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Die Hamburger Wahlen.

Erne Probe für öte kommenden Reichstags - Wahlen sollten nach der Auffassung der Linken die Wahlen zur Hamburger Bürgerschaft sein, die am ÖOTurtafl v)rgenvmmen sind. Soweit es ii^der Eile möglich war, haben die Herren denn auch alle nur erdenklichen Borbereitungen getraften. Sie haben «in ganzes Heer von Abgeordneten nach Hamburg entsandt und damit den Wettbewerb der übrigen Parteien weit geschlagen, verliehen sich wohl auch daraus, daß gerade die Hamburger Verhältnisse mit ihrer alten Reigung zur Republik den linksstehenden Parteien besonders günstig wären. Im Innern ihres Herzens werden sie mtt dem Ergebnis nutzt sonderlich zufrieden sein. Will man die Hamburger Wahlen richtig aus­werten, dann stehen da>u zwei Vergleichs Momente zur Verfügung. Der absolute Vergleich gegen die letzten BürgerschaftSwahlen vom Jahre 1921 und der relative gegen die Zahlen der Rcnchstags- wahten vom 4. Mai. Dom ersten Gesichtspunkt aus ist zunächst als Hauptsache sestzustellen, daß die soztaldem okratisch -de mo krati- s che Mehrheit, die seit 1918 di« Geschicke Ham- burgs bestimmte, zerschlagen worden ist. Sie verfügte über 92 von 160 Sttzen und kommt nur mit 75 zurück, hat also 17 Mandate verloren, von denen 16 aus die Sozialdemokraten und 1 Mandat aus die Demokraten fallen. Auch in Hamburg ist also eineinnereReugruppierung der Parteien notwendig, die freilich Wohl auch erst im nächsten Jahre erfolgen wird, weil alle Par­teien den Aus gang der Reichstags­wahlen und die neuen Kombinationen im Reich obwarten wollen, ehe sie sich binden. Eine bür­gerliche Mehrheit wäre in Hamburg sehr wohl möglich. Die Sozialdemokraten mit 53, die Kommunisten mit 24 Stimmen bilden nur eine allerdings sehr starke Minderheit, und wenn man die kleinen Splitter der Gewerbetreibenden, des Mieterverbandes und der Wohnungssuchenden mit den Demokraten in einen großen Block zusammen- fchliehen könnte, wären die Voraussetzungen für eine vollkommeneAenderungdesbis- herigen Kurses in Hamburg gegeben. Wir glauben allerdings, daß es sich dabei nur um eine theoretische Möglichkeit handelt, weil die Hamburger Demokraten vorläufig wenigstens nicht bereit sind, die Sozialdemokraten im Stich zu lassen.

Aktueller aber ist doch noch der errechnete Dergleich mit den Reichstagswahlen vom 4. Mai, weil er Anhaltspunkte für den Aus­fall der kommenden R e i ch s t a g s wäh­len gibt. Da ist zunächst festzustellen, daß die radikalen Flügelparteien auf der äußersten Rechten und auf der äußersten Linken sehr starke Verluste zu tragen haben, die Dcutschvölkischen verloren mehr als die Hälfte Stimmen, die Kommunisten prozentual nicht ganz soviel, immerhin aber doch 35 000 Stimmen: auch die Deutschnationalen, die gegenüber 1921 einen starken Gewinn buchen, haben gegenüber dem 4. Mai erheblich verloren, während die Deutsche Dollspartei einen Teil ihres Verlustes, den sie im Mai verzeichnete, wieder ausgleichen konnte. Auch die Sozialdemokraten, die, verglichen mit 1921 eine schwere Riederlage erlitten, stellen befriedigend fest, daß sie seit dem Mai zugenommen haben. Eine bedauerliche Erscheinung ist die allge­meine Wahlmüdigkeit, und zumal die bürgerlichen Parteien mühten sich bemühen, die , Reserve mobil zu machen, die am Sonntag zu V Hause blieb, dann würde sich am 7. Dezember das - Ergebnis für sie noch sehr viel günstiger gestalten.

Turnen, Sport und Spiel.

Vom Arbciter-Turn- und Sportbund.

£ Auf dem SportplatzTrieb" der Fr. T. Gießen fand am Sonntag das fällige Serienspiel der Gießener 1. Mamrfchaft gegen die gleiche des T.u.Spv. Herborn statt. Beide Marm- schaften sind bekannt, über gutes spielerisches Können zu verfügen. Man durfte also auf guten Sport hoffen. Wenn nicht alle Erwartungen er­füllt wurden, so bewies dieser Umstand eben, Daß auch FußballspielerStimmungen" unter­worfen sind und daß manchmal eben nichts klappt! In der ersten Halbzett spielte Gießen vorzüglich, in dem von ihnen in letzter Zeit gewohnten, eleganten Stil zwangen sie den (Säften 3 Tore aus. sich dadurch einen mächtigen Vorsprung sichernd. In zweiter Halbzeit wurden sie aber von der Rervosität der Herborner scheinbar an­gesteckt, auch ihr Spiel wurde zerfahren und im Zuspiel, besonders im Schlußeffekt, im Torschuß, ingenau. Selbst die sichersten Gelegenheiten, das Resultat zu erhöhen, wurden entweder verpaßt oder ins Blaue vcrschoss-en. Mit Herborn verhielt ?s sich umgekehrt. Wenn hier der Versager in erster Halbzeit feftzustellen war, so wurde das Spiel nach der Pause im allgemeinen besser und durchgreifender. Zu einem Erfolg kamen sie aller-, dings nicht, da die Gießener Hintermannschaft litten Anforderungen und Gefahren gewachsen toar. Es blieb also bei dem von Gießen bis Halbzeit geschaffenen Stande. Das Eckenverhält­nis war ein recht niedriges: 1:0 zugunsten Vießens.

Die 3. Mannschaft Gießens weilte in Wetzlar, um gegen die dortige 3. Mannschaft des T.u.Spv. Wetzlar um die Punkte zu spielen. Auch der Rachwuchs hatte Glück (oder waren sie die Besseren?) und kehrte mit einem 2:0-Sieg uird einem Eckenverhältnis 2:0 zu ihren Dunsten heim.

W i e s e ck, der Spitzenairwärter der zweiten Gruppe, fuhr nach Weidenhausen. Auch hier sollte es nicht ohne Störung abgehen. Bei äußerst ungünstigen Pbatzverhältnissen (der Platz war viel zu schmal und teilweise völlig versumpft) konnte es Wieseck das seinen eigenen vorzüg- llchen Platz gewöhnt ist, nur zu einem 1:l-Re° sultat bringen, trotzdem es mtt 2 Ersatzleuten an­

treten muMe uird das Sptel völlig Werkegen durchführte. In der zweiten Halbzeit mußte der, wie besonders festgestellt werden muß, einwand­freie Schiedsrichter eine scharfe Entscheidung gegen 2 Spieler von Weidenhausen treffen, die sich einen groben Verstoß zuschulden kommen itetten, worauf von Weidenhcrusen das Spiel abgebrochen wurde. Weidenhausen ist noch Reuland in unserer Sportbewegung, es muß noch sehr viel lernen, wenn es sich in den von uns gezogenen Rahmen einpassen will. Sport ohne Disziplin ist ein älnding, da gerade die Unterordnung unter die selbstgewählte Autorität, und zwar eine^ be­dingungslose Unterordnung, mit zu den so schöne.r Erfolgen zählt, die der Sport an seinen An­hängern zeitigt. In diesem Zusammenhang: £>arf auch gesagt werden, daß es mit Aufgabe der sporttreibenden Vereine ist, das Publikum sport­lich zu erziehen, d. h. soweit zu bringen, daß es die äleberlegenheit eines Gegners ihres hei­matlichen Vereins anerkennt und sich nicht bom (manchmal nützlichen) Lokalpatriotismus mitreißen läßt. Wie es in Weiden Hausen der Fall war! Die Folge hiervon ist nämlich meistens die, daß Vereine, die out ihren sportlichen Ruf Wert legen, SpiÄle mit solchen Gegnern zunächst nach Möglichkeit vermeiden die weiteren Folgen zu erörtern, ist hier nicht der gegebene Platz!

Deutsch-französischer Fußballkampf in Berlin.

Paris 28. Oft. (WB. Funkspruch.) Der Fußball-ClubFrancaise" ter kürzlich in Paris durch die deutsche Fußballmann­schaft des Club Tennis-Borussia ge­schlagen worden war, ist von dem Berliner Club für den 9. Rovember zu einem Gegenspiel nach Berlin eingeladen worden.

Wirtschaft.

Born Weltgetreidemarkt.

Die bereits vor acht Tagen erwähnten großen Vorrcrtskäuse vm deutscher Seite, die für den Monat Oktober lauteten und in der Berichtswoche zum Teil abgedvckt tzmrden, führten auf dem Markt eine starke ttebersüllung mtt amerikanischer Abladungsware herbei, die zum Tell nicht sofort untergebracht werden konnte. Da hierbei eine ganze Reihe von Partien in schwachen Händen waren, schrttt die zweite Hand teilweise zum Verkauf zu Preisen, die sich unter den direkten Cifforderuirgen bewegten. Allerdings war es trotz­dem schwer, mtt der Ware anzukommen, weil das Mehlgeschäft eine immer stärkere Stockung verzeichnete. Die inländischen Mühlen, besonders solche der Pr>vinz, hatten schon vorher ihre Ver­käufe von Mehl aus ausländischem Getteide ver- schiedeittlich durch direkt eingeführtes Mehl er­ledigt, da sie die entsprechende Rohware nicht immer zur rechten Zeit erhielten. Das nunmehr in Sicht kommende Getreide Amerikas gelangte gerade zu einer Zett hierher, in der auch auf das Ingangkommen der inländischen AbLeferungen ge­rechnet werden konnte. Während daher einerseits die Inlandmühlen frühere Oktoberkonttakte wieder abstießen, hielt die Derkaufsneigirng Amerikas für Brotgetreide an. Die feste Tendenz der ameri­kanischen Preise führt man auf eine möglicher­weise beabsichtigte Beeinflussung der Farmer mit Rücksicht auf die bevorstehenden Präsidentenwah­len zurück, doch scheint durchaus nicht klar, ob diese Vermutung in der Tat zutrifft. Sie wär« allerdings zur Beurteilung des kommenden nächst- wöchigen Geschäftes in einem gewissen Grade von Wichtigkeit. Im übrigen lauten die vom Weltmarkt vorliegenden neueren Rachrichten durchaus nicht alle für die Preisgestaltung gün­stig, ist doch z. D. in Kanada das Wetter für die Drescharbeiten in der Berichts zeit günstiger ge­worden, während auch aus Argentinisn allgemern befriedigende Rachrichten über die Ernteaussichten eintreffen. Die Schätzungen aus diesem Lande lauten für Weizen daher wieder etwas höher. Was das Maisgeschäft anbetrifft, so ist bisher immer noch keine Belebung der ftüher außer­ordentlich lebhaften älmsatztättgkett eingetreten. Von Einfluß dürfte nach den inzwischen heraus­gekommenen Bestimmungen für die Spirituspvo- dukfton die Tatsache sein, daß bei der Bramtt- weinproduktton dieses Jahres die Verwendung von Mais wieder eine im Grunde genommen kleine Rolle spielen dürfte. Gerste ist in der letzten Woche ebenfalls nicht besonders reichlich gehan­delt worden. Mittelqualitäten waren reichlicher offeriert, doch schwierig abzusetzen. Hafer wurde infolge vorhandener größerer Warenbestände, dte an sich für den Export bestimmt waren, etwas unter Druck gehalten. Das Geschäft war daher auch in diesem Artikel ^minimal.

"DieLagederwestlichen Fahrrad- industrie. In der Fahrradindustrie liegt das Auslandgeschäst sehr ungünstig. Die ausländische Konkurrenz, welche unter günstigeren Dsdingungan hinsichtlich Steuern und sozialer Abgaben arbeitet, unterbietet die deutschen Fabriken immer mehr. Bor allem macht sich aber der Wettbewerb der französischen Fahrvadsabrtken bemerttxrr, welche infolge des Frankenkurses unter dem Preise lie­fern, der die Herstellungskosten der deutschen darstellt. Wenn trotzdem Geschäfte mtt Ausland­kunden abgeschlossen werden, so geschieht das, um die Berbindung mit ihnen aufrecht zuerhalten. Die Zahl der Arbeitnehmer ist teils gleich geblie­ben, teils etwas zurückgegangen. Arbeitsverkür- zungen und Stillegungen sind in der letzten Zeit nicht vorgekommen.

* Goldbilanz: Harpener Bergbau AG, Dortmund. Die Verwaltung veröffent­licht soeben den Bericht für das verlängerte Ge­schäftsjahr vom 1. Juli 1922 bis 31. Dezember 1923, nebst Abschlußziffern und Goldmarkeröff­nungsbilanz per 1. Januar 1924. Es wird vorge­schlagen, die 100 Mill. Mk. Stammaktien zu ihrem Rennwert in Gold beizubehalten und die 10 Mill.

Mark Vorzugsaktien auf 30o UQO umzufreuen.

Der im Zeichen langsam aufsteigender Produktion beginnende Wiederaufbau brach auch bei der Harpener Bergbau A.G. jäh zusammen, so daß die Berichtsperiode infolge dieser wirtschaftlichen Störungen mit einem Verlust von 4 326 558 Dill. QKarE schließt. Der Vorstand bemerkt aber aus­drücklich, daß dieser Abschluß infolge der darin enthaltenen Papiermarkkonten aus den verschie­denen Stadien der Inflationszeit lediglich eine rein formale Dednrtung habe.

* Großkraftwerk Franken 21.®., (Nürnberg. Die Gesellschaft legt einer auf den 22. Rovencher einzuberufenden außerordentlichen Generalversammlung die Goldmarkeröffnungs- bilanz vor. Wie verlautet, ist eine Umstellung des Stammattienkapitals als im Verhältnis von 10:1 beabsichtigt.

Börsenkurse.

(Ohne Gewähr.)

0,480

0,460

1350

9,13

11,65

11,75

9,25

36,90

2,35

iontatt

2,35

19

18,2

17,66

12

14,65

14,90

7,75

7.75

0,8

1,87

2,95

2,4

2,4

) Dom RücftahlungswerL

24,6

4,10

16.10

6,50

3,76 7,65

11.5

15,25

15,65

6,25

11,9

15,50

15,90

11,75

15

7,7

10,50

21

4,3

8

19,13

4,8

4,6 8 10,06

24,25 4,1

94

43,75

1,8

2,7

1,50 0,350 0,375

46.6

88

9,25

49 25

49.9 79,5 11,39

14.4

4,70

8,75

35,60 32,6

33,5

0,48 i 0,880 0,850 ! ,325 0,310 1,035 1,150

0,461 0,825 ',818

1,325

0 338

0,950

1,15

1,15

0,97

4.2

87,8

8,8 41

22

4,6

7,8

10,10

o',5i6

1.06

4,2

87,5

8.9

40

24

4,6

8,20 10,1

11,75

15,13

15,60

4,6

8,6

17,75

4,9

8,6

18,13

1,6

0,325 0,3

48

8,9

9,50

50,50

62

81,50 12 16

4,70

9

36,10

39,25

33,25

Phönh Bergbau öfteinstahl. . . .

Ricveck M

1,4

2,70

3

7,5

7,75 10,60

38 42,5 1,76 2,65

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(3n Billionen Marl auSgedrückt. BoenoS-MreS. London, Neu» hort, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien and Budapest für 109000 Ein betten, alle« übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.

(Ohne Gewähr.)

Danfnoteu.

(Ohne Gewähr.)

13,76

7,75

13

7,65

5% Deutsche RetckiSanketd« . 4% Deutsche ReichSanlethe . BV,% Deutsche Neich-->anlethe 3% Deutsche ReichSanletbe . Deutsche Snarprämienanlethe 4% Preußische KonsolS . - .

<% Hessen ..........

Deutsche Kertb. Dollar-An l. bfo. Doll.-Schatz-Anlretsng.')

4*le HoQtfltren.........

6% Äoldmerikaner.....

Berliner Handelsgesellschaft Lommerz- und Prtvat-Bank Darulst. und Naiioualbauk - Deutsche Bank.........

Deutsche BereinSbank . . . . Discvnto Lommandit .... Metallbank...........

Mitteldeutsche Tredttbank. . Oestcrreichlsche Kreditanstalt. Weltbank............

Bochumer Gaß .......

BudernS.....

Laro..........

Deutsch-Luxemburg......

Gelsenkirchener Bergwerk. .

Harpener Bergbau......

Haltwerke Aschersleben. . . * Kaliwerk IBeftetegelu Laurahütte .« Obcrbedarf....... .. .

TelluS Bergbau........

Hamburg-Anrerika Paket. .. Norddeutscher Lloyd

Eheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann Angko-Tont -Guano .... Badische Auiltn Ebemiiche Mayer Alaptn . .

Goldschmidt......

Gries!,eimer Electron .... Höchster Farbwerk......

Holzverkohlung . . ..... Rütgerswerke ......... Scheideanstalt........

«llg. EiektrizitStS-Gesellschaft Bergmann .......... Mainii.^nverke .

Cchuckert.....

Siemens k HalSke .....

Adlerwerke Kleyer .....

Daimler Motoren. ...... Heyltgenstaedt ..... Meguin ......«...

Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesell'chast Frankfurt. Pet. Union L-G........

Schubiabrtk Hc«z . . . . . . . Eichel ....... .

Zellstoff SBaibbof . Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .

vn DNNonen Prozent

ftrnnTfurt a- M.

Berlin

Schluß. ÄU15

Schluhk. Abend­börse

Schlnk. Kus

Schlußk. Mittag- börse

Datnmr

27. 13.

28 a

2'. 10.

28.10,

27. Oktbr.

28. Oktbr.

Repart.

rimilich, 'Notleruna

Auitlichc 9

Geld |

tarier 11, Brief

Geld |

Brief

27.

28.

Amll-Rott

164,59

165,91

164,99

165,81

voll

voll

Brfl. Antw

20,08

20,18

20,17

20,2

soll

voll

Cbristiania.

69,55

59,85

59,50

69,80

voll

voll

Kopenhagen

71,92

12,-8

71,72

72,08

voll

voll

Stocklwim .

111,42

111,98

111,47

112,03

t?oil

voll

HelsingforS.

10, 1

10,57

10,51

10. 7

voll

voll

Italien. . .

18,05

18,15

18,14

18,885

18,24

voll

voll

London. . .

18,83

18,92

18,97.

voll

voll

Neuvork . .

4,11

4,21

4.1)

21,92

4,21

voll

voll

Pari«. . . .

29,82

1931

22,0?

voll

voll

Schweiz . .

80,625

81,025

80,55

80,95

voll

voll

Spanien . .

bG,06

66,34

66,31

66,59

voll

voll

Wien in D->

Ocst. abgest

6^1

5,94

5,91

5,94

voll

voll

Prag - . .

12,405

12^56

12,49

12,15

voll

voll

Budapest. .

5,485

6,515

5,485

8,516

voll

voll

Buen.-AireS

1^3

1,62

1,63

voll

voll

Bulgarien

8,05

3,08

3,04

3,06

voll

voll

Japan . . .

1,81

1,62

1,615

1,625

voll

voll

Wo de Ian

0,46

0,47

0,46

1.47

voll

voll

Belzrad . -

6,065

6.C9S

6,09

6,125

voll

voll

L'flabon . .

16,46

16,64

16,46

16^4

voll

voll

TtrThv -8- Oktbr.

Gell»

| Briet

Re^arr.

Amerikanische Noten .....

4,1)

4,21

bo[T

Belgische Noten........

20,10

20,20

Voll

Dänische Noten ........

71 62

71 98

V nglische Noten........

18*86

1896

Französische Nottn ......

2L91

22 04

holländische Noten......

164,91

165J3

voll

Italienische Noten......

Norwegische Noten......

18,14

59,43

18,24

59,70

voll voll

Deutsch^Lefterr-, a 100 Kronen

5,93

5,95

voll

Nnniänischc Noten......

2,34

2,-6

voll

Schwedische Noten......

111,33

11,89

voll

Schweizer Noten.......

8(1 55

E0 9

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten ..

66>6

12,46

5 6,'54

12,52

voll voll

Ungarische Noten. . ...

5,45

5,47

voll

FraMmSer Abendbörse.

Frankfurt a. M, 28. Oft. Die Erwar­tung, daß in die Wiederaufnahme der Verzinsung der Stadtanleihen trotz verschiedener Dementis noch nicht das letzte Wort gesprochen sei, regte aufs neue den Etädteanleihemarkt an, auf dem wieder größere Lims ätze stattfanden. Dte Stim­mung blieb aber schwankend und unsicher und weiter zum Rachgeben geneigt. Es gingen um: Stuttgarter Stadtanleihe 75/s bis 73/8, Frank­furter 5,15, Kasseler 4,8, Kölner 5,1, Darm­städter 10 Billionen. Am deutschen Rentenmark dagegen bewegten sich dte ttmsätze in mehr be­scheidenen Grenzen. Die Stimmung war lustlos und schwächer. öprozentige Kriegsanleihen 480 minus Zl/2, 3i/2prozentige Prcuß. Konsols 1175 minus 20, 3prvzenlige Reichsanleihe 1350 minus 10 Milliarden Prozent. 1914er Preußische Schütze 725 minus 25 Milliarden Proz. Ausländische Renten waren gänzlich vernachlässigt. Zolltürken unverändert 9Vs- Etwas Interesse bestund für lombardische Prioritäten, öprvzenc.gs. Lombarden 7V-, alte Lombarden 7Vs Geld. Der Aktienmarkt hatte fast durchweg wieder lusllofe Haltung und sehr geringe Umsätze. Am Montanmartt, der wenig Veränderung zeigte, notierten Mansfelder 2 9 Geld, Phönix 367/s plus 0,1, Rhein. Braun­kohlen 26, Rheinstahl 33 minus 0.6. Lellus 2,35. Von Kaliwerten erzielten Aschersleben eine neue Besserung um 0,5 auf ll3/», Westeregeln unver­ändert 15, Rombacher 15/2 plus 0,25. Für che­mische Werte blieb Interesse bestehen. Badische Anilin 18,2 minus 0,17, Scheideanstatt 133A plus 0,5, Elberfelder Farben J6, Th. Goldschmidt 12 plus 0,2, Höchster 16,1 plus 0,1, Holzverkohlung ß3/g. Elektromarkt lag ruhig, AEG. 73/i Geld, Licht und Kraft 65/s minus 0,2, Reiniger 1,7 Gell'. Am Bankenmarkt traten nennenswerte Ver­änderungen nicht hervor. Kommerzbank 41 2 plus 0,1, Darmstädter 8. Deutsche Bank 10,05, Dresdner Bank 67/8 plus 0,1, Reichs bank weiter leicht ge­steigert auf 5P/4 pkus 0,25, Rheinische Kredit­bank 2,2. Von sonstigen Industrieaktien wurden noch notiert: Rordd. Lloyd 4,1, Reckarsulmer 5,6, Mönus 2 35, Aschaffenburger Zellstoff 17, (Sement Heidelberg 19Vs Plus Vs, Tycterhofs und Wid­mann 3,7, Hvlzmann 4,8, Dingwerke 2,3, Gebr. Iunghans 91/4 Ms 0,2, Handwerk Füßen 121/t plus 1/4. 3nag 1,2 Zucker Badischer 2,4, Zucker Offstein 2,6. Die Börse schloß bei ruhigem Ge^ schäft in behaupteter Haltung.

Märkte.

Rindviehmarkt in Gießen.

h. Gießen, 28. Ott Zum heutigen Rindvieh- markt, der sehr gut von Händlern aus den frei» gewordenen Gebieten besucht war, waren 813 Stück Groß- und Kleinvieh aufgetrieben. Sehr gesucht waren gute Milch- und Achttiere Bezahlt wur­den für Kühe 1. Qualität 500 bis 550 Mk., weni­ger gute 300 bis 400 Mk., Schlachtkühe 150 bis 200 Mk., Rinder 130 bis 170 Mk., Kälber 50 bis 80 Mk. das Stück. Der Handel war flott. Es ver­blieb kein Lleberstand.

Srantfutter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 28. Oft GS wurden notiert: Weizen, Wetterauer 22,50 bis 23,50, Roggen, mländ. 22 bis 23, Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 27,50. Hafer, inländ. 19 bis 22, Mai«, gelb 20,25 bis 20.75, Weizenmehl, intifcraX, Spezial 0 34 bis 37, Roggemnehl 30.50 bis 34, Weizerckleie 11,50, Roggenkleie 11.25 Mk. Ten­denz fester.

Berliner Produktenborf

Berlin, 28. Oft. Der Produktenmarkt blieb lustlos und neigte zur Schwäche, well die zweite Hand immer noch erheblich billiger als die erste tft. Der schwache Mehlhandel von gestern fei wie­der eingeschrumpft. In- und Auslandware fast umsatzlos, soweit loko in Betracht kommt. Auf Fristen wird aber auch nur wenig gehandelt. Har­ter Winterweizen wurde mit 14,5 Gulden loko ge­nannt. Es notierten pro 1000 Kg.: Weizen (märf.) 210 bis 251, Roggen (märt.) 202 bis 210, Gerste (märt) 230 bis 256, ®erfte (neue) 200 bis 215, Hafer (märf.) 175 bis 185, Raps 390 bis 400, Lein­saat 390 bis 400; für je 100 Kg.: Weizenmehl 29 bis 32.50, Roggemnehl 28.50 bis 32, Weizenttete 12 50 bis 12.80, Roggenkleie 12.50 bis 12.80, Viktoriaerbsen 33 bis 37, kleine Erbsen 23 bis 26, Futtererbsen 19 bis 21, Peluschken 17 bis 19, Acker­bohnen 20 bis 22, Wicken 18 bis 20, Lupinen (blau) 14 bis 15, Lupinen (gelb) 16 bis 18, Seradella (alt) 14 bis 15, Seradella (neue) 20 bis 24, Rapskuchen 15 60 bis 15.80, Leinkuchen 25 bis 25.50, Trocten- schnihel 10, Tvrfmelaffe 9 bis 9.20, Kartoffelflocken

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

* Das Amtsverkündigungsblattz Rr. 72 vom 24. Oft enthält: Polizeivervrdnung betr. den Verkehr mit Fleisch, die Einrichtung der Metzgereien im Kreise Gießen und die Regelung des Freibanffleischvertaufs. Schlachtordnung. Die Verträge der Gemeindehebammen. Wildschädenabfchihkommission. Beteiligung der Schüler an der Wahlagitation. Flugtgg in Gie­ßen. Gefundene Zigarren. Gefunden, ver­loren. Dienstnachrichten.

* Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 73 vom 28. Oft. enthält: Reichstagswahl 1924. Aufhebung der Zentralstelle für die Gewerbe. Erhebung einer Umlage der Handwerkskammer Abkommen zwischen Deutschland und Polen. Viehzählung. Schuh der Telegraphenleitungen. Dienstnachrichten.

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.....'7 -