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und glaubt immer noch an Geheimartikel des Vertrages von Rapallo. Mit Verlaub, Geheim­artikel sind dafür freilich nicht nötig! Rußland Neutralität zu versprechen, hat Deutschland keine Veranlassung. Aber was es will und unbedingt durchhalten muß, ist einmal d i e Freiheit der Entscheidung darüber, ob es in einem öft lichen Konflikt neutral bleiben will oder nicht. Und sodann allerdings lehnt es Deutschland durchaus ab, sich zwischen Genf und Moskau zu entscheiden. Die Zeit ist heute für uns n i ch t da, zwischen sog. West- und Ostorientierung mit aller Entschiedenheit zu wählen. Was Deutschland nach Westen will, ist, daß es ehrlich und aufrichtig versucht, die Sicher­heitsfrage zu fördern und dadurch zu einer StabilisierungÜes europäischen Friedens zu kom­men. Was es nach Osten will, ist, unter keinen Umständen in eine Frontstellung ge­gen den Osten, gegen Rußland, hereingezogen zu werden.

Die Sicherheitsdiskussion ändert nichts daran, daß trotz aller Unterschiede in der Staats- und Wirt­schaftsform und trotz aller einzelnen Konfliktsfälle, die Schicksalsgemeinschaft des deut­schen und russischen Volkes in d e r Weltkonstellation bleibt. Das sei gerade in dieser Zeit, in der das englisch-russische Verhält­nis immer kritischer wird,nachdrücklich ausgespro­chen. Deutschland darf und wird die Verständigung mit Rußland nicht aus den Augen verlieren. Das ist seine Richtschnur, und das hätte auch im Reichs­tag und vor allem in den Regierungsreden gesagt werden müssen. Der anderen Seite aber, also Män nern wie Boncour und ähnlichen Pressestimmen sei gesagt, das beste Mittel, die Sicherheitsfrage nicht zu einem Ende kommen zu lassen, ist es, wenn man Deutschland so die Pistole einer Entscheidung zwi­schen Westen und Osten auf die Brust setzen will. Ist das so, dann lehnt Deutschland sie ab. Dann ist überhaupt gar keine Rede von der Möglichkeit eines Eintritts Deutschlands in den Völkerbund. Dannn kann man aber auch sich im weiteren die Sicherheitsdiskussion sparen. Die an­dere Seite muß eben begreifen, daß unter der Gleichberechtigung, die Deutschland so nachdrücklich fordert, auch begriffen ist d i e Frei­heit der Politik, die Freiheit der Selbst­bestimmung, ob es in irgendeinem europäi­schen Konflikt neutral bleiben will oder nicht. Läßt sich dafür eine Konstruktion gegenüber dem Ar­tikel 16 der Völkerbundssatzung nicht finden, dann hört die Diskussion eben auf.

Polen ist über der deutschen Antwort und ihrer günstigen Aufnahme in London und Paris etwas unsicher geworden. Es wittert darin die Ge­fahr für feine Westgrenze, eine Ermutigung für Deutschland zur Revision dieser Grenze, und fordert nachdrücklich die Herausnahme der terri­torialen Fragen aus den Schiedsgerichtsver- 'trägen. In Paris beruhigt man den Verbündeten, man würde niemals fein Bündnis mit ihm fallen oder abschwächen lassen, man würde die Bedingun gen Deutschlands zum Eintritt in den Völkerbund äblehnen. In dieser für Polen doch etwas pre­kären Lage hält dieses es für richtig, den Konflikt mit Deutschland immer mehr zu verschärfen. Den Zollkrieg hat es vom Zaune gebrochen, jetzt treibt es die deutschen Optanten aus sei­nem Lande, 20 000 im mindesten, beschlagnahmt die Wohnungen. Jetzt hat es in dritter Lesung ein Agrargesetz angenommen, daß auf zehn Jahre jährlich 200 000 Hektar enteignen und besiedeln will, und das mit einer zynischen Offenheit beson­ders gegen den deutschen Besitz gerichtet wird. In derselben Zeit bläst es in Amerika durch den Mund seines Außenministers auf der Friedensschalmei, um Amerika für die zweite Rate der Polen in Aus­sicht stehenden Anleihe freundlich zu stimmen.

Hat die deutsche Regierung das Nötige getan gegen dieses polnische Vorgehen? Hat sie insonder- . beit das Nötige in der Optantenfrage getan für Gegenmaßnahme und zur Fürsorge für die von der i Scholle Entwurzelten und Vertriebenen? Wir müs- jen bekennen, daß Regierung wie Parteien und 7 Parlament und deutsche Oeffentlichkeit überhaupt über der wirtschaftlichen Sorge und der großen Zentralfrage der Außenpolitik ihr Ohr den Volks­genossen in der Ostmark zu wenig geliehen haben, daß diese mit Recht sich darüber beschweren, im Mutterland s o wenig gehört und un­ter st ü tz t zu werden. Aber die Zeit und die Auf­merksamkeit und der Wille dafür m u ß sich auch im stärksten Parlamentstrubel und unter den schwie- . rigften anderen Fragen finden!

Nur kurz und mehr nebenbei sei auf zwei Er­eignisse im Südosten hingewiesen :Neuer Militär­putsch in Griechenland am 25.Juni und, für die Konsolidation der Balkanhalbinsel sehr viel wichtiger, die endgültige Verständigung und Einigung zwischen Serben und Kroa­te n am 13?3uli. Jener Putsch, dem verschiedene vorangehen und verschiedene folgen werden, zeigt nur, daß Griechenland seit dem Sturz der Mon­archie keine Ruhe finden kann. Diese Verständi­gung, mit der der alte Paschitsch sein Lebens­werk krönt, ist ein Ereignis ersten Ranges, zu­sammengenommen auch mit dem neuen Vertrag zwischen Jugoslawien und Italien vom 20. Juli. Der Gegensatz zwischen Agram und Belgrad hat sich als weniger stark erwiesen als die nationale und sprachliche Zusammengehörigkeit von Serben und Kroaten, und das soziale Zusam­mengehörigkeitsgefühl von zwei Bauernvölkern. Und im übrigen hat sich auch hier gezeigt, was trotz einer extremen Demokratie eine Monarchie leisten kann. Äuch dem König Alexander ge­bührt bei dieser Einigung ein erhebliches Verdienst. Sie ist ein Schritt auf einem Wege, von dem Europa und im besonderen auch wir wünschen müßen, daß er zu Ende gegangen wird. An diesem Ende könnte eine endliche Befriedung der Balkan- Halbinsel stehen durch Befreiung der Balkanvölker von jeglicher fremden Bevormundung und Herr- schäft und durch einen verständigen Ausgleich zwi­schen ihnen, wie er in den bestehenden Bündnissen angebahnt ist, und wie er schließlich in eine Ver­bindung von kleiner Entente und Balkanfödera­tion münden könnte.Alle diese Staaten haben das größte Interesse daran, nicht im Kielwasser der französischen Politik allen möglichen Gefahren aus­gesetzt zu sein, sondern friedlich sich in Ordnung

bringen und aufbauen zu können. Alle Staaten haben ein Interesse daran, mit dem großen Wirtschafts- und Volkskörper Zentraleuropa, den Deutschen, in freundschaftlicher Beziehung und engem wirtschaftlichen Austausch zu stehen. Je mehr sie sich unter einander ausgleichen und zu­sammenfinden, um so mehr erhöhen sie zusammen das Gewicht dieses großen Gebietes in der Welt­politik, und gilt im ganzen immer mehr, daß der politische Wind, der über die Balkanhalbinsel, über­haupt Südosteuropa, weht, nicht in Frankreichs Segel bläff.

Aus der Provinz.

Landkreis Gictzen.

X Wieseck, 30. Juli. Unsere Kirche ist nach alten Akten im Hess. Staatsarchiv und im Besitz des Landeskirchenamts im Jahre 1404, 1497 ober 1595 erbaut worden; an sich wird keine der Zahlen falsch sein, da die Kirche wahrscheinlich mehrfach neu auf­gebaut oder erweitert oder umgebaut worden ist. Im letzten Jahrhundert erfuhr sie nach Beschädigung des Kirchturms durch den Blitz 1867 eine Wieder­herstellung, umfangreicher war die von 1873 und 1874; damals wurde das Gestühl neu beschafft, die Burschbühne" neben der Orgel im Chor und eine der drei Reihen auf der nördlichen Emporbühne entfernt, dafür eine solche mit zwei Reihen im Süden angebracht. Ein Vierteljahr dauerte die In­standsetzung im Jahre 1900, die u. a. die Orgel aus dem Chorraum entfernte und eine neue Orgel über dem Eingang im Westen auffteUte. Die jetzt begon­nene Instandsetzung soll sich auf das Aeußere und Innere erstrecken, da zwischen Schäden hier wie dort ein ursächlicher Zusammenhang besteht. Freigelegt wurde berits das frühere Sakramentshäuschen, das mit hübschen Säulenresten vermauert war. Die Kirche wird eine Esch-Luftheizung erhalten. Der Gottesdienst findet vom Sonntag, 2. August, ab in dem von der Kirche und den kirchlichen Vereinen seit 1924 gemieteten Gemeindesaal im Feldschlöß­chen (Ludwigstraße 11) statt.

Kreis Schotten.

o Schotten. 31. Juli. Der Kreis- ausschuß des Kreises Schotten verhandelte am Donnerstag über die Reklamation und Be­anstandung der Durgermei st erwähl von Mittel-Seemen. Rach langer Verhandlung fällte der Kreisausschuß das -Urteil, daß die Wahl vom 14. Juni für ungültig erklärt wird. Das ist bereits die fünfte Ungültigkeits­erklärung im Kreise Schotten bezüglich der Dür- germeisterwahlen. In der Zeit vom 3. bis 5. August wird hier der S o m m e r m a r f t in althergebrachter Weise abgehalten. Der Kra­me r m a r 11 am Mittwoch verspricht nach den Anmeldungen ein riesiges Ausmaß nehmen zu wollen.

Kreis Büdingen.

.'IBüdingen, 31. Juli. Der Dasaltstein- pächter Zipf von Gelnhausen verunglückte mit seinem Auto auf der Rinderbüger Straße schwer. Die Steuerung des Wagens ver­sagte, so daß der Wagen die Straßenböschung hinauffuhr und sich dann überschlug. Der Besitzer kam mit schweren Gesichts- und Körper­verletzungen davon, die jedoch nicht lebensgefähr­lich sind. Der Sohn des Besitzers dagegen er­litt schwere innere Verletzungen, u. a. wurde ihm eine Rippe gebrochen und in die Lunge gequetscht; er wurde sofort in das Ma- thildenhospital zu Büdingen überführt. An fei­nem Aufkommen wird gezweifelt. Der Wagen selbst ist vollkommen gebrauchsunfähig, das Vorderteil ist schwer beschädigt, Achse unÖ Vorderräder sind zerbrochen, so daß das Auto von einem Lastkraftwagen abgeschleppt werden mußte. Die Beigeordnetenwahl wurde laut Beschluß des Gemeinderats auf Sonntag, 16. August anberaumt. Der Voranschlag von Büdingen für das Rechnungsjahr 1925 schließt in Einnahme mit 214 000 Reichsmark und in Ausgabe mit 266 600 Reichsmark ab. Der Betrag von 52 000 Mk. muh daher durch Um­lagen aufgebracht werden. Der Kreis­feuerwehrtag für den Kreis Büdingen fin­det in diesem Jahre am 12. und 13. September in Geiß-Ridda statt.

!! Gelnhaar, 31. Juli. Seit Montag ist die 32jährige Ehefrau Johann Vogel von Gelnhaar spurlos verschwunden. Sie hat sich in der Richtung nach dem Betten be­geben und ist seither nicht mehr gesehen worden. Frau Vogel ist schon seit längerer Zeit gemüts­krank. Aus diesem Grunde nimmt man an, daß sie sich ein Leid angetan hat. Sie trug zuletzt ein leichtes dunkelkariertes Sommerkleid mit kur­zen Aermeln, eine Brille und gelbe Sandalen. Die Bürgermeister der umliegenden Ortschaften lind nunmehr aufgefordert worden, unter Zu­hilfenahme der Polizei, der Feuerwehr und sich freiwillig meldenden Personen nach der Ver­schollenen suchen zu lassen. Da die Gegend auS großen Waldungen besteht, wird es sehr schwierig sein, die Frau zu finden.

Kreis Alsselv.

-er. Homberg a. d. 0hm, 31. Juli. Der G e - meinderat hat die Einführung der Ge­tränkesteuer beschlossen. Die große Hitze der vergangenen Woche hat auch auf unseren Fluren das Getreide schneller reifen lassen als in früheren Jahren. Mit der Ernte ist man zur Zeit voll be­schäftigt. Der Ertrag an W i n t e r g e t r e i d e ist als ein guter zu bezeichnen, die S o m m e r f r u ch t dagegen läßt infolge der langen Trockenperiode im allgemeinen etwas zu wünschen übrig. Was hier aber an Quantität fehlt, wird durch die Dualität reichlich ersetzt.

Kreis Wetzlar.

3 Olieberflor ft ab t, 31. Juli. Wie man hört, soll der Blitzableiter, der während des Krieges vom Reuen Schulhaus entfernt worben war, toieber angebracht werden. Diese Maßnahme wäre im Interesse bet 200 Schüler, bie bort unterrichtet werben, und ber beiden im Hause wohnenben Familien sehr zu begrüßen. Das Haus ist in seiner näheren Umgebung ber

Rätsel-Ecke.

Kreuzworträtsel.

10 !

WW

17 | ZEW

Die Worte bedeuten: Senkrecht: i. Tur­nerische Veranstaltungen. 2. Gattungsbegriff, o. Gießener Fest. 4. Getränk. 5. Feststabt und -lanb. 7 Körperteil. 10. Körperfehler. 21. Sel­tenes Metall. 23. Beschleunigtes Tempo. 27. Zum besten haben. 28. Nebenfluß des Rheins. Wage- rechte. Schifssgerät. 6. Zeitmesser. 9. Schweize­rischer Vorname. 11. Dergteil. 12. Mythologischer Begriff. 13. Berühmter Mediziner. 14. Bade­stadt. 15 Persönliches Fürwort. 16. wie 15. 17. Bewaffnete und geschützte Orte. 18. Bejahung. 19. Chemische Bezeichnung für Wasserstoff. 20. Be- kleibungsgegenstand. 22. Geographischer Begriff. 24. Geisteskrank. 26. Dickes Seil. 28. Bindewort. 29. Jahreszeit. 30. Truppenverband. 31. Das Milchfaß der Kuh".

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Rösselsprung.

Die richtige Lösung ergibt einen Vers von Gottfried Schwab.

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Silbenrätsel.

Aus den 39 Silben: a a berg cra das de e e ga gelb gen glo Ham hoe i it lo lauch li liv mer ml nach ner ni non o Pa pel pri sand fe stol teg to tüm Wan xi ze sind vier­zehn Wörter mit folgender Bedeutung zu bilden: 1. Stadt in Württemberg, 2. Frucht, 3. Farbe, 4. Stadt in Schleswig-Holstein, 5. altadliges Ge­

schlecht, 6. schwedischer Dichter, 7. Blume, 8. Farbe, 9. thebanischer Feldherr, 10. Wasserloch, 11. Oberkleid im alten Rom, 12. bedeutendes Eisenwerk, 13. griechisches Epos, 14. deutschen Maler. Richtig gebildet, ergeben die Wörter in ihren Anfangsbuchstaben von vorn nach hinten und die Endbuchstaben von hinten nach vorn ge­lesen, ein Zitat von Lessing.

Mcrkrätsel«.

Den fünf Wörtern: Siesta Gabentisch Marschall Lämmergeier -- Heupferd wolle man je drei aufeinanderfolgende Buchstaben ent­nehmen. Zu einem Wort vereinigt, ergeben Zdiese einen Kalendertag im Juni.

Auflösungen.

Kreuzworträtsel.

fßi

IR

öl

icrai

BnBBQBBBD

E5BBI

Iraj

nBF3 BITiLlI DBBClöRCiBrS

Silbenrätsel.

1. Jobsiade, 2. Qlleuten, 3. Holland, 4. Re­lief, 5. Trappe, 6. Alibi, 7. Ulrike, 87 Schiefer. Jährt:.:. . ., cier (der Rheinlande).

Doppelsinnrätsel.

1. Scheffel, 2. Prämie, 3. Aar, 4. Reis, 5. Gehalt, 6. Eiche, 7. Lena. Spargel.

Zahlenrätsel.

$riefen, Eriesee, Riesen, Irene, Eisen, Reihe, Rennen, Enns, Jser, Sense, Eris. Serien' reife.

Auflösung der Scharade.

Hochzeit. __________ __

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom Redakttonsttsch.

Juristenhumor.

Unueihen Betrüger dingfest zu machen, schickte die Staatsanwaltschaft die Akten nach Tippeiskirchen unter Beifügung von drei Aufnahmen aus dem Verbrecheralbum. Diese zeigten den Uebeltäter ein­mal in Profil, einmal von vorn mit Hut und ein­mal ohne Hut.

Nach einigen Tagen lief folgendes Telegramm ein:

Staatsanwaltschaft E .. Zu 21. I. 172620. Zwei der Täter verhaftet. Dem Dritten sind wir auf der Spur. Gendarmeriestation Tippeiskirchen."

Lustige Blätter".

Stammgast.

Im Kittchen, im Kittchen, da gibt's ein Wieder- sehen! Der alte Zierke wird zum viertenmal im Jahre des Heils 1925 eingeliefert.

Nach der Erledigung feiner Personalien hat er nur eine kleine Bitte an den Gesängnisdirektor:

Herr Direkta, jemfema doch bitte meine alte Zelle, ick schlaf so schlecht in fremde Betten!" Lustige Blätter".

Der Herr Professor.

Ihr Gatte soll einen Absturz aus dem Flugzeug erlebt haben."

3a, er machte einen Sprungversuch und hat natürlich den Fallschirm ttn Flugzeug stehen lassen."Meggendorser".

Kindermund.

Lenchen:Mutti, ich möchte gern eine neue Puppe." Mutter:Aber Kind, deine alte Puppe ist doch noch sehr gut." Lenchen:Ich bin doch auck noch sehr gut, und doch hast du dir ein neues Baoy bringen lassen."

höchste Punkt und besitzt noch die Qluffange* ftange, die ohne Ableitung erhöhte Gefahr bringt.

Hesfen-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M., 31. Juli. Gin mit vier Frankfurter Kaufleuten und einer Nürn­berger Dame besetztes Auto fuhr Donnerstag­abend in schnellster Fahrt auf der Heimkehr von einer Rheinreife bei Sonnenberg einen steilen Abhang hinab und überschlug sich, als der Führer die Gewalt über den Wagen verlor, zweimal. Die Dame wurde schwer verletzt, die vier Kaufleute trugen mehr ober minder schwere Hautabschürfungen und Quetschungen davon.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Llmschau".)

Sonntag, 2. August:

89 Uhr Morgenfeier, veranstaltet vorn Wart­burgverein Frankfurt a. M. 45 Uhr Kinderftunde. 56 Uhr Nachmittagskonzert des Hausorchefters: Nordische Musik. 78 Uhr Stunde des Rhein-Mai- nischen Verbandes für Volksbildung:lieber das katholische Drama der Gegenwart in Frankreich" (mit Uebersetzunqsproben), Vortrag und Vor­lesung von Dr. Herbert Kranz. 8.30 Uhr Johann Sebastian Bach (gest.28. Juli 1750)Mer Hahn en neue Oberkeet" (Kantate Nr. 212). Anschließend Nachrichtendienst, Wettermeldung, Sportfunkdienst.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Gießen. Sonntag, den 2. Augufi. 8. n. Trinit. Stadtkirche. 3: Pfarrass. Hertel. Zug!.Christenlehre für die Reukonfirmierten a. d. Matthäusgemeinde. 9l/3: Pfr. Becker. 11*/,: Feierstunde für die jugend­lichen Turner. - Jvhanneskirche. 8: Pfr. Bech- tolsheimer. Zugl. Christenl. für d. Reukonfirmierten a. d. Lukasgemeinde. 9/e: Pfr. Ausfeld. 8: Bibel­besprechung im Johannessaal. Pfr. Ausfeld. Auf dem Festplahe. Vorm. 7'/.: Feldgottesdienst für Turner. Pfr. Bechtolsheimer. - Kirchberg. 10; 11: Christenlehre für die männliche Jugend.

Lollar l*/9. Wieseck. 3m evang. Gemeindesaal, Ludwigstraße 11, 81/,: Christenlehre, 9'/,: Haupt- gottesdienst. Watzenborn-Garbenteich. Watzen­born-Steinberg : 97, am Denkmal, nachher Christen­lehre in der Kirche. Garbenteich:1.

Katholische Gemeinden.

Gießen. Samstag, den 1. August. 4 7, u. 7 Beichte. Sonntag, 2.August. 9. Sonntag n.Pfingst.6'/.Beichte, 7 Meße, Korn, der Männer, 8 Kom.» 9 Hochamt m. Predigt, 11 Messe mit Predigt., 2 Andacht. - Donnerstag nachm. Beichte, Freitags'/. Segensmesse. - Grünberg. 97, Messe mit Predigt. Hungen. 6 Andacht mit Predigt. Lich. 10 Messe mit Predigt. - Laubach. 7'/, Messe mit Predigt.

Sonntagsdienst d.'Aörzte u. Apotdeken am 2.8.25 Frl. Dr. Gürtler. Dr. Klewttz. Pelikanapotheke Zahnarzt: Dr. Metz, SelterSweg.

Haarwasser.

Rachdem sich nunmehr drei Damen über daS Waschen der Haare mit Lavaren-Salz geäußert haben, darf wohl auch einmal ein Mann das Wort hierzu ergreifen, denn auch Männer haben Haare oder wollen Sie behalten: 6802A

Allerdings ist für uns zur einmaligen Kopf­wäsche die angegebene Menge, d. h. für 30 Pfennig, zu viel. Ich löse das Lavaren-Salz in etwa einem halben Liter warmen Wassers, tue diese Lösung in eine Flasche und stelle sie mir auf den Waschtisch. Von dieser Flasche nehme ich dann nur gerade immer so viel, daß das Haar gut naß wird und spüle dann mit Wasser nach. 3ch reiche mit einer Flasche über ein Vierteljahr, habe also in einem Vierteljahr 30 Pfennig zu zahlen. Dr. Fritz L.

fnG der25., 251. Preuhitch-Süddeutschen DOu yiVö" UM KlassenlottertevonMOOOOMk.wird in der nabe bevorstehenden Schlnßtlasse gezogen. Wer an dieser Hauvt-iehung, in der nicht weniger als 131 000 Gewinne und 2 Prämien von zusammen über 21) Millionen Reichsmark ausgespiell werden, teilnehmen will, versäume nicht, fein Los umgehend All erneuern, da bereits am nächsten DienStag, dem 1. August, abends 6 Uhr, die planmäßige Er- neuerunassrifi abläuft. Die Ziehung beginnt am 11. August und findet im Dienstgebäude der General- Lotterte-Direkiion in Berlin öffentlich unter amt« lieber Aufsicht statt, sodaß für unbedingte Sicherheit jede Gewähr geboten ist. 5337id

herb und lieblich

mit echtem Mokkageschmack dank Verwendung fein­ster Kaffeebohnen, kein Extrakt. Versuchen Sie den Mondamin-Mokka-Pudding und servieren Sie ihn mit guter Vollmilch oder Schlagsahne. Verlangen Sie aber stets:

HON DAM Hi-FEIH KOST-PUBDING