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Lhrenaika — der schon ums Jahr 400 mtt in>an= oeroarer Intuition diese Dinge empfand.
»3e dünner der Schopf, desto tlüger der 52P!L^l,artC fjn<? to1' °bne Gefühl. Je dümmer etn Geschöpf, desto starker der Haarwuchs Wir sehen das ja am besten beim Schaf. Haarwuchs bedeutet Bestialität. Zeichen der Minderwertig- tat! Schüttle den Rest ab, und du bist reinerem Menschentum nahe! Der Glatzkopf steht so hoch über seinen Mitmenschen, wie diese über dem Tiere. Die Galerie der Weltweisen ist eine Galerie von Glatzköpfen, wie Diogenes, Sokrates und andere. Die Haare vertragen sich nicht mit der Weisheit. Wo diese einkehrt, sagen die Haare Lebewohl."
Ruhe sanft, da weiser and gütiger Coeli- bataeer! * H. >Kr.
Die Augnst-Miete.
Rach Anhörung von Interessentenvertretungen und Sachverständigen hat das Hess. Ministerium für Arbeit und Wirtschaft für die Berechnung der Miete für den August bestimmt, daß die für den Monat Juli getroffene Regelung auch für den August bestehen bleibt.
Zur Erhebung kommen demnach wieder 4 0 v. H. der Friedensmiete. In dieser Summe sind 12 v. H. für laufende, 8 v. H. für große Instandsetzungsrosten, sowie 20 v. H. für Betriebskosten und Zinssteigerung enthalten. — Weiter bleiben folgende Bestimmungen in Kraft:
Betriebskosten sind Steuern, Gebühren und öffentliche Abgaben, also insbes. Grundsteuern, Kanalbenuhungsgcbühren, Strahcnrernigungsg^- bühien, Wassergeld, Schornsteinfegergeld, Haftpflichtversicherung, Treppen- und Flurbeleuchtung usw. und Verwaltungskosten. Wassergeld ist jedoch nur bis zu 21/2 v. H. der Friedensmiete in dem Sah für die Betriebskosten enthalten. In denjenigen Gebäuden oder Gebäudeteilen, in denen der Verbrauch 2V, v. H. der Friedensmiete übersteigt, kann die Mehrausgabe auf die Rutzungs- berechtigten nach den bisherigen Grundsätzen umgelegt werden. Richt einbegriffen sind ferner in dem obengenannten Sah für die Betriebskosten die auf Grund der dritten Steuernotverordnung erhobenen Svndersteuern des Landes oder der Gemeinden vom bebauten Grundbesitz. Diese sind von dem Grundstücksbesitzer auf die Ruhungs- berechtigten umzulegen.
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Aendernngen im Militärversorgungsrecht.
Das Militärversvrgungsrecht erfährt auf Grund der Verhandlungen im Reichstage mit Wirkung vom 1. August verschiedene Aenderungen, von denen nach einer Meldung des WTD. folgende besonders wichttg sind: Die Grundbeträge an Versorgungsgebührnissen sind gegenüber den im Dezeniber 1923 festgestellten um 50 v. H. erhöht worden. Die einfache Ausgleichszulage ist auf 35 v. Sy, die erhöhte auf 70 v. H. der Grundbeträge festgesetzt worden. Die Unterhaltungskosten für den Blindenführer betragen jetzt in den einzelnen Ortsklassen 108 bis 125 Mark jährlich Für die Gewährung einer Elternrente für ein Elternteil ist die Dedürftigkettsgrenze zugunsten der Berechtigten erweitert worden. Die durch die Personalabbauverordnung geschaffene Bestimmung, dah in Versorgungssachen eine durch ein Rechtsmittel angefochtene Entscheidung auch zugunsten der Partei, die das Rechtsmittel eingelegt hatte, geändert werden konnte, ist. wieder aufgehoben cvorden. Die Kriegsblinden erhalten, soweit dies noch nicht geschehen ist, Dlin-- denuhren vom Reich
Bei der Rentenzahlung für August, die in den letzten Tagen des Monats Juli durch die Postanstalten erfolgt ist, konnten die Erhöhungen nicht mehr berücksichtigt werden, da die Zahlungslisten bereits bei der Postanstalt vvrliegen. Die Nachzahlung erfolgt zusammen mit der Rentenzahlung für September in den letzten Tagen des Monats August. Die Zusatz renten für A u g u st werden dagegen Mitte August bereits mit den Sähen von den Fürsorgestellen zur Auszahlung gebracht.
Gietzener Wochenmarktpreise
Es kosteten: Butter Pfd. 1,80—1,90 Ml., Matte Pfd. 30 Pf., Käse Stück 5—6 Pf., Eier Stück 12 Pf., Wirsing Pfd. 15-20 Pf, Weiß- kraut Pfd. 15—20 Pf, gelbe Rüben Pfd. 12 «bis 15 Pf, rote Rüben Pfd. 8—15 Pf, Römischkohl Pfd. 8—10 Pf, Dohnen Pfd. 15 Pf., Blumenkohl Stück 10-50 Pf, Salat Stück 3 und 5 Pf.. Salatgurken Stück 10—60 Pf, Einmachgarken Stck. 3—5 Pf, Ober-Kohlrabi Stück 5—10 Pf, Erbsen Pfd. 15—20 Pf, Tomaten Pfd. 50 Pf., Zwiebeln Pfd. 15-20 Pf, Rettich Stück 5-15 Pf, Pilze Pfd. 15—20 Pf, Kartoffeln Pfd. 5 Pf., Frühäpfel Pfd. 30' Pf, Dirnen Pfd. 10-35 M. Kirschen Pfd. 35 Pf, Heidelbeeren Pfd. 35 Pf., Stachelbeeren Pfd. 25 Pf, Johannisbeeren Pfd.
Uhr Flötenkonzert. — Lichtspielhaus, Bahnhvfftr.: „Der Schik". *
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.** Kirchliche Gedenkfeier für die Kriegsopfer. Zum Gedächtnis an den Beginn des Weltkrieges vor 10 Jahren und zum Gedenken an die gebrachten Opfer, insonderheit an den Tod der Gefallenen, hat das Landes- k i r ch e n a m t für das unbesetzte Gebiet für Sonntag, den 3. August, angeordnet: 1. Der Haupt- gottesdienst ist dem Gedächtnis des Tages usw. gewidmet. 2. Wo dies durchführbar ist, findet in der Zeit von 111/2 bis 12 Uhr vormittags ein Geläute statt, das zum stillen Gebet über die Lande rufen soll und insbesondere für diejenigen bestimmt ist, die dem Hauptgottesdienst nicht beiwohnen können.
** Wiederbelebung der Dautätig- keit durch steuerliche Begünstigungen. Um einen Anreiz zur Wiederbelebung der Bautätigkeit im Jahre 1924 zu bieten und Ehrten zu beseitigen, die die Erhebung der staatlichen Grundsteuer von Reubauten infolge des Miß- verhältnisses zwischen Baukosten und Ertrag mit sich bringt, hat das Ministerium der Finanzen allgemein bestimmt, daß die für die Rechnungsjahre 1924, 1925 und 1926 zu veranlagende staatliche Grundsteuer von Wohnungsbauten au'f Antrag niederzuschlagen ist. Entsprechendes gilt für den verhältnismäßigen Teil der Grundsteuer von solchen Reubauten, die nur zum Teil Wohnzwecken dienen und für das aus dem Um- oder Ausbau alter Gebäude zu Wohnzwecken sich etwa ergebende Mehr an Grundsteuer, falls der Steuerwert des Gebäudes sich durch den Um= oder Ausbau um mindestens 10 000 Mk. erhöht. Ausgeschlossen von der Begünstigung sind Gebäude oder Gebäudeteile, die nicht Wohnzwecken dienen, ferner solche, die vor dem 1. April 1924 bezugsfertig wurden und solche, deren Reu-, Um= oder Ausbau nach dem 31. Dezember l. Is. begonnen wird.
** Eine hessische Todesursachen- Statistik. Im Heft 5 der „Mitteilungen der Hessischen Zentralstelle für die Landesftattsttk" wird eine Stattsttl über die Todesursachen in Hessen im ersten Vierteljahr 1924 (in Vergleich gestellt zum ersten Vierteljahr 1923) veröffentlicht. Sie Ursachen von den 1146 Todesfällen in Oberhessen im ersten Vierteljahr 1924 (1169 im gleichen Zeitraum 1923) waren folgende: 56 (45) angeb. Lebensschwäche und Dildungsfehler, 237 (270) Altersschwäche, 5 (3) Kindbettfieber, 6 (3) andere Folgen der Geburt oder des Kindbetts, 1 (—) Scharlach, 1 (7) Masern und Röteln, '2 (2) Diphtherie, 3 (6) Keuchhusten, 1 (1) Rose, 12 >(5) andere Wundinfektionski ankheiten, 87 (99) Tuberkulose der Lungen. 19 (23) Tuberkulose anderer Organe, 6 (4) akute allgemeine Miliartuberk ilose, 104 (113) Lungenentzündung, 33 (54) Influenza, — (4) andere übertragbare Krankheiten, 47 (59) Krankheiten der Atmungsorgane, 138 (116) Krankheiten der Kreislaufsorgane. 57 (48) Gehirnschlag, 42 (44) andere Krankheiten des Rerven- stzstentS, 6 (10) Magen- und Sarmkatarrh, Brechdurchfall, 33 (22) andere Krankheiten der Der- dauungsorgane. 5 (2) Blinddarmentzündung, 22 (29) Krankheiten der Harn- und Geschlechtsorgane, 79 (72) Krebs, 14 (11) andere Reubildungen, 19 (9) Selbstmord. — (3) Mord und Totschlag, 22 (17) Verunglückung. 42 (45) andere benannte Todesursachen. 47 (43) Todesursache nicht angegeben. Bemerkenswert ist, daß, Oberhess en die niedrig ste Sterblichkeitsziffer von allen hessischen Gebietsteilen hat. In der Provinz Starkenburg belief sich die Zahl der Todesfälle im ersten Vierteljahr 1924 auf 1975 (1923: 2151), in Rheinhessen sind die entsprechenden Ziffern 1393 (1540), in Oberhessen, wie oben gesagt, 1146 (1169). Sie Gesamt st erblich- ke i t in Hessen bezifferte sich in den beiden ersten Vierteljahren 1924 bzw. 1923 auf 4514 bzw. 4860. Dem Alter nach verteilen sich die in den beiden Zeiträumen in ganz Hessen Gestorbenen wie folgt: unter 1 Jahr 1924: 576 (1923 : 809), von 1—4 Jahren 185 (308), von 5 bis 14 Jahren 106 (117), von 15—29 Jahren 355 (390), von 30—59 Jahren 1032 (1042), von 60-69 Jahren 755 (713), Über 70 Jahre 1505 (1481). — Zum Vergleich sei schließlich noch bemerkt, daß Eheschließungen im ersten Vierteljahr 1924 in ganz Hessen 1921 (in der entsprechenden Zeit 1923: 2875) stattfanden und an Le bendgebvrenen im ersten Vierteljahr 1924 im ganzen 7252 (in der entsprechenden Zeit 1923: 7485) gezählt wurden.
** Schutz von Erfindungen, Mustern und Warenzeichen. Rach einer Bekanntmachung des Reichsjustiz-Ministeriums tritt der durch das Gesetz vom 18. März 1904 vorgesehene Schutz von Erfin- dungelr, Mustern und Warenzeichen auch für die kommende Frankfurter Herbstmesse, die vom 21. bis 27. September stattfindet, in Kraft. T>er Minister für Handel und Gewerbe hat dem Mehamt Frankfurt a. M. die Ermächtigung zur Ausstellung von Urkunden über auf der diesjährigen Herbstmesse erfolgende Ausstellungen von Erfindungen, Mustern, Modellen und Warenzeichen erteilt.
•• Gin Konzert in der Heil- unö Pflegeanstalt. Man berichtet uns: Mit Bekannter Großzügigkeit undLiebenswürdigkeit stellte der Gernhardtsche Zither- und Man- dvlinenchor unter freundlicher Mitwirkung der Konzertsängerin Frl. Gustel Pfaff wieder einmal feine Kunst in den Dienst der Wohltätigkeit. Am Sonntagnachmtttag gab er in der hiesigen Hei l- undPflegeanstalt für die Patienten derselben ein schönes Konzert, diesmal unter Leitung des Herrn Hambrecht. Alle Stücke des sehr abtvechftungsreich n Programms, mit gewohnter Meisterschaft vorgetragen, ernteten reichen Beifall. Den Dank des bis z»m Schluß aufmerksamen Publikums kleidete ein Patient in passende Worte und sprach zugleich den Künstlern den Wunsch baldigen Wiedersehens aus.
Landkreis Gicften.
X W i e s e ck. 28. Juli. Im gestrigen Gottesdienst zum Erntebeginn wurde die Gemeinde an folgenden Eintrag aus dem die Taufen, Trauungen und Beerdigungen von 1654 bis 1763 enthaltenden Kirchenbuch erinnert: „Anno 17 2 4, den 15. Juni, gegen Abend umb 7 uhr ist alhier ein starcker Kieselregen gefallen, dergleichen bey Mannes gedenken nicht ist gesehen worden; die größten sind dicker gewesen als ein Tauben Eh, die Fenster gegen Wißmar sind dadurch alle zerschlagen, das Korn aufm Feld zerknickt, die Bäume, Gärten, Gewächs, Hülsenftüchte. Rübsamen, Kappessamen, Kraut- pflantzen, Flachs, sogar auch der Wiesegrund nach der Mühle zu ist sehr beschädigt worden: dreh tag hernach sind noch Kieseln an schattigten Orten zu finden gewesen." Außer diesem berichtete die Pfarrchronik von einem Hagelschlag, der am 1. Jun i 1 8 8 6 einen Teil der Gießener, Wie- secker und Alten-Dusecker Gemarkung heimsuchte. Der Gesamtschaden wurde damals von einer eigens eingesetzten Kommission auf 99 175 Mk. geschätzt: der auf jenen Dienstag folgende Himmelfahrttag erhielt damals den Charakter eines Hagelfeier- tages.
ti. Lang-Gons. 28. Juli Rachdem unser langjähriger Pfarrer Weber in den Ruhestand getreten ist. wurde die Verwaltung der hiesigen Pfarrstelle dem Pfarrer Albert Waldeck von Wohnbach übertragen.
* Lang-Göns, 27. Juli. Das Verbau d s f e st der vberhessischen Posaune n ch ö r e hatte heute 17 Chöre aus allen Teilen der Provinz Obevhessen hierher geführt. Selbst Stockhausen-Schadges bei Lauterbach, Unter-Sei» Berten rod, Ober-Ohmen bei Ulrichstein, Wetterfeld und Ruppertsburg, Kreis Schotten, waren anwesend. Dazu kamen die Chöre und Bläser aus Friedberg, Grvhen-Linden, Kletti-Linipen Leihgestern, Hochelheim, Bersrod, Gambach und andere. Im ganzen nahmen an der Hauptprobe 270Bläser teil. Der Hauptgottesdienst begann um 10 ilhr auf dem Kirchenplah: er wurde eröffnet durch den gewaltigen Dläserchor „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes' aus Hahdns Schöpfung. Den Altardienst versah der Orts- geistliche, die Festpredigt hielt Pft. Held- Wiesbaden über die biblische Erzählung „Ser Kämmerer aus dem Mohrenlande". Held, der früher selbst in der Mission tätig war, machte die Mitteilung, daß England die deutsche Mission wieder in seinen Besitzungen zugelassei hat. Rach dem Gemeindegesang bildete der Dläserchor „Auf, ihr Brüder, laßt uns wallen" den Abschluß des Festgottesdienstes. Hm 1/22 ^lhr wurde ein Festzug aufgestellt, in welchem de Dlä,er fünf Musikkapellen bildeten. Rach dem ittmzug durch das Dorf bildete wiederum der Kirchenplah den Sammelplatz für die Festgäste, die zu Hunderten aus der Rachbarschaft ein trafen. In dem zweiten Gottesdienst predigte Pfarrer Schäfer- Darmstädt, der früher Mi'lsionar bei Ben Mofa- medanern war und sein Wirken in islamitischen Ländern schilderte. Pfarrer Fritsch« Ruppertsburg, der Vorsitzende des Verbandes oberh^ssischer Posaunenchöre, sprach über Wesen und Ausgaben der Chöre. Die Wünsche der obersten Kirchen- behörde überbrachte Dekan Gußmann - Kirchberg. Ser Gemeindechor „Run danket alle Gott" schloß das Verbandsfest. Die Kollekten der beiden Feiern waren zum Besten der Mission unter den Mohamedanern Beftinunt Sehr lobend sei die Gastfreundschaft der Einwohnerschaft herrvr- gchoben, welche die auswärtigen Gäste aufs beste bewirtete.
ri. Lich, 28. Juli. Das gestern hier aBge- haltene städtische Iugendfe st gestaltete sich zu einem rechten Volksfest, an dem alle Kreise der Bevölkerung sich einmütig mit der Jugend freuten. Den Auftakt bildete eine Feier in der Kleinkinderschule, wo die Kleinen nach niedlichen Vorträgen und Spielen, die sie unter der Geltung von Schwester Lina Rebeling machten, und nach einer Ansprache des Bürgermeisters von der Stadt ihre Brezel bekamen. Das Iugendfest selbst wurde eingeleitet durch einen Festgottesdienst in der Marien stistskirche. Bei deren feierlicher Gebetsliturgie die Schulkinder mitwirkten. Daraus zog ein langer, Bunter Fest- zug, an dem alle Schulklassen, Behörden und die Vereine teilnahmen, zum Hardtberg hinauf, wo nach einer Ansprache von Bürgermeister V ö lker sich etn rechtes Volksfest mit Konzert, Gesangsvorträgen, Spielen der Kinder und Vorführungen
der Turnerinnen entwickelte, ozeure sand em «naher Sommermarkt statt, verbunden mit einer Viehauktion.
-0- Ober-Bef fingen, 27. Juli. Heute feierten unsere Schulkstrften ihr Jugend- und Kinderfest. Eine Bunte, künstlerisch geschmück e jugendliche Schar zog mit Gesang durchs 'Dorf nach dem Lindenplah, dem einzig schönen Fest- Platz der Gemeinde. Hier entwickelte sich ein fröhliches Treiben. Ernste und heitere Aufführungen erfreuten die Zuschauer. Die Grundidee der Festsplele waren der altgermanischeGötterglau- be an Rixen, Feen, Elfen und Zwerge, die Fluß- und Stromsagen mit vielen eingeflochtenen Reigen. Dazwischen produzierten sich il’troe Künstler als Hexenmeister, Musikkapellen usw. Den Schluß der Rachmittagsvorstellung bildeten etn Jahrmarktstreiben. Bei Einbruch der Dunkelheit zog die kleine Schar nochmals, alle mit Lampions versehen, im Lichter- und Farbenglanz zum Fest- Platze. Dieser war mit Gelatinlämpchen zu einer Märchennacht beleuchtet. Run erfolgte ein h rr- liches Feuerwerk. Von allen Seiten erklangen Freudenrufe. Lehrer und Schüler haken alles aufgeboten, um den Iugendtag zu dem zu gestalten, was er sein soll, nämlich ein großes Familienfest, an dem sich die g<mze Gemeinde beteiligt. Das Iugendfest ist hier eine Einrichtung geworden, die sich die Zuneigung aller erworben hat und'so soll es auch für die Zukunft bleiben. Verteilung von Wecken, die der Gemeindevorstand bewilligte, und Süßigkeiten ließen auch den Magen zu seinem Rechte kommen.
Starkenburg unv Rheinhessen.
* Darmstadt, 28. Juli. Der Landes» verband der hessischen Kleingarten- bauvereine hielt gestern hier eine Vertreter- Versammlung ab. Es wurde verlangt, daß in Hessen die gerichtlichen Eintragungen, wie dies bereits in Preußen geschieht, kostenlos erfolgen, ferner die Einrichtung von Kleingarten- Aemtern und Kleingarten-Schiedsgerichten. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der die Forderung gestellt wird, daß die Grundsteuer nach dem Ertragswert erhoben wird. In einer zweiten Entschließung wird der Wunsch an die Regierung gerichtet, emHaus-undKlei'ngartengesetz auszuarbeiten.
Hessen-Nassau.
js Marburg, 27. Juli. Mit einem einfachen aber stimmungsvollen Festakt wurde heute die neue Marbu rger Jugendherberge ihrer Bestimmung übergeben. Sie hat ihren Platz in herrlichster Lage unmittelbar neben dem Stadion mit prachtvollen Ausküicken auf Schloß, Stadt und Umgebung gefunden Marburgs W?n- Berjugenb, die mit ihren bunten Wimpeln dort Aufstellung genommen, eröffnete die Feier mit Gesang, hieran schlossen sich Ansprachen des Vorsitzenden der Ortsgruppe Marburg des Verbandes deutscher Jugendherbergen, Lehrer Walter, d s Landrats Schwebe!, des S adtvertreters As.e> sor Voß, des Vertreters der Universität, Prof. I e n t s ch, des Hauptverbandes Direktors Dr. Kirchhof- Altena, des Versitzenden des Main- Lahnverbandes Rektor Schmitt- Franifurt und eines Vertreters der Marburger Iungwanderer. Gesang der letzteren beschloß die Feier. Die Herberge kann 85 Wanderern Unterkunft gewähren.
spd. Frankfurt a. M., 28. Juli. Heute vormittag gegen 10 Uhr wurde an einem Fahrkartenschalter des hiesigen Hauptbahnhofes einem Herrn buchstäblich vor den Augen weg eine Mappe mit 30000 Gulden 4proz. Ungarischer Goldrente in Stücken von je 1000 Gulden von einem bisher nicht ermittelten Diebe gestohlen. — Ser 41jährige Gasarbeiter Schreiber im Stadtteil Seckbach drang Sonntag nachmittag in die Wohnung des Feldhüters Seibert ein und versuchte, ihn zu erschießen, weil dieser Frau und Tochter des Schreiber wegen Felddiebstahls zur Anzeige gebracht hatte. Der Beamte kam aber dem Schreiber zuvor und gab einen Schuß auf ihn ab, der in den Bauch eindrang. Als sich Schreiber noch Wetter zur Wehr setzte und wieder zu schießen drohte, streckte Seibert ihn durch Vrustschuß nieder, der sofort den Tod herbeifuhrte. — In der Rächt zum 25. Juli wurden aus einer Villa an der Dockenheimer Anlage viele Kleider und andere Wertgegenstände gestohlen. Der Dieb mußte erst, ehe er in die Wohnung gelangen koNntef an einer sechs MeterhvhenMauer emporklettern Barni über ein Dach steigen und schließlich durch das Dachfenster kriechen, um in die Wohnung zu gelangen. Auf die Marmor- platte der Waschtoilette hatte er folgenden Gruß geschrieben: „Für alles meinen herzlichsten Sauf. Der dankbare Einbrecher. 24./25. Juli." Aber schon zwei Tage später, am Samstag vormittag, wurde der kühne Klettndieb in der Altstadt von Kriminalbeamten Beim Verkauf der Sachen überrascht und verhaftet. Es handelt sich um den berüchtigten, erst kurz zuvor aus dem Zuchthaus entlassenen Einbrecher Heinrich Drandau aus Frankfurt, seines Lllters 24 Jahre. — Sie Kriminalpolizei nahm vier Personen fest, die in der letzten Zett nicht weniger als a ch t schwere Bauhütteneinbrüche verübt hatten. Daneben haben sie zahlreiche Gartenhütten, Keller und Lagerräume ausgeplündert und das Diebsgut am Dohnhos durch Hehler verkauft.
40 Pf., Mirabellen Pfd. 70 Pf- *
Vornotizen.
— Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 8 Uhr „Die Dame mit dem Scheidungsgrund". — Ruitdfunkhaus, CöBerftr.: 8V2
Bahnhofstraße Lichtspielbaaas 8^^»^
Heute letzter Tag:
Fern Andre m Zalamort, Erlebnisse einer schönen Frau.
Ab morgen bl» elnechl. Sonntag:
Der Scheik
0 Akte. Abenteuer einer Europäerin in der Wüste. Nach dem Romanen iLuiin .vi. nun«
MM M-A
Die Festabzeichen zu 1 Mk. und Beikarten zum Preise von 50 Pfennig für Samstag und Sonntag sind von Mittwoch, den 30. Juli ab bei Kamerad Becker, Bergstraße 20, und bei Werner & Marquardt, Bahnhofstraße 27, in Empfang zu nehmen. _
ED Der Festausschub.
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Bogel, :t»?D
stellv. Gerichtsvollzieher.
Bullenverkaust
Freitag, Beni. August, mittags 1 Uhr, verkauft die Gemeinde Ober-Bessingen auf öffentl. Ausgebot einen abgängigen Bullen. 59580
Ober-Bessingen, den 29. Juli 1924.
Hess. Bürgermeisterei. Keil.


