spekulationskäufe vorgenommen wurden. So hatte der Markt bei Beginn ein freundliches Aussehen. Hiervon profitieren vor allem Montan- und Chemiewerke, ferner heimische Renten. Für ausländische Renten stimulierten Meldungen, wonach die Wiederaufnahme des Zinsendienstes für mexikanische Anleihen nunmehr in den nächsten Tagen bevorsteht. Am Geldmarkt war tägliches Geld stark gefragt und erforderte 10 bis 11 Pboz. Monatsgeld nominell IO1/« bis 11V2 Proz. Am Devisenmarkt stellte sich Warschau gegen Kabel auf 6 bis 6,05 etwas hoher. Roidische Devisen waren unter Schwankungen gefragt. London gegen Kabel 4,84-3s etwas schwächer. Die Reichsmark notierte in London 20,35, Amsterdam 59,22.
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Frankfurt a. M., 30. Sept. Es wurden notiert: Weizen tWetterauer) 22,75, Roggen (inländischer) 17,50, Sommergerste (für Brauzwecke) 25 bis 26,50, Hafer (inländischer) 19,50 bis 20,50, Mais (gelb) 20, Weizenmehl (inländisches, Spezial 0) 37 bis 37,50, Roggenmehl 25,50 bis 26, Weizen- und Roggeukleie 10, Erbsen 30 bis 40, Linsen 45 bis 70, Heu (süddeutsches, gut. trocken) 9, Weizen- und Roggenstroh 4,50, Treber (getrocknet) 17,75 bis 18. — Tendenz: Stetig.
Frankfurter Hautebersteigerungen.
fpd. Frankfurt a- M., 30. Sept. Die Gebote auf der heute hier stattgefundenen Versteigerung süddeutscher Gefälle erfolgten zunächst zögernd, bei Schaffellen machte sich ein leichter Preisrückgang bemerkbar. Sonst setzten sich die Preise vom August wieder durch. Auch für Kalbfelle ohne Kopf war die Tendenz fest, ebenso für leichte Häute anderer Tiere ohne Kopf bis zu 29 Pfund. Es wurden an Preisen erzielt: Schaffelle bis zu 56, Kalbfelle ohne Kopf bis 1334 s * */4. Fresser ohne Kopf 112, Kalbfelle Schuß ohne Kopf 738/t, Rinder ohne Kopf bis zu 90 Pfennig alles für ein Pfund.
Derlmer ProLukienborfe.
Berlin, 30. Sept. Der Produkten,narkt hatte eine etwas festere Stimmung. Das Geschäft blieb jedoch klein. Dezember-Roggen war etwas gefragt. Es notierten pro 1000 Kg.: Weizen (märk.) 200 bis 205, Weizen (Oktober) 219 bis 220, Weizen (Dezember) 226 bis 227.50, Roggen (märk.) 146 bis 150, Roggen (Oktober) 160 bis 161, Roggen (Dezember) 170 bis 171, Roggen (meckl.) 144 bis 147, Gerste (märk.) 206 bis 230, Futtergerste 169 bis 174, Hafer (märk.) 171 bis 177, Hafer (Oktober! 171, Hafer (Dezember) 184 bis 185, Raps 345; für je 100 Kg.: Weizenmehl 27.25 bis 31, Roggenmehl 21.75 bis 23.75, Weizenkleie 10, Roggenkleie 9, Viktoriaerbsen 26 bis 31, Futtererbsen 21 bis 24, Wicken 23 bis 26, Rapskuchen 15, Leinkuchen 21.50, Trockenschnihel 11.20, Torfmelasse 8 bis 8.20, Kartoffelflocken 16, Zucker 20.
Rundfunk-Programm
des frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Amschau".)
Freitag, 2. Oktober.
4,30 bis 6 Llhr: Hausfrauen-2lachmittag, Programm u. a.: „Annette von Drost e-Hüls* hoff, eine deutsche Dichterin", Vortrag von Albert Schapiro. 6 bis 6,30 älhr: Die Lesestunde: Aus „Don Quichote" von Cervantes. 6,30 älhr: Heber- tragung aus dem Frankfurter Opernhaus, Figaros Hochzeit", Oper in vier Akten von Mozart.
UND ZU KUCK
4. bis 7. Oktober 1925:
802 ab Gießen an 906
832 M Nauheim Ä 832
8*0 s Friedberg 8£2
912 an Frankfurt ab 736


