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Seltsame Wterroochen.

Roman von Arn>ll> FreberickS

32. Fortsetzung (Rachbruck verboten.)

DaS Zimmer, das der Chauffeur bewohnte, tag im obersten Stock des Hauses, mit zwei Fenstern, die durch das schiefe Manfacdendach gingen. Don dem einen konnte inan, tmc Duva.l oemcrlte, über die gegen Dorden anstoßenden Häuser hinweg bis zur Qtoenue du Bois de Doulogne sehen. Das -weite Fenster erlaubte südwärts einen ausgedehnten Blick über Passy.

Stapleton war vom ungewohnten Treppen­steigen atemlos und setzte sich auf das *&ctt .Ich kann mir nicht vorstellen, was Sie Heer -u finden hoffen, Duvall," brummte er.

Der Detektiv ettoteerte nichts, begann j^>och, das Zimmer planmähig ob^u uchen Einer der ersten Gegenstände, die seine OlufincrfTomfeit er­regten. war eine gewöhnliche elektrische 'Taschen­lampe. die aus dem TDo chlisch lag. Duvall nahm sie in di« Hand und prüfte sie sorgfältig.

,Zch kaufte sie Fran^oiS," bemerkte S'ople- ton, .damit er bei Rächt bei einem Unf^rll oder einer Reparatur den Wagen Nachsehen kann."

.Datürlich sehr praktisch! Aber ich frage mich warum er sie hier im Zimmer hat und nicht in der Garage."

.Dielleicht hat er sich nachts die Treppe her­ausgeleuchtet," sagte Stapleton.

.Dann hätte er sie wohl bei sich," bemerkte Duvall trocken. .Sie würde ihn heute abend zuw Beispiel nicht nützen." Er wollte sie schon weglegen, als ferne Aufmerksamkeit von zwei

Gegenständen erregt wurde, die auf beiden Seiten des Waschtisches von dessen Aussatz berabhengen. Es war essen dar Christbaum' chrnu / aus dünnem Glas, der an farbigen Bändchen hing

Aus den ersten Blick schien cs ein Andenken an einen Ausflug oder eene Tanzuriterhaltung u sein, das der Cs^ufseur aufbewah^te. Die Dinger waren wie kleine S-chaten geformt, der Rand mit buntem Papier eingefaßt und daran waren die Bändchen beseitigt. Duvall hatte solchen Schmuck zur Weihnachtszeit oft gesehen Er wurde mit den Bändchen an den Baum gehängt und mit kleinen Zuckerfrüchten oder Sahgleiien gefüllt. Er hätte sie beinahe übersehen, als etwas in ihrer Fär­bung seine Ausmerkfamkeit erregte

Die eine Schale war dunkelblau, die andere ebenso tief rot. Er betrachtete den hölzernen Aufsatz des Waschttsches sehr sorgfältig.

Ileberall auf dem rückwärtigen Teile deS Waschtisches lag eine Staubschicht. An dem oberen Rand des Aussatzes, da wo die Bändchen aus­lagen, die die Schalen trugen, war der Staub weggewischt.

Offenbar waren die Schalen weggenommen worden, und zwar erst vor kurzem Zu weich m Zweck? fragte er sich Plötzlich hatte er einen Gedanken Er hing die kleine blaue Schale ab und legte sie rasch über die Linse der Lampe. Sie sah genau; das um den Rand geklebte Papier hielt das nahezu halbkugelige Glas fest

Stapleton sah Duvall ohne h^virtercs Inter­esse zu. Plötzlich richtete der Detettiv die Lampe aus ihn und drückte auf den Knops, der den Strom schloß. Stapleton trat zurück, als sein Gesich von einem glänzend blauen Lichtstrahl übergossen wurde.

Duvall hing die Schake wieder genau in dieselbe Sage, wie er sie gesunden hatte, und legte di« Sampo aus den Waschtisch .Sanz nett, nicht?k" rief er aus.

, Was'meinen Sie damit?" fragte der Bankier.

.Ichr Chauffeur Fran^oiS hat offenbar die Gewohnheit. Lichtzeichen 141 geben," erwiderte der Detektiv lachend. Er bc^mn, Hoffnung M schöpfen. DaS Durchsuchen der beiben Räume lohnte sich

3n der folgenden halben Sturze durchforschte Duvall das Zimmer mit äuherster Sorgfalt. Er nahm den Inchatt der Schubladen der Kommode heraus und legte ihn wieder hinein, genau so, wie er ihn gefunden hatte Er öffnete einen Dei­nen Schrank, der aus einer Seile des Zimmers stand, und prüfte seinen Inhalt bis ms kleinste. Er luchte den Wandschrank ab. sah hinter Sie Bilder, klopfte die Wände ab. Richts Ungewöhn­liches belohnte feine Mühe. Roch schien er un­befriedigt

WaS hoffente sonst noch zu finden, Herr Duvall'?' forschte der Bankier, dem die Sache langweilig wurde.

Ter Detektiv stand in der Mitte des Zim­mers und sah sich suchend um. »Ich hatte noch etwas zu finden gehofft, sagte er, aber ich fürchte, es ist nicht hier"

Plötzlich ging er auf den Kamin zu. auf dem eine kleine vernickelt« Weckeruhr amerikanischer Herkunft stand.

Dieser Wecker scheint nicht zu gehen," be­merkte er und nahm sein Deogröherungsglas her-, aus, mit dem er den MeNingrrifs aus der Rück­seite. mit dem der Wecker aufgezogen wurde, sorgfältig untersuchte. ,Sr ist ein paar Tage nicht aufgezogen worden. Die Rückseite ist ver­

staubt l" Er nahm den Wecker in t*e Homd verbuchte ihn aufzuztehen. aber der Griff gab nwbt nach

Rasch hatte er Mn Mcffer herovvgWhott und schon drehte er an den Schauben, die £* nwteflenc Rückwand deS Weckers fest dielten.

Stapleton Iah ihm neugierig zu Duvalls Methoden verfolgten, wenigstens feiner Ansicht nach irreführende Wahrten. Er gab wenig auf die dürftigen Schüfe, auf welche die ganze modern« Q3crbrcdx'nx*rf0Ian-a<\ aufgebaut wir.

Kurz dan.i-.if hätte der jX-tcftih bte Schrau­ben entfernt und luchm dem Hinteren Deckel deS Wecker-s heraus. Da lieh er einen befriedigten Ton hören. Eine Heine Pappschachtel frei heraus uni) auf den Stamm.

»Was ist das?" fragte Stapleton.

.Die Zigaretten'chachtel." bemerkte Duvall imb öffnete sie. .Es fehlen drei. Ich nehme eine vierte weg " Er nahen eine der Zigaretten heraus und versorgte sie in seiner Brteftasch»- dann schob er die Schichtel wieder In das NdoAchiuse und befestigte rafch di« Rückwand daran.

.Ich glaube, wir haben hier nichts mehr AU suchen, Herr Stapleton," sagte er. ,3d> totil jetzt nach Hause gehen. Dlovgen will ich früh an die Arbeit."

3m HinauSgehen blieb er einen Angenbllck stehen und sah zu dem Fenster biiuruS, boB nach Borden ging. Zwilchen Den Häusern and Bäu­men erschien die Avenue du Bois be Bcmlogi«, von den vielen Strahenlalernen und den schun- memben Scheinwerfern der fahitenden AatoS er­leuchtet. Duvall sah eine Weile scharf aus da» Btld, wandte sich dann der Türe zu und ging mit Stapleton die Treppe hinab. (Sortf. folgt)

Korpukn) und Krankheit.

Die Krankheiten des reiferen Alters.

Bei den meisten Menschen stellt sich schon vor dem vierzigsten Jahre irgendein Merkmal des be­ginnenden Alters ein, meistens in Form einer un­liebsamen Leibesfülle.

Korpulenz ist die Einleitung für allerlei Ge­brechen und Schwächen der reiferen Jahre. Sie ist eine Folge der Verzögerung des Stoffwechsels und Blutumlaufes und steht im Zusammenhang mit vielen körperlichen Leiden und Beschwerden.

3c später Leute korpulent werden, desto län­ger bleiben sie jung, frisch, lebensmutig und lei­stungsfähig.

Durch knappe Ernährung die Fettleibigkeit bekämpfen zu wollen, hat keinen Zweck. Blutarmut und Rervenschwäche sind oft die Folgen.

Roch schädlicher können 3odkuren, einschlieh- lich der Kuren mit sogenannten Entfettungstees, die aus jodhaltigen Pflanzen (Fucus) hergestellt sind, im Einzelfalle wirken.

Wer Zeit und Mittel dazu hat, benutzt mit Erfolg gegen Fettleibigkeit Brunnenkuren. Aber man kann doch nicht das ganze 3ahr in Kurorten zubringen. 8393 D

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wahrnehmbares Gefühl größerer körperlicher Frische bemerllich, Atemnot, Kopffchmerzen und andere Begleiterscheinungen der Korpulenz ötr« schwinden oft schon, bevor eine größere Gewichts­abnahme festgestellt werden konnte.

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