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Dheeling CBirgtnia). 29. April. (WTB.f Heber hundert Bergleute sind in einem Bergwerk infolge einer Explosion Der* chüttet tooibcn, die erfolgte. aU die Nacht- schicht noch an der Arbeit war. Zwei Leichname wurden gclorgax, zwei noch lebend befreite Berg» leute firn) später ihren Verletzungen erlegen.

Berühmt über Nacht.

Sin romantisches Schicksal hat ein junge! russischer Geiger gehabt, der über Nacht von einem armen hungrigen ficrumtoantemten Vlv-- linspieler zu einem gefeierten Meister feiner Kunst aufstieg. Der Jüngling, der so plötzlich berühmt geworden ist. ist der ISjährige Mischa Nelson, der nach der Erzählung Moskauer Blätter von dem betannten Musitlehrer Ccfinumn in PeterS- barg für dengrö fiten Biolonisten der Welt- erklärt worden Ist. ßefimann entdeckte den jungen Mann vor farjem in einem tLeinen Nestaurant In Petersburg, wo er für wenige Kopeken dem Publikum Stücke vorspielte. Der Kenner war überrascht von der au fierordentlichen Schönhtil des Spiels: er nahm den zerlumpten und halb verhungerten jungen Mann zu sich und unter­richtete ihn weiter im Geigenspiel. Dann riet er ihm, nach Moskau zu gehen und sich dort vor einer Anzahl der bekanntesten Musitkenner hören zu lassen. Das Prvbespiel des jungen Virtuosen fand denn auch Im Moskauer 5tnnferDat>rtum vor einer erlesenen Gesellschaft statt, unter der sich auch der Kommissar für das Dildungswesen Lunarscharsky befand. Dieser war von der Kunst des Jünglings so entzückt, bafi er Befehl gab, ihm die beste Geige zu überlassen, die sich im Besitz deS Staates befände. Neifon erhielt darauf­hin eine wundervolle Amati, eins ter drei besten Instrumente, die In der Geigensammlung des Zo>° ren sind. Mit diesem Instrument wird nun der über Nacht berühmt gewordene Künstler in öffent­lichen Konzerten spielen und auch bald ter Musll- welt des Westens zeigen, was es mit diesem jungen Nuhm auf sich hat. ______________

Kreis Alsfeld.

<lNi«der-Gemünden. 29. April. Dom 1. Mai ab wird zwischen Burg- und Nleder- ge münden und Als selb ein neuer Per­sonenzug eingelegt, um den auswärtigen Schü­lern den Besuch der Oberrealschule zu ermög­lichen. Der Zug fährt in Burg-Nletergemünten ab 7.00 Hhr Dorrn, und trifft um 7.42 Hhr vorm. in Alsfeld ein.

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bedrohten Nebengebäude wurden vor Tchaoen bewahrt. Die Rettungsarbeiten wurden den Weh- tuen sehr erschwert durch bas unvernünftige Zu- jdrängen der Einwohnerichaft. Es gelang nicht, Itrot) polizeilicher Hilfe, die Bevölkerung von ter ^Brandstätte fernzuhalten unb die Wege für die 'Feuerwehren freizumachen, ein Hebelstanb, ter bet etwaigen späteren Schadenfeuern unbedingt jvermieten werten muh. , . .

I j) Lich 29 April. Der Dem ein berat bat in seiner jüngsten Sitzung folgende Beschlufle gefafit: Städtisches Baugelände soll für die Zukunft nur im Wege des E r bb au re ch t e s oder hn Tauschwege gegen anderes bau­reifes Gelände abgegeben werten. Der Dor gelegte Entwurf eines Erbbauvertrages wird genehmigt Der jährliche Erbbauzins wird auf 5 des Wertes des Bauplatzes festgesetzt, die Dauer tee Erbbaurechtes soll 70 Jahre betragen. - Für die Aufnahme enter wertbeständigen An­leihe hält ter Gemeinte rat die lehige Zett für ungeeignet unb beschliefst Vertagung bis zum H^bst d. 3 obwohl der von ter Finanzkom- Mssion unterstützte Antrag des Bürgermeisters über Aufnahme einer Holzanleihe manches für sich hat und sich jedenfalls auch als recht zugkräftig erwiesen haben würde. Der Vor­anschlag des städt. Wohlfahrtsaus­schusses für 1924 wird genehmigt, verschiedene Baugesuche werden erledigt, ter Errichtung einer Gerätehalle auf dem Friedhof wird zEstimmt. DaS Hütegeld für Gänse be­trägt 50 Pf. pro Stück, die Gebühren für Dade- farten 'm ter städt. Badeanstalt werden neu festgesetzt.

Kreis Friedberg.

D'uhbach, 28. April. Der Gemeinde- jrat hatte in einer seiner letzten Sitzungen be­schlossen, in den Vorstand tes Kleingarten­bauvereins zwei Mitglieder des Gemeinde- rateS zu entsenden, um eine gewisse Kontrolle über die Verteilung des seitens ter Stadt zur Verfügung gestellten Geländes zu haben. Gegen diesen Beschlufi hat ter Vorstand des KleingartenbauVereins Klage beim Kreis- o u s s ch u fi erhoben: gleichzeitig haben eine An­zahl Gemeiickrevatsmitglieter beim Kreisamt Be­schwerde eingelegt, damit nicht dem Klein­garten bauterein ter Charakter einesgemein­nützigen" Vereins zugcsprochen trxerte. Der Kieisamtsvertreter, Regie.urgs rat Goebel, erklärte in ter jüngsten Gemeinteratssitzung, dafi ter Beschlust In seiner heutigen Form nicht durchführbar fei, test aber andererseits die Gemein'? ein Recht habe, über die Verteilung ihres (£ Ms.tes zu wachen. Er regte einen Ver­gleich W der jedoch nicht zustande kam. Dun soll ter Kreisausfchust die Entscheidung treffen.

fpd. Dad-Na u heim, 29. April. Zu un­serer gestrigen Notiz über das Jubiläum ter ,Bad-Nauheimer Zeitung" ist be­richtigend 6* bemerken, test nicht die Zei­tung ihr Jubiläum feiert, sondern test die "Wagnersche Buchdruckerei, in ter tes Blatt erscheint, auf ein 75jähriges Bestehen zu- rüctbliden kann.

Kreis Büdingen.

7 N idda. 28. April. Am Sonntag wurde hier ter jäh aus dem Lebrn geschiedene Gewerbe­

Etarkenvnrg und Aheiuhefsen.

Da r m sta d t, 29. April. Die Delegierten­versammlung d?S Landesverbandes Hess. Geflügelzüchterve reine findet am 11.Mai in Frankfurt statt. Es liegen Anträge vor, test die LandesverbandsauSstellung jährlich am gleichen Sage und am gleichen Ort abgehalten nxrten soll. Hm die Ausstellung bewirbt sich G testen.

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Vermischtes.

Weitere deutsche Opfer von Bellinzona.

Berlin, 30. April. Wie die Blätter aus Stettin melden, ist, wie sich erst jetzt heraus- grstellt hat, bet tem Eisenbahnunglück in Bel­linzona ter Generallandscha.tsi.at Ritterguts- tesihec von Denckendor ff -War sin ums Leben gekommen. __

Basel, 30. April. (WTB.) Rach den »Baseler Nachrichten" konnte man auf Grund eines aufgzfunbcnen Daeteckers feststellen, test au fier Direktor Wertheim wich dessen Ehe­frau bei tem Eisenbahnunglück bei Bellin­zona ums Leben gekommen ift

Große Betriebe durch Feuer -rrstort.

Siegen, 29. April. (Wolff.) 3n der ver- gangenen Nacht ist In ter Dautischlerei von: Spickcrmann & Cie. Grostfeuer ausgebrochen. Obwohl die F.uerwehr aus <,efin Schlauchleitungen das Feuer bekämpfte, sind doch das Wohn­haus, die Schreinerei, die Maschinen­räume, das Lager fertig gestellter Waren, sowie ter groste Holzlagerplatz ein Opfer des Feuers geworden. Als Hrsache des Bran­des ist Kurzschluß anzune-h.nen. Der sehr große Schaden ist zum größten Teil durch Versicherungen gedeckt.

©rfurt, 29. April. Die K n o P s b e a r b e 1° tungsmaschinensabrik Sylar u. Pon- dors in Schmolln bei Altenburg (Thüringen), die über 1000 Arbeiter beschäftigt, ist brs auf bie ©ninömauern niedergebrannt. Es wird fahrlässige oder böswillige Brandstiftung vermutet.

Furchtbare- Familiendrama.

Plauen 29 April. Am Montag wurde ter Gutsbesitzer Kör ner in Auma in seiner Woh­nung durch Axthiebe erschlagen. Seine Frau und seine Tochter wurden schwer verletzt, während das andere Kind, ein zwei­jähriges Mädchen, tes sich versteckt hatte, un­verletzt blieb. Als Täter wurde ter 27jäh- r ige Stiefsohn Korners verhaftet, ter ein volles Geständnis abgelegt hat.

Schweres AuLomobilunglück.

Berlin, 29. April. Dlättermeldungen aus Landsberg a. d. Warthe zufolge tarn in der Nähe von Schwerin a. d. Warthe ein A u t o m o b i l auf einer abschüssigen Straste beim Ausweichen vor einem Fuhrwerk ins Schleudern und überschlug sich in voller Fahrt. Von den Insassen wurden Major Witte und Kreisaus- schustsekretär Meinars getötet, der Land- rat des Kreises Schwerin, der sich gleichfalls tm Automobil befand, erlitt einen Nervenchock und Hautabschürfungen, sein Kutscher einen Schädel- und Armbruch. _____

lehrer Endres zu Grate getragen. In Schot­ten, wo er allwöchentlich beruflich tätig war, erlitt er einen Hirnschlag. woran er noch am gleichen Sage, ohne zum Bewußtsein zu kommen, verschied. Ein grober Leichenzug, wie ihn Nidda selten gesehen hat, gab dem in weitesten Kreisen bekannten und äußerst beliebten Manne tes letzte Geleite. Heber 26 Jahre wirkte Herr Endres an ter Gewerbeschule zu Nidda, wo er sich grober Sympathie nicht nur seiner Mitlehrer und feiner Behörde, sondern auch seiner Schüler erfreuen durfte. Auch im ösfenlichen Leben nahm er her­vorragenden Anteil, und man kann sagen, test in Nidda wohl selten eine gröbere Veranstaltung getroffen tourte, wo man nicht auch seine Stimme hörte. Hnrrmüdlich und in ter uneigennützigsten Weise wirkte er in verschiedenen Vereinen, und es war ihm stets eine grobe Freute, seinen Mit­menschen Freute zu bereiten. Ausgestattet mit einem hervorragend musikalischen Talent, stellte er häufig diese Kunst in den Dienst ter Allgemein­heit. So gründete er auch mit etwa einem Dutzend Musikfreunden das sogenannte Kaiser-Or- che st e r, das er etwa 20 Jahre lei:ele. Arn Grate tourten Kränze mit ehrenden Worten nietergelegt vom Getoerteverein, von der Gewerbeschule,Turn­verein, vom Kasino, von ter Loge, vom Kaiser- Orchester unb von ter Gewerbefortbildungsschule in Schotten. Herr Endres erreichte ein Aller von 49 Jahren.

Ober-Mockstadt, 26.April. -Die eban« gell sch eKirchengesneindeve'rtretung samt tem Kirchenvorstand von Ober- unb Nieder-Mockstadt haben eine Enlschliefiung gefafit, in ter sie verlangen, dast bei öffent­lichen Wahlen diese nicht schon am Sonntag vormittag beginnen. Wenn von Vereinen und von jedem einzelnen Verständnis für die unserem Volke in Not besonders unumgängliche Wieter- herstellung ter Sonntagsruhe und Sonntagsfeier erwartet werten mufi, so ist nicht weniger auch bet Staat seinen Bürgern solche Rücksichtnahme schuldig.

Kreis Schotten.

Schotten, 29. April. Der Gewerbe­verein hat sich aus zeitgemäfier Grunblage neu konstituiert. Es traten sofort 50 Mitglieder bet Zum 1. Vorsitzenden tou.te Karl Zeschky gewählt. In ter Aussprache tourte sehr über bie hohen Steuern getilgt, ferner kritisierte man bie übermässig hohe Einschätzung ter Wohn- und Betriebsgeb äute und fasste den Beschlufi, mit dem Ha us desitze rverel n zusammen eine Eingabe an die zuständige B.härte zu richten, in ter alle diejenigen, die glauben, dafi ihre Gebäude zu hoch eingeschätzt seien, dringend und schnellstens eine neue Einschätzung beantragen sollen. Auch soll eine Steuerberatungsstelle ei ge­richtet und ein belehrender Vortrag gehalten werten.

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