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30 Marktstraße 30
SCHNEIDER
I
30 Marktstraße 30
Die Kanalisierung der Lahn.
Die bisherige Vorbereitung.
Unter sehr starker ‘Beteiligung hessischer und preussischer floate- unD Kommunalbehörden, der Wirkschaftslrcife im ganzen Lahngebiet, der Angehörigen öffentlicher Körperschaften und dar BereinSmitglieder hielt der Fulda—Lahn- fanalüercin e. V. mit dem Sitz in Limburg gestern nachmittag im Saale des Arbeitgeberverbandes in Gießen seine ordentliche Hauptversammlung ab. Der große Saal konnte die Masse der Erschienenen, deren besonderes Interesse dem Bericht und Vortrag über den Stand des Lahnkanalprojektes galt kaum fassen.
Der Vereinsvorsitzende, der nassauische Landeshauptmann Dr. W oell, betonte in seiner Eröffnungsansprache, die Vereinssache sei jetjt tn ein entscheidendes Stadium eingetreten SS handle sich nun um die
Schiffbarmachung der Lahn als Zubringerweg zu» Rhein
Durch die Konzentration der VereinsbeslreAungen auf die Lahn sei für die beteiligten Behörden die Grundlage gefunden worden, sich an der Der- einsfache als Mitträger zu beteiligen. Die Behörden hatten die hohe Bedeutung der Vereins- fache für das Wirtschaftsleben erkannt und wollten dem Projekt des Vereins eine wesentliche finanzielle Stühe sein. Ms erster habe der Kommunallandtag für Rassau den Kostenanteil einmütig bewilligt, als nächstes müsse nun die Industrie zu der Finanzierung heran-- gezogen werden Die Frage drr Slektrizitätsgewinnung aus der Lahnwasserkraft habe gleichfalls einen neuen Impuls erfahren. Die Ausnutzung der Lahnkraft unterhalb von Diez fei bereits gesichert. Dadurch würdm nicht unwesentliche Bauanlagen von dem Tlek- trizitätSunternehmeu bezahlt und andererseits würden die ticberfdjüffc aus der Slektrizitäts- gewinnung den Betrieb deS ganzen Unternehmens mittragen. Der Redner dankte schließlich allen bisherigen Mithelfern, insbesondere aber dem Reichsverkehrsminister. der besonders lebhaftes Interefse für die Sache bekundet habe und der anerkenne, daß die Erbauung solcher Kanalstraßen durch die heutigen Zeitverhältnisft geradezu geboten fei. Hoffentlich trage die Kot der Zeit dazu bei, daß der Fortschritt der ganzen Arbeit deS Vereins beschleunigt werde. Die Hauptarbeit bleibe jetzt zu tun, die Stunde entscheidenden Handelns sei gekommen.
Hieraus erstattete der Geschäftsführer deS VereinS, Direktor B a n f a, Limburg, den
Bericht
Über die Jahre 1922—1924, dem die nachstehenden bedeutsamen Angaben zu entnehmen sind:
Unter dem überwältigenden Einfluß der Inflation war jede Regung im Jahre 1923 für unsere eigentlichen Iwecke unterbunden oder zwecklos. Rur bei den für uns ja auch förderlichen Plänen zum Ausbau der Lahn - Wasserkräfte konnten wir hilfreiche Hand leisten. Inzwischen ist ja für die meistver- sprechende
Lahnkraftanlage bei Cramberg seitens des Reiches zugunsten einer gemischtwirtschaftlichen Gesellschaft der Gnteignungsan- trag gestellt, und der Bau wird jedenfalls noch in oi'fern Jahr begonnen werden.
Die cingctrctene ötabilifi'rung rief den Verein wieder auf den Plan. Da aber alle Verhüll.isse, namentlich aber auch die Ausbaumög- lidjleitcn der Wasserstraßen, sich verschoben hatten, wurden zunächst in einer Sitzung des engeren Ausschusses am 29. April 1924 in Gießen die Richtlinien lüi die vom Verein einzuschla- gende Politik festgelegt. Das Ergebnis der da- malign Aussprache war:
Alle drei großen Projekte zur
Verbindung von Weser und Main
I. über die Werra nach Bamberg. 2. über die Kinzig nach Hanau 3. über Gießen nach Frankfurt a. M. oaben augenblicklich wenig Aussicht auf Ausführung a) wegen der Schwierigkeit, bei der Geldknapphntz die großen Kapitalien zu beschaffen, b) weil keine großen Wasserkräfte gewonnen, sondern sogar Wasser in die Scheitelhaltungen gepumpt werden muß, c) well mangels eines Ertrages von Wasserkräften und bei dem augenblicks geltenden Zinsfuß die Schiffahrtsabgaben zu hoch bemessen werden müßten, d) weil der nationale Gesichtspunkt der Ableitung deS Verkehrs von Rotterdam nach den deutschen Rordseehäfen sich gegenüber der Macht der Ziffern nur sehr beschränkt verwirklichen läßt.
Im übrigen ist nach Ansicht der maßgebenden Stellen in Berlin usw., wenn eS doch noch einmal zu einer Verbindung zwischen Weser und Main kommen sollte, diejenige über di e
Werra, von den Rordseehäfen nach den Donau- 1 ändern auf alle Fälle zu schaffen, und nur für die Verbindung von Frankfurt ist die Frage, ob man die Linie über die Kinzig oder übet Gießen nehmen soll. Da die letztere Linie die geringeren technis chen Schwierigkeiten und die weitaus gröberen wirtschaftlichen Vorteile bietet, würde nach Ansicht deS engeren Ausschusses die Dahl ziemlich zweifellos auf die
Linie Frankfurt -Gießen—Weser fallen. Deshalb ist auch die Stellung von Kur- Hef sen heute eine ganz andere, der Gießener <?inie günstigere. Es hat vordem die Linie über die Kinzig nur deshalb mehr unterstützt, weil die Linie über Gießen zu spät austrat und im hessischen Bezirksverband nicht genügend verfochten wurde. Aber, wie gesagt, an all die großen Kanalprojekte, vielleicht an die Kanalisierung der Weser selbst, ist einstweilen nicht z u denken.
Der Fulda-LaHn-Kanal-V.rein wird unter den obigen Umständen sein Eintreten für die große Wasserstraße Frankfurt—Gießen—Kassel auf die gewöhnliche Propaganda ohne Aufwendung großer Mittel, beispielsweise für Projektarbeiten, beschränken, dagegen alles aufbieten, um die
Kanalisierung der Lahn herbeizuführen, bei welcher weitaus günstigere Bedingungen vorliegen.
1. Ist zwischen dem Reich und Preußen eine Verstä ndigung eingetreten, die zur Ausnutzung der Wasserkräfte zunächst der unteren Lahn führen wird. Dabei werden die Einrichtungen für die Schiffahrt neben den Kra f twerken von diesen bezahlt werden müssen, also finanzielle Erleichterung im Vaukapital.
2. Die Stimmung bei den Zentralinstanzen, die früher aus eifenbahnfislalischen und persönlichen Gründen teilweise ablehnend war. ist heute der Schaffung von Wasserstraßen durchaus günstig, denn die Eisenbahntarife sind heute so hoch und weitere Erhöhungen infolge der Reparationen stehen bevor, daß die Tarife für Massengüter nicht mehr tragbar sein dürften und im volkswirtschaftlichen Ontereffe billigere Schiffahrtswege geschaffen werden müssen.
3. Bei Genehmigung durch die Zentralinstanzen, die heule nach 1 und 2 zu erwarten ist. haben nach dem preußischen Kreis- und Provinzialabgabegesetz § 24 die preußischen Provinzialverbände als jedenfalls finanzielle Träger des Kanalbaues das Recht, wenigstens einen Teil der Kosten auf die unmittelbaren Interessenten planmäßig umzulegen. Bei der Geldknappheit statt direkter Zahlung durch die Interessenten auch eine Benterabtiagung.
tim die Baukosten niedrig zu halten und damit den Bau überhaupt zu ermöglichen, kommt ein Grvßschiffahrtsweg, für den sich überhaupt die Lahn nach ihrem ganzen Eharakter nicht eignet, für diesen nicht mehr in Frage, sondern nur die Vervollständigung der alten kleineren Anlagen, bte einen Wert von ungefähr 15 Millionen darstellen und für ein großes Projekt zunächst kassiert werden müßten.
Dagegen wird, wenn die Zeiten sich wieder bessern, der Verein den Grohs chiffahrts- weg für 1000-Tonnen-Schiffe Frankfurt — Wetterau — Gießen— Kassel— Weser wieder energischer verfechten, tinser kleinerer Lahnkanal für 300 Tonnen wird e n wichtiger Zubringer, ja ein Grund für diesen Großsch.fsahrtsweg fein. Das Stück Wetzlar — Gießen wird man dann wahrscheinlich nachträglich auf die größeren Abmessungen bringen.
Der Kommunallandtag Wiesbaden hat im Dezember 1924 auf ausführliche Vorlagen des Vereins hin die erste Baurate zum Lahnkanal mit 1,8 Mill. M k. beschlossen. Ebenso haben die hessischen Behörden sich in Verbindung mit dem Verein gefetzt und werden wahrscheinlich demnächst bä den bezüglichen Körper'chaften A ckräge auf die Bewilligung des hessischen Kosteaanteils einbringeni Mit Behörden und Industriellen der Rheinprovinz, in der ja fast stets ein Ende des Wasserweges Lahn—Rhein Legt, haben wir Fühlung genommen und werden unsere Kleinarbeit dort bis zum Erfolge fortsehen.
Herr Bansa hat Voller die sämtlichen, auch die älteren. Unter lagen nochmals durchg ^arbeitet und zu einem einheitlichen Projekt zusammen- gestellt.
Aus Veranlassung deS Herrn Reichsverkehrs- ministers wurde im Februar 1925 das zusammen- geflellte Projekt dem Dafferbauamt Diez, d^m wir übrigens wertvolle Anregungen verdanken, und der Rheinstrombauverwaltung Koblenz zur Prüfung vorgelegt und wird von diesen Be
hörden an ben Herrn Reichsverkehrsminister wei- tergclehet werden
Dieser Tätigkeitsbericht, sowie die RechnungS- obläge für 1922 24 wurden einstimmig genehmigt Anschließend hielt Direktor Bansa einen außerordentlich aufschlußreichen Vortrag über daS Thema .Der Lahnkanal 1 925“, über den wir noch eingehender berichten werden Schließlich wurden verschiedene Satzungsänderungen gut- geheißen (dabei u. a. der Vereinsbeitrag für Gemeinden, Kreise und Handelskammern auf mindestens 50 Work jährlich erhöht) und in den Vorstand gewählt: Landeshauptmann Dr Woe 11- Wiesbaden als Vorsitzender, Provin- rialbiteftor G r a e f f-G i e ß en als erster stellv Vorsitzender. Geheimrat Dr. Sartoriu s-Wetz- far als zweiter stellv. Vorsitzender und Direktor Bansa- Limburg als Geschäftsführer! der Ausschuß wurde in der alten Zusammensetzung wiedergewählt und der Vorstand ermächtigt, in den Ausschuß, soweit nötig, geeigneten Ersah zu berufen Zu Rechnungsprüfern wurden Bürgermeister Dr. KrüSmann unb Landrat Scheuern viedergewählt. AIS Ort der nächsten Hauptversammlung wurde Diez bestimmt, weit dann vermutlich das naheliegende Lahnkraftwerk Starnberg und die Schleusen (Starnberg und Scheidt im Bau besichtigt werden können.
Turnen, Sport und Spiel. Frühjahrs-Wald- und (Heländelanf des 3. Bezirks im Turngau Hessen (D.T )
Zum 26. April hatte der Bezirkswart für Volksturnen. Turner Kraft (Ridda), feine Turner zum Waldlauf zusammengerufen. Trotz Wahltag und tingunft des Wetters waren sie in recht stattlicher Zahl gekommen. Die Bezirksvereine Bobenhausen, Merkenfriy. Hirzenhain, Ortenberg, Wallernhausen, Geiß-Ridda, Unter» Schmitten, Ridda. Hungen, Langsdorf, allo zwei Drittel aller, lieferten sich spannende Kämpfe mit 86 Einzelläufern und 15 Mannschaften. Diese Zahlen sind einmal der beste Beweis, daß die Waldläufe bei den Turnvereinen recht beliebt find und zum andern, daß dieser Zweig deS Volksturnens im 3. Bezirk eine gute Pflegestätte, hat. Prozentual hat der 3. Bezirk auch diesmal wieder die beste Teilnahme im ganzen Gau und damit auch wiederum bewiesen, daß eS bester und zweckmäßiger ist. in der zweiten Hälfte deS April zu laufen, als Ende Februar oder Anfang März, wie dies sonst üblich ist. Das Gelände stellte an die Läufer große Anforderungen. was besonders vom Hauptlauf gilt, der in einem großen Teil durch den herrlichen Salz» Häuser Park führte. Oft galt es, die Zähne zusammenzubeißen und die Höhe zu nehmen, dann aber ging'S wieder bergab durch Gras und Blumen des Frühlings. Die Leistungen waren recht gut. Die Veranstaltung, dem Turnverein Geiß- Ridda übertragen und von ihm unb seinem Turnwart Otto Reinhardt aufs beste vorbereitet, ging glatt vonstatten. Der in unserer Gegend recht ungünstige Sonntagsverkehr wirkte sich auch diesmal aus und ließ durch den Zwang zum frühen Ausbruch ein echtes und froh-frvh- nches Beisammensein nicht aufkommen, wie überhaupt durch diese Umstände die turnerische Zusammenarbeit recht erschwert ist. Dennoch traten unsere Turner frohen Mutes mit frischen Turnerliedern den Heimweg an, nachdem folgendes Ergebnis vom Bezirksvertreter Wolf bekannt- gegeben war'
Schüler (1 0 0 0 Meter). 1. Sieger Ludw. Möller, Tv. Hirzenhain, 3.54 Min., 2. Sieger Ludwig Schneider. Tv 1859 Ridda, 3.57 Min.. 3. Sieger Paul Pfaff, Tv. 1859 Ridda, 4. Sieger Rudolf Müller. Tv Jahn tinter-Schmitten, 5. Sieger Willy Volkheimer. Tv. Ridda, und Wild Diehlmann. Tv. Jahn tinter-Schmitten.
Mannschaftsläuse. 1 Sieger Tv. 1859 Ridda, 10 Punkte. 2. Sieger Tv. Jahn tinter- schmitten. 23 Punkte. 3. Sieger Tv. 1859 Ridda (2. Mannschaft), 25 Punkte. 4. Sieger Tv. Hirzenhain. 29 Punkte.
Iugend-tinterstufe (1500 Meter). 1. Sieger Karl Schupp, Tv. Ortenberg, 5.173/-, Blin. 2. Sieger Philipp Will, Tv. Geiß-Ridda 3. Sieger Wilh. Weber. Tv. Langsdorf. 4. Sieger Alfred Bleuer, Tv. Ortenberg. 5. Sieger Albrecht Feyh, Tv. Wallernhausen.
Jugend-Oberstufe (2500 Meter). 1. Sieger Albert Becker, Tv. 1859 Ridda, 9.07'. , Mm. 2. Sieger Herm. Lambmann, Tv. Merken- friy. 3. Sieger Rich, tilrich, Tv. Jahn tinter- Schmitten. 4. Sieger Kart Hübner, Tv. 1859 Ridda. 5. Sieger Hch. Btüller, Tv. Hirzenhain
Mannschastsläufe: 1. Sieger Tv. 1859 Ridda. 17 Punkte. 2. Sieger Tv. Hirzenhain. 22 Punkte 3. Sieger Tv. Jahn tinter-Schmitten. 23 Punkte.
Turner (5000 Bieter). 1. Sieger Hermann Fark (Bezirksmeister 1924), Tv. 1859 Ridda, 17.42 Min 2. Sieger Erwin Brad, Tv. 1859 Ridda. 17.49 Min. 3. Sieger Georg Seipel, Tv. 1859 Ridda. 17.56 Min. 4. Sieger Alfred
Schwarz. Tv. Jahn tinlcr-Schmllt«. 5. Siege: Hugo Seitz, Tv. Hirzenbatn.
Turner-BI annschaftSläufe. 1. Sic ger Tv. 1859 >1. Mannschaft), mll Punkten 2. Sieger Tv Hirzenbain mit 21 3 Si
ger Tv. 1859 Ridda (2. Mannschaft), mit 25 Punkten
Von den Siegern tm Herbstlauf 1924 konnten Becker. Tv. Ridda <2500), und Fark. Ridda (5000), ihren Sieg erfolgreich verteidigen. Während Schneider, Ridda (1000), auf den zweiten Platz verwiesen wurde, kam W. BI c u c t, Ortenberg (2500), die-mäl ganllcht zur Geltung
Betrachtet man »roch die Zahl der Teilnehmer. so weisen die Turnverein? Hirzenhain Geiß-Ridda. Ridda und tinter-Schmitten die beste Beteiligung auf, die mit folgenden Zahlen ein Bild ihrer turnerischen Arbeit geben: Geiß- Ridda. 18 Teilnehmer. 14 Einzelsieger, 0 Mannschaftssiege tinter-Schmitten, 14 Teilnehmer Q Einzelsieger, 3 Mannschaftssiege. Hirzenhain 13 Teilnehmer, 11 Einzelsieger, 3 Mannschaftssiege. Ridda. 23 Teilnehmer, 22 Sinzelsiegrr. 5 Mannschaftssiege (3 erste). Tv. 1 85 9 Ridda hat auch diesmal seinen alten Stand behauptet gut gefohlt von Hirzenhain, und, wie im Bezirks-Geräteturnen in Schotten, so auch heute im Streckenlauf über ein Drittel aller Einzelsieger und f ast bte Hälfte der Mannschaftssiege gestellt
Buntes Allerlei.
Die größten Lternc.
Unter den vielen erstaunlichen Leistungen der modernen Wissenschaft erregen zwei besonders unsere Verwunderung und Bewunderung. Sie liegen in den größten Gegensätzen des Denkens: dem unendlich Kleinen und dem unendlich Großen. Es ist die Messung der Atome und die Messung der Sterne. Es übersteigt unsere Vorstellungskraft, die unge beuren Räume des Weltalls uns zu oergegen roärtigcn. Wir wißen nur verstandesgemäß, daß sich dasWeltall unendlich ausdehnt, und daß die leuchten den Punkte, die wir am nächtlichen Himmel sehen. Millionen flammender Sonnen sind. Die Fernrohr Kamera hat uns Bericht von 15 OOOMilkionen solcher winziger Punkte gegeben, von denen jeder eine Sonne darstellt, außerordentlich viel größer als die Erde, aus der wir leben. Neue Stern Messungen, die soeben von dem amerikanischen Astronomen Dr. Francis Pease auf dem Mount- Wilson-Obscroatorium in Kalifornien beendet worden sind, helfen uns ein wenig, uns eine Vorstellung von der Ausdehnung der größten dieser Himmelskörper zu machen. Seit langem gilt in der Astronomie für den größten Stern des Universums der Antares, der rote Stern mit einem grünen Satelliten, der zu der Konstellation des Skorpions gehört. Auch die jüngsten Messungen bestätigen ihn in diesem Vorränge. Seine Größe ist allerdings fo ungeheuer, daß die Zahlen, die sie bestimmen, fast bedeutungslos erscheinen. Der Durchmesser der Erde beträgt bekanntlich 12 756 Kilometer, der der Sonne etwa 1 400 000 Km. Der Durchmesser des Antare-. aber wird mit über 600 Millionen Kilometer be rechnet, ist also etwa 4jmal so groß, als die Ent fenuing zwischen Erde und Sonne beträgt. Für den zweitgrößten Stern hielt man bisher Betelgeuse, den gelben Stern im Orion, aber nach den Tieffun gen von Dr. Pease hat als zweitgrößter Stern Mira zu gelten, der „wundervolle" Stern in der Konstellation Eetus, der 1596 von David Fabricius entdeckt wurde. Mira leuchtet wie Anr tures in einem tiefen Rot, aber fein Glanz erleidet eine merkwürdige Reihe von Veränderungen, deren Ursache lange ein Geheimnis war, bis man vor zwei Jahren entdeckte, daß es sich hier um einen Doppel ftern handelt, und daß die Veränderungen durch die Bewegung des zweiten Sternes um den eilten her oorgerufen werden. Mit dem sog. „Interferometer" ist nun festgestellt worden, daß der Durchmesser von Mira gegen 300 Millionen Kilometer be trägt, also etwa 25 Proz. größer ist als der von Betelgeuse. Wenn wir die (Entfernung der Sonne von der Erde mit einem Zoll annehmen, dann würde der nächste aller Sterne gegen 8 Kilometer von uns entfernt sein. Mira aber ist so weit ent fernt daß. wenn wir diesen Stern am Rachthiminel erblicken, wir das Licht sehen, das vor fast 160 Iah ren von ihm ausgegangen ist, und dabei ist dieses Licht etwa 26 Millionen mal größer als das unserer eigenen Sonne. Aber auch Mira ist im Verhältnis zu anderen Himmelskörpern noch nicht sehr weit von uns entfernt, denn nach neuesten Berechnungen be trägt die Entfernung des Andromeda-Nebels von der (Erbe 950 000 Lichtjahre, so daß das Licht, das unser Auge sieht, von diesem Nebel vor etwa einer Million Jahren ausgegangen ist.
Schlank sein heißt jung fein! tiebermähige Körperfülle macht alt und setzt ba» Wohlbefinden herab. Wir raten Ihnen, in der Apotheke 60 oder 30 Gramm echte Toluba-Kerne zu kaufen, die unfchädliche Stoffe von fettzehrender Wirkung enthalten. Sicher: tiniversttäts«Apotheke „3um goldenen Engel". 2992A


