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Nr. M Swettes Blatt

Siegener Anzeiger (Seneral-Anzetger silr Vverhessen)

Dienstag. 29.2^.., 7924

-*

am

vierundzwan^ig Stunden an jenes Ziel gelangt.

zu

fein schien.

82. Fortsetzung.

(Dachdruck verboten.)

* Ein neuer Gerichtsentscheid zur Ztnsaufwertung wertbestän' Iger Papiere. Olm 26. April wurde in d-.r Klage-! suche Goldberg gegen die Zent ule Dod-n-Kredit- Aktteugcßllfäxift in Ter.'in w^>n Aufwerluna der Janiu-at-Zinskoupons ihrer Pfandb iefe duich d<rs Landgericht I in Berlin die Entscheidung dahin verkündet, daß der Kläger mit i>_>r Forde­rung einer Aufwertung abgewiesen wurde. Sr hat sich das Landgericht I Berlin im Gegensatz -um Berliner Landgericht II gesetzt, das in der gleichen Angelegenh it cvuf Anregung les e'ben Klägers hin die Aoggenrentenbank Mr Aufwer­tung ihrer Januar-Zins koupons veru te It hat Das Landgericht I hat sich demnach die Auffassung der Avggenrentenbank in dieser Frag? zu e c en gemacht. Die von der Avggenrentenbank AG

DitapürücaDfifjingig-fiDfln.

Ein Roman aus dem 21. Jahrhundert von Hans Dominik.

Der Wahlkampf in Bietzen.

Deutsche demokratische Partei.

-r. 3n der am Samstag abend von der Demo­kratischen Partei in der Turnhalle am Oswaldsgarten abgehaltenen Wählerversamm- lung sprachen Pfarrer Korell und Frau Luise Pöpperling aus Darmstadt. Rach einigen einleitenden Worten des Dorsitzenden, der auf die vielen eingereichten Wahlvorschläge hinwies, sprach zunächst Pfarrer Korell überDie natio­nalen Ausgaben des neuen Reichstags". Redner führte aus, es sei zu beklagen, dah weiten Volks- kreisen die politische Reife noch fehle, das sei aber erklärlich, da der Zustand der Verantwortlichkeit des einzelnen noch nicht lange bestehe. Roch mehr zu beklagen sei es aber, daß die Gerechtig­keit verschwunden sei, die Gerechtigkeit gegenüber dem politischen Gegner, im Urteil über ihn, Gerechtigkeit im Urteil über den Staat, Gerechtig­keit werde vermitzt in der Rechtsprechung, ebenso vermisse er sie im völkischen Prinzip. Zum völki­schen Prinzip führte der Redner aus, er lehne es ab, weil es der Vernunft einerseits und der christlichen Frömmigkeit andererseits widerspreche. Die Gerechtigkeit fehle ferner auch in der Be­urteilung der Ursachen des verlorenen Krieges. Eine der wichtigsten Aufgaben der Regierung sei es, die Kriegsschuldige zu bekämpfen. Der kom­mende Reichstag stehe vor zwei großen Pro­blemen. Das erste sei: Was für eine Außenpolitik soll gemacht werden? Zwei Arten gebe es. Ent­weder das Rezept Hitlers, Revanche erst nach innen, dann nach außen, oder die sogenannte Er­füllungspolitik. Redner sprach sich für die letztere aus. Das zweite Problem sei: Wie sind die Repa­rationen zu tragen und wie sind die Lasten im Wolke zu verteilen? Hier müßten alle Einzel­sragen von dem großen Gesichtspunkt der Vermei­dung einer neuen Inflation entschieden werden. Rach dieser mit sehr starkem Beifall aufgenom­menen Rede sprach noch Frau Luise Pöpper­ling und gao einen kurzen Ueberblick über das bisher von den Frauen im Parlamentarismus Ge­leistete, und forderte dann, daß die Frauen alle kräftig Mitarbeiten sollten an dem Wiederaufbau 1x6 Vaterlandes. In der folgenden Aussprache sprachen eine Rednerin, die der Deutschnationalen Volkspartei angehörte, und ein Kommunist. Dann sprach Pfarrer Korell das Schlußwort.

Deutsche Bolkspartei.

urch 8442 T. Arbeitstäglich 429 T. gegenüber Belegschaft belief sich

12 "®<UTn gegenüber 44 905 Mann im 1X116 28 189 Mann im März 1913. hat sich also gegenüber dem Jahre 1913 um 495 Prozent vermehrt.

3m sächsischen Steinkohlenbergbau tour­ten un BerichtSmvnat 403 8C5 T. gefordert gegen­über 380 027 T. im Jahre 1923 (Steigerung 6 Pro- jent) und 416 066 T. im 3abre 1913 (Minderung 3 Prozent). Die Koks- und Brikettherstellung be­trug 27 198 T. gegenüber 20 946 T im März 1923 (Steigerung 30 Proz.) und 4654 T. im März 1913 (Steigerung 58 Proz.). Die Belegschaft er­höhte sich um 57 Proz. gegenüber Lern Hahr 191L (24 830 auf 36 505 Mairn, verminderte sich aber tem Jahre 1923 gegenüber (36 646 Mann) uir x/> Prozent).

3m mitteldeutschen Braunkohlen, b « \9 6 a u betrug die Rohko^enförDerung

8 110078 T. (Vormonat 7 609 102 T.), die Dri- kttbciflellung 2 C26 739 T. (Vormonat 1 780 709 ?ie Kokserzeugung 36 862 T. (Vormonat 33 669 T.), Steigerung mithin: Rohkohlenförde­rung 6,6 Proz.. Brikettherstellung 13,8 Prozent, Kokscrzeugung 9,0 Proz. Der März hatte 26, ier Februar 25 Arbeitstage. Die arbeitstäglich? Pro- Rohkohle betrug im Berichtsmonat 311 926 T. (Vormonat 304 364 T.). an Briketts 77 952 T. (Vormonat 71 228 T.) und an Koks 1411 T- (Dvrmonat 1347 T.). Steigerung für Rohkohle: 2,5 Proz., für Briketts 9,4 Proz und 4,8 Prozent.

Infolge ter Rillen Witterung lag eine starke Rachfrage nach Briketts vor: die auf den Werker lagernden Stapelbestände konnten zum größter Terl geräumt werden. Weniger erfreulich war die Lage auf dem Rohkohlenrnartt Die abn b- menten Industrien, vor allen Dingen der Kali­bergbau, zeigen nach wie vor größte Zurücchap tung, so laß der Rohkohlenversand sehr zu wün­schen übrig ließ. Ferner hielt sich die Rachfra.e nach Grule-Koks in bescheidenen Grenzen. Dir im Berichtsmonat verfügbaren Mengen konnten bei weitem nicht untergebracht werden. Der Ab­ruf an Raßprehsleinen war ebenfalls schwach 3m Monat März des DorjaheS betrug die Roh- kohleaförderung 8 644 726 T.. tie Driketthcrstcllu.'g 2 107 275 T. und die Kokserzeugung 35 935 T Geaenüber diesem Monat zeigte die Rohkohlen« forderung einen Rückgang von 6 2 Proz, die Brikettherstellung 3,8 Pro;., Koks.rz. u p-ng 0,8 Prozent. Der Monat März des Dorthe; hatte 27 Arbeitstage, so daß die arbtttstägttch, Pro- duktion für Rohkohle 320 175 T., für Briketts 78 047 T. und für Koks 1370 T. betrug. Die arbeitstägliche Produktion blieb demnach hin er der des Monat März 1923 zurück, bei Rohkohle um 2,6 Prvz.. bei Briketts um 0,1 Prozent. Die arbeitstägliche Kokserzeugung zeigte dagegen eine Steigerung von 3 Prozent.

Beim Siegerländer Eisenerzbau ist gegenüber Dem Vormonat feine Aenderung ein­getreten. Infolge des starken MißverhälmisseS zwischen Gelöst kosten und Deikaufspi-eisen Ligen die Betriebe in ihrer Mehrzahl weiterhin stell. Die Verkaufspreise wurden für Lieferun.en ab 1. April um 1 DIark pro Tonne herabgesetzt, um den Hütten einen Anreiz zu stärkerem Bezug zu geben.

Die Lage deS Eifensteinbergbaues im Lahn - und Dillgebiet hat sich gegen­über dem Vormonat nur ganz geringfügig ge­bessert. Das zu langsame Wieder-in-Gang-Kvm- men der 3ndustrie des Ruhgebietes, dec Wett­bewerb der billigen hochprozentigen AuslandS- erze, der Kurssturz des Franken, die zu hohen Frachtsä-e standen der Wiede.belebing ?e3 Er e i- fleinbergbaued im Lahn- und Dillgebiet noch immer hindernd im Wege. Sowett die Gruben­betriebe nicht gänzlich stell lig.m wird nur mit einem Bruchteil ter früheren Belegschaften ge­arbeitet Der Erzversand hielt sich noch immer In sehr bescheidenen Grenzen und beschränkte sich im wesentlichen nur auf die besseren Sorten.

Rur einen Gegner hatte seine Macht: Auch Batu-Khan war der Katastrophe entkommen später als ttlgetai-Khan, zu spät, um vor ihm in Peking zu sein und dort seiner Macht Ab­bruch tun zu können. Aber früh genug, um nach dem Rorden zu gehen und dort iüe mongolischen Kerntruppen um sein Banner zu scharen. Der größere Teil des Landes gehorchte dem Algetat, aber die stärkere, die am besten disziplinierte Truppenmacht war in der Hand des Batu-Khan.

Wem würde die Macht schließlich verbleiben? Wer von diesen beiden alten und kampferprobten Generalen würde die Regentschaft des Gelben Reiches führen, bis einmal der Erbe des Schitsu sich selbst die Krone aufs Haupt setzte? Roch hatte das Reich ja einen äußeren Feind: das vereinigte Europa, dem Toahon-Khan so trotzig den Fehdehandschuh hinwarf.

Der Friede mit den Weihen mußte gemacht werden, und Agetai war es, der ihn als der vom größten Teile des Landes anerkannte Regent schloß.

Ein schneller und billiger Frieden konnte es dank der Mäßigung der Sieger werden. Gegen den Angriff, gegen die Bedrohung ihrer blühen­den Siedlungen hatten sich die Weißen mit allen Mitteln zur Wehr gesetzt, welche der Eriin- dungsgeist eines der ihrigen ihnen in die Hand £ 'die Entscheidung gefallen, der feindliche Ansturm im Frosttod gescheitert war, wurden die Friedensbedingungen milde gestellt.

3lidreieck, jenes strategische Glacis. daS dre Arbeiten Isenbrandts so lange gestört und

tag abend im Kath. Dereinshause stattgefundenen öffentlichen Wahlerverscrmmlung der Zen- trumspartei sprach Ausgehend von bei groEen Bedeutung der am 4. Mai zu tätigenden Wahl wies oer Redner daraus hin, daß hierbei ber einzelne Wähler nicht bloß den Reichstag, sondern auch indirekt die Reichsregierung wähle und daß es zu unserer Gesundung notwendig sei, eine starke and arbeitsfähige Mitte zu schiffen, äledergehend auf die großen Schwierigkttte.r unte­rer aufcen- und innerpolitischen Lage seit dem unseligen AuSgange des Weltkrieges, ertlärte er, toie stets das Zentrum, getrieben von hohem vaterländischem Pflichtgefühl, sich in selbstlv e ter Weise in den Dienst des VvlkSganzen gegellt habe und immer wieder in die Dresche gesprungen sei. Besonders hoch anzuoechnen fei es dem Zen­trum, daß es in der furchtbaren 3nflationszett 1923, als alles zusammetizudrechen drohte, sich bereit erklärte, den Kanzler zu fiellen in der Person Dr. Mar?, dem es zu verdanken sei, daß wir wieder einigermaßen aus dem Chaos heraus und zu besseren wirtschaftlichen Verhallnitten ge­kommen seien. Wenn auch die eine oder andere Destimnrumg der Rvtverordnungen für viele le b und drückend sei, so müsse man aber stets be­denken, daß es eben Verordnungen seien, ge­boten unter dem Zwange der Rot der Zeit, die aber, sobald die Möglichkeit hierfür vorliege, ab­geändert oder aufgvfjuben würden. 3m Ansch daran ging der Redner auch auf den Beantten- abbau ein, der schon um deswillen notwendig ge­worden sei, weil die (Sntente ihn gebieterisch ver­langte, und da sei es immerhin besser, ihn frei­willig in schonender Weise vorzunehmen, als daß er_ durch Diktat in rigoroser Weise durchgeführt würde. Als sich gezeigt, daß sich Härien und älngerecht gkciten bemerkbar gemacht hätten, habe das Zentrum die Errichtung von D.ruungsinstan- zen gefordert, die auch eingesetzt wurden. Des weiteren ging der Redner näher auf die Lage im besetzten Gebiet ein und betonte, wie her trotz schwerster Bedrückung die Bewohner ih- Deutschtum bewahrten, nicht mit wohlfeilen Wor­ten, sondern durch die Tat bewiesen, was wah.-e, echte Vaterlandsliebe sei. Ties lellagenswert sei der Riß, der zur Zeit durch unser Volk gehe. Rur Einigkeit und festes Zu ammenhillea könne aus der Rot der Zelt führen. Dazu aber sei eine stark? Mitte, insbesondere ein starkes Zen­trum notwendig. Mit einem Appell an die An­wesenden, durch rührige Kleinarbeit bis zum Wahltage die Säumige.! und Schläfrigen aufza- rütteln und zu gewinnen, schloß der Redner fj e über zweistündige, mit lebhaftem Deifall auf- genommenen Ausführungen. 3n der Aussprache ergänzten einige Parteifreunde die Worte des Referenten over gaben ihren besonderen Wünschen Ausdruck.

den. Zur Frage der Erfüllungspolitik betonte der Redner, daß die Wirthsche Politik des unbe­schränkten Versprechens von der Deutschen Volks- Partei nach wie vor abgelehnt werde, daß sie aber Erfüllungspolitik treiben wolle bis an die Grenze, Die der deutschen Leistungsfähigkeit ge­zogen fei; nicht mehr, um unser Land nicht wieder wortbrüchig zu machen, lieber die innerpolirischen Angelegenheiten sprach sich der Referent in dem­selben Sinne aus, wie kürzlich der Landtagsabg. D i n g e l d e h. Rotwendig fei eine Reuordnung unseres Steuerwesens, bei der die unerträglichen Härten der br.tten Steuernotvervrdnung rück­sichtslos zu beseitigen seien und den Hypotheken­gläubigern, den Gläubigern des Staates ufto. eine gerechtere Aufwertung gesichert werden müsse. Mit allen Mitteln müsse unsere Währung ge­halten werden. Dazu gehöre insbesondere Mehr­arbeit zur Steigerung der Produktion. Die Deutsche Dolkspartei werde, wie bisher, auch weiterhin den kategorischen 3mperativ der Pflicht als obersten Leitgedanken ihrer Politik im 3nter- esse des Vaterlandes vertreten. 3m Anschluß an die mit stürmischem Beifall aufgenommene Rede tarnen in der Aussprache demokratische und kom­munistische Anschauungen zum Vortrag, denen Der Referent im Schlußwort entgegentrat.

Deutschnationale Volkspartei.

Zu de. öffentlichen Wählerversammlung dieser Partei am Sonntag abend in der Turnhalle am Oswaldsgarten Ritten sich die 3ntetx>|"fenten, Freunde und Gegner der Partei, so zahlreich ein- gefunben, daß das Versammlungslokal schon kurz nach 8 Uhr stark Überfüllt war. Zunächst sprach Handelskammersyndikus Dr. Meesmann überSolide WlitschaftspKitif. Da man der Vertretung der Presse keine Sihgelegenhrit zur Ermöalichung von schriftlichen Aufzeichnungen Vorbehalten hatte und der Saal vollauf begeht war, müssen wir unser Referat auf die kurzen Aotizen stützen, die wir stehend inmitten der Menschenmenge zu Papier bringen und durch das Gedächtnrs etwas ergänzen konnten, ^r. M e es» mann beschäftigte sich zunächst in großen Zügen mit den politischen und wirtschaftlichen Maß­nahmen der bisherigen Regierungen, an denen er Kritik übte, und kam dann auf das Sachver­ständigengutachten zu sprechen, dendie Reichs- regierung voreilig eine gewifse Zustimmung ge­stoben' und unangebrachtden S.enpel der Ob- leTtitnlät aufgedrückt habe". Das Gutachten ent­halte nur Lasten für uns. aber keine unseres Erwartungen hinsichtlich der Rückkehr der Aus- gewicsenen, dec Freigabe der Gefangenen und der Minderung der Besatzung toer.'e erfüllt Dre Reichsbahn und die Goldnotenbank könnten auf Grund des Gutachtens mit Leichtigkeit un e; aus­ländische Kontrolle gebracht werden. Redner for­derte dann, die Wirtschaft in Zukunft nur mit Rücksicht auf die Produkttonssteigerung, aber nicht nach Konsumentcninteref en zu leiten. Die Ar­beitszeit müsse sich nach, den Produktwnste^.hält- niffen richten. Hierauf sprach Dr. Werner über Die deutschen Schictsalswählen". Der Redner wandte sich eingehend gegen die Sozialdemokratie und den Kommunismus und erklärte, die Inter­nationale liege außerhalb Deutschlands hoff- nungs- und rettungslos am Boden, denn dort sehe man überall bewußten und starken Rationa­lismus, der die Völker zur Höhe führte Das Erstarken des Ratlonalgefuhls sei auch uns nötig, damit wir aufwärts kämen. Zur Wendung un­seres Schicksals sei vor allem nötig, daß die fluch­würdige Lüge von der deutschen Kriegsschuld nun endlich energisch bekämpft werde. Die Arbeiis- gcmcmschnft, das wirkschaftliche Dienstjahr, die Weyrhastmachung unseres Volkes, den Volks­deutschen Staat, Kampf gegen den Versailler Schandvertrag und gegen Die Internationale, Die Ausweisung Der seit Dem 1. August 1914 aus Dem Osten eingetoan e.ten Juden Front ge en den macxisti chn Kla se.ttampf, Eint eie i f ir den vol sverföhn.nden Lt n cf jeden für einm ge- schloss nrn Rationnl :a t das seien Die GrunD- lätz. der Drut.chna l nuten Dol soarte , um deren Urtterßützmg er bitte. Wäh en) beider Reden kam zu lrbhiften. teilweise sch. stürmischen Kundg bang n ge en die Aus iah u gen der Red­ner, denen dir eb.-nfo l bh ist? Zu timnung Der 6 o en Versammlungsm h heit srglei y e itgeg n- toi fte. Das ert g.e Hin cbe uno Herüosr k irn dann am Schluß, öe. Reden besondr.s stark zum Ausdruck, jeroch b hielt der Beifall en.schieden die Lb-Phand. In der Aus prache trug ein Kom­munist seine Ansicht vor. worauf Dr. Werner im Schlußwort kurz antwortete.

Zentrnmspartei (Sießen.

Die nationale Politik des Zentrums", so lautet das Th.ma, worüber Landtags.chgoordneter Rechtsanwalt Ruß-Worms in einer am Sonn­

langen. langen Monaten voller Kämpfe und Gemetzel mit dem Tode des Hgetai und der Herrschaft des Batu-Khan endigen sollte.

* . *

Schneller als nach Thina selbst war die Kunde von der Frostkatastrophe nach allen anderen Erd- tellen gedrungen. Unfaßbar war es zunächst aller Welt erschienen, daß Menschenkraft die Elemente der Ratur in so unerhörter Weise meistern konnte.

Als dann die Wahrheit unzweifelhaft zutage lag. da erstarkten die verzagten Herzen der weißen Menschen. Jener eisige scharfe Sturm, der dort oben in Asien feinen Anfang nahm, schien um Den ganzen Erdball zu fahren. Mit einem Schlage war die an vielen Orten so schwüle un- heilschwangere Atmosphäre gereinigt Wo irnmei die Herrschaft der Weißen zu wanken drohte touröe sie durch jenes Ereignis wieder gestützt und gefestigt

Und diese Stützung tat bitter not. Denn da4 aewaltige Feuer, das die überlegene Staats- funft des Toahon-Khan auf der ganzen Erde gegen die Weiße Rasse entfacht hatte, war nicht so leicht zu dampfen. Jetzt rächten sich die Fehlet vergangener Hahrzehnle und Hahrhun- dcrte bitter an den Weißen. Die europäischen Reiche, die der schwarzen Rasse zuerst die Waffen m die Hand gegeben und sie die Kriegskunst gelehrt hatten, wurden jetzt am schwersten von diesen allzu gelehrigen Schülern geschlagen.

(Fortsetzung folgt).

Als Trghon-Khan auf der Straße nach dem Salsan-Ror sein Roß verließ und Schuh vor der grimmigen Kälte im Flugschiff suchte, da flog Ugetai-Khan schon in einem anderen schnelleren Kreuzer der dsunaarischen Armee gen Osten. Mit höchster Maschinenkraft jagte das mächtige Schiff über die verschneiten Ebenen und Ge­birge. Es entrann dem grimmigen Winter, den -Georg Isenbrandt hier der einbrechenden gelben Armee durch die Kraft des Antidynotherms be­reitet hatte. Am Abend des gleichen Tages, der den Tod des Regenten sah, landete dies Schiff in Sehol.

Roch wußte man hier in Der Stille der kaiserlichen Gärten nichts von der Katastrophe der gelben Wehrmacht. Als Vertrauter des Re­genten und als siegreicher Armeeführer wurde Ugetal-Khan empfangen. Leicht, faf+ zu leicht wurde es ihm gemacht, sich des unmündigen Kaisersohnes zu bemächtigen. Den Thronerben, den Knaben des Schitsu an seiner Leite, raffte er die mongolischen Regimenter Pekings und Der nächsten Umgebung zusammen.

Als endlich die Kunde vom Untergänge der großen Armee und vom Tode des Regenten auch nach Peking kam, hatte Ugetai-Khan nicht nur diese Truppen fest in der Hand, sondern er war auch der notorische Herrscher der größeren Hälfte deS Gelben Reiches. Da war er in kaum Zweimal

In der gut besuchten Turnhalle Oswaldsgarten sprach am Sonntag vormittag in einer von der Deutschen Volkspartei einberufenen Versammlung der Reichsminister a. D. Dr. Becker über die aktuellen politischen Fragen. Der Redner äußerte sich zunächst über den Ruhrkampf und seine Vorgeschichte und stellte fest, dah Frankreich auch in das Ruhrgebiet eingerückt wäre, wenn es den Vorwand der fehlenden Holz- und Kohlenmengen aus den Reparationslieferungen nicht gehabt hätte. Frank­reich wolle ja gar keine wirtschaftlich? ober flnan- rielle Befriedigung, es wolle nur den Besitz von Rhein und Ruhr. Der Ruhrkampf sei ohne Wider­spruch von irgendeiner Partei, mit Zustimmung aller, auch der demokratischen und Zentrums- Kabinettsmitglieder bis zum lehtmöglichen Ende durchgekämpft worden. Wenn von anderer Seite jetzt behauptet werde, sie hätten beizeiten ge­warnt und gebremst, so sei das unrichtig. Der Kampf sei für unser Volk ein moralischer Erfolg gewesen, auch wenn wir das Ringen wirtschaft­lich und finanziell verloren haben; dieser mora­lische Erfolg habe im Ausland die Achtung vor Dem Deutschen Volke wiederhergestellt und bei allen Mächten, mit Ausnahme von Frankreich, die Verftändigungsberellschaft uns gegenüber geweckt. Ging eh end beschäftigte sich der Redner mit dem Sachverständigengutachten, das trotz seiner schweren Lasten und mancherlei Gefahren für uns wenigstens zur Verhandlung angenommen werden mußte. Die Reichsregierung habe dieses Gutachten denn auch als eine Grundlage zu wei­teren Verhandlungen angenommen, damit aber keineswegs die Forderungen selbst genehmigt. Dieser Stellungnahme habe auch der Reichsver­band deutscher Industrie zugestimmt, in dessen Vorstand viele Deutschnationale seien. Redner polemisierte in diesem Zusammenhang gegen die Deutschnationalen, die die Ablehnung des Gut­achtens fordern, ohne den schwerwiegenden Folgen gerecht werden zu können, und ebenso gegen die Sozialdemokraten, die es als d i e Lösung Der Re­parationsfrage annehmen wollten; beides sei ver­fehlt. Die deutschen Ehrenforderungen hinsichtlich Der Ausgew'esenen und der Verurteilten mühten bei diesen Verhandlungen unbedingt erfüllt wer-

Wirtschaft.

Der deutsche Kohlenbergbau im März.

Die Förderung DeS gesamten Ruhrge­biets ohne Die von Der Regie betriebenen 3 Zechen und 10 Kokereien betrug 8 254 499 T. Kothen, 1 656 765 T. KokS gegenüber 8 763 201 T Äobl|i und 1 897 889 T. Koks Im März 1922, umD 8 939 855 T. Kohlen und 1 955 103 T Ko s im März 1913. Die Brikettherstellung belief sich im Derichtsmonat auf 234 601 T. (gegenüber 374210 bzw. 392 719). Aibeitstäglich betrug Die Kohlenförderung 317 481 T. (gegenüber 324 563 Sonnen im Mörz 1922 und 372 494 T. Im März 1913); Die KokSeizeugung 53 444 T. (geg-müb r 61 222 T. bzw. 63 393 T.), Die Dnkettherslellung 9 023 T. gegenüber 13 860 bzw. 16 363 Ton en. 'S rifettbetriebe sind übrigens von Der CRege nicht beschlagnahmt. Die Gesamtbelegchaft des Ruhr-- bergbaues belief sich Ende Mäi°z schätzungswci e auf 465 C00 Mann gegen 555 600 im Marz 1922 unD 403 400 im Marz 1913.

3m Aa che ne r Steinkohlenbezirk b lief sich Die Kohlenförderung auf 243 516 T. gegenüber 264 380 T. im Monat März des Jahres 1913 Tie Kokserzeugung betrug 69 831 T. gegenüber 98 042 T. im ^ahre 1913. An Briketts wurden 12 260 T. gegenüber 8 160 T. im Mar , 1913 ge­fordert. Die Belegschaft flieg g genüle. 15 624 Mann im Jahre 1913 auf 20 750 im Berichts- monat

Tie ÄDbienf"rserimg R ieder schleslens betrug im Berichtsmonat 500 694 T. gegenüber 529 391 T. im März 1923 und 451 988 T im März 1913. Arbeitstäglich: 19 257 T. gegenüber 20 380 bzw. 18 833 T. Die Koks- und Brikett- herslellling betrug im Derichtsmonat 72 637 T gegenüber 88 782 T. im März 1923 und 73 528 T im März 1913. Arbeitstäglich 2794 T. gegenüber 3415 T. und 3064 T., Die Brikettherstellung 11 151 Sonnen im Berichtsmonat gegenüber 9225 S. bedroht hatte, fiel an Europa zurück. Außerdem gab es nur geringfügige Grenzberichtigungen. G org Isenbrandt sorgte dafür, daß die Gletscher- felder, die er längs Der Grenze für seine Ar­beiten benötigte, ihm auch durch den Friedens- Vertrag zur Verfügung gestellt wurden. Aber das waren unbewohnte SiSwüsten, deren Verlust das gelbe Riefenreich kaum empfand. Darüber hinaus wurde auch von weißer Seite beim Frie- densabschluß sorgfältig alles vermieden, das etwa Keime zu neuen Kriegen abgeben konnte. Jede Kriegskostenentschädigung wurde vermteden, und -ilgetai beeilte sich, diese günstigen Bedingungen so schnell wie möglich anzunehmen.

Gr tat es um so mehr, als die Dinge in China selbst seine ganze Tatkraft erforderten. Die alte republikanische Bewegung im Süden des Reiches, vom Kaiser Schitsu mit Gewalt niedergehalten, von Toghon-Khan mit brutaler Gewalt nieöer- Sschlagen, flammte jetzt mit neuer Kraft auf. geta besaß nicht Die Macht, ihr entgegenzu­treten; denn von Tag zu Tag wurden seine eigenen Kräfte durch die ständig wachsende Macht dcS Batu-Khan in Urga gebunden.

Mit der Stoßkraft des Gelben Reiches nach außen hin war es für lange Zett vorbei.

Am 8. August war die große Armee an der dsungarischen Pforte zugrunde gegangen. Roch in den letzten Augusttageu konnte llgetai von Peking aus den Frieden mit Europa schließen. Aber schon in der ersten Septemberwoche brach der Bürgerkrieg im Gelben Reiche aus. Der Süden erllärie sich zur unabhängigen Republik. Dom Rorden her aber trat Vatu-Khan gegen Peking hm feinen Vormarsch an. der erst nach