2K d d t i# tn das öer damals loitiyrtge Goethe das berühmte Gedicht eintrug, das mit den Ver- sen beginnt: „Dies^ ist das Bild der Welt, die man für die beste halt. . ." Das Stammbuch ist bis jetzt im Besitz der Familie Moors gewesen und wird nun zum ersten Male zum Berkaus angeboten. Den ersten Teil des Gedichtes hat Goethe, der sich am 28. August 1765 eintrug, in schönster Zierschrist geschrieben, während der zweite Teil gewöhnliche Schrift zeigt, die der des alten Goethe schon sehr ähnlich ist. Auster Goeth? haben sich hier eine große Anzahl bekannter Frankfurter verewigt. Don arideren interessanten Eintragungen ist die wichtigste die Lichtenbergs, der eine von ihm selbst mit grauer Tusche gemalte Dignette in seiner geistvoll-sarkastischen Art erläutert.
Eine Reichskunstwoche
soll, wie im „Kunstwanderer" mitgeteilt wird, von den großen deutschen Künstlerorganisationen im Februar 1925 in Berlin veranstaltet tocrfcen. Mit dieser Woche werden umfangreiche Daib'.e- tung'en auf allen Gebie en der bildenden Kunst, des Theaters und der Musik usw. rerbunden fein. Die Aufgabe der Veranstaltung ist, den Blick auf deutsches Kunstkönnen und deutsche Kunstarbeit zu lenken, dem Handel durch die Erzeugnisse deutschen Kunstfleitzes Anregung und Antrieb za geben und den Beweis zu erbringen, datz die Arbeit des Künstlers ein wesentlicher und notwendiger Bestairdteil der Dollswirtschaft ist. 3m Mittelpunkt wird eine große Werbekunstschau stehen. Ein Arbeitsausschuß hat sich ge- bildet, dem bedeutende Künstler als Dertreter ihrer Organisationen angehören.
Eine kostbare Kunststiflung.
Das Landesmuseum in Darmstadt, das bereits durch die Döcklin-Stiftung des Frei- Herrn v. Hehl eine glänzende Erweiterung erfahren hat, ist jetzt durch die testamentarische Verfügung von Friedrich Marx m den DM einer neuen kostbaren Sammlung gelangt. Wie im „Cicerone" mitgeteilt wird, handelt es sich dabei um eine vorzügliche Clfenbeinsammlung, die hervorragende gotische Arbeiten und einige ausgezeichnete Stücke des 17. Jahrhunderts enthält.
Altrömische Funde in Trier.
Bei Ausgrabungsarbeiten im Süden von Trier hat man wichtige Funde aus der Römerzeit gemacht. So wurden drei Meter unterhalb der heutigen Erdoberfläche 5 römische Ziehbrunnen aufgedeckt. 3n einem dieser Brunnen fanden sich 30 römische Münzen mit dem Bilde des Kaisers Konstantin sowie eine große verzierte Dronzeschüssel. Les weiteren stieß man auf zwei römische Töpferöfen, die aus hartem Lehm erbaut sind. Die wichtigste Entdeckung aber war eine 3 Meter breite Römerst ratze, .die aus großen Kalksteinplatten erbaut ist und zwei Fahrrinnen mit tief eingeschnittenen Wagenraderspuven und einen Fußweg aufweist.
Die Trauerfeier für Dr. Osann.
.Darmstadl. 26. Ott. (Eigener Bericht.) Gestern fand in der Halle des Krematoriums auf dem Waldfriedhof eine Drauorfeier für den verstorbenen SCba. Dr. Osann statt. Sfe Bs- tdKigung war überaus stark aus allen Schichten der Bevölkerung. Anwesend waren die Armille des Verstorbenen sowie zahlkreicho führende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Der Sarg verschwand fast unter der Fülle von Kränzen. Pfarrer Wagner, dem der Verstorbene irahe- gestanden hatte, hielt die Trauerrede, daran anschließend folgte die Einsegnung durch den Geistlichen: in stummer Trauer senkten sich hierbei die Fahnen der Kriegervereine, denen der Hrirn- gegangeiie angehört hatte, über den Sarg. Land- tagsabg. Dingeldeh schilderte in bewegten Worten den schweren Verlust, den der Tod Dr. Osanns für die Deutsche Vollspartei bedeutet: er legte Kränze nieder im Ramen des Landesverbandes Hessens der Deutschen Vollspartei, der Landtagsfraktion, der Reichsparteileitung sowie des Reichsministers Dr. Sde emann. Cs folg en dann Kranzniederlegungen in großer Zahl un er rühmenden Worten für den Entschlafenen. Es sprachen am Sarge: Rechtsanwalt R e u s chä f f e r für den Anwaltverein und für den Rotariats- oerein, 3ustizminister v. Brentano für das Justizministerium und für die hessische Regierung, Frau D i e r a u - Darmstadt für die Frauen der Deutschen Vollspar.'ei, P äident Adelung für den Hess. Landtag, Oberbürgermeister Dr. Glass in g für die Stadtverwaltung Darmstadt, Justiz rat Bender für den Finanz msschuß der Stadtverordnetenversammlung. Geheimrat Pros. Dr.-3ng. W a l b e für die Fraktion der Deutschen Vollspartei der Stadtverordnetenversammlung, Rechtsanwalt Stadel für dir Ro ariats- kammer, Hauptmann Lotheißen für den Kriegerverein von 1874, Landtagsabg Kindt für den Landesverband Hessen der De rischnationalen Bolkspartei, für die Ortsgruppe Darmstadt derselben Partei sowie für die Fraktion des Bauernbundes und der Deutchnationalen Vo'ks- partei, Abg. Dr. Dehlinger für den Hess. Bauernbund, Stadtverordneter Stemmer für den Verkehrsverein, Rektor Lindemann für die Kreisgruppe Alzey und Rechtsanwalt L u I'e h für die Kreisgruppe und die Ortsgruppe Wo.ms der Deutschen Dollspartei. Die meisten Kränze waren mit Schleifen versehen tn den Farben Schwarz-Weitz-Rot und Rot-Weitz.
Kirche und Schule.
△ Reiskirchen, 27. Oft. Eine ordentliche Kirchenvisitation wurde gestern hier und in Burkhardsfelden durch dn Superintendenten für Oberhessen, Geheimerrt D. Petersen aus Darmstadt abgehalten. An beiden Gottesdiensten richtete der Visitator eindrucksvolle Ansprachen an die Gemeinden. Es folgten Prüfungen der christenlehrpfsichtigen Fugend und der Schuljugend, sowie Beratungen mit den kirchlichen Körperschaft n. Helle sch'ost sich noch eine Einsichtnahme in d n Reiigion.-unter icht der obersten Schulllassen in beiden Gemll.de.i an. Die Gesamtgemeinde nahm an den Disi- tationsharrdlungen regen A-lleil.
Wirtschaft.
Der Deutsche Außenhandel im September 1824.
Da im September die Zollstellen im besetzten Gebiet noch nicht wieder von deutschen Beamten übernommen waren, blieb auch im September die statistifche Erfassung der Ein- und Ausfuhr des besetzten Gebietes unvollkommen. Die Han- delsstatistik enthält deshalb die gleichen Fehlerquellen wie in den Vormonaten. Die Zahlen können daher nur mit Vorbehalt mitgeteilt werden. Insbesondere wird darauf hingewiesen, daß sie nicht gestatten, eine einwandfreie Btlanz des Außenhandels zu ziehen.
3m September ist im deutschen Außenhandel wieder etn Umschwung eingetreten: Die Einfuhr, die sich in den drei vorangrgangenen Monaten (3uni, Juli, August) ständig verminderte, ist wieder erheblich gestiegen: die Ausfuhr tst dagegen leicht zurückgegangen. Wenn auch die Ein- fuhrsteigerung recht beträchtlich ist (um 175,2 Millionen Gvldmark gegenüber dem Vormonat), so bleibt die absolute Höhe der Einfuhr im September mit rund 623,4 Millionen Goldmark doch noch erheblich hinter dem Monatsdurch ch sitt deS 1. Halbjahres 1924 (746,9 Mcklionen Goldmark) zurück. Fast eberffo beträchtlich liegt die Ausfuhr im September mit rund 564,1 Million m Gold- mavk trotz des Rückgangs (um etwa 25,3 M llionen Goldmark gegenüber dem Vormonat) über dem Monatsdurchschnitt des 1. Halbj-ahrs 1924 (471,2 Millionen Goldmark). Die Bilanz der durch die Statistik erfaßtem Ein- und Ausfuhr weist im September eine Passivität von rund 59,4 Millionen Goldmark auf. Die Einfuhr- fteigerung gegenüber dem Vormonat erstreckt sich hauptsächlich auf Lebensmittel (um rund 54,3 Millionen Goldmark), Rohstoffe und halbfertige Waren (um rund 91,8 Millionen Goldmark) und Fertigwaren (um rund 32,3 Millionen Goldmark). Der Ausfuhrcückgang entfällt hauptsächl ch auf Lebensmittel und Getränke (15,9 Millionen Goldmark) und Fertigwaren (11,9 Millionen Goldmark).
* Hessisch-Rassauische Gas A. - G. Höchst a. M. Die Goldbilanz der Gesellschaft sieht eine Llmstellung des Aktienkapitals von 48 Mill. Mark auf 3,84 Millionen Rm. im Verhältnis von 12,5:1 vor. Die Verwaltung hofft, datz bei ungestörtem Fortgang und normaler Weiterentwicklung eine dauernde, angemessene Verzinsung möglich sein und auch für das laufende 3ahr eine kleine Dividende zur Ausschüttung kommen wird.
* Konkurs. Lieber das Vermögen der offenen Handelsgesellschaft Luttermann & Edinger in Darmstadt sowie deren beiden Inhaber Karl Luttermann, Kaufmann, und Karl Edinger, Kaufmann, beide in Darmstadt, ist das Konkursverfahren eröffnet worden. Forderungen sind bis zum 1. Dezember beim Amtsgericht Darmstadt I anzumelden.
" Konkurseröffnung beim Rihau- Konzern. Lieber das Vermögen des Ritzcm- Konzerns ist mtranefyr der Konfttrs eröffnet worden. Die Frist zur Anmeldung der Kvnkurs- forderungen läuft bis zum 15. Dezember 1924. Die Wahl des Gläubigerausschüsses ist auf den 7. Rovember festgesetzt. Der Konkurs der Ritzcru- Äon^ern A.-G. ist die zwangsmäßige Folge der Zahlungseinstellungen der Llnlergesellschaslen: in ihm tritt jetzt der Zusammenbruch des gesamten Ritzaw-Konzems tn die Erscheinung.
* Wayß & Frehtag A -G., Reustadt a. d. H. Der Ausiichts rat beschloß, das Stamm- aftienkapftal von 150 Mill. ML und ixi8 Dor- zugsaktienkapital von 50 Mll. ML auf acht Millionen Rm. uTnzustellen. Der Einzelwert der Aktie beträgt demnach 40 Rm. Die gesetzliche Rücklage wird auf 800 000 Rm. aufgefüllt.
Frankfurter Abendbvrse.
Frankfurt a. M„ 27. Oft. (TL1.) Die im Verlaufe der Mittagsbörse hervvrgetretene Höherbewegung für deutsche Stadtanleihen nahm an der Abendbörse das gesamte 3nteresie in Anspruch. Aus eine Meldung, wonach die Stuttgarter Stadtverwaltung angeblich beschlosien haben soll, vom 1.3uli ab den Zinsendienst der Anleihen mit 1 Prozent in Gold wieder aufzunehmen, wurden sämtliche, besonders süddeutsche Stadtanleihen, stark nach oben gehandelt. Das Geschäft konzentrierte sich infolgedessen fast ausschließlich auf diesen Markt, doch war die Stimmung nicht mehr so fest und neigte eher etwas zum Rachgeben. Es wurden umgesetzt: Frankfurter 5,5, Stuttgarter 8,5 bis 0,38 bis 025, Dresdner 5,3 bis 0,25, Mannheim 5,3 bis 0,25 Rürnberg 7,13 bis 6,88, Münchener 7,88 bis 8, Kölner 5,25, Berlin 5,75, Hannover 5,3, Mainz 7,38. 3n deutschen Anleihen dagegen war das Geschäft sehr klein und die Werte dieses Gebietes vernachlässigt. Kriegsanleihen 460 minus 7,5, 3,5prvzentige Preußische Konsols 1175 minus 5 Milliarden. Der Aktienmarkt hatte bei stillem Geschäft leichte Besierungen zu verbuchen. 3m allgemeinen setzten sich die Rückgänge nicht weiter fort und die führenden Werte konnten sich auf dem ermäßigten Mittagsstande gut behaupten. Am Mvnbanmarkt notierten Buderus 9,25 plus 0,2. Mansfelder 2,9 Geld plus 0,1, Rheinische Braunkohlen 26 minus 0,5, Tellus 2,35. Don chemischen Werten gingen um: Badische Anilin 17,63 minus 0,1, Chemische Griesheim 15.25 minus 0,35, Scheideanstalt 13, Th. Goldschmidt 11,5 plus 0,25, Höchster Farbwerke 15,63 minus 0,1, Holzverkohlung 6,25. Am Elektromarkt kamen Llmsätze fast kaum zustande. AEG. 7,6 bezahlt und Geld, Licht und Kraft 6,75. Am Bankenmarkt waren die Kurse zumeist behauptet. Berliner Handelsgesellschaft 21 minus 0,8, Kommerzbank 4,3, Darmstädter Bank 8 plus 0,5, Dresdner Dank 6,63, Mitteldeutsche Kreditbank 1,5, Rheinische Kreditbank 2.1 und Oesterreichische Kreditanstalt 0,31. Don Schiffahrtsaktien wurden Rordd. Lloyd zu 4,1 gehandelt. Sonst wurden noch umgeseht: Cement Heidelberg 19, Hoch- und Tiefbauten 1,8 minus 0,2, 3nag 1,2, Julius Sichel 2,95, Badischer Zucker 2,4, Offsteinzucker 2,6. Don ausländischen Renten waren 1913er und 1914er Ungarn um je 0,1 gebessert 16 Billionen Prozent), Bagdad II 8. Die Börse schloß in ruhiger, wenig veränderter Haltung.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Berlin, 27. Oft. Auch bei Beginn der neuen Woche beiß irrt: die Dir je in ihrer Zurückhaltung. Di. F Horen, die jeg iche Unter» nehmungslust zur Hemmung brachten, s nd im wejentl chen folgen e Die ©elbmarftlagc gcfl^et trotz einer ziemlichen F üssigteit für täg» bicht Geld noch keine größeren Transaktionen;
die Auslarrdsrreotte fließen infolge der unnaren innerpc Illischen Verhältnisse äußerst spärlich, und die ungeklärte Angelegenhell der Börsen-Umsatzsteuer trifft ebenfalls die Unternehmungslust. Man glaubt auch nicht daran, daß der Reichs- finanzminister von sich aus vor den Reichstags- Wahlen eine Ermäßigung dieser Steuer vornehmen wird. Auch die Frage der Bewertung des Vermögens der einzelnen Aktiengesellschaften bere tet ins f rn noch Schwierigkeiten, als die bisher veröffentlichten Goldmarrbilanzen doch nur sehr unsichere Anhaltspunkte hierfür gewähren. Zu alledem tritt natürlich noch der Druck, den die Wahlkämpfe im Reiche und in den Ländern aus üben. Aich die noch in der Schwebe befindliche neue Verbandsbildung in der Montan- industrie läß: eine rechte Zuversicht noch nicht aus kommen. Inf olgedesien stagn.er t das Börsengeschäft fast vollwrnmen. An den Aktienmärkten waren die Umsätze minimal: die Kurse konnten sich im allgemeinen behaupten. Der Geldmarkt lag unverändert. 3m Devisen- verkehr überwog das Angebot.
Börsenkurse.
19,26
19
7,76
0,76
2,95
2,95
Zellstoff Waldhof. . . . Bucterfabrtt Frankenthal Zuckerfabrik Waghäusel
2,4
uuiu «ÜUUUUUICI ...
') Dom Rückzahlungswert.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt
a. M.
Dan knoten
17,6-
11.5
15,25
15,65
6,26
13
7,65
18
11,25
16
6,25
15
2,7
3
7,6
4,6
8,6 17,75
11,75 16,: 3 15,60
14,65
4,9
8,60
17,75
11,6
16,75 15,90
15^5
2,70
3
7,5
7,65
10,80
35.13
43
1,75
2,75
M
7,7 10,50
84
43,75
1,8
2,7
7.75
V
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".)
Frankfurt a. M., 27. Oft. Es wurden notiert: Weizen, Wctterauer 22 50 bis 23.50, Roggen, inländ. 22 bis 23, Sommergerste für D a.Zwecke 24 b s 27.50, Hafer, inländ. 19 bis 22, M e s (gelb) 20,25 bis 20,75, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 33 bis 3k, Roggenmehl 29,50 b s 34, Weizeicklete 11,50, Roggenkleie 11,25, Erbsen 30 bis 38, Linsen 45 bis 50, Hm, südd., gut, trocken 11, Weszen- und Rogge istroh 7 b s 7,50, Treber, getrocknet 19 bis 20. Tendenz flau.
Frankfurter Schlachtviehmartt.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M, 27. Ott. Auftrieb: 1155
Rinder; darunter 293 Ochsen, 47 Bullen, 813
(In Billionen Mart ausgedrückt BoenoS-Utre«, London, fka» York, Japan. Rio be Janeiro für eine Einheit. Wien mid Budapest für 100000 Ein betten, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlu ng.
Eheramische Werke Albin , .
Zementwerk Heidelberg .. .
Philipp Holzmann......
Anglo-Eont -Guano .....
Badische Anilin........
Chemische Mayer Alapdl ..
Goldschmidt.......
GrieSi eimer Electron .... Höchster Jarbwerke...... Holjverkohlung ........ RütgerSwcrke ......... Schetdeanstalt ........
Sllg. ElektritttütS^esellschaft
Bergmann...........
MaMkraftwerke .......
Schlickert...... .....
Siemens & Halske
Ldlerwerke Sie her ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt......... wiegoin.............
Sronfhn-ter Armaturen . .. Sonservensabrik Braun . . . Metallgestll>chast Frankfurt. Pet Union A.-G...... .
Schuiffabrik Her, Sichel. . .
Ffr"**, -7. Oftbr.
Amcrtkanilche Noten .....
Belgische Noten.....
Dänische Noten .......
Englische Noten........ Französische Noten ..... Holländische Noten...... Italienische Noten.....
Norwegische Noten Deutsch Oesterr-, ä 100 Kronen Rumänische Noten . . . . . . Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten .
Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . . , .
5ti Simonen Prozent
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlutz. Aurs
Schlutzk. Abend» hörte
Schlub- fiurs
Schlustk. Mittag» börse
5>rrhrm:
24. 1D
27. 0.
21.10.
2,. 10.
6% ®entfd)e RelchSanIelhe .
0,465
0,460
0,442
0,461
<% Deutsche NeichSanlet^e .
—
—
0,8 5
0,8?5
3'/,°/, Deutsche Netchsanleihe
—
*
0,825
'),818
3®/n Deutsche Reichsnnleide . Deutsche Svurprumienaulethe
—
—
i,2 0,38;
1.88 0 358
preußische KousolS
—
—
0,94
1,15
6,950
1,15
1,15
3*/»% Hellen..........
3°/o Hellen...........
—
—
1.1
—
0,95
0,97
Deutsche Wertb. Dollor-Anl.
—
—
4,2
4,2
bh>, Doll-Schav-Anwetsug.'!
—
—
87,5
87,8
4°/o äofitArten ........
9
—
9
8,8
6% Äoldmeritaner .... . .
—
—
41
41
Berliner Handelsgesellschaft
Eommcrz- und Privat-Bank.
22
4,4
21
4,3
23,60
4,5
8,25
22
4,5
Darrnst. und Nattonalbaiik .
8
8
7,8
Deutiche Bank.........
—
—■
10,1
10,10
Deutsche BeremSbank ....
—
■■
—
—■•
DiScoMo Lommandtt ....
11,75
—
11,75
11,65
Mctallbant...........
12,6
—
—
—
Mitteldeutsche Lredttbank. . Oesterreichische Credttanstali.
1,50
1,5
1,5
1,50
—
0,31
0,3
0,350
Wcslbank............
—
0,35
0,375
Bochumer Guß .......
—
—
—
46.5
BuderuS....... . . . .
—
9,25
8,80
8 8
Caro .............
—
—
7
9,25
Deutsch-Luxemburg......
Gelsenkirchener Bergwerke. .
—
48,50
49,6
49 2 i
49 9
Harpcner Bergbau......
79,25
—
79,75
79 5
fiallrotrte Aschersleben. . . .
——
—
11
11,39
Kaltwerf Westeregeln. ....
—
—
13,30
4.4
Lauravülke...........
—
—
4,30
4,70
Obcrbedars...... • • • .
—
—
8,50
8,75
Phönix Bergbau ......
Rheinstahl...........
—
—
35,25
35,61
33,25
32,6
Rtebeck Pioutan........
—
—
32,90
33,5
TelluS Bergbau........
2,4
2,35
—
—
Hamburg Amerika Paket. . .
Norddeutscher Llovd.....
_
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24,375 4
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4,1
24. Oktbr.
27. Okt r.
Roxrrt.
klmtliche Notierung
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27.
NmN-Rott
164,79
185,51
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voll
voll
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20,21
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20,18
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voll
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59,70
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69,56
59,85
voll
voll
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72,29
72,75
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voll
Stockholm .
111,47
112,03
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voll
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10,51
10, 7
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10,57
voll
voll
Italien. . .
18,22
18,32
18,05
18,15
18,92
voll
voll
London. . .
18,845
13,93,
18,83
voll
voll
Neuyork . .
4,11
4,21
4,1 J
4,21
voll
voll
Paris. . . .
$1,9?
$2,02
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19,91
voll
voll
Schweiz . .
80,65
81,07
82,625
66,06
81,025
voll
voll
Spanien .
bd,06
86,34
66,34
voll
voll
Wien in D.» De ft abgest
6,915
6,945
6,91
5,94
voll
voll
Prag . . .
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12, 6
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12,555
voll
voll
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6,48
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voll
voll
1,54
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1,52
1,53
voll
voll
Bulnarien
3,04
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8,05
1,61
3,08
voll
voll
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1,606
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voll
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6,006
6,035
6,065 16,46
6,095
voll
voll
Lissabon .
15,96
16,04
16,54
voll
voll
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voll
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voll
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voll
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voll
$1,83
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voll
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voll
6,905
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voll
2,385
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voll
111,3
1'1.86
voll
80,595
80,97
voll
56.06
66,34
voll
12,45
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voll
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6,47
voll
•(Janen uno Kühe, 2 Froster, 250 Kaiver, 309 Schafe, 3489 Scküveine einschl. 268 ausländische. Es wurden bezähll pro Zentner Lebendgewicht: Rinder: Och'en: Vvllft. ausg-wachteae h/chsten Schlachtwerts 52—56, junge, fsisichig?, nicht aus- gemäftete und ältere ausgemästete 45—51, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 43—44; Bullen: vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 44—50, vollfteichige jüngere 38—43; Färsen und Kühe: voll fleischige auSge» mästete Färsen höchsten Echlachtwerts 50—54, voll- fleischige ausgemästete Kühe höchsten SchlachtwertS bis zu ? Jahren 42—48, wenig gut entwickelte Färsen 40—48, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 33—41, mäßig genährte Kühe und Färsen 25—33, gering genährte Kühe und Färsen 14—24; Kälber: feinste Wastkälber 72—76, mittlere Mast- und beste Saugkälber 62—70, geringere Mast- und gute Saugkälber 50—60; Schafe: Mastlämmer und Mast- hämmel 40—46, geringere Masthämmel und Schafe 32—38; Schweine: vvllfleischige von 80 bis 100 Kilo 78—82, unter 80 Kilo 70^-77, von 100 bis 120 Kilo 80—83, von 120 bis 150 Kilo 78 bis 82, Fettschweine über 150 Kilo 78—82, unreine Sauen und geschnittene Eber 65—75. Marktverlauf : Rinder, Kälber und Schweine lebihasi * gehandelt, bei Schweinen- geringer Lieberstand
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 27. Oft. Am Produktemnarkt griff eine Beruhigung Platz. Wohl seien ernsthafte Dersilste, aber nirgends ernsthafte Insolvenz gefahren aufgetreten. 3n Mehl ist der Konsum nach wie vor schlecht. Die Rotierungen waren meist unverändert, für Roggen sogar e was höher. Die Mühlen kaufen vereinzelt nur auf Dezembertermine und das Geschäft ist sehr klein. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, ntärf. 205 bis 210, Roggen, märt 197 bis 202, Gerste, märt. 230 bis 256, neue 200 bis 215, Hafer, märt 171 bis 181, Raps 390 bis 400, Leinsaat 390 bis 400; für je 100 Kilo: Weizenmehl 28 bis 32, Roggenmehl 27,50 bis 31,50, 'Weizenkleic 12,50 dis 12,80, Roggenkleie 12,50 bis 12,80, Diktoriaerbsen 33 bis 37, kleine Erbsen 24 bis 26, Futtererbsen 18,50 bis 19,50, Peluschken 17 bis 19, Ackerbvhnen 20 bis 22, Wicken 18 bis 20, Lupinen, blau 14 bis 15, gelb 16 bis 18, Serradelle, alt 14 bis 15, neu 20 bis 24, Rapskuchen 15,80, Trockenschnitzel 10, Kartoffelflvcken 19.
Büchertisch.
— In eine Sammlung romantisch-mystischer Dichtungen, wie sie der Leipziger Wvlkenwande- rer-Derlag offenbar in sein Programm ausgenommen hat, gehört vor allem der O s s i a n, jener hehre Dardensang aus keltischer Llrzeit, nicht sowohl seiner literarhistorischen Bedeutung, seiner außerordentlichen Wirkung aus Klopstock, Herder, Goethe, der Romantiker wegen, als wegen der schwungvollen, ungekünstelten Kraft der Sprache, dem heldischen Geist dieser Dichtung, die auf unsere Zeit begeisternd und erhebend wirken wird, zumal da sie Franz Spunda uns in so herrlicher Liebertragung vermittelt. Alles Spintisierende, Verweichlichende als Ausfluß übertemerter Kultur zerstiebt vor diesem reinigenden Quell heroischer Dichtung, die menschliches Sein auf die Llrgründe von Liebe und Treue zurückführt, eingebettet tn die wildromantische Landschaft des Rvrdens. Bisher liegt von dem auf zwei Bände berechneten Werk der erste mit dem Monumentalwetk Ossians, dem Fenigal und kleineren (Span in mustergültiger Ausstattung vor. 638
* 3n der bekannten Sammlung moderner Erzähler, die PH. Reclam. Leipzig, aus der Uni- versal-DMiothek tn nett erngeftundenen, handlicher Büchlein sorgfältig zufammenstellt, sind neu erschienen: Hochgreve: 3m Jagdrevier, Gott- Helf: Die schwarze Spinne, Per Hallström: Rovellen, R. I. Lang: Der Lorbeerkranz, Flemming: „Auf und nieder" und als besonders wertvolle Gaben haben Ricarda Huchs entzückend beschauliche und tiefgreifende Rovelen „Der neue Heilige" und „Der Hahn von Quoten» brück" und des Schweizers Jakob Schaffner Meistemovelle „Die Mutter". 1034/37. 1205/05.
— Musikanten und Wallfahrer. Erzählungen aus eigenem und fremdem Leben von Leo Weismantel. Bei Herder & Co. G. m. b. H., Verlagsbuchhandlung, Fre bürg im Breisgau Drosch. 0,60 Gm., geb. 1,20 Gm. Das Dändcher fügt sich glücklich in die Reihe von Herders Bücherei zeitgenössischer Erzähler „Der Bienenkorb" ein. Mit einem Bekenntnis des Dichters zum Wort Beginnen die vier Beiträge, eine feine besinnliche Legende folgt, und „Die Brote geiger" und „Der Einsame" sind zwei lesenswerte Erzählungen. 378
(In einem Teil der Auflage wiederholt.)
Ein Republikanischer Tag in Potsdam.
Berlin, 27. Oktober. (WTD. F inkspruch.f Gestern veranstaltete das Reich-bannee Schwarz- Rot-Gold, OrtSgrr'Hpe Berlin-Brandenburg, in Potsdam einen Republikanischen Sag, mit dem die Wehe des Danners der Ortsgruppe Potsdam verbunden war. Ministerpräsident a. D. Dr. Stalling bllonte in seiner Ansprache, daß die Potsdamer F hnenweihe den (Staat^gebauten för- dem to'I(e und daß das Reichsbanner gegenüber der Llnduldsamkeit den Geist der Menschenrechte und Rächstenliebe verträte. Rur in bi fern Sinne forme das deutsche Volk wiede^ emporsteigen. Das Reichsbanner strebe dahin, daß der Gedanke „R i e wieder Krieg" in die Herzen einziese Aach der Feierlichkeit ist es an drei verschiedenen, Stellen der Stadt zu Zusammenstößen zw - schen Teilnehmern an der Festlichkeit und Mitgliedern rechtsstehender Organisationen gekommen. Es wurden insgesamt 8 P rfonen verletzt, die man entweder in die Krankenhäuser ober .Rettungsstellen brachte. Sie konnte i aber tote''er entlassen werden Ferner sind ins eTamt 20 Personen sistiert und festgestellt w r en, die den PPolizeianordnungen keine Folge geleistet haben
6 Personen durch Gasvergiftung getötet.
Halle a. S., 27. Oft. (WTD. Amkspruch.) Infolge eines Gasrohrbruchrs in der Durgstraße drang ausströmendes Gas von der Straße aus durch das Fenster in eine Parterrewohnung ein. Die Familie des dort wohnenden DauarbÄters Wettmann, im ganzen 6 Personen, kamen dadurch ums Leben.
Korpulenz ist uuscköu nnd nngeiunb. Wir raten Zhnen, in Ihrer Apotheke 30 g echte Toluba- fterne zu taufen, die unschädliche Stoffe von fett« zehrender Wirkung enthalten


