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lt SutBenghU. -erreichte Höhe 1200 Meter, bei Klasse C Zuteilung kam erst >e erfolgen.)

l u g. Wird tvegen il auggetragen. Stafette 1, Sek, Stafette J/SJ 10 Sek, Stafette 3 n 9 Sekunden.

mstadt, 29. Sept. ° Flug, der anMch rbs in Damstadt über th, Stuttgart, KarlS- er zurück nach Sann» vier Flieger am vor Dotsch-Ächn- Kahenstein. 5er Ibr; als letztes Flug- Zunkersverkhrsünwu- Lieb am Steuer und ins, Emll Schtoarz, ng über Aschaffenburg, Marktheidenfeld nach Flugzeug um 5.47 Uhr m später landete als nlnehmer Heck: tun ch auf, dessen Landung -de, da die beiden an- 5.47 Ähr und 6 Uhr ?ten, wo sie wvhlbehal- z Ifagphi) landeten jen Leilnchmern an. charg starten, wührend uge am g$Men Tage .en.

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1924 1Z2M 2,02 .. 0,37 .

1913 0,23 W 0,12 rr 0,08 ° u.

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erliche Belastung chlaud.

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plyrstlyeBdaftimg von über 3 TttLi. start zu trugen. 3mBergbau betrag, auf die Tom« Förderung umgerechnet, in dem letzten Friedens- jaßre die steuerliche 'Befaftung rmö 22 Pf. oder 1,8 Prvz. vorn Umfaß. 3n den letzten Monaten bÄief sie sich auf 8,5 Prvz. vom Ulms ah, ober beinahe aus das Fünffache der letzten FriedenS- Dahre. Mein die Gewerbesteuer ist von 0,6 Prvz. aus 2 Prvz. gestiegen. Bei bedeutenden Firmen des Großhandels betrug die Gesamtsten er- betafhmg im Jahre 1913 0,45 Proz., 1924 da­gegen 3L Prvz. vom Ulmsatz. Mein die Belastung an Einkommen- und Gewerbesteuer wird hier a if rund 65 Prvz. vom Reingewinn errechnet. Eine Nachprüfung bei altangesehenen Lebensmittel- firmen hat ergeben, daß die steuerliche Belastung im LebenSnrittelhandel im Iahoe 1913 0,40 Proz., im Sabre 1924 dagegen 4,35 Proz. auSmachte; während sich 1913 eine Belastung des Gewinnes von 17 Proz. ergab, kann man jetzt eine solche von 330 Proz. errechnen. 3n der Elekt r iz i- tätSindustrie betrugen die Summen 15 bts 20 Prvz. des Strompreises; die steuerliche Be­lastung beträgt daS drei- bis fünffache deS im Ausland üblichen. Bei bedeutenden Werken der Metallindustrie betrugen in den letzten Friedens- jahren die steuerliche Lasten 3,43 Ml. auf je 100 Mt. der ausg»ahlten Löhne, 1924 aber nicht weniger alS 25,90 Mt. 3n der Vorkriegszeit ent­fielen von dem auSgeworfenen Gewinn auf 100 Mk. durchschnittlich 13,27 Mk. an Steuern, jetzt ergeben sich die gleiche Rentabilität vor­ausgesetzt, was aber vermutlich nicht eintreffen, wird 94,40 Mk Bei der Landwirtschaft entfielen bet gut geleiteten Gütern vor dem Kriege an Steuern auf 100 Mk. Ulmsatz 4,20 Mk., jetzt aber 16,90 Mk.: auf je 100 Mk. Arbeitslohn tarnen früher 20 Proz. Steuern, jetzt aber 121 Mk.: auf 100 Mk. Reinertrag entfielen früher 24,60 Mk. Steuern gegen 121 Mk. jetzt.

Alle diese Beispiele zeigen, daß die Steuern in der Mehrzahl der Fälle nicht mehr vom ftnfontniCT gezahlt werden können, fonbern vom QJermögen genommen werden müssen. Das bedeutet, daß die Vermögen in Deutschland lang­sam. aber sicher weggesteuert werden, und das) mtt dem Fortschreiten dieses Prozesses eine auto­matische Verringerung der Veschäftigungsmöglich- tett und der Steuereingänge sich ergibt. Sonder­bar ist nur, baft von ben enormen steuerlichen Gingängen in ben öffentlichen Kassen nicht viel gu spüren ist. Dieser Umstand beweist, baff bte Steuererhebung so große Mittel verschlingt, baß 6er übrigbleibende Betrag verhältnismäßig gering ist.

*

Der deutsche Außenhandel im August 1924.

Da die statistische Erfassung der Ein- und Ausfuhr des besetzten Gebietes im Monat August noch immer nur in unvollkommener Waise mög­lich war, enthält die Handelsstatistik die gleichen .Fehlerquellen wie in den Vormonaten.

3m August hat sich, wenn auch in verlang­samtem Tempo, im Außenhandel die Bewegung des Vormonats fortgesetzt: Rückgang der Einfuhr und Belebung der Ausfuhr. Während die Einfuhr eine erhebliche Verminde­rung aufweist (um rund 108 Mill. Gin. gegen­über dem Vormonat), zeigt die Ausfuhr nur eine leichte Steigerung (um runb 16 Mill. Gm. gegenüber dem Vormonat). Die Bilanz der durch die Slatifht erfaßten Ein- und Ausfuhr weist im August eine Aktivität von rund 140 Mill. Gold mark auf. Der Einfuhr rückgang gegenüber dem Vormonat erstreckt sich hauptsächlich auf Roh­stoffe und halbfertige Waren (um rund 55 Mill. Goldmark, und fertige Waren (um rund 52 MM. Goldmark-. Die Einfuhr von Lebensrnitteln und Getränken ist mengenmäßig auch zurückgegangen, dem Werte nach jedoch leicht geftiegen. Die Ein­fuhr an lebenden Tieren hat sich ebenfalls etwas gesteigert. An der geringen Ausfuhr fteigevung find alle Gruppen beteiligt.

* Dor der Beseitig ung der De - disenverkehrsbeschränkungen. Dte Reichsregrerung kann sich den gewichtigen Grün­den, die die Wirtschaft feit langem für die Auf­hebung der Devisenverkehrsbeschränkungen vor­bringt, nach der Annahme der Dawes-Gesetze nicht mehr verschließen. Die Aufhebung kann aber nicht eher erfolgen, als bis auch die wesent­liche Voraussetzung für bas Inkrafttreten ben Dawes-Gesetze, das Zustandekommen der 800- Millionen-Mleihe, gesichert ist, da inzwischen noch beunruhigende Momente auf ditz Währung zurückwirken können. Sobald die Verttäge über die Anleihe unterzeichnet sind, wird der Reichs- wirtfchaflsminister die Devisengesetzgebung außer Kraft sehen. Aufrechterhatten bleiben vvrläusig der Einheitskurs und diejenigen Bestimmungen mehr gewerbepolizeilicher Ratur, die die De­visenbanken, Wechselstuben und Devisenmakler be­treffen, aber auch diese Desttmnrungen werden« den veränderten 1 Ulmständen angepatzt werden. Der Abbau des Kommissars für die Devisen­erfassung war bereits feit langem für den 30. Sep­tember vorgesehen; da eine Verlängerung feiner Tätigkeit für bte Ulebergangszeit nicht mehr er­forderlich erscheint, wird an diesem Zeitpunkt festgehalten: seine Geschäfte werden bis zum Außerkrafttreten der Devisengesetzgebung vom Reichswirtschaftsministerium erledigt.

* Industrie, Ha ndel und Gewerbe erhalten Rachlaß für Zahlung der Rentenbankzinscn. Vom Reichsfinanz­ministerium wird amtlich mrtgeteilt: Wie kürzlich bekanntgegeben worden ist. hat die Landwirtschaft zum 1. Oktober 1924 einstweilen nur die Hälfte bei- aus ben Rentenbairkbescheiden ersichtlichen Halbjahrszinsen zu entrichten, während der Rest er-st später entrichtet zu werden braucht. Die mcßgc6cnben Stellen haben sich nunrnehr ent­schlossen, auch ben industriellen, gewerblichen and MMMCMt. I. ILIEMMtIM[WB

£)anDecrocmeben ernfchkteßkch wer Santen nach­zulassen, die btS zum 8. Oktober 1924 yi leisten­den Halbjahrs zinsen bis zu diesem Zeitpunkt nur zur Häufte $i entrichten die zweite Hälfte ist ohne weitere Zahlungsaufforderung bis zum 15. Januar 1925 zu zahlen.

Frankfurter Gasgesellschaft 2L- G., Frankfurt. Die Gesellschaft, an der be­kanntlich neuerdings die R.E.W. Einfluß gvrrotu­rn en haben, teilt mit, daß in diesem Jahre ein Geschäftsbericht nicht torgelegt werben wirb. Die G.-D. wird nur über die Papiermarkbilanz Be­schluß fasten.

Börsenkurse.

9n Billionen Prozent

Tahmr

Berliner Börse.

Anzeiger")

Banknoten.

(Ohne Gewähr.)

(Eigener Drahtbericht desGießener

Berlin, 29. Sept. Die Börse war heute in Anbettacht des hohen jüdischen Feiertages nur sehr schwach besucht. Trotzdem entwickelte sich auf allen Märkten ein wesentlich lebhafteres Geschäft, als an den vergangenen -Lagen. Am Anleihemarkt ergab sich unter dem Em-

Wo Deutsche RetchScmlethe .

<% Deutsche RetchSanlelh« . 6'/,'/° Deutsche Reichsanleihe 8®/o Teuffche RetchSanletde . Deutsche Suaivraimenaalelh« 4®jo Preußische Äonfoll . . .

8% Hessen...........

Deuttche Strtb. Dollar-Anl. bto. Doll-Schatz-Anwetiag.')

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5°/o «oldmerikauer I

Berliner HandelSaesellfchaft Commerz- und Pnvat-Bank Darmst. und Nartonalbaak . Deutsche Bank.........

Deurs«e BereinSbank .... TtSconto Lommandit .... Mrtallbank...........

Mitteldeutsche Treditbank. - cesieereichtsche ttrtbftanflatt Westbank............

Lochumer Guß .....

Buder. <S............

Toro............ .

Deutsch Lurembnrg Gelsenkirchener Bergwerke . > Harvcner Bergbau.....

Kaliwerke Aschersleben. . . . flalltofrf Westeregeln.....

Laurahütte.....

Oberbedarf...... ,«. .

Phöust Bergbau Rhetnitabl.........

Niebe-lJJ/ontan........

TelluS Bergbau .

Homburg-Amerika Paket. .. Norddeutscher Llohd.....

Theramische Werke Albt» . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......

Anglo Tont -Guano .... Badische Anilin........

Cbcmische Mayer Slapd» . . Goldschmidt..........

Griesheimer Electron . . .. Höchster Farbwerke Holzverkovlung..... . .

SiüwcrS merke.........

Echcideanstalt.........

All«. ElektrizitätS-Gesellschast Bergmann...........

Maiukraftwerke ........

Schubert......

SienrcnS <6 Halske ......

Adlerwerke K le per ...... Daimler Motoren. ..... Hcyliaenstacdt Meguin........

Frankfurter Armaturen . .. Konservenfabrik Braun . . .

Schuhfabrik Herz . . . . . . . Sichel .........

Zellstoff Waldhof.......

Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Wogbäusel . . .

) Dom Rückzahlungswert.

Devisenmarkt DerlkuFrankfurt a. M.

(In Billionen Mark auSgedrückt. Buenor-Atre-, London. Nea» York, Japan, 01 lo de Janeiro für eine Ttnhett, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alle« übrige für 100 Einheiten.«

Telegraphische Auszahlung,

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß.

Schluß

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26. Septbr.

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Italien. . .

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voll voll

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voll voll

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voll voll

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voll voll

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voll voll

Berlin, 29. Sept.

Geld

1 Repan. Briet | W.

Amerikanische Note» .....

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voll

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Dänische Noten . . . . e e .

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voll

Französische Note» ...... .

Holländische Noten ......

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162,62

voll voll

Italienische Noten ......

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18,55

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voll

(»orwcgische Noten......

18,60

voll

Teuksch festere.,i 100 Krvnm

5,92

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voll

Niiuiänilche Noten ......

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2,165

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80,20

voll

Schwedische Noten ......

voll

Schweizer Noten.......

voll

PpnnHrfii" Noten .......

55,76

66,04 12,535

voll

TschttLoslowakische Note» . . Unaartsche Note»......

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voll

6,40

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voll

stutz von DsckangStSufen der Baistespekulattvn eint mäßige Erhöhung des KurSmvvaüs Die gesamte Börse verfolgt die Vorgänge am An­leihemarkt mtt lebhaftem Interesse Die Börse ton flattert mit Genügt u ung. daß der Anlethe- st u r z bei vergangenen Woche bisher keine Zahlungsschwierigkeiten nach sich ge­zogen hat und erblich darin em beruhigendes Zeichen für die innere Gesundung des Wert­papiermarktes. Oluf Mark! der Industrie­papiere gestaltete sich daS Geschäft ziemlich lebhaft. Die Hoffnung, baß die Repara- livnSanlei he in allernächster Zett zur Aus­legung kommt, und auch die Aussicht, daß die privaten Anleiheverhandlungen mit dem Ausland sehr bald günstige Ergebnisse zeigen werden, regte die Kauslust erheblich an. Es lagen auch beachtenswerte Kaufaufträge a-i8 Industrie­kreisen vor; dieS machte sich besonders am Mon- tanmaiti bemerkbar, wo sich das Kursniveau der Industriewerte zum Teil sehr beachtens­wert verbesserte. Die Geldmarktlage axir etwaS leichter. Die Lage am Devisen markt war unverändert.

Franksurler Börse.

(Eigener Drahtbericht deS .Gießener Anzeiger".)

Frankfurt a. M., 29. Sept. Tendenz: Gut erholt. Die Börse war zu Wochenbeginn infolge der hohen jüdischen Feiertage recht schwach besucht, der Verkehr nahm einen ruhigen Verlaus. Die Stimmung auf dem An leihemark t hat einen vollständigen Umschwung erfaß­ten, indem sie wieder wesentlich zuversichtlicher geworden ist und man auch in der Aufwertungs­frage einen neuen Optimismus zeigt. Man nimmt allgemein an, daß in der Aufwertungsfrage doch noch etwas geschehen müsse. Auch für Aktien- toerte macht sich eine günftigerc Stimmung be­merkbar, namentlich im Hinblick auf die stetige bessere Beuiceilirng der Wirtschaftslage. Beson­ders Montan- und Chemische Offnen waren leb­hafter gefragt, und es ließen sich hier Kursbesse­rungen bis zu 1V2 Billionen Prozent beobachten. Bankaktien waren vernachlässigt. Maschinenaktien dagegen ziemlich fest. Dec Einheitsmarkt der In- dustriepapiere hatte sehr ruhiges Geschäft, aber feste Haltung. Der f r e i e M a r l t litt unter star­ker Umsatzlosigkeit. Api 2%, Decker-Stahl 0,95, Denz 31/g, Krügershall 73/4, Ufa 11, Growag 0,170. Olm Geldmarkt blieb Monatsgeld mit IV16 bis P/e Prozent eher flüssig. Olm Devisen­markt hatte der Usancenverkehr geringen Um­fang. Das englische Pfund wurde etwas niedriger genannt, gegenüber Kabelauszahlung Reuyork mit 4.87 Stollar umgesetzt. Der Pariser Frank wird in Pfundparität mit 84,95 und in Dollar­parität mit 19,02 umgefetzt. Im weiteren Derlauf schrumpfte das Geschäft weiter zusammen. Die Stimmung blieb aber sest.

Märkte.

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht deS .Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 29. Sept. Es wurden notiert: Weizen, Wettevauer 24,50 bis 25,50. Roggen, inländ. 23 bis 23,75 Sommergerste für Drauzwecke 25,50 bis 27 50, Hafer, inländ. 22,50 bis 23,50 Mais (gelb) 19,75 bi« 20, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 36 50 Jn« 37.25. Roggenmehl 32 25 bis 33. Weizenklete 12,75 bis 13, Roggen- kleie 12,50 bis 12,75 Mk. Tendenz unverändert.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 29. Sept. Auftrieb: 2857 Schweine. Es wurden notiert: Schweine, voll­fleischige, von 80100 Kilogramm 8084, voll­fleischige, unter 80 Kilogr. 6580, vollfleischige, von 100120 Kilogr., 8587, vollfleischige, von 120150 Kilogr., 8486; Fettschweine über 150 Kilogr., 8486; unreine Sauen und geschnittene Eber 7078. Marktverlauf: bei lebhaftem Han­del nahezu geräumt.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 29. Sept. 0kn Pvoduktenmartt war auf höhere amerikanische Meldungen "Roggen wie­der 34 Mk. gesteigert. DaS Geschäft blieb ruhig. Cs wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märt 229 bis 237, Roggen, märf. 223 bis 228, Gerste, märt. 225 bis 250, neue 200 bis 210, Hafer, märt. 183 bis 191, Raps 345 bis 350, Leinsaat 440 bis 450; für je 100 Kilo: Weizenmehl 32,50 bis 35,50, Roggenmehl 31,50 bis 34,25, Weizen- tleie 14,40 bis 14,75, Roggenkleie 12,80 bis 13, Diktoriaerbsen 32 bis 36, kleine Erbsen 22 bis 26, Sattererbfen 19 bis 20, Peluschken 17 bis 19, Ackerbohnen 20 bis 22, Wicken 17 bis 18, Lupinen, blau 14 bis 15, gelb 16 bis 19, Serra­delle, alt 15 bis 18 Rapskuchen 14,80, Leinkuchen 25 bis 26, Trockenschnitzel 13,60 bis 13,80, Torf- melaste 9, Kartoffelflocken 18,50.

Buntes Allerlei.

Ausdehnung des parlamentarischen Boxsportes.

Jetzt hat auch Dresden seine parla­mentarische Ilias. Im Stadtverordnetenkollo- gium saßen die Marrnen, und aus dem Gehege der Zähne des Sozialdemokraten Rötsch entfloh zu einem Kommunisten das SchmähwortGfältger Pinsel".Kassensttolchl", war die renn- niszenzenreiche Antwort. Runmehr begann der Kampf. Rötsch bewegte seine Fäuste mitsamt den ihm eben noch vorgeworsenen langen Fingern auf der Disäge des Klassen bewußten. Mehrere mifch- ten .sich ein; die Frauen kreischten auf. Dann wurde der Laden geschlossen, und schönver­bunden" zog 'man von barmen.

Dazu sind wir gut genug.

Im Jahre 1920 ist beim Sekretariat des Völkerbundes eine besondere Abteilung für hygienische Fragen eingerichtet worden, der sog. Gesundheitsrat- Seine Arbeit hat sich besonders auf Vereinhettlichung und Ausgestal­tung der Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung

erstreckt. Wie Prvtestvr ötetitfixg (Hautdurgf w der Deutschen Medizinischen Wochenschrift be­richtet, ist dabei auch Deutschland der ihm ge­bührende Platz eingeräumt worden. Bei Kursen für Aerzte, die in Warschau. Moskau und Char­kow abgehalten werderi, waren deutsche Aerzte alS Lehrer hervorragend beteiligt. Echt Völ­kerbund: Wo man von uns profitiert, da sind wir 's Schätzchen, aber wenn wir auf Vorteile rechnen, bann kennt man uns nicht jedenfalls nicht anders als solche, deren Kriegsschuld causa judicata feil

Biichcrtisch.

Die Französischen Dokumente zur SicherheitSsrage 1919 192 3. (, Urkunden über die Verhandlungen bett Sieber» heitSbürgschaften gegen einen deutschen Angrisf".) Amtliches Gelbbuch des französischen Ministe­riums der Auswärtigen Angelegenheiten. Deutsch« Ausgabe, mit einer Einführung von Hermann Oncken. Ladenpreis: In Pappe gebunden 10 Gold­mark. Deutsche VerlagSgesellschaft für Politik und Geschichte m. b. H. in Berlin W 8. Unter den Linden 17/18. DaS deutsche Volk erhält in diesem Buch Einblick in eine Publikation des sranzösifchen Ministeriums der Auswättigen An­gelegenheiten. die zugleich alS historisches Doku­ment wie als tagespolitische Erfchetnuna von größter Bedeutung ist. Die sranzösische Regie­rung hat die Attensammlung, in der sie die Ver­handlungen der letzten fünf Jahre über die ihr zustehenden SicherbeiiSgarantten gegen einen deutschen Angriff zufammengestellt hat. mit der bekannten Denkschrift des Marschalls Foch> ein­geleitet, die den Rhein alS militärische West grenze deS deutschen Volkes for- bert:Deutschland muß am linken Rhein iser jede Angriffsmöglichkeit, jeder Wassenplatz, d. h. lebe Landeshoheit genommen werden." Dieses von Fixtnkreich in Versailles nicht erreichte, aber seitdem unausgesetzt angestrebte Endziel ist der Grundgedanke aller politischen Aktionen, über die das Gelbbuch berichtet. So ist eS das amt­liche Bekenntnis zu jenem Grobe- rungswillen geworden, der seit Jahrhun­derten die elementare Trieb kraft und große Tra­dition der französischen Polittk bildet; so läßt es den Deutschen die Gefahr, die deutschem Lande und deutschem Volkstum droht, in ihrer ganzen Größe und Furchtbarkeit erlernten. Das defensiv klingende Schlagwort von derSicherheit" soll in fast paradoxer Weife beputzt werden, um einen rein offensiven polittschen Gelenken, die gewaltsame Enteignung deutschen Landes der Welt plausibel zu machen und mit dem harm­losen Schein des Rechts zu umgeben. Damit er­richtet Frankreich einen aggressiven MtlttanS- mus, ber nur verstümmelte und wehrlose Nach­barn zu ertragen bereit ist. In Verbindung mit der Einführung, die Geheimrat Oncken zu der Aktenfammlung schrieb, wirkt der Band als eine Selbstenthüllung dieser fran­zösischen Croberungsmethode, für die Deutschland dem französischen Außenministerium geradezu dankbar sein muß.

James Drhce, Ame rfka alÄ Staat und Gesellschaft, übers von Pros. Tr. I. Singer <Der neue Geist, Verlag Dr. Peter Reinhold, Leipzig, 2 Bände). Amerika steht wie­der einmal im Mittelpunkt höchsten Interesse-: seine Beteiligung an der Durchführung des Da­wesgutachtens, ber Besuch bes Staatssekretärs Hugches in Berlin und nicht zuletzt die kommen­den Präsidentschaftswachlen, von deren Ausgang für Europa und namentlich für das unter der ReparattonSlast schier zu'ammenbrechende Deutsch­land so unendlich viel abhängt, lenken die Blicke der Europäer immer wieder hinüber zu der poli­tischen Sphinx jenseits des Ozeans. Kaum etn zweites Buch gibt es, das auf Grund genauester Kenntnisse der amerikanischen Vvlkspsyche, der Geschichte des amerilanisck)en Staatswesens und der politischen ZusammenhäTige ein Führer fein kann zu diesem immer und immer wieder für uns gleich rätselhaften Staatsgebildr der Reuen Welt. Cs ist außerordentlich dankenswert, daß der Verlag endlich von dem im Original schon lange hochgeschätzten Standardwerk eine Ueber- setzung veranstaltete, die als solche zwar noch manche Mängel aufweist, aber immerhin geeignet ist, weitesten Kreisen die Keimtnis amerikinifcher Verhältnisse zu vermitteln. Mit Rücksicht*aus die Bedeutung des Werkes, dessen besonderer Wert in ber ausgezeichneten Darstellung des ame­rikanischen Parteiensystems liegt, nimmt man auch die gehässige und sehr einsettige Einführung deS ÜeberfetzerS mit in Kauf.

Geschäftliches.

Eine Ausstellung für Damen mit Vorführung und Beratung durch eine ärztlich aus­gebildete Vertreterin über die bewährtesten HiffS- nrittel zum Erhalten und WieberHerstellen der Schlank^it, Schönheit, Gesundheit der Frau ver­anstalten auch in unserer Stabt die bekannten Thalysia-Werke", Leipzig-Con. 81, Wer am Besuch verhindert ist, kann sich von dort auf» klärende Drucksachen kostenlos kommen laßen. Rä­ßeres im Anzeigenteil.

Jubiläen. Die Handelskammer zu Ber­lin ßat dieser Tage an 24 kaufmännische Ange­stellte und Reisend der Maggi'^^ellschast Dip­lome für langjährige treue Mitarbeit verliehen. Die so Ausgezeichneten stehen seit 25 bis 33 Jahren m den Diensten der Maggi -Ges ellscha.st, ge­wiß -ein schöner Beweis für das gute Einver­nehmen zwischen der Geschästslettung und ihrem Personal.

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