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Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 30. November 1924, vom Sterbehause, Komblumenstraße 17, aus statt.

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Verwand len, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß heute morgen 2'/. Uhr unsere liebe, gute, unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter und Großmutter,

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Herabs ehung der Beiträge jur Erwerbslosenfürsorge. Mit Wirk.ng vom 1 Dezember 1924 wF. dea die Be tr i e jur Grwe.bSlosensü s rge in St idt und Kreis Grchrn und in den Kreil m AiSield, Lauterbach und Schotten von 3 auf 2 Prvz. herabg f hl.

* 11 Prozent Rentenerhöhung für Kriegsbeschädigte und Krieget - Hinterbliebene. Wie der Reichst nd der Kriegsbelchädlgtzn mittvilt, tritt mit Wirkung rvm 16. Rovember Aich bei den Renten nach dem Reichsversorgung^gesey eine Rente« h Hang um II Proz. ein. Inf,lge der Kürze der Zeit taim bei der Dezemberzahlung Ausgang Rodemder die Erhöhung nicht mehr berücksichtig' werden, die bei der Ianuarzahlung nachg holt cvird.

Hessische Sparprämien. Der kürz­lich schon mitgcbe.L'e ginhe Erfolg ter diesjäh­rigen Spa-rptamiLnoerte.lung hat den Hessi­schen Sparkassen- und Giro verband Dcionfaftt, eine Wee^erh luig E De 192' statt­finden zu tollen. Für alle dieie-rigen Sparer, n>elche sich schon in diesen 3c$jiLe die Auwurl- schcift aus eine Pränrir erworben Hütter ir.b das

Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß heute nacht 2 Uhr mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Pate und Onkel

Herr Ph.Müller

Bäcker und Landwirt

im 75. Lebensjahre sanft entschlafen ist

Die tieftrauernden Hinterbliebenen.

Wieseck, den 29. November 1924.

Die Beerdigung findet Montag, den 1. Dezember, 2 Uhr nachm., vom Sterbehause Kirchstraße aus statt

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abend im Saal bau Sauer. Q3et(rl-3ln 5-7 und 810 Uhr Stadtk rche. Li Hit oielbaus, Duhnh^fstrahe: .Der Gefangene auf Saft ll d Is". Hess. B IderbÜhne: ,Lung lebe de. st nig". 2lstvrra«Lichtspttle: »Die sspanisch- MaSle".

Tageskalender für Sonntag. Giehener Konsertverein, 4'/, tlhr, in der ilni- versitäts-Aula: Ämucrt. R. I R. 222, 4 tlhr: Gemütl. Beisammensein hn Saalbau Sauer. Stadttheater, 3V- ^thr: Ali-Heidelberg. 7' , tlhr: .Der Meisterbo?er". Reichsbanner Schwarz» Rot-Gvld, 3l/< ilbr, Turnhalle: Protest-Kund­gebung. Bienenzüchter-Verein, 3 tlhr: Ver- sannnlung bei Kraft Frankfurter Strabe 81. Bund erblindeter Krieg -r, Gruppe Giesten, 4 Uhr: Weihnachtsfeier hn Saale der Liebighöhe. Lichtspielhäuser: wie Samstag

Aus dein Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Es wird noch einmal dar­auf hingewicsen, dast die am Sonntag. 30. Ro­vember, um 3A Ähr, stattfindende Vorstellung von .Alt-Heide'lberg" die unwiderruflich letzte in dieser Spielzeit ist. Am Abend, V/{ Ahr, geht der überaus lustige SchwankDer Meister- borer" in Szene, der in den vorhergehenden beiden Auflührungen seltene Stürme von Heiter­keit hervorgerufen hat. Am Dienstag, 2 De­zember, wird .Der Zigeunerbaron" von 2oh. Sttauh gegeben. Die Qluffübrung hat neulich einen tiefgehenden Eindruck hinterlallen und all­gemein groben Beifall gefunden. Es ist zu hof­fen, dast es am Dienstag ein ausverkauftes Haus gibt, zumal die Aufwendungen gerade beim .Zigeunerbaron" recht hohe sind

bis 1. Jyymbcr 1924 geforderte 2inndestguNxwen von 80 All. stehen toll«, sind bcfonöcic Ver- günst.gungen vorgesehen. Die Bed.n.un^en für die kurz vor Wei buchten 1925 ftaitnnöenbc zweite Sp^rprämi nv^rte lung lagert aU Beib g - der gestrigen Aull ige unteres Blattes bei D e Prämien bewegen sich zw.schen 20J030 Wart. Zedern 19.20. Slxrrbuch, das die nicht allzu schux ren Bedingungen erfüllt, wird er c Prüm c verbürgt. Die alten Spa er welche sich sch n n diesem 3obrc die Anwartschaft auf eine Prämie erworben hatten, werden mit 12 Grtraprämien vo i 1C0J bott> 500 Alk. begünftigt Ucbcrflüffifl ist weht, zu sagen, dah der Hessische Sparkallen- und Giroveroand mit feiner Veranstaltung nicht c ax» der frpLlleiucnfdxift Vorjchud leitet w u. Seine Ab ichi ift, den so dringend nvtwenlll en Sparttnn zu neuem Leden zu erwecken. 3m Sep­tember, d. h. b i n ^ev.mnahen d<s ersten S ich- toges für die diesjadrige Prämienverte lung wurden bei den d- ll iien öffentlichen Sp nckaf e r eiKX> 25 000 icue löin^lLebücher au.^gcg beit, das ist mehr als in den vorhergehenden b Jllcna e.i zrv>.unmcngenonrmen. TDetn die Wiede, holung von bem gleichen Ers.llg bg eitet ist, ta rn uer­den die Sparlass en (£m>e nächsten 3ahreS we er über recht nenne: swerte Sparta Pi'.alle i verttgen, die sie h ffentlich in bie Lcrge setzen, sich, wie von Reichsb »ukprä i en. Dr Schacht n ul^ch empfoh­len. wieder « Um. h.ich icr Tegelmng von HvPo - thekengeldern zusuwen^en. Wer spart, u ter früh t somit earH t<n WohrungSbau und ver­ringert die Wohnungsnot.

** Zur Warnung. Der Polizeibericht meldet: Die Schwnrdelfirma Ernst Lamperty A Go., Wallenburg (Holland >. Ehern sche Produkte, jccht Export-Eompagnie , Hrania" Wallenburg (Lim­burg, Hollands, erläht in den Tageszeitungen Anzeigen, in denen der R^chweis einer groOat Derdienstmöglchkeit angebokn wird. D e Finna wechselt öfters ihren Wimen und nennt sich Export-Eompagnie Wallenburg und auch Ver­sandhaus Alag. Der Inhaber der Firma ist (Srnft Lamperty. am 24. Ianuar 1834 in Altenburg geboren, er hält sich hauptsächlich unangemeldet in Deuflchland auf und läht seine wertlosen Wai-en von dem Spediteur Albin Bennewitz in Oschatz i. Sa. vertreiben. Per­sonen. die ich auf Grund der Zeitungsanzeigen an die Firma wenden, erhalten auher sonstigen Rek'omezetteln einen D:stellschein zugesandt und norden gebeten, 100 Kartons Gumm.lysin gegen Einsendung von 25 Mark zu bestellen. In ähn­licher Weise bat Lamperiv früher Eemartol, Dul- h>3. O.iollntoUetten, Ind gv Paper und Schuh­creme den Interessenten zum Alleinverkauf an­geboten. In vielen Fällen erhalten die Ein­sender der Geldbeträge entweder keine Antwort mehr, oder es wird ihnen wertloses Zeug zu- geschickt. So besteht z. D. Gummilysin, welches die Eigenschait haben soll, Gummischläuche zu dichten, a. gemahlenem Ton. Es wird hiermit vor dieser Firma dringend gewarnt.

Oberhefsischer GeschichtSver- etn. Am Donnerstag sprach in sehr gut be­suchter Versammlung Prof. Delbrück über den Ornat des altchristlichen Kaisers". Die An­schaulichkeit des Vortrags wurde durch gute Licht­bilder noch wesentlich erhöht. Wir werden dar­über noch berichten. Rach dem Vortrag hielt der Verein seine Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende gab einen kurzen Lieberblick über das verflossene Iahr. Von einer RechnungSab- läge für die Inflationszeit wurde entsprechend den staatlichen Vorbildes abgesehen. Der bis-

©einen um ötege Ntyren w«ve. In Iesus sah man diese Erwartungen erfüllt Das bezeugen d e Berichte her (Soang-l^en, dte in so stimmungs­voller Wefe erzählen, wie IesuS un er dem Zuruf des Volles, daS ihm Palmen auf den Weg streut, in Jerusalem einzieht Daneben steht bie Vorstellung, dah er der König auch der Aichter über bie Lebendigen und d.e Toten ist. älnendlich oft hat bie Kunst daS grof>e Welt­gericht ba rgeftelU.

SS ist Bar, bat> 3efu Xönigttnn nur geistig gefakt werden kann, er ist der König, der über Die Seelen der Menschen hen-schen will Würd n bie Menschen unserer Tag: d.e ej Königtum mehr anerterm». so stünde eS bester um s e. Wir sind ein schwer gepriifd-s Geschlecht. Verarmt, verbit­tert. durch TodSllnd gebeugt, taus.-ndfacher Rot preisgog.ben, so erscheint heute nicht nur daS beutiche Voll Die sthl.mmsten Röte unserer Zeit finb bte Arbeit-losi^k.it und d»e W haungsnol. Ha» bet Wenlch e.ne A.be:t, die seine » Anlag-m entspricht, so weih er, duh er Werte schafft, und ist zusrieb«!. Unb hat er ein Heim, in dem er sch mit den önnen wohl fühlt, so hat er auch Freude, ohne die eme Seele nicht aede hen kann Alle diese Umftänbe tragen dazu o.d. datz heute die Menschen so reichar und msolgebeflen auch streitsüchtig flnd Der Äonig. von dem die Christei.heit tn diesen Tagen spHcht, hat alle diese Rot gekannt und toollte ihr steuern Das beeugrn v.ele seiner Worte .Selig find die Sanft­mütigen, denn fte werden das Grdrerch besitzet. Selig find die Barmherzigen, denn fle wer­den Bai m Herzigkeit erlangen. Selig sind die Frieds-enigen, denn sie werden GotteS Kinder hei hei». Liebet eure Feinde! Ihr

könnt qicht GvU bienen und dem Mumm-N. Wer im Geringsten treu ist, der ist auch l.n Groben treu; und wer im D-ringtten unrecht ist, der ist auch cm Groben unrecht Würden wir alle nach diesen Worten unser Leben einrich en. so wären otme Zweistt F rede, Freude und Gerechtigkeit unter uns. und wir tömuen auch in dieser Zeit Öen König des Himmelreiches mit den Wonen grüben, die einst mitten tn den Wirren dcS Dreibiglähi igeu Krieges ein deutscher Dich'.er auf ihn angewandt hat Gr ist gerecht, ein Helfer wert. Sanftmütigkeit ift fein Gefährt, fein Kdirigstron ist Heck gkeit. fetn Szepter ist Dorm- berz'gknt all unsre Rot zu @n0 er bringt, der- falben jauchet, rn 1 Freud^'N singt: Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat! H. D.

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hertge Vorstand wurvc wtedevarwählt Jm ötelte deS a!S Kustos an da« Museum nach ötetttn gegangenen früheren Schriftführers Dr Kunkel bat Dr Wallrach von der Universitäts- Bibliothek dieses Ami übernommen Der Mit- glicb«bcitrag wurde auf 3 Mk jährlich festge­setzt Die Veröffentlichungen des Verein« werden auch in Zukunft an die Mitglieder unentgeltUch abflegeben.

Ginschränkung der (Stntoonbe- rung noch Brasilien. DaS Paswflum für die öi^irxint'/rnng nach Brasilien wird In« auf weiteres nur in besonderen:len erteilt. Juir solche Ginwindeoer würden ba« Visum erhalten, die nochwe.Sllch in Drasckien eine Stellung an­treten wollen oder von ihren dortigen Ver­wandten gcnt'cn sind. 2us.vanderung<willigen ist zu empfehlen, ihrer Hon«stand nicht vor­zett g aufzu.ösen und zunächst b i d.m zuständigen brosllianischcn Konsulat festzustellen, ob sie daS Visum erhallen werden.

ee Die Hessische Bilderbühnr bringt ab gestern daS Filmfchauspiel »Lang lebe her Äönig. Ti^H.urptrolle piest IackieToogan, über den in Ictzier Zeit während feiner »uropa- reife soviel geschrieben und gesprochen wurde. Die darstellerischen Leistungen find gain vortrefflich. Di? Ratürlichkett stir^S Spiels Iaht fein: für den kleinen Künstler eistneh.nen. Der Film fclbft zeichnet sich durch besonders guten Aufbau und prächtige Ausstattung aus und ist reich an span­nenden Momenten Sr steht auf einer beachtens­werten Stufe. Wer sich einige Stunden gut unter­halten will, versäume nicht, sich diesen Film an- zusehen

Q Die Schwierigkeiten der ober- hessischen Gisenerz- und Dau sitgru- ben. Die in Oberhessen gelegenen Gifenerz- und Bauritgruben liegen seit Monaten still, da ein a ihrer Produkte infolge günstigerer Ver­dingungen von ausläitdischem Roheisen zur Zeit nicht möglich ist. Schon vor dem Kriege be­fanden sich die ®vuben tu einer mchi besonders glücklichen Lage, die aber durch Zugeständnis eines RotstandstarisS feiten« der Eisenbahnvsr- toaltung einigermaßen gemildert wur!>r. Diesen Tarif bat die Bahn iitzwischen aufgehoben imb trotz Beschwerden und Verhandlu!n;c r n.cht wieder cingefübit. GrN kürzlich wurde in einer in Di War­burg abgebaltenen Protestversannnlnng unter 'Be­teiligung von Vertretern der Bergwervotodustrie und der Arbeiterschaft die Rottoge der Gruf»w- befitzer und der Bergarbeiterschast eingelx-nd be­sprochen. In der dort gefaxten Resolutim wurde bekanntlich zum Ausdruck gebracht, das) nur durch Wiedereinführung eines Rotstandsta. iss für die Verfrachtung der Grze und der benötigten Brenn­st ofle, sowie durch Grmätzigung des Stromhr^tas seilens der Provinz die Wiederaufnahme des Be­triebes in den oberhrssischen G.uben mögllch und damit gleichzeitig die Schaffung einer Derdienst- quelle für die zahlreichen arbeitslosen Berg­arbeiter gegeben sei. Wie wir hören, sind ent* sprechende Schritte bereits eingclciict.

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