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lt SutBenghU. -erreichte Höhe 1200 Meter, bei Klasse C Zuteilung kam erst >e erfolgen.)
l u g. Wird tvegen il auggetragen. Stafette 1, Sek, Stafette J/SJ 10 Sek, Stafette 3 n 9 Sekunden.
mstadt, 29. Sept. ° Flug, der anMch rbs in Damstadt über th, Stuttgart, KarlS- er zurück nach Sann» vier Flieger am vor Dotsch-Ächn- Kahenstein. 5er Ibr; als letztes Flug- Zunkersverkhrsünwu- Lieb am Steuer und ins, Emll Schtoarz, ng über Aschaffenburg, Marktheidenfeld nach Flugzeug um 5.47 Uhr m später landete als nlnehmer Heck: tun ch auf, dessen Landung -de, da die beiden an- 5.47 Ähr und 6 Uhr ?ten, wo sie wvhlbehal- z Ifagphi) landeten jen Leilnchmern an. charg starten, wührend uge am g$Men Tage .en.
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1913 0,23 W 0,12 rr 0,08 ° u.
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plyrstlye ‘Bdaftimg von über 3 TttLi. start zu trugen. 3m ‘Bergbau betrag, auf die Tom« Förderung umgerechnet, in dem letzten Friedens- jaßre die steuerliche 'Befaftung rmö 22 Pf. oder 1,8 Prvz. vorn Umfaß. 3n den letzten Monaten bÄief sie sich auf 8,5 Prvz. vom Ulms ah, ober beinahe aus das Fünffache der letzten FriedenS- Dahre. Mein die Gewerbesteuer ist von 0,6 Prvz. aus 2 Prvz. gestiegen. Bei bedeutenden Firmen des Großhandels betrug die Gesamtsten er- betafhmg im Jahre 1913 0,45 Proz., 1924 dagegen 3L Prvz. vom Ulmsatz. Mein die Belastung an Einkommen- und Gewerbesteuer wird hier a if rund 65 Prvz. vom Reingewinn errechnet. Eine Nachprüfung bei altangesehenen Lebensmittel- firmen hat ergeben, daß die steuerliche Belastung im LebenSnrittelhandel im Iahoe 1913 0,40 Proz., im Sabre 1924 dagegen 4,35 Proz. auSmachte; während sich 1913 eine Belastung des Gewinnes von 17 Proz. ergab, kann man jetzt eine solche von 330 Proz. errechnen. 3n der Elekt r iz i- tätSindustrie betrugen die Summen 15 bts 20 Prvz. des Strompreises; die steuerliche Belastung beträgt daS drei- bis fünffache deS im Ausland üblichen. Bei bedeutenden Werken der Metallindustrie betrugen in den letzten Friedens- jahren die steuerliche Lasten 3,43 Ml. auf je 100 Mt. der ausg»ahlten Löhne, 1924 aber nicht weniger alS 25,90 Mt. 3n der Vorkriegszeit entfielen von dem auSgeworfenen Gewinn auf 100 Mk. durchschnittlich 13,27 Mk. an Steuern, jetzt ergeben sich — die gleiche Rentabilität vorausgesetzt, was aber vermutlich nicht eintreffen, wird — 94,40 Mk Bei der Landwirtschaft entfielen bet gut geleiteten Gütern vor dem Kriege an Steuern auf 100 Mk. Ulmsatz 4,20 Mk., jetzt aber 16,90 Mk.: auf je 100 Mk. Arbeitslohn tarnen früher 20 Proz. Steuern, jetzt aber 121 Mk.: auf 100 Mk. Reinertrag entfielen früher 24,60 Mk. Steuern gegen 121 Mk. jetzt.
Alle diese Beispiele zeigen, daß die Steuern in der Mehrzahl der Fälle nicht mehr vom ftnfontniCT gezahlt werden können, fonbern vom QJermögen genommen werden müssen. Das bedeutet, daß die Vermögen in Deutschland langsam. aber sicher weggesteuert werden, und das) mtt dem Fortschreiten dieses Prozesses eine automatische Verringerung der Veschäftigungsmöglich- tett und der Steuereingänge sich ergibt. Sonderbar ist nur, baft von ben enormen steuerlichen Gingängen in ben öffentlichen Kassen nicht viel gu spüren ist. Dieser Umstand beweist, baff bte Steuererhebung so große Mittel verschlingt, baß 6er übrigbleibende Betrag verhältnismäßig gering ist.
*
Der deutsche Außenhandel im August 1924.
Da die statistische Erfassung der Ein- und Ausfuhr des besetzten Gebietes im Monat August noch immer nur in unvollkommener Waise möglich war, enthält die Handelsstatistik die gleichen .Fehlerquellen wie in den Vormonaten.
3m August hat sich, wenn auch in verlangsamtem Tempo, im Außenhandel die Bewegung des Vormonats fortgesetzt: Rückgang der Einfuhr und Belebung der Ausfuhr. Während die Einfuhr eine erhebliche Verminderung aufweist (um rund 108 Mill. Gin. gegenüber dem Vormonat), zeigt die Ausfuhr nur eine leichte Steigerung (um runb 16 Mill. Gm. gegenüber dem Vormonat). Die Bilanz der durch die Slatifht erfaßten Ein- und Ausfuhr weist im August eine Aktivität von rund 140 Mill. Gold mark auf. Der Einfuhr rückgang gegenüber dem Vormonat erstreckt sich hauptsächlich auf Rohstoffe und halbfertige Waren (um rund 55 Mill. Goldmark, und fertige Waren (um rund 52 MM. Goldmark-. Die Einfuhr von Lebensrnitteln und Getränken ist mengenmäßig auch zurückgegangen, dem Werte nach jedoch leicht geftiegen. Die Einfuhr an lebenden Tieren hat sich ebenfalls etwas gesteigert. An der geringen Ausfuhr fteigevung find alle Gruppen beteiligt.
* Dor der Beseitig ung der De - disenverkehrsbeschränkungen. Dte Reichsregrerung kann sich den gewichtigen Gründen, die die Wirtschaft feit langem für die Aufhebung der Devisenverkehrsbeschränkungen vorbringt, nach der Annahme der Dawes-Gesetze nicht mehr verschließen. Die Aufhebung kann aber nicht eher erfolgen, als bis auch die wesentliche Voraussetzung für bas Inkrafttreten ben Dawes-Gesetze, das Zustandekommen der 800- Millionen-Mleihe, gesichert ist, da inzwischen noch beunruhigende Momente auf ditz Währung zurückwirken können. Sobald die Verttäge über die Anleihe unterzeichnet sind, wird der Reichs- wirtfchaflsminister die Devisengesetzgebung außer Kraft sehen. Aufrechterhatten bleiben vvrläusig der Einheitskurs und diejenigen Bestimmungen mehr gewerbepolizeilicher Ratur, die die Devisenbanken, Wechselstuben und Devisenmakler betreffen, aber auch diese Desttmnrungen werden« den veränderten 1 Ulmständen angepatzt werden. Der Abbau des Kommissars für die Devisenerfassung war bereits feit langem für den 30. September vorgesehen; da eine Verlängerung feiner Tätigkeit für bte Ulebergangszeit nicht mehr erforderlich erscheint, wird an diesem Zeitpunkt festgehalten: seine Geschäfte werden bis zum Außerkrafttreten der Devisengesetzgebung vom Reichswirtschaftsministerium erledigt.
* Industrie, Ha ndel und Gewerbe erhalten Rachlaß für Zahlung der Rentenbankzinscn. Vom Reichsfinanzministerium wird amtlich mrtgeteilt: Wie kürzlich bekanntgegeben worden ist. hat die Landwirtschaft zum 1. Oktober 1924 einstweilen nur die Hälfte bei- aus ben Rentenbairkbescheiden ersichtlichen Halbjahrszinsen zu entrichten, während der Rest er-st später entrichtet zu werden braucht. Die mcßgc6cnben Stellen haben sich nunrnehr entschlossen, auch ben industriellen, gewerblichen and ■■—MMM—CMt. I. ILI ■■—EMM—tIM ■[■■WB—
£)anDecrocmeben ernfchkteßkch wer Santen nachzulassen, die btS zum 8. Oktober 1924 yi leistenden Halbjahrs zinsen bis zu diesem Zeitpunkt nur zur Häufte $i entrichten die zweite Hälfte ist ohne weitere Zahlungsaufforderung bis zum 15. Januar 1925 zu zahlen.
• Frankfurter Gasgesellschaft 2L- G., Frankfurt. Die Gesellschaft, an der bekanntlich neuerdings die R.E.W. Einfluß gvrroturn en haben, teilt mit, daß in diesem Jahre ein Geschäftsbericht nicht torgelegt werben wirb. Die G.-D. wird nur über die Papiermarkbilanz Beschluß fasten.
Börsenkurse.
9n Billionen Prozent
Tahmr
Berliner Börse.
Anzeiger")
Banknoten.
(Ohne Gewähr.)
(Eigener Drahtbericht des „Gießener
Berlin, 29. Sept. Die Börse war heute in Anbettacht des hohen jüdischen Feiertages nur sehr schwach besucht. Trotzdem entwickelte sich auf allen Märkten ein wesentlich lebhafteres Geschäft, als an den vergangenen -Lagen. Am Anleihemarkt ergab sich unter dem Em-
Wo Deutsche RetchScmlethe .
<% Deutsche RetchSanlelh« . 6'/,'/° Deutsche Reichsanleihe 8®/o Teuffche RetchSanletde . Deutsche Suaivraimenaalelh« 4®jo Preußische Äonfoll . . .
••••••■••• 8% Hessen...........
Deuttche Strtb. Dollar-Anl. bto. Doll-Schatz-Anwetiag.')
**/» Zolltürken.........|
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Berliner HandelSaesellfchaft Commerz- und Pnvat-Bank Darmst. und Nartonalbaak . Deutsche Bank.........
Deurs«e BereinSbank .... TtSconto Lommandit .... Mrtallbank...........
Mitteldeutsche Treditbank. - cesieereichtsche ttrtbftanflatt Westbank............
Lochumer Guß .....
Buder. <S............
Toro............ .
Deutsch Lurembnrg Gelsenkirchener Bergwerke . > Harvcner Bergbau.....
Kaliwerke Aschersleben. . . . flalltofrf Westeregeln.....
Laurahütte.....
Oberbedarf...... ,«. .
Phöust Bergbau Rhetnitabl.........
Niebe-l ‘JJ/ontan........
TelluS Bergbau .
Homburg-Amerika Paket. .. Norddeutscher Llohd.....
Theramische Werke Albt» . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......
Anglo Tont -Guano .... Badische Anilin........
Cbcmische Mayer Slapd» . . Goldschmidt..........
Griesheimer Electron . . .. Höchster Farbwerke Holzverkovlung..... . .
SiüwcrS merke.........
Echcideanstalt.........
All«. ElektrizitätS-Gesellschast Bergmann...........
Maiukraftwerke ........
Schubert......
SienrcnS <6 Halske ......
Adlerwerke K le per ...... Daimler Motoren. ..... Hcyliaenstacdt Meguin........
Frankfurter Armaturen . .. Konservenfabrik Braun . . .
Schuhfabrik Herz . . . . . . . Sichel .........
Zellstoff Waldhof.......
Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Wogbäusel . . .
•) Dom Rückzahlungswert.
Devisenmarkt Derlku—Frankfurt a. M.
(In Billionen Mark auSgedrückt. Buenor-Atre-, London. Nea» York, Japan, 01 lo de Janeiro für eine Ttnhett, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alle« übrige für 100 Einheiten.«
Telegraphische Auszahlung,
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß.
Schluß
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stutz von DsckangStSufen der Baistespekulattvn eint mäßige Erhöhung des KurSmvvaüs Die gesamte Börse verfolgt die Vorgänge am Anleihemarkt mtt lebhaftem Interesse Die Börse ton flattert mit Genügt u ung. daß der Anlethe- st u r z bei vergangenen Woche bisher keine Zahlungsschwierigkeiten nach sich gezogen hat und erblich darin em beruhigendes Zeichen für die innere Gesundung des Wertpapiermarktes. Oluf Mark! der Industriepapiere gestaltete sich daS Geschäft ziemlich lebhaft. Die Hoffnung, baß die Repara- livnSanlei he in allernächster Zett zur Auslegung kommt, und auch die Aussicht, daß die privaten Anleiheverhandlungen mit dem Ausland sehr bald günstige Ergebnisse zeigen werden, regte die Kauslust erheblich an. Es lagen auch beachtenswerte Kaufaufträge a-i8 Industriekreisen vor; dieS machte sich besonders am Mon- tanmaiti bemerkbar, wo sich das Kursniveau der Industriewerte zum Teil sehr beachtenswert verbesserte. Die Geldmarktlage axir etwaS leichter. Die Lage am Devisen markt war unverändert.
Franksurler Börse.
(Eigener Drahtbericht deS .Gießener Anzeiger".)
Frankfurt a. M., 29. Sept. Tendenz: Gut erholt. — Die Börse war zu Wochenbeginn infolge der hohen jüdischen Feiertage recht schwach besucht, der Verkehr nahm einen ruhigen Verlaus. Die Stimmung auf dem An leihemark t hat einen vollständigen Umschwung erfaßten, indem sie wieder wesentlich zuversichtlicher geworden ist und man auch in der Aufwertungsfrage einen neuen Optimismus zeigt. Man nimmt allgemein an, daß in der Aufwertungsfrage doch noch etwas geschehen müsse. Auch für Aktien- toerte macht sich eine günftigerc Stimmung bemerkbar, namentlich im Hinblick auf die stetige bessere Beuiceilirng der Wirtschaftslage. Besonders Montan- und Chemische Offnen waren lebhafter gefragt, und es ließen sich hier Kursbesserungen bis zu 1V2 Billionen Prozent beobachten. Bankaktien waren vernachlässigt. Maschinenaktien dagegen ziemlich fest. Dec Einheitsmarkt der In- dustriepapiere hatte sehr ruhiges Geschäft, aber feste Haltung. Der f r e i e M a r l t litt unter starker Umsatzlosigkeit. Api 2%, Decker-Stahl 0,95, Denz 31/g, Krügershall 73/4, Ufa 11, Growag 0,170. Olm Geldmarkt blieb Monatsgeld mit IV16 bis P/e Prozent eher flüssig. Olm Devisenmarkt hatte der Usancenverkehr geringen Umfang. Das englische Pfund wurde etwas niedriger genannt, gegenüber Kabelauszahlung Reuyork mit 4.87 Stollar umgesetzt. Der Pariser Frank wird in Pfundparität mit 84,95 und in Dollarparität mit 19,02 umgefetzt. Im weiteren Derlauf schrumpfte das Geschäft weiter zusammen. Die Stimmung blieb aber sest.
Märkte.
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht deS .Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 29. Sept. Es wurden notiert: Weizen, Wettevauer 24,50 bis 25,50. Roggen, inländ. 23 bis 23,75 Sommergerste für Drauzwecke 25,50 bis 27 50, Hafer, inländ. 22,50 bis 23,50 Mais (gelb) 19,75 bi« 20, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 36 50 Jn« 37.25. Roggenmehl 32 25 bis 33. Weizenklete 12,75 bis 13, Roggen- kleie 12,50 bis 12,75 Mk. Tendenz unverändert.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 29. Sept. Auftrieb: 2857 Schweine. Es wurden notiert: Schweine, vollfleischige, von 80—100 Kilogramm 80—84, vollfleischige, unter 80 Kilogr. 65—80, vollfleischige, von 100—120 Kilogr., 85—87, vollfleischige, von 120—150 Kilogr., 84—86; Fettschweine über 150 Kilogr., 84—86; unreine Sauen und geschnittene Eber 70—78. Marktverlauf: bei lebhaftem Handel nahezu geräumt.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 29. Sept. 0kn Pvoduktenmartt war auf höhere amerikanische Meldungen "Roggen wieder 3—4 Mk. gesteigert. DaS Geschäft blieb ruhig. Cs wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märt 229 bis 237, Roggen, märf. 223 bis 228, Gerste, märt. 225 bis 250, neue 200 bis 210, Hafer, märt. 183 bis 191, Raps 345 bis 350, Leinsaat 440 bis 450; für je 100 Kilo: Weizenmehl 32,50 bis 35,50, Roggenmehl 31,50 bis 34,25, Weizen- tleie 14,40 bis 14,75, Roggenkleie 12,80 bis 13, Diktoriaerbsen 32 bis 36, kleine Erbsen 22 bis 26, Sattererbfen 19 bis 20, Peluschken 17 bis 19, Ackerbohnen 20 bis 22, Wicken 17 bis 18, Lupinen, blau 14 bis 15, gelb 16 bis 19, Serradelle, alt 15 bis 18 Rapskuchen 14,80, Leinkuchen 25 bis 26, Trockenschnitzel 13,60 bis 13,80, Torf- melaste 9, Kartoffelflocken 18,50.
Buntes Allerlei.
Ausdehnung des parlamentarischen Boxsportes.
• Jetzt hat auch Dresden seine parlamentarische Ilias. Im Stadtverordnetenkollo- gium saßen die Marrnen, und aus dem Gehege der Zähne des Sozialdemokraten Rötsch entfloh zu einem Kommunisten das Schmähwort „Gfältger Pinsel". — „Kassensttolchl", war die renn- niszenzenreiche Antwort. Runmehr begann der Kampf. Rötsch bewegte seine Fäuste mitsamt den ihm eben noch vorgeworsenen langen Fingern auf der Disäge des Klassen bewußten. Mehrere mifch- ten .sich ein; die Frauen kreischten auf. Dann wurde der Laden geschlossen, und schön „verbunden" zog 'man von barmen.
Dazu sind wir gut genug.
• Im Jahre 1920 ist beim Sekretariat des Völkerbundes eine besondere Abteilung für hygienische Fragen eingerichtet worden, der sog. Gesundheitsrat- Seine Arbeit hat sich besonders auf Vereinhettlichung und Ausgestaltung der Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung
erstreckt. Wie Prvtestvr ötetitfixg (Hautdurgf w der Deutschen Medizinischen Wochenschrift berichtet, ist dabei auch Deutschland der ihm gebührende Platz eingeräumt worden. Bei Kursen für Aerzte, die in Warschau. Moskau und Charkow abgehalten werderi, waren deutsche Aerzte alS Lehrer hervorragend beteiligt. — Echt Völkerbund: Wo man von uns profitiert, da sind wir 's Schätzchen, aber wenn wir auf Vorteile rechnen, bann kennt man uns nicht jedenfalls nicht anders als solche, deren Kriegsschuld causa judicata feil
Biichcrtisch.
• Die Französischen Dokumente zur SicherheitSsrage 1919 — 192 3. (, Urkunden über die Verhandlungen bett Sieber» heitSbürgschaften gegen einen deutschen Angrisf".) Amtliches Gelbbuch des französischen Ministeriums der Auswärtigen Angelegenheiten. Deutsch« Ausgabe, mit einer Einführung von Hermann Oncken. Ladenpreis: In Pappe gebunden 10 Goldmark. Deutsche VerlagSgesellschaft für Politik und Geschichte m. b. H. in Berlin W 8. Unter den Linden 17/18. DaS deutsche Volk erhält in diesem Buch Einblick in eine Publikation des sranzösifchen Ministeriums der Auswättigen Angelegenheiten. die zugleich alS historisches Dokument wie als tagespolitische Erfchetnuna von größter Bedeutung ist. Die sranzösische Regierung hat die Attensammlung, in der sie die Verhandlungen der letzten fünf Jahre über die ihr zustehenden SicherbeiiSgarantten gegen einen deutschen Angriff zufammengestellt hat. mit der bekannten Denkschrift des Marschalls Foch> eingeleitet, die den Rhein alS militärische West grenze deS deutschen Volkes for- bert: „Deutschland muß am linken Rhein iser jede Angriffsmöglichkeit, jeder Wassenplatz, d. h. lebe Landeshoheit genommen werden." Dieses von Fixtnkreich in Versailles nicht erreichte, aber seitdem unausgesetzt angestrebte Endziel ist der Grundgedanke aller politischen Aktionen, über die das Gelbbuch berichtet. So ist eS das amtliche Bekenntnis zu jenem Grobe- rungswillen geworden, der seit Jahrhunderten die elementare Trieb kraft und große Tradition der französischen Polittk bildet; so läßt es den Deutschen die Gefahr, die deutschem Lande und deutschem Volkstum droht, in ihrer ganzen Größe und Furchtbarkeit erlernten. Das defensiv klingende Schlagwort von der „Sicherheit" soll in fast paradoxer Weife beputzt werden, um einen rein offensiven polittschen Gelenken, die gewaltsame Enteignung deutschen Landes der Welt plausibel zu machen und mit dem harmlosen Schein des Rechts zu umgeben. Damit errichtet Frankreich einen aggressiven MtlttanS- mus, ber nur verstümmelte und wehrlose Nachbarn zu ertragen bereit ist. — In Verbindung mit der Einführung, die Geheimrat Oncken zu der Aktenfammlung schrieb, wirkt der Band als eine Selbstenthüllung dieser französischen Croberungsmethode, für die Deutschland dem französischen Außenministerium geradezu dankbar sein muß.
— James Drhce, Ame rfka alÄ Staat und Gesellschaft, übers von Pros. Tr. I. Singer <Der neue Geist, Verlag Dr. Peter Reinhold, Leipzig, 2 Bände). Amerika steht wieder einmal im Mittelpunkt höchsten Interesse-: seine Beteiligung an der Durchführung des Dawesgutachtens, ber Besuch bes Staatssekretärs Hugches in Berlin und nicht zuletzt die kommenden Präsidentschaftswachlen, von deren Ausgang für Europa und namentlich für das unter der ReparattonSlast schier zu'ammenbrechende Deutschland so unendlich viel abhängt, lenken die Blicke der Europäer immer wieder hinüber zu der politischen Sphinx jenseits des Ozeans. Kaum etn zweites Buch gibt es, das auf Grund genauester Kenntnisse der amerikanischen Vvlkspsyche, der Geschichte des amerilanisck)en Staatswesens und der politischen ZusammenhäTige ein Führer fein kann zu diesem immer und immer wieder für uns gleich rätselhaften Staatsgebildr der Reuen Welt. Cs ist außerordentlich dankenswert, daß der Verlag endlich von dem im Original schon lange hochgeschätzten Standardwerk eine Ueber- setzung veranstaltete, die als solche zwar noch manche Mängel aufweist, aber immerhin geeignet ist, weitesten Kreisen die Keimtnis amerikinifcher Verhältnisse zu vermitteln. Mit Rücksicht*aus die Bedeutung des Werkes, dessen besonderer Wert in ber ausgezeichneten Darstellung des amerikanischen Parteiensystems liegt, nimmt man auch die gehässige und sehr einsettige Einführung deS ÜeberfetzerS mit in Kauf.
Geschäftliches.
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Jubiläen. Die Handelskammer zu Berlin ßat dieser Tage an 24 kaufmännische Angestellte und Reisend der Maggi'^^ellschast Diplome für langjährige treue Mitarbeit verliehen. Die so Ausgezeichneten stehen seit 25 bis 33 Jahren m den Diensten der Maggi -Ges ellscha.st, gewiß -ein schöner Beweis für das gute Einvernehmen zwischen der Geschästslettung und ihrem Personal.
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