Ausgabe 
31.10.1924
 
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ß 11. uon 6er QanbeAuntbernröt. Sic «rftt feierliche 3nmiatrtluIattDn findet morgen ßanltag, milt^gs 12 Uhr im UnfoerTitätige- baute statt.

" D i e November-Miete. Wie bai Ministerium für Arbeit und Wirtschaft bekannt- gibt, bleibt die für den Monat Oktober festgesetzte Mielpreisberechnung auch für den Monat Novem- ber bestehen.

Die Ei n reife in daS besetzte Ge - biet. Die Industrie- u. Handelskammer in Wetz­lar teilt mit: .Da in verschiedenen Ärefen immer noch eine gewisse Unklarheit herrscht über bie derzeitigen Verkehr svcn haltnts'e zwischen dem be­setzten und dem unbesetzten Gebiet, wird noch­mals daraus h»ng«vi?s<m, dah t4c Einreise in d.iS besetzte Gebiet wieder frei ist mit der einzigen Ausnahme, dah sänrrlichs Personen über 16 I h e im Besitze eines von der deut'chen Polizeibehörde ausgestellten Persrnral arswei'es oder eines deut­schen Reisepasses sein müssen."

spd. Gesuchte Ne ichstagsabgeord- ncte. Die amtlichen Pokizciblatter verössentllchen Ausrufe, in denen zur Fahndung auf de bis­herigen kommunistischen Reichst:gsabg wrdneien Elfriede Volke, Iwan Katz Strätzel, Ernst Thäl­mann, Hugo Urbans, Karl D erath, Anton Gry- Icto.c), Paul Schlecht. Werner Schalem, Wilhelm Florin, Johannes c leit er und Robert Nedder- meyer aufgeforbert w cd. Die genannten Per­sonen, deren Bilder auch veröffentlicht werden, haben sich, der Anklage des OberreichSanwalts zufolge, des Hochverrats schuldig gemacht.

* Führertag des VH E. Ein Führer­tag des 2ung-VHE., zu dem die Vertreter aller Zweigvererne tes VogelS bery-r HöheTiüubs ge­laden sind, findet morgen und übermorgen in Frankfurt a. M. statt. Ein wichtiger Punkt der Tagesordnung ist die Beschleunigung der Iung- VHE-Tc-t aus der Herchenhainer Höhe, die Er­bauung einer Jugendherberge in der Nähe des Ehrenmals für die im Weltkrieg Gefallenen

-o.E r i st schon auf der Dahn". Irgendwo im Hessenlande hat sich eine Gemeinde an die Uebrrlandzentvale ange'chlosset, aber schon nach wenigen Tagen versagt die elektrische Licht­anlage. Der Burgermeiter des betreffenden Ortes wendet fich an den nächsten Vertreter der A. E. G. l Allgemeine Elektrizi tats-Gefellschaft) mit der Ditte, möglichst rasch einen tüchtigen Monteur zu schicken, der den Schaden crusve fern soll. Der Beamte der betreffenden Gesellschaft will dem Ortsoberhaupt von feiner bereitwilligen Hilfe Kenntnis gebet, und adressiert eine Postkarte an den Bürgermeister. Auf der Rückseite der Karte beginnt er zu schreiben: A. E. G. 19. 5., da

laNest das Telephon und ruft ihn für eine Zeit- lang vom Schreibti'ch hinweg Inzwi'chrn gelangt die Karte durch ein Versehen unter die übrigen Postsach-n und kommt so in die Hände des Bür­germeisters Dieser liest die ihm unbeareislichen Zeichen und kann sich nicht- dabei öenfe i Kurz entschlossen geh', er zum Nachbarn, um ihi um Rat zu bitten Der Nachbar betrachtet sich die Postkarte und sagt bann: ,3a, lieber Bürger­meister, da ist guter Rat teuer! Ich 1ann mir - nur so erklären: Die Leute in der Stadt Haien wenig Zeil: da lieben sie e-, in Abkürzungen zu schteioen. Die Zeichen A. E. G. 19 5 kennen r.ue bedeuten: .Allg meines Evangeli ch«s Gc angduch, Lied Nr. 19. Vers 5." Er greift nach seinem Bücherbrett, holt das Gesangbuch hervor, schlägt auf und liest folgende Worte vor

»Er w rd nun bald erfchoi7«n In feiner Herrlichkeit Und Euer Leid und Weinen * Verwandeln ganz in Freud'; Er ist s, der halfen tonn. Macht Eure Lampen fertig Und seid stets sein gewärtig! Er ist schon auf der Bahn!"

Turnen, Sport und Spiel.

Tport oder Vergnügen?

S. Frankfurt a. M, 30. Oft. Die Fl-snk» furte: Oeffentlichkeit steht äuge Blickt ich fast g> z im Zeichen der Frage, ob die grofjen Fu hball- sPie le als Sport oder als Vergnügen anzusehen sind. Da die Wa-H'eu noch etwas in der Ferne liegen, hat man Zeit, sich mit dienern Problem zu beschäftigen, und Ar ikel von h .ben und drüben füllen die Spaltet der Tageszeilun- gen. Es handelt sich um den schm berichteten Fall derEintrach t", die ouf dem Spielplatz von Beamten des Magistrates gepfändet wurde. Die .Eintracht" scheint in die'em Falle Im Unrecht zu sein, da der QEa^iftra: nur für zwei Spiele gegen Beruf ss vieler die Steuer verlangte und die »Eintracht' auch ein: raten­weise Zahlung der Steuer ablebnte, toe.l sic im Recht zu sein glaubte Andererseits hätte der Magistrat besser den Ausgang des einmal beschrittenen Rechtsweges abwarten sollen. Jeden­falls sind die Gemüter erregt, und dazu kommt gerade jetzt eine Entscheidung eines Frankfur­ter Gerichts, die sich allerdings mit einen früheren Fall cbesafU. Hier Lärm das Gericht zu einer Verurteilung der Sportver­eine, da die groben Spiele mehr der Schau' tost, als dem Sport dienten. Den Sport konnten

bie 22 Spieler auch ohne die Zuschauer treibst, und aus der Reklame gehe ebenso wie aas ien hohen Eintrittspreisen he vor, bah man mit die­sen Veoanstal ungen Geld verdienen wolle Wir lönnen u:s diesem Standpunkt de» Gerüchts nicht ganz anschlieben, denn wenn mit die en Spielen auch von den Vereinen Geld verdient werden soll und verdient wirb so darf nun doch nicht Der* gessen, dab dies Geld wieder für s p örtliche Zwecke auSgegeben wird und damit doch der Ertüchtigung der Jugend dient. Lede falls find die Frankfuner Vorgang.' für die fpor.- treibende Bevölkerung deS ganze, Reiches von Bedeutung.

Don Hessen nach Berlin in 3 . Stunden.

Darmstadt, 30. Oft <Eigen. Bericht.) Der Flieger Bctsch flog gestern mit einem Segelflugzeug der Bchnoedarf A -G. das mit einem 3,dpserd?gen Hilfsmotor ac^gerrststet ist, von dem Flugplatz Babenhausen bis nach Berlin in etwa 3*/s Stunden Die zurück­gelegte Strecke beträgt rund 500 Kilometer. Belsch hatte an den letzten Flugtagen in Darmstadt i Füofländerflug) teilgenommen und mehrere Preise bato:igctragen. LXcs Flugzeug der Bahn- bedari A -G wiegt einschliehlich des Betriebs­stoffes 150 Kilogramm: es entwickelte bei dem letzten Flug eine Geschwindigkeit von 14 3 Kilo­meter in ber 6tunbe.

Buntes Allerlei.

Heldinnen der Dvgelwelt.

Auch in dem kleinen Vogelkörper kann eine Heldenseele wohnen, und zwar ist cJ das Weib­chen, das erstaunliche Probei von Tapferkeit und . Opfermut zeigt, wenn es fich darum handelt, die | Jungen zu verteidigen. Das Männchen, das bei feinen Kämpfen mit den Nebenbui-.ern um die Erkorene seh- tapfer sein kann, erw.i t sich, wenn es Familienvater geworden ist, o!s ein Feigling der die Verteidigung des häuslickru He.ces der Mütter übersä hlIch erinnere mit) auf meine i langjährigen Beobachtungen nur ei. es einzi en Falles, in dem der männlidje Vogel sein Leben tt-agte1, schre bt bei englische Ornithologe Oltvec G. P.ke in einem den Heldinnen der Vogeln>elt gewidmeten Aussatz.Die'e Ausnahme war ein Rabe, und er starb in einem erfolgreichen Kampf, den er zum Schutze seiner Gefährtin, des Restes und der Eier unternahm. Sonst sind es stets Weibchen, deren Heldenmut man bewundert Ich ging einstmals an einer Ei en bah, strecke entlang, als ich ein weibliches Draunkehlch.m in grösster Erregung schreien hörte. Ich eilte zu der Stelle,

wo biete Schreie herkamen, und fand die kleine Mutter be. dem verzweifelten und vergeblichen Versuch, die Flammen anszu treten. die infolge eines von ber vorbei fahrenden Maschine bernib- renben Funkens ihr Rest ergriffen hatten. Das Mänrrchen flog um das Feuer Horum, ohne zu triffAi, was zu tun fei. und hielt sich einige Meter von den Flammen fern. Das Weibchen aber wich nicht von der Stelle unb bitte schon einige Brandwunden, alS ich das Feuer auslöschtc. Ein Rott, hlchonpaar. mit denttr^M^ auf freundschaftlichen Fast: stand, baute sem Rest in dem Loch eines abflt(iorbcnen Baumsnirnpses. Die Jungen waren bereits ausgeb Üte», axr noch nicht imstande ihr Heim zu v.-rlaisen Als ich mich dem Rest näh.rte, fand ich das Weibchen im Zustande gröst.er Erregung unb sah, dast ein Wiefel um das Rest berumstrich Ich ver- 'ch.mchte das gefrdflige D'er. aber ich befürchetc, hab eS spater wieder l.-mmcn würde, beim ba» Wiesel gib! nicht Io lucht ein Mahlzeit aus. die es einmal gewittert hat Al» ich am anderen Morgen wieder zu dem Baumstumpf kam. konnte ich mir bie Tragödie vor gegenwärtigen, die sich wahrend der Nacht er eignet ha.te ^er sch! mme Jäger war zuruckgekehri. und ein verzweifelter Kampf Ixitte sta'tgefunden. Als das Wie el fei­nen Angriff machte, muhte die Muller sich am Eingang des Loches ausgestellt und mit ihem Schnabel unb Flügeln veracht baden, den Feind zu verscheuchen. Das Rotkeh chen wuhte, da st es bem übermächtigen Gegner gegenüber aus einem verlorenen Posten stand. Abe: statt fortzusl.eee!'. kämpfte eS bis zum bitteren Ende, und daS Wiefel fand den Zugang zu den Jungen nur über seine Leiche."

Kirchliche Nachrichten.

Katholische Gemeinde«.

Gießen. Freitag, 31. Oktbr. 4", und 7 Beichte 8 Andacht m. Segen Samstag, den 1. November Allerheiligenfest. 6' , Deichte, 7 Messe. 8 Korn.. 9 Hochamt m. Pr^ 11 QHefTe m. Pr., 5'/, Rosenkranzandacht m. Segen. 47, u. 7 Deichte. Von 4 ,-6' , und von 7-8 wird ein fremder Priester Deichte hören

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Die Gemeinde Langgöns beab- sichtigt einen zirka 14 Zentner schweren Vogelsberger Dullen auf dem Sub« misnonswege zu verkaufen. Angebote hierzu müssen bis zum Dienstag, dem 4. November, nachmitt. 4 Uhr, im Amtszimmer der Bürgermeisterei Langgöns abgegeben werden, woselbst anschließend die Oeffnung der An­gebote stattstndet.

BuOcnanfauf.

Fernerhin beabsichtigt die Ge­meinde Langgöns einen Vogelsberger Bullen zu erwerben. Besitzer von solchen Tieren wollen ihre Angebot, bis zu dem oben angegebenen Ter­mine im Amtszimmer der Bürger­meisterei Langgöns abgeben.

Langgöns, den 30. Oktober 1924.

Hessische Bürgermeisterei.

___________Müller.8484V

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