Ausgabe 
1.9.1925
 
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Sttrcibebörfe.

Frankfurter

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UbenbDorie.

(Nachdruck verboten.)

9. Fortsetzung.

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über dem Freitag eine Er höhu ng. dic ober nicht von einer gesteigerten Nachfrage, sondern von einem vorsichtigeren Angebot der Geldgeber herruhrt. Gelder bi» morgen und tägliches Geld kosten 91 bis IP', Pro-, Monatsgeld unver­ändert 10* $ bi» 1P/j Proz. Im Devisen- verkehr traten nun unwesentliche Kursschwan­kungen ein. Amsterdam, Kopenhagen und Oslo waren gegen London leicht erholt, dagegen Brüssel. Paris und Mailand erheblich abge- schwacht. Die Reichsmark notierte gegen Mittag in Paris 5.07. London 20,40. In Amsterdam war heute die Börse wegen Feiertag» geschlossen.

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Frei geworden

Erzählung von Klara Prieß.

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Frankfurt a. M., 31. Aug. D» notiert: Weizen.Wettcrauer.LZ bis23,25,Roggen, inländ. 18.25 bis 18.50, Sommergerste für Drau- zwecke 25.50 bis 27, Hafer, inländ. 19,50 bis 20 50 Mais (gelb) 21 bis 21,50, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 39 bi« 39.25, Roggenmehl 27,50, Weizenkleie 11 bis 11,25. Roggenklete 11,50, Erbsen 30 bis 38, Heu. südd.. gut, trocken8,5O, Weizen- und Roggenstroh 4,50, Treber, ge­trocknet 18.50 bis 19. Tendenz schwach.

Merkt,

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nÄÄEN diese Hns«, n6<Men an, Lic in tzie ®«t tpilfien Elefanten. ängstlich sind, Dcttnai ^endm Mer in gierige ^unWigMuS mehr haben. Zn Andein he in pechschwarm und bewegen sich lamitf e aber erst einmal in den eflmnt ein wildes Tüten Dutzenden zerstört unb tloct verwaMn sich lIt ie Bullen trompeten swl, weiblichen Tiere quiclcn öct erbitterte Sannet b igcr Tiermasfen hinein, für ihn säst sicheren Tr4 engsten Laui (türmen du , aus der er kommt, ud wurde er bald von ihir seits bedeutet das liehe. in die Elefanten bis erntchlung der wertve^. efantenn-Äaubherde', er in bem ilmlcnbca^i) <afa. JeM JaJr über- ' bie Pflanzungen unb 3afrnbaume. Sie fierbe htef und (ebem Saget t dir Nrianien hnb in n Duhend von ihnen er» andere wilde tziefanien» LM-BezirlimTangan. len BeiagerungsMand. tren die ernten über ein inb indem sie sich aus dir geborenen fneiten, brache mb löteten Dutzende aa idegte schliestlich gegent X ;iere wanderten nach dem verwüsteten dort die nlich viele in die von den istgruben geraten. Maren niste (Räuber, (o wurden vsten Wert haben. Denn re gibt 2M MndNfr» «art. A. ®*i.- ,|iet SCO Totl, W« » Mtmtiel«®*?«® 'ttnichtSverdienenlonnor.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 31. Aug. 2lm Produkten mark: war die Erholung nur vorübergehend und die 2Tb- schwächung tcyte sich weiter fort. Die bestehende UngetoibtKit hielt di« Unternehmungslust auch >'ute zurück. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt. 215 bis 221. do per Sept. 236 bi» 235.50, do. per Oft 243 bi« 242.50. do. per De» 251 bi» 250. Roggen, märt. 165 bis 173, do. per Sept 181. do per Oft. 190.50 bis 191, do. per Dc^ 198 bi» 197. Gerste, märt. 220 bi« 250. Futtergerste 180 bi» 185. Hafer, märt. 173 bi» 181. do. per Sept. 172 bi» 170. do per Oft. 181. do. per Dez. 189 bi» 190. Mcn» )La Plata) 214 bi» 218. Rap» 355 bis 360: für je 100 Kilo: Weizenmehl 31 bis 34, Roggenmehl 24 bi» 26, Weizentleie 12.50. Roggenkleie 12.20, Biktoria- erbfen 25 bi» 31. Futtererbsen 21 bi» 23. Wicken 26 bis 29. Lupinen, blau 12,50 bi» 14. Raps­kuchen 15.80 bis 16. Leinkuchen 22.20 bis 22.80, Trockenschnitzcl 8.80 bi» 9. Kartoffel flocken 19, Zucker 21.25 bi» 21,50 Mk

Die Operation gelang. Es kamen doch zunächst wieder leichtere Tage, und die grobe Gute der Kranken leuchtete siegreich auch durch die schwachen, bangen Stunden.

öd war es für Anna ein schönes Pstegen. Denn zu ihrem Glück blieb auch in der Klinik die Pflege der Mutter in ihren fänden. Doktor Rohde erlaubte gern, das; sie bei der Kranken blieb, und die Dielbe,djäftigten Schwestern überließen ihr die Pflege halb allein. Und diese äußerlich so traurigen schweren läge und Wochen wurden Anna innerlich leichter und besser als die stillen Tage vorher. Sie halte nun Arbeit Arbeit, die ihr Heb und leicht wurde, die sie interessierte, ablenkie und kör­perlich und seelisch ganz m Anspruch nahm.

Mit Verwunderung merkte sie^ daß in diesem Hause trotz all der Kranken eine oüUe von Leven, von kräftigem, gesundem Leben war. Der Doktor steckte bis obenhin voll Leben und voll Glauben ans Leben, bereit, in jedem neuen Fall aufs neue mit dem Tode zu kämpfen. Und eine Fülle von Leben steckte auch in der Oberschwester, die alles sah und merkte, was im Hause vorging, und eins von jenen echten Menschenherzen hatte, die gar nicht umzubringen sind. Ein Stuck von diesem Ker­zen eroberte sich Anna, und damit einen Platz und Anteil im Hause. Ganz langsam streckte sie ihre Fühlfäden aus, über der Mutter Krankenzimmer hinaus in das Getriebe der Klinik hinein. Allmäh- lich begriff sie, wie unendlich viel hier auf engem Raum erlebt, gelitten und erfahren wurde. Sie (ernte ihr Scherflein dabei aufsammeln und hin und wieder ein wenig mithelfen, mitsorgen, trösten. Und als die Mutter endlich, endlich des Lebens und Lei­dens herzlich müde, ihren langen, letzten Schlaf schlief, da wußte Anna, baß mit der Mutter Tod ein großes Stück Leben und eine unendliche Liebe für sie zu Ende war, sie wußte aber auch, wo sie wieder anfangen konnte, wo Arbeit und Liebe, Pflicht und neue Kraft für sie zu finden waren.

Wieder waren sieben Jahre ins Land gegangen, sieben Iahre feit jenem Abend, an dem Anna den

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Frankfurter Schlachtviehmarkt. , (ßigcner Drahtbericht desGießener Anzeigers'.) Frankfurt a. M.. 31. Aug. Auftrieb: 1692 Rinder (darunter 451 Ochsen, 64 Butten. 1117 Färsen und Kühe). 424 Kälber, l06 Schafe, 4596 Schweine. Rinder: Ochsen: DoUfletschtge ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 62 bis 68, junge, fleischige, nicht auSgemastete und ältere ausgemästete 54 bis 61, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 43 bis 53; Bullen: tioll- fleischige ausgemästele Färsen höchsten Schlacht­werts 56 bis 61, vollfleifchige jüngere 49 bis 55; Färsen und Kühe voNfleischige ausgemastete Färsen höchsten Schlachtwerts 58 bis 65, voll- fleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlacht­werts bis zu 7 Iahren 52 61» 60, wenig gut ent­wickelte Färsen 48 bis 57, ältere ausgemastete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 40 bis 51, gering genährte Kühe und Färsen 17 bis 25. Kälber: feinste Mastkälber 80 bis 86, mittlere Mast- und beste Saugkälber 72 bis 79, geringere Mast- und gute Saugkälber 60 bis 70, geringe Saugkälber 45 bis 48. Schafe: Weide- rnaslschafe: Mastlärnmer und Masthärnmel 52 bis 56, geringere Masthärnmel und Schafe 39 bis 48; mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 24 bi» 36. Schweine: vollfleifchige von 80 bi» 100 Kilogramm 90 bis 92, voNfleischige unter 80 Kilogramm 82 bis 89. vollfleifchige von 100 bis 120 Kilogramm 90 bis 92, vollfleifchige von 120 bis 150 Kilogramm 90 bis 93, Fettfchwem« über 150 Kilogramm 90 bis 92, unreine Sauen und geschnittene Eber 75 bis 85. Marktverlauf: Langsamer Handel, Aeberstand.

grauen Gespenster, und es schwiegen die zeit-^ und mutraubenben Fragen nach demWarum all dieses Menschenleides. Später kamen »dann noch ein paaar freundliche Hilfsgeister: die Gewohnheit, die alles milder macht, und das Interesse am wissenschasttichen Teil ihrer Arbeit, an den Ope­rationen und kunstreichen Verbänden, wozu Doktor Rohde Anna bald heranzog denn sie hatte eine geschickte, sichere Hand und fand Freude daran, diese so schulen und gebrauchen zu dürfen.

Als dann vor nun drei Iahren Schwester Ger- trüb krank wurde und ihre Kräfte nicht wiederkom­menwollten, hatte Doktor Rohde Anna das Amt der Oberschwester in seiner Klinik anvertraut.

Wenn nickiis anderes i.i diesem Leben voll Mühe und Arbeit köstlich gewesen wäre und es war da noch viel anderes Schöne, so hätte sich alles schon gelohnt, allein um der köstlichen, kurzen Mußestunden willen, die so wohlverdient und willkommen kamen. Und auf eine solche Ruhestunde freute sich Anna jetzt, als sie Tante Lottes helle Fenster über den Stifts- Hof leuchten sah. , Ä

Drinnen war noch alles beim alten. Der Fenster­tritt mit Nähtisch und Lehnstuhl stand an der alten Stelle, und viele Erinnerungen wurden hier leben- big unb banden die beiden Frauen zusammen.

Tante Lotte war alt geworden, alt und scharf; bie Leute nannten sie nicht ganz mit Unrecht bissig unb boshaft. Aber Anna fühlte immer ben reichen Unterton an Liebe unb Güte, ber unter bieser äußeren Härte verborgen lag und für Anna nie versiegte. Ä

Heute abend saß Tante Lotte auf dem roten Sofa der ©artenftube am behaglich gedeckten Tee­tisch, beim Licht der blank geputzten Petroleum- lampe.

Du kommst ja wieder schön spät." sagte sie. ,Hch habe schon angefangen, kann bas Hungern nun einmal nicht vertragen. Nein, ich erlasse bir bie üblichen Entschuldigungen, schäle dich nur aus und itz mal tüchtig. Unb Grafensteiner Aepsek habe ich nachher auch noch für bich. Weißt du, es gab biesmal nicht viele, unb die Poppendorf war eifrig da hinter­her, aber ich habe mein Teil doch gerettet Unb einen ftorb voll kannst du auch gern mit in die Klinik nehmen." m .

Anna legte den wetten, schwarzen Mantel unb den schlichten, kleinen Kapottehut ab. Sie trug ein

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Stantturter

Frankfurt a. M., 31. Aug. Die Abenbbörse verkehrte ruhig bei geringer Umfaßtätigteit. Die Geschäftslosigkeit brückte auf bie Kurse, bie nach- gebende Tendenz aufwiesen. Gegenüber den schwä­cheren Rachbörsekursen waren lediglich einzelne Chemiewerte mäßig erholt. Deutsche Kriegs-An­leihen konnten sich weiter befeftigen, schwächten sich aber schließlich wieder auf 0,198 ab. Die Abend- börfe schloß aus erneute Gewinnsickerungen m ab­geschwächter Haltung. Deutsche Anleihen: 5proz. Reichsanleihe 0,220, Schutzgebietsanleihen 5,100. Ausländische Renten: Zolltürken 5,30. Bankaktien: Commerzbank 95,50, Darmstädter Bank 113,87, Deutsche Bank 113,75, Discontogesellschast 105, Dresdner Bank 101, Mitteldeutsche Creditbank 93,50, Reichsbank 127,87, Oesterreichische Kreditaktien 7,40. Monanaktien: Buderus 45,75, Deutsch-Luxemburg 68, Gelsenkirchen 55, Harpener 103,75, Phönir 72,37,Rombacher 45,75, Kali Aschersleben 124. Ehe-

ringbeschwerten Brief unterm Torbogen in den Briefkasten geworfen. Aber sie dachte mit feinem Gedanken an jenes Erleben, als sie jetzt an einem nebelkuhlen Herbstabend schnell durch den Torweg schritt. Sie ging fest, elastisch, eilig. Man lenkte das Flinksein und Lausen in sieben Iahren Kranken­pflege, in all den Tagen und Rächten voll Muhe und Arbeit. Und es war nicht das einzige, was Anna gelernt hatte

Damals, nach dem Tode der Mutter, als es ihr klar geworden war, wo Arbeit und Beruf für sie bereitlagen, fügte sich das Aeußere ganz von selbst. Sie erfuhr auch an ihrem Leben, daß sich Türen auftun und Wege zeigen, wenn wir erst in uns Ziel und Richtung erkannt haben.

Doktor Rohde schlug ihr bei einer zaghaften Anfrage gleich vor, eine Lehr- und Probezeit in seiner Klinik durchzumachen. Er habe Vertrauen zu ihr und zu ihrer Begabung für die Kranken- pflege und wolle versuchen, sie sich für seine eigne Klinik heranzubilden. So blieb Anna nach der Mutter Tod einfach un Krankenhause und kam ganz von selbst in die Arbeit hinein. Es wurde ein Genesen für sie, ein Jungbrunnen, ein Fühlen und Erproben der eignen Kraft, ein Wachsen hin­aus über das alte, kleine Ich und seinen selbstsüch­tigen Sammer.

Es ist ein eigen Ding um das Verpflanzen, Die blühenden, kräftigen Pflanzen vertragen es oft nicht. Aber nimmt man solch verkümmertes Pflänz­chen aus dürrem Erdreich, das schlägt Wurzel, streckt sich und gedeiht.

Anna war zur rechten Zeit verpflanzt worden. Und cs zeigte sich, dah da manches Gute und Wur- zelechte in ihr mar, das niemand in dem blaffen Mädchen geahnt hatte. Erst hieß es zwar, die Zähne aufeinanderbeißen und sich den Weg suchen durch dies Gewirr von Elend, Rot und Tod hindurch, das ihr aus all diesen Krankenbetten entgegen- schrie Es war ihr, ols ob sie wie jene Prin­zessin im Märchen ganz allein ihren Weg hindurch­finden müßte zwischen lauter Ungeheuern, ab ob auch ihr nur jener alle Zauberrat helfen konnte: Sieh dich nicht um, nicht rechts, nicht Imks, nur geradezu, bann hast du- Ruh'-"

Und dieser eine Weg geradeaus, den es unbeirrt suchen hieß, lag in treuer Pflichterfüllung unb tag- Uchcr tüchtiaer Arbeit. Davor verschwanden all die

dunkelblaues Tuchkleid mit weißem Kragen und ein einfaches Leinenhäubchen. Doktor Rohde hatte seinen Schwestern diese kleidsame Sonntags- und Ausgehttacht ersunden. Anna sah besonders vorteil­haft darin aus. Sie war stärker geworden und statt­licher als vor sieben Jahren, und die einfachen Lmien der Tracht paßten zu der Klarheit und Sicher­heit ihres Wesens.

Es gab Leute, die Schwester Anna Herr,sch und streng nannten.Und einen Strich von deinem Vater hast du doch-, sagte auch Tante Lotte oft, wenn Anna von einem Vorsatz oder einer Meinung nicht abzubringen war. Aber es gab viele Men­schen, und dazu gehörten ihre Kranken, die eine Fülle von Liebe bei Schwester Anna fühlten und rühmten, deren Augen tjeU wurden, wenn sie zu ihnen sprach. , ,

Anna setzte sich in die Sofaecke neben Tante Lotte.Ja, gib mir nur Tee, und bitte, streiche mir ein Butterbrot, so eins mit deinem Johannis­beergelee, der mir selbst heute noch wie Kinderzett und Ferien schmeckt. Rein, du mußt es selbst streichen, Tante Lotte. Das ist gerade bas Schöne, mal ver­pflegt unb versorgt zu »erben/

3a, und wenn du mal Ferien hast und wirklich eine Weile ruhig bei mir wohnen könntest, geht gleich das Gejammer und Heimweh nach bemer Klinik und ber Arbeit an. Alles mögliche, baß bu wirklich jede Woche einmal noch bei mir oorfprichst! Kurz genug lind deine Besuche freilich! Kann dir nicht verdenken, es wird auch immer öder und langweiliger hier im Stift. Und wenn ich nnck nicht langweile, dann muß ich mich argem. Ich weiß nur nicht, was schlimmer ist, der Merger oder Langweile. Ich habe beides in schönster Abwechslung.

Der Merger ist besser, Tante Lotte, viel besser, alles ist bester als Oede und Langweile. Das habe ich damals in den leeren Iahren meiner Braut- unb Wartezeit kennen gelernt Weißt bu, Merger habe ich auch jetzt genug in meinem Leben, Tante Lotte, Merger, Unruhe, Mühe unb Plage, aber Langwelle unb Debe kenne ich nicht Gott sei Dank! Unb mein Tell Freude finbe ich auch jeden Tag. Weißt Du, wir haben seit ooriaer Woche ein Baby im Haus, einen Prachtjungen, sage ich dir. So aus Not unb Sammer heraus wurde es geboren, unb der Doktor hat es mir gleich in den Arm gelegt.

(Fortsetzung folgt.)

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mische Aknen: Badische Anilin 126,75. Industne- alten: AEG.98Lc>, Bergmann75,25. ElettrisckLicht und Srait 99,75. Eßlinger Maschinen 37, Fuchs Waggon 0.4. Hammcrsen 16,50, Hanf werk Füssen 68, Hansa Llond 62. Inag 0,53, Ladmeyer 73, Reckarsulmer 72, Badischer Zucker 56,10. Irans- ponwerte: Nordd. Lloyd 60, Baltimore 50.

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Die kirschblattwespe.

Man sieht wohl an Kirjch- und Pflaumen- bäumen siebartig angesrejsene Blätter. Von Iuni bis Herbst entdeckt man bann auf ihnen sonderbare, kleine, fast schneckenartigeWürm­chen" von glänzend-schwarzer Farbe als die Urheber. Bei näherer Untersuchung ergibt sich aber, daß sie elf Paar Beine haben, also weder Schnecken noch Würmer fein können. Es sind die Larven der Kirfchblattwcsoc (Eriocampa abuinbrata). Wenn sich bie Tiere gehäutet haben, sind sie grün wie das Blatt, auf dem sie leben. Bald aber schwitzen sie einen schwarzen, tintenartiflen Schleim aus. Es ist bas wohl ein Mittel, um die Feinde abzufchrecken. Bis zum Herbst wird das Tierchen 10 Millimeter lang, bann läßt es sich zur Erde hinab unb baut sich aus Sanbkornchen einen tonnensor- migen Kokon, in bem es überwintert. Die im Juni auskriechenben Wespen sind nur 5 Milli­meter lang, glänzend schwarz mit glashellen Flügeln, die eine bräunliche Querbinde hoben. Wenn die Larven massenhast auftreten, können . m Baum auch schädlich werben, was bann Bestreuen mit ungelöschtem Kolk erfordert.

Kunst und Wisfenschaft.

Tagung für Denkmalspflege.

Ser diesjährige Tag für Denk­malspflege unb Heimatfchuh wird am 20 September in Freiburg i. Br beginnen. Sic Fragen, mit denen man sich beschäftigen wird, umfafsen die Farbe im Stadtbilde, bie Denkmalspflege im Difaß. die Gefährdung des privalen Besitzes an historischen Denkmälern unb Kunstsammlungen in Deutschland durch die Steucrgefetze u a. Führungen durch Freiburg und Fahrten in die Umgebung bi» an den Bodensee werden sich anschliehen.

Wirtschaft.

Dic (tzcschäftSzeit an den künftigen TamStagbörsen.

Die Berliner Bankbeamten hatten beim Börsenvorstand beantragt, daß an den kunstigen S a m s t a g b ö r s e n die ofsizielle Geschästszett aus 1' . Stunden verkürzt wird. Wie jetzt ge­meldet wird, dürste dieser Antrag abgelehnt werden. Io daß cs bei dem bisherigen bekannt- gegebenen eiten des offiziellen Börsenverkehrs am letzten Wochentage bleibt.

Die Rcichsindexzisf er für die LebcnshaNungskostcn (Ernährung, Wohnung, Heizung. Beleuchtung. Bekleidung und sonstiger Bedarf» beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen RcichSamteS für den Durchschnitt des Monats August auf 145 gegen 143.3 im 'Vormonat Sie hat sich sonach um 1.2 P roz. erhöht. Dic Steigerung ist vor allem auf die Erhöhung bei Wohnungsmiete »urückzuführen. Bei den Srnährungsausgaben wurden die Preis­steigerungen von Fleisch. Butter. Milch und Eier tcilw<»> durch die Verbilligung von Gemüse und Äartoffeln ausgeglichen.

Berliner Börse.

(eigener Drahtbertchi des ..Gießener Anzeiger»".) Berlin, 31. Aug Die s e st e T e n d e n z hat den letzten Wochenschluß überdauert. Wie zu erwarten war. eröffnete dic heutige Börse wesent­lich über den letzten ossiziellen Kursen vom Frei­tag. die nach dem Verkehr von Bureau zu Durcaa am Samstag bei beachtenswerten Umsätzen er­heblich überschritten wurden. Wenn auch in der Hauptsache börsentechnische Gründe hierfür Vor­lagen^ also die Deckungs käuse der Geld- spekulation ihren Fortgang nah­men, so lagen doch andererseits in den Bank­bureaus auch Kauforders des Publikums vor, das die noch günstigen Kurse ausnutzt, soweit es bei den heutigen Geldvcrhältniffen in Deutschland möglich ist. Die g ü n st i g e E n t w i ck l u ng ber Arbeit des Stinncs-Stützungs-Kon» sortium S macht auf die Börse einen guten Eindruck. Gegenüber diesen Momenten kann sich die Anspannung am Geldmärkte nicht aus­wirken. da der Ultimo bereits als überwunden gelten kann. Die ZinSsä tze erfuhren gegen-

Vücherlisch.

Das Hermannsde'ckmal. diese» Wahr­zeichen deutscher öinigleit und Heldenkraft, ist anläßlich seiner 50-Iahrfeier in den Mittelpunkt deS allgemeinen Interesse» getreten, und so wird auch dic Aufmerksamkeit de» Lesers in bet neuesten Rümmer der.311 uflritten 3ci- tung iDerlag 3 3. Weber. Leipzig) auf bie historisch bedeutungsvolle Schlacht im Teuto­burger Wawe gelenkt. Sin zweite» Ehrenmal, zwar anderer Art. aber auch echt deutsch, da» Ehrenmal deS Deutschen Weine» auf der Reicks- auSstcllung .Deutscher Wein" in Koblenz wird bis ins einzelne geschildert. 3n dem reich illu­strierten Artikel ..Wir reden vom Zucker" ge­währt unS der bekannte Schulmann Paul Georg Münch einen Einbick in die moderne Arbeits­schule. Die Rotenbeilage ..Ging da nicht da» Glück vorbei?" ein volk»tümliche» Lied von Franz Lehür, wird allgemein Anklang finden.

Der Kleine Brockhaus. Handbuch des Wissens, bereinigt in einem Band, da» Weltwissen in sich: ein Grift und man hat. was man wissen will. Der Kleine BrockhauS ist das reine Weltauskunftsbureau, daS unparteiisch jedem dient, der es befragt. Um jedem die An­schaffung zu erleichtern, läßt der Derlag da» Werk in zehn Lieferungen erscheinen, von denen dic sechste vorliegt. Während des Erscheinen» der Lieferungen ist die Möglichkeit geboten, den Kleinen BrockhauS zu einem billigeren Sub­skription-Preis (jede Lieserung 1.90 Mk.) zu be­ziehen.

Hans Müller,Der Tokaier Ko- möbte in drei Akten. (I. G. Cottasche Buchhand- lung Nachfolger, Stuttgart unb Berlin.) Dieses reiz- volle Lustspiel, das im letzten Winter mit starkem Erfolg über bie Bühnen ging, hat hier in gutem Druck ein geschmackvolles Gewanb gesunden Inhalt und Wert des Stückes ist in hundert Kritiken zu lesen. Man lese sie. 19

Rundfunk^Programm

deS Frankfurter Tenders.

(AuS ber .Radio-Umschau".)

Mittwoch, 2. September.

3Ahr: WirtschastSmeldungen. 4Uhr: Wetttr- bericht der Gießener Wetterdienststelle. 4 Uhr: WirtschaftSmeldungen. 4.20 Uhr: Nachrichten­dienst. 4.25 Ahr: Wirtschaft-Meldungen. 4.30 bis 6 Uhr: RachmittagSkonzert deS HauSvrckcsters: Amerikanische Tanzmusik. 6 Ahr: Wirtschafts­meldungen. 6 bis 7 Uhr Kinderstunde, veran­staltet von Derdi von Hirfchheydt unter Mit­wirkung des HauSorchesterS. 7 Uhr: Hebertra- gung aus dem Frankfurter Opernhaus: Der Waffenschmied, komische Oper in drei Akten von Lortzing. Anschließend: Rachrichtendienst, Der- kehrsnachrichten der Hapag, Wettermeldung, Sportfunkdienst.

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20 875

| 20,925

Tanda - -

80.80

81.00

80.76

80,95

Qonftünnn.

2.4-

5,46

Sivrn.

1.40

6.42

6.24

6.36

Banknoten.

Berlin.

31 Avgusl.

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Mmcntanifdie Roten . .

1.20

4.22

18,79

18,89

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105.19

105,71

(tnalifrbc Noten.....

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0,44

Französische holländische

Roten . . .

Roten . . .

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19.71

168.58

19.83

169.42

Ital>eni<cde Roicn . . .

15.89

15,9.

Rvrweaische Roten .

86.73

87,17

Tentsch-Oesterr, A ioo Kronen

59.04

59,81

Rumänische

Roten . . .

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112,83

Bchwei«r Roten - . . .

81,53

Spanische 2scbeLollol

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59.85

60.15

oatiskbe Roten . .

12.39

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Ungarische Roten . . . .

5.85

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Deutsche £ oarvräm>e.iaule,be 4' preutzische Son<ol5 . .

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40.9

6.4

6.5

38.5

41.25

46

Berliner Handelsaesellfchast - < ommeri- und Prlvak-Bant

131 «5.5

130,5 5.5

130

95.5

131.25

Lärmst, und Ranonaldanl .

113.9

113.9

I13.i

113.4

Leutlche Bank.........

Teuische Bereinsdank ....

113 62

113 75

114.5

114

DiSeonlo Eommandit

104.5

105

104..5

105.25

80.5

_

-

Mitteldeutsche Crebubanf

93,25

93,5

93.5

93,6

testerretchischc drebnanfialt

7.4

74

7.4

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Wesldank............

Ü.Oi

0,06

0 06

Bochumer Suh........

70.5

68.5

70,75

BudernS............

44.5

45,75

40."

47.25

Caro ...........

37.5

43

38

41,75

69.75

f,S

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09.62 trtl

Sclsenkirchener Bergwerke. .

57.5

55

54,75

103.75

121

105 124.25

.Qahroerte Aschersleben....

126

123.5

fi 11nvrf OJefiereacln . . . . .

116

115

40.75

3162

6.5

21 5

42.5

«aurabutte...........

34

Cberbebarf...........

Pdonir Bergbau ....... Ryeirmahl...........

38

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41

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74.25

60

72.4

72,4

58.5

72.9

60.5

75.2-

46

| 76,12

76

TefliiS Bergbau........

Hamburg-Smenka Paket. . .

Norddeutscher Llotid.....

1 57

59.5

57

59.25

1 68,5

60

58,25

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