Einzelbild herunterladen

Samstag, 29. November 1924

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Nr. 282 Drittes Blatt

Strecke

Sitzunstsbericht.

36 Sladtvev»

der Drup

big 6 werden.

//

LI KORE

STUCK

LIKÖRE

Hungen) 1.21, Strecke hen: P. (von P. 6.12.

ordnete.

Beihilfe an die Beamten pen 1 bis 6.

Anwesend: Oberbürgermeister Keller, Dür- oermeister Krenzien, die Beigeordneten Dr. Seid, Dr. Frey. Kommerzienrat Ä [ i n_g sp or. Justizrat Dr. Rosenberg und c.

Sitzung der Stadtverordneten.

Dietzen, 28. Rov. 1924.

Die heutige Sitzung deS HauseS befchäftigte sich nur mit kleinen Bor lagen, die ohne toc tcicn Aufenthalt passierten, so datz schon nach halbstünd ger Decatang ter ganze Stofi erledigt war. Einige soziale Angelegenheiten tourten, rv.-e immer, in einmütiger Groft.üg'gkest dem Vorschläge der Dertoa.tung entspreche.ro be­handelt. Die interessante ten Dinge der Sitzung kamen ganz am Schluh unterMitteilungen" zum Vorschein. Da horte man von manchen schönen Plänen, z. D. Gaspreis-Abbau, Ver­einheitlichung der Strahenbahn- f a h r p r e i s e. dei«n Verwirt ichung die Bürger- schäft sehr gern sehen würde. Hinsichtlich des Gaspreises z. B. ist es ja auch gar nicht not­wendig, daft wir so ehrgeizig fein sollten, foglr Siantfurt üb.-rflügeln zu woll.n. w.r wollen eS doch lesser u n t e r flügelnl Don besonderem Interesse war e.n Antrag der demokratischen Fraktion, der die Wiederaufnahme des ZinsendiensteS für die städtischen Anleihen fordert. Unf-reS Wissens hat de Deutsche Dol'spartei be?e ts vor einigen Wochen eine dis gleiche Ziel verfolgend« QLiregung an die Stadtverwaltung gerichtet. Der ho-stige An­trag ter Demokrat schen Fraktion wind also die Plattform zug'anslen ter flöht schen Anleiho- glädb.qer, rnsdcsontere ter Kleinrento« noch verb i eitern. Hoffentlich gelingt es nun im F n n -r ausschuh, ten Anrg mg n tei beiten Fr ktionen zum Erfolg zu verh Len. W r würden e.n? solche Lösung im Interesse unserer Kleinrentner mit Genugtaang begrüben. Dah wir natürlich auch dem SchulhauSbauprojekt die alle.beste Lösung wünschen, die sich unter den heutigen Verhältnissen erreichen läht. brauchen wir wohl nicht noch besonders zu te grünten.

Den Deamten ter Gruppen 1 soweit sie bedürftig sird. dieselben Beihilfen ge­währt wie sie ter hessische Staat seinen Deamten ausgezahlt hat. Statev. Mann verwahrt sich bei dieser Gelegercheft gegen «n Geschwätz in ter S-adt wonach er im Finanzausschuh gegen diese Beihilfe gestimmt habe. Dieses Gerede beruhe auf

Drünberg Lollar Dle- Londorf) 5^9, P W. 726, P. 2.37,

Absahreate Züge.

Dietzen 5 ranffurt. P

Vaterlandsliebe und Staatsgesinnung.

Sin Wort an die Frauen von Marie Do asset.

Mein Vaterland!" wie schön ist das Wort schon' in leinem nutzeren Klang und Rhythmus, welch edles Pathos spricht daraus! Lind der Deutsche sollte das hohe Gut nicht lieben, für das er in seiner Sprache ein so herrliches Symbol geschaffen? Wie ccht ist in thefen Jahren die Bete gefallen: Die Deutschen haben kein Rationalgefühl. Die so sprechen, haben wohl die heroischen Leistungen des Volkes während ter Kctegs;ahre vergesst n Welche Heldentaten haben unsere Soldaten vollbracht, so dah siedie Enden der Welt haben erschüttern machen". Richt im furzen Rausch ter Begeisterung, sondern durch vier lange Jahre hindurch haben sie mit stet- er­neuter Kraft die Feinte nietergehalten, biS die vielfache Llebermach: sie endlich niederzwang. Rie hätte äutzere D.sziplin, anerzogenes Pflichtgefühl dies allein vollbracht, es war die Liebe zu Heimat und Vaterland, die ten inneren Impuls dazu gab. Auch das Heimatheer ist nicht zurück­geblieben in ausdauernder Kraft und Opfersiun, es hat, wie ein bekannter Führer ter deutschen DolkSpartei erst kürzlich noch hervorhob. List- geheuerlicheS an körperlichen und seelischen Ent­behrungen erLtten. Lind ter englische Er­na hrungSminister hat nach Einsicht in die da­malige Lage Deutfchlands öffentlich sein hohes Erstaunen und seine Dewunterung ausgesprochen, dah ein ganzes Volk solche Leiden so lange Zeit hat ertragen können.

Welch lieblose Kurzsichtigkeit, welche kalte Anmahung denn ter Betreffende nimmt sich selbst natürlich aus spricht aus dem summari­schen Urteil: Das deutsche Doll kennt keine Dater- ton beliebe. Wir wollen es lieber mit unferm arotzen Dichter Gerhard Hauptmann halten, ter Mrzlich erklärt hat:Ich stimme mit niemand überein, ter dem Deutschen Ra'llonalgesühl ab­sprechen will. Ich glaube, datz im deutschen Wesen eine unzerstörbare Kraft alS letztes Ge- meinsanres lebt, und will das glauben, solange ich atme." Und d.ese unzerstörbare Kraft, was ist sie denn sch'.iehlich auderes als das unauflös­liche dkb-gebauten-iüi)len an die deutsche Erde, an deutsche Art, deutschen Geist!

>er es gilt nun, dieses instinktive Gefühl, diese oft nur dunkel empfundene Dindung heraus­zuheben aus ter Sphäre des Unbewussten, in unser Denken und Wollen aufzunehmen, Gefühl und vernünftige Einsicht miteinander zu ver­binden. Es gilt, die Vaterlandsliebe mit der Staatsgesinnung zu vermäh° len. Denn wir besitzen unser heitzgeliebtes Vaterland ja nicht unmittelbar, es gehört uns nicht wie Haus und Hof, die wir nach unteren eigenen Wünschen gestalten können. Wir haben es nur in ter Form des Staates, urrd zwar als ein Staat unter anteren Staaten. Ständig gilt es, für ihn auf ter Hut zu sein auch in Friedenszeiten, Gefahren von auhen abzuwehren, mit ten anderen Staaten in dasjenige Ver­hältnis zu kommen, das dem Interesse des Volks­ganzen am meisten dient, beziehungsweise am wenigsten schadet. Rur die Zusammenfassung nn ©taatSgcbäute sichert dem einzelnen die Seg­nungen teS Daterlandsbes.tzes.

Der deutsche DuichfchnlstSbÜrger besonders auch die Frau aber hat zu dem Staat nicht daS rechte Verhältnis: er betrachtet ihn als etwas Fremdes, abseits Stehendes, ja sogar alS etwas Feindliches, als drückende Belastung: er sollte sich vielmehr als Teil des Staates be­trachten, als mitverantwortlich für sein Ge­deihen und Ansehen. Der reife Staatsbürger) »ter die Staatsbürgerin wird sich nicht allein dem dunlel tappenden Ge.ühl überlassen, sondern sich im Bewusstsein seiner Verantwortung um wirkliche Einsicht in die jeweilige Lage fernes Staates bemühen, er wird sich nicht mit ter allzu bequemen Kritik über das, wasdie da oben" machen, begnüaen, noch unmögliche For­derungen stellen, sondern an seinem Teil mit­sorgen, mittenken. mit auf Auswege sinnen tn den äuheren und inneren Röten des Volkes. Auch von der Politik gilt daS Wort Goethes: Die Kunst bleibt Kunst, wer sie nicht durchgedacht. Der darf sich keinen Künstler nennen.

Hier Hilst daS Tappen nicht! eh man was Gutes schafft,

Mutz man eS erst recht sicher kennen.

Strecke Gelnhausen Dietzen: P.

W. (von Hungen) 6 23. P 7.26, P 9 40, P. (von - - P. W. 3.10, P. 7.55, P. W. 9.36.

Die Deut sche DolkSpartei hat (WJ«1 ten hohen GaSpreis Stellung genommen und hier um Abbau ersucht: nachdem in Frank­furt das Gas 18 Pf. je Kubikmeter koste, könne Stehen nicht auf 22 Pf- stehen bleiten. Der Oberbürgermeister b merkt, nachdem die Betriebs- devutativn sch mit der Angelegenheit beschädigt habe, werte am Montag im Finanzausschuh darüber beraten.

Eine weitere Frage nach der Emfuhrung von Schülerkarten auf der Strahenbahn wird dahin beantwortet, dah diese Mahnahme nicht ins Auge gefatzt, dagegen die Dereinheit- lichung ter Fahrpreise geplant wird.

Auf eine Frage der Fraktion ter Freien Vereinig ung nach ter Stellungnahme zu dem Schulhausbau-Projekt wird geantwortet, datz in der nächsten Woche die Schuldeputation da über beraten werte. Der Dau zweier Schul- Häuser würde nach einer inzwischen aufgestellten Berechnung etwa 1 Million Mark kosten, cs solle geprüft werden, ob em oder zwei Schul­häuser zu bauen seien. Zur Vermeidung von Irr­tümern betont Stadtv. Prof. Dr. Kraus- müller, dah ein Dewerb. hauS-Reubau bzw. die Erweiterung des Gewerbe Hauses in keinerlei Konkurrenz zu der Dolksschulbaufrage stehe, welch letzterer seine Befürwortung zu geben er bereit fest 4

Einer Anregung ter Kommunisten, die Turnhallen in ten Schulen ten spvrt- tre i ben den Vereinen im Winter umsonst zu überlassen, konnte die Verwaltung nicht ent­sprechen. die Mietpreise sollen ober auf die Hälfte ermässigt werten. Dieselbe Regelung soll für die Denutzung ter Singsäle durch die Ge­sangvereine gelten.

Die Preise für Brausebäder im Volks bad werten von 30 auf 20 Pf, für Erwerbs iose auf 10 Pf. herabgesetzt. Das Dolls- bob muh sich noch Einrrahmeauellen Vorbehalten, da es noch eine Reihe von Verbesserungen vor- zunehmen hat. Denn diese erledigt sind, sollen auch die Däderprerse nachgeprüft und neu fest­gesetzt werden.

Die Demokratische Fraktion bean­tragt tei ter Stadtverwaltung, doch zu erwägen, dah ten Zeichnern der städtischen An­leihen toteter ein Zinsendienst gewährt werte, etwa 2 Prozent. Der Antrag geht an ten Finanz- ausschrtt- ,

Schluh der öffentlichen Sitzung

Die Reichs-Teuerungszisfer.

Die Reichsindexziffer für die Lebenshal­tungskosten stellt sich für den 26. Rovember auf 122,2 und ist demnach gegenüber der Vor- tovche nahezu unverändert geblieben.

Wir müssen uns eingestehen, datz dieser Drozetz ter Vereinigung, ter nur Im Gefühl ver­ankerten Vaterlandsliebe mit bewusster Staats- aesinnung bei und Deutschen noch in ten An­fängen steckt. Letter hat ter französische Pro- feffor Verrnil in Strabburg mit fernem kürzlich getanen Ausspruch recht: Es fehlt ten Deutschen der kostbare Mörtel, ten totr glücklicherweise uns äu bewahren gewuftt haben, trotz un ever politi­schen Verschieden heiter: Das Staatsgefuhl. Dieser Mangel ist ja der tiefste Grund ter traurigen Zerklüftung in unfern Ok>Ite. Jeter folgt nur seinen gefühlsmatztg tefhmmten An­schauungen. zu gering ist noch das alte txrbin» tente. über allär Versch.etenheiten stehende ge­meinsame Interesse für die nationale Gemein, schäft Wie weit find wir noch von der Erfüllung jener Forderung entfernt: .Staatsburgerl che Se- sinnrrng ist Gemeinschaft mit A.ttersdenkenten und Anderswollenten." ,

Aber es scheint, als ob in ter letzten Zeit ein Erwachen durch weitere Krmse gehb Sharaft teristisch sind die kürzlicy in die Oeffentlichk.st gedrungenen Aeutzerungen v.eler. wie ste erst nach innerer Erschütterung ihre Zustimmung zu dem Londoner Abtonnnen gegeben haben. Alan spürte hier fast hörbar ten Prozeh. wie sich Die Einsicht in die Staatsnotwendigkeit im Kampfe mit dem ursprünglichen, aber einstig bestimmten Gefühl durchgerungen hat. Immer mehr setzt sich auch die Er-kenntnis durch, datz es nur vergeudete Kraft und Energie betenten würde, ten Streit um die etaatiform fortzusehen. Innere Llmstellungen.

Als wesentlichste Aentevui^Mi Boomet bei dieser UmfleLLung bn Tenxxbt:

3) Stiecke G lL tze nF ron Ue r t: Weg­fall teS Rächt chl'elMrgs Köln FrankenBasel, in ©leben ob 2 52 X and teS Gegenzug.-S 'Saftel Köln, in (Sieben öb 3.45 V. Wglaü des be­schleunigten P. 1401/1402 Lrnvbucg-Fraiikfurt über Sieben. Rach Frankfurt tn Sieben ab 8.45 D., nach Limburg in Greben ab 9.20 V. Dafür verkehrt ein beschleunigter P. Kasel Frankfurt, in Sieben ab 9 34 V.. tn ter Gegen­richtung 9 10 R. Der Schnellzug Frankfurt-Köln, bisher Stehen ob 855 D fällt weg. dafür Der- kehrt ein Schnellzug FvanksuitHagen-Efft-n- M.-Gladbach, in Sieben ab 8.42 V., in Siegen besteht Arrschluh durch Limiteigen tn einen Eil­zug nach Köln. Der (Segen^ug fährt in Stehen iurch Rich'uiig Frankfurt um 9 58 R und Hal in Siegen wieder Eilzugsanschluh auS Richtung Köln. D. 57/58 fallen weg. Reu D. 175/176 siehe Strecke DietzenDillenburg.

b) Strecke G iehen Limburg: Der beschleunigte P. 402, bisher (Sieben ab 8.30 V., fährt jetzt 8.52 D.. P. 426, bisher (Sieben ab 1,46 R, fährt um 2.00 TL

c) St recke G ie henDillen bu r g: P. 1633 bisher (Sieben ob 3 48 R.. fährt 3.40 D., D 57 mxb Hagen und Köln fällt fort, (Sieben bisher ab 6.43 QL D. 58 KölnHagen nach Frank­furt fällt fort, (Sieben ab Iw Ä. Reu D. 175 (Sieben ab 1.46 R. nach Hagen, in Siegen 2b» schluh mit Stlzug nach Köln. Reu D. 176 von Hagen nach Frankfurt, Giehen ab 1.09 2L, in Siegen Anschluh von Äbln.

d) Strecke G ic tze nG eln hau f en P. 508, bisher (Sieben ab 1.35 R., fährt 1.43 R.

e) Strecke Gründer gL o l l a rG i» ben: P. 2553, bisher Grünte g ab 6 10 V.. fährt 610 V. P. 2563 bisher Gran berg ab 5 10 QL, fährt 4.55 QL, P. 2560. bisher (Sieben ab 3 03 Ql., fährt 3.06 QL, P. 2568, bisher (Sieben ab 6.50 D fährt 6.45 QL

W 4 05,'P.'6.42, v- 7.31, D.8.05. B. P 9 34. P. 9.55, P 12.32, P. 2 45, B P 3 28. P. 5 36, P. 7.39, D P. 8.31, Ellzug 8.58, D. 9.49. D. 9ch8.

PmM-§°ddciitsl-k Slifftnlotttrit:

am Freitag, dem 5. Dezember 1924 bis abends 6 116r, muh die Erneuerung der Vofe jur 3. fitaffe 24./250. Vo terie bet dem zuständigen Votterle-Einnebmer erfolgen. Andernfnlls verliert der ?vieler fein An­recht auf das Voß 3. Klaffe und in Anbetrnch, deS Aianaelö an Voten die Möglichkeit zum Weiterfoief tn .-iefer Votierte.

Die p.lcbung beginnt am Freitag, dem 12. De- xember 1!»24. ES kommen 9000 (9eiulnne im Getarnt- betrage von 1 411000 Goldmark zur AuStvielung. Der Höchngewtnn beträgt 10)000 Goldmark. Wfcid

Llnwohrheit, was Oterbürgermcifter Kell er und Stadtv. Pros. Dr. KrauSmüller bestätigen.

Kleine R otst andsarbei ten.

z Für die Einrichtung von kleinen OlotstMidS- atteücn wird ter erforderliche Kredit in Hohe von 1750 Ml. bewilligt

Verbilligte BrotauSgabe an Min­derbemittelte.

Für die Fortsetzung ter bisher auS Reichs­mitteln bewirkten Drotverbilligung Mitte- mittelte für die Zett vom 1. Rovern ter 1924 M »um 31. Marz 1.125 wird ein Qtetrag von 10000 Mark tew lligt. Die Bezugsterechtuften werten Bonds erhalten, die ihnrn die MögllchLeit geben, das Brot bei einem beliebigen Bäcker zu beziehen Zur Herstellung des Brotes wird die Stadt Mehl kaufen und es an die Bäcker abgeben. Sin Brot soll 25 Pfg. kosten.

Mädchen- und Knabenhort.

Der im Voranschlag für 1924 bierför vorge­sehene Kledit wird bei ten sachlichen Kosten des Knatenhorts von 500 auf 950 Ml. und tei den sachlichen Kosten des Onätetenbovto tx>n 200 auf 500 Mark derart erhöht, dab aus dieser Erhöhung jeder Zögling des Hortes täglich V* ßiter Voll­milch itnd einen Wafserweck, wie tn ten CBor- kriegsjahreii, erhält. Es hantelt sich hierbei vurch- toeg um Kinder in schlechtem Ernährungszustand. Arbeitsvergebungen und Olmschaf- f u n g e n.

Der 'chaffung von Musfenvohren für das Gas- und Wasserwmck (Kosten 2888 Mk.) und ter Beschaffung von 50 Patent-Gasautomaten (Kasten 2556 Mk.) wird nachträglich zugestimmt.

Die Liefeiung einer Ersatz-Arkumulato^n- batterie für das Elektrizitätswerk soll dem Min­dest fordernk'en übertragen werden. Em Kredit von 15 000 ORk. wird zur CBerfügung gestellt.

Der Firma Faber in Düren Wwd die Liefe­rung von Rosistäb^n zugesptwchen. Kredtttewilli- gung 1450 Mark. _ . .

Don ten Siemens-Schuckert-Werksn sollen vier Katelkästen für das Slektrizitä^werk be­zogen werden. Kreditbcwilligung 1400 OKI.

Dau fachen.

Für die Llmwandlung ter Cbuveaanäume im Seitenbau Asterweg 9 zu einer Wohnung Wird ein Kredit von 600 QM. bewillig.

Der erforderliche Kredit für die Anpflanzung von Obirfenbäumen am 2ll:en Rödgerweg wird in Höhe von 350 Mk. gewährt.

Ein Daugesuch des L. Ovehrum, Credner- strafte 20. und die Anbringung eines 5irmeiT- schildes der Frau Minna Brauer, Marktstrafte 21, werden genehmigt.

Deut scher Städtetag.

Die Leistung eines einmaligen Beitrags an den Deutschen Slädtelag in Höhe von 510 Mk. wird beschlossen.

Schankkonzessionsgesuche.

Die Schankkonzessionsgesuche von Karl Dol­ler, Bahn hoi strafte 53, Heinrich Raaf, Wall- torstratze 34, und den WasserhäuScheninhatern Frau H. Lehrmund, Georg Burk, Frau Gl-.se Dietz und Karl Gerstenberg werten befürwortet.

Mitteilungen.

gewaltsamc Olenterungen ter jetzigen StaatSform bringen nur Unfrieten, Llnruhe, Zerrüttung, wir aber brauchen Frieden, Ruhe, Stetigkeit Aufbau. Das ist zunächst nur auf ter bisherigm Grundlage zu erreichen. Llnsere Wünsche für die Zukunft müssen ft'ir ruhigere Zeiten zurückgesdellt werten. Es mag uns schwer werten, uns in die ver­änderten Verhältnisse zu finden, und wir wollen die Erinneiung an unsere stolze Qtergangenbeit pflegen und heilig halten, aber zugleich wollen wrr unfeiem OZaterland auch in seiner jetzigen Staatsform mit Herz und Hand dienen, unsere subjektiven Empfindungen tem Wohle des DolkS- ganzen unterordnend. Das ist Q3aterlandssiete und Slaatsgesinnung.

So find die ersten Ansätze des äuberen Wie­deraufstiegs von hosfnungsvollen innerp)litischon A.ftängen begleitet. Politisches Denken, polliifche Einsicht ist unverkerrnbar im Vbachsen. Es ist ja nur eine halbe Wahrheit, was in allzu grobem Pessimismus so.oft gesagt wird: Die Deutschen sind nun einmal ein mrpolilifches Volk. Dewitz, der politische Sinn ter Deutschen ist erst im Erwachen. Die Franzosen, die Engländer sind uns in dieser Hinsicht weit voraus, denn sie blicken auf eine ^ahrhuntertlange Geschichte ihres ge­einten Landes zurück. Wir aber sind zuletzt auf- gefianten unter ten groben Rationen, erst spat haben wir uns die äuftere Einheit errungen. Doch vor u ns liegt die Zukunft. Wie sollte ein so h)ch- begabtes, arbeitsames, tenkstaries Volk, wie das deutsche, bis in alle Ewigkeit untaugltch sein Aur Politik? Wir haben die anteren Völker in der Technik überholt, ter Aufschwung unserer Indu­strie, unseres Handels hat uns ten Reid ter gan­zen Welt zugezogen, wir haben die groben geisti­gen Zeitströmungen ter Ve ganaenteu und Ge­genwart in ter Tiefe ersaht und gi-ündl,ch ver­arbeitet, wie keines der anteren Völker es getan, man denke an die Aufklärung, die so­ziale De we gung, die Frauenbewegung wir werten auch ten spröden St oft ter Politik meistern lernen.» , . ...

Dizu ist ater nötig, datz jeter einzelne sich bewusst in ten Dienst des Reiches stellt: wir haben jetzt ten Volksstaat, ter alle Schichten an ter Gestaltung tes Staatslebens teie.ligt we- nigstenS ter Form nach. Jetzt gilt es, diese sorm mit tem rechten Geist zu durchdringen, das (SX> fühl innerster Verantwortung für ten Staat und die nationale Gemeinschaft zur vollen Lebendig­keit zu erwecken. Vielleicht wird sich dann einst das Prophetenwort unseres Schiller erfüllen: Das langsamste Volk wird alle die schnellen, flüchtigen einholen." _ t

Wenn die deutschen Frauen sich mit dieser Hellen Hoffnung erfüllen, dann werten Lauheit, IDahlmüdigkeit und Llnentschlossenheit in ihren Reihen keinen Platz finden. Sie. deren Zahl die ter wahlberechtigten Männer übersteigt, werden sich ihrer groben OZerantwortung gegenüber Vater­land und Volk tetoubt fein, denn ob und wie sic von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, wird für die Zusammensetzung ter neuen gesetzgeben­den Körperschaften von ausschlaggebender Bs-

Darum" deutsche Frau, erfülle deine Pflicht an dem Entschcidungstage und wähle so. wie es tem Wohle von Vaterland und Staat entspricht!

Strecke Dietzen Kassel: P W. 527 P. (nach Londorf) 6.13. P 6.42, P 8.24, D 816, D. P. 10.19. P. 12.32, D (nach Lvii- dorf) 3.08, P. 3.40, P 6.20, P (noch Londorf) 6 45, P. (biS Marburg) 8.00, D. P- 9.10, ü. 11.32, D. 12.09.

Strecke Dietzen Koblenz: P. (Sonntags) 5.14, P W 5 37, D. 8.11. B. P 8 52, P. 10.21, P 12.32, P. 2.00, P. 3.58, P. 6.15, P. (biS Limburg) 10.14.

Strecke Dietzen Köln: P. W. 5.14, P. 6.30, P W (bi« Oveylar) 6 58. D. 8 42, P. 11.25, D. 1.46; D P. (biS Hagen) 3.15, P. 3.40, P. (biS 'Veydvrf) 525, P. (bi« Estorf) 823, P (bi« Haiger) 10.23.

Strecke Diehen Fulda: Duterzug W. 7.13. P. 8.16, P 12 30, P- W. 3.40, W. (autzer Sonntag, bl« Grünberg) 5.35, P. W. (biS Dg-Qld.-Denrunden) 6.46, P. 7.38.

Strecke Dietzen Gelnhausen: P, W. 5.34, P 8.16, P. 1.43, B W 4 34. P W. (bis Hungen) 5.30, P. 6.42, P. W. (biS Hungen) 8.43.

Strecke Dietz enLoklar-D r ün- b er g: P 6.13, P 3.08. P 6 45 (Werktag« bi« Geilshausen, Sonntag« bl« Londorf).

Der neue Fahrplan.

Olb 30. Rovember tritt ein «feuer Fahr­plan tn Kraft, ter auf tem OJabnbol ®lfr Den folgende Reuordnung ter Zugsolge bringt

Ank»m«eabe Züge.

Strecke Frankfurt - Dietzen: PW. 6.25, P. 8.03. D. 8.07, D. 8 34, D P. 10.13, P 12 24, P W. (von Friedberg) 2.03, D. 1.38 P 3 30. D. P 3 03, P. 6 09, P 6 37, P W 7.50, D. P. 9.03, P. 9 46, D. 1122, D. 11.55.

Strecke Kaffel Dietzen: P (oo* Londorf) 5.29, P 6.24, P W. (von Londorf) 7 26 P. W. 7.44, D. 7.17, D. 8.00. B. P 9 26, P. 9.50, P 12 25, P 221, P (von Londorf) 2.37, P 5.15, P (von Londorf) 6.17, D. P. 8.25. P. 8.58. D. 9.44, D. 9.48.

Strecke Koblenz Dietzen: P (von CimbuTfl) 5.57, P W (von Limburg) 7.27, P. 9.43, P (von Limburg) 2 13, Sonn- und Feier­tags 2 28. P. 4.26, P. (von Limburg) 5.56, P. (von Limburg) 8.25, P 9 33. D. 1122.

Strecke Köln Dietzen: P. (von Dil­lenburg) 6.35, P (von Betzdorf) 7.44. P W. 9 24 P. 1221. D. 12.58, B P. (von Hagen) 3.20, P 5 24 P W. (von Wetzlar) 6.38, P. W. (von Betzdorf) 7.33, D. 9 48. P. 10.24.

Strecke Fulda Dietzen: P. W. (von Grünberg) 6.20, P 7L8, P. 11^7. P. W. 4.27, P. 7.34.