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Wirtschaft.

Börse und Geldmarkt.

Die Gestaltung der Börse In der letzten Doche zeigt, daß sie auf dem Wege ist, sich unter den allerdings äußerst erschwerenden Hemmungen aller Art zu einer gesunden, organischen Form durchzuarbeiten. Don dem irreführenden Ziel der Spekulation auf dem Rentenmarkte, wandte sich das Interesse recht lebhaft den Industrie- aktienmärkten zu. Boran gingen die ©roß- banken, die mit Aufkäufen größeren Stiles dem Publikum Anregungen geben wollten. Daß dieser anfängliche Hausseangriff nicht voll und ganz gehalten werden konnte, liegt weniger daran, daß die führenden Banken die Gewinne sofort reali­sieren wollten, als vielmehr daran, daß eine Wiedeiausnahnne dos Terminhandels in Effektn bei den derzeitigen Steuersätzen noch immer eine -Unmöglichkeit ist. Trotzdem hat sich die feste Tendenz für schwere Papiere fast durchweg be­hauptet, und es ist nur ratsam, auch weiterhin diese Spezialitäten zu begünstigen, da schließlich doch in absehbarer Frist der Börsenkurs wieder der Gradmesser für den wirklichen Wert eines Unternehmens fein wird.

In diesem Zusammenhang ist die Frage der Umstellung brzw. der Zusammenlegung der strittige Punkt. Das Umstellungsverhältnis der Deutschen Dank z. B. hat in weiten Kreisen die vvrausgehenden Erwartungen getäuscht. Das Beispiel eines solchen führenden Unternehmens ist freilich nicht dazu angetan, für di« noch un­bekannten Umstellungen Günstiges zu erhoffen. Es ist dies jedoch eine durch und durch ab­wegige Ginsteslung. Mit der Dilanzierungspvlttik der früheren Jahre und der Inflat onsepoche muh gründlicher aufgeräumt werden. Die Goldbilanz soll weder verschleiern, noch unter Bildung stiller und stillster R f.-rvm der Dorsichts- und Mach!» Politik der Verwaltungen dienen, sondern die Goldbilanz soll klipp und klar den Aktionären dartun, wozu die Gesellschaft imstande ist und in welchem Ausmaß der Status erhalten wer­den konnte. Erfreulicherweise haben nicht wenige Gesellschaften sich zu des.-m Standpunkt bekannt: merkwürdig für das Dörfenbild bl.ibt nun freilich eine mannigfache Divergenz zwischen den ein­zelnen Werten. Die so vorsichtigen Gesellschaften müssen doch in absehbarer Frist ihre Fehler korrigieren.

Der Geldma.rkt ist nach wie vor leicht angespannt: langfristige Kredite sind kaum zu haben. Aus dem Ausland mehren sich die ©tim- «men, die vor der deutschen Pilgerfahrt nach Krediten wa-men. Man schlägt vor, von den großen Indust ie- und Ba.-ikengruppen Sammel- kredite aufzunehmen, was für beide Teile von grobem Vorteil fein würde.

* Bekanntmachung des Berliner Börsen vor standest Vom 1. Dezember ab werden sämtliche Devisenkurse in Spannung von 0,25 Prozent zw schen Geld- und Briefkurs, sämt­liche Dan knot enru ifte in Spannung von 0,5 Pro­zent zw schen Geld- unZ> Briefkurs an hiesiger Börse gehandelt und notiert. Soweit die Span­nung Bruchteile von Pfennigen ausmacht, ist sie auf 0,1 Pfennig abzurunden. Vom 1. Dezember 1924 ab werden Oesterreich sche Kreditanstalt-Ak­

tien, Wiener Bankverein-Aktien und Wteeer äinrmibank-Attien in Mark pro Stück an hiesiger Börse gehandelt und notiert.

* Mannesmann-Mulag (W o t o r e n- und Lastwagen A. -©.), Aachen. Die in Aachen abgehaltene Generalversammlung geneh­migte ohne Erörterung den Rechnungsabschluß für 1923 und die vorgefchlagene Verwendung des Reingewinns von rund 18 344 Bill. Mk. kn der GoldTnarkeröftnungsbilanz. Der Verwaltung wurde Entlastung erteilt. Weiter stimmte di« Hauptversammlung der Goldmarkerössnungsbilanz per 1. Januar 1924 zu, die einen älebeifchuß des Vermögens über die Verbindlichkeiten in Höhe von 5 702110 Gm. ausweist. Dieser äleberschuh gestattet die älmstellung des Stammattienkapitals im Verhältnis von 5:1 auf 5 Mill. Gm., so daß nach erfolgter Abstempelung die bisherigen 1000- Mark-Staminaklien auf 200 Goldmark lauten.

* Deutsche Werke 21.=©., Berlin. In der außcrordentl chen G meralversammlung wurde die Goldmarkerö.fnungsörlanz per 1. Januar 1924 genehmigt, und damit auch die Hmftellung des Aktienkapitals von 750 Millionen Papiermark auf 29 Millionen Goldmark, und zwar in der Weise, daß jede 2Iitie über bisher nom. 1000 Mark Lit. A auf den Betrag von 40 Goldmark und Lit. B auf 20 ©oldmark herabgesetzt wird.

Frankfurter Mendbörse.

Frankfurt a. M., 28. Rov Die Abend­börse war weiter fest für Industrieattien, di« lebhatz umgefeht wurden. In den Vordergrund ge­rückt waren namentlich Chemie- u 2> Bankaktie t. Reue Rachfrage nach diesen Wer.eir bewirften weitere ansehnliche Kurs>te:ge ung-rn. Am Ban­ke markt stanken Rciä)sba.kanteile an der Spitze, dos Papier machte ei en neuen Kurs'pvung von 60,75 aus 63,50. Auch am Anleihemartte kam das Geschäft wieder e was in Fluß. Kriegsan­leihen eröffne ei zu weiter gebessertem Kurs mit 875 und schlossen mit 880. 3prozemige Reichs- aileihe 1475, 3Vrprozcntige Preußische Konfv'S 1400, 3prozentige do. 1200, Pari-Schätze 720, 4'/st>rosentige Preußische Schätze 475. Der Mon° tonrnarft hat an feiner Lebhaftigkeit wesentlich eingebüßt. Die Kurse konnten sich zumeist nur behaupten. Buderus 16 Deutsch-Lupembuvg 76,50. 2Ho mesmann 53, Mansfeld 4. Phönix 49 RHei­ni che Dvmnkdhlen 35,90, Rh-ft.stahl 44, Rieneck Montan 40,75. Tellu? 2,6. Von oberschlesischen Werten hatten Laura eine neue Kursavame (8,13). Von Kaliweiften ncti-r en A chersleoen 14,40, Westeregeln 17,50. Chemische Werte weiter be­festigt. Maische Anilin 24/0, Chemische ©re * heim 22, Sch ft eanstalt 19. Elbersel er Farben 22, Th. Goldichmidt 19, Höchster Farbwerte 22,13, Holzveek hlu g 7 9 Rütgerswerke 16 90 bi; 16,75. Der Clektr markt lag ru :>ig bei kaum veränderten Kursen. Devgma-nn 17,50. Licht u ch K aft 7.50, LaHmeyer 12X> bis 13. Schlickert 57 und Main­kraft 9,75. Von Danken tour en umge etzt Kom­in :rz bank 5,95. Darmstädter Dank 11.75, Deutsche Da ft 11,75 bis 11,90 bis ft 1.8. D utsche Verein-- bank 0,3, Diskonwkommandit 15.50. Dresdner Dank 7.9, Metallbank 16.2 ', Mit eldeutsche Kre­ditbank 1,85. Rheinische Kreditbank 3.1, Oester- reichische Kreditak.ien 0 33, Schis,ahrtsaktien un­verändert, Hapag 26,50, Rorbd. Lloyd 3 6, Bal­timore gingen zu 54,50 Billionen Prozent um. Sonst wurden noch notiert: Kleyer 2,3, Daimler

3,1. wvrorny wrv Wittekind 6.13. Aschaffenburger Zellst oft 23,50. Waidhof 9,40. Badischer Zucker 2,8, Holzmann 4.9, Hoch- und Tiefbau 1.75. Dtzcker- h.-ft und Widmann 4.65, Heddernheimer Kupfer 6. LechwerLe 17,9, Hämmeren 18,50, Jung Hans 12,25, Meiallgftellschaft 16, Rhei^ftsche Metall 9,1. Ehe- mitche Mainz 9,50, Dingwerke 3.75.

Börsenkurse.

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) Vom Rückzahlungswert. t) Goldkurs.

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iHcichoanktbe s*'- Deutsche ReichSanIkihe Deutsche Svarpramtenan leiht <% Preuhische ÄonfoU . . . 4* o Hessen . . . »*/./« Hessen x/- Hessen...........

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Berliner Handelsgesellschaft Sommer», und Prtvat°Bank Darm ft- und Naitonaldaut . Deutsche Bank........

Deutsche BeremSbank . . . DiSconko Lommandit . . . Mekalldank Mitteldeutsche Treditbank. Ocsttl reichische Sredtianftalt Deslbank

Bochumer Oai ......

BuderuS....... ,

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Gelsenkirchener Bergwerke, . Harvener Bergbau ......

Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln. . . . . Laurahütte Clxtbeharf

tHkb^if Montan....... ItHuÜ Bergbau. ......

Hamburg-Amertka Paket. .. Norddeutscher Lloyd Tyeramische Werke «Iht» , Zementwerk Heidclbera .. Pdiltvv Holzmann ....... Anglo-Tont -Guano . . - , , Badische Anilin..... , .

Chemische Mayer «lavtn . . Goldschmidt . . . ... , , Gries «imer Electron .... Softer Rarbtoerte ...... Holzverkohlung . . ...... Nütgerswerke ........ kcheideanssal» SJOfl. TlektriitiatS-Sefellschasl Bergmann

Mainkraftwerf«.......

Schubert . . . ........

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Daimler Motoren. ...... beyliaenftacdt. ........ Meguin.........

Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . Mcmllgestwchost Frankfurt. Del Union A--G , Schnhsabn? Herz , . . . . .

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Frankfurter Gelreideböxse.

(Eigener Drahtberichl desSi- fkmer Anzeiger^.) Frankfurt a. M., 28. Rov. ES wurden notiert: Weizen 21 bis 23, Roggen, inländ. 21 bis 22, ommergerfte für Drauzwecke 24 bis 26,50, Hafer, inländ. 17.50 bis 2150, Mais, gelb 21 bis 21,25, Weizenmehl, inländ., Spezial 0, 35 biS 38,25, Roggen mehl 31,25 bis 34,50, Weizenkll-ie 12,50 bis 12,75, Roggenkleie 11,75 bis 12. Ten­denz: Ruhig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 28. Rov. Der Prvduktenmarkt ver­kehrte ruhig und die Preise waren unverändert. Es notierten je 1000 Kg: Weizen (märt) 218 bis 223, Weizen (pomm ) 214, Roggen (mark) 207 bis 211, Gerste (märt) 220 bts 246, ©erste (neue) 190 bis 200, Hafer (märt) 162 bis 175, Hafer (pomm.) 159 bis 166, Mais (1000 Bln.) 206 bis 208, Raps 400, Leinsaat 410 bis 420; für je 100 Kg : Weizen­mehl 29 50 bis 32.50, Roggenmehl 28.50 bis 31.50, Weizenkleie 13 80 bis 14, Roggenkleie 12.20 bis 12.40, Viktoriaerbsen 30 bis 32, kleine Erbsen 21 bis 22.50, Futtererbsen 18.50 bis 22, Peluschken 16 bis 16.50, Ackerbvhnen 61 bis 61.50, Wicken 17 biS 18, Lupinen (blau) 12 bis 14, Lupinen (gelb) 15 bis 17, Serradelle (all) 11 bis 12, Serra­delle (neue) 16 bis 17, Rapskuchen 16 50 bis 16.60, Leinkuchen 65.50 bis 66, Trvckenschnitzel 8.70 kns 9, Torfmelasse 8.30 bis 8.50, Karlos seif locken 18.30 bis 18.70.

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